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- Trailrunning Heimgarten und Herzogstand
Trailrunning, da wo die Touristen sind Der Heimgarten und der Herzogstand waren die ersten Gipfel, welche ich nach meinem Umzug nach München 2014 erklommen hatte. Die zwei Gipfel gehören zu den sogenannten Münchner Hausbergen und bieten ein einzigartiges Panorama. Die Wegführung ist alles andere als langweilig. Bisher hatte ich allerdings diese Berge für das Transalpinerun Training gemieden, da aufgrund deren Bekanntheit und der Seilbahn doch sehr viele Touristen unterwegs sind und man als Läufer ziemlich ausgebremst wird. Allerdings letztes Wochenende (es sei erwähnt, es war das erste Ferienwochenende in Bayern) wollten wir das, durch einen Grat verbundene Gipfelpaar, doch mal wieder in Angriff nehmen. Wer einigermaßen gut durch kommen möchte, sollte folgende Alternativroute ausprobieren. Startpunkt: ab München A95 Richtung Garmisch, Ausfahrt Murnau in Ohlstadt. Am besten ins Navi Ohlstadt, Heimgartenstrasse eingeben. Dort befindet sich ein Wanderparkplatz, von wo der Trail- bzw Wanderweg direkt zum Heimgarten startet. Heimgarten Von Ohlstadt aus starten viel weniger Wanderer als von der Normalroute ab Walchensee. Wir starteten früh um 7:30 Uhr in München und ab Ohlstadt ging es etwa 8:30 Uhr los. Der Einstieg ist herrlich. Leicht ansteigend geht es vorbei an einem Gebirgsbach mit kleinen Wasserfällen. Hier kann man nach der Tour noch verweilen und entweder seine Füsse kühlen oder gleich komplett baden. Von einem Steg etwas weiter oben geht ein etwas steilerer Weg durch ein Waldgebiet weiter Richtung Heimgarten. Wir folgen dem Wegweiser 441 und kommen nach dem Waldabschnitt an der Bärenfleckhütte vorbei. Daraufhin schlängelt sich ein grasiger Hang bergauf weiter dem Gipfel entgegen und ist dank wunderschöner Aussicht über das Loisachtal kurzweilig. Oben angekommen sieht man schon aus der Ferne das Gipfelkreuz und die Heimgarten-Hütte. Bereits hier ist eine gigantische Bergwelt zu bewundern und der Aufstieg hat sich gelohnt. Wer so zeitig startet wie wir, kann mit etwas Glück die Ruhe genießen, denn die Wanderflut vom Herzogstand ist noch weit. Vom Gipfel aus kann man den Kochelsee und den Walchensee sehen. Auch der Gratweg zum Herzogstand zeigt sich schön eingebettet. Herzogstand Da uns der Aufstieg zum Heimgarten nicht genug war und die Verbindung zum Herzogstand noch staufrei, ließen wir es uns nicht nehmen, einmal kurz rüber zu laufen. Der Gratweg beginnt links vom Gipfel erst mal steil und Trittsicherheit ist gefragt. Rennen sollte man da nicht gleich, aber es gibt einige schöne schnelle Passagen. Aufpassen sollte man dennoch, da man an Steinen und Wurzeln immer wieder mal hängen bleiben kann. Unterwegs sind auch immer wieder kleine Kletterstellen mit Drahtseilen, welche Obacht und Abwechslung erfordern. Am Herzogstand angekommen ist allerdings die Ruhe vorbei, eine Flut von Wanderern und Touristen verweilen rund um den „Pavillon“. Die Aussicht auch hier ist wie gemalt und lädt zum Träumen ein, aber uns ist es zuviel Trubel und wir treten recht schnell den Rückweg über den Kamm an. Rückweg zum Parkplatz Ohlstadt Wir gehen jedoch nicht den kompletten Pfad zurück, sondern zweigen auf der Mitte Richtung Kaseralm ab (Wegweiser Schlehdorf). Dieser etwas steile Abstieg, der rechts abzweigt ist leicht zu verpassen. Deshalb menschenleer und reizvoll. Im Rücken begleitet uns die felsige Wand von Heimgarten und Herzogstand. An der Kaseralm kann man mit Kühen kuscheln oder noch schnell Wasser nachfüllen. Gleich nach der Alm biegt man links auf einen mit Holzstücken verlegten Weg ab und läuft durch eine schattige Moorlandschaft (Achtung: bei Nässe sind die Holzstücke verdammt glatt). Dennoch es gibt immer wieder Abschnitte, wo man es laufen lassen kann. Schließlich kommen wir zurück auf den anfänglichen Weg und damit nach Ohlstadt zum Ausgangspunkt. Zeitliche Planung ohne Pausen (Trailrunning): Aufstieg Heimgarten 1:30 Std / komplette Tour 3:30 Std. ab Ohlstadt – Heimgarten – Herzogstand – Kaseralm – Ohlstadt – insgesamt ca 17 km. Hinweis: Trailrunning Pace, Wanderer benötigen mehr Zeit.
- ING Night Marathon Luxembourg
Luxembourg für ein Marathon-Wochenende Verrückt nach nur vier Wochen nach dem ersten Ultra laufe ich meinen zweiten Marathon . Geplant war es ganz und gar nicht, zwei lange Wettkämpfe so nah aufeinander, aber manchmal kommt es anders als man denkt. Der Luxembourg Marathon war das erste Laufevent , für welches ich mich bereits 2015 anmeldet hatte. Das konnte ich nicht vorher ahnen und deswegen war auch kein Bestzeiten Marathon geplant. Der Plan war somit den Luxembourg Marathon zu genießen. Dieses Mal in Begleitung meines Freundes reisen wir am Freitag an und schlendern am Nachmittag durch die histrorische Altstadt. Der Flair der Stadt ist cool und macht mir Lust auf den bevorstehenden Marathon. Was sofort auffällt sind die unterschiedlichen Höhen, auf welchen Luxembourg erbaut wurde. Das erklärt warum man bei diesem Stadtmarathon ca. 500 HM überwinden muss. Sambaklänge und tanzende Gruppen stimmen bereits am Vorabend auf das Laufereignis ein. Stadtmarathon mit Höhenmetern Vorab ist mir schon bekannt, dass dieser Stadtmarathon anspruchsvoll werden würde und nicht für Bestzeiten geeignet ist. Anders als bei anderen Lauf-Veranstaltungen startet man beim Luxembourg Marathon erst abends, der Startschuss ertönt um 19 Uhr. Insgesamt waren ca 14.000 Läufer und Läuferinnen zum 11. Marathon in Luxembourg gemeldet, davon ca 1.800, welche mit mir die Marathondistanz laufen. Der Rest teilt sich auf Halbmarathon und Team Run (Staffel) auf. Die Abholung der Startunterlagen erfolgt entgegen der zu erwartenden Läuferanzahl am Samstag Mittag ohne Wartezeit. Den Nachmittag nutze ich zur Essensaufnahme und Besorgung letzter Souvenirs. Gegen 18 Uhr treffe ich dann auf dem Messegelände wieder ein, um eine Stunde später die Startlinie des Luxembourg Marathon zu überqueren. Der Start Wir starten alle langsam. Wir kommen sozusagen nur im Trippelschritt voran (die hinteren Startblöcke wohlgemerkt). Die Einteilung in Startblöcke reicht von A (schnell) bis G (langsam). An den Zugängen wird genauestens geprüft, ob man sich in den richtigen Startblock einreiht. Nach geschlagenen 11 Minuten erreiche ich von Block E die Startlinie und darf endlich durchstarten. Die Laufstrecke führt uns von der Luxexpo (Messeglände) zuerst durch das modernkühle Bankenviertel am Kirchberg, bevor es über die Großherzogin-Charlotte-Brücke Richtung Stadtkern und prächtigen Wohngebieten geht. Und hier geht so richtig die Party ab. Die ersten 14 Kilometer der Strecke laufen alle Läufer gemeinsam, bevor es zur Trennung von Halbmarathon und Marathon kommt . Die Stimmung ist großartig. Mehrere Samba- und Tanzgruppen heizen zusätzlich ein und man läuft, getragen von der Partystimmung flott Kilometer um Kilometer. Nachdem die Halbmarathonläufer Richtung Ziel zurück laufen, wird es auf der Marathonstrecke ruhiger. Ich persönlich begrüße das. An einigen Stellen ist es auf dem ersten Teil der Laufstrecke für die Menschenmenge doch ziemlich eng. Vor allem an den Verpflegungsstellen stauen sich die Läufer und freies durchkommen ist kaum möglich. Die Halbmarathonmarke passiere ich knapp unter zwei Stunden. Es läuft gut, so richtig gut, aber ich will ja keine Bestzeit laufen. Halbmarathondistanz ist schnell geschafft Angespornt von der Zwischenzeit und weil ich richtig gut Puste habe, laufe ich weiterhin flott. Die Passagen sind anspruchsvoll, kreuz und quer durch die Stadt. Belastend bzw. erschwerend empfinde ich die ständigen Abbiegungen und immer wieder leichten Anhöhen. Ich laufe gleichbleibend im Tempo, immer im Blick einen Läufer mit einem Zermatt Marathon Shirt, mein heimlicher Pacemaker. Mittlerweile haben wir km 28 passiert, meine Beine werden schwerer. Schmerzen machen sich bemerkbar. Kurz vor km 30 geht es ziemlich steil abwärts ins Péitruss-Tal. Im LEO Light Village sorgen Hunderte von Fackeln und Lampions für eine sagenhafte Atmosphäre. Wir laufen in einem Lichtermeer und feiernde Zuschauer mittendrin. Das ist übrigens der schönste Teil des Luxembourg Marathon. Hier gibt es viel zu bestaunen, meine Schmerzen vergesse ich kurz. Weiter geht es, die Zuschauer rufen " Allez Allez ". Viele Kinder stehen an der Straßenseite und klatschen ab. Die Unterstützung der Zuschauer ist überragend. Doch dann kommt mein knallharter Einbruch, bei km 37. Zu dem Moment laufe ich auf sub 4 Kurs und bin auf persönlichem Bestzeit-Kurs. Die Strecke führt bereits zurück Richtung Kirchberg-Plateau und wir befinden uns auf Zielgerade. Ich drossel mein Tempo rapide. Die Schmerzen in meinen Beinen und unterem Rückenbereich nehmen immer mehr zu. Meine Haltung und der Bewegungsablauf sind unrund. Ich lasse die letzten Getränkestationen aus, da erneutes Anlaufen zu sehr schmerzt. Kilometer 40 Kurz vor km 40, ich verfalle immer wieder in den Gehmodus. Versuche zwar immer wieder