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- Trailcamp und Wandertage für Frauen in Naturns
Dieser folgende Blogbeitrag ist Werbung für mich und mein Frauen-Trailcamp kommenden April in Naturns . Ich bin wieder sehr gespannt und freue mich auf vier sportliche Tage unter Frauen, schönster Natur und toller Momente. Das Trailcamp " Women Trail & Hike Days" findet vom 23. bis 26.04.2026 in Naturns statt. Dieses verlängerte Wochenende ist für jede Frau bzw. Fitnesslevel konzipiert. Möchtest du Wandern mit Trailrunning kombinieren oder dein erstes Mal Trailrunning ausprobieren bist du richtig bei uns. Ich bin Cindy (Trailrunnerin mit Spaß in der Natur und an der Bewegung). Die Wandergruppe übernimmt eine lokale Wanderführerin. Wo findet das Frauen Trailcamp "Women Trail & Hike Days" statt? Wir werden in Südtirol verweilen. Genau gesagt im Thermalort Naturns (Vinschgau) . Unser Hotel wird das moderne Belvedere ****S für drei Übernachtungen inkl. Verwöhnfrühstück und Abendessen sein. Die Unterkunft für Adults Only mit Wellnessbereich und Panorama-Blick ist nur 5 Min vom Ortskern entfernt. Das Feriengebiet Naturns ist unweit von Meran (13 km), eingebettet in malerischer Natur. Also ein perfekter Ausgangspunkt für unser gemeinsames verlängertes Frauen-Wochenende. Unser Motto bei Trailcamp für Frauen Das Motto ist klar! " Alles KANN, nichts MUSS ". Wir bieten unterschiedliche Alternativen an. Die Wandergruppe mag Genuss pur, Wellness, die Natur & die Trailrun Gruppe mag es etwas sportlicher und darf auch mal Grenzen austesten. Das ist eine Kombi, die dir alle Möglichkeiten bietet. Hast du Lust auf Wandern und Wellness oder auch mal etwas schneller beim Trailrun oder vielleicht auch deine erste Klettersteig-Tour? You decide, worauf du Lust hast. Wir bieten dir ein Programm mit unterschiedlichen Aktivitäten und Intensitäten. Ganz klar ist jetzt schon: Wir haben erlebnisreiche Tage geplant, die Spaß machen sollen. Mit dabei sind gleichgesinnte Frauen, die Neues erleben, sich selbst spüren, Zeit genießen und netzwerken wollen. Das Programm beim Frauen Trailcamp Wir erkunden gemeinsam die wilde Natur beim Trailrun oder Genusswandern. Es erwartet dich folgendes Programm: Donnerstag 23. April 2026 Wir reisen gemütlich an, Fahrgemeinschaften bilden wir gern, sobald wir wissen, wer alles dabei ist. Am Nachmittag erkunden wir den Klettersteig " Knott " am Sonnenberg oder alternativ gibt es ein Wanderung in direkter Nähe zu Naturns. Wir sind ca. zwei bis drei Stunden unterwegs. Abends essen wir gemeinsam im Hotel. Freitag 24. April 2026 Es geht sehr früh los (zwischen 4 und 5 Uhr), denn heute steht eine Sonnenaufgangstour auf dem Programm. Wir steigen auf einen Gipfel mit Aussicht auf (z.B. Tscharser Wetterkreuz / Orenknott / Rauen Bühel). Auf dem Gipfel erleben wir dann den Sonnenaufgang. Schöner kann dieser Tag nicht mehr werden, versprochen! Wenn du noch nie einen Sonnenaufgang in den Bergen erlebt hast, ist das deine Chance. Nach dem gemeinsamen Frühstück lassen wir den Vormittag ruhig angehen und gönnen uns eine wohlverdiente Pause. Ein wenig Müdigkeit wird sich bestimmt bei uns allen bemerkbar machen, umso mehr genießen wir die entspannte Zeit. Am Nachmittag erwartet uns ein besonderes Highlight: eine spannende Führung in der Kaffeerösterei Alps Coffee, bei der wir mehr über den Weg von der Bohne bis zur Tasse erfahren. Den Abend lassen wir bei knuspriger Pizza in einem Restaurant in Naturns ausklingen. Freut euch auf gesellige Stunden in herzlicher Südtiroler Atmosphäre, die den Tag perfekt abrunden. Samstag 25. April 2026 Wir starten aktiv in den Tag mit Yoga, Dehnübungen oder vielleicht sogar einer kleinen Runde Seilspringen. Nach dem Frühstück brechen wir zu unserem Tagesprogramm auf: Eine längere Trailrunning-Tour steht auf dem Plan, wahlweise auch eine etwas kürzere, aber ebenso eindrucksvolle Wanderung. Gemeinsam erkunden wir die wunderschöne Umgebung rund um Naturns und genießen immer wieder traumhafte Ausblicke. Nach der Rückkehr erwartet uns pure Entspannung im gemütlichen Wellnessbereich unseres Hotels inklusive Panoramablick in die Naturnser Bergwelt. Den Abend verbringen wir beim gemeinsamen Abendessen im Hotel und lassen dabei die Erlebnisse des Tages nochmals Revue passieren. Eine Information zu Naturns: Ein Waalweg, auch Waale genannt (gibt es einige in Südtirol) sind künstlich angelegte Wasserläufe, die früher wie heute zur Wasserversorgung dienen. Fotocredit: Naturns Tourismus Sonntag 26. April 2026 Wir starten nochmals aktiv in den Tag: Vielleicht mit einer Yoga / Stretching Einheit im Freien, einer leichten Trailrunde, einer kurze Wanderung oder einem erfrischenden Morningrun entlang der Etsch, noch bevor das Frühstück ruft. Gegen Mittag heißt es dann: Auschecken. Doch bevor wir uns verabschieden, gönnen wir uns vielleicht noch einen letzten gemeinsamen Cappuccino, ob auf dem lokalen Bauernmarkt oder im kleinen Café im Ort. Hier hast du auch die Gelegenheit, ein paar kulinarische Spezialitäten aus der Region mit nach Hause zu nehmen. Danach müssen wir leider schon die Heimreise antreten oder du nutzt die Chance für eine individuelle Verlängerung in Naturns. Ich bin mir sicher, wir werden alle mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck, einem Lächeln im Gesicht und neu gewonnenen Freundschaften abreisen. Goodie-Bag für aktive Frauen Wir werden freundlich unterstützt von folgenden Firmen, somit kannst du dich auf ein tolles Goodie-Bag freuen. Die nachstehenden Firmen waren unsere Supporter in 2025, die Liste wird nach und nach nochmals angepasst, sobald die Goodie-Bag für 2026 feststeht. Dextro Energy Dextro Energy ist ein deutsches Unternehmen aus Krefeld und Experte für Dextrose-Produkte. Ob beim Training, im Wettkampf oder zur Regeneration, die Produkte bringen Sportler weiter. Mit den Produkten kann schnell und gezielt Energie zugeführt werden und so körperliche und geistige Leistungsfähigkeit hergestellt werden. Mit Cindy15 kannst du übrigens immer bei Dextro Energy günstiger einkaufen. Craft CRAFT ist eine schwedische Marke, die sich auf Bekleidung für Ausdauersportarten spezialisiert hat. Seit 1973 bietet Craft modernste Trainings- und Wettkampfbekleidung, die in enger Zusammenarbeit mit Spitzensportlern ständig weiterentwickelt wird. Anita active Die Anita active steht für hochfunktionelle Sport-BHs und Tights mit ausgezeichneter Passform. Die Anuita active Sport-BHs bieten maximalen Support von Cup AA bis K für jede Sportart. Hochwertige eigens für Anita entwickelte Materialien, geben perfekten Halt und wirken atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Darn Tough Darn Tough Socken sind ein echtes Upgrade für die Füße, egal ob beim Laufen, Wandern oder im Alltag. Seit über 20 Jahren produziert der amerikanische Sockenspezialist hochwertige Performance-Socken in der eigenen Manufaktur in Vermont (USA). Das besondere Merkmal: der sogenannte Performance Fit. Dadurch sitzt die Socke zuverlässig dort, wo sie sitzen soll, ohne Verrutschen, ohne Falten und damit auch ohne Blasen. Hinzu kommt der hohe Anteil an feiner Merinowolle, die für ein angenehmes Fußklima sorgt. Abgerundet wird das Ganze durch langlebige Qualität, witzige Designs und eine lebenslange Garantie (in Deutschland sogar bis zu 40 Jahre). Darn Tough Socken machen jedes Abenteuer mit und fühlen sich dabei einfach richtig gut an. Kloster Kitchen Die Produkte von Kloster Kitchen begleiten einen aktiven, bewussten Lebensstil und passt damit auch perfekt in die Goodiebag. Die Marke wurde 2015 auf Basis eines traditionellen Klosterrezepts gegründet und ist vor allem für ihre Bio-Ingwer Shots mit echten Ingwerstückchen bekannt. Heute umfasst das Sortiment neben den Shots auch Smoothies aus heimischen Bio-Zutaten, Saftkuren sowie pflanzenbasierte Mikronährstoffkonzentrate. Alle Produkte sind bis, vegan und frei von Industriezucker sowie künstlichen Aromen. Ob vor dem Lauf, danach oder im Alltag: Kloster Kitchen verbindet Tradition und Innovation und steht für Genuss, ganz nach dem Motto "Better than good". Trek'n Eat Ob auf Trekkingtour, beim Trailrunning oder auf Reisen, mit den Outdoor-Mahlzeiten von Trek'n Eat bist du überall bestens versorgt. Die Marke gehört zu Katadyn Group und steht für hochwertige, gefriergetrocknete Gerichte, die speziell für aktive Menschen entwickelt wurden. Die Mahlzeiten sind leicht, lange haltbar und lassen sich unterwegs ganz unkompliziert zubereiten. Dabei setzt Trek'n Eat auf natürliche Zutaten ohne Konservierungsstoffe, künstliche Farbstoffe oder Geschmacksverstärker und sorgt gleichzeitig für genügend Energie für lange Tage. Ich selbst habe die Gerichte während des 5-tägigen Oman Desert Marathon ausschließlich gegessen und war damit durchgehend bestens versorgt. Kühlkern Das junge Unternehmen aus Stuttgart entwickelt hochwertige Kühlpflege für alle, die aktiv sind und ihrer Haut nach dem Sport etwas Gutes tun möchten. Die Produkte setzen auf natürliche Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Rosenwasser, ausgewählte Pflanzenextrakte und ohne Chemie sowie Alkohol. Kühlkern sorgt für eine angenehme erfrischende Abkühlung und unterstützt die Regeneration. Entwickelt und produziert in Baden-Württemberg, steht die Marke für klare Rezepturen, kurze Wege und ehrliche Pflegeprodukte. Fullbalance Die handgefertigten Balance Boards und Tools aus Holz von Fullbalance fördern Achtsamkeit, Regeneration, ganzheitliches Wohlbefinden und gesunde Füße. Ob für kurze Aktivpausen, bewusste Bewegungen oder zur Entspannung nach dem Lauf - perfekt zur Ergänzung für aktive Tage in den Bergen. Drei Boards könnt ihr während des Camps direkt ausprobieren. Mit Cindy10 sparst du 10% auf die Produkte beim Fullbalance. Deine Investition für unvergessliche Tage in Naturns Der Preis pro Person im Doppelzimmer (inkl. Halbpension und dem oben beschriebenen Programm) beträgt 545,- EUR ohne Klettersteig und 600,- EUR mit Klettersteig. Einzelzimmer sind in begrenzter Zahl verfügbar und können für einen Aufpreis von 100,- EUR für die drei Nächte gebucht werden. Im Preis enthalten sind alle Transfers sowie die im Programm aufgeführten Mahlzeiten. Wer am Donnerstag nicht beim Klettersteig dabei ist, zahlt 55,- EUR weniger (Doppelzimmer 545,- € / Einzelzimmer 645,- €). Eine Verlängerung deines Aufenthalts ist jederzeit möglich, bitte gib diesen Wunsch gleich bei der Buchung an. Nicht im Preis enthalten sind Getränke sowie An- und Abreise. Die Zimmerbelegung stimmen wir kurzfristig ab, auch hier kannst du uns bei Buchung gerne deine Wünsche mitteilen. Good to know - Die Women Trail & Hike Days in Naturn Das Programm beim Trailcamp ist flexibel. Wie bereits erwähnt, alles kann, nichts muss. Solltest du feststellen, Trailrunning ist nichts für dich, kannst du jederzeit zu den Wanderinnen wechseln, aber auch andersrum zu den Trailrunnerinnen. Bitte informiere uns bei deiner Buchung über besondere Wünsche: Thema Unverträglichkeiten Wie reist du an? Benötigst du einen speziellen Abholservice vom Bahnhof? Bist du an Fahrgemeinschaften interessiert? Wir stehen für Fragen zu Deiner Verfügung, auch hier meine Email: cindy.haase@gmail.com Übrigens es ist mein Trailcamp. Du kannst dir sicher sein, ich möchte das du den Spaß deines Lebens hast, schöne Momente mit nach Hause nimmst und dir allerhand Erinnerungen bleiben. Fotos, Fotos, Fotos natürlich auch. Ziel ist das du voller Elan und Inspiration wieder heimkehrst. Bist du beim Frauen Trailcamp dabei? Willkommen und ich freue mich dich kennenzulernen. Die Anmeldung für das Frauen Trailcamp bitte direkt an das Tourismusbüro Naturns per Email schweitzer@naturns.it (Lea Schweitzer) richten Du kannst auch noch individuelle Fragen stellen (natürlich jederzeit auch an mich) und wir helfen gerne. Weitere Details zu den Women Trail & Hike Days in Naturns findest du auf der Tourismusseite von Naturns, die ich gern verlinke. Hinweis: Das Frauen Trailcamp Wochenende wird von Naturns ausgerichtet und unterstützt. Ich bin Ideengeber, deine Reiseleitung & Guide vor Ort und organisiere dieses Event mit.
- 165 km Wüstenlauf: Meine Erfahrung beim Oman Desert Marathon
Ich bin Cindy und ich bin den Oman Desert Marathon gelaufen. Das ist meine Geschichte. Eigentlich wusste ich lange im Voraus, dass ich diesen Wüstenlauf im Januar 2026 absolvieren würde. Doch wie so oft kam das Leben dazwischen, ebenso wie andere Wettkämpfe, die mir wichtig waren und meinen Fokus beanspruchten. Ein gezieltes, spezifisches Wüstentraining fand daher kaum statt. Alles Organisatorische, Hintergründe zum Rennen und die wissenswerten Fakten habe ich bereits im vorherigen Blogbeitrag zusammengefasst: Der Oman Desert Marathon In diesem Text möchte ich mich bewusst gar nicht so sehr in Details zu Strecke und Regeln etc. verlieren, sondern vielmehr meine persönlichen Erfahrungen teilen. Vorweg: Es waren intensive, fordernde und prägende Wochen rund um den Oman Desert Marathon, einen 165 Kilometer langen Etappenlauf durch die Wüste Omans, verteilt auf fünf Tage. Besonders war für mich der Selbstversorger-Aspekt und ein Terrain, das für mich komplett neu war. Übernachtet haben wir in Camps in Mehrpersonenzelten (wurden täglich von Helfern aufgebaut). Vom Veranstalter gestellt wurde Wasser (alle zehn Kilometer unterwegs, im Camp unbegrenzt, teils warm), alles andere trugen wir selbst. Vorbereitung, Anreise und erste Eindrücke Rund 40 Läuferinnen und Läufer aus verschiedenen Ländern standen am Start: Hobbyläufer, ambitionierte Athleten und Profis. Die Strecken wurden vorab als GPX-Dateien zur Verfügung gestellt und zusätzlich etwa alle 500 Meter mit Fahnen markiert. Ich reiste eine Woche früher in den Oman (Direktflug ab München mit Omanair), um mich an Klima und Temperaturen zu gewöhnen, zur Ruhe zu kommen und etwas vom Land zu sehen. Der Roadtrip tat gut. Ich besuchte unter anderem Wadi Nakhr, Jebel Shams (Balcony Walk), Jabrin Castle, Misfat Al Abriyeen, Nizwa und Wadi Shab . Schöne Orte, die mir in Erinnerung bleiben werden. Am Tag vor Abfahrt in die Wüste übernachtete ich in Muscat. Dort traf auch Simone ein, eine Freundin, die ebenfalls für den Oman Desert Marathon gemeldet war. Von diesem Moment an waren wir zu zweit unterwegs und stellten uns der Herausforderung des Wüstenabenteuers gemeinsam. Zusammenkunft am Flughafen in Muscat Der Treffpunkt für alle Teilnehmenden war vom Veranstalter vorgegeben. Vom Flughafen in Muscat ging es per Bus in ein Hotel (Bidiyah Green Homes) nahe Al Wasil (ca. zwei Stunden Fahrt). Dort packten wir unsere Rucksäcke, erhielten letzte Briefings, ließen Pflichtausrüstung und medizinische Atteste prüfen, bekamen unsere Startnummern und aßen ein letztes Abendessen in der Zivilisation. Meine Startnummer war 2027. Am nächsten Morgen ging es an den Start nach Al Wasil. Ab diesem Moment begann die Selbstversorgerphase. Beim Check-in wog mein Rucksack übrigens 7,6 Kilogramm, ohne Wasser. Die Nacht zuvor war okay, meine Nervosität dafür umso größer. Beim Thema Rucksackgewicht hatte ich bewusst auf Leichtigkeit gesetzt, zumindest in der Theorie. Die Pflichtausrüstung war umfangreich: Gamaschen, Anti-Giftpumpe gegen Skorpionbisse, Signalspiegel, Schlafsystem, Messer, Antiseptikum, Schmerz- und Salztabletten, Pfeife sowie ein Erste-Hilfe-Set. Dazu kamen persönliche Hygieneartikel und rund 2.000 Kalorien Verpflegung pro Tag in Form von Trek'n Eat, Dextro Energy soiwe weiteren verschiedenen Riegeln und Nüssen. Kleidungstechnisch hielt ich es reduziert: zwei Shirts, ein Merino-Longsleeve, zwei Shorts, eine lange Hose, eine Windjacke, Unterwäsche und vier Paar Socken. Als fragwürdigen Luxus hatte ich ein Paar leichte weiße Hotellatschen dabei, keine gute Idee. Sand überall, ständig nasse Dixie-Klos und am Ende kein wirklicher Mehrwert. Das winzige Handtuch, in Waschlappengröße, war zwar leicht, aber wenig ausreichend. Der Wüstenlauf beginnt Der Oman Desert Marathon startete am 10. Januar 2026 leicht verspätet. Sehr früh wurde mir klar: Das werden harte Tage. Ein echtes Zeitlimit gibt es nicht, mein Tempo pendelte sich bei etwa fünf Kilometern pro Stunde ein. Laufen war selten, eher ein konsequentes Speedhiking. Der Startbereich war wuselig, da parallel kürzere Distanzen stattfanden. Viele liefen schnell los, ich mittendrin. Der Rucksack fühlte sich rasch zu schwer an, Schultern schmerzten, mein Laufstil war unrund. Technisch ist der ODM (kurz für Oman Desert Marathon) kein extrem anspruchsvoller Lauf, doch der Sand ist weich, tief und kräftezehrend. Dazu kamen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, grundsätzlich machbar, in der Sonne jedoch fordernd. Etappe 1 - Ankommen in der Wüste Die erste Etappe führte über 41 Kilometer mit 570 Höhenmetern. Ich brauchte endlose 8:18 Stunden. Die ersten Dünen machten schnell klar, wer hier die Regeln vorgibt: Nämlich die Wüste. Im Camp angekommen, warteten Duschen, Dixie-Toiletten, warmes Wasser und überraschend stabiles Internet. Dennoch hielt sich mein Bedürfnis nach Außenwelt in Grenzen. Essen, erholen, schlafen, mehr stand eigentlich nicht auf dem Plan. Simone war etwas schneller als ich und wir waren uns einig: Diese erste Etappe war schwer. Zum ersten Mal kamen Zweifel auf, ob ich die gesamten 165 Kilometer schaffen könnte. Die weiteren Etappen: Tag für Tag durch die Wüste Nach der ersten Etappe war klar: Der Oman Desert Marathon ist kein klassischer Lauf, sondern ein tägliches Aushandeln mit sich selbst. Die Tage begannen zunehmend zu verschwimmen und genau das wurde Teil der Erfahrung. Der Weg führte meist abseits fester Spuren. Büsche mussten umgangen werden, der Untergrund wechselte ständig. Mal versank der Fuß im Sand, mal bremste ein kleiner Hügel jeden Rhythmus. Die Hoffnung auf besseren Untergrund begleitete mich täglich, doch am Ende führte jeder Versuch immer wieder zurück in den weichen, anstrengenden Sand. Etappe 2 - Akzeptanz Die zweite Etappe stand für mich ganz im Zeichen der Akzeptanz. Ich hatte einen Rhythmus gefunden, langsam, stetig, mehr gehend als laufend. Die ersten zehn Kilometer war ich gemeinsam mit Simone unterwegs. Sie ist stärker als ich, umso schöner war es, diesen Abschnitt bewusst gemeinsam zu erleben. Mein Körper hatte sich zunehmend arrangiert, der Kopf musste allerdings immer wieder nachziehen. Die Wüste blieb fordernd. Am Ende standen 29,4 km in 6:20 Stunden mit 450 Höhenmetern. Etappe 3 - Monotonie und Gedanken Etappe drei war mental die monotonste. Endlose Dünen, endlose Kilometer, Gedanken kamen und gingen, manchmal war der Kopf leer, manchmal sehr laut. Ich funktionierte irgendwie, Schritt für Schritt von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt. Tempo und Stolz spielten hier längst keine Rolle mehr. Es ging nur noch darum weiterzukommen und am Ende des Tages anzukommen. In dieser Monotonie begann ich über vieles nachzudenken. Über die viel zitierte Gastfreundschaft der Omanis zum Beispiel, die hier nicht aufgesetzt, sondern ehrlich und unaufdringlich wirkt. Über Sicherheit, über Gemeinschaft, über eine Gesellschaft, die offenbar anders funktioniert. Es gibt keine Kriminalität und ich frage mich, was machen die Omanis besser? Die Wüste lässt Raum für solche Gedanken, gerade wenn die Strecke kein Ende nimmt. Nach 30 Kilometern, 7:03 Stunden mit rund 500 Höhenmetern war diese Etappe geschafft. Kein spektakulärer Tag auf dem Papier, aber ein wichtiger auf dem Weg ins Ziel. Etappe 4 - Die Königsetappe Die vierte Etappe war die längste und wurde zur echten mentalen Prüfung. Der Start erfolgte erst am Mittag, in der größten Hitze, und die Etappe zog sich bis tief in die Nacht hinein. Müdigkeit, schwere Beine und das Wissen, dass nach einer kurzen Nacht noch ein weiterer Tag folgen würde, machten diesen Abschnitt besonders hart. Gleichzeitig wuchs aber auch das Vertrauen: Ich war immer noch da. Auch diese Etappe brachte ich zu Ende, nach über 10:09 Stunden, 45 Kilometern und 590 Höhenmetern. Der Tag war lang, die Nacht kurz, die Erholung minimal. Trotzdem stand ich am nächsten Morgen wieder auf. Nicht aus Euphorie, sondern weil Aufgeben keine Option mehr war. Etappe 5 - Ankommen Die letzte Etappe fühlte sich leichter an, obwohl das ständige Auf und Ab der Dünen körperlich fordernd blieb. Das Ende rückte näher, die Zweifel traten in den Hintergrund. Es war kein emotionaler Zieleinlauf, sondern ein stilles Ankommen, zufrieden, erschöpft und sehr dankbar. Für die letzten 21,8 Kilometer benötigte ich 4:55 Stunden. Ergebnis: Gesamtzeit: 36:48:12 Stunden für 165 Kilometer Platzierung: 18. Gesamt / 7. Frau. Erfahrungen mit dem Equipment - ein ehrlicher Rückblick Der Rucksack Ich lief mit dem Ultimate Direction Fast Pack (30 Liter). Mit rund 700 Gramm ist er sehr leicht und bietet viele Taschen, was Ordnung im Rucksack erleichtert. Allerdings war ich mit dem Tragekomfort nicht glücklich. Die Schulterriemen drückten stark, der Rucksack wirkte für mich recht steif. Ich hatte ihn ungetestet gekauft, ein Fehler. Meine klare Empfehlung, unbedingt vorher ausprobieren. Es gibt auch eine Frauenversion, die für mich vermutlich besser gepasst hätte. Die Gamaschen Ich nutze Gamaschen von Raidlight, die kurzfristig bei Gangart in Bonn an meine Schuhe genäht wurden. Der Service von Gangart ist empfehlenswert und war last minute vor Weihnachten eine große Erleichterung. Das Annähen hat 45,- EUR gekostet. Ohne Gamaschen sollte man beim Oman Desert Marathon nicht starten, aufgeriebene Füße wären vorprogrammiert. Ich hatte kaum bis keinen Sand in den Schuhen. Trotz allem zog ich mir zwei schmerzhafte Blasen zu. Die medizinische Versorgung vor Ort war jedoch hervorragend, mit Ärzten, Physios und täglichen Massagemöglichkeiten. Meine Wüsten-Verpflegung Ich hatte Trek'n Eat Gerichte für Frühstück und Abendessen dabei. Die Mahlzeiten wogen zwischen 150 - 260 Gramm ohne Verpackung, waren gut verträglich, ausreichend kalorienreich und einfach zuzubereiten. Geschmacklich überzeugten mich alle Gerichte bis auf die Protein Bowl zum Frühstück, einige benötigten etwas Nachsalzen. Ergänzt wurde das Ganze durch Produkte von Dextro Energy sowie verschiedene Riegel, Gels und Nüsse. Ein echter Gamechanger war das neue Fast Hydration Getränkepulver von Dextro, da ich damit meine Flüssigkeitsaufnahme deutlich verbessern konnte. Insgesamt kam ich auf rund 2.000 Kalorien pro Tag. Dies war zwar minimal geplant, aber für mich ausreichend, da ich während des gesamten Rennens keinen spürbaren Energieverlust hatte. Das Schlafsystem Mein Schlafsystem bestand aus dem Therm-a-Rest Hyperion 32 UL Bag (Daunenschlafsack) und der Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT Isomatte. Beides war für mich die perfekte Wahl. Wir schliefen in verschließbaren Zelten für 8-10 Personen mit Teppichboden, der zwar etwas isolierte, aber sehr uneben war. Die Isomatte sorgte für Komfort und Erholung. Der Schlafsack, ausgelegt bis 0 Grad, war mehr als ausreichend, kalt war mir nie. Das gesamte Schlafsystem wog knapp über 800 Gramm. Merinobekleidung für das Abenteuer Wüstenlauf Bei der Kleidung habe ich bewusst auf Merino gesetzt. Das Lightwool 140 Sports T-Shirt von Aclima ist leicht, sehr atmungsaktiv und besteht aus 100% Merinowolle, speziell entwickelt für sportliche Aktivitäten bei warmen Temperaturen. Durch die Kombination aus LightWool-Gewebe und strategisch platziertem Wollnetz unter den Armen und am Rücken trocknet das Shirt schnell, belüftet gut und transportiert Schweiß zuverlässig ab. Ich konnte es über mehrere Tage tragen, ohne dass sich Gerüche gebildet haben. Die Passform bietet Bewegungsfreiheit, allerdings gab es durch den Rucksack an einigen Stellen leichte Scheuerstellen. Insgesamt hat sich das Shirt für mich dennoch als eine gute Wahl für den Wüstenlauf erwiesen. Ergänzt wurde das Setup durch das NXTMERINO Damen Longsleeve von Picea Earth, das mich vor allem abends bei sinkenden Temperaturen warm gehalten hat. Der Hersteller garantiert eine Merino-Qualität mit Anti-Laufmaschen- und Anti-Pilling-Eigenschaften, was sich positiv auf Langlebigkeit und Atmungsaktivität auswirkt. Das Longsleeve trägt sich sehr angenehm, ohne Kratzgefühl, ist schlicht im Design und extrem leicht. Auch hier hatte ich das Gefühl, das richtige Produkt dabei zu haben. Ich hatte mich das erste Mal überhaupt für Merinowäsche entschieden und war im Nachhinein mehr als begeistert. Mein Fazit - Was von der Wüste bleibt Mit der Zeit lernt man, die unterschiedlichen Sandarten zu lesen, von gut laufbar bis extrem schwierig. Doch diese wechseln alle paar Meter, was ein konstantes Tempo nahezu unmöglich macht. Die Wüste gibt keinen Rhythmus vor, sie nimmt ihn einem. Ich weiß bis heute nicht genau, warum Wüstenläufe so faszinieren. Für mich war der Oman eine tägliche Achterbahn, vor allem mental. Das Camp-Leben habe ich sehr genossen, ebenso den Austausch mit Teilnehmer/innen aus unterschiedlichsten Ländern. Mit den Einheimischen hingegen blieb der Kontakt begrenzt, die Sprachbarrieren waren einfach groß. Es blieb bei kleinen Gesten und ein paar freundlichen Momenten. Ich war oft an meinem persönlichen Limit und bin im Rückblick sehr stolz, diese 165 Kilometer durchgezogen zu haben. Die Distanzen sind endlos, die Stille manchmal fast laut. Gleichzeitig habe ich es genossen, einmal nichts zu müssen: keine Arbeit, keine Verpflichtungen, außer morgens an den Start zu gehen und irgendwann am Nachmittag oder Abend im Camp anzukommen. Dazwischen lagen Erlebnisse, Weite und sehr viel Zeit mit mir selbst. Ich bin dankbar, dieses Abenteuer erlebt zu haben, weiß aber auch: Für mich wird es keine Wiederholung geben. Es war intensiv, fordernd und in seiner Form einzigartig. Während meiner Zeit im Oman habe ich kaum etwas vom Weltgeschehen mitbekommen und das war gut so. Wir schliefen unter einem glasklaren Sternenhimmel, weit weg von allem, friedlich und nahezu politikfrei. In der Wüste schien die Welt in Ordnung zu sein. Die größte Herausforderung waren für mich eindeutig die mentalen Grenzen. Bereits nach der ersten Etappe kamen Zweifel auf, ob ich die gesamten 165 Kilometer schaffen würde. Abgesehen von zwei größeren Blasen hatte ich keine ernsthaften Schmerzen oder Verletzungen, objektiv also keinen Grund aufzuhören. Auch gab niemand auf und so kämpfte ich mich Schritt für Schritt weiter. Mir half es, von Tag zu Tag zu denken. Als vier Etappen geschafft waren, kehrte auch die mentale Ruhe zurück. Die fünfte Etappe fühlte sich wieder leichter an, obwohl das ständige Auf und Ab der Dünen körperlich alles andere als einfach war. Der Oman Desert Marathon ist aus meiner Sicht gut machbar, aber mental fordernd. Es waren krasse Tage, die nachwirkten. Und genau das macht dieses Rennen aus.
- Jahresrückblick 2025
2025 fühlt sich für mich an wie ein Lauf mit vielen Etappen: mal leichtfüßig, mal voller Widerstände, manchmal schmerzhaft und immer lehrreich. Dieses Jahr war kein Sprint, sondern ein langer Lauf mit Höhen und Tiefen und überraschenden Momenten. Genau deshalb liebe ich es, am Jahresende innezuhalten und all diese Erlebnisse festzuhalten, bevor sie im Alltag verblassen. Wie jedes Jahr nehme ich mir zum Jahresende Zeit für einen persönlichen Rückblick. Mein 2025 war sportlich, intensiv und voller Emotionen und trotzdem manchmal ein Jahr der kleinen Stolpersteine. Wenn ich durch meine Fotos und meine Instagram Posts scrolle, fällt mir auf, wie viel ich gelaufen, erlebt und entdeckt habe. Gleichzeitig gab es Momente, die wehgetan haben: vor allem Paul, mein Kater, der Ende April gestorben ist, und sein Verlust wiegt nach wie vor schwer. "Am Ende wird alles gut." "Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende." Ein schönes Zitat von Oscar Wilde, dass wir uns beherzigen können. Denn auch schwierige Momente, Verluste und Herausforderungen sind Teil unseres Weges und nach jedem Tief kommen auch neue Chancen und Lichtblicke. Jetzt geht's los mit meinem Jahresrückblick 2025 Das war Cindy 2025 2025 war ich wieder vieles: Coach beim Bahntraining, Straßenläuferin mit Tempo-Ambitionen, seltener auf den Trails, aber immer auf der Suche nach Sonnenaufgängen, Gedankenruhe und neuen Perspektiven. Und zwischendurch einfach nur Cindy, die lernen musste loszulassen, als Paul gegangen ist. Eine Zeit, die still war und wehgetan hat und die erst nach und nach Platz für schöne Erinnerungen gemacht hat. Trotzdem wollte ich immer positiv bleiben. Sportlich lief es stark: Ich habe gleich viermal neue Bestzeiten geknackt, persönliche Grenzen verschoben und mich dabei mehr als einmal selbst überrascht. Gemeinsam mit meiner Laufgruppe, bei Trailcamps und Sonnenaufgangsläufen habe ich das Jahr bunt und lebendig gestaltet. Es gab Strecken, die mich forderten, aber auch Begegnungen, die mich berührt haben. Neben den sportlichen Erfolgen war 2025 geprägt von Positivität und Erleben. Am Ende überwiegt die Dankbarkeit für die Momente, die Menschen, die mich begleitet haben und die Gesundheit, die mich das ganze Jahr über in Bewegung hielt. Jahresrückblick 2025 In diesem Jahr habe ich knapp 2.200 Kilometer zurückgelegt und dazu unzählige Stunden in alternative Trainingsformen investiert. Besonders das Thema Hyrox hat mich begeistert und ich habe hier einige Kurse besucht und richtig Spaß daran gefunden. Im Februar stand ich außerdem zum ersten Mal beim Eisschwimmen in Burghausen am Start, als Teil einer Vierer Staffel. Trailrunning und Tanzen sind 2025 etwas in den Hintergrund gerückt und das möchte ich im kommenden Jahr wieder intensivieren. Dafür habe ich meinen Fokus stärker auf Krafttraining und funktionelles Training gelegt, eine Basis, die mir sicher in vielen Wettkämpfen spürbar geholfen hat. Mein großes Jahresziel war der Chicago Marathon im Oktober, für den ich viele intensive Intervall-Einheiten absolviert habe. Und dann war da noch Prag, gleich drei Mal war ich 2025 dort und konnte jedes Mal eine neue Bestzeit feiern: Über Halbmarathon, Marathon und 5 Kilometer. Diese Stadt ist toll und für mich eine echte Herzensstadt geworden. Laut Strava war ich insgesamt 446 Stunden sportlich aktiv und habe 403 Aktivitäten aufgezeichnet. Zahlen, die zeigen, dass 2025 ein intensives, vielseitiges und sportlich erfülltes Jahr war. Wenn ich auf mein Laufjahr 2025 blicke, dann war es vor allem eines: mein Marathonjahr. Nach mehreren Anläufen im Jahr zuvor ohne persönliche Bestzeiten konnte ich 2025 endlich den Knoten lösen. Meine alte Marke aus London 2023 (03:27 Std.) hielt lange stand, bis ich sie im Mai in Prag auf 03:21 Std. verbesserte und schließlich Chicago im Oktober, wo ich mit 03:11 Std ins Ziel kam. Zwei Rennen, die gezeigt haben, dass manchmal mehr möglich ist, als man selbst für möglich hält. Dieses Jahr hat mich nicht nur an Startlinien geführt, sondern auch näher zu mir selbst, mit all den Zweifeln, der Euphorie und der Freude, die Laufen so besonders machen. Zeit also, 2025 noch einmal durchzublättern, mit all seinen Höhen, Tiefen und Momenten, die geblieben sind. Fangen wir von vorne an. Meine Highlights und Teilnahmen 2025 Die Geschichten, die besonders in Erinnerung geblieben sind, habe ich in eigenen Blogbeiträgen festgehalten. Du erkennst das an den Verlinkungen oder einem kleinen Unterstrich im Text. Einfach draufklicken und du kommst zum entsprechenden Beitrag. Eisschwimmen in Burghausen Das erste Highlight des Jahres fand gleich Anfang Februar statt. Mein erster Eisschwimm-Wettbewerb in einer 4 x 50 Meter Staffel bei den Burghausen Open. Eisbaden gehört für mich seit mehr als fünf Jahren zum Winter dazu , aber Eisschwimmen ist nochmals eine ganz andere Herausforderung. Beim Baden steht man still im Wasser, lässt Kälte und Ruhe auf sich wirken, wird ruhig und entspannt. Beim Schwimmen dagegen ist alles Bewegung, Atmung, Überwindung und pure Anspannung. Nie hätte ich gedacht, dass ich jemals auch nur einen Meter im eiskalten Wasser schwimmen könnte. Wirklich geübt hatte ich nicht und eine gute Schwimmerin bin ich auch nicht. Die Generalprobe und gleichzeitig meine erste richtige Eisschwimm Session fand eine Woche vor dem Wettkampf in Burghausen statt. Wir wollten das Gelände anschauen, das Wasser testen und ein Gefühl bekommen. Aber schon dieses erste Mal war so elektrisierend, dass ich mich sofort auf den Wettkampf freute. Am Wettkampftag herrschten 4,5 Grad Wassertemperatur und es war im Wahrsten Sinne, eine unglaubliche intensive Erfahrung. In unserer Kategorie starteten zwölf Staffeln, wir belegten Platz 10. Für ein Team ohne echtes Schwimmtraining finde ich das ziemlich beachtlich. Und auch wenn ich mit 1:21 Min auf 50 Meter sicher keine Rakete war, hat das Erlebnis mich gepackt. Ich bin definitiv angefixt. Auch wenn Eisschwimmen weit außerhalb meiner Komfortzone liegt, steht fest: Wir machen das wieder. Neapel Halbmarathon Weiter ging es im Februar mit dem Napoli Halfmarathon . Eigentlich wollte ich dort eine neue persönliche Bestzeit angreifen und die sub 1:35 Std knacken. Doch manchmal läuft es eben anders. Kurz vor dem Rennen wurde ich krank und musste hoffen, überhaupt rechtzeitig wieder fit zu werden. Ende Februar ist es in Süditalien fast schon frühlingshaft und die vier Tage in Neapel waren schön. Ich konnte starten, aber es war klar, dass ich keine persönliche Bestzeit laufen würde. Also machte ich einen kleinen Sightseeing Lauf draus und mit 01:48:12 Std. war das Ergebnis zufriedenstellend. Die Strecke führt flach und schnell entlang der Küste, durch mehrere Tunnel (die von den Läufer/innen stimmungsvoll beschallt werden) und mitten durch die Stadt. Wer früh im Jahr Lust auf ein Rennen mit Sonne, Meerblick und toller Atmosphäre hat, wird in Neapel glücklich. Spannend: Neapel ist die einzige italienische Stadt, die gleichzeitig den männlichen und weiblichen Streckenrekord auf der Halbmarathondistanz hält (Stand 2025). Auch organisatorisch kann sich das Event sehen lassen: Günstige Startgebühren, eine schöne Strecke und ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben dem Lauf blieb sogar Zeit für ein bisschen Sightseeing, inklusive Ausflug zum Vesuv, den man einfach per Bus erreicht. Die Aussicht von oben ist spektakulär. Teilnahme an einer TUM Studie Die folgenden Wochen wurden spannend. Ich durfte an einer 10-wöchigen Studie der Technischen Universität München teilnehmen, die der Frage nachging, ob sich die Lauftechnik durch gezieltes Training der seitlichen Hüftmuskulatur (can running form be altered through training of the lateral hip muscles) verändern lässt. Klingt erst mal wissenschaftlich, war aber vor allem eines: intensiv, lehrreich und unglaublich spannend. Dreimal pro Woche standen gezielte Übungen für die Hüftmuskulatur auf dem Plan. Begleitend dazu habe ich meine Ernährung angepasst, nicht zuletzt, weil ich beim Wiegen zu Beginn der Studie überrascht war: 55 Kilogramm, mein höchstes Gewicht seit über 30 Jahren. Diese Erkenntnis hat mich motiviert, bewusster zu essen und insgesamt aktiver zu werden. Nach den 10 Wochen zeigte sich das Ergebnis: 1,5 Kilogramm weniger, spürbar mehr Kraft und Stabilität und ganz nebenbei neue Bestzeiten über Halbmarathon und Marathon (mehr dazu im Folgeabsatz). Ob alles direkt zusammenhing, kann ich nicht beurteilen. Aber eines weis ich: Diese zehn Wochen waren motivierend und körperlich wie mental stärkend. Ich habe gemerkt, wie viel sich bewegt, wenn man dranbleibt. Prag Halbmarathon und Marathon - zwei Reisen, zwei Emotionen Im Frühjahr wurde es sportlich. Wir hatten uns entschieden, gleich zweimal nach Prag zu reisen: Im April zum Halbmarathon und im Mai zum Marathon. Beim Halbmarathon war mein Ziel klar: eine neue persönliche Bestzeit und endlich die Sub 1:35 Std. Ich ging all in, lief in meinem neuen Craft Kype Pro Carbon Schuh und hatte die Wochen davor gezielt Intervalle in Wettkampfpace trainiert. Ich kann gar nicht sagen, was an diesem Tag anders war, doch es lief alles wie von selbst. Mit über 5 Minuten Vorsprung auf meine bisherige Bestzeit und einer 1:32:28 Std. im Ziel fühlte es sich an, als wäre es mein Rennen gewesen. Nur wenige Wochen später änderte sich alles. Ende April verstarb mein Kater Paul und das nur wenige Tage vor dem Prag Marathon. Die Tage danach waren schwer, voller Trauer und Zweifel. Ich wusste nicht, ob es richtig war, trotzdem zu starten. Aber schließlich entschieden wir uns, nach Prag zu reisen und ich widmete diesen Marathon meinem kleinen starken Paul. Während des Laufes war er in Gedanken ständig bei mir. Schon nach wenigen Kilometern spürte ich, dass ich diesen Marathon für ihn und für mich laufe, um ihn auf besondere Weise in Erinnerung zu behalten. Und genau das passierte: Ich lief einen meiner besten Marathons überhaupt und erreichte das Ziel nach 03:21:07 Std. Eine neue persönliche Bestzeit und ein Lauf, der für mich immer eng mit Paul verbunden bleiben wird. Ich denke, dass ich diesen Marathon auch genau deswegen nochmals laufen werde. Naturns Womencamp Kurz darauf stand eines meiner liebsten Events im Jahr an: Das Women Trail & Hike Camp in Naturns . Wie jedes Jahr war es einfach wunderschön: eine unvergessliche Sonnenaufgangstour, viele Trail- und Hike Kilometer, entspannendes Yoga und jede Menge köstliches Südtiroler Essen. Ich mag diese reinen Frauencamps, sie haben eine ganz besondere Energie: inspirierend, mitreißend und oft auch berührend. Es entstehen Gespräche und Momente, die man so nur unter Frauen erlebt. Auch 2026 wird das Camp wieder stattfinden, bereits zum fünften Mal. Ich freue mich darauf, neue Gesichter in Naturns willkommen zu heißen. Alle Informationen findest du im separaten Blogbeitrag . Außerdem wird es 2026 auch wieder ein gemischtes Camp rund um den Ötzi Trail geben , gemeinsam mit Marcel und einer sicher wieder großartigen sportlichen Gruppe. Wenn du Fragen hast, kannst du dich jederzeit direkt bei mir melden. Namibia Roadtrip Ende Mai ging es für mich auf einen Solotrip in einer kleinen Reisegruppe nach Namibia. Nach einigen intensiven Monaten sehnte ich mich nach einer Pause, nach Zeit für mich, nach Abenteuer und Natur. Der gebuchte Roadtrip mit mehreren Zeltübernachtungen in der Wildnis war genau das Richtige: einfach und voller besonderer Momente. Es war eine wunderbare Reise mit wenig Social Media und vielen Eindrücken. Solche Urlaube mache ich selten, da unsere Reisen meist mit Laufevents verbunden sind und selten länger als eine Woche dauern. Namibia war deshalb ein wohltuender Kontrast, sehr inspirierend, entschleunigend und weniger von Sport bestimmt. Niesen Treppenlauf Nicht lange nach meinem Urlaub ging es auch schon weiter, diesmal mit einem Erlebnis, dass mich aus meiner Komfortzone katapultierte. Anfang des Jahres hatte ich mich eher "versehentlich" für den Niesen Treppenlauf angemeldet und tatsächlich nach Auslosung einen Startplatz bekommen. Manchmal ist es besser, sich nicht zu viel mit anderen laufbegeisterten Menschen auszutauschen, dann passieren solche Dinge nicht. Als die Anmeldung bestätigt war, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich wirklich starten wollte. Aber ich bin kein Mensch, der vor neuen Herausforderungen davonläuft. Ende Juni fuhr ich also über 400 km ins Berner Oberland, um mich der Niesen-Treppe zu stellen. Laut Guinness Buch der Rekorde auch die längste Treppe der Welt. Nach dem sehr anstrengenden Aufstieg (11.674 Stufen / knapp 1.700 HM) kann ich das nur bestätigen. Es war eine krasse, aber unvergessliche Erfahrung, ein cooler Trip in die Schweiz, der mir einmal mehr gezeigt hat: Wenn man sich auf anstrengende oder unangenehme Dinge einlässt, ist das Gefühl danach einfach sensationell. Wiederholen würde ich das Event allerdings nicht mehr, einmal reicht völlig. Die Details zum Niesen Treppenlauf habe ich separat im Blog dokumentiert. Insgesamt hatte ich viel mit dem Zeitlimit zu kämpfen, kam völlig angestrengt ins Ziel und erreichte den Gipfel des Niesen, auf 2360 m, nach 01:57 Std. fREanks Runclub Im Juni kam eine neue Aufgabe in mein Leben. Ich wurde Running Captain bei der neuen fREanks Laufgruppe, unterstützt von Reboots. Die Laufgruppe bietet kostenlose Läufe, Kaffee und Recovery an und möchte eine entspannte, gemütliche Community aufbauen. Wir laufen jeden Mittwochmorgen um 7 Uhr vom Cafe Chance im Lehel los. Dort können Sachen abgelegt werden. Nach dem Lauf gibt es für alle einen Kaffee und eine Recovery Session (mit den Reboots Geräten) aufs Haus. Ich würde mich freuen, wenn viele bekannte und auch neue Gesichter mittwochs mitlaufen und den tollen Vibe der Gruppe erleben. Reschenseelauf Der Reschenseelauf 2025 feierte sein 25. Jubiläum und das mit einem ganz besonderen Highlight: einem Nightrun rund um den Reschensee . Das Feuerwerk am Ende des Laufs sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss. Die Wiese direkt neben dem Veranstaltungsgelände, die extra für Camper freigegeben wurde, verlieh dem Event zusätzlich einen einzigartigen Vibe. Die Strecke führte einmal um den See, 15,1 Kilometer. Der Startschuss fiel pünktlich zum Sonnenuntergang um 21:30 Uhr und der Start aus dem Tunnel heraus, begleitet von einem aufziehenden Vorhang und jubelnden Zuschauern, sorgte für Gänsehaut. Die gesamte Strecke war mit Fackeln beleuchtet, ein beeindruckendes Bild. Das Event wurde liebevoll organisiert, bot ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und kann perfekt mit einem kleinen Südtirol-Urlaub kombiniert werden. Ich erreichte das Ziel nach 01:11:06 Stunden als Siebte in meiner Altersklasse und war mehr als zufrieden mit meinem Lauf. Schnalstal Alpine Trail Die Erstausgabe des Schnalstal Alpine Trail wollten wir uns nicht entgehen lassen. Auch wenn 2025 für mich kein klassisches Trailjahr war und ich mehr Zeit auf der Straße, als in den Bergen verbrachte, stand für mich fest: Ich will dort an den Start gehen. Ganz ohne großen Trainingsplan, einfach aus Freude am Dabeisein. Das Schnalstal liegt nur wenige Kilometer von Naturns entfernt und ist schon allein deshalb ein reizvolles Ziel. Wir entschieden uns für die zweite Distanz: 29 Kilometer mit rund 2.100 Höhenmeter, die bis auf über 3.000 Meter führten. Der Start erfolgte in Unser Frau, einem kleinen charmanten Bergdorf. Am Wettkampftag zeigte sich das Wetter leider von seiner rauen Seite, dichter Nebel, Kälte und schließlich auch Streckenänderungen. Für die Ultradistanz wurde das Rennen sogar abgebrochen. Unsere Strecke konnte dagegen regulär gelaufen werden und trotz der Bedingungen war es ein toller Lauf. Mein Fazit: Der Schnalstal Alpine Trail ist ein wunderschönes, aber forderndes Event, vor allem die längeren Distanzen sind nichts für Einsteiger. Wer alpine Herausforderungen liebt, wird hier jedoch mit echter Berglauf-Atmospäre und technischen Trails belohnt. Alle weiteren Details und Eindrücke habe ich im Blogbeitrag zusammengestellt. Olympiaberg-Challenge 4.0 Im August stand die vierte Ausgabe meiner Olympiaberg-Challenge an. Eine ganze Woche lang, von Montag bis Freitag , liefen wir jeden Morgen zehn Mal den Olympiaberg hoch. Das bedeutete täglich etwa 450 Höhenmeter und rund eine Stunde Laufzeit. Auch dieses Mal waren viele meiner Crew-Mitglieder wieder dabei und gemeinsam motivierten wir uns jeden Morgen. So einfach, wie es klingt, war es nämlich nicht: Früh aufstehen, Alltag und von Tag zu Tag wurden die Beine müder. Belohnt wurden wir mit den schönsten Sonnenaufgängen und einem tollen Community-Vibe, der jede Anstrengung wert war. In diesem Jahr wurde die Challenge von Stox Energy unterstützt: Jeder Teilnehmer erhielt ein paar Kompressions-Running-Socks, die die Regeneration beschleunigen, Shin Splints reduzieren und die Blutzirkulation boosten. Red Bull Wattlauf Die Erstausgabe des