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Hannover als Sportstadt: Meine Eindrücke zwischen Maschsee, Sightseeing und Spitzensport

  • Autorenbild: Cindy Haase
    Cindy Haase
  • vor 6 Stunden
  • 6 Min. Lesezeit

Hinweis: Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Pressereise in Zusammenarbeit mit der Hannover Marketing und Tourismus GmbH. Meine persönlichen Eindrücke, Erfahrungen und Meinungen bleiben davon unberührt und spiegeln ausschließlich meine eigene Sicht wider.


Hannover stand für mich lange vor allem für Messehallen und Geschäftsreisen, bis ich die Stadt vor Kurzem von ihrer sportlichen Seite kennenlernen konnte.


Ich war vor dieser Reise tatsächlich erst ein einziges Mal in Hannover und das ist inzwischen auch mehr als zehn Jahre her. Damals war ich beruflich dort, habe allerdings außer Büro und dem direkten Umfeld der Stadt kaum etwas gesehen. Entsprechend neutral war auch mein Bild von Hannover.


Umso spannender war es, die Stadt jetzt im Rahmen einer Pressereise völlig neu zu entdecken. Denn je mehr ich von Hannover gesehen habe, desto klarer wurde: Sport ist hier nicht einfach nur ein Event oder ein Freizeitprogramm. Bewegung gehört ganz selbstverständlich zum Alltag und auch zum Stadtbild dazu. Zwischen Spitzensport, Vereinskultur, urbanen Sportprojekten und Natur entsteht eine Mischung, die überraschend vielfältig wirkt.


Hannover als Sportstadt: Meine Eindrücke zwischen Maschsee, Sightseeing und Spitzensport

Warum Hannover als Sportstadt immer wichtiger wird


Hannover positioniert sich seit Jahren gezielt als Sportstadt. Und nach den Tagen vor Ort wurde gut nachvollziehbar, warum große Veranstaltungen hier regelmäßig stattfinden.


Die Stadt liegt zentral in Deutschland, ist hervorragend erreichbar (ab München in 4,5 Stunden mit dem ICE) und verfügt über eine Infrastruktur, die für Großveranstaltungen ideal ist. Viele Sportstätten liegen nah beieinander, wodurch kurze Wege entstehen und sich die Stadt trotz ihrer Größe angenehm übersichtlich fühlt. Auch der öffentliche Nahverkehr mit der ÜSTRA sorgt dafür, dass man sich schnell und unkompliziert zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten bewegen kann.


Ein sehr greifbarer Teil dieser Sportinfrastruktur war die Stadionführung durch die Heinz von Heiden Arena, die Heimspielstätte von Hannover 96. Dort wird deutlich, wie eng Profisport, Organisation und Stadtimage miteinander verbunden sind und wie viel infrastrukturell hinter einem einzigen Spieltag steckt. Einen ganz anderen Eindruck bekam ich später beim Bundesliga-Handballspiel der TSV Hannover-Burgdorf in der ZAG Arena. Die Atmosphäre in der Halle war laut, emotional und gleichzeitig viel näher dran, als man es aus TV-Übertragungen kennt.


Stadionführung durch die Heinz von Heiden Arena, die Heimspielstätte von Hannover 96

Sport ist in Hannover auch im Alltag sichtbar. Viele Läuferinnen und Läufern kennen die Stadt durch den ADAC Marathon Hannover, der mit über 33.000 Teilnehmenden zu den größten Laufevents Deutschlands zählt.


Ein Blick auf die kommenden Jahre zeigt, wie stark sich Hannover als Sportstandort weiterentwickelt. Die Stadt wird unter anderem Austragungsort der Handball-Weltmeisterschaft der Männer 2027 sowie Spielort der Frauenfußball-Europameisterschaft 2028 sein. Auch die Finals spielen dabei eine zentrale Rolle. Dieses Multisportevent wurde erstmals 2019 ausgetragen und bringt innerhalb von vier Tagen zahlreiche Deutsche Meisterschaften verschiedener Sportarten in eine Stadt. Für die Ausgabe in Hannover (23. bis 26. Juli 2026) werden rund 4.000 Athletinnen und Athleten erwartet.


Der Maschsee - Hannovers sportliches Wohnzimmer


Wenn man über Sport in Hannover spricht, führt kaum ein Weg am Maschsee vorbei. Der rund sechs Kilometer lange Rundweg ist einer der beliebtesten Laufspots der Stadt. Egal zu welcher Tageszeit, der See ist belebt. Läufer/Innen, Spaziergänger, Radfahrende und Menschen, die einfach aktiv sind, teilen sich diesen Raum. Gleichzeitig spielt auch der Wassersport auf dem Maschsee eine wichtige Rolle, etwa Rudern oder Segeln. 


