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  • Hoch hinaus - mein erster Berglauf

    Öfter mal was Neues, gemäß dem Motto, „Wer rastet, der rostet“, stehe ich letzten Samstag Morgen um 6:30 Uhr hundemüde im Bad. Ich hatte eine Verabredung und ich versuchte meine Entschlossenheit zu mobilisieren und wach zu werden. Der Plan war ein Berglauf zu meistern… Dank Facebook lerne ich immer wieder tolle Menschen kennen, wie Silke, sie fragte mich ca zwei Wochen vorher, ob ich Lust hätte mit ihr, öfter in die Berge zu fahren, um die Gipfel laufend zu stürmen. Ich spontan wie immer, klar bin ich dabei. Ausserdem war ich zu diesem Zeitpunkt, bereits für den Karwendel-Berglauf im Juli und dem Viking Womens Trail im September angemeldet, das hiess Höhenmeter musste ich sowieso noch sammeln, damit die Läufe nicht zur Enttäuschung werden. Am Morgen fing ich an, mir Gedanken zu machen, welche Ausrüstung man zum Berglaufen überhaupt benötigt. Viele Situationen entstehen ja oft unerwartet und vom Berg kommt man auch nicht so schnell wieder runter. Zur Übersicht breitete ich alles auf dem Boden aus, was mir einfiel, Trailschuhe, Trinkrucksack, Kompressionssocken, Gel, Riegel, Pflaster, eine Jacke (der beste Tipp von Silke! Auch bei vermutlich schönen Wetter), Laufshort & -shirt, Handy und Kamera. Stöcke hatte ich leider keine, musste also ohne gehen. Um 8 Uhr ging es dann endlich los und Silke holte mich mit Hund ab, hübscher Gefährte und ich freute mich total auf die bevorstehende Tour. Meine erste Tour ging an den Tegernsee, genaue Route über die Neureut (Neureuthaus) und Gindelalm zur Baumgartenschneid, ein Rundweg mit ca 13,5 km und ca 900 HM. Von Parkplatz aus (Tegernsee Bahnhof) kommt gleich ein ziemlicher Anstieg zum Einstieg, Treppen, die ersten erklimme ich noch recht schnell, der Puls steigt heftig an und langsamer werde ich auch schon. Ja beim ersten Berglauf läuft nicht alles optimal. Aber meine Begleiter ziehen mich voran. Das Schöne an dieser Streckenführung ist die Abwechslung von hoch nach runter, sodass man immer wieder Entspannungsphasen bekommt, die optimale Strecke für Anfänger. Zu Beginn muss man gleich etwa 400 HM überwinden, bevor es runter geht. Ich bin wie erwartet langsamer als meine beiden Laufgefährden und die Entfernung zwischen uns wird immer wieder größer. Das Wetter ist perfekt, bewölkt und klar und einigermaßen kühl, der Stress fällt ab und die Gedanken drehen sich lediglich darum, wie man den „verdammten Anstieg“ hinter sich bekommt, immer wieder komme ich in die Gehbewegung rein und meine Schritte werden kleiner. Die Muskeln in meinen Waden fühlen sich hart an und ich habe das Gefühl sie sprengen bei jedem nächsten Schritt. Silke wartet immer wieder an bestimmten Punkten auf mich, ich habe Zeit Luft zu holen, Bilder zu machen und Energie zu tanken, überall weiden hier Kühe, es ist so wunderschön. Dann kommt der erste Abstieg, diesen nehme ich mit Vorsicht, hier würden Wanderstöcken sicherlich sehr gut helfen. Ich fühle mich fitter und kräftiger und so langsam stellt sich auch wieder das Genießen ein. Uns kommen Radfahrer entgegen, welche ich so gar nicht beneide, da Sie ihre Räder den Berg hoch tragen müssen. Ein kurzes Gespräch und weiter geht’s. Hier auf dem Berg begrüßt sich jeder mit „Servus“ oder „Griaß di“, das finde ich wunderbar. Bald kommen wir an der nächsten Hütte (Gindelalm) an, wo wir ein paar Minuten rasten, damit der Hund trinken kann, ich kann die Kühe streicheln. Ich bin ein Stadtkind und freue mich über solche Sachen. Es geht weiter Richtung Baumgartenschneid, ich erblasse als mir Silke die Richtung anzeigt, nicht wirklich noch so weit? Na ja hilft nix, kurz runter, um danach wieder anzusteigen und den Puls hochzujagen, ich probiere jetzt auch das erste Mal ein Gel, welches mir gut bekommt und mir Kraft gibt. Der restliche Weg zur Baumgartenschneid ist ein abwechslungsreicher und holpriger Pfad der Spaß macht. Über einen ziemlich steilen Hang gelangen wir zum Gipfel (1444m), bei den letzten Metern wird aus laufen wieder schnelles gehen. Oben angekommen ein fantastischer Blick über das Gebiet rum um den Tegernsee. Ich muss es nochmals wiederholen, es ist so wunderschön. Wir rasten und essen unsere mitgebrachte Brotzeit, eine einsame Bank lädt uns zum Hinsetzen ein, aber der Himmel zieht sich zu und es wird windiger, hätte die liebe Silke nix von einer Jacke gesagt (merke: nehmt immer eine Jacke mit, wenn ihr einen Gipfel erklimmt), ich wäre erfroren. Somit essen wir schneller, es werden noch ein paar Selfies gemacht und dann geht’s rechtzeitig, als es zu regnen beginnt, schon wieder abwärts. Keine 5 Minuten und wir sind nass, klar wer schnell läuft, bekommt mehr ab. Nach dem geschlängelten Hang kommen wir durch Wald, trittsicher muss man sein und durch den Regen sind die Steine ziemlich glatt, was unsere Geschwindigkeit ein wenig verlangsamt. Aber bald darauf hört es auch wieder auf mit dem Regen und es kommt kein Anstieg mehr, sodass wir relativ schnell wieder Tegernsee erreichen. Insgesamt haben wir ca 2:45 Stunden für die gesamte Runde benötigt (empfohlene Wanderzeit ca 5:45 td.), ein bisschen enttäuscht, da viele Gehabschnitte noch dabei sind, aber dennoch glücklich über die vielen schönen Eindrücke, freue ich mich schon auf die nächsten kommenden Trails.