Red Bull Wattlauf in Cuxhaven hat mich sofort fasziniert und ich wollte unbedingt dabei sein. Das Event fand Ende August statt und wir hatten vier Tage lang perfektes Wetter an der Nordsee. Die Anreise von München ist zwar lang, aber für dieses Erlebnis lohnend. Es ging 24 Kilometer quer durchs Watt und es war alles dabei: Schlick, Sand, Muscheln und stellenweise wasserreich bis hüfthoch. Damit hatte ich im Vorhinein nicht gerechnet. Der Lauf war aufgrund der Bedingungen anstrengend, aber gleichzeitig unglaublich spaßig. Ein unvergessliches Erlebnis, das 2026 definitiv wieder stattfinden soll. Meinen Erfahrungsbericht zum Red Bull Wattlauf habe ich im Blog veröffentlicht. Neue Bestzeit auf 5 Kilometer Distanz Anfang September ging es noch ein drittes Mal nach Prag. Diesmal zum 5 km Frauenlauf und zum Birell 10 Km Nachtlauf. Beide Läufe finden abends statt und ich nahm auch an beiden teil. Bei den 5 Kilometern startete ich mit dem klaren Ziel, meine persönliche Bestzeit zu verbessern, was mir tatsächlich gelang. Nur: Je kürzer die Distanz, desto mehr tun die Kilometer weh, weil man einfach noch schneller läuft. Ich konnte als 42 Frau von knapp 2.500 Teilnehmerinnen finishen und erreichte mit 20:50 Minuten eine neue PB. Den 10 km Nachtlauf ging ich etwas entspannter an, ganz locker war es aber trotzdem nicht, denn mit 45:19 Minuten war ich auch hier flott unterwegs. Es ist einfach so: Sobald ich eine Startnummer trage, will ich meistens alles geben. Der restliche September war sportlich aktiv, mit vielen Läufen rund um München und der Vorbereitung auf mein großes Jahres-Highlight: den Marathon in Chicago. Chicago Marathon Chicago war mein fünfter Marathon der World Marathon Majors. Zur Vollendung fehlt mir jetzt nur noch Tokio, um offiziell World Marathon Major Finisherin zu werden. Marcel und ich konnten uns beide für einen Startplatz qualifizieren und planten das Jahr entsprechend. Mein Training bestand aus vielen Tempoeinheiten und Alternativtraining - vor allem Hyrox- und HIIT-Einheiten, um schneller zu werden. Nachdem ich im Mai relativ locker eine 03:21 Std auf der Marathondistanz gelaufen war, liebäugelte ich damit, die 03:15 Std anzugreifen. Ganz ehrlich: Optimal war mein Training noch nie und auch dieses Mal verzichtete ich wieder auf die klassischen Longruns. Dafür baute ich einige Halbmarathons als Ersatz ins Training ein. Wir verbrachten rund eine Woche in Chicago und waren natürlich viel unterwegs, jeden Morgen ging es zum Sonnenaufgang durch die Stadt. Übernachtet haben wir low budget im HI-Hostel, direkt am Start- und Zielbereich, perfekt gelegen. Wie immer wusste ich vor dem Start nicht genau, wozu mein Körper fähig sein würde. Aber eines weiß ich: Mit Startnummer bin ich nicht zu unterschätzen. Also ging ich mit einem rasanten Start auf die Strecke. Ich jagte über den Asphalt, als wollte ich auf jeder Distanz eine neue Bestzeit laufen. Ich dachte mir nur: Einfach durchhalten und wenn ein Einbruch kommt, dann ist das eben so. Bis Kilometer 30 lief es richtig gut. Unterwegs traf ich auf Marcel, was mir zusätzliche Motivation gab. Auf den letzten 12 Kilometern wurde es zäher, die Beine schwerer, aber mein Wille blieb stark. Ich versuchte das Tempo zu halten und das ständige Überholen anderer Läuferinnen und Läufer gab mir zusätzlichen Antrieb. Nach 03:11:09 überquerte ich die Ziellinie und wieder einmal überrascht, was alles möglich ist. Überglücklich erfuhr ich wenige Tage später, dass ich mich mit dieser Zielzeit sogar für die 2026 AbbottWMM Marathon Tours & Travel Age Group World Championships qualifiziert hatte. Athen Marathon Zum Abschluss der Saison sind wir noch den Marathon in Athen gelaufen und haben uns ein paar Tage im November Sonne gegönnt. Der Athen Marathon ist toll, wir sind diesen bereits 2023 gelaufen und der Zieleinlauf ins Panathinaiko-Stadion ist etwas besonderes. Generell gibt es zum Rennverlauf nicht viel zu schreiben, die Luft war nach der langen Rennsaison einfach raus und ich konnte den Marathon einigermaßen gut noch beenden mit 03:43:43 Stunden. Und eine Erkenntnis dabei gewinnen, ein drittes Mal laufe ich den Athen Marathon nicht mehr. Die Strecke ist keine leichte und Bestzeiten werden hier kaum gelaufen. Pläne für das neue Jahr / Was ich aus 2025 mitnehme Die Weihnachtszeit folgte und mit ihr auch etwas Ruhe, weniger Trubel, weniger Glamour. Der Sport lief wie gewohnt weiter und ich begann diesen Jahresrückblick zu schreiben, Erinnerungen Revue passieren zu lassen und Pläne für das nächste Jahr zu schmieden. Dabei wurde mir bewusst, wie viel ich in diesem Jahr erreicht hatte. Natürlich sind es "nur" Zeiten, aber Entwicklung lässt sich kaum anders messen. Gleichzeitig habe ich mich sportlich etwas breiter aufgestellt: Ich habe bewusst auf den einen oder anderen Lauf verzichtet und stattdessen Hyrox- oder Bootcamp-Einheiten eingebaut. Mental hat mich das unglaublich gestärkt und vor allem bin ich das ganze Jahr verletzungsfrei geblieben. Das zeigt mir, dass mein Weg gar nicht so falsch sein kann. Auch Marcel war wieder eine große Stütze auf meinem Weg, meine persönlichen Ziele zu verfolgen. Ganze vier Bestzeiten sind dabei rausgekommen und ich fühle mich fitter als je zuvor, mit 47 Jahren. Wenn ich zurückblicke: Vor rund zwölf Jahren konnte ich keine zehn Kilometer am Stück laufen. Heute bin ich in meiner Altersklasse richtig gut unterwegs und stolz, dass ich im kommenden Jahr bei den AbbottWMM Marathon Tours & Travel Age Group World Championships antreten kann. Aktuell bin ich keine Konkurrenz für die Top Ten, aber ich arbeite daran und glaube fest, dass noch mehr möglich ist. Und selbst wenn nicht, werde ich dabei sein und die Ziellinie überqueren. Ausblick 2026 Einige Laufevents stehen bereits fest und der Start in die neue Saison erfolgt gleich im Januar mit dem Oman Desert Marathon . Diesen Etappenlauf sehe ich allerdings weniger als Wettkampf, sondern vielmehr als Abenteuer und als Chance, meine eigenen Grenzen zu verschieben. Dennoch ist auch hier, wie in jedem Rennen, Durchhaltevermögen entscheidend. Fünf Tage, 165 Kilometer durch die Wüste, Selbstversorgung und Zeltübernachtung, ich bin unglaublich gespannt, was uns erwartet. Wenn du möchtest, begleite mich gern auf Instagram , um die Erlebnisse hautnah mitzuerleben. Ein weiteres Ziel für 2026 sind die Runczech Halfs , die fünf größten Halbmarathons Tschechiens (Karlovy Vary, Prag, Budweis, Olomouc und Usti nad Labem). Diese neue Rennserie (Runczech Halfs) wurde 2025 ins Leben gerufen. Wer alle fünf Rennen innerhalb von drei Jahren finisht, erhält eine Sondermedaille und den Titel als offizieller "RunCzech Halfs Finisher". Ich möchte das kommende Jahr gezielt nutzen und mich auf die Halbmarathon Distanz fokussieren und zu sehen, ob ich die 01:30 Stunden-Marke knacken kann. Neben den Runczech Läufen stehen außerdem Berlin im März und Cardiff im Oktober auf meinem Plan, beide Teil der SuperHalfs-Serie. Mein letzter Major, der Tokio Marathon hat leider erneut nicht geklappt. Daher steht ein weiterer Marathon aktuell nicht im Fokus - mit Ausnahme der AbbottWMM Age Group World Championships Ende Mai in Kapstadt , für die ich fest plane, an den Start zu gehen. Trainingstechnisch konzentriere ich mich aber auf die halbe Distanz und werde ein paar Wochen vor Kapstadt gezielt längere Läufe einbauen. Außerdem liebäugle ich mit meiner ersten Hyrox-Teilnahme, vermutlich als Double. Auch wenn das Event noch nicht feststeht, macht mir das Training momentan so viel Spaß, dass ich diesen Wettkampf unbedingt erleben möchte. Im April 2026 stehen meine Trailcamps in Naturns an, diesmal sogar zwei. Einmal die Women Trail & Hike Days und zusätzlich das gemischte Trailcamp gemeinsam mit Marcel rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun . Beide Camps verlinke ich dir auf dem Blog. Ich freue mich auf alle, die mit uns über die Trails in Naturns laufen. Jahresrückblick 2025 - mein erfolgreichstes Marathonjahr Ich bin nun seit elf Jahren laufend unterwegs und auch 2025 war für mich wieder ein sehr sportliches, aktives und intensives Jahr. Am glücklichsten bin ich, wenn ich in Laufschuhen stecke und neue Orte entdecken darf. Davon gab es 2025 viele. Besonders Prag hat es mir angetan. Ich verbinde die Stadt mit meinen PB's und Paul. Ich bin oft über meine eigenen Grenzen hinausgewachsen und durfte spüren, einfach stolz auf mich zu sein. Es war ein Jahr voller Bewegung, ein Jahr des Wachsens, aber auch des Stillstands. Beruflich stecke ich gerade etwas fest und bin etwas orientierungslos, ohne so richtig zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Ich bin ziemlich gefangen in Sicherheit und doch genug sein, aber hin und wieder dem Wunsch nach einem Neuanfang. Vielleicht ist genau dafür im nächsten Jahr Raum, denn kurz vor Weihnachten erhielt ich die Kündigung: Meine Firma stellt ihre Aktivitäten zum Jahresende ein. Es ist einfach schöner, wenn man Ziele erreicht, da man Motivation, Willen, harte Arbeit reinsteckt und die Belohnung am Ende einfach nur eine fette Party ist. Der Weg dorthin ist das, was mich morgens motiviert und abends glücklich ins Bett fallen lässt. 2025 war ein sehr gutes Jahr. "Ich hab's geliebt" und es verging wieder viel zu schnell. Paul fehlt mir sehr und es hat mich tief getroffen, den kleinen Mann gehen zu lassen. Der Rest war einfach "schmucke", wie man so schön sagt. Lets see what 2026 brings. Laufen verbindet Menschen, oft ohne viele Worte. Ein gemeinsamer Rhythmus, ein gemeinsames Ziel - vielleicht ist genau das die Magie eines Marathons. Zu erleben, wie friedvolle Nähe entstehen kann, wenn jeder einfach nur läuft. Danke, dass du mich auf meiner persönlichen Reise begleitet hast. Ich hoffe, auch dein Jahresrückblick 2025 fällt positiv aus und dass du mit Freude auf deine Erlebnisse blickst. Wie sehen deine Pläne für 2026 aus? Ich wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr.
- Oman Desert Marathon - Meine Vorbereitung, Packliste und Gedanken zu 165 km durch die Wüste
Ich bin Cindy, Abenteurerin, Läuferin und manchmal auch ein bisschen impulsiv. Manchmal entscheide ich einfach, ohne lange nachzudenken. Genau so ist es passiert, als ich mich für den Oman Desert Marathon angemeldet habe. Abenteuer ? Wüste? Etappenlauf? Da war ich schon dabei, bevor ich überhaupt realisiert habe, was das eigentlich bedeutet. Doch dieses Abenteuer verlangt mehr als nur spontane Begeisterung. Der Oman Desert Marathon ist ein anspruchsvoller Selbstversorger-Etappenlauf über fünf Tage und insgesamt 165 Kilometer durch die endlosen Weiten der omanischen Wüste. Das Event findet vom 10. bis 14. Januar 2026 statt und es ist bereits die 11. Ausgabe dieses spektakulären Rennens. Ich schreibe diesen Bericht etwa 6 bis 8 Wochen vor dem Laufevent. Was ist der Oman Desert Marathon? Fakten, Strecke und Ablauf Bevor ich tiefer in meine Vorbereitung eintauche, möchte ich euch kurz mitnehmen und den Oman Desert Marathon vorstellen, kurz den ODM. Er findet in der Sharqiyah-Wüste statt, einer faszinierenden Region im Osten Omans. Die Sharqiyah-Wüste ist für ihre sanft geschwungenen Dünen, trockene Hitze am Tag und überraschend kühle Nächte bekannt. Die Sandarten wechseln dort ständig, mal fein wie Puder, mal fester und gut laufbar, mal tiefer und fordernder. Die Temperaturen können tagsüber deutlich über 30 °C steigen, während es nachts abkühlt. Die Erstausgabe des Rennens fand übrigens 2013 statt und seitdem hat sich der ODM Schritt für Schritt zu einem echten Wüstenklassiker entwickelt. Die fünf Etappen des Oman Desert Marathon (165 km Classic) Ich selbst starte beim Oman Desert Marathon Classic über 165 km. Parallel gibt es auch eine 100-km-Version als Etappenlauf (der sogenannte ODM 100 km Hike), aber in meinem Bericht geht es ausschließlich um die 165-Kilometer-Classic-Variante. Diese Distanz verteilt sich auf fünf Etappen, die uns einmal quer durch die Wüste der Sharqiyah führen. Start ist am Ancient Al Wasil Fort, das Ziel liegt am Arabischen Meer, klingt schön, oder? Die einzelnen Etappen im Überblick: Tag 1: 40 km - Der Rennstart erfolgt bei den historischen Festungen im Dorf Ai-Wasil, hinein in die Wüste. Tag 2: 29 km - tiefer in die Wüste Tag 3: 30 km - ins Herz der Sharqiyah-Wüste Tag 4: 45 km bei Nacht - eine Etappe, auf die ich besonders gespannt bin. Sicher eine besondere Herausforderung mit Blick auf Navigation, Kühle und Sternenhimmel Tag 5: 21 km - die letzten Kilometer bis zum Arabischen Meer Der Lauf ist ein Selbstversorger-Event und das macht es etwas unvorhersehbar. Alles, was ich für die fünf Tage brauche, trage ich selbst. Wasser gibt es an den Checkpoints alle 10 Kilometer, medizinische Betreuung ebenfalls. Die Streckenmarkierung ist tagsüber alle 500 m gesetzt, nachts alle 50 m, eine kleine mentale Sicherheit in einer ansonsten unendlichen Landschaft. Es gibt kein offizielles Zeitlimit. Der Veranstalter möchte, dass wirklich jede/-r es schaffen kann. Allerdings: Fehlende Pflichtausrüstung bedeutet Zeitstrafen. Also heißt es Packliste ernst nehmen und nichts vergessen. Meine Trainingsvorbereitung für den Oman Desert Marathon Tatsächlich mache ich für diesen abenteuerlichen Selbstversorger-Lauf kein klassisches Trainingsprogramm. Nach einer langen Saison voller Laufevents bis in den November ist es schlichtweg schwer, lange Läufe mit schwerem Gepäck bei winterlichen Temperaturen nachzustellen. Außerdem stecke ich nach meinen zwei Herbstmarathons in Chicago und Athen ein wenig in einem Motivationsloch. Ich denke, die größte Herausforderung wird sein, der Wüste standzuhalten. Die Hitze tagsüber, die teils deutlichen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, das Risiko von Dehydration und dazu die absolute Stille, die einen plötzlich ganz anders auf sich selbst zurückwirft. Schlafen werden wir unter freiem Himmel in Zelten. Der ODM ist viel mehr als ein "einfacher" Lauf, er kann meine persönliche Reise werden und genau darauf stelle ich mich ein. Die Stille und die internationale Gemeinschaft werden ein krasser Kontrast zu meinem Alltag in München sein: Sechs bis neun Stunden täglich hänge ich am Handy / Laptop, bin ständig von Menschen umgeben, es ist immer laut. In der Wüste gibt es keine Bequemlichkeit, keinen Luxus, alles ist schlicht, einfach und direkt. Das Laufen auf weichem Sand flößt mir Respekt ein und wird definitiv mehr als kräfteraubend werden. Diese Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche macht für mich den Reiz des Abenteuers aus. Empfohlen wird das Training möglichst mit voller Ausrüstung zu absolvieren. Ich habe mich dagegen entschieden. Ich will mir nicht die Lust am Laufen nehmen, die nach der langen Wettkampfsaison ohnehin schon etwas erschöpft ist. Stattdessen trainiere ich kompakt und effektiv: Kraft, Ausdauer, Zirkeltraining, Intervall-Sequenzen, Hyrox-Einheiten und Nachtläufe für die lange Nachtetappe. Leider spielt der deutsche Winter nicht ganz in die Karten: Im Dezember steht noch der Eisschwimm-Wettbewerb in Burghausen auf dem Plan (7. Burghausen Open), sodass ich mich oft auch der Kälte aussetze, anstatt mich an Hitze zu gewöhnen. Hin und wieder laufe ich daher in sehr warmer Kleidung, um wenigstens ein bisschen Hitzeresistenz aufzubauen. So bereite ich mich vor: mental, körperlich und mit klarem Fokus auf Ankommen, Durchhalten und Freude am Abenteuer. Die Wüste mag herausfordernd sein, aber ich bin überzeugt: Ich werde das meistern. Verpflegungsstrategie für 165 km durch die Wüste Oman Laut Veranstalter wird empfohlen, mindestens 2.000 Kalorien pro Tag mitzunehmen. Für Frühstück und Abendessen habe ich mich für die Produkte von Trek'n Eat entschieden, eine Outdoor-/Expeditionsnahrungsmarke der Katadyn Gruppe. Die Mahlzeiten sind leicht, praktisch und vollwertig und es gibt eine große Vielfalt, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Gerichte sind gefriergetrocknet bzw. dehydriert, das heißt, Wasser wurde entzogen, aber Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten. Mit etwas heißem Wasser und 5 bis 10 Minuten Wartezeit ist ein vollwertiges Essen fertig, ohne großen Aufwand. Auch Geschirr ist nicht notwendig, da Trek'n Eat die Mahlzeiten in robusten und wasserfesten Beuteln liefert. Im Camp wird morgens und abends heißes Wasser bereitgestellt, sodass wir perfekt ausgestattet sind. Einige Gerichte liefern sogar bis zu 1.000 Kalorien, die ich teilweise mitführe. Das Eigengewicht liegt je nach Gericht bei 150 bis 260 Gramm (ohne Verpackung). Für die fünf Etappen nehme ich Essen für vier volle Tage mit, da das Frühstück vor der ersten Etappe und das Abendessen nach der letzten Etappe wieder in der Zivilisation stattfinden. Unterwegs während der Etappen werde ich mich zusätzlich mit Riegeln, Nüssen und Gels (Dextro Energy) verpflegen. Auch die Mitnahme von Elektrolyten und Salztabletten ist geplant, da Wasser allein den Mineralstoffverlust nicht ausgleicht, besonders in der Hitze nicht. Packliste Oman Desert Marathon - Meine Ausrüstung für 5 Tage Wüste Beim Oman Desert Marathon gibt es eine Pflichtausrüstung, die jede/r Läufer-/in unbedingt mitführen muss. Dazu gehören unter anderem Schlafsack, Erste-Hilfe-Set, Kompass, Handy mit Powerbank und einiges mehr. Fehlende Pflichtausrüstung kann laut Regelwerk zu Zeitstrafen führen. Zusätzlich packe ich Hygieneartikel ein, wie Toilettenpapier, Zahnbürste & -paste, persönliche Medikamente, Handtuch, Sonnencreme und alles was sonst noch für fünf Tage nötig ist. Wichtig ist dennoch, minimalistisch zu packen, denn am Ende muss alles getragen werden. Außerdem dürfen genügend Wechselkleidung, leichte Flip Flops fürs Camp und etwas wärmere Sachen für die Nacht nicht fehlen. Das Gesamtgewicht meiner Ausrüstung schätze ich auf 10 bis 12 Kilo, davon entfallen etwa drei Kilo allein auf die Verpflegung. Ein echt spannendes Thema, gerade bei einem Selbstversorger-Lauf in der Wüste merkt man schnell, wie wichtig jede Entscheidung / jedes Gramm beim Packen ist. Für einen klaren Überblick liste ich die Pflichtausrüstung laut Veranstalter auf: Sandgamaschen Rucksack Schlafsack & Unterlage (Therm-a-Rest) Anti-Gift-Pumpe (Gegen Schlange und Skorpione) Metallmesser Antiseptikum Signalspiegel Salztabletten Pfeife Erste-Hilfe-Set inkl. Pflaster, Verbände, Schere, Salbe und Rettungsdecke Bargeld: 91,03 USD (ca. 35 OMR) Schlafsystem: Mein Setup für gute Nächte in der Wüste Beim Oman Desert Marathon zählt jede Stunde Schlaf und gleichzeitig muss alles, was ich dabei habe, leicht genug sein, um es fünf Tage durch die Wüste zu tragen. Deshalb habe ich mich sehr bewusst für ein Schlafsystem entschieden, dem ich vertrauen kann. Mein Begleiter für die Nächte ist der Therm-a-Rest Hyperion 32 UL Bag (Daunenschlafsack) . Der Schlafsack ist unglaublich leicht (ca. 450 gr), aber trotzdem warm genug für die überraschend kühlen Wüstentemperaturen nach Sonnenuntergang. Es lässt sich superkompakt verstauen. Dazu kommt die Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT Isomatte , eine ultraleichte und geräuscharme Matte (ca. 370 gr), die mich vor der Bodenkälte schützt und gleichzeitig erstaunlich komfortabel ist. Denn auch wenn die Wüste tagsüber unendlich wirkt, ist der Sandboden nachts hart und kalt. Die Kombination aus beiden Teilen gibt mir das Gefühl, gut vorbereitet zu sein. Für mich ist dieses Setup nicht einfach nur Ausrüstung, sondern ein kleines Stück Sicherheit mitten im Nichts. Wenn man morgens aufwacht, die ersten Lichtstrahlen über die Dünen wandern und der Rucksack schon wieder auf einen wartet, dann merkt man, wie wichtig eine gute Nacht war. Meine Gedanken zum Oman Desert Marathon Ich werde mich auf meine ganz persönliche Reise durch die Wüste einlassen, raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer, das mich wieder einmal lehrt, mit möglichst wenig auszukommen. Ich freue mich auf diese Herausforderung, auf die Weite der Natur und auf all die verrückten, inspirierenden Menschen um mich herum. Natürlich werde ich an Grenzen kommen, das gehört dazu. Ich hoffe aber, dass es nicht ganz so heftig wird wie 2016 beim Transalpine Run, als ich der totalen Erschöpfung ziemlich nahe war. Grenzen zu erreichen und zu verschieben bedeutet für mich immer auch Wachstum. Und genau das suche ich, weit weg vom Alltag, weg von Bequemlichkeit, hinein in fünf Tage voller Intensität. Ich weis jetzt schon, dass es auch beim Oman Desert Marathon Momente geben wird, in denen ich müde, erschöpft und vielleicht auch mal genervt bin. Wichtig ist, mental stabil zu bleiben und sich bewusst zu machen, dass solche Phasen ein Teil des Abenteuers sind und auch wieder vorbei gehen. Wie ich mir das Camp vorstelle: Einfach und herzlich, international und rau, unter einem gigantischen Sternenhimmel. Ein Ort, an dem man im Sand sitzt, seine Füße ausruht, Geschichten teilt, lacht, schweigt und einfach nur da ist. Was ist mein Ziel beim ODM Classic? Ich möchte ankommen und die Wüste erleben. Ja, ich starte auch mit einer gewissen Ambition, aber nicht um jeden Preis. Es gibt zu viele Unbekannte, ich ich vorher nicht einschätzen kann, z. B. mentale Erschöpfung, Hitze, Blasen, der Sand, der Untergrund, all das kann eine riesige Rolle spielen. Während die Top-Läufer/-innen die Gesamtdistanz in rund 16-18 Stunden absolvieren, liegt die realistische Finisherzeit für gut trainierte Hobbyathlet/-innen bei über 30 Stunden. Ich selbst sehe mich, je nach Sand, Hitze und Tagesform, irgendwo zwischen 32 und 40 Stunden. Mal schauen, ob ich mich eher überschätze oder unterschätze. Für mich steht aber ganz klar das Durchkommen und das Erlebnis im Vordergrund. Ich will jede Etappe so nehmen, wie sie kommt und mich vielleicht auch überraschen lassen. Folgt mir für Updates: Stay tuned, auf Instagram gibt es regelmäßige Updates auf meinem Weg zum Oman Desert Marathon 2026.