anzulaufen, teilweise ist nur noch gehen möglich. Mittlerweile ist es dunkel. Auf diesen Teil der Strecke befinden sich kaum Zuschauer, das drückt auf die Stimmung. Ich quäle mich Richtung Luxexpo. Der Zieleinlauf ist aber ein ganz besonderer. Unglaublich lichtintensiv und eine laute Menschenmenge erwartet uns in der Messehalle. Das ist definitiv wert 42,195 km zu laufen. Erleichtert nehme ich meine Medaille entgegen. Herr Marathon Zermatt überquert übrigens kurz nach mir die Ziellinie. Wir gratulieren uns zum Finish. Mein heimliches Zugpferd auf vielen Kilometern, dankeschön. Mein persönliches Ergebnis Schlußendlich habe ich auf den letzten 5 km knapp 9 Minuten verloren. Das ist richtig enttäuschend. Marathon laufen tut weh und dieser hat mir besonders weh getan. Mit dem Vohaben ohne Zielzeit meinen zweiten Marathon zu finishen, zwischendurch dem Gefühl eines Runners High, da könnte ich doch Bestzeit rauskitzeln und der anschließenden Enttäuschung, dass es doch nicht klappte. Im Ziel kann ich aber wieder lachen und freue mich auf eine neue Medaille. Der Marathon und seine Gesetze, da gibt es leider sehr viele Unbekannte.Mit dem Ergebnis kann ich allerdings gut leben: Ich wurde 6. von 23 Teilnehmerinnen in meiner Altersklasse. Da habe ich mir ein paar Macarons doch redlich verdient, oder? Fazit zum Luxemburg Marathon Der Ing Night Marathon Luxembourg ist ein toller und abwechslungsreicher Abendlauf mit einigen Höhenmetern. Der Lauf bei Tageslicht über Dämmerung bis hinein in die Dunkelheit, hat seine eigene besondere Note und man muss es mal erlebt haben. Die Stimmung und Unterstützung der Zuschauer ist einzigartig und die Organisation hervorragend. Allerdings verlieren Läufer/-innen aus den hinteren Startbereichen auf dem ersten Teil der Marathonstrecke enorm Zeit. Durch die engen Passagen am Anfang ist überholen schwierig. Verpflegungsstellen gibt es genügend. Etwa alle 2,5-3 km kann man sich mit Wasser, Isogetränken, Cola, Banane , Orange und Riegel stärken. Die Liebe zum Detail bei Kilometer 30 im Péitruss-Tal empfand ich spektakulär. Der Zieleinlauf in der Messehalle ist super. Einzig die Shuttleverbindung zu später Stunde von der Messe zu meinem Hotel, welches außerhalb von Zentrum liegt, ist schlecht bis gar nicht vorhanden. Ich lasse mich abholen, alternativ kann man aber auch ein Taxi bekommen.Deswegen empfehle ich besser ein e Unterkunft in der Innenstadt zu buchen. Die Reise von München nach Luxembourg hat sich für mich gelohnt und ich kann diesen Marathon von Herzen weiter empfehlen. Und das sagen andere Teilnehmer/-innen zum Luxembourg Marathon "Allez,Allez!" - "Courage!" - "Tip Top!"...Orga und Volksfeststimmung vom ersten bis zum letzten Laufmeter vom Allerfeinsten! Vielen Dank an die Luxemburger für diese tolle Lauferfahrung! Nächstes Jahr definitiv wieder! Laufend on Tour / Kossmann Laufbotschafter Wer sich für den ING Night Marathon Luxembourg anmeldet, muss sich über eines im Klaren sein: Bergtraining sollte zur Vorbereitung dazu gehören! Die Strecke ist sehr verwinkelt, es geht fast immer leicht auf und ab, aber trotzdem ist die Stimmung hervorragend an und auf der Strecke. Die Stadt bietet ein herrliches Umfeld und die Organisation ist ein Traum. Kurz gesagt: ein Muss für jeden Läufer, der einen besonderen Stadtmarathon laufen möchte. Markus Dawo / Personal Trainer Der ING Night Luxembourg begeistert durch viele anfeuernde Zuschauer an der Laufstrecke. Ganz viel Gänsehaut erlebt man auf der 2. Marathonhälfte, wenn man im Dunkeln durch die engen Gassen der Altstadt angefeuert wird. Luxembourg ist ein anspruchsvoller Marathon, da man durch das wellige Profil selten flache Laufpasssagen vorfindet. ING Night Luxembourg zählt für mich zu den schönsten Marathons, die ich bisher gelaufen bin Armin Siebert / Mehrfacher Marathon- und Ultraläufer Übrigens gab es an diesem Tag mehrere Streckenrekorde, für einen davon sorgte Lisa Hahner, welche in 77:04 Minuten als Erste den Halbmarathon der Frauen gewinnt. Und wer ist nächstes Jahr am Start des Luxembourg Marathon? Fotocredit: Norbert Wilhelmy (teilweise)
- Der Paris Halbmarathon - Bestzeit in der Stadt der Liebe
Dieser Blogbeitrag zum Paris Halbmarathon ist in freundlicher Kooperation mit Fitbit entstanden. Flug, Startplatz und Übernachtung wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Fitbit Semi de Paris Halbmarathon Relativ kurzfristig und spontan erhielt ich die Einladung zum Paris Halbmarathon von Fitbit. Wer läuft nicht schon mal gerne durch die Stadt der Liebe? Mit seinem Charme zieht Paris unglaubliche 40.000 Läufer und Läuferinnen jedes Jahr an, größer als jeder Halbmarathon, den ich bisher gelaufen bin. Zusätzlich sollte ich die neue Fitbit Ionic Adidas Edition testen. Ich hatte leider nur wenig Zeit in ein adäquates Halbmarathon-Training gesteckt. Man findet mich derzeit eher auf den Kurzdistanzen zwischen 8 und 15 Kilometer wieder, aber dafür auch längeren Intervalleinheiten zwischen 750-1000 Meter. Momentan ist mir wichtig meine bestehende Bestzeit auf der 10 Kilometer Distanz zu unterbieten, was mir leider beim Silvesterlauf missglückt war. Abflug München zum Paris Halbmarathon Es war klar, es würde kein Wochenende mit viel Schlaf werden. Mein Flug sollte am Samstag um 9:40 Uhr abheben, was natürlich bedeutete auch früher aufzustehen als unter der Woche. Ich landete kurz nach 11:30 Uhr in Paris und traf bereits am Flughafen auf bekannte Gesichter Daniel und Cate, die auch wie ich, im Fitbit Team mitliefen. Wir fuhren direkt vom Flughafen zur Messe mit Zwischenstopp im Hotel, um die Sachen abzulegen. Messe – Expo – Fitbit Semi de Paris Die Startunterlagenausgabe befand sich auf dem Gelände des Parc Floral du Bois de Vincennes und war leicht mit der Metro zu erreichen. Dort erst wurde mir bewusst, wie groß dieser Lauf ist. Alle Namen der Teilnehmer wurden auf einem meterlangen Plakat genannt bzw. abgedruckt. Meinen Namen fand ich leider nicht, wahrscheinlich aufgrund der doch recht kurzfristigen Anmeldung. Dennoch die Messe war perfekt organisiert, innerhalb von Minuten hatte ich das Medical Certificate abgegeben (welches mich im Vorhinein einige Nerven gekostet hatte) und Startunterlagen ausgehändigt bekommen. Übrigens wer dieses Medical Certificate nicht dabei hat, wird ohne Wenn und Aber vom Wettkampf ausgeschlossen. Das Wichtigste für diesen Tag war von meiner Seite erledigt. Am Nachmittag trafen wir dann noch die anderen Teammitglieder, welche aus vielen europäischen Ländern anreisten und genossen ein paar nette Stunden. Der Eiffelturm ein Muss Am späten Nachmittag trafen wir im Hotel ein. Wir wollten eigentlich noch ein bisschen Sightseeing machen, hatten aber kaum Zeit bis zum Abendessen. Somit entschieden wir spontan mit der Metro an den Eiffelturm zu fahren, um dort ein paar nette Laufbilder zu schiessen. Ein bisschen risikobereit machten wir die dann direkt auf der Hauptstraße unter dem Gehupe der Autofahrer. Das Wetter zeigte sich nochmals von seiner schönsten Seite und so beschlossen wir nun doch die etwa sieben Kilometer ins Hotel zurückzulaufen. Ein lockerer Shake-Out Run geht doch immer. Fürs Abendessen würden wir allerdings zu spät sein. Da in Frankreich viel Zeit ins Essen investiert wird, war unsere Verspätung kaum aufgefallen und wir bekamen natürlich noch was. Relativ früh ging es dann schlafen bzw. eigentlich hatte ich schon wieder viel zu lange in der Social Media Welt verbracht und somit erst spät in den Schlaf gefunden. Der Wettkampftag des Fitbit Semi de Paris Hallo Welt: Um 6 Uhr klingelte mich tatsächlich mein Handy aus dem Schlaf. Wie schon vorher gewusst, es würde kein schlafreiches Wochenende werden. Ziemlich verschlafen suchte ich meine sieben Sachen zusammen, machte mich für das Rennen fertig und frühstückte schnell noch was. Mit dem Bus ging es zum Wettkampfgelände. Der Blick in den Himmel versprach perfekte Wettergegebenheiten, es war ziemlich kalt bei einstelligen Plusgraden und Regen war vorhergesagt. Eigentlich genau mein Wetter, um Bestzeiten zu laufen. Startlinie des Paris Halbmarathon Um 9:10 Uhr ging es für mich an die Startlinie. Überraschend wie gut der Veranstalter diese Massen an den Start brachte. Mehrere Startwellen sorgten dafür, dass der Pulk entzerrt wurde und ich mir zu keiner Zeit irgendwo in die Enge getrieben fühlte. Ich lief los und hatte von Anfang an ein schönes flottes Tempo in den Beinen, vornehmlich wegen der Kälte wohl. Denn es war schon ziemlich kalt. Eigentlich wollte ich einen guten Halbmarathon hinlegen, mein Wunsch war um die 1 Std. 50 zu finishen. Den vierten Kilometer lief ich in einer 4:40 Minuten Pace, was somit auch mein schnellster Kilometer überhaupt war. Bis Kilometer 10 war ich durchweg spitzenmäßig unterwegs, ohne dass ich langsamer laufen wollte. Paris hatte aber entgegen aller Informationen einige fiese Anstiege drin, die ziemlich Kraft kosteten. Immer wieder überprüfte ich nach jedem Kilometer die Zeit und lief durchweg und konstant ca. 5 Min / km. Bei Kilometer 13 / 14 erlebte ich dann doch den vorhersehbaren Einbruch. Glücklicherweise erholte ich mich auch schnell wieder davon. Einige Musikbands an der Straße machten richtig Stimmung und unterwegs wurde ich sogar von Christine (chrisbe3112) erkannt und angesprochen, was natürlich zusätzlich motivierte. Dann wurde der Kilometer 17 nochmals anstrengend, aber eine Handvoll Studentenfutter retteten mich auch aus diesem Loch. Zu diesem Moment wusste ich auch, dass ich Bestzeit laufen würde, wenn ich das Tempo weiterhin halten konnte. Nach jedem Kilometer blickte ich auf die Uhr. Allerdings setzte ich mich gleich auch wieder unter Druck. Ich begann zu kämpfen. Nachdem ich Bestzeiten selten schaffe, wenn ich es mir vornehme, dann halt ungeplant. Ich wollte genau jetzt schneller laufen als je zuvor. Die letzten vier Kilometer fühlten sich übrigens wie acht an. Mein Puls lief auf Maximum und ich lief mit Tunnelblick Richtung Ziel. Bestzeit olé - danke Paris So richtig realisiert hatte ich das Ziel nicht mehr, als erstes ging mein Blick auf die Zeit, ich wollte wissen wie schnell ich war und vor allem auch die Uhr sofort stoppen. Ich war schon etwas stolz als ich 01:46:28 Stunden erblickte. Eine Zeit, die ich für mich nicht als möglich gehalten hatte, aber es mir mal wieder bewusst wurde, ohne Druck läuft es sich einfach besser. Danke Paris ! Der Open-Window-Effekt Jetzt kommen wir mal schnell noch zu einem Punkt, den man besser nach einem solch harten Rennen beachten sollte. Denn mich hat es gleich am Montag nach dem Halbmarathon in Paris niedergestreckt. Mit leichten Husten und ein bisschen Kälteempfinden angefangen, fühlte ich mich relativ schnell schlapp und es ging nichts mehr. Ich hatte mir einen Virus eingefangen. So schnell kann ein Erfolg dann auch ins Unglücklichsein umschlagen. Direkt nach dem Zieleinlauf beginnt die Regeneration und das bedeutet als Erstes in warme Kleidung zu wechseln und dann die leeren Speicher wieder auffüllen. Das hatte ich leider nicht sofort gemacht, ungeschützt in der Kälte gestanden und somit Krankheitserregern freien Zugang gegeben. Meine Bestzeit hatte ich mir leider im Nachhinein gesehen hart erkämpfen müssen. Kranksein ist blöd. Die Fitbit Ionic Wie bereits erwähnt sollte ich vor Ort die Fitbit Ionic (Adidas Edition) testen. Mir selbst war Fitbit bisher nur als ein Hersteller für die schmalen Fitnesstracker bekannt. Die Uhr kann aber viele weitere Daten erfassen und auswerten, u.a. Schritte, Puls, GPS-Routendaten, Tempo, Kalorien sowie geschlafene Stunden und deren Qualität, um mal die Wichtigsten zu nennen. Die Genauigkeit der Kilometer ist sehr gut, die Uhr stimmte zu 100% mit der Strecke überein und half mir natürlich immer zu sehen, was der aktuelle Stand und welche Zielzeit möglich war. Allein dadurch konnte ich auf den letzten Kilometern sehr gut meine Kräfte noch einteilen, um Bestzeit zu laufen. Die Übersicht war dafür super. Die Ionic ist eine sehr stylische Fitnesswatch, kann man auch gut zum Kleidchen tragen und macht somit im Alltag eine gute Figur. Die Ionic ist zu einem noch bezahlbaren Preis erhältlich. Die Adidas Edition enthält zusätzlich ein spezielles Fitnessprogramm, welche eine bestimmte Abfolge von Übungen zur Verfügung stellt. Dies empfinde ich als einen netten Zusatz, welcher noch mehr Motivtion bietet. Zusammenfassend eignet sich die Fitbit Ionic für Laufanfänger als auch amibitioniere Läufer. Die lange Akkuzeit und das durchweg übersichtliche Menü empfinde ich persönlich als klare Vorteile. Die dazugehörige App bietet weitere Möglichkeiten sein Trink- und Essverhalten zu tracken oder auch die Gewichtentwicklung im Auge zu behalten. Anrufe verpasse ich übrigens auch keine mehr, da die Uhr dauervibriert und ich mein Iphone lautlos geschaltet lassen kann. Fazit zum Paris Halbmarathon Ich war ohne Erwartungen zum Paris Halbmarathon gereist, erst vor Ort wurde mir die Größe dieser Laufveranstaltung bewusst. Mir hat der Paris Halbmarathon sehr gut gefallen. Die Stimmung war an vielen Stellen großartig, allerdings an anderen Ecken war es hingegen auch sehr ruhig und verhalten. Man sieht leider nur wenige der bekannten Pariser Sehenswürdigkeiten, läuft aber einen Teil an der Seine entlang. Die Strecke bietet bis auf manche Steigungen einen recht schnellen Kurs. Die drei Verpflegungsstationen empfand ist als gut ausreichend, aber nur bei kalten Temperaturen. Was mir nicht so gefallen hat, ist der enorme Wasserverbrauch, da man an jeder Station Wasser nur in Flaschen erhielt und die meisten Läufer die fast vollen Flaschen auch wieder wegwarfen. Und wo bist du deine letzte Bestzeit gelaufen? Vielleicht auch schon in Paris gelaufen? Hast du Tipps wie man den Open Window Effekt vermeidet? Ab damit in die Kommentare.
- Afterwork Wanderung zur Neureuth, Tegernsee
Man kann auch unter der Woche wandern Viele kennen mich, ich bin gern und am besten ständig unterwegs, am liebsten in den Bergen. Leider ist das im Alltag zwischen Montag und Freitag oft nur schwer umsetzbar. Ihr wisst aus bekannten Gründen. Aber da ich nicht allein mit der Liebe zu den Bergen bin, hatte ich durch Zufall bei meiner Freundin Carolin gesehen, dass sie an einem Donnerstag wandern war. Ich war da natürlich sofort begeistert und es dauerte nicht lange, dass ich mit 10 Freunden selbst auf eine Afterwork Wanderung ging. Der Berggasthof Neureuth (1261 m) ist ein bekanntes und sehr beliebtes Ausflugsziel in den bayrischen Voralpen, nahe Tegernsee. Eine tolle Aussicht kann man von der Neureuth Hütte genießen. Wobei dies für unser Vorhaben eher weniger wichtig war, ist ja dunkel. Jeden Donnerstag hat der Berggasthof bis 22 Uhr geöffnet und bietet somit ein wunderbares Ziel für eine Afterwork Wanderung. Im Übrigen gibt es weitere Hütten, die an bestimmten Abenden länger geöffnet haben (z.B. die Aueralm mittwochs bis 23 Uhr). In den Sommermonaten hat man sogar Chancen dann noch wunderbare Sonnenuntergänge zu erleben. Die Anreise nach Tegernsee Mit der BOB (Bayrische Oberland Bahn) kann man vom Münchner Hauptbahnhof bequem und direkt zum Bahnhof Tegernsee fahren. Die Fahrt dauert normalerweise ca. eine Stunde. In unserem Fall hatten wir natürlich immense Verspätungen aufgrund vereister irgendwas. Empfehlen kann ich die Abfahrt um kurz vor 17:30 Uhr ab München, aber auch frühere Abfahrten machen Sinn, sofern man auch früher Feierabend machen kann. Für 5 Personen kann man jeweils ein Bayernticket kaufen und ist somit etwas günstiger unterwegs. Mit dem Auto ist die Anreise noch unkomplizierter, einfach ab München die A8 Richtung Salzburg düsen, Ausfahrt Holzkirchen nehmen und den Bahnhof Tegernsee anfahren. Die Fahrt dauert auch etwa eine Stunde. Wir entschieden aufgrund der Gruppengröße jedoch öffentlich zu fahren. Wanderung zum Berggasthof Neureuth Die Neureuth Hütte kann über verschiedene Routen und Ausgangspunkte erreicht werden. Wir entschieden uns für den schnellsten und direkten Aufstieg ab Tegernsee. In Tegernsee ankommend, überquert man das Bahnhofsgelände, biegt links in die Klosterwachtstrasse und nach ein paar Metern folgt man dem Niggleweg. Hier befindet sich der erste Wegweiser. Der Weg ist von hier aus durchgängig und sehr gut beschildert. Der erste Anstieg ist etwas steiler als erwartet und es sind einige Treppenstufen zu überwinden, bevor es in den Wald hinein geht. Der Forstweg gabelt sich immer mal wieder und man erreicht den Berggasthof Neureuth auf unterschiedlichen Wegen. Wir starteten gegen 19 Uhr mit unserer Wanderung und liefen im Dunkeln. Die meisten hatten Stirnlampen dabei und so war es ausreichend hell. Nach ca einer Stunde und 10 Minuten erreichten wir unser Ziel und freuten uns auf das Abendessen, welches auf der Neureuth übrigens hervorragend ist. Es gibt täglich wechselnde Tagesgerichte. Von Linsensuppe über Wurstsalat und Kaiserschmarrn wurden alle satt und waren begeistert. Abstieg nach Tegernsee Kurz vor 22 Uhr traten wir unseren Rückweg durch die Dunkelheit an, um die letzte BOB des Abends um 22:50 zu erreichen. Rundum ein tolles Erlebnis, wobei man am nächsten Morgen etwas müde sein könnte. Eigenschaft der Wanderung Es handelt sich um eine sehr leichte Wanderung mit ca. 400-500 HM. Nachdem man den etwas steileren ersten Anstieg überwunden hat, läuft es sich gemütlich dahin. Die Tour ist für jedermann geeignet. Einen Hinweis muss ich allerdings geben, wir waren im Winter unterwegs und es lag recht viel Schnee bei Minusgraden, auch eisige Stellen waren vorhanden. Entsprechend den Gegebenheiten ist eine gute Ausrüstung wichtig, evtl in diesem Fall sogar Wanderstöcke empfehlenswert und unbedingt gutes Schuhwerk. Der Abstieg gestaltete sich etwas rutschig. An die Münchner, Mitte Juni werde ich nochmals eine Afterwork-Wanderung auf die Neureuth anbieten, dafür die Facebook Gruppe "Run with Runfurther" abonnieren. Würde mich freuen wieder mit einem coolen Haufen, dieses Mal vielleicht sogar inklusiv einen Sonnenuntergang zu erleben, unterwegs zu sein.