Der Maschsee - Hannovers sportliches Wohnzimmer

Der Maschsee wirkt dabei weniger wie ein klassischer "Sportort", sondern eher wie ein sozialer Treffpunkt für Bewegung. Ich hatte mein Hotel, das Courtyard, direkt am See und konnte dadurch die Atmosphäre zu unterschiedlichen Tageszeiten erleben. Besonders morgens war die Stimmung ruhig und angenehm. In meinen vier Tagen vor Ort bin ich selbst vier Mal gelaufen und habe insgesamt fünf Runden um den See gedreht.

Für Läuferinnen und Läufer ist die Strecke ideal, da sie flach verläuft, größtenteils gut beleuchtet ist, sich intuitiv laufen lässt und sowohl für lockere Einheiten als auch für Tempoläufe sehr gut geeignet ist.


Sportliches Hannover, der Maschsee ist für Läuferinnen und Läufer eine ideal Strecke, da sie flach verläuft, gut beleuchtet ist, sich intuitiv laufen lässt

Zwischen Tradition und Moderne: Hannovers Sportvereine


Ein besonders spannender Programmpunkt war der Besuch beim Turn-Klubb zu Hannover. Der Verein zählt rund 10.000 Mitglieder und ist damit der größte Sportverein der Stadt. Gegründet wurde er bereits 1858 und verbindet bis heute Breiten- und Leistungssport.


Sportliches Hannover: der Besuch beim Turn-Klubb zu Hannover

Vor Ort wurde schnell deutlich, welche Rolle Vereine weiterhin im Sport spielen, nicht nur als Trainingsorte, sondern auch als soziale Struktur, für Jugendarbeit und sportliche Entwicklung. Besonders informativ war auch der Austausch mit Henning Harnisch, dem ehemaligen Basketball-Nationalspieler und langjährigen Vizepräsidenten von Alba Berlin, der vor Ort war und Einblicke in seine Arbeit gab. Dieser Einblick war deutlich greifbarer als jede klassische Präsentation, weil man die Dynamik des Vereinsleben unmittelbar erlebt hat. Gleichzeitig wurde der Unterschied zwischen Freizeit- und Leistungssport sehr deutlich.


Surfen mitten in der Stadt? Die Leinewelle


Ein Ort, den ich in Hannover nicht erwartet hätte, war die Leinewelle. Mitten in der Innenstadt befindet sich eine künstliche Flusswelle, auf der ganzjährig gesurft werden kann. Bis zu dieser Reise dachte ich ehrlich gesagt, dass solche Surfspots vor allem von der Eisbachwelle in München bekannt sind. Die Idee existierte wohl bereits viele Jahre früher, eröffnet wurde die Welle schließlich 2023, finanziert unter anderem durch Sponsoren und mit viel Engagement aus der Community. Hinter der Leinewelle steckt jedoch mehr als nur eine Attraktion: Rund 550 Mitglieder engagieren sich im Verein, zusätzlich spielt auch Jugendarbeit eine wichtige Rolle. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich neben den klassischen Sportarten auch moderne, urbane Bewegungsformen etablieren.


Die Leinewelle in Hannover, eine künstliche Flusswelle, auf der ganzjährig gesurft wird

Hinter den Kulissen des Spitzensports


Mit dem Besuch des Olympiastützpunkt Niedersachsen wechselte die Perspektive vom urbanen Sport hin zum professionellen Leistungssport. Dort werden rund 300 Athletinnen und Athleten aus zwölf Kernsportarten betreut, darunter beispielsweise Leichtathletik, Rudern oder Judo. Ziel ist es, optimale Rahmenbedingungen für den Spitzensport zu schaffen. Es war beeindruckend, selbst über den Campus zu laufen und die Trainingsstätten nicht nur aus den Medien oder Wettkämpfen zu kennen, sondern direkt vor Ort zu erleben. Dadurch entstand ein viel realistischeres Bild davon, wie komplex und professionell die Abläufe im Leistungssport heute sind.


Hinter den Kulissen des Spitzensports, Lauf mit Fabienne Königstein und dem Laufteam Niedersachsen

Es wurde auch deutlich, dass Leistung nicht nur aus Training besteht, sondern ebenso aus sportwissenschaftlicher Betreuung, Regeneration, medizinischer Unterstützung und strukturierten Trainingsbedingungen.


Sportliche Gespräche mit Amanal Petros in Hannover

Außerdem hatte ich die Möglichkeit, mit "Profis" wie Amanal Petros oder Fabienne Königstein ins Gespräch zu kommen. Gerade als Läuferin waren diese Einblicke in ihre Trainingswelt und den Alltag besonders inspirierend.