- Kälte oder Wärme: Laufverletzungen richtig behandeln
Wenn's zwickt, zieht oder schmerzt: typisches Läufer-/innen Problem Werbung / Zusammenarbeit mit IEA International Trading GmbH Wir Läufer-/innen kennen das alle, ein falscher Schritt auf dem Trail, ein Stolperer im Wettkampf oder einfach zu viel Ehrgeiz im Training, plötzlich schießt ein Schmerz in die Wade oder das Knie zwickt unangenehm. In solchen Momenten stellt sich oft die Frage: Was hilft jetzt besser? Kälte oder Wärme? Da mich dieses Thema immer mal wieder beschäftigt, habe ich folgenden Blogbeitrag zusammengestellt, eine Art Anleitung, wenn du das nächste Mal genau vor dieser Frage stehst. Gerade beim Laufen, wo Muskeln, Sehnen und Gelenke stark beansprucht werden, ist die richtige Reaktion manchmal entscheidend dafür, wie schnell wir wieder fit sind. Ich zeige dir, wann du zur Kälte greifst und wann Wärme besser ist und welche praktischen Helfer ich selbst verwende. Die häufigsten kleinen Laufverletzungen 1. Zerrungen Zerrungen hat sicher jeder Sportler schon mal erlebt. Wenn der Muskel plötzlich und abrupt überdehnt wird, etwa beim Sprinten (Intervall) oder einem schnellen Richtungswechsel. Das fühlt sich dann an wie ein kurzer und stechender Schmerz, meist im Oberschenkel oder in der Wade. Sie passiert, wenn die Muskulatur noch nicht richtig aufgewärmt oder schon leicht ermüdet ist. Im Gewebe entstehen kleine Mikroverletzungen und die betroffene Stelle fühlt sich verspannt oder steif an. Es kann sich manchmal auch eine Schwellung bilden. Wichtig: Wer in diesem Moment weitermacht, erhöht das Risiko für stärkere Muskelverletzungen, die längere Pausen nach sich ziehen. 2. Muskelverhärtung Die Muskelverhärtung entsteht durch Überbelastung und krampfartige Anspannung und passiert gerne nach intensiven Trainings oder zu wenig Aufwärmen. Sie entsteht meist schleichend und der Schmerz nimmt bei weiterer Belastung zu. Bewegungen können unangenehm oder begrenzt sein, aber der Muskel behält normalerweise seine Grundfunktion. Äußerlich lässt sich in der Regel nichts erkennen, ohne sichtbare Blutergüsse oder Dellen. 3. Prellungen Sie entstehen, wenn Gewebe durch einen direkten Schlag oder Aufprall gequetscht wird. Ein klassisches Beispiel beim Laufen: Du stößt irgendwo an oder stolperst auf unebenem Untergrund und landest unsanft auf dem Knie oder der Hüfte. Dadurch reißen kleine Blutgefäße im Gewebe, Blut sammelt sich und die betroffene Stelle schwillt an, ist druckempfindlich und schmerzt. Nach einiger Zeit zeigt sich oft auch eine bläuliche oder rötliche Verfärbung (blauer Fleck). 4. Blasen Kein Drama, aber immer lästig, treten vor allem bei neuen Schuhen oder längeren Wettkämpfen auf. Sie entstehen durch Reibung und Feuchtigkeit. Anders als bei Zerrungen oder Prellungen sind Kälte oder Wärme kaum hilfreich. Hier geht es vor allem darum, die Haut zu schützen, die Blase sauber zu halten und gegebenenfalls mit Pflastern oder speziellen Blasen-Pads zu behandeln. Ich möchte die Blasen aber hier als typische Läuferverletzungen erwähnt haben. Das Gute ist, dass die meisten dieser Beschwerden harmlos sind und sich mit etwas Ruhe, Kälte oder Wärme gut in den Griff zu bekommen sind. Wichtig ist nur, rechtzeitig zu reagieren, damit sich daraus keine längere Verletzungspause ergibt. Die PECH-Regel im Überblick Die PECH- Regel ist eine klassische Erste-Hilfe-Maßnahme bei akuten Sportverletzungen, vor allem bei Muskel-, Sehnen- oder Bänderverletzungen. Sie hilft, Schmerzen, Schwellungen und weitere Schäden zu minimieren. Die Buchstaben stehen für: P wie Pause: Sofort die Belastungen einstellen und die verletzte Stelle schonen. E wie Eis: Kälte anwenden (z.B. Eispack, Sofort-Kaltkompressen), um Schwellungen und Schmerz zu reduzieren C wie Compression: Ein leichter Druckverband oder elastische Binde kann Schwellungen begrenzen H wie Hochlagern: Das verletzte Körperteil möglichst hochlagern, um den Blutfluss zu reduzieren Die Anwendung ist besonders effektiv in den ersten Stunden nach der Verletzung / des Unfalls. Danach können Wärme oder andere Maßnahmen zur Regeneration und Heilung sinnvoll werden, je nach Art der Verletzung. Der Unterschied zwischen Kälte und Wärme Damit du die richtige Entscheidung treffen kannst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Wirkung beider Methoden. Kälte, auch Kryotherapie, sorgt dafür, dass sich Blutgefäße zusammenziehen. Entzündungen werden gehemmt, Schwellungen reduziert und Schmerzen gelindert. Das wäre die ideale Anwendung direkt nach einer Verletzung oder auch Überlastung. Wärme hingegen erweitert die Blutgefäße, fördert dadurch die Durchblutung und entspannt die Muskulatur. Sie unterstützt die Regeneration, wenn die akute Phase vorbei ist oder Muskeln einfach nur verspannt sind. Als Faustregel kannst du dir merken: Kälte in der Akutphase und Wärme in der Regeneration. Wie ich Kälte anwende und warum Sofort-Kältekompressen praktisch sind: Wenn ich mir beim Laufen etwas "einfange", dann greife ich grundsätzlich zuerst zu Kälte. Ich habe gelernt, je schneller ich kühle, desto weniger schwillt es an und desto schneller beruhigt sich das ganze Gewebe normalerweise wieder. Was mir unterwegs oder direkt nach dem Training hilft, sind die Sofort-Kältekompressen von IEA-Medical . Die sind nämlich genau das, was der Name verspricht: sofort kalt. Ich muss sie nicht mehr vorher ins Gefrierfach legen, sondern zerdrücke einfach das Innenkissen, schüttle das Ganze kurz und innerhalb von Sekunden wird die Kompresse kalt. Perfekt, wenn ich gerade unterwegs bin und keine Eiswürfel parat habe oder einen Gefrierschrank in der Nähe. Die Kompresse lege ich immer mit etwas Stoff dazwischen auf die Haut, damit es nicht zu kalt wird oder es zu Erfrierungen kommt. Wichtig ist auch, nicht dauerhaft zu kühlen, denn Dauerkälte kann die Haut reizen und die Durchblutung zu stark drosseln. Etwa 15 bis 20 Minuten reichen schon, um den ersten Schmerz rauszunehmen. Solange die Stelle auch noch stark schmerzt, nicht zu fest drauf drücken und auf offene Hautstellen sollte man grundsätzlich nicht kühlen. Die Sofort-Kältekompressen sind für mich ein kleines "Notfall-Tool", das ich mittlerweile immer dabei habe. Sehr kompakt und passt in jede Tasche. Lieber einmal umsonst im Rucksack haben, als genau dann nicht, wenn man sie braucht. Das Einzelgewicht einer Kompresse hat übrigens um die 100 Gramm und kühlt bis zu 25 Minuten. Dieses Produkt ist nur für die einmalige Anwendung gedacht. Nach der Erstversorgung kann ich in Ruhe entscheiden, wie ich mich verhalte: schonen, heimfahren oder weitermachen. Wie ich Wärme anwende und wie Kalt-Warm-Kompressen flexibel eingesetzt werden können Wenn meine Muskeln nach einem intensiven Training oder Lauf oder vielen Höhenmetern spürbar müde sind, greife ich gerne zu Wärme. Für mich ist das der Moment, in dem die Spannung nachlassen und der Körper in den Erholungsmodus schalten darf. Besonders praktisch finde ich dafür die Kalt-Warm-Kompressen von IEA Medical , weil ich sie für beide Therapieformen nutzen kann. Direkt nach einer akuten Verletzung als Kälteanwendung und später als Wärmequelle zur Regeneration. Ein Produkt für zwei völlig unterschiedliche Situationen, das macht sie für mich wertvoll. Wichtig: Wärme sollte man erst anwenden, wenn die akuten Symptome abgeklungen sind, meist nach 24 bis 48 Stunden. Bei Schwellung, Rötung oder akuten Schmerzen ist Wärme tabu, weil es die Beschwerden verschlimmern kann. Erst sobald alles etwas beruhigt ist, entfaltet Wärme ihre entspannende Wirkung. Für die Wärmeanwendung lege ich die Kompresse ein paar Minuten ins warme Wasserbad, das reicht, um sie angenehm zu temperieren. (Man kann sie auch in der Mikrowelle erwärmen, aber ich habe nur keine zuhause.) Beides funktioniert schnell und unkompliziert und die Kompresse bleibt dabei angenehm flexibel. So schmiegt sie sich perfekt an die Wade, den Oberschenkel oder den unteren Rücken an, genau dorthin, wo die Wärme helfen soll. Auch hier ist empfohlen, einen dünnen Stoff zwischen Haut und Kompresse zu legen, damit die Wärme gleichmäßig ankommt und nicht zu intensiv wird. Nach etwa fünfzehn Minuten hat die Spannung meist nachgelassen und alles ist wieder geschmeidiger. Was ich an diesen Kalt-Warm-Kompressen so schätze: Sie sind wiederverwendbar, langlebig und unfassbar vielseitig. Eine habe ich immer griffbereit für Wärme und eine andere liegt im Gefrierfach, falls ich kurzfristig kühlen muss. Eigentlich sollte dieses Produkt in keinem Sportlerhaushalt fehlen, einmal gekauft, möchte man es nicht mehr hergeben. Praktische Tipps für Läufer-/innen - Sportverletzungen vorbeugen Die beste "Behandlung" ist immer noch, Verletzungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Deshalb lohnt es sich, ein paar Grundregeln zu berücksichtigen, um das Risiko für typische Laufverletzungen gering zu halten: Ein kurzes, dynamisches Warm-up vor jedem Training, um Muskeln und Gelenke auf Betriebstemperatur zu bringen. Regelmäßiges Kraft- und Stabilisationstraining macht Sehnen und Bänder belastbarer. Auch sauberes, kontrolliertes Steigern des Trainingsumfangs, nicht mehr als 10% pro Woche, kann viele Probleme ersparen. Dazu kommen gute Laufschuhe, abwechslungsreiche Untergründe und ausreichend Regeneration, denn der Körper wird nicht im Training stärker, sondern in den Pausen danach. Mindestens genauso wichtig: auf die Signale des eigenen Körpers hören und niemals mit Schmerzen trainieren. Wer diese Basics beachtet, bleibt langfristig gesund und leistungsfähig. Wann solltest du einen ärztlichen Rat suchen? Auch wenn viele kleinere Verletzungen mit Kälte, Wärme und etwas Schonung gut behandelt werden können, gibt es Situationen, in denen man besser auf Nummer sicher geht und ärztlichen Rat einholt. Dazu gehören starke oder anhaltende Schmerzen, sichtbare Schwellungen, Blutergüsse, Bewegungseinschränkungen oder Unsicherheiten nach einem Umknicken oder Sturz. Wenn eine Verletzung einfach nicht innerhalb weniger Tage besser wird oder sich verschlimmert, sollte man lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Arzt/Physiotherapeuten aufsuchen. Professionelle Abklärung kann verhindern, dass aus einer kleinen Verletzung ein langwieriges Problem wird. Kälte oder Wärme und clevere Helfer - mein Fazit Wenn du dir die einfache Regel "Kälte akut und Wärme regenerativ" merkst, kannst du viele kleine Beschwerden beim Laufen oder Training erst einmal selbst gut in den Griff bekommen. Mit den IEA Sofort-Kaltkompressen bist du auch unterwegs bestens ausgerüstet, während die Kalt-Warm-Kompressen zuhause deine Regeneration optimal unterstützen. Beide Produkte sind praktisch, einfach anzuwenden und ideal für alle, die regelmäßig laufen oder trainieren. Ich kann sie definitiv empfehlen, nicht nur bei Laufverletzungen, sondern auch für kleine Alltagswehwehchen. Und trotzdem gilt: Wenn Schmerzen nicht nachlassen oder es zu Bewegungseinschränkungen kommt, ärztlichen Rat einzuholen. Für mich persönlich sind Sofort-Kältekompressen ein Must-Have in jedem Erste-Hilfe-Set, klein, kompakt und immer einsatzbereit, wenn man sie gerade braucht. Bleib achtsam, kühl dich, wenn's nötig ist und lauf weiter mit Freude. Photocredit: Einige Fotos sind von Harald Wisthaler Hinweis: Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit IEA erstellt. Die Kooperation hat keinen Einfluss auf meine persönliche Bewertung, die unabhängig und unbeeinflusst erfolgt.