- Lawinen Verschüttetensuche und LVS Training
Als Jürgen Schönhut, Leiter des LVS Trainings am 13.01.2018 uns nach unserem Wissen in Bezug auf LVS Gerät und Lawinenkunde fragte, wurde sehr schnell klar, wie unvernünftig viele ohne jegliches Wissen zu Gegebenheiten und Ausrüstung, sich in den Bergen aufhalten. Ich nehme mich da ganz und gar nicht raus. Wenn man sich abseits von Forststraßen und gut geräumten Wegen bewegt, sollte man vor allem auf eventuelle Gefahren angemessen reagieren können. Auch die kürzlichen Meldungen zu abgegangenen Lawinen in den Alpen rufen ziemliches Unbehagen in mir auf. Als Beispiel meiner persönlichen Unvernunft übten wir letztes Jahr am Vorabend meiner ersten Hochtour auf über 4000 m (Bishorn, Schweiz) schnell im Wohnzimmer, wie theoretisch eine Spaltenbergung funktioniert. Aus heutiger Sicht ist das leider keine ausreichende Vorbereitung für Bergabenteuer solcher Art und mangelnde Kenntnisse sind uncool. Es gibt wahrlich enorm viele Risiken, denen man in den Bergen begegnet und wir alle haben eine Verantwortung auch unseren Begleitern gegenüber. Findet ihr nicht auch? Aus diesen Gründen und weil ich zukünftig nicht nur die Standard-Routen gehen möchte, fange ich mit der Wissenserweiterung an. Mein erster Kurs war ein LVS Training (Einführung in die Lawinenverschütteten-Suche). Weitere Kurse folgen. LVS-Training beim Deutschen Alpenverein Ich entschied mich als DAV Mitglied einen Kurs beim Deutschen Alpenverein zu belegen, da ich über diese Kurse bisher viel gutes gehört hatte. Es gibt jedoch viele weitere Anbieter, die sehr gute Angebote haben. Der Kurs fand von 9 Uhr bis 15 Uhr statt mit einer Stunde Mittagspause. Ort des Geschehens die Albert Link Hütte am Spitzingsee. Inhalt Der Lehrgang fand abwechselnd in der Hütte als auch draußen statt. So konnte der theoretische Inhalt auch praktisch trainiert werden. Man erlernte, was im Ernstfall nach einem Lawinenabgang zu tun ist. Verschiedene Szenarien wurden durchgesprochen, auch denkbare Mehrfachverschüttungen (mehr als eine Person ist verschüttet). Zusätzlich wurden Präventionsmaßnahmen angesprochen und dargestellt. Was ist ein LVS Gerät? Ein Hauptbestandteil der Wissensvermittlung lag darin, wie man praktisch mit einem LVS Gerät (Lawinenverschüttetensuchgerät) umgeht und im Falle von Lawinenabgängen Verschüttete ortet, mit der Sonde genau lokalisiert und wie man beim Ausgraben mit der Schaufel richtig vorgeht. Es handelt sich um ein elektronisches Gerät, welches in Suche- und Sendebetrieb benutzt werden kann. Wenn man in den Bergen unterwegs ist, schaltet man das Gerät zu Beginn der Tour dauerhaft in den Sendebetrieb. Erst bei einem Lawinenabgang aktivieren alle Nichtverschüttete den Suchmodus, um die vermissten Personen aufzuspüren. Anlage Albert Link Hütte Die Hütte verfügt über ein Übungsfeld zur LVS Suche, welche die praktische Übung um einiges schwerer macht und somit der Lerneffekt auch größer ist. Welche Ausrüstung braucht man für einen LVS Kurs? Alle Teilnehmer sollten ein Lawinensuchgerät zwingend dabeihaben. Die meisten Leute besitzen dies oft nicht, auch da die Kosten mit etwa 200-400 EUR / Gerät nicht unerheblich sind. Die Ausrüstung kann allerdings beim DAV ausgeliehen werden, auch kurzfristig. In meinem Falle war Vorreservierung nicht erforderlich (DAV Stelle Globetrotter, München). Zusätzlich lieh ich mir eine Lawinensonde und eine Schaufel aus. Die Kosten waren mit 7 EUR erträglich. Wer regelmäßig auf Touren gehen will, sollte natürlich darüber nachdenken sein eigenes Set zu kaufen. Ein LVS Gerät gehört neben Lawinenschaufel und Sonde zur Standardausrüstung ohne Wenn und Aber, wenn man abseits der gesicherten Pisten unterwegs ist. Fazit Mir persönlich hat der LVS Kurs an der Albert-Link Hütte sehr gut gefallen, war praxisnah und kurzweilig. Empfehlenswert für alle die sich mit dem Thema Lawinen und Verschüttetenrettung intensiver auseinandersetzen wollen. Die theoretischen Informationen wurden interessant vermittelt. Der LVS Kurs und auch weitere Aufbaukurse sind ein Muss für alle, die sich im Gelände und abseits der Wege aufhalten möchten. Dieser Bericht entstand freiwillig. Es gibt einfach viel zu viele Unfälle, die mit entsprechenden Wissen nicht passieren müssten bzw. man schnell Hilfe bieten könnte. Dieser Kurs ist auf jeden Fall ein guter Einstieg und Basis für weiterführende Trainings. Übrigens Schneeschuhwanderer, die querfeldein unterwegs sind, sind oft nicht adäquat ausgerüstet. Viele unterschätzen das Risiko, es ist ja nur eine kleine Schneeschuhwanderung. Daher empfehle ich Kurse zu belegen, um noch viele Abenteuer in den Bergen zu erleben. Was ist eure Meinung zum Thema Lawinensicherheit? Kurse des Deutschen Alpenvereins kannst du hier finden.
- Meine erste Hochtour auf einen 4000er der Alpen – Bishorn 4153 m
Wir wollen auf das Bishorn 4153 m Es war dunkel, viele Partygänger waren gerade auf dem Heimweg, nur Stefan, Willi und ich brachen sehr früh auf in Richtung Alpen. Genaue Uhrzeit als ich das Haus verließ 3:30 Uhr. Unser Ziel war die Schweiz, genauer gesagt der Ort Zinal. Die Fahrt ab München ist lang, in Stunden ausgedrückt etwa sieben. Eigentlich verrückt so weit zu fahren, nur um einen Berg zu besteigen, oder? Ankunft Zinal (1675m) und Aufstieg zur Caban de Tracuit (3256m / Übernachtung) Das Wetter bei unserer Ankunft in Zinal war vielversprechend, wir starteten bei Sonnenschein. Wenn Engel reisen, sage ich nur. Der Aufstieg bis zur Übernachtungsstätte ist aber gleich mal ein Brett mit 1600 Höhenmeter. Oben angekommen merkte man schon sehr, wie die Luft dünner wurde. Seit Abfahrt in München (bei 520 m) waren 15 Stunden vergangen und wir überwanden bis zur Ankunft unserer Unterkunft einen Höhenunterschied von 2700 m. Generell zählt das Bishorn zu den leichteren Viertausendern, wenig technische Schwierigkeiten, allerdings muss der Aufstieg ab der Übernachtungshütte Caban de Tracuit in der Seilschaft über den Gletscher erfolgen. Sprechen wir von der Strecke ab Parkplatz Zinal bis zur Hütte. Die ersten Kilometer sind wenig interessant, führen durch Wald, aber man hat immer wieder den Blick ins Tal. Recht bald wurde es steiler, aber auch das Plateau weiter und mehr und mehr Wiesen breiteten sich aus. Der Wegführung war es einfach zu folgen. Mit Blick auf die Caban de Tracuit wurde der Boden nasser und ging in Schnee über. Auf den letzten Höhenmetern wurde es geröllig, teilweise sogar sehr rutschig. Kurz vor Ankunft durfte man noch eine Kletterstelle überwinden, eine Absicherung durch Seile war jedoch gegeben. Tracuithütte (Caban de Tracuit) Die Tracuithütte erreichte ich als Erste, da die Jungs bergauf mit ihren schweren Rucksäcken zu kämpfen hatten und ich einfach nur so schnell wie möglich ankommen wollte. Die Hütte ist bemerkenswert anders, ein futuristischer Bunker und irgendwie wirkte sie auf mich deplatziert. Aber egal, ich war oben. Ich hatte starkes Kopfweh und der Aufstieg war anstrengend genug. Wir hatten Halbpension gebucht und bis zum Abendessen war es nicht mehr lang. Schnell zogen wir uns um und bereiteten schon mal den Rucksack vor und präperierten die Gletscherausrüstung für den nächsten Tag. Das Essen war gut. Übrigens für die Handysüchtigen unter uns (ich selbst ein ganz großer), Netz gibt es nur vor der Hütte, also viel frieren inklusive. Aufstieg von der Tracuithütte auf das Bishorn Wir standen schon früh am nächsten Morgen auf, wie auch unsere Bettnachbarn. Die Nacht verbrachten wir im Matratzenlager. Es war 5:30 Uhr. Mir war nicht so wohl, ich hatte leider am Vortag definitiv zu wenig getrunken und wirklich erholt hatte ich mich vom Aufstieg auch noch nicht. Wir frühstückten eine Kleinigkeit, füllten unsere Wasserbehälter und waren eigentlich startklar. Ja wir waren es, nur war mir zu dem Moment immer noch übel. Also fragte ich die Jungs, ob ich mich noch eine halbe Stunde hinlegen könnte. Somit starteten wir erst gegen 8 Uhr, geplant war 6:30 Uhr. Für die Schnee- und Eisverhältnisse leider nicht so optimal, weil beides bei Wärme sulzig wird und aufweicht. Dadurch steigt leider das Risiko, dass Schneebrücken, welche über Gletscherspalten führen, eher brechen können. An diesem Tag waren wir die letzte Seilschaft auf dem Weg zum Gipfel des Bishorns. Es waren ja nur ca. 900 Höhenmeter, unter normalen Verhältnissen ja ein Klacks. Es sollte mein bisher schwerster Aufstieg werden, das Bishorn Das Gehen in der Seilschaft ist langsam und durch die Abstände ist es doch um einiges ruhiger als bei normalen Wanderungen. Ich war froh nicht viel reden zu müssen. Ich kämpfte mit mir, jeden Höhenmeter den ich machte, setzte einen Fuß vor den anderen. Viele Male dachte ich über Abbruch nach, das Kopfweh quälte mich, die dünne Luft trieb meinen Puls nach oben. War es anfängliche Höhenunverträglichkeit? Allzu oft riskiere ich einfach bei Outdoor-Aktivitäten viel zu wenig zu trinken, aus Angst ständig auf Toilette zu müssen. Es ist jedes Mal das gleiche, Kopfweh die Folge, nur dieses Mal war es einfach viel intensiver. Anzeichen wie Gang- und Stehunsicherheiten hatte ich nicht. Stefan und Willi motivierten mich, boten mir auch an, gemeinsam wieder abzusteigen. Das bedeutete allerdings auch für die zwei, dass sie den Gipfel nicht erreichen würden. Eine Seilschaft aus zwei Personen war von vornherein keine Option. Wir steckten immer kleinere Zwischenziele ab, dieser Punkt, jener Punkt usw. weiterhin kämpfte ich mit mir. Unser Vorankommen war langsam, aber wir kamen vorwärts. Persönlich wollte ich bis unterhalb des Gipfels kommen. Von diesem Punkt an konnten meine Begleiter die letzten