  • A Great Day for a Workout by Zico

    Zico lädt zum Workout ein Am 18. September 2014 fand das Zico Event „ A Great Day for a Workout “ in München statt. Eine tolle Gelegenheit in chilliger Atmosphäre, neue Leute kennen zu lernen, einen netten Abend zu erleben und Sport zu treiben. Die Teilnehmer trafen sich alle vorab zum Kennenlernen und einem kurzen Cool-Down in dem Dean & David Restaurant am Anulfpark, München. Vor Ort konnten wir uns mit einem kalten Zico Kokoswasser erfrischen und uns unter einander austauschen bzw in Gespräch kommen. Das Wetter war hervorragend bis spitzenmäßig. Recht schnell trudelten alle nacheinander ein. Die Marke Zico stellt Kokoswasser. Hinter dem Unternehmen steckt interessanterweise der Coca-Cola Konzern. Es gibt die Sorten Original und Mango und die Getränke eignen sich sehr gut für sportliche Aktivitäten. Recht schnell ging es zum Workout über, wir waren ja nicht nur zum schnacken und trinken gekommen. Los gehts mit dem Workout Der Trainer Andreas Stollreiter führte uns zum naheliegenden Park, wo wir alle mit selbigen Zicoshirt und blauen Zico-Matten bewaffnet, uns ausbreiteten und los ging es. Er führte uns in die Welt des Yogas, die Abendstimmung war toll und einige neugierige Zuschauer fanden sich auch ein. Nach der entspannenden Yoga-Einheit ging es zum Pilates über. Bei diesem Ganzkörpertraining konnten wir unsere Beckenboden-, Bauch und Rückenmuskeln fordern. Es wurde mittlerweile schon dunkel und als Abschluß durchliefen wir noch ein kleines Zirkeltraining inklusive TRX- und Kettlebellstation. Nachdem wir uns ordentlich ausgepowert haben ging es zurück zum Dean & David Restaurant, wo wir mit leckeren Smoothies, Wraps, Sandwiches und mehr Zico-Kokoswasser verwöhnt wurden. Fazit Es war ein nettes Afterwork-Workout mit den Mädels und einigen neuen Kontakten. Vielen Dank an Zico für das tolle Event.