- Mein Jahresrückblick 2023 - Die Highlights
Schon wieder ist ein Jahr vorbei und schon wieder schreib ich meinen Jahresrückblick: den Jahresrückblick 2023. Diesen will sicher kein Mensch lesen, aber es ist auch nicht wichtig. In diesem Fall schreibe ich diesen für mich. Ich freue mich immer sehr, wenn dieser letzte Blogeintrag des Jahres online geht. Mir ist dadurch bewusster geworden, wie sehr man das Leben genießen sollte. Es zählt das Hier und Jetzt und ich mag die Jahresrückblicke auf mein Leben sehr. In diesem Jahr kann ich sagen: Ich bin wieder ein Stück mehr bei mir angekommen. „Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns.“ Ein treffendes Zitat von Erich Kästner, das ich hier einfach mal so unkommentiert stehen lasse. Jetzt geht es los mit meinem Jahresrückblick 2023 Das war Cindy 2023 Die Crew-Managerin, Straßenläuferin, Trailläuferin, Wander- & Trailguide, Tänzerin und Camp-Organisatorin sowie Catmom. Ich kann sagen, ich war noch nie so rein mit mir. Der Start ins 2023 war zwar unspektakulär, aber recht bald nahm das Leben Tempo auf und ich war viel unterwegs. Das Jahr stand für mich vor allem unter dem Motto "Community" und davon habe ich viel erlebt, organisiert, Neues ausprobiert und ganz viel genossen. Ich liebe es, mit Gleichgesinnten gemeinsame Erlebnisse zu sammeln. Außerdem habe ich im Jahresrückblick 2023 an vielen Wettkämpfen teilgenommen: gelitten, gekämpft, weitergemacht und einige Erfolge mitgenommen. Das eine oder andere Tränchen war auch dabei. Jahresrückblick 2023: Es war ein sportliches Jahr Sport hat nunmehr neun Jahre eine hohe Relevanz für mich. Das Laufen ist nicht nur mein Ausgleich zum Alltag oder die Motivation, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen. Nein, ich habe Spaß daran gefunden, mir weiter neue Ziele zu setzen und mir zu beweisen, dass ich meine Leistungen verbessern kann. Es ist eine große Motivation für mich, dranzubleiben. Sportlich gesehen habe ich im Rückblick 2023 einiges erreicht und vor allem meine persönlichen Bestzeiten verbessert. Im Frühjahr konnte ich meine Halbmarathonzeit in Lissabon regelrecht pulverisieren. Im April ist in London wiederum eine Bestzeit auf der Marathondistanz gefallen und ich konnte mich mit der Zeit direkt für den Boston Marathon 2024 qualifizieren. Der Sport macht mich definitiv glücklicher und ausgeglichener. Mein Mindset ist stärker denn je. Insgesamt bin ich im Jahresrückblick 2023 über 2100 Kilometer gelaufen. Dabei sind Wochen dabei, in denen ich viele Kilometer und sportliche Aktivitäten abgerissen habe. Aber es gab auch Zeiträume, in denen ich die Seele baumeln ließ und weniger an weiter, höher, schneller dachte. Eine der schönsten Auszeiten hatte ich beim Segeln in Kroatien im Juli. Meine Jahres-Highlights und Teilnahmen 2023 Für einige Highlights gibt es detaillierte Blogbeiträge mit mehr Informationen, zu erkennen an dem Unterstrich bzw. einen Hinweis auf Verlinkung. Kleiner Exkurs: TV Berichte Im Februar durften meine Freundinnen Conny, Margo und ich für einen Eisbadebeitrag für Servus TV mitwirken. Im Juli waren Marcel und ich für die ZDF Drehscheibe unterwegs. Dabei machten wir den Test: Wie kommt man am schnellsten durch den Stau von München nach Salzburg an einem Ferienwochenende? Passive Fahrweise oder aktive um jeden Meter kämpfen. Was denkt ihr? Wer hat gewonnen und lohnt sich eine Stauumfahrung eigentlich? Im Dezember wurden Conny und ich für einen zweiten Eisbade Beitrag für ZDF Volle Kanne angefragt. Die Dreharbeiten waren gar nicht so einfach und wir mussten definitiv unsere Komfortzonen verlassen. Der Beitrag wird in der Mediathek am 10. Januar 2024 erscheinen oder am 10. Januar 2024 erst ausgestrahlt. Alle meine Tipps zum Eisbaden kannst du auch auf dem Blog nachlesen. Ein cooles Hobby, das ich bereits seit vier Jahren ausübe. Neue Bestzeit beim Halbmarathon in Lissabon Das Jahr 2023 startet mit einer acht wöchigen Vorbereitungszeit für den Lissabon Halbmarathon. Die Wochenenden wurden für intensive und längere Laufeinheiten genutzt und ich versuchte etwas mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten. Mitte März flogen wir dann nach Lissabon und ich wollte nach über fünf Jahren eine neue Bestzeit auf der HM Distanz laufen. Der EDP Lisbon Half Marathon hat eine schnelle Strecke und ich konnte meine Leistung am Wettkampftag abrufen, sodass ich eine neue Bestzeit 1:38:11 feiern konnte. Wie ich mich auf den Halbmarathon unter 1:40 Std vorbereitet hatte, mit Tipps und Informationen kannst du auf dem Blog nachlesen. Außerdem kann ich das portugiesische Laufevent empfehlen, das u.a. auch zur Superhalfs Serie mit Prag, Copenhagen, Cardiff, Valencia und ab 2024 auch Berlin gehört. Die Superhalfs sind eine europäische Halbmarathon Laufserie, bei welcher der Finisher aller sechs Läufe (Zeitrahmen: innerhalb von 60 Monaten) eine Super-Medaille erlaufen kann und zum "SuperRunner" wird. Neue Bestzeit beim London Marathon Einen Monat später ging es mit meiner Freundin Karla nach London und an den Start meines 3. World Marathon Majors. Die ersten zwei Sterne hatte ich bereits in New York (2019) und Berlin (2016) geholt. Die Teilnahme in London kam eher zufällig. Ich konnte mich bei Karla's Buchung unkompliziert einbuchen, da sie ein Doppelzimmer zur Verfügung hatte. Es war nie mein Plan, die gesamte World Majors Serie laufen zu wollen. Zu meinem Unglück oder auch Glück konnte ich in London eine weitere Bestzeit auf der Marathondistanz feiern (3:27:24 Std) und mich dadurch direkt für den Boston Marathon 2024 qualifizieren. Somit werde ich bereits im nächsten Jahr den 4. Stern hoffentlich erlaufen und mal sehen, wie und ob ich Tokio und Chicago auch irgendwann noch mitnehme. Die World Marathon Majors Serie: Unter der Marke World Marathon Majors (Kurz: WMM) haben sich sechs der größten Marathonveranstaltungen zusammengeschlossen: Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York. Finisher aller Veranstaltungen erhalten die Six-Star Medaille. Eventuell wird die Serie in naher Zukunft noch erweitert. Aktuell ist Sydney und auch Kapstadt sehr nah dran, aufgenommen zu werden. Trailcamps in Naturns und Neukirchen Immer ein großes Abenteuer für mich sind meine Trailcamps in Naturns, die einmal im April (rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun) sowie im Mai (ein reines Frauen Wander-/Trailrun Camp) stattfanden. 2023 fanden die bereits im zweiten Jahr statt und ich bin immer wieder begeistert, wie schön es ist, Erlebnisse in der Gruppe zu sammeln. 2024 wird es weitere Camps geben. Zu erwähnen ist hier auch das Herbst Trailcamp am Großvenediger in Zusammenarbeit mit Viking Footwear und der Venediger Lodge. Zum Saisonabschluss erwartet die Teilnehmer/innen Natur pur in den tollsten Herbstfarben. Die Verlinkungen zu den Programmen sind wie folgt: Trailruncamp in Naturns rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun Women Trail- & Hike Camp in Naturns Herbst-Trailcamp am Großvenediger Do EPIC SHIT Meine Geschichte und das Motto Do Epic Shit passen für mich sehr gut zusammen und deswegen gibt es seit diesem Jahr Caps und Socken mit dem Motto in kleiner Menge zu kaufen. Ich freue mich sehr, dass ich mehr und mehr Träger/innen auf Bildern entdecke oder beim Laufen sehe. Die CRAFT Community Läufe Über den Sommer hinweg konnte ich mit Unterstützung der Firma CRAFT Sportswear sieben Special Community Runs anbieten. Es war ein tolles Projekt. Dabei haben wir neue Laufstrecken in München entdeckt oder wiederentdeckt, neue Lauffreunde kennengelernt, CRAFT Laufschuhe getestet und schöne Momente laufend erlebt. Als Belohnung für die regelmäßige Teilnahme gab es CRAFT Shirts mit Runfurther Bedruckung. Tschechien Im Jahresrückblick 2023 sind Marcel und ich drei Mal nach Tschechien gereist, um bei Laufevents in Budweis, Usti nad Labem und Liberec teilzunehmen. Tschechien ist meines Erachtens als Reiseland unterschätzt und wir haben das Land für uns entdeckt. Es bietet viele Möglichkeiten für Outdoor Aktivitäten und Abenteuer. Die Laufevents, allesamt durch Runczech organisiert, waren wirklich klasse. Am besten hat mir tatsächlich der Halbmarathon in Budweis gefallen und ganz vielleicht laufen wir den auch 2024 nochmals. Unsere Erlebnisse rund um Budweis könnt ihr auf dem Blog: " Eine Laufreise nach Südböhmen " nachlesen. In Usti nad Labem war ich bereits das dritte Mal am Start. Es war ein heißer Lauftag. Ich war etwas unzufrieden mit meiner Zeit, aber das hat sich im Nachhinein auch wieder gelöst, weil es kein Tag für schnelle Zeiten war. Auch zum Halbmarathon in Usti nad Labem (zu deutsch Aussig) gibt es einen Blogbeitrag, den ich dir gerne empfehle. In Usti läuft man einen Teil der Strecke durch ein Chemiewerk. Das ist ein faszinierendes Erlebnis und das kenne ich von keinem anderen Laufevent. Berliner Mauerweglauf Berlin ist toll und wir haben im August an einem ganz besonderen Laufevent teilgenommen: dem Berliner Mauerweglauf . Der Lauf wird seit 2011 ausgerichtet und die Strecke führt einmal rund um den Mauer-Grenzstreifen des ehemaligen West-Berlin. Das sind insgesamt etwas mehr als 161 Kilometer. Es gibt einige Teilnehmer, die die Gesamtstrecke alleine bewältigen. Wir, Marcel und ich, haben uns dem Abenteuer im 4er Team mit Thilo Silberstreif und Olaf gestellt. Ein top organisiertes Event, das wir auch 2024 wieder laufen wollen. Die drei Männer sind jeweils zwischen 32 und 37 Kilometer gelaufen und ich habe mich als erste Team-Starterin der Ultradistanz von knapp 57 Kilometern gestellt. Insgesamt haben wir als 40. Team von 53 in einer Gesamtzeit von 21:09:49 Stunden das Ziel erreicht. Weitere Informationen zum Berliner Mauerweglauf kannst du auf der Webseite des Veranstalters nachlesen. Berlin Marathon Im September ging es nochmals nach Berlin zum Marathon und der war so richtig zum Genießen. Ich stand das vierte Mal in der Startaufstellung und in diesem Jahr sogar im Team des Mitsponsoren Taiwan Excellence. Der Sea to Summit Sky Marathon in Kreta Eines meiner Top 3 Jahreshighlights war definitiv der Sfakia Sky Marathon auf Kreta. Ein herausfordernder Trailrun von Meereshöhe auf den höchsten Berg des Lefka Ori Gebirges, den Pachnes auf 2.454 m und wieder runter. In knapp über 9 Stunden habe ich 44 Kilometer und mehr als 3.000 Höhenmeter überwunden. Das war eine harte Nummer, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis. Ein sehr spezielles und wunderbar organisiertes Rennen mit wenigen Teilnehmern (ca. 100). Die Teilnehmer/-innen werden mit einer extra gecharterten Fähre zum Sonnenaufgang an den Start in Loutro gebracht, die Verpflegungsstationen werden mit ganz viel Liebe und Motivation betrieben, es gibt Shuttleservice nach dem Ziel in die Unterkunft, zwei Abendessen und eine handgemachte Keramikmedaille. Wenn du nach einem ganz besonderen Rennen suchst, den Sfakia Sky Marathon kann ich dir empfehlen. Athen Marathon Meine Wettkampf Saison für das Jahr 2023 habe ich mit dem 40. Athen Marathon im November beendet. Die Strecke führt von Marathon nach Athen. Der Athen Marathon macht es einem allerdings mit seinem Höhenprofil nicht ganz leicht, aber die etwa 350 Höhenmeter sind irgendwann auch vergessen. Am Wettkampftag war es heiß und zu schnell gestartet bin ich auch wie immer. Ich musste kämpfen, hatte Lust und Unlust auf der Strecke im Wechsel. Ein älterer Grieche (M70) holte mich letztendlich wieder ins Rennen. Seine Art zu Laufen machte mir Mut, alle Kraft zu mobilisieren. Ich durfte eines meiner bisher schönsten Zieleinläufe erleben, im beeindruckenden im Panathinaiko-Stadion (Panathenaic Stadium). Auch dieses Ereignis wird mir in Erinnerung bleiben und den Athen Marathon muss man meines Erachtens einmal im Leben gelaufen sein. Es ist der Marathon aller Marathons. Viking Collect Moments Events Im November startete eine neue Event-Reihe mit Viking Footwear. Dabei finden monatlich verschiedene Events statt, um möglichst viele unvergessliche Momente gemeinsam in der Natur zu sammeln. Im November sind wir zum Trailrun an den Kirchsee gefahren mit anschließendem Eisbaden im Kirchsee. Im Dezember gab es eine Sonnenuntergangswanderung zum Baumgartenschneid und anschließendem Christkindlmarkt Besuch am Tegernsee. Bei den Veranstaltungen gibt es oft Testschuhe von Viking, die zur Verfügung gestellt werden. Der Januartermin für 2024 steht bereits fest und alle aktuellen Informationen findest du in der Facebook Gruppe " VikingFootwear x Runfurther.de - #VikingCollectMoments " Jahresrückblick 2023 - Weitere Wettkämpfe waren: Alpenplus Ötzi Trailrun Dolomiti Extreme Trail Zugspitz Ultratrail (Kurz: ZUT) RUN2 (Teilnahme der ersten zwei Etappen des Transalpine Run in Volkswagen R Team) Schlierseelauf Off Topic - Der Alltag Eigentlich gibt es zu meinem Alltag nicht viel zu berichten. Ich führe ein eher normales Berufsleben, einen 9-5 Job ohne viel Up and Downs, aber das ist auch gut so. Zusätzlich zum Laufen habe ich in den letzten Jahren und vor allem in diesem Jahr das Tanzen für mich entdeckt. Ich gehe regelmäßig jede Woche zum Shuffle Dance und liebe es einfach. Das Tanzen fordert mich sehr, die Choreografien sind nicht immer einfach nachzutanzen und es macht mich einfach glücklich. Übrigens, wer tanzt, tut etwas für seine Gesundheit, für sein Herz-Kreislaufsystem und fürs psychische Wohlbefinden. Apropos Gesundheit, ich kann mich im Jahresrückblick 2023 über ein durchweg gesundes und unverletztes Jahr freuen. Ich finde das ist die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Fazit zum Jahresrückblick 2023 - Ausblick zu 2024 2023 war wieder wunderbar sportlich, durchweg gesund und mit ganz vielen schönen Momenten gespickt. Was ich mir für 2024 wünsche? Nicht mehr als das, was 2023 war, Sport, Gesundheit und Abenteuer und ganz vielleicht ein wenig Auszeit, vielleicht am Meer ohne viel Tamtam und Seele baumeln lassen. Nächstes Jahr kann ich übrigens die Korken knallen lassen, denn Runfurther.de wird im Juli sage und schreibe zehn Jahre alt. Ich bin unendlich dankbar für die Reise, die ich durch den Blog bis jetzt machen durfte. Auch ein bisschen stolz, denn einfach war es nie. An dieser Stelle entschuldige ich mich auch gerne für die Schreibfehler sowie die grammatikalischen Fehlstellungen, denn hier gibt es nur Cindy, keine Redaktion oder Fremdschreiber. Marcel unterstützt mich hin und wieder bei meinen Texten und das hilft mir sehr. Gerne würde ich mehr für den Blog Zeit aufbringen. Nun da kommt mir mein Alltag doch oft in die Quere. Ich danke euch fürs Lesen und dabei sein. Was wünschst du dir? Hast du dir schon Ziele für 2024 gesteckt und bist du zufrieden mit deinem persönlichen Jahresrückblick 2023? Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und auf ein erfolgreiches 2024.
- Spartan Race Super in Köln
Spartan Race Super in Köln Wow es ist wieder soweit am 28.06.2014, mein 3. Spartan Race, dieses mal die Variante Super, welches Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und eine gewisse Portion Mut erfordert, ja klar und ein wenig Verrücktheit. Der Austragungsort ist die WM-Motocross-Strecke von Bielstein, mir war vorher bewusst, dass gibt ein bergauf, bergab, es wird schmutzig, sehr abwechslungsreich und sehr anspruchsvoll. Rund 3500 Spartiaten machten sich auf den Weg, um entweder bei Spartan Race Sprint (6km/15 Hindernisse) oder Super (12km/21 Hindernisse) zu starten. Ich ging mit meinem Team (Munich Elite Warriors) an den Start und war schon bei der Anreise am Abend davor ziemlich aufgeregt. Wir starteten um 11 Uhr, generell wird in Wellen alle 15 Minuten gestartet, jeweils etwa 250 Läufer. Angeheizt von einem Moderator, und einem ständigen wiederholen des Schlachtrufes Aroo, aroo, aroo werde ich immer nervöser. Und dann um 11 Uhr der Startschuss. Wir laufen los, gleich der erste Anstieg hat es in sich und kurz danach die erste Abkühlung durch ein Wasserhindernis. Ich werde ruhiger und das laufen fällt mir einfacher als gedacht. Die Strecke gefällt mir auf Anhieb richtig gut, ein Spielplatz durch den Wald, wir mussten Speer werfen, Holzwände und Autoreifen überwinden, uns in Schlammlöcher reinschmeissen, mit einem Holzstamm tragend durchs Dickicht, Betonklötze durch den Schlamm ziehen, riesige Netze hoch und runter und unter Stacheldraht entlangrobben. Die Hindernisse sind teilweise einfach zu bewältigen, aber es bedarf auch immer wieder Teamwork, um das ein oder andere Hindernis zu überwinden. Kein Spartaner wird zurück gelassen. Meine größte Angst hatte ich vor den Monkey Bars, bei welchen ich mir bei den vorherigen Spartan Races in München und Mailand jedes Mal sehr wehgetan hatte. Mir half die zuständige Aufpasserin, mich an die Stange zu hängen und feuerte mich an durchzuhalten, leider verliessen mich doch die Kräfte und ich fiel vier Stangen vorm dem Ende runter. Das hiess dann auch noch 30 Burpees als Strafe zu absolvieren, auch hier wurde ich angefeuert, was mir die Energie zurück gab, an dieser Stelle, vielen Dank an die vielen lieben Mithelfer und Aufpasser. Auf der Strecke begegneten mir immer wieder die selben Läufer und wir halfen uns durchzuhalten, teilweise auch mal Fotos zu machen und hatten einfach unglaublichen Spass. Als eines der letzten Hindernisse vorm Ziel war dann noch das Seil zu überwinden (Robe Climp), kurzer Versuch und ich entschied mich gleich die 30 Burpees zu absolvieren, ich hatte einfach keine Kraft mehr in den Ärmen. Kurz danach und in Schlamm gebadet kam endlich der Feuersprung ins Ziel, überglücklich. Das Ergebnis war besser als gedacht, aber es gibt doch noch sehr viel Potential nach oben. Ich kam als 884 von 1640 Läufer in der Disziplin Super mit einer Zeit von 1:56:39 ins Ziel (Wertung Männer und Frauen), aber ich wurde 9. in meiner Altersklasse. Jetzt bin ich noch mehr motiviert beim nächsten Race mich zu verbessern.