Kaffee und Sport mehr als nur Genuss


Dass Kaffee im Sport eine größere Rolle spielt, wurde auch wieder deutlich. Gemeinsam mit Amanal Petros besuchten wir die Hannoversche Kaffeemanufaktur und erhielten spannende Einblicke in die Wirkung von Koffein im Training und Wettkampf. Amanal ist selbst begeisterter Kaffeetrinker und nutzt die positiven Effekte von Kaffee gezielt im sportlichen Alltag. Dabei ging es unter anderem um Konzentration, Aufmerksamkeit, Schmerzempfinden und Ausdauerleistung, Faktoren, die im Ausdauersport unterstützen.


Hannoversche Kaffeemanufaktur, Vortrag über positiven Effekte von Kaffee gezielt im sportlichen Alltag.

Mehr zum Thema Kaffee und Sport sowie detaillierte Hintergründe zur Wirkung findest du außerdem in meinem separaten Blogbeitrag in Zusammenarbeit mit der Murnauer Kaffeerösterei.


Natur und Bewegung rund um Hannover


Was viele unterschätzen, Hannover ist überraschend grün. Die Eilenriede ist der größte Stadtwald Europas und bietet unzählige Wege zum Laufen, Radfahren oder Spazierengehen. Trotz der Größe wirkt die Stadt dadurch an vielen Stellen ruhig und aktiv. Direkt vor den Toren der Stadt liegt zudem der Deister, ein Mittelgebirge, das besonders für Trailrunning und Outdoor-Sport interessant ist.


Hannover ist sportlich,  Eilenriede ist der größte Stadtwald Europas und bietet unzählige Wege zum Laufen, Radfahren oder Spazierengehen.

Die Nähe zwischen urbanem Stadtleben und schnell erreichbarer Natur macht Hannover aus sportlicher Sicht besonders attraktiv.


Die Finals 2026 und warum Hannover perfekt dafür ist


Nach den Tagen vor Ort wurde gut nachvollziehbar, warum Hannover als Austragungsort für die "Finals 2026" gewählt wurde. Die Stadt bietet kompakte Sportstätten, kurze Wege und eine sehr gut funktionierende Infrastruktur. Gleichzeitig wirkt sie erfahren im Umgang mit großen Sportveranstaltungen, ohne dabei überladen zu sein.


Die "Finals" sind ein bewusst urban konzipiertes Multisportformat, dass Sport in den Stadtraum integriert. Seit 2019 werden hier an vier Tagen zahlreiche Deutsche Meisterschaften gebündelt.


Für die Ausgabe in Hannover (vom 23. bis 26. Juli 2026) werden rund 4.000 Athletinnen und Athleten erwartet, die in 24 Sportarten um 143 Deutsche Meistertitel kämpfen. Besonders interessant ist, dass sich das Event über die ganze Stadt verteilt. Geplant sind unter anderem Hochsprung direkt vor der Oper, 3x3 Basketball am Neuen Rathaus sowie Rudern und Kanu auf dem Maschsee. Dadurch werden die Wettkämpfe an vielen markanten Orten gleichzeitig sichtbar und erlebbar. Ergänzt wird das Ganze durch eine außergewöhnlich starke mediale Präsenz mit rund 200 Stunden Liveübertragung durch ARD und ZDF. Weitere Informationen zu den Finals 2026 findet ihr im Link. 


Fazit: Hannover hat mich sportlich überrascht


Vor dieser Reise hätte ich Hannover ehrlich gesagt nicht automatisch als eine der spannendsten Sportstädte Deutschlands gesehen. Zu sehr war die Stadt für mich mit Messe, Arbeit und einem eher funktionalen Bild verbunden. Dieser Eindruck hat sich verändert. Besonders aufgefallen ist mir, wie selbstverständlich Sport in ganz unterschiedlichen Formen im Stadtbild auftaucht, ohne große Inszenierung. Ob beim Laufen rund um den Maschsee, beim Blick in die Vereinskultur des TKH, in urbanen Projekten wie der Leinewelle oder im direkten Kontakt mit Spitzensport im Olympiastützpunkt: Sport gehört einfach zu Hannover.


Fazit: Hannover hat mich sportlich überrascht, die Finals 2026 können kommen.

Nach dieser Reise bin ich gespannt: Welche Sportstadt hat euch persönlich schon einmal überrascht?

1 Kommentar


Marcel Pandel
vor einer Stunde

Wow, danke für den Bericht. Ich glaube zu den Finals 2026 im Sommer dieses Jahr möchte ich auch unbedingt!

Und der ADAC Marathon ist eh Wunschliste!


Grüsse, Marcel

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