  • Spartan Race Beast in Klinovec, Tschechien

    Ein Ziel meines derzeitigen Läuferlebens war die Trifecta der Spartan Race Serie in 2014 zu absolvieren. Dies bedeutet, dass man innerhalb eines Jahres den Spartan Race Sprint (ca. 6 km / 15 Hindernisse), den Super (ca 13 km / 21 Hindernisse) und den Beast (ca 21 km / 26 Hindernisse) durchläuft. Nachdem erfolgreichen und tollen "Spartan Race Super" in Köln im Juni, machte ich mich an die Recherche, wo denn relativ zeitnah der nächste Beast stattfindet und siehe da, gar nicht so weit weg von München. Also brechen einige Freunde und ich am 15.08.2014 nach Klinovec (auch Keilberg genannt im Erzgebirge) auf. Wir übernachten in einem tollen Ferienhaus in Bozi Dar, unweit vom Veranstaltungsort. Der Keilberg ist im Übrigen mit 1244 m die höchste Erhebung im Erzgebirge und eines der größeren Skigebiete in der Region. Für unser Vorhaben lässt das Wetter allerdings sehr zu wünschen übrig. Regen und Regen und nochmals Regen. Auch am Morgen des 16.08.2014 bricht der Himmel nicht auf und es sieht einfach widerlich aus. Aber was solls, wer ein Spartaner ist, dem hält auch ein bisschen Wasser nicht auf, nass werden wir sowieso. Wir warten bis kurz vor dem Start im Auto, um nicht kalt zu werden, laufen dann Richtung Start und es gießt wie aus Eimern, wir müssen uns in einem Zelt unterstellen bis 5 Minuten vorm Start. Auf dem Gelände herrscht jedoch eine tolle Stimmung, überall sind gutgelaunte Teams bzw. Mitläufer, die uns positiv entgegenkommen, alle mit dem gleichen Ziel, den Beast zu finishen. Wir starten um 11 Uhr und es nieselt jetzt nur noch, bei einem gemeinsamen Warm-up im Startbereich steigt die Stimmung, ich bin schon sehr nervös, aber trotzdem voller Vorfreude. Und es hört endlich zu regnen auf, was für eine Wendung, das Wetter soll auch über den gesamten Wettkampf halten. Als der Startschuss fiel geht es gleich einen Berg hoch, wie anstrengend, wir sehen das Ende und freuen uns, aber nein von da geht’s gleich den nächsten Anstieg nach oben. Schon aus der Puste auf dem ersten Kilometer, hochsprinten ist auch nicht möglich. Zwischendrin die ersten kleineren Hindernisse, wie Heuballen und Autoreifen. Jetzt realisiere ich, dass wird anstrengender als erwartet. Der größte Teil der Strecke geht querfeldein, durch Wald, hoch und runter, es wird nicht langweilig, bei den Hindernissen ist anfänglich Geschicklichkeit gefragt beim Balancieren und danach beim Überwinden der Traversewall. Es geht weiter über Stock und Stein und immer wieder Hindernisse durch Matsch oder Wasser oder es gab auch diverse Hindernisse bei denen viel Kraft aufgebracht werden musste. Hier gab es z. B. die Aufgabe einen Eimer selbst mit Sand zu füllen und einen gefühlt ewig langen Anhang hoch und wieder runter zu laufen, das gleiche musste man mit Sandsäcken