- Mein Jahresrückblick 2024 - Laufend das Leben feiern
Man sagt, mit jedem Erzählen geht ein Stück einer Geschichte verloren. Wenn das wahr ist, dann ist mein Jahresrückblick 2024 noch völlig unversehrt – denn ich teile ihn hier zum ersten Mal. Und weil Erinnerungen mit der Zeit verblassen, liebe ich es, meine Jahresendbeiträge immer wieder lesen zu können und all die besonderen Momente ins Gedächtnis zu rufen Alle Jahre wieder schreibe ich meinen persönlichen Jahresrückblick Mein 2024 war gefühlt nicht so spektakulär, aber als ich meine Fotos sowie meinen Instagram Account durchgescrollt habe, war’s doch sehr sportlich und das mag ich. Das Jahr ging wieder viel zu schnell vorbei und ich möchte hiermit 2024 im Rückspiegel betrachten, bist du dabei? Ein Jahr als Läuferin ist mehr als bloß Kilometerzählen – es ist ein Sammelsurium aus Erlebnissen, Begegnungen und kleinen magischen Momenten. 2024 hat mich an Startlinien geführt, auf Gipfel bei Sonnenaufgang und immer wieder an meine persönliche Grenzen, die ich mit Freude angenommen habe. Zwischen neuen Bestzeiten und unvergesslichen Geschichten war es ein Jahr, das mir gezeigt hat, warum Laufen mehr ist als ein Sport - es ist ein Lebensgefühl. Zeit die Highlights und vielleicht auch Tiefs noch einmal Revue passieren zu lassen. "Man reist nicht nur, um anzukommen, sondern vor allem, um unterwegs zu sein." Ein treffendes Zitat von Theodor Fontane, dass mein Laufjahr 2024 wunderbar beschreibt. Nicht nur die Ziele, sondern auch die Begegnungen, Herausforderungen, die Sprünge aus der Komfortzone und somit der Weg zu den Zielen, haben dieses Jahr bereichert. Jetzt geht es los mit meinem Jahresrückblick 2024 Das war Cindy 2024 Die Crew-Managerin, Straßenläuferin, Trailläuferin, Trailguide, Bahntraining-Coachin, Sonnenaufgangsjägerin, Grüblerin und Catmom - das war ich 2024. Es war ein Jahr voller Kontraste, vieler Abenteuer und gemeinsamen Erlebnissen, geprägt von meiner Laufgruppe, monatlichen Ausflügen in die Berge und Events. Auch als Guide bei drei Trailcamps konnte ich wieder meine Leidenschaft fürs Organisieren ausleben. Sportlich war es auch erfolgreich: Bestzeiten, Altersklassen-Podien und internationale Marathonläufe stehen auf der Liste. Doch nicht alles lief rund - beruflich gab es wenig Bewegung und die gewünschte Dynamik fehlte komplett. Auch die Diagnose einer Herzkrankheit bei meinem Kater Paul brachte schwierige Momente mit sich. Und trotzdem überwiegt die Dankbarkeit für das Jahr 2024 - besonders dafür, dass ich gesund geblieben bin und meine Leidenschaft für Sport und Bewegung durchweg ausleben konnte. Jahresrückblick 2024: Es war ein sportliches Jahr In diesem Jahr habe ich knapp über 2.000 Kilometer zurückgelegt – etwas weniger als 2023, dafür aber mit einem vielseitigeren Fokus doch mehr Sport getrieben. Tanzen, Krafttraining und Barre/Pilates/Yoga Kurse haben meinen Trainingsplan bereichert und mir eine ganz neue Freude an Abwechslung geschenkt. Besonders prägend war ein Tanzurlaub in Barcelona, bei dem ich täglich sechs Stunden bei sommerlichen 30 Grad Shuffle Dance trainierte. Eine intensive, schweißtreibende Herausforderung, die mich ziemlich aus meiner Komfortzone holte. Lt. Strava habe ich 466 Stunden Sport getrieben und somit 16% länger als 2023. Kaum war das neue Jahr gestartet, stand auch mein erstes Ziel fest: Schnelligkeit aufbauen und die 10 Kilometer beim Johannesbad Thermenmarathon in Bad Füssing erstmals unter 43 Minuten laufen. Die kalten Wintermonate nutze ich ohnehin gern für knackige Tempoeinheiten – und die ersten Wochen 2024 waren da keine Ausnahme. Nachdem ich beim Silvesterlauf 2023 völlig unerwartet eine Bestzeit (43:41 Minuten) hingelegt hatte, war die Motivation riesig, die Sub 43 anzugehen. Das Projekt konnte ich schlussendlich auch erfolgreich mit 42:08 Min beenden und war begeistert, dass mich das konsequente Training doch weit unter meiner Zielzeit ließ. Du liest schon, Sport bleibt eine feste Säule in meinem Leben - nicht nur wegen der Fitness und des gesunden Lebensstil, sondern auch, um den Kopf freizubekommen, abzuschalten und mich richtig auszupowern. Oft starte ich schon morgens vor der Arbeit mit einer intensiven Einheit, sei es beim Box-Workout oder beim Bootcamp. Zugegeben, das frühe Aufstehen um 6 Uhr fällt mir nicht immer leicht und vor dem Kurs bin ich manchmal alles andere als begeistert. Aber sobald ich danach mit einem breiten Grinsen aus dem Studio komme, weiß ich: Es hat sich gelohnt. Dieses Gefühl von " Geil war's " macht mich einfach happy. Meine Highlights und Teilnahmen 2024 Einige besondere Erlebnisse habe ich in ausführlichen Blogbeiträgen festgehalten, die du leicht an einem Unterstrich oder einem Verlinkungshinweis erkennst. Boston und London Marathon Nach der neuen persönlichen 10 Kilometer Bestzeit blieb kaum Zeit zum Verschnaufen. Es ging direkt weiter mit dem nächsten, völlig verrückten Vorhaben: Zwei Marathon Majors innerhalb von sechs Tagen - und das nicht locker, sondern ambitioniert. Im April warteten der Boston Marathon und nur wenige Tage später der London Marathon auf mich. Zugegeben, meine Zielzeiten habe ich nicht ganz erreicht, aber diese Reise war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Mehr zu dieser verrückten Reise erfährst du im Blogbeitrag - ganz nach dem Motto: Zwei Städte, zwei Marathons, eine Woche - Eine Erfahrung fürs Leben . Nach diesen zwei tollen Projekten wurde es dann endlich ruhiger, was meine Zielsetzung anging. Ich war viel unterwegs. Wir veranstalteten zwei Trailcamps in Naturns und es gab ein paar Wochen viel Natur und Bergerlebnisse. Trailcamps in Naturns und Neukirchen Auch im Jahresrückblick 2024 dürfen die Trailcamps nicht unerwähnt bleiben, denn sie gehören zu meinen absoluten Herzensprojekten. Besonders die Camps in Naturns, die ich mit viel Leidenschaft organisiere, liegen mir am Herzen. Jedes Camp war einzigartig - mit neuen Strecken, die sowohl Abenteuer als auch Herausforderungen bereithielten. Steile Anstiege, technische Passagen oder das erste Mal Eisbaden - für jeden war etwas dabei. Ich glaube, die meisten sind mit einem Rucksack voller unvergesslicher Erinnerungen und vielleicht sogar neuer Freundschaften nach Hause zurückgekehrt. Ein großes Dankeschön geht an meine Supporter: Marcel, den Naturns Tourismusverband, Viking Footwear und der Venediger Lodge. Ohne euch wäre es nicht möglich, meine Leidenschaft für Trails und Community immer wieder aufs Neue auszuleben. Und jetzt schon ein Ausblick auf 2025: Das erste Camp steht fest und ist buchbar. Die Women Trail & Hike Days in Naturns finden vom 15.-18. Mai 2025 statt. Alle Infos zu Programm, Kosten und Anmeldung findest du auf meinem Blog - schau vorbei und sicher dir deinen Platz. Vikings Collect Moments Event Serie Eine ganz besondere Gelegenheit, meine Leidenschaft als Community Managerin auszuleben, bot mir dieses Jahr die Viking Collect Moments Event Serie . Jeden Monat durfte ich ein Special Event planen, organisieren und schließlich auch guiden. Gemeinsam haben wir die bayerischen Trails unsicher gemacht, ob wandernd, trail-laufend oder sogar beim ersten Eisbaden. Zu den Highlights zählten Sonnenaufgangs- und untergangstouren, eine lustige sportliche Oster-Challenge im Olympiapark und ein winterlicher Ausflug mit Schlittenfahren. Dabei haben wir nicht nur die Abenteuerlust in unserer Heimat neu entdeckt, sondern oft auch Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und sind mit der Bahn angereist. Für mich persönlich waren diese Events immer spannend und ebenso zeigten Sie mir auch, bewusster auf die kleinen und wertvollen Momente zu achten, die im Laufe eines Jahres so leicht übersehen werden. Wir können gewiss Abenteuer in unserer Heimat erleben, ohne weit in der Welt umher reisen zu müssen. Die Runfurther Crew ist noch enger zusammengewachsen und ich bin dankbar für all die Erlebnisse, die wir geteilt haben. Einige Eindrücke zu unseren Outdoor-Abenteuern habe ich in einem separaten Blogbeitrag festgehalten . Ich würde mich freuen, wenn du dort vorbeischaust und dich inspirieren lässt. Runfurther Crew - mehr als nur eine Laufgruppe Dieses Jahr hat mir meine Runfurther Crew wieder gezeigt, wie stark die Gemeinschaft und Zusammenhalt sein können . Unsere wöchentlichen Lauftreffs am Dienstag am Odeonsplatz sind stärker geworden und es macht einfach Spaß jedes Mal aufs Neue miteinander zu laufen. Wir laufen nicht nur, sondern es wird viel gelacht, motiviert und ausgetauscht. Es ist auch schön, die individuellen Fortschritte und Erfolge jedes Einzelnen mitzuerleben. Diese Laufgruppe ist toll, eine kleine Familie und wir sind weit mehr als nur Dienstagsläufer/-innen. Wir treffen uns oft an Wochenenden für Trailruns, Wanderungen oder knackige Intervall-Sessions. Auch gemeinsame Abendessen oder ein Glühwein zur Weihnachtszeit gehören dazu. Ein kleiner Teil der Crew trifft sich in den kalten Wintermonaten regelmäßig zum Eisbaden und so probieren wir neue Dinge gemeinsam aus und geben uns Tipps untereinander. Meine persönlichen Tipps für Eisbade-Anfänger findest du ebenfalls auf dem Blog - eine Erfahrung, die du unbedingt mal ausprobieren solltest. Als besondere Highlights mit und um die Runfurther Crew sind folgende Jahres-Highlights zu nennen Die Treppen-Challenge 3.0 an den Bavaria Treppen Die dritte und (vorerst) letzte Ausgabe der Treppen-Challenge war ein echtes Highlight. Bei knackigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein Ende Februar trafen wir uns, um die Bavaria Treppen zu erobern. Jeder Teilnehmende konnte seine eigene Challenge definieren und egal, ob 30, 50 oder sogar 100 Runden, gegenseitige Motivation hat jeden weiterlaufen lassen bis die letzte Runde geschafft war. Für die Statistikfans: Wer 100 Mal die Treppen hoch- und runterlief, bewältigte 4.800 Stufen, etwa 4 Kilometer und satte 600 Höhenmeter. Als Belohnung gab es selbstgebastelte Medaillen, die für alle eine besondere Erinnerung an dieses Event sind. Offiziell war es die letzte Ausgabe, aber wer weiß, ob es nicht doch irgendwann ein Revival gibt. Olympiaberg-Challenge 3.0 Die Olympiaberg-Challenge war im Jahresrückblick 2024 einmal mehr ein unvergessliches Erlebnis und hat für mich eine der schönsten Wochen des Jahres geprägt. Kein Wunder also, dass es 2025 definitiv eine Wiederholung geben wird. Die Aufgabe: Jeden Morgen zehn Mal den Olympiaberg hochlaufen oder hochgehen. Mit jeder Runde sammelten wir Höhenmeter (450 HM pro Tag bei zehn Aufstiegen) und stärkten dabei die Gemeinschaft. Die Stimmung war so cool, dass ich mich jeden Morgen aufs Neue darauf freute. Über die Woche hinweg nahmen über 30 Teilnehmer/-innen teil und die Beine wurden natürlich täglich schwerer. Was aber nicht unerwähnt bleiben darf, sind die spektakulären Sonnenaufgänge, die uns geboten wurden. Solch grandioses Licht in dieser Häufigkeit zu erleben, ist ein echtes Geschenk. Als Belohnung für unsere Mühen gab es am Ende für jeden ein Paar Merino Laufsocken von Smartwool. CRAFT Community Runs Im Jahresrückblick 2024 gab es sieben ganz besondere Laufevents, die abwechslungsreicher kaum sein konnten. Vom Sunrise-Cappuccino Morning Run, über einen Sunset Run am Tegernsee bis hin zu Trailruns in den Bergen und einer Speedwork Session auf der Tartanbahn. Es war für jeden etwas dabei. Eine besondere Möglichkeit war es, bei einigen der Events die neuesten CRAFT-Schuhe auszuprobieren. Für jeden Community Run gab es einen Stempel und wer die Serie komplettierte, konnte sich am Ende auf ein exklusives CRAFT x Runfurther Community Shirt freuen. Ein tolles Projekt, dass es vielleicht auch 2025 wieder geben wird. Der Budweis Halbmarathon Es war unsere zweite Teilnahme beim Halbmarathon in Budweis . Wir mögen die Stadt und die Atmosphäre auf der Strecke, sowie die Streckenführung selbst ist einfach großartig. Besonders reizvoll: Der Lauf findet am Abend statt und man läuft direkt in den Sonnenuntergang hinein. Für mich war das Rennen in diesem Jahr unerwartet gut gelaufen. Obwohl ich nach den ersten fünf Kilometern fast ans Aufgeben dachte - ich war viel zu schnell gestartet, um mit zwei Läuferinnen mitzuhalten und wusste, dass ich dieses Tempo nicht über die gesamte Distanz halten konnte. Doch ich nahm das Tempo raus, fand ab Kilometer 14/15 endlich in meinen Rhythmus und lief mein eigenes Rennen. Ursprünglich hatte ich mir für diesen Halbmarathon gar nicht viel vorgenommen. Aber es war mein Rennen 2024: Ich blieb bei mir und lief einfach. Die Strecke ist schnell und leichter Regen sorgte für ideale Bedingungen. Am Ende sprang für mich eine neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon Distanz mit 01:37:17 Stunden raus und zum ersten Mal gelang mir sogar ein negativer Split. Ein negativer Split bedeutet, dass man die zweite Hälfte eines Rennens schneller läuft als die erste. Für mich war das in Budweis eine Premiere - normalerweise starte ich oft zu schnell und kämpfe am Ende, um das Tempo zu halten. Passiert im Übrigen den meisten Läufer/innen. Die Einteilung des Tempos ist eine Kunst, man muss genau wissen, wo die eigenen Fähigkeiten liegen, um am Ende nicht einzubrechen. Das Gefühl, am Ende eines Rennens stärker zu werden, ist großartig. Als Krönung hatte es für den 1. Platz in meiner Altersklasse gereicht. Die Platzierung in der Altersklasse zeigt, wie man im Vergleich zu anderen Läufern und Läuferinnen derselben Altersgruppe abschneidet. In der Regel werden die Altersklassen in 5-Jahres-Schritten unterteilt und nach Geschlechtern getrennt. Den ersten AK-Platz (W45) beim Budweis Halbmarathon zu belegen, gerade bei einer so großen Laufveranstaltung, fühlte sich besonders an. Ganz vorne dabei zu sein ist einfach ein tolles Extra. Allerdings gab es in Budweis keine gesonderte Ehrung der Altersklassen, was aber bei vielen anderen Laufveranstaltungen oft mit einer Siegerehrung der Fall und einfach schön ist. Bad Griesbach - Der Rottaler Volksmarathon Auch die Teilnahme beim Rottaler Volksmarathon hat uns sehr viel Spaß gemacht. Diese Veranstaltung ist eine klare Empfehlung für alle, die gerne in der Natur laufen und familiäre, kleinere Events schätzen Wir entschieden uns für die Halbmarathonstrecke, die mit 19 Kilometer zwar etwas kürzer ist, dafür aber auch 450 Höhenmeter bietet - eine insgesamt sehr gut laufbare und schöne Naturstrecke. Besonders für Trailrunning Einsteiger ist dieses Event ideal. Für ein vergleichsweise kleines Startgeld gibt es nach dem Lauf freien Eintritt in die Wohlfühltherme, der perfekte Abschluss für einen rundum gelungenen Lauftag. Alle Informationen rund um den Rottaler Volksmarathon , habe ich in einem separaten Blogbeitrag zusammengefasst. Ein verrücktes Wochenende bei der Challenge Roth Die Challenge Roth war definitiv mein Sommer Highlight 2024 , einfach weil unerwartet cool. Eine Woche vor dem großen Event machten wir uns auf den Weg nach Roth, um Jonas Deichmann bei seinem unglaublichen 120-Tage Triathlon Projekt zu begleiten. An diesem Tag absolvierte Jonas seine 52. Triathlon Langdistanz. Wir wollten den Marathon mitlaufen. Die Hitze war brutal - sodass mein Lauffreund Andreas und ich bei km 30 ausgestiegen sind. Doch meine Freundin Kati hat als einzige Frau an diesem Tag den Marathon beendet. Eine besondere Ehre war mir, das Zielband für Jonas zu halten. Bereits an diesem Tag war klar: Die Challenge Roth würde ein Mega Event werden. Ein Glücksfall - Mein Startplatz Zu meinem Startplatz kam ich eher zufällig, dank eines Gewinnspiels von Segafredo, bei dem ich als Läuferin in einer Staffel gezogen wurde. Das Wochenende sollte zu einem der coolsten des ganzen Jahres werden. Ich war wiederum mit Kati unterwegs und wir entschieden uns, im Auto auf der Campingwiese zu schlafen, die den Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurde. Und wir genossen alles in vollen Zügen. Mit unseren Rädern waren wir super flexibel und konnten die einzigartige Stimmung überall mitnehmen. Der Schwimmstart direkt bei der Campingwiese war so elektrisierend, dass wir direkt in bester Laune in den Wettkampftag starteten. Mein Marathon startete am Sonntag gegen 16:30 Uhr. Trotz der späten Startzeit und der Hitze konnte ich mit 03:34:42 Stunden eine überraschend schnelle Zeit laufen. Unsere Staffel legte die gesamte Distanz in 10:39:34 Stunden zurück - ein Ergebnis, auf das wir stolz sind. Auch Marcel war an der Strecke als mein Supporter unterwegs und das war einfach toll. Bei der Challenge Roth 2024 konnten zwei neue Weltrekorde bei den Einzelstartern gefeiert werden, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Und Jonas Deichmann feierte an diesem Tag den 60. Triathlon seines Projektes. Ich war dabei und liebte jede einzelne Minute davon. Nun ja, nicht ganz jede Minute - im Ziel holte mich die Erschöpfung des Wochenendes ein und Übelkeit zwang uns, schneller als geplant aufzubrechen. Doch solche Momente gehören manchmal dazu und sind längst vergessen. Shuffle und Summer Shuffle Camp Die Teilnahme bei meinem ersten Tanzurlaub hatte ich mir lange überlegt. Warum? Erstens kann ich einfach kein Freestyle tanzen. Zweitens waren die meisten Teilnehmer deutlich jünger als ich. Und drittens nagte der Zweifel an mir, ob ich überhaupt gut genug dafür bin. Nach langem hin und her siegte mein Wille, Neues zu probieren und die Komfortzone zu verlassen. Vier Tage ging es nach Barcelona, in ein Feriencamp etwas außerhalb der Stadt. Wir schliefen in Bungalows mit jeweils acht Betten - etwas Campingfeeling inklusive. Mehr als 50 Tänzer/-innen aus aller Welt waren dabei und täglich standen Workshops auf dem Programm: mindestens sechs Stunden Tanzen pro Tag. Natürlich war ich überall dabei, wo es möglich war. Mit Temperaturen weit über 30 Grad wurde das Ganze eine schweißtreibende Erfahrung. Die Tage vergingen wie im Flug und abends fiel ich einfach todmüde ins Bett. Der Altersunterschied zu manchen Teilnehmern war hier und da spürbar, aber insgesamt war es eine coole Zeit, die ich nicht missen möchte. Freestyle tanzen kann ich zwar immer noch nicht - meine Kreativität scheint da hartnäckig zu bleiben, aber das hindert mich nicht weiterzumachen. Tanzen hat wie das Laufen einen festen Platz in meinem Leben bekommen - und es macht mich manchmal sogar glücklicher als das Laufen. Ein Leben ohne Tanzen: Für mich nicht mehr vorstellbar und vielleicht schaffe ich es irgendwann auch mal frei zu tanzen. Bis dahin sind die regelmäßigen Stunden in meiner Tanzschule ( Kult ) absolute Pflichttermine, die mir Freude bringen und kaum zusätzliche Motivation erfordern. Schönste Wanderung des Jahres Im Jahresrückblick 2024 gab es viele unvergessliche Tage in den Bergen , sei es mit der Crew bei den Viking Collect Moments oder den CRAFT Community Events. Oft haben wir die Touren vorab gescouted, um die besten Strecken für die Gruppe zu finden. Eines meiner persönlichen Highlights war eine Sonnenaufgangstour auf den Kleinen und Großen Traithen , die ich schon lange im Kopf hatte. Ende August starteten wir früh in die Dunkelheit. Diese Wanderung hat mir wirklich den Atem geraubt, die Farbstimmungen waren magisch, wir hatten die Berge fast für uns allein und die technisch anspruchsvolle, aber äußerst reizvolle Strecke sorgte für ein echtes Abenteuer. Weil diese Tour so besonders war, habe ich dazu auch einen ausführlichen Tourenbericht zur Drei-Gipfel-Tour Kleiner & Großer Traithen und Steilner Joch auf meinem Blog veröffentlicht. Paul - ein Kämpfer mit Herz Ende August hat uns das Schicksal einen harten Schlag versetzt. Es war ein Mittwoch und ich wollte eigentlich zum Tanzen. Unser Kater Paul geriet in Atemnot und es war schnell klar, dass etwas nicht stimmte. Wir brachten ihn in die Notaufnahme der Tierklinik. Paul ist nun Herzpatient, ein Leben ohne Medikamente ist nicht mehr möglich und die Diagnose ist auch jetzt Monate später nach wie vor ein Schock für mich. Im Alltag ist Paul oft der Alte - voller Lebensfreude und springt auf die Küchenzeile wie immer. Doch dann kommen auch diese Rückschläge, einfach so. Jeden Tag hoffe ich, dass der kleine Mann noch ganz lange bei uns ist. Er ist auf jeden Fall ein starker Kämpfer. Seit der Diagnose hat sich unser Leben ein bisschen verändert. Es ist ruhiger geworden. Der Jahresurlaub ist ausgefallen. Ich mag Paul nicht tagelang oder gar wochenlang allein lassen. Die Medikamente zu verabreichen ist absolute Pflicht und ein fester Teil unseres Alltags. Aber ich hoffe, dass das nächste Jahr wieder ein bisschen mehr Leichtigkeit mit sich bringt. Fünfmal Berlin Marathon Im September ging es aber dennoch nochmals übers Wochenende nach Berlin - ein Wochenende voller Action. Ich musste und wollte meinen fünften Berlin Marathon laufen. Es war die 50. Jubiläumsausgabe und irgendwie waren wir alle voller Vorfreude. Trotz wenig spezifischen Marathontraining konnte ich meine schnellste Zeit in Berlin laufen. Das machte den Lauf für mich umso schöner und besonders. Der Tag begann mit einer Zimtschnecke und einem großen Cappuccino, irgendwie schon ein Ritual. Das gleiche gab es schon das Jahr davor. Nach der Taschenabgabe trennten sich Marcel und ich. Ich schob mich relativ weit vorne im Startblock ein. Es war so voll, dass sich jeder nur noch reinpresste. Ein konkretes Ziel hatte ich nicht, aber wenn ich eine Startnummer trage, dann möchte ich einfach immer alles geben. Marcel startete wohl hinter mir, etwa 12 Min später und unterwegs wusste ich dank meiner Freunde immer, wo Marcel sich befand. Diese Updates waren sehr motivierend. Irgendwann wurde es zu meinem kleinen persönlichen Ziel, vor ihm die Ziellinie zu überqueren. Und das habe ich tatsächlich geschafft. Fand ich ziemlich cool, auch wenn seine Nettozeit am Ende fünf Minuten schneller war. Für mich war es ein Triumph, sieben Minuten vor ihm im Ziel zu sein. Berlin, du bleibst einfach immer ein ganz besonderer Marathon für mich. Die zehnmalige Teilnahme machen wir in diesem Leben auf jeden Fall noch voll. Herbststimmung und erste Pläne für das neue Jahr Der Herbst zog langsam ein und auch die Weihnachtszeit war nah. Ich fing an, diesen Blogbeitrag über den Jahresrückblick 2024 zu schreiben und mich an die schönen Momente des Jahres zu erinnern. Dabei wurde mir bewusst, dass wir tatsächlich immer noch viel sportlich unterwegs waren, aber längere Aufenthalte mit Übernachtung ausblieben. Das macht mich etwas traurig. Dafür genieße ich die Zeit mit meinen Katern Paul und Bernd umso mehr. Gleichzeitig habe ich neue sportliche Routinen für mich entdeckt: Functional Fitness, Ballet Barre oder auch Box- und Bootcamp-Kurse. Die Kurse machen mich nicht nur körperlich stärker, sondern helfen mir auch mental. Die ersten Laufevents für 2025 stehen bereits fest: Im Februar geht es nach Neapel für den Halbmarathon, bei dem ich meine aktuelle Bestzeit auch angreifen möchte und wir hoffentlich auch ein paar frühlingshafte Sonnenstrahlen tanken. Im April und Mai folgen der Halbmarathon und Marathon in Prag, bevor es im Oktober zum Chicago Marathon geht. Dieser wird mein fünfter Stern der World Marathon Majors sein. Tokio hat leider nicht geklappt und wird für 2026 vorgemerkt, Losglück vorausgesetzt. Es gibt nichts Schöneres, als bei Wettkämpfen an den Start zu gehen und dabei fremde Orte laufend zu entdecken. Und wer weiß, welche weiteren Events sich noch spontan in meinen Kalender schleichen. Eines ist sicher, auch 2025 soll aktiv und laufreich werden . Jahresrückblick 2024 - Ein erfolgreiches Laufjahr geht zu Ende 2024 war wieder mehr als eine Sammlung von Kilometern - es war ein Mosaik aus Momenten und mein insgesamt zehntes Laufjahr . Dieses Jahr hat mich immer wieder an meine persönlichen Grenzen geführt. Und ich konnte über mich hinauswachsen. Zwischen neuen Bestzeiten, schwierigen Tanzschritten, unvergesslichen Begegnungen und einigen Altersklassen-Platzierungen - für viele vielleicht uninteressant, für mich jedoch ein Grund stolz zu sein - hat mich das Jahr erneut daran erinnert, warum Laufen so viel mehr ist als ein Sport. Es ist Lifestyle und Lebensgefühl. Der Laufsport schafft, was gesamtgesellschaftlich oft scheitert: ein Miteinander, das von Respekt und Gemeinsamkeit geprägt ist. Beim Marathon sind alle gleich, unabhängig von Herkunft, Erfahrungen oder Überzeugungen. Zigtausende Menschen, die in einem friedlichen Schwarm 42,195 Kilometer überwinden, zeigen, wie bunt die Welt ist und wie großartig es sein kann, wenn alle in die gleiche Richtung laufen. Genau das liebe ich am Laufen, die Vielfalt, die Einheit und die Momente, die uns erinnern, was wirklich zählt. Glücklich sein, friedlich sein und Akzeptanz üben . Es war nicht mein bestes Jahr, dieses Jahr 2024, es war aber dennoch lebenswert und eigentlich ganz gut zu mir und uns als Familie. Ich freue mich sehr, 2025 weiterzulaufen - auf neuen Wegen, zu neuen Zielen und immer mit dem Gefühl der Freiheit.
- Red Bull Wattlauf - Mein Erfahrungsbericht: lohnt es sich wirklich?