Meter ja allein gehen. Bishorn Besteigung Ihr wisst ja wie das Spiel geht, die letzten Meter hatte ich dann doch auch noch überwunden und stand glücklich auf dem höchsten Punkt, den ich jemals aus eigener Kraft hochging. Insgesamt benötigten wir für die 900 Höhenmeter 4 Stunden 25 Minuten, mit ganz vielen Pausen. Auf dem Gipfel waren wir die Einzigen, auch klar, waren ja die letzte Seilschaft. Das Bild spricht für sich, ich freute mich oben angekommen zu sein. Lange hielten wir uns allerdings nicht auf, trotz des strahlend blauen Himmels, wurde es schnell zapfig. Es war sehr windig. Der Abstieg ging wieder einfacher, aber es war nun sehr warm. Die Sonne ballerte alles runter und der Schnee wurde wie vermutet sehr weich und sulzig. Ich glaube wir alle waren glücklich als wir die Hütte erreichten. Ich verabschiedete mich sofort für eine Stunde, um mich hinzulegen und auszuruhen. Wir übernachteten eine weitere Nacht, bevor es wieder zum Parkplatz nach Zinal hinab ging. Fazit Kann man das sagen, es war ein Geschenk an mich, mich durchzubeißen, um danach jubeln zu können? Sicher war es nicht unbedingt klug, was wäre wenn gewesen? Letztendlich kenne ich meinen Körper und generell habe ich das Problem, dass ich bei körperlichen Anstrengungen unterwegs, einfach zu wenig trinke. Grund kennt ihr bereits und ich glaube ich bin mit dem Problem nicht allein. Bei dieser Tour war ich mir wirklich nicht sicher, ob es erste Anzeichen einer Höhenunverträglichkeit waren oder einfach zu wenig Flüssigkeit? Für weitere Touren dieser Art nehme ich allerdings mit, dass die Akklimatisation wichtig ist. Nehmt es mir bitte nicht übel, dass ich vielleicht doch einen Schritt zu weit gegangen bin, aber generell habe ich gelernt. Der Aufstieg in der Geschwindigkeit von 500 auf 4100 innerhalb von 36 bis 48 Stunden ist leider nicht gesund. Dennoch freue ich mich über meinen Erfolg meinen ersten Viertausender in der Tasche zu haben. Es war kein leichter Weg, aber ein wunderschöner, wenn man die Gegebenheiten einfach mal beiseiteschiebt. Die Bilder sprechen für sich, was meint ihr? Ein paar Daten: Zeitbedarf: 3 Tage Strecke: Zinal - Caban de Tracuit – Bishorn - Caban de Tracuit - Zinal Auf-/Abstieg: je 2600 Höhenmeter Kosten Übernachtung: EUR 80,- / Nacht inkl. Essen Material: Pickel, Gletscherset und Steigeisen (Ausleih über DAV) Weitere Informationen: 10 Grundregeln beim Höhenbergsteigen & Der Körper in dünner Luft Fotocredit: Stefan Schaaf (PEAK ART IMAGES)
- Was du einpacken solltest, meine Tipps für Hindernisläufe
Meine ersten zwei Hindernisläufe habe ich mittlerweile in 2015 absolviert und nach der Saison 2014 sollte man meinen, ich wäre ein alter Hase und wäre immer optimal vorbereitet, aber dem ist leider nicht so, immer wieder fehlt etwas und um Stress und Hektik künftig zu minimieren, habe ich zusammengeschrieben, was für mich wichtig ist. Die richtige Kleidung beim Hindernislauf entscheidet über das Wohlsein, am besten eignet sich enge Kompressionskleidung (damit man nicht hängen bleibt an Stacheldraht oder ähnlichem) und das Wasser schnell abfließen kann. Auf keinen Fall Sachen aus Baumwolle wählen, diese werden schwer und nass und trocknen kaum. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man sich nicht allzu warm anziehen sollte bzw. auf bewegungsfreie Kleidung achten sollte. Durch die ständigen Kraftanstrengungen und das Laufen wird einem sehr warm. Vielleicht nicht die neuesten und teuersten Kleidungsstücke wählen, das sorgt nur dafür, dass man sich ärgert, wenn etwas kaputt geht. Als Unterwäsche könnte man bei Frauen an Bikini-Unterhosen denken, die trocknen prima. Normale Laufschuhe reichen für Hindernisläufe auf keinen Fall, Trailschuhe mit guten Profil sind am besten, es gibt auch sogenannte All-Terrainschuhe, die extra für solche Art von Rennen konzipiert wurden. Ich selbst habe sehr gute Erfahrung mit den Salomon Speedcross und den Asics Fuji Trabuco gemacht, besonders beim Seilklettern habe ich das Gefühl, ohne Profil wäre ich nicht hochgekommen. Ach und noch der Hinweis, nie neue Schuhe nehmen, verhindert die ein oder andere Blase. Des Weiteren, zum Schutz der Hände, sind preiswerte Handschuhe aus dem Baumarkt mit Gummi bestens geeignet. Diese verleihen Grip. Da man in diesen aber auch leicht schwitzt, kann man auch die Fingerkuppen abschneiden, für ein besseres Tragegefühl. Soweit man während dem Lauf auf dünne und atmungsaktive Kleidung zurückgreift, sollte man für danach unbedingt warme Wechselkleidung und ein Handtuch einpacken, vor Ort gibt es meist keine Duschen und überhaupt nie warmes Wasser, das heisst kalt abduschen, da muss jeder durch und danach möglichst flott in warme trockene Kleidung, damit man nicht krank wird. Für die dreckige Wäsche habe ich immer einen Plastikbeutel dabei, rein damit und erst daheim wird das ganze erst mal in der Badewanne eingeweicht und der gröbste Schmutz ausgewaschen. Bedenke niemals die Sachen so schmutzig in die Waschmaschine schmeissen, es hat die ein oder andere Waschmaschine nicht überlebt, gell liebe Manuela! Des Weiteren nie vergessen, weil unbedingt erforderlich, den Ausweis bei der Anmeldung dabei haben. Viele Veranstalter lassen die Läufer nur mit Vorzeigen des Ausweises und der entsprechenden Startunterlagen zu. Für die Fotoverliebten von uns, eignen sich die Actioncams wie GoPro, da diese wasserdicht sind und Erschütterungen den Kameras auch nichts anhaben können. Also nicht vergessen. Ich habe leider noch nicht herausgefunden, wie man am besten Taschentücher bei Hindernisläufen transportiert, ohne dass diese nass oder dreckig werden oder auch nicht verloren gehen, vielleicht hat jemand eine Idee? Ich suche mir immer einen Zuschauer und frage danach, was aber nicht wirklich optimal ist und auch Zeit kostet. Ansonsten sollte man an Kleinigkeiten wie Getränke, Gels, Riegel, Bananen, Haargummi, Kamm, Medikamente, Voltaren, Vaseline (schützt vor Kälte), Fahrkarte denken. Ich hoffe, dass der ein oder andere wertvolle Tipp für euch dabei war, solltest du noch Fragen haben, würde ich mich freuen, von dir zu hören. Freue mich schon auf mein nächstes Race im Juni, hoffe ich treffe ganz viele begeisterte Läufer und freue mich auf den Austausch mit euch/ihnen.
- Der Tegernseelauf - ein Halbmarathon der Extraklasse
Der 13. Tegernseelauf fand am 21.09.2014 statt. Dieser Lauf war schon sehr früh ausverkauft, etwa 5000 Laufbegeisterte wurden erwartet und allein der Veranstaltungsort war für mich die Entscheidung, mich schon früh anzumelden und dort meinen ersten Halbmarathon zu laufen. Mein Training der letzten Monate für diesen einen Tag, schon verrückt. Seit Ende April 2014 war ich ca 600 km (durchschnittlich 120 km monatlich) gelaufen. Darunter einige Intervalle eingebaut und viele Stunden mit Zirkel-/ TRX-training, Freeletics und anderes verbracht. Ja so ein Laufabenteuer kann anstrengend sein. Der Tag Eine Traumkulisse empfing uns am Tegernsee und natürlich war ich aufgeregt. Immerhin handelte es sich um meinen ersten Halbmarathon. Die Nacht zuvor konnte ich nicht wirklich einschlafen und hab erst mal kurz nach Mitternacht noch angefangen das Bad zu putzen. Irgendwann war ich dann doch müde, denn der Wecker stand auf 7 Uhr. Kaum hingelegt, war ich dann doch schnell eingeschlafen. Um 8 Uhr wurde ich von meiner Freundin Monika abgeholt und es ging endlich zum Tegernseelauf. Der Himmel war zu diesem Moment mir ein wenig zu dunkel. Nur wenige Stellen brachen auf. Dennoch so lange es nicht regnete, war es perfektes Laufwetter. Die Aufregung stieg mit jedem Kilometer, welchen wir uns dem Tegernsee näherten. Wir waren sehr früh vor Ort und schauten uns erst mal um, holten uns noch einen Cappuchino zum Aufwärmen. Nach und nach trudelten immer mehr Läufer ein und auch einige Freunde. Der Tegernseelauf, Klappe die 1. Später gaben wir unsere Taschen ab und begaben uns in den Startbereich. Wir starteten von ganz hinten. Eine Zielzeit hatte ich keine, ankommen und genießen war ja auch das Motto des Tegernseelaufes „Links de Berg’, rechts da See – is des schee!“ Der Countdown wurde herunter gezählt und die Menge setzte sich in Bewegung, wir überquerten die Startlinie ca 5 Minuten später. Die Strecke Die Halbmarathonstrecke führte uns einmal um den Tegernsee und somit durch die schönen Urlaubsorte direkt am See. Die Stimmung war toll und die Zuschauer am Streckenrand feuerten uns an. Bis Kilometer 5 waren wir zu viert unterwegs, danach liefen meine Freundin Monika und ich allein weiter. Monika bremste mich sehr gut, denn oft laufe ich im Wettkampf zu schnell an. Die 10 Kilometer Marke hatten wir unter einer Stunde passiert. Kurz danach trennten allerdings auch wir uns und ich lief in einem leicht flotteren Tempo weiter und mit einem Lächeln dem Ziel entgegen. Ich schien das richtige Lauftempo gefunden zu haben, konnte immer wieder andere Läufer überholen, was sich sehr motivierend auf meinen Wettkampflauf auswirkte. Etwas anstrengend wurden noch die Anhöhen bei Kilometer 17 und 19. Ich musste die Geschwindigkeit ein wenig reduzieren, um nicht japsend oben anzukommen. Kurz vor dem Ziel beschleunigte ich zu einem Abschlusssprint, um als glücklicher Halbmarathonie mit einer respektablen Nettozeit von 02:01:12 Stunden ins Ziel zu rennen. In der Gesamtwertung belegte ich den 1881. Platz, in meiner Altersklasse den 114. Platz. Der Stolz stand mir abends noch ins Gesicht geschrieben. Ich selbst hätte Monate zuvor noch nicht dran gedacht, die Halbmarathondistanz so früh zu packen. Und nun gilt es, die Zielzeit beim Halbmarathon in München am 12.10.2014 zu toppen, ich bin gespannt.