an einer anderen Stelle überwinden. Oder die Monkeybars, meine größte Angst, leider habe ich dieses Hindernis nur fast geschafft, ich hab mich eine Stange zu früh runterfallen lassen. Aber ich war nicht traurig darüber, das nächste Mal werde ich es definitiv schaffen. Unangenehm empfand ich das Hindernis „run the river“, eigentlich einfach, man musste über einen bestimmten Streckenabschnitt lediglich durch einen kleinen Fluss entlanglaufen. Das Wasser war allerdings so kalt und der Fluss so steinig, dass dies viel Kraft kostete und vor allem die Muskeln krampften. Im weiteren Verlauf musste man den „Tire Flip“ absolvieren, bedeutet riesige Reifen hochbekommen und umschmeißen, beim „Hercules Hoist“ einen schweren Sandsack nach oben zielen und beim Cargonetz seine Höhenangst unter Kontrolle bekommen. Dann kommt wieder ein größerer Streckenabschnitt wo nur laufen angesagt war bzw. nur kleinere Hürden zu überwinden waren. Wir sind nun schon Stunden unterwegs und hören so langsam Musik bzw. erahnen das Ziel, blöd ist nur, dass das Finale (etwa die letzten zwei Kilometer) es wirklich in sich hatte, alleine auf diesem Streckenabschnitt müssen wir etwa acht Hindernisse überwinden: Jetzt wird uns auch klar, warum anfänglich so viel Laufen angesagt war. Klar und wo sind die Kräfte geblieben, natürlich auf dem Weg irgendwo aufgebraucht. Als erstes kommt der „tractor pull“, eine schwere Schaufel an einer Kette einen Hügel hoch und wieder runter ziehen, meine Hände schmerzen, hier wären Handschuhe super im Einsatz gewesen. Als nächstes kommt Sperrwerfen, wer schon mal an einem Spartan Race teilgenommen hat, weis das hier die meisten Burpess bewältigt werden müssen, auch ich verfehlte das Ziel und durfte 30 Burpess machen und meine Kräfte schwanden weiter. Slip & Slide ist wohl das spassigste Hindernis für die Meisten, man rutscht in eine schöne braune Brühe und es geht nass weiter zum „Log Hop“, bedeutet balancieren über kleine Pfähle die sehr locker im Boden steckten. Das Ziel kann man schon sehen muss aber noch die „Climb Rope“ rauf und durch einen unangenehm langen „Barbwire“, danach wird es noch nass, indem man uns durch das „Roling mud“ führt. Auf der Zielgeraden ist nur noch die „Slip Wall“ und der „Fire Jump“ im Weg und der Beast ist geschafft. Glücklich im Ziel haben wir alle insgesamt 22,5 km und 1423 Höhenmeter überwunden. Dafür benötigte ich persönlich 5,5 Stunden. Das Spartan Race Beast trägt auf jeden Fall seinen Namen zu Recht, dieser Hindernislauf ist hart und herausfordernd. Während des Rennens ging es unaufhörlich Berg auf und Berg wieder runter, die Bergaufstiege konnte man effektiv nur gehend meistern, da ansonsten die Energie zu schnell aufgebraucht gewesen wäre. Es war für mich persönlich ein Highlight und ich freue mich auf weitere Events wie dieses.