Bist du schon mal im Watt gelaufen und das auch noch gegen die Flut? Genau dieses Abenteuer habe ich beim ersten Red Bull Wattlauf erlebt. Von Cuxhaven-Duhnen bis zur Insel Neuwerk und wieder zurück, insgesamt 24,6 Kilometer durchs Watt. Klingt spannend? War es auch. Und wenn du nach einem besonderen Laufevent suchst, dann lies unbedingt weiter. Warum ich beim Red Bull Wattlauf mitlaufen wollte? Ein Lauf gegen die Gezeiten, das passt so gar nicht zu meinen üblichen Laufevents in den Bergen oder auf der Straße. Aber genau das machte den Reiz aus. Als ich die Ausschreibung zum allerersten Red Bull Wattlauf gelesen habe, war sofort klar: da will ich unbedingt dabei sein. Allerdings stand auch deutlich drin: Wer teilnehmen will, sollte in der Lage sein, einen Halbmarathon unter zwei Stunden zu laufen. Denn die 12,3 Kilometer bis zur Insel Neuwerk mussten innerhalb von 90 Minuten geschafft werden, sonst war das Rennen vorbei. Bis zu meiner Anreise nach Cuxhaven war ich mir sicher, das schaffe ich locker. Doch je näher der Start rückte und je mehr ich mich mit anderen Läufer-/innen austauschte, desto größer wurden die Zweifel. Niemand wusste so recht, wie es sich wirklich auf Watt laufen würde. Und dann tauchte noch ein neues Wort auf "Priele". Das sind kleine Wasserläufe, die wir durchqueren mussten und die teils knietief sein sollten. Was ist ein Priel? Eine der größten Herausforderungen im Watt sind die Priele. Das sind kleine Wasserläufe, die sich wie Rinnen oder Flussarme durchs Watt ziehen. Sie entstehen, wenn sich bei Ebbe das Wasser seinen Weg zurück ins Meer bahnt. Manche sind nur wenige Zentimeter tief und leicht zu durchqueren, andere reichen bis an die Knie oder sogar höher. Für uns Läufer/-innen bedeutete das: volle Konzentration, Kräfte sparen und hoffen, dass die Schuhe nicht komplett im Schlick versinken. Anreise nach Cuxhaven Aber starten wir mal von ganz vorne. Die Anreise von München ans Meer ist schon ein Ritt. Mit dem Zug muss man etwas mehr als acht Stunden einplanen, inklusive Umstieg in Hamburg-Harburg. Mit dem Auto ist man kaum schneller unterwegs und Fliegen lohnt sich hier kaum. Ich entschied mich also für die Zugreise, praktisch, da ich unterwegs arbeiten konnte, ohne einen Urlaubstag zu opfern. So reiste ich sehr früh am Freitagmorgen nach Cuxhaven und blieb für drei Nächte, mit der Rückreise am Montag. Zum Glück begrüßte mich Cuxhaven mit Sonnenschein, während in München Regen herrschte. Ein perfekter Auftakt für mein spannendes Wochenende an der Nordsee. Das wunderbare Wetter begleitete mich die ganzen Tage über. Startnummer Abholung und Start- und Ziel Die Startnummer konnte sowohl am Samstag vor dem Rennen als auch am Renntag selbst abgeholt werden. Die Ausgabe fand direkt neben dem Start- und Zielbereich in der Beach-Arena von Cuxhaven-Duhnen statt. Im Starterbeutel warteten auf uns Läufer/-innen die Startnummer, ein Eventshirt und eine Dose Red Bull als kleine Motivation vor dem großen Abenteuer. Aber es gab eigentlich durchweg am Samstag und am Sonntag verschiedenste Red Bull Getränke in der Ausgabe, sodass man jederzeit aufgefüllt war. Die Anmeldung für den Lauf kostete 69,- Euro. Wer sich frühzeitig registrierte, kam günstiger davon. Kurz vor dem Start am Sonntag gab es dann ein verpflichtendes Briefing, in dem alle wichtigen Infos noch einmal erklärt wurden, von der Orientierung im Watt über das Zeitlimit bis hin zu Sicherheitshinweisen. So wusste jede/r genau, was zu beachten war, bevor wir auf die Strecke gingen. Orientierung im Watt - So findest du deinen Weg Die Laufstrecke verläuft mitten durchs Watt und ist auf eine ganz besondere Weise markiert. Pricken weisen den Weg. Das sind in den Boden gesteckte, besenartige Holzstäbe, die traditionell zur Orientierung im Wattenmeer genutzt werden. Wir Läufer/-innen wurden vorab instruiert, immer rechts neben den Pricken zu bleiben. Wer links lief, signalisierte damit, dass er oder sie Hilfe benötigt. Zusätzlich gab es Distanzmarkierungen bei Kilometer 3, 5, 7, 9, und 11,5. Hilfsstationen befanden sich bei Kilometer 3, 5, 7 und 9, dort gab es bei Bedarf medizinische Hilfe. Da die Strecke als Rundkurs konzipiert war, waren die Markierungen und Hilfstationen auf dem Rückweg identisch. Watt ein einzigartiges Naturschutzgebiet Das Wattenmeer ist viel mehr als nur aus Schlick, Sand und Priele. Es ist ein streng geschütztes Naturschutzgebiet und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes. Hier leben unzählige Tier- und Pflanzenarten, viele davon selten oder sogar bedroht. Zugvögel nutzen das Watt als Rastplatz auf ihren langen Reisen, während winzige Bodenorganismen die Grundlage für das gesamte Ökosystem bilden. Beim Red Bull Wattlauf galt deshalb strenge Müllvermeidung. Energygels oder -riegel durften nur in Mehrwegverpackungen mitgenommen werden. Wer sich nicht daran hielt, riskierte die sofortige Disqualifikation. Ich verzichtete komplett auf eigene Verpflegung und vertraute auf die VP auf der Insel Neuwerk. Das reichte an diesem Tag auch völlig aus. Allerdings muss man klar sagen, an wärmeren Tagen hätte die Versorgung dort sicher nicht gereicht und wäre dann nur mit zusätzlicher Selbstversorgung ratsam. Ebbe und Flut - was das Watt so besonders macht Das Wattenmeer lebt vom Rhythmus der Gezeiten. Bei Ebbe zieht sich das Wasser zurück, der Meeresboden wird freigelegt. Genau dann ist es möglich, zu Fuß nach Neuwerk zu laufen. Bei Flut kommt das Wasser zurück und überflutet den gesamten Bereich wieder. Dieser Wechsel passiert hier etwa alle sechs Stunden und macht das Watt zu einem dynamischen, einzigartigen Erlebnis. Für uns Läufer-/innen bedeutete das: Wir hatten ein klares Zeitfenster. Wer zu spät dran war, der wurde entsprechend aus dem Rennen genommen. Ein Wettlauf gegen die Naturgewalten also, zusätzlich zur körperlichen Herausforderung. Flos schnelle Wattlauf-Tipps Auf der Webseite von Red Bull und auch beim Briefing gab es wertvolle Tipps. Und niemand Geringeres als Florian Neuschwander, dem Sieger des ersten Red Bull Wattlaufs, hat seine Erfahrungen vorab geteilt. Kurz und knapp in meinen Worten: Schuhe: Leichte Trailschuhe mit gutem Profil, aber nicht wasserdicht. So läuft das Wasser einfach durch. Und doppelte Schuhbindung. Fußpflege: Füße mit Vaseline einreiben, damit Sand und Salz keine Blasen verursachen (ich hatte pjur active verwendet) Training: vorher mal mit nassen Schuhen laufen, z.B. durch Pfützen oder kleine Bäche. Pacing: nicht zu schnell starten, der Rückweg durchs Watt ist oft härter. Ausrüstung: Sonnenbrille, Mütze und Sonnencreme einpacken, Küstenwetter kann alles Mentales: Kopf frei bekommen, die Landschaft genießen, den Leuchtturm auf Neuwerk als Ziel vor Augen haben. Spaß: Trotz Anstrengung das Erlebnis feiern, genau darum geht es. Start in Duhnen - Laufen im Watt beginnt sofort nass Der Startschuss am Strand von Cuxhaven-Duhnen war bestens gewählt. Ich wollte gern in Startwelle A, durfte aber nicht, also stand ich in der ersten Reihe der Welle B. Fast genauso gut. Als es losging, rannten wir alle gemeinsam an, doch schon nach wenigen Schritten waren die Füße nass. Laufen im Watt bedeutet: Wechselnder Untergrund, Schlick, Sand, Muscheln und Mulden. Dazu kamen die Priele, die wir durchqueren mussten. Manche waren so tief, dass wir ziemlich im Wasser standen. Ich hatte definitiv mit weniger Wasser gerechnet. Jeder Schritt forderte Konzentration, denn ein falscher Schritt führte recht schnell zum Umknicken. Das Laufen im Wasser war unglaublich anstrengend, teilweise konnte ich meine Beine kaum noch heben. Wurde es zu tief, wechselten wir automatisch in den Gehmodus. Die Kilometer vergingen nicht so schnell, wie ich gedacht hatte. Die ersten beiden Kilometer liefen sich noch flüssig, aber danach stieg der Kraftaufwand enorm. Ich musste mein Tempo deutlich reduzieren. Statt der angekündigten zwei Priele fühlte es sich an, als würden wir ständig durchs Wasser laufen. Es nahm einfach kein Ende. Die immense Wassermenge hat uns alle überrascht. Denn beim Start war die Flut zwar am Ablaufen, aber offenbar noch nicht weit genug zurückgewichen. Zum Glück war die Strecke durch die Pricken (Holzstäbe) klar markiert und die Traktoren mit Hilfsstationen standen zuverlässig an den angekündigten Stellen. Angst musste niemand haben. Die Sicherheit war jederzeit gewährleistet. Ein besonderes Bild bot sich bei Kilometer 10: Florian Neuschwander, der spätere Sieger, kam uns da bereits ziemlich entspannt auf dem Rückweg entgegen. Wir hatten noch zwei Kilometer bis zur Insel. Leuchtturm von Neuwerk - ein geschichtsträchtiger Wendepunkt Der Leuchtturm von Neuwerk ist wirklich etwas Besonderes. Er wurde bereits 1310 erbaut, ursprünglich als Wehr- und Zufluchtsburg, um die Elbmündung zu sichern. Erst viel später bekam er seine Funktion als Seezeichen für die Schifffahrt. Mit fast 700 Jahren ist der Turm auch das älteste Gebäude Hamburgs und gleichzeitig ist Neuwerk offiziell ein Stadtteil von Hamburg. Kaum zu glauben, dass man hier draußen im Watt eigentlich noch auf Hamburger Stadtgebiet steht. Heute kann man den Turm besichtigen und auch hinaufsteigen. Von oben bietet sich ein einmaliger Blick aufs Watt, die Insel und die Nordsee. Für uns Läufer/-innen war der Leuchtturm von Neuwerk beim Red Bull Wattlauf der markante Wendepunkt. Wendepunkt auf Neuwerk und der Rückweg nach Duhnen Nach 01:16 Stunden erreichte ich die Insel und passierte den Wendepunkt knapp unter 01:20 Stunden. Man musste gut aufpassen, nicht zu viel Zeit an der Verpflegungsstelle zu verlieren, denn die Zeitkontrolle erfolgte erst am Leuchtturm selbst. Dort holten wir uns ein Kontrollbändchen als Beweis, dass wir auf der Insel waren. Ich war überglücklich, dass Zeitlimit geschafft zu haben und wieder zurücklaufen zu dürfen. An der VP trank ich mehr Wasser als sonst und stopfte mir zwei Riegel rein. Nach etwa 01:25 Stunden verließ ich die Insel und machte mich auf den Rückweg durchs Watt. Dieser war von deutlich weniger Wasser bedeckt, da sich das Meer inzwischen weiter zurückgezogen hatte. Dadurch konnten wir insgesamt besser durchlaufen, doch dafür blies uns jetzt kräftiger Gegenwind entgegen. Ich merkte, dass ich auf der ersten Hälfte schon einiges an Kraft gelassen hatte und spürte weniger Energie. Trotzdem: Im Rennen gebe ich immer alles. Unterm Strich war ich auf der zweiten Hälfte etwa vier Minuten schneller. Nicht die Welt, aber immerhin. Besonders die letzten fünf Kilometer liefen sich erstaunlich gut, da zog es mich einfach ins Ziel. Ich überholte noch einige Läufer-/innen. Laut Ergebnisliste verließ ich Neuwerk als 29. Frau und kam schließlich als 22. Frau ins Ziel. Ein gutes Zeichen, dass meine Krafteinteilung am Ende gar nicht so schlecht war. Endspurt und Zieleinlauf Nach 02:36.20 Stunden (Bruttozeit) erreichte ich das Ziel nach 24,6 Kilometern und empfand Freude es geschafft zu haben. Es war ein wunderbares Erlebnis, einmal quer übers Watt bis auf eine Insel gelaufen zu sein. Das kann schließlich nicht jeder von sich behaupten. Die Stimmung im Zielbereich war ausgelassen und toll. Nachdem wir noch etwas Zeit im Zielbereich genossen hatten, ging es zurück ins Hotel, mit einem Stopp bei unserem neuen Lieblings-Fischkiosk für ein wohlverdientes Fischbrötchen. Danach brachte ich meine Reisebegleitung Sonja zum Bahnhof, während ich selbst erst am nächsten Tag zurück nach München reiste. Abends traf ich noch zwei Lauffreunde, Olli und Toni, natürlich wieder zum Fischessen. Was isst man sonst an der Nordsee? Belohnt wurden wir mit einem weiteren traumhaften Sonnenuntergang. Fazit: Meine Erfahrung beim Red Bull Wattlauf Ich habe die Tage in Cuxhaven sehr genossen: viel Fisch essen, wunderschöne Sonnenuntergänge, tolle Laufbegegnungen und ein super organisierter Red Bull Wattlauf. Der Wattlauf ist ein besonderes Lauferlebnis, das ich jedem empfehlen kann, der mal etwas anderes als ein normales Laufevent sucht. Hier kommen Erlebnis, Abenteuer und Anstrengung in einem Event zusammen. Und trotzdem ist es für alle machbar. Soweit ich informiert bin, haben nur rund 20 Läufer/-innen das Rennen nicht innerhalb der Zeit oder aus einem anderen Grund beenden können. Bei etwa 500 Teilnehmenden entspricht das gerade einmal vier Prozent, völlig normal für eine solche Herausforderung. Wenn du also Lust auf ein Rennen hast, bei dem es nicht um Bestzeiten geht, sondern um das Erlebnis in der Natur und du vielleicht gleich noch ein paar Tage an der Nordsee verbringen möchtest, dann ist der Red Bull Wattlauf absolut eine Reise wert. Und wenn du in der Region sowieso schon lebst, dann ist das Event umso mehr eine Empfehlung. Ach ja, wir haben es sogar in das Cuxhavener Tageblatt mit einem Foto von uns geschafft. Ein kleines Extra-Highlight zum Abschluss.
- Bratislava – ein Bummel durch die Stadt
Verzaubert von Bratislavia Die kleine, junge und entzückende Metropole der Slowakei, früher als Pressburg bekannt, ist eines der unbekannteren Reiseziele in Europa und rückt beisielsweise im Vergleich zu Wien und Prag oft in den Hintergrund. Wir, meine Freundin Eva und ich besuchten Bratislava letzten Sommer, als kurzen Abschluß nach einem entspannenden Yoga-Workshop am Neusiedlersee (AT) bei Wien. Bratislava ist von Wien innerhalb einer Stunde zu erreichen. Wir hatten uns für die Anfahrt mit dem Auto entschieden. Allerdings die kurze Strecke nach der Grenze kostete nochmals Autobahn-Maut, was ziemlich ärgerlich war, aber dennoch den schnellsten Weg bot. Alternativ kann man mit der Bahn oder mit dem Schiff über die Donau anreisen. Um es vorweg zu nehmen, Bratislava ist ein toller Ort für einen kurzen Abstecher (auch Tagestrip), sofern man sich in der Nähe befindet. Und los geht es mit unserer Stadttour Palais Grassalkovich Übernachtet hatten wir im LOFT Hotel Bratislava, zentrumsnah gelegen und schick im Industrialstyle eingerichtet. Von dort aus starteten wir unsere Tour und landeten auf dem Weg in die Innenstadt direkt beim Palais Grassalkovich (Residenz des Präsidenten) inklusive Kugel, welche an die Bohne in Chicago erinnert. Einladende Location, um Fotos zu machen, was wir direkt genutzt hatten. Altstadt: Vom Hotel aus brauchten wir circa eine Viertelstunde zu Fuß. Was sofort auffiel waren die gepflasterten Gassen, aber sowas mag ich und man fühlte sich sofort wohl. Im historischen Stadtkern findet man viele Pubs und Restaurants. Das Flair der Altstadt ist prachtvoll, einladend und sympathisch. Am meisten hat uns ein nettes modernes Café angesprochen: das ENJOY COFFEE in der Michalska. Sowohl für einen leckeren Mittagssnack zu empfehlen (warme Paninis) als auch zum entspannten Frühstück mit tollen Kuchen und Cappuccino, hier gibt es alles was das Herz begehrt plus nettem Service und süßem Giftshop. Es fällt einem schwer zu entscheiden, wo man am besten einkehren will, alles sieht einladend aus. Die Burg Bratislava Das Wahrzeichen, die Burg Bratislava, thront erhaben über der Stadt. Weiße Gemäuer, strahlend mit goldenen Akzenten versehen, blumenreicher, gepflegter Garten im Inneren, laden ein sich etwas länger um zu sehen. Der Aufstieg hat ein bisschen Einsatz gefordert, vor allem bei der Hitze fielen Eva die Stufen hinauf etwas schwerer. Aber erstmal erklommen, wurden wir mit einem tollen Ausblick belohnt. Die Altstadt direkt unter der Burg und dazu im Kontrast die Plattenbauten auf der anderen Uferseite der Donau. Definitiv ein Traum, die Donau und ihren Verlauf von oben zu bewundern! Eingebettet in die Landschaft schlängelt sie sich unten im Tal quer durch die Metropole Bratislava. Shoppen: Da sich das Einkaufen in der Altstadt eher schwierig gestaltet hatte, besuchten wir das Eurovea Galleria Einkaufszentrum (sehr gut zu Fuß zu erreichen). Generell ist Bratislava eher zum schlendern und verweilen zu empfehlen und nicht zum shoppen. Das Einkaufszentrum ist gut, aber dafür braucht man nicht nach Bratislava reisen. Wir kauften nur ein paar Kleinigkeiten und nutzen die Zeit lieber zum Erkunden der Sehenswürdigkeiten. Blaue Kirche: Diesen auffälligen Farbkleks hatten wir mitten im Ghetto (auf dem Weg zum Einkaufszentrum) entdeckt, die St. Elisabeth Kirche in knalligem hellblau und völligen Kontrast zur Umgebung. Wir nutzten die Location für Fotos, da direkt gegenüber ein ehemaliges altes Krankenhaus gelegen ist, das mit seinen eingeschlagenen Scheiben und Steinskulpturen aus Ost-Zeiten geradezu dazu einlud und irgendwie cool wirkte. Abendprogramm: Unser Trip nach Bratislava war zwar spontan geplant, ist aber perfekt aufgegangen. Denn es war Fussball-EM und genau an unserem einen Abend in der Stadt trat Deutschland gegen die Slowakei an. Eva, als begeisterter Fussballfan, musste mich natürlich dazu ins nächste Pub schleifen. Wir fanden uns schließlich in einem gemütlichen Hinterhof-Biergarten wieder, umringt von Einheimischen, die leider an diesem Abend keinen Sieg davontragen konnten. Wir hielten uns beim Jubeln ein wenig zurück und kehrten nach dem Spiel dann mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht ins Hotel zurück. Der Plan war, noch einen Absacker in der Hotelbar zu nehmen. Zu meinem Glück oder Pech wurde eine weitere Partie Fußball übertragen und Evas Abend war gerettet. Frisch gestärkt reisten wir am nächsten Tag, vorbei an vielen Windkrafträdern, zurück Richtung Heimat (München). Kurzbesuch: Für einen Tag zahlt sich der Besuch Bratislava definitiv aus. Die interessanten Sehenswürdigkeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Altstadt. Die Stadt hat viele schöne Plätze zu bieten, an denen man Zeit verbingen möchte, die Gaststätten haben bis spät in die Nacht geöffnet und auch Partygänger kommen auf ihre Kosten. Eine weitere Burg "Burg Devin" etwa 10 km vom Zentrum entfernt, hätte ich gern noch angeschaut, allerdings aufgrund der knappen Zeit hatten wir es dann doch ausgelassen und sind nur kurz dran vorbeigefahren. Die Burgruinen thronen direkt auf einem Felsen an der Donau und können gegen Eintritt besucht werden. Vielleicht war ja von euch schon jemand da und kann mir darüber berichten?