- Mountain Athletics jetzt auch in München
Eine neue Community - Mountain Athletics von North Face Als ich die Einladung für das Kick-off Event der Mountain Athletics von The North Face – fit für den Berg - #neverstopmunich erhielt, war ich neugierig. Eine Fitness-Community speziell für Outdoor- und Bergliebhaber, also genau das richtige für meinen kommenden ersten Ultratrail in Innsbruck in der Vorbereitung. Kick-off der Mountain Athletics Training Am 07.03.2016 fand das erste Trainingin München statt. An diesem Abend stellte man im The North Face Store in der Sendlinger Strasse das zielorientierte Outdoor-Trainingskonzept inklusive App, lokaler Trainings-Communities und passender Funktionskleidungslinie vor. Es fanden sich viele Fitnessbegeisterte ein. Nach der Einführungsrunde zu Mountain Athletics und interessanten Information lernten wir den Trainer kennen, welcher die wöchentlichen Sessions begleiten wird. Das Training Und dann ging es schon los zur ersten Münchner Trainingseinheit. Das Wetter war nicht so toll und ziemlich kühl. Zum Aufwärmen liefen wir eine kurze Strecke bis in den englischen Garten, der Traininigs-Location. Auf dem Weg dort hin lernte ich einige neue Leute kennen. Im englischen Garten startete das kleine, feine, aber auch anstrengende Workout. Wir wurden in Reihen hintereinander platziert. Ulli, der Trainer, erklärte uns die Übungen, welche aus einen Kraft- und Ausdauerteil bestanden. Insgesamt wurden drei Runden durchgeführt. Besonders die Übungen auf dem Boden waren hart, da dieser verdammt kalt und auch ein wenig dreckig war. Aber ihr wisst ja, von nichts kommt nichts, also ab auf den Boden, wie es sich bei einem Outdoor-Workout gehört. Zu Schluß gab es eine nette Team-Challenge. Das schnellste Team durfte sich dann „selbst feiern“ und das letzte Team wurde von den anderen Teilnehmern nochmals kräftig angefeuert. Die Zeit verging wie im Flug und wir kehrten zum Store zurück. Wie es sich gehört wurde ein entsprechendes Dehnprogramm als Cooldown absolviert. Mit Getränken, Obst und Müsliriegeln konnte man noch das eine oder andere Gespräch führen. Allen in allem ein sehr gutes erstes Training. #itrainfor - Definiere dein Ziel Abschließend konnte, wer wollte noch sein nächstes Ziel schriftlich definieren. Cindy und keine Ziele gibts nicht, gell? Fazit Diese Trainingseinheit hat richtig Spass gemacht, war sehr kurzweilig und intensiv. Werde in den kommenden Wochen weiterhin vorbeischauen und freue mich viele neue Gesichter kennenzulernen. Wer auch vorbei schauen will, die Trainings finden immer Dienstags um 19 Uhr statt. Weitere Informationen und Termine erhaltet ihr auch auf der Facebookseite: Und nun will ich noch wissen, was ist euer nächstes Ziel? In sportlicher Zusammenarbeit mit The North Face Fotocredit: Sandra Steh
- Luxemburg - sportliche Tipps für ein aktives Wochenende
Anzeige / Pressereise Erlebe Luxemburg sportlich. Ich liebe die kurzen Trips ins europäische Ausland, bei denen man die schönsten Regionen laufend, wandernd oder per Rad kennenlernt. Dieses Mal nehme ich euch mit nach Luxemburg. Es geht sportlich über den faszinierenden Mullerthal Trail, über den komfortablen Radweg von Echternach nach Born (PC3) und zum spektakulären Luxemburg Marathon. Ein sehr aktives Wochenende, mit weniger Entspannung, aber viel Erlebnis. Kann losgehen: Anreisemöglichkeiten Wir reisen mit dem Flugzeug aus München mit der Luxair zum Luxemburger Flughafen (LUX). Der Flug dauert gerade mal eine Stunde. Alles bequem. Mit einem Tag Urlaub und morgendlichen Flug können wir den kompletten Freitag sowie das Wochenende mit unterschiedlichen Aktivitäten verplanen. Aber auch die Anreise mit dem Auto oder der Bahn ist bequem und schnell. Das Großherzogtum Luxemburg Luxemburg, das kleine und moderne Großherzogtum zwischen Belgien, Deutschland und Frankreich. Es ist eines der drei BENELUX Staaten. Menschen aus mehr als 100 Nationen leben hier. Der Ausländeranteil ist hoch. Überall hört man unterschiedliche Sprachen und spürt das die Gesellschaft vielseitig und multikulturell geprägt ist. Die Nationalsprache ist Luxemburgisch. Deutsch und Französisch sind die zwei zusätzlichen Amtssprachen. Die Luxemburger sprechen nahezu alle die drei Sprachen und wechseln diese gerne während eines Gespräches. Luxemburg ist anders, es treffen Altstadt Charme auf moderne Architektur und internationales Bankenwesen und ganz viel Natur. Viele Firmen haben ihren europäischen Sitz hier. Für uns geht es zuerst einmal nach Echternach ins Mullerthal, bevor wir Luxemburg Stadt laufend erleben. Während Luxemburg Stadt Dreh- und Angelpunkt für Kultur, das Bankwesen und viele Europa-Institute ist, bieten die Luxemburgischen Regionen viel Natur und sehr beeindruckende Landschaften. Insgesamt gibt es sechs Regionen: das Guttland, die Ardennen, das Mullerthal, das Land der Roten Erde, das Moseltal und die Hauptstadt Luxemburg. Die Luxembourg Card Eines vorab, die Luxembourg Card bietet freien Eintritt oder Ermäßigungen zu verschiedensten Sehenswürdigkeiten (ca. 80). Erhältlich für eine Einzelperson oder für Gruppen von bis zu fünf Leuten. Außerdem kann man damit den öffentlichen Verkehr kostenlos nutzen. Wir können mit der Luxembourg Card beispielsweise ein Rad für unsere Tour von Echternach nach Born kostenlos ausleihen (Rent a Bike Mëllerdall). Die Gültigkeit variiert zwischen 1 bis 3 Tage. Vor allem Kulturliebhaber kommen mit dieser Karte auf ihre Kosten. Der Preis zwischen 13,- und 68,- EUR hängt von Personenanzahl und Dauer ab. Die Region Mullerthal und der Mullerthal Trail Vom Flughafen geht es für uns direkt ins Mullerthal mit Ziel Echternach. Diese Region ist auch bekannt als Kleine Luxemburger Schweiz (auf Luxemburgisch: Mëllerdall). Auf dem Weg legen wir kurze Stopps ein und besuchen die Kallektuffquelle, den Schiessentümpel und die Heringer Mühle. Das sind nur einige Orte, die man auf dem Leitwanderweg Mullerthal Trail entdecken sollte. Der Mullerthal Trail bietet durchgängige Wegmarkierungen, naturnahe Pfade, wunderschöne Aussichten und abwechslungsreiches Terrain. Aufgrund dieser Punkte wurde die Qualität des Wanderweges auch mit dem Prädikat „Leading Quality Trails – Best of Europe“ gewürdigt. Aber mehr zum Mullerthal Trail nachstehend. Die Kallektuffquelle Hierbei handelt es sich um einen moosbewachsenen Felsvorsprung, aus dem glasklares Wasser in ein Naturbecken rinnt. Die Kallektuffquelle ist ein schöner Ort zum Verweilen. Der Schiessentümpel Ein beliebtes Ausflugsziel unweit des Touristcenter Heringer Millen. Der Schiessentümpel ist ein Wasserfall und einfach zu erreichen, da direkte Straßenanbindung besteht. Das Wasser rinnt in drei Strömen der Schwarzen Ernz hinab. Die Brücke macht das ganze sehr romantisch. Allerdings tagsüber auch sehr gut bis zu gut besucht. Die Heringer Mühle (Touristcenter Heringer Mille) Die restaurierte Getreidemühle bietet einiges für die Touristen. Hier wird das Brot noch selbst gebacken. Es gibt einen kleinen Souvenirshop, Informationen rund um die Region und ein voll funktionsfähiges Mühlenrad. Im integrierten Testcenter kann man sich Wander-Equipment führender Hersteller kostenfrei ausleihen. Gerade für Wenig-Wanderer ein großer Vorteil. Lauftipp: Im September findet jedes Jahr der Mullerthal Ultra Trail (Leopard UTML Ultratrail du Müllerthal) statt. Es gibt vier unterschiedliche Distanzen, die vor allem wenig Asphaltabschnitte bieten, dafür abwechselnde Wege und eine spektakuläre Umgebung. Die längste Strecke geht über den kompletten Mullerthal Trail mit 112 km und 2.700 Höhenmeter. Der Inhaber der Heringer Mühle organisiert übrigens eine der Verpflegungsstellen mit Begeisterung. Echternach Wir übernachten in Echternach, eine kleine Stadt direkt an der Grenze zu Deutschland. Echternach ist die Hauptstadt des Mullerthals und auch die älteste Stadt Luxemburgs. Die UNESCO hat 2010 die Echternacher Springprozession in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen. Die Prozession findet immer am Dienstag nach Pfingsten statt und zieht viele Besucher an. Wir erfahren interessante Dinge darüber während unseres kurzen Besuches in der imposanten Basilika (Sankt Willibrord Basilika) vor Ort. Tipp für einen Sonnenuntergang in Echternach: Aufstieg über die deutsche Seite zur Liboriuskapelle, 54668 Ernzen Der Mullerthal Trail Den Nachmittag widmen wir uns der Natur und dem Mullerthal Trail. Der Leitwanderweg bietet 112 Kilometer Wanderstrecke und ist in drei Routen unterteilt. Jede Route unterscheidet sich thematisch. Während Route 1 kulturelle Besonderheiten bietet, zeigt Route 2 die beeindruckenden Felsformationen aus Sandstein und Route 3 führt durch wunderschöne Bachtäler und an Burgen vorbei. Wir wandern eine Etappe von Scheidgen zurück nach Echternach und dann von Echternach bis zur Wolfsschlucht auf der Route 2. Nach Scheidgen kommt man von Echternach bequem mit dem Bus. Die Wanderroute ist wie bereits erwähnt, durchgängig ausgeschildert und die Wege sind gut ausgebaut. Insgesamt gehen wir ca. 11 km und entdecken viele der imposanten Felsformationen. Ich empfinde die Farben des Waldes als sehr grün für Ende Mai. Alles sehr märchenhaft. Diese Etappe ist geprägt durch die bizarren Felsgebilde. Mit ein bisschen Fantasie erkennt man auch Figuren. Wir sind an diesem Freitag fast allein unterwegs, nur selten begegnen wir anderen Wanderern. Auf den letzten Kilometern in Richtung zur Wolfsschlucht wird es dann doch etwas voller. Die Wolfsschlucht bot früher Wölfen Zuflucht, daher der Name. Es handelt sich um ziemlich steil abfallende Wände, die eine Art Tal bilden. Dieser Abschnitt ist einfach grandios. Man geht hinab und gleich wieder einige Treppen hinauf. Langweilig ist das auf keinen Fall und ist eine wirkliche Empfehlung. Danach verlassen wir den Mullerthal Trail und wandern nach Echternach. Es ist bereits abends und wir checken im Hotel ein. Wir übernachten im Hotel Le Petit Poete, direkt im Stadtzentrum von Echternach. Tipp fürs Abendessen: Restaurant Grimougi (direkt gegenüber der Brücke nach Deutschland). Sehr große leckere Salate, aber etwas teurer. Luxemburg mit dem Fahrrad Am nächsten Tag steht für uns eine kleine Fahrradtour auf dem Programm. Ein kostenloses Citybike kann man mit der Luxembourg Card bei der Jugendherberge in Echternach leihen. Über den PC3 (Piste cyclable des Trois Rivieres) gelangen wir nach Born. Die Strecke beträgt ca. 15 km, hat wenig Höhenmeter und ist leicht zu meistern. Wir radeln schön dahin. In Born kann man die lokale Cider Fabrik Ramborn besuchen und einiges über die Produktion erfahren sowie die Produkte verköst igen. Mit dem Fahrrad kommt man ab Born auch wieder bequem mit dem Bus nach Echternach zurück (Fahrt ca. 20 Min). Anschließend verlassen wir Echtern ach und das Mullerthal, um nach Luxemburg zum Ing Night Marathon zu fahren. Die Fahrt mit dem Bus (Bus N.111) von Echternach nach Luxemburg ist einfach und dauert ca. eine Stunde. Tipp: Auch die Radwege sind in Luxemburg sehr gut ausgeschildert und in Stand gesetzt. Es gibt ein sehr gut ausgebautes Radwegenetz von mehreren Hundert Kilometern. Tourenvorschläge gibt es hier. Der Luxemburg Marathon Wir erreichen Luxemburg Stadt am frühen Nachmittag. Unser Bus fährt zum Hauptbahnhof, von hier haben wir gerade mal 10 Minuten Fußweg zum Hotel (Park Inn by Radisson). Nach dem Check-In machen wir uns, umgezogen in unseren Laufsachen, direkt auf den Weg zur Luxexpo The Box, um unsere Startnummern abzuholen. Wir sind eigentlich zu spät dran für die Abholung, die bereits um 16 Uhr schließt. Die Helfer sind nett und drücken gern ein Auge zu. Ich nehme bereits zum zweiten Mal beim Luxemburger Marathon (Ing Night Marathon) teil. Diese Laufveranstaltung gefällt mir ganz besonders. In Luxembourg lief ich 2016 meinen zweiten Marathon überhaupt mit all seinen Höhen und Tiefen. Den Blogbeitrag kannst du hier nachlesen. Dieses Mal gehe ich es aber etwas lockerer an und entscheide mich für die Halbmarathon Distanz. Wir verweilen die Zeit bis zum Start in der Luxexpo, die sich im Finanz- und Geschäftszentrum auf dem Kirchberg-Plateau befindet, ca. 3-4 km vom Stadtzentrum entfernt. Der Start ist für alle Distanzen um 19 Uhr. Es ist übrigens an diesem Tag ziemlich heiß. Die 30 Grad-Marke ist überschritten. Ich weiß schon bevor wir die Startlinie übertreten, dass es für mich persönlich kein leichter Wettkampf werden wird. Vor Ort treffe ich noch einige bekannte Gesichter. Bei der 14. Ausgabe dieser Laufveranstaltung starten etwa 16.000 Teilnehmer. Die Strecke ist toll, wir laufen in den Sonnenuntergang vom Kirchberg Richtung Zentrum durch enge Gassen, durch jubelnde Menschenmengen, wunderschöne Wohngebiete und grüne Parkanlagen. Kurz und knapp: es ist ein äußerst attraktiver Lauf, den man gelaufen sein muss. Für mich hiess es allerdings, dass ich richtig kämpfen musste, um ins Ziel zu kommen. Hitze, schwere Beine und die Höhenmeter waren nicht leicht zu überwinden und Wasserduschen ein Genuss. Ich erreichte die Ziellinie nach 02:00:01 Stunden. Tipp Abendessen nach dem Halbmarathon: Brasserie L'Avenue (zu Fuß erreichbar ab der Luxexpo). Der Wein war köstlich plus gesunde Bowls bestellbar. Ein Spaziergang durch Luxemburg Stadttouren Für den Sonntagvormittag hatten wir einen Stadtspaziergang geplant, um die wichtigen und schönen Orte in aller Ruhe zu sehen, die wir während der Laufveranstaltung natürlich nicht sehen konnten. Um mehr über diese vielfältige Stadt zu erfahren, sind wir mit einem örtlichen Stadtführer unterwegs. In seiner Begleitung erfahren wir viel mehr über Luxemburgs Geschichte, Gegenwart, seine Einwohner, Traditionen und Gebräuche. Buchen kann man Stadtführungen ganz einfach über das Internet. Es werden hier tägliche verschiedene Themenführungen und Besichtigungen angeboten, z.B. Rundgänge zu Fuß entlang der bedeutenden Spots, der Wenzel Rundweg, Besichtigung der Bock Kasematten, City Promenade by night, Segway Tours und einiges mehr. Die Zu-Fuß Touren kosten meist 14€ pro Person, die Segway Touren kosten zwischen 30-40€. Bei Vorlage der Luxembourg Card erhält man bis zu 30% Rabatt. Die Touren dauern zwischen 1-2 Stunden und werden in verschiedenen Sprachen angeboten (z.B. Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch, Luxemburgisch). Ein Sonntagmorgen Sightseeing-Tour Da es am Sonntagmorgen sonnig und warm ist, entscheiden wir uns für eine Sightseeing T our „City Promenade“. Almog, unser Stadtführer holt uns sogar direkt am Hotel ab. Er spricht fließend Deutsch. Seine Vorfahren kamen aus Ungarn. Er spaziert mit uns in ca. zwei Stunden zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Sonntagvormittag erweist sich als optimal für eine Stadtbesichtigung, weil es angenehm ruhig und verkehrsarm ist. An einigen Orten wird Musik gespielt. Portugiesische Bewohner tanzen in ihren Trachten. Touristen und Einwohner sind entspannt und fröhlich. Wir besuchen den Place des Martyrs und überqueren die Adolphe Brücke, eine Steinbrücke aus dem frühen 20. Jahrhundert mit schöner Aussicht auf den Park darunter. Unterwegs kommen wir am Place de la Constitution vorbei, einem weitläufigen Platz mit einem Obelisken-Denkmal, gewidmet den Soldaten des 2. Weltkriegs, der Freiheit und dem Widerstand. Auch gehen wir zur Kathedrale Unserer Lieben Frau (Kathedral Notre-Dame), in der wir kurz das geschichtsträchtige Innere erklärt bekommen. Unser Weg führt uns über die National Bibliothek zum Monument für die Großherzogin Charlotte. Sie war während des 2. Weltkriegs im Exil in England, als die Deutschen Luxemburg besetzt hielten. Außerdem spazieren wir beim Finanzministerium und der Dreifaltigkeitskirche vorbei zum Großherzoglichen Palast. Ein Tipp ist sich diesen unbedingt anzuschauen. Hier kann man Führungen durch die Innenräume machen, sowie die Wachablösung, die täglich mehrfach stattfindet, anschauen. Zwischen Juni und September findet ein Mal pro Monat auch eine feierliche Wachablösung vor dem großherzoglichen Palast statt. Übrigens, wenn die Luxemburger Flagge auf dem Dach des großherzoglichen Palasts gehisst ist, bedeutet das, dass der Großherzog dort weilt. Seine Hauptresidenz ist aber Schloss Berg in Colmar-Berg. Der schönste Balkon Europas Über die Chambres des Députés (Abgeordnetenkammer) und den wirklich schönen Chemin de la Corniche (genannt auch der schönste Balkon Europas) geht es wieder auf einem schönen Spaziergang zurück zum Hotel. Auf den Wallanlagen bietet die Promenade Chemin de la Corniche eine spektakuläre Aussicht. Wir sehen dabei die tiefen Schluchten der Flüsse Alzette und Pétrusse und die imposanten Reste der mittelalterlichen Festungsanlagen. Jedem Besucher seien auch die Bock-Kasematten empfohlen. Ein Höhlensystem aus der Zeit als Luxemburg noch Festung war. Diese sind auch als geführte Tour erlebbar (umfasst auch ein Verlies, ein Gefängnis sowie die Archäologische Krypta, die als Geburtsstätte der Stadt genannt wird). Almog erläutert uns während der Tour vieles zum Leben früher und heute, zur Bevölkerungsstruktur, zum wechselnden Gebrauch der Sprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch. Auch zu einigen Institutionen Europas und den vielen internationalen Banken, die in Luxemburg ansässig sind. Fazit sportliches Luxemburg Wer einen aktiven Urlaub oder ein aktives verlängertes Wochenende verbringen will, ist in Luxemburg sehr gut aufgehoben. Gerade zum Marathon Wochenende liegt eine besondere Stimmung in der Luft. Die Luxemburger sind ein sportbegeistertes Volk, als Zuschauer sind sie unschlagbar und jubeln die Läufer ins Ziel. Aber auch sonst gibt es eine Vielzahl an Sportmöglichkeiten und wunderschöne Natur zu erleben. Der Mullerthaltrail bietet unterschiedliche Routen und Schwierigkeiten für sportliche und weniger sportliche Menschen. Auf engsten Raum kann man in diesem kleinen Land interessante Kontraste erleben. Es ist geradezu perfekt für einen Kurzurlaub, in welchem man in kurzer Zeit einiges zu sehen bekommt. Die Luxemburgische Schweiz ist ein erstklassiges Ziel für Wanderer. Und auch die gute Küche kommt hier nicht zu kurz. Wer Luxemburg entdecken will und noch mehr Informationen benötigt, findet zusätzlich auf der offiziellen Webseite der Stadt viele weitere Informationen. Hat dir der Blogbeitrag gefallen? Planst du evtl. auch mal einen Trip nach Luxemburg? Machst du lieber sportliche oder entspannte Urlaube? Hast du ebenfalls Tipps zu Luxemburg? Ich freu mich auf Kommentare. An dieser Stelle möchte ich mich beim Luxemburg Tourismus bedanken für die Einladung und die Möglichkeit meiner Recherchereise und die Teilnahme beim Halbmarathon. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt. Es ist meine eigene Überzeugung.