  • Die Amperchallenge - die etwas andere Laufveranstaltung

    Samstag 04.07.2015 – 37 Grad und es wird noch heisser, der SV Esting hatte zur ersten Ausgabe der Amper-Challenge eingeladen und 63 Mitglieder der Munich Elite Warriors folgten dem Ruf, darunter auch ich. Die Erstaufgabe wurde mit 6 km und 15 Hindernissen ausgeschrieben. Es ist immer wieder schön bei Hindernisläufen in und um München zu starten, da man viele bekannte Gesichter trifft und auch bereits bekannte Leute aus Social Media kennenlernen kann. So auch bei der Amper Challenge. Die Temperaturen kann man sehr gut als „Affenhitze“ beschreiben, bereits angekommen, waren wir schon durchgeschwitzt, die Anmeldung erfolgte schnell. Auf dem Gelände fing auch gleich das Geschnatter an, die Fotosession und die Inspizierung der ersten Hindernisse. So schön das come together war, so irre hörte es sich an, bei diesen Temperaturen laufen zu wollen, das gute, es sollte ein Rennen ohne Zeitmessung werden, bei welchem es lediglich um den Spaß und den Teamspirit gehen sollte. Glücklicherweise war das letzte Hindernis ein wunderschöner und kühler Pool, welchen wir schon vorab ausprobierten, mehrmals versteht sich, eigentlich wollten wir gar nicht mehr laufen, sondern gleich zur Poolparty übergehen und die Cocktails bestellen. Aufgrund unserer Gruppengröße bekamen wir unsere eigene Startwelle und durften als erste Läufer um 15 Uhr starten. Insgesamt gingen etwas mehr als 400 Läufer an den Start. Der Lauf war ausverkauft. Vorm Startschuss wurden wir mit einem kleinen Warmup begrüßt und wurden mit einem neuen Spruch in den Lauf geschickt: Schnell wie ein FUX, stark wir ein BÄR, wir so ampa ihr so YEAH, danke liebe Veranstalter, ich mag den Spruch. Ein Meer gleicher Shirts setzte sich in Bewegung, mit am Start mein Freund, es sollte sein erster Hindernislauf werden, ich war voller Hoffnung, dass es ihm gefällt. An dieser Stelle muss man erwähnen, dass die Organisation einfach nur top war, da kann sich so mancher Veranstalter ein paar Tipps holen, das rund-um-sorglos Paket war bestens. Das Rennen führte uns durch die Amperauen in Olching, wunderschön und abwechslungsreich, zwischendurch immer wieder Hindernisse, auch einige, welche nur im Team zu bewältigen waren, z.B. einen Baumstamm im Kreis tragen, oder einen Traktorreifen, der gezogen werden musste. Auch die Heuballen, waren für uns Mädels teilweise nur mit Hilfe, bewältigbar. Auf der kurzen Strecke wurden wir zweimal mit Wasser versorgt, es gab immer wieder Rasensprenger und somit konnten wir uns einigermaßen abkühlen. Des Weiteren mussten wir Kriechhindernisse, wie z.B. dunkle Rohre und gespannte Netze bewältigen. Es ging immer wieder auf und ab und durch Wasser durch. Wirklich ansprechend durchdacht, einzig eine Art „Dunkelkammer“ ein riesiger Raum, welcher dunkel und vernebelt war und man sich von einem Ende zum anderen ertastend durchkämpfen musste, fand ich persönlich nicht so toll. Dann waren die 6 km auch schon schnell geschafft und wir durften uns kurz vorm Ziel in den kühlen Pool reinschmeissen, bester Zieleinlauf ever! Nach dem Lauf ging es schon direkt zu einer Sommerparty über, für Essen und Getränke und Musik wurde vom Veranstalter gesorgt, die gute Stimmung brachten wir mit. Ein chilliges Event, was uns sehr gefallen hat und bis spät in die Nacht ging. Der Lauf ist übrigens für Anfänger sehr zu empfehlen, da die fehlende Zeitmessung den Druck rausnimmt und man gegenseitig mehr aufeinander aufpasst und hilft. Also nächstes Jahr alle ab zur Amper-Challenge! Fotos von PEAK ART IMAGES (https://www.facebook.com/peakartimages)