- Tegernseer Hütte: Übernachtung mit Sonnenuntergang und Sonnenaufgang
Lust auf ein kleines Micro-Adventure in den Bayerischen Bergen? Wenn du einmal etwas früher Feierabend machen und am nächsten Morgen ein bisschen später ins Büro starten kannst, dann habe ich genau das Richtige für dich: Eine Übernachtung auf der Tegernseer Hütte, inklusive einem magischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, hoch oben zwischen Roßstein und Buchstein. Wir haben diese Mini-Auszeit inzwischen schon zum zweiten Mal erlebt und waren jedes Mal aufs Neue verzaubert von der besonderen Stimmung dort. Wer spontan unter der Woche loszieht, hat oft sogar Glück und ergattert noch kurzfristig einen Schlafplatz. Also: Rucksack packen, Schuhe schnüren und los geht's zu einem kleinen Abenteuer zwischen Feierabend und Arbeitsbeginn. Die Reservierung ist übrigens unkompliziert. Einfach kurz auf der Hütte anrufen und deinen Schlafplatz sichern. Ich selbst habe unsere Übernachtungen etwa 14 Tage vorher gebucht. Auf der Webseite der Tegernseer Hütte siehst du schnell und übersichtlich, wann und wie viele Schlafplätze noch frei sind. Warum Microabenteuer unter der Woche? Meine Frage dazu, warum nicht? Müssen unsere Erlebnisse immer nur strikt am Wochenende stattfinden? Der Alltag unter der Woche ist oft durchgetaktet: Job, Termine, Verpflichtungen, alles läuft nach Schema F. Und genau das sorgt manchmal für ein Gefühl von Stillstand. Ich ertappe mich oft dabei, wie die Wochen einfach so vorbeifliegen, ohne das was hängen bleibt. Gerade deshalb liebe ich es, bewusst kleine Auszeiten auch mal zwischen den Arbeitstagen zu planen. Ein Micro-Abenteuer nach Feierabend, wie eine Hüttenübernachtung mit Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, ist eine wunderbare Möglichkeit, aus dem Alltag auszubrechen, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Unter der Woche sind viele Hütten deutlich weniger besucht. Du bekommst oft spontan einen Schlafplatz, die Atmosphäre ist entspannter, es ist ruhiger und du kannst das Bergerlebnis viel intensiver genießen. Solche kleinen Ausflüge bringen frischen Wind in die Routine, laden die Akkus auf und lassen dich mit einem Lächeln zurück an den Schreibtisch kommen. Denn manchmal reicht schon eine Nacht in den Bergen, um sich wieder lebendig zu fühlen. Es gibt viele Möglichkeiten ein Micro-Adventure zu erleben Und es muss auch gar nicht immer eine Hütte in den Bergen sein. Auch eine Nacht am See, ein Lagerfeuer im eigenen Garten, ein spontaner Sonnenaufgangsspaziergang oder ein nächtliches Bad unter freiem Himmel können zu unvergesslichen Mini-Abenteuern werden. Es geht nicht um die Größe des Erlebnisses, sondern darum, den Moment bewusst zu erleben und etwas anderes zu machen als sonst. Tegernseer Hütte: Lage, Besonderheiten und beste Zeit für eine Übernachtung Die Tegernseer Hütte zählt zweifellos zu den spektakulärsten Berghütten in den Bayerischen Voralpen. Eingebettet zwischen den markanten Gipfeln Roßstein und Buchstein, liegt sie auf etwa 1.650 Metern Höhe auf einem schmalen Sattel, so exponiert, dass sie auch als Adlernest bezeichnet wird. Die Hütte gehört zur Gemeinde Kreuth in der Nähe des Tegernsees und wird von Mai bis November bewirtschaftet. Übernachten kannst du ausschließlich im einfachen Bettenlager, sehr schlicht, aber es ist ein uriges Hüttenerlebnis. Bettruhe ist um 23 Uhr. Ein wichtiger Hinweis: Wenn du auf der Tegernseer Hütte zu Abend essen möchtest, plane deine Ankunft rechtzeitig. Ab 20 Uhr wird kein warmes Essen mehr serviert. Also lieber Puffer einplanen oder bring dir eine kleine Brotzeit für den Notfall mit. Besonders gut eignet sich dieses Feierabend-Abenteuer in den Sommermonaten (Juni bis August). Die Tage sind lang, die Sonne geht spät unter und schon früh wieder auf. In den Monaten mit kürzeren Tagen kann es zeitlich schnell eng werden, vor allem wenn man die Tour mit einem Arbeitstag verbinden möchte. Anfahrt zur Tegernseer Hütte: So kommst du von München ins Abenteuer Gerade nach Feierabend solltest du für die Anreise aus München etwas mehr Zeit einplanen, besonders im Berufsverkehr. Wir nehmen in der Regel den Mittleren Ring, fahren auf die A8 Richtung Salzburg, wählen die Ausfahrt Tegernsee und folgen dann der Bundesstraße entlang des Sees bis nach Kreuth. Von dort geht es weiter zum Wanderparkplatz (Roßstein/Buchstein), der zwischen Tegernsee und Achensee liegt. Ein praktischer Vorteil: Der Parkplatz ist aktuell zwischen 18:00 Uhr und 08:00 Uhr morgens kostenfrei, ideal für eine Hüttenübernachtung unter der Woche. Wir kamen gegen 18:40 Uhr an und machten uns am nächsten Morgen um 07:30 Uhr wieder auf den Rückweg. Die Parkregelung kann sich jedoch jederzeit ändern, deshalb informiere dich am besten vorher online oder frage direkt (telefonisch können das sicher auch die Hüttenwirte beantworten). Übrigens waren wir vor ein paar Wochen schon einmal in dieser Gegend zum Trailrun unterwegs. Die Blaubergüberschreitung, eine tolle Tour, die ich ebenfalls ausführlich hier auf dem Blog vorstelle . Wenn du Lust auf weitere Inspiration für Bergabenteuer rund um den Tegernsee hast, lies dort gerne rein. Der Aufstieg zur Tegernseer Hütte: Strecke, Höhenmeter und Highlight-Passage Der Aufstieg zur Tegernseer Hütte ist mit rund 4 Kilometern zwar überschaubar, hat es aber mit etwas mehr als 800 Höhenmetern in sich. Wer zügig unterwegs ist, erreicht die Hütte in etwa 1,5 Stunden, für den Abstieg solltest du die gleiche Zeit einplanen. Der Weg ist sehr gut ausgeschildert und führt zunächst steil durch schattigen Wald über Serpentinen und einigen Treppenstufen nach oben. Bis zur Sonnenberg Alm bleibt die Aussicht durch die Bäume noch etwas verborgen, aber schon nach rund 50 Minuten erreichst du die Alm und von dort zeigt sich erstmals dein Ziel die Tegernseer Hütte. Die Wegführung ist klar erkennbar und wir halten uns links bzw. gehen links weiter. Nach weiteren 10-15 Minuten erreichen wir das Highlight der Wanderung und ab hier wird es spannender. Die letzten Meter führen über eine drahtseilversicherte Passage, die Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert, aber absolut machbar ist und mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Wer sich dennoch unsicher fühlt, kann eine etwas längere Alternativroute wählen (rund 15 Minuten mehr Gehzeit), die ohne Kletterstellen und Drahtseile auskommt. Nach weiteren zehn Minuten am Berg entlang taucht schließlich die Tegernseer Hütte auf. Nachdem wir unsere Sachen abgelegt und uns schnell angemeldet haben, nutzen wir die Gelegenheit und steigen in nur fünf Minuten auf den Roßstein hinauf. Oben angekommen, erleben wir einen Sonnenuntergang, der uns schlicht umhaut: Die Farben waren so satt und intensiv. Einen so schönen Sonnenuntergang hatten wir schon lange nicht mehr gesehen. Wir genießen noch ein Weilchen auf dem Roßstein, bis die Sonne dann hinter den Bergen verschwindet. Die Tegernseer Hütte - Übernachten zwischen Roßstein und Buchstein In der Tegernseer Hütte kann man in zwei gemütlichen Matratzenlagern mit rund 25 Schlafplätzen übernachten. In den beiden Aufenthaltsräumen ist Platz zum Essen, Karten spielen, Plaudern oder einfach zum Aufwärmen nach dem Aufstieg. Die sanitäre Ausstattung ist sehr einfach. Es gibt Plumpsklos und zwei schlichte Waschräume, die den rustikalen Hüttencharakter perfekt unterstreichen. Am Abend servieren die Hüttenwirte ein warmes Abendessen, am Morgen ein Frühstück. Wir selbst haben beides nicht probiert und können daher nichts zur Qualität sagen. Wichtig zu wissen: Strom und Wasser sind begrenzt, bezahlt wird ausschließlich bar und du brauchst einen eigenen Hüttenschlafsack sowie ein Handtuch und deine persönlichen Dinge. Für kältere Nächte liegen Decken in den Schlafsälen bereit. Wer in der Tegernseer Hütte übernachtet, erlebt echte Bergidylle: Sonnenuntergang und Sonnenaufgang zwischen den Gipfeln des Roßstein und einen Sternenhimmel direkt vor der Haustür. Für uns bedeutete das: Am Abend ein gemütliches Getränk im Aufenthaltsraum, ein paar Runden Karten spielen und dann früh ins Bett. Die Abendroutine fällt auf Hütten naturgemäß kurz aus, schnell waschen, Zähne putzen und fertig. Geschlafen haben wir erstaunlich gut. Damit wir die anderen Gäste nicht wecken, hatten wir unsere Sachen für den sehr frühen Morgen bereits vorbereitet. Nach dem Aufstehen, kurzem Frischmachen und Packen waren wir innerhalb von zwanzig Minuten startklar für den erneuten Aufstieg zum Roßstein. Wer gerne klettert kann natürlich auch den Buchstein in Angriff nehmen. Der Aufstieg ist allerdings etwas anspruchsvoller, aber ohne spezielles Kletter-Equipment machbar. Wir haben uns bisher dennoch jedes Mal für den Roßstein entschieden. Beide Gipfel sind in wenigen Minuten erreichbar und bieten eine tolle Aussicht. Sonnenaufgang in den Bergen: Ein Moment der bleibt Dieses Mal waren wir nicht allein am Gipfel. Drei Mädels aus Nordrhein-Westfalen, die ebenfalls in der Tegernseer Hütte übernachtet hatten und ihre Bergtour an diesem Tag zur Lenggrieser Hütte fortsetzen wollten, waren auch zum Sonnenaufgang da. Die Sonne sollte kurz nach 5:30 Uhr aufgehen. Zwar sah es wegen dichter Wolken zunächst nicht nach einem besonderen Sonnenaufgang aus, doch dann riss der Himmel auf. Plötzlich lagen die Berge in einem goldenen Licht und die Felsen leuchteten. Aber schau selbst, das Bild spricht für sich, oder? Im Hintergrund siehst du den Buchstein und am Fuße die Tegernseer Hütte. Abstieg und Rückfahrt zur Arbeit Nachdem wir den Sonnenaufgang auf dem Roßstein gesehen hatten, machten wir uns gleich auf den Rückweg. Der Abstieg von der Tegernseer Hütte zum Parkplatz dauert etwa 1,5 Stunden und verläuft über denselben Weg wie der Aufstieg. In aller Ruhe stiegen wir durch den schattigen Wald hinab und erreichten gegen 7:30 Uhr wieder unser Auto. Von dort ging es zurück nach München, allerdings nicht ohne unseren traditionellen Cappuccino-Stopp. Für uns gehört ein kleines Frühstück einfach zu jeder Sonnenaufgangstour dazu. Dieses Mal hielten wir bei der Bäckerei-Konditiorei Kuhn in Weissach , die mit leckeren Backwaren und herzlichem Service den perfekten Abschluss unseres kleinen Abenteuers bot. Kurz nach 9 Uhr war ich wieder zu Hause, mit frischen Kaffee im Bauch, wunderschönen Erlebnissen und bereit, im Homeoffice in den Arbeitstag zu starten. Fazit: Warum du eine Nacht in den Bergen unbedingt mal erleben solltest Es hat sich noch nie nicht gelohnt ein kleines Abenteuer im Alltag zu unternehmen. Eine Übernachtung auf der Tegernseer Hütte, eingebettet zwischen Roßstein und Buchstein, ist viel mehr als nur eine Nacht im Matratzenlager. Es ist jedes Mal aufs Neue eine kleine Auszeit von Alltag, ein Perspektivwechsel und ein kleines Stück Freiheit zwischen zwei Arbeitstagen. Der Sonnenuntergang, die klare Bergluft, die einfache Umgebung, der Sonnenaufgang und der Cappuccino zum Abschluss schenkten uns Momente, die lange nachwirkten. Das Beste: Dafür brauchst du weder Urlaubstage noch eine weite Anreise, nur ein paar Stunden Zeit, ein bisschen Abenteuerlust und die Bereitschaft, deinen gewohnten Rhythmus für eine Nacht zu durchbrechen. Natürlich helfen flexible Arbeitszeiten, damit der Start am nächsten Tag entspannt bleibt. Aber es lohnt sich: Für mich sind das Erinnerungen, die länger nachhallen als so manches perfekt geplantes Wochenende. Und auch wenn du nicht in München oder den Bayerischen Voralpen wohnst: Kleine Abenteuer warten überall, du musst dich nur drauf einlassen. Dieser Beitrag soll lediglich zeigen, wie schön unsere Welt ist und das Abenteuer oft viel näher liegen, als wir denken. Und jetzt bin ich neugierig: Wo würdest du am liebsten mal für eine Nacht aus dem Alltag ausbrechen? Erzähle es mir gern in den Kommentaren.
- Dein Trailcamp in Naturns mit Teilnahme beim Alpenplus Ötzi Trailrun
Nachdem die Women Trail & Hike Days in Naturns in den letzten Jahren ein voller Erfolg waren, möchte ich dir nun ein weiteres Trailcamp in Südtirol vorstellen - dieses Mal offen für Frauen und Männer. Das idyllische Naturns im Vinschgau bietet perfekte Bedingungen für Trailrunning und Bergabenteuer. Ich selbst war begeistert von den bisherigen Trailtagen in Naturns und würde am liebsten jede Woche aufs Neue meine Zeit in dieser traumhaften Region verbringen. Im Frühjahr 2026 steht das nächste Highlight an: Das Trailrun Camp in Naturns rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun vom 09. bis 12. April 2026. Dieses viertägige Trailcamp in Südtirol richtet sich an alle, egal ob Anfänger/-in oder erfahrene Trailrunner. Wir genießen entspanntes Traillaufen in der wunderschönen Natur des Vinschgau mit aktiver Vorbereitung und Teilnahme beim 6. Alpenplus Ötzi Trailrun am 11. April 2026. Zur Auswahl stehen drei abwechslungsreiche Strecken: Vertical (Donnerstag) - 4,2 Kilometer und 760 Höhenmeter Sunny Mountain Trail (Samstag) - 30 Kilometer / 2.100 Höhenmeter Skyrace (Samstag) - 15 Kilometer / 1.150 Höhenmeter Just for Fun (Samstag) - 8 Kilometer / 400 Höhenmeter Ich habe bereits 2022 bis 2024 teilgenommen. Das Event begeistert mich jedes Mal aufs Neue, sodass ich auch 2026 wieder teilnehmen möchte und abermals den Ötzi Trail Run mit einem Trailcamp kombiniere. Das Motto: Trailrun meets Trailcamp in Naturns . Wenn du dir vorab einen Eindruck zum Ötzi Trail verschaffen möchtest, dann hüpfe schnell zum Blogbeitrag rüber, den ich verlinkt habe. Dein nächstes Abenteuer wartet, bist Du dabei? Neues entdecken, vielleicht wieder mal über die eigenen Grenzen gehen und dabei schöne, genussvolle Momente genießen? Vom Donnerstag, 09. April bis Sonntag, 12. April 2026 nehmen wir dich mit in den Thermalort Naturns bei Meran. Es erwartet dich ein unvergessliches Trailcamp - inklusive Teilnahme am Alpenplus Ötzi Trailrun. Das erwartet Dich: Gemeinsam die wilde Natur beim Trailrunning erkunden Deinen ersten Trail-Wettkampf 2026 erleben, der 6. Alpenplus Ötzi Trailrun Mit Gleichgesinnten aktiv sein und Neues entdecken Die ersten warmen Frühlingstage im Vinschgau genießen Komm mit auf... Komm mit auf eine Reise, die Bewegung, Naturerlebnisse und spannende Einblicke in den Berglaufsport verbindet, mitten im schönen Ort Naturns. Im Rahmen des Ötzi Trailrun am Sonnenberg erwarten dich unvergessliche Momente. Wenn du es liebst, gemeinsam mit anderen neue Abentuer zu erleben, Spaß zu haben und echte Begegnungen zu genießen, dann ist dieses Trailrunning Camp in Südtirol genau das Richtige für dich. Kurz gesagt: Melde dich an und sei dabei. Was erwartet dich beim Trailcamp rund um den Ötzi Trailrun? Donnerstag, 09. April 2026 - Anreise und erste Trailrunde Bis Mittag reist du nach Naturns an und beziehst dein Zimmer im Hotel. Am frühen Nachmittag starten wir mit einer ersten Trailtour oder Wanderung, dabei entdecken wir schon erste Markierungen für den Alpenplus Ötzi Trailrun. Je nach Leistungsniveau laufen oder wandern wir in verschiedenen Gruppen auf abwechslungsreichen Wegen. So kommt jede/r auf seine Kosten. Die Tour dauert ca. zwei Stunden und bietet den perfekten Einstieg ins Trailcamp in Südtirol. Wer möchte kann um 18 Uhr beim Vertical (erste Ausgabe) teilnehmen. (Bitte diese bei der Anmeldung zum Trailcamp bereits mitteilen, wenn Interesse dafür besteht). Am Abend lassen wir den Tag beim Abendessen im Hotel gemütlich ausklingen. Freitag, 10. April 2026 - aktiv sein und entspannen vor dem Wettkampf Der zweite Tag im Trailcamp startet aktiv: Mit Gymanstik, Stretching und Dehnen bereiten wir unsere Körper optimal auf das bevorstehende Wochenende vor. Danach genießen wir gemeinsam ein ausgiebiges Frühstück im Hotel. Anschließend erkunden wir bei einem lockeren Trailrun die Umgebung von Naturns. Da am nächsten Tag der Alpenplus Ötzi Trailrun ansteht, steht hier das Genießen der Natur und das aktive Vorbereiten im Vordergrund. (Option 1). Wer rund um den Raceday noch etwas mehr Community-Feeling erleben möchte, hat alternativ die Möglichkeit, am Community Run (später Nachmittag / früher Abend) teilzunehmen. Die Entscheidung kannst du spontan vor Ort treffen. Wir bieten auch eine Yoga-Einheit mit Physiotherapeutin & Yogalehrerin Maria Gögele um 14 Uhr noch an. Anschließend wird es gemütlich. Ausruhen vor dem Wettkampf und Energie tanken: Ob im Wellnessbereich, bei einer ruhigen Auszeit oder beim lockeren Austausch mit den anderen Teilnehmenden oder den Community Run, du entscheidest was dir guttut. Gemeinsam holen wir danach dann noch die Startunterlagen für den nächsten Tag ab, bevor wir den Tag mit dem Abendessen ausklingen lassen. Samstag, 11. April 2026 - Wettkampftag beim Alpenplus Ötzi Trailrun Heute ist es soweit: Der Ötzi Trailrun in Naturns - das Herzstück unseres Trailcamps in Südtirol, steht auf dem Programm. Nach einem frühen Frühstück im Hotel machen wir uns gemeinsam bereit für den Start. Ab 09:00 bzw. 10:00 Uhr geht es los - je nach gewählter Distanz. Sunny Mountain Trail (30 km / 2.100 HM) Skyrace (15 km / 1.150 HM) Just for Fun (8 km / 400 HM / Teilnahme ohne ärztliches Attest möglich) Im Ziel feiern wir unsere Erfolge in der benachbarten Festhalle oder draußen auf dem Marktplatz von Naturns. Für alle Teilnehmer-/innen gibt es ein Mittagessen (im Startpreis enthalten). Neben der Laufszene Südtirols werden auch einige bekannte Trailrun-Profis vor Ort sein, eine tolle Gelegenheit, die Community hautnah zu erleben. Am Nachmittag finden wir Zeit für Wellness oder Eis essen. Den erfolgreichen Wettkampftag runden wir ganz entspannt bei einem typischen "Pizza-Abend" in einer ausgewählten Pizzeria ab. Sonntag, 12. April 2026 - Abschlusstag in Naturns Auch am letzten Tag unseres Trailcamps starten wir wieder aktiv: Vor dem Frühstück sorgen Gymnastik und Mobilisierungsübungen für einen sportlichen Beginn. Danach bieten wir je nach Lust noch eine gemeinsame Laufrunde (Regenerationslauf entlang der Etsch) an oder gerne auch eine kleine Wanderung. Gegen Mittag heißt es dann Abschied nehmen, hoffentlich voller Glück, mit neuen Freundschaften und vielen Erlebnissen an unvergessliche Tage in Naturns am Sonnenberg. Mit dieser positiven Energie im Gepäck trittst du die Heimreise an. Ganz Wichtig Der Spaß steht im Vordergrund. Wir werden beim Trailcamp in zwei Leistungsgruppen unterwegs sein, eine etwas ambitioniertere und eine gemütliche Laufgruppe, auch für Anfänger geeignet. Wobei wir nach Möglichkeit auch versuchen werden, möglichst beieinander zu bleiben. Bitte teile bei Deiner Buchung besondere Wünsche mit: Bist Du bereits Trailrunner oder Anfänger? Gibt es Lebensmittelunverträglichkeiten? Wie reist Du an? Benötigst Du eine Abholung ab Meran? Bist Du an Fahrgemeinschaften interessiert? Für alle Fragen stehen wir Dir jederzeit zu Deiner Verfügung. Buchung bitte direkt per Email an Lea Schweitzer (Tourismusverband Naturns) senden: schweitzer@naturns.it Mail: cindy.haase@gmail.com oder telefonisch: +49 (0) 177-2161209 Deine Unterkunft in Naturns Unser Versteck: Das Hotel Belvedere****S Naturns Wir übernachten im 4 Sterne Hotel Belvedere in Naturns. Ankommen und deinen Aktiv-Urlaub genießen, so das Motto des Adults Only Hotel. In schönster Hanglage, nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt, heißt es, die Seele in der erholsamen Wellnesswelt mit In- und Outdoor Pool und der neuen Saunalandschaft baumeln lassen. Vom Sonnendeck aus hat man den schönsten Panoramablick über Naturns und die umliegende Bergwelt und es lässt sich perfekt Entspannen. Alle weiteren Informationen findest Du unter: https://www.belvedere-naturns.com/ Er werden 3 Übernachtungen im DZ oder EZ inkl. Verwöhnfrühstück, Nachmittagssnack und Abendessen gebucht. Du möchtest lieber ein Einzelzimmer, dann sei bitte schnell. Gegen einen Aufschlag stehen wenige Zimmer zur Verfügung. Gerne suchen wir einen Zimmernachbar. Deine Investition fürs Trailcamp in Naturns Die Teilnahme am Trailcamp in Naturns (Südtirol) beinhaltet ein Rundum-Paket aus Unterkunft, Verpflegung und Startplatz beim Alpenplus Ötzi Trailrun. Preis im Doppelzimmer, inkl. aller beschriebenen Leistungen 525,- € pro Person Preis im Doppelzimmer, inkl. Teilnahme am Vertical 550,- € pro Person Einzelzimmer-Zuschlag für 3 Nächte 75,- € Inklusive Startplatz für den Alpenplus Ötzi Trailrun, 3/4 Pension (Frühstück, Nachmittagsjause & Abendessen). Nicht inklusive: Getränke; Kurtaxe sowie An- und Abreisekosten. Verlängerung vor Ort individuell möglich (abhängig von Zimmerverfügbarkeit) Wie kommt man nach Naturns? Die Anreise nach Naturns ist unkompliziert und flexibel möglich. Mit dem Zug: Von München aus fährst du bequem mit dem Zug nach Meran. Von dort organisieren wir für mehrere Teilnehmer-/innen gerne einen Shuttlebus direkt ins Hotel. Mit dem Auto : Wenn du mit dem Auto anreisen möchtest, schauen wir gemeinsam gerne auch nach Fahrgemeinschaften. So bist du flexibel, reist bequem und trotzdem umweltfreundlicher. Deine Betreuung vor Ort - Wer sind wir? Wir, Cindy & Marcel, sind deine beiden Guides beim Trailcamp in Naturns. Gemeinsam nehmen wir dich mit in die traumhafte Natur des Vinschgau - aktiv, genussvoll und in guter gesellschaft. Freu dich auf erlebnisreiche Trailtage in der Gruppe. Marcel ist der Erfahrene im Team Marcel läuft seit 2006 leidenschaftlicher Läufer und absolviert jedes Jahr mehrere tausend Kilometer, in den Bergen und ebenso auf der Straße. Er hat an zahlreichen Berg-, Trail- und Straßenläufen in Europa, USA und auch in Südafrika teilgenommen. Laufen ist fester Bestandteil seines Lebens. Beim Trailcamp führt Marcel die Schnelleren an und ist Ansprechpartner für alle Fragen und Wünsche. Cindy ist der Power Part im Team Cindy bringt jede Menge Energie und Motivation ins Trailcamp. Als erfahrene Marathonläuferin ist sie nicht nur auf der Straße erfolgreich unterwegs, sondern lebt auch ihre Leidenschaft beim Trailrunning. Mutig stellt sie sich zudem regelmäßig neuen Herausforderungen, z. B. beim Eisbaden. Wenn du Motivation, wertvolle Trainingstipps oder einfach ein Extra an Power suchst, steht dir Cindy mit Rat und Tat zur Seite. Mehr über ihre Leidenschaft fürs Laufen, die Berge und das Trailrunning findest Du auch auf ihren Blog: https://runfurther.de Gemeinsam unterwegs Unser Ziel ist es, dich zu motivieren, Neues auszuprobieren, eigene Grenzen zu überwinden und dabei die gegenseitig Unterstützung in der Gruppe zu spüren. Im Trailcamp in Naturns gilt daher ganz klar das Motto: Spaß haben, Gemeinschaft zu erleben und trotzdem auch mal die Komfortzone verlassen. Wir freuen uns auf inspirierende Tage voller Erlebnisse und einzigartiger Momente in den Bergen rund um Naturns. Du hast Fragen? Dann melde dich jederzeit gerne unter cindy.haase@gmail.com . Fotocredit: Einige Bilder sind vom Tourismusverband Naturns zur Verfügung gestellt wurden.