- Innosnack - die gesunde Alternative mit Isomaltulose
Innosnack: sponsored post Montag morgen, Dienstag morgen, Mittwoch morgen ….. das frühe Aufstehen ist echt kein Spass und bedeutet für mich jeden Morgen aufs neue Stress. Da sind mir Mittel für einen besseren bzw leichteren Start in den Tag immer willkommen. Der Hersteller Innosnack kam vor ein paar Wochen auf mich zu und fragte, ob ich seine Produkte testen wolle. Deren Motto „Power auf Dauer“ ist vielversprechend und da gesunde Ernährung ein Schlüssel zum Erfolg ist, war es mir ein Versuch wert. Innosnack ist ein Startup Unternehmen aus Planegg (unweit von München) dessen Fokus auf gesunder und innovativer Snacks für Sportler und den Alltag liegt. Dem veganen Trend wird vollumfänglich entsprochen, was mir persönlich sehr zugesagt. Der Hersteller verspricht gluten-, laktose- und zuckerfreie Produkte und verarbeitet nur hochwertige Zutaten. Da Zucker einer der Substanzen ist, die wir alle reduzieren sollten, ist der Grundgedanke von Innosnack für mich rundum schlüssig und positiv. Die Snacks werden alle mit Isomaltulose hergestellt, der Zucker der nächsten Generation. Dieser sorgt dafür, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und die Energie lang vorhält. Heisshungerattacken und Unterzuckerung werden vermieden und die Leistung steigt. Isomaltulose unterscheidet sich zu normalen Zucker das dieser viel feiner ist. Nun zu den Testprodukten: Innobar-Riegel: die Verpackung ist ansprechend und die Riegel sind geschmacklich sehr lecker. Das Produkt ist vollgepackt mit guten Nüssen und Kernen, die Konsistenz ist knusprig, allerdings bricht der Riegel leicht. Mit einer Innobar hält das Sättigungsgefühl lange an. Man kann durch die Einteilung, die Riegel auch nur in Stücke verzehren und gut zwischendurch naschen. Beim Sport bzw auf Touren bietet der Snack eine hervorragende und leckere Energiequelle. Es gibt die Geschmackrichtungen: Leisamen, Mohn und Kürbiskern. Mein Favourite ist übrigens das Mohn. Innodrink: ein Sportgetränk in der Geschmackrichtung Zitrone zum Auflösen. Laut Angaben werden 1 EL in 250 ml kalten Wasser verrührt. Das fertige Getränk ist erfrischend und schön zitronisch. Es eignet sich super für morgendliche Sporteinheiten oder für heiße Sommertage auch im Alltag. Geschmacklich lecker, allerdings dürfte es für mich ein klein wenig süßer sein. Innodrink Kakao: Oh Kakao, ich würde sagen nicht mein favorisiertes Getränk, da bin ich eher für Kaffee zu haben. Man rührt 2 EL des Kakaopulvers in warme oder auch kalte Milch ein, in meinem Fall habe ich Hafermilch verwendet. Der Geschmack ist schokoladig und nicht zu süß. Allerdings bin ich hier als Tester eher ungeeignet, da ich wie gesagt der Kaffee-Typ bin. Für den Kakao werde ich aber sicherlich noch anderweitig Verwendung finden. Innocrunch Müsli: die Variante Quinoa Flakes ist interessant, da durch das Quinoa eine gute Eiweissquelle vorhanden ist. Der Mineralienreichtum des „Inka-Kornes“ ist enorm und für Menschen mit Getreideunverträglichkeiten ohne Probleme verdaulich. Des Weiteren sind Hirse, Amaranth, Sesam und Mandeln beigefügt, welche für einen kernigen Biss sorgen. Die Variante Schoko-Mandel ist für Schoko Fans und Naschkatzen wie mich, genau das richtige, knusprige Stückchen in Verbindung mit Hirse, Amaranth und Schokomandeln sind eine sehr leckere Kombination. Absolut lecker. Fazit: Die Marke Innosnack war mir bisher nicht bekannt und ich freue mich eine tolle Alternative an gesunden Snacks gefunden zu haben. Die Produkte sind energiereich und peppig und man fühlt sich „lebendiger“. Ich habe die Innobars auf meinen langen Trainingsläufen dabei gehabt und musste nicht ständig irgendwelche Gels, Riegel nachschieben, sie machten lange satt. Den Innodrink verwende ich vornehmlich bei meinen morgendlichen Fitnessstudiobesuchen, auch hier gute Laune pur, wobei das auch an meiner Trainingspartnerin Nici liegt, die mich immer wieder zu neuen Übungen herausfordert und zu Bestleistungen anstiftet. Die Müslis sind für mich eine leckere Alternative zu Haferflockenbrei und bringen Abwechslung auf den Tisch. Die Verpackung ist einfach gehalten und erspart eine Menge Müll. Das Design ist allerdings erstklassig. Die Verschlüsse der Packungen sind etwas schwer zu öffnen, aber dafür ist der Inhalt geschützt. Übrigens wurde Innosnack mit dem ISPO Award 2015/2016 ausgezeichnet. Im Punkt aufstehen, bin ich leider immer noch recht träge, was aber eher auf Schlafmangel zurückzuführen ist. Am Tag fühle ich mich tatsächlich mit Power versorgt und geschmacklich sind die Produkte 1 A. Die Innosnack Produkte bringen bei mir in Zukunft etwas Variation in meinem sonst so geliebten Oatmeal/Haferflocken-Frühstücks Alltag. Vorzugsweise wenn wenig Zeit vorhanden ist. Was meint ihr, auch Lust zu probieren? Dann könnt ihr mit dem Rabattcode: „Power416“ unter www.innosnack-shop.de 20% sparen. In freundlicher Zusammenarbeit mit: Innosnack
- Der Wings For Life World Run bewegt die Welt
So nun haben alle schon über den Wings For Life World Run berichtet, na dann muss ich es auch noch tun. Dieser Charity-Lauf bewegt die Welt. Die Idee ist so genial, wie einzigartig, alle laufen für die, die es nicht können. Dadurch wird eine Atmosphäre geschaffen, die so anders ist, als bei anderen Läufen. Was der Wings For Life World Run ist brauche ich sicherlich nicht mehr ausschweifend beschreiben, hier geht's zum Bericht zu meiner letztjährigen Teilnahme. Im Endeffekt läuft man dem Ziel (dem Catcher Car), welches eine halbe Stunde später losfährt, so lange davon, wie möglich. Wenn das Catcher Car vorbeifährt ist das Rennen vorbei. Klingt nicht nur interessant, ist auch interessant. Für mich war der Lauf dieses Mal etwas ganz Besonderes, ich hatte die Möglichkeit alles aus einer anderen Perspektive zu erleben, nämlich die des Pacemakers. Eigentlich, ja eigentlich wollte ich dieses Jahr beim Wings for Life World Run nicht laufen, warum? Na ja eine Woche zuvor hieß es 65 km in Innsbruck zu überleben und ich vermutete, eine Woche später werde ich wohl unfähig sein, nur einen Kilometer durchzustehen. Soweit meine Gedanken. Und dann lese ich von einem Lauffreund über Facebook, dass man Pacemaker für dieses Event suche. Oh das wollte ich ja schon immer mal machen. Und Cindy kann ihre Beine eh nicht still halten. Ich hatte keine Minute gezögert und mich für die 15 km im 6 Min Schnitt per Kilometer gemeldet. Innerhalb von kurzer Zeit kam die Zusage und ich war dabei. "Hihi" was hatte ich mir da wieder eingebrockt. Die Wochen davor hatte ich wenig an meine Aufgabe als Pacemaker gedacht, denn der Ultra hatte mich fest im Griff. Die Woche nach dem Ultra und vor dem Wings for Life World Run war dann eine Woche mit schweren Beinen und oh Gott werde ich überhaupt die Pace mithalten können? Ich nutzte die Zeit, um Lauffreunde zu interviewen, welche Strategie ich nehmen solle, um auch wirklich in der vorgegebenen Zeit, nicht zu früh und auf keinen Fall zu spät die Zielmarke zu erreichen. Es gab da so einiges zu beachten wie z. B. Zeitverluste an Verpflegungsstellen, Läufern kann es unverhofft schlecht gehen oder Staus in engen Passagen. Das Catcher Car nimmt ja leider keine Rücksicht auf Widrigkeiten und jagt uns unaufhaltsam. Meine TomTom Uhr gab irgendwie immer andere Zeiten raus als die Uhren von Lauffreunden, das machte mich am meisten verrückt, mich evtl auf falsche Angaben verlassen zu müssen. Meine Freundin Iris lieh mir dann ihre GPS Uhr zusätzlich aus und so sollte dreifache Absicherung mich rechtzeitig ins Ziel führen, denn obendrein rechnete ich immer wieder nach jedem Kilometer nach. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kilometerabstände in offiziellen Läufen oftmals um ein paar 100 m abweichen können, das wäre blöd, 200 m vorm Ziel einkassiert zu werden. Das Kennenlernen meiner Pacemaker Kollegen war spannend und lustig zugleich, so als einziges Mädel unter schnellen Männern. Unsere Fotosession war eine Herausforderung in unseren engen Oberteilen, aber seht selbst, unser hübsches Froschbildchen. Im Startbereich herrschte richtig tolle und ausgelassene Stimmung. Ich traf noch einige Bekannte und Freunde und versuchte mich nebenbei auf meine Aufgabe zu konzentrieren. Ja ich war aufgeregt, wollte die Sache ja gut machen. Der Wings For Life World Run geht los Mit dem Lied „Eye of the Tiger“ und einer Kuhglocke wurde der Lauf um Punkt 13 Uhr in München freigegeben, im Übrigen, der Wings For Life World Run wurde in insgesamt 33 Ländern gleichzeitig ausgetragen, insgesamt gingen mehr als 133.000 Menschen an den Start. Einmalig. Der Start war langsam und ich hatte Mühe meine Mitläufer/-innen im Auge zu behalten. Nachdem der erste Kilometer gelaufen war, wurde die Pace schneller, eigentlich viel zu schnell, wir liefen anfänglich 5:30 per Kilometer, aber es lief gut, alle waren an Bord. Aber für manche war es doch zu langsam und sie liefen schneller. Es ist gar nicht so einfach eine gleichmäßige Pace im Rudel zu halten, immer wieder musste ich verlangsamen, im Pulk lässt man sich leider immer wieder leicht mitziehen. Na ja wer hätte es gedacht, dass einem die Sonne, welche so lange auf sich warten ließ, auch mal zu viel werden würde. Es war ein richtig heißer Tag, die Sonne knallte regelrecht auf uns herab und die Temperaturen waren wir noch gar nicht gewöhnt. Deshalb freuten wir uns auf die erste Getränkestation bei km 5 enorm. Natürlich verlor ich den Überblick, gut dass ich ein „kleines“ Fähnchen an mir trug (haha) und man mich wenigstens immer wieder aus der Menge erspähen konnte. Ich hatte am Start eine Flasche Wasser dabei, welche mittlerweile geleert war und ich neu auffüllte. Schnell wurde diese Wasserflasche das Überlebenselixier der Gruppe, für meinen Geschmack waren es einfach zu wenig Getränkestellen für die Hitze vorhanden. Bis Kilometer 10 liefen wir dann geschmeidig dahin, wir hatten einen Vorsprung von 1 Min 34 Sekunden herausgelaufen. Es waren immer wieder ein paar neue Läufer an meiner Seite, aber auch andere lösten sich, um so weit wie möglich zu kommen. Doch dann kurz nach Kilometer 11 / 12 ging es hügelig auf staubigen Schotterpisten weiter auf und ab, der Vorsprung schrumpfte. Mein Mund wurde staubtrocken und ich ersehnte mir selbst die 15 km her. Dennoch war ich in einem tollen Läufergruppe unterwegs und wir konnten uns Zeit lassen, nach meiner Uhr konnten wir die letzten Kilometer in einer Pace von 6:40 nehmen, um gut das Ziel zu erreichen. Nun ja den einen oder anderen schreite ich mit ein paar Motivationsworten an und versuchte jeden mitzuziehen, unter den Umständen trotzdem weiter dran zu bleiben, die 15 km sollten doch voll gemacht werden. Die 14 km Marke hatte ich leider übersehen und war kurz verwirrt, hatte aber aufmerksame Mitläufer dabei, welche mir versicherten, dass wir vorbei waren. Hach und dann waren wir angekommen, alle glücklich bei dieser unerwarteten Hitzewelle doch so weit gekommen zu sein. Nun durfte das Catcher Car kommen und einige Sekunden später wurde es durch lautes Hupen und rufende Fahrradfahrer angekündigt, Partystimmung. Seht hier: https://www.youtube.com/watch?v=c4YQCJbhQ8g Danach ging es zurück in den Olympiapark inklusive Ehrenrunde und applaudierenden Zuschauern, danke für diesen Einlauf, da freut man sich nochmals. Der Rest vom Nachmittag war schön, auch die Sonne war jetzt wieder willkommen. Ich traf noch viele Leute und lernte weitere kennen. Alle fieberten mit Florian Neuschwander mit, der 80 km knacken wollte. Es sah leider nach meiner Rückkehr schon nicht mehr so gut aus, mit Magenschmerzen und mehreren Stopps musste Florian richtig hart beißen. Unseren Respekt hat er trotzdem, mit gigantischen 63,5 km gewann er in München, sein Bericht könnt ihr hier nachlesen. Ein weiterer richtig toller Läufer: Dennis von Runskills, meine Hochachtung, er schaffte grandiose 51,21 km und hat sich schon das Ziel für 2017 gesteckt, auch seinen Bericht könnt ihr hier lesen, absolut zu empfehlen. Ich bin gespannt was er alles noch schafft. Und das Wichtigste, insgesamt wurden weltweit 6,6 Millionen EUR Spenden erlaufen, was will man mehr, einfach spitze. Ich freue mich jetzt schon auf den Wings For Life World Run 2017, wer ist dabei? Fotocredit: Thomas Steiner Videocredit: Gabriel Schneider