  • Wings For life World Run - die ganze Welt vereint in einem Lauf

    Am 08.04.2015 sitze ich im Büro und rufe meine Emails ab, in einer Email, lese ich nur den Betreff „Du bist im „Team Lisa“ und schon ist es geschehen, Luftsprünge und ein Freudenausbruch sind die Folge. Ich hatte mich bei Gerolsteiner beworben, um im Team von Lisa Hahner bei den Wings For Life World Run in München am 03.05.2015 mitlaufen zu dürfen. 20 Läufer wurden gesucht und ich hatte Glück. Geflasht von dieser Information freute ich mich auf das kommende Ereignis. Der Wings For Life World Run wurde in München das erste Mal ausgetragen, Hintergrund dieser Veranstaltung, welche weltweit ausgetragen wird, dass man die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema Querschnittslähmung lenken will. Alle Einnahmen sowie Spenden werden zu 100% in die Rückenmarksforschung geleitet. Das Motto „Wir laufen für alle, die nicht laufen können“. Der WFLWR wurde im Olympiapark in München ausgetragen, am Vormittag des 03.05.2015 traf ich mich dort mit Einigen vom Team, welche ich vorher auch schon kannte. Wir holten unsere Startunterlagen und genossen die Atmosphäre. Das Wetter war leider durchgehend regnerisch, was sich aber komischerweise nicht auf die Stimmung niederschlug. Nach einiger Zeit fanden wir uns alle im Gerolsteiner Zelt ein, um Lisa Hahner, welche leider aufgrund einer Verletzung nicht laufen konnte, zu treffen. Man konnte Fragen stellen und Bilder mit ihr machen, es wurde auch ein Teamfoto geschossen. Ich fragte Lisa, was ihre Pläne sind und wie lange sie benötige, um wieder Bestzeiten zu laufen, nach Ihrer Verletzung. Es ist schon eine unglaubliche Leistung, welche ein Profisportler schaffen kann, sie meinte 2,5 Monate reichen aus und im Herbst plant Sie ihren nächsten Marathon. Kurz vor Startschuss, welcher übrigens weltweit gleichzeitig erfolgte, stellten wir uns in die Starteraufstellung. Der Lauf fand in 33 Ländern und in 35 Locations statt. Ein wirkliches Ziel gibt es nicht, 30 Minuten nach Startschuss verfolgt das sogenannte „Catcher Car“ das Läuferfeld. Sozusagen fährt das Ziel den Läufern nach und jeder der überholt wird, ist aus dem Rennen raus. Gewinner sind die Läufer mit den meisten erlaufenen Kilometern. Mein persönliches Ziel setzte ich bei 23 km, die maximale Zeit, die ich dafür brauchen dürfte, waren zwei Stunden und wären somit auch meine Bestleistung gewesen. Um 13 Uhr dann der Startschuss, wir liefen viel zu schnell los und ließen uns von der Menge ziehen. Wir wollten im Team, die ersten 5 km beieinander laufen, was Einigen von uns auch gelungen ist. Nach der ersten Getränkestation (5 km) allerdings, trennten wir uns langsam, aber überholten uns immer wieder gegenseitig. Während dem Lauf sprach ich immer wieder mit anderen Läufern, eine einzigartige Stimmung, das Laufen bei Regen, machte so richtig Spass. Ich schaute immer wieder auf die Uhr, 15 km musste man in 1:30 Stunde absolvieren, ich war bei ca 1:20 Stunde an dieser Marke. Von da an wusste ich, dass es knapp wird. Das Catcher Car wurde im Laufe der Zeit immer wieder um 1 km/h schneller. Bei 20 km machte ich vorsichtshalber ein Selfie, da nach meiner Rechnung das Fahrzeug nicht weit sein konnte. Und siehe da, schneller als gedacht, kam es angebraust, ich konnte mich noch bis auf 20,50 km kämpfen bis ich überholt wurde. Ziel habe ich zwar nicht erreicht, aber überglücklich ein Teil dieser Bewegung gewesen zu sein, das war es auch, was in diesem Moment wichtig war. Mittels Shuttle-Bussen wurden wir wieder zurück zum Olympiapark gebracht, dort haben wir uns noch gestärkt, ein bisschen unterhalten und Spass gehabt. Alles in allem ein tolles Event mit vielen alten und neuen Bekannten. Insgesamt starteten weltweit ca 70.000 Läufer und es wurden bereits 4,2 Mio EUR gesammelt. Danke an Gerolsteiner für dieses einmalige Erlebnis.

  • Sommernachtslauf in München

    Bääm neue Bestzeit auf der 10km Distanz, aber fangen wir von vorne an. Am Freitag den 25.07.2014 fand der Sommernachtslauf im Olympiapark statt. Klein aber fein, geschätzt nicht mehr als 1500 Teilnehmer. Ein paar Freunde und ich starteten im Team „My Sportswear“. My Sportswear übernahm für uns die gesamte Organisation in Bezug auf Anmeldung und Ausstattung. Für den Lauf selber gab es zwei Streckenlängen zur Auswahl, 1 x 5,3 km und die 10 km Distanz (2 Runden). Wir alle entschieden natürlich für die längere Strecke und nahmen uns alle Bestzeiten vor. Vor dem Rennen kurz aufgewärmt, das Wetter war perfekt und die Sonne schien, so wie es für einen Sommernachtslauf erforderlich ist. Dann ging es an den Start, der Startschuss, die Läufer starteten recht schnell und es gab kaum Stau, nur überholen war anfangs ein wenig schwierig bis sich das Feld aufgelöst hatte. Ich für mich begann das Rennen leider ein bisschen zu schnell, dass merkte ich vor allem bei den Anhöhen, in der ersten Runde überholte ich viele Läufer, aber körperlich fühlte ich mich nicht optimal. Deshalb ging ich die zweite Runde langsamer an, allerdings wurde ich nun öfter überholt, was auf die Motivation schlug, egal zu dem Zeitpunkt hieß es überleben und eine einigermaßen gute Zeit erreichen. Auf den letzten Kilometern versuchte ich wieder das Tempo zu erhöhen und zumindest mit den schnellen Läufern Schritt zu halten. Das funktionierte sehr gut und die letzten Kilometer wurde das Gaspedal durchgedrückt und siehe da eine unglaubliche Zeit erreicht. Mit 52:37 war ich total happy und konnte meine vorherige Bestzeit um zwei Minuten verbessern. Platz 34 unter den Frauen, hört sich auch toll an. Mit rotem Gesicht ging es dann erst mal zur Wasserstation, zwei Becher auf ex. Dann wartete ich im Ziel auf meine Freundin, für welche es der erste Wettkampf war, auch sie kam mit einer tollen Zeit von 01:01:44 ins Ziel. Ein Super Race für uns alle.

  • Veganes Pad Thai

    Ich habe mal wieder eines meiner Favoriten zusammengefasst, dieses Rezept ist schnell zubereitet und ist auch sehr gut geeignet, am nächsten Tag zum Aufwärmen in der Mittagspause mitzunehmen. Pad Thai ist ein bekanntes Gericht aus der thailändischen Küche. Für 2 Portionen: 200 gr Tofu 1-2 Knoblauchzehe1 Zwiebel300 gr Brokkoli 1 Stange Lauch1 kleine Zucchini2-3 KarottenFrühlingszwiebelnKokosmilch / Kokosraspel2 EL ErdnussmussSesamLimette125 gr ReisnudelnKokosfett1 Stück Ingwer, Chili, Salz, PfefferLimetteCashewnüsse Zwiebel, Ingwer und Knoblauchzehen schälen und klein hacken, Brokkoli Lauch, Zucchini, Karotten und Frühlingszwiebeln waschen und würfeln. Tofu auch in kleine Würfel schneiden. In einer kleinen Pfanne Kokosfett anbraten und Tofu darin anbraten, wenn dieser bisschen Farbe angenommen hat, mit Kokosmilch und Erdnussmus ablöschen, Kokosraspel hinein geben und zur Seite stellen. In einem Wok Zwiebel; Ingwer und Knoblauch kurz anbraten, Sesam und Gemüse hinzugeben (Frühlingszwiebel später beigeben) und mit ein bisschen Kokosmilch (ggf zusätzlich Wasser) ablöschen,. Kochen lassen bis das Gemüse gar ist. Das ganze salzen und würzen. Zwischenzeitlich die Reisnudeln gemäß Packungsanweisung zubereiten. Zum Schluss den Tofu in die Gemüsemischung geben und die Reisnudeln untermischen. Mit Limette auf Tellern servieren. Cashewnüsse on top. Wer mag nimmt auch Koriander dazu. Guten Appetit.

  • Kürbiszeit

    Dieser Herbst ist einfach wunderbar, farbenfroh und bisher bestes Laufwetter. Und jetzt die spannende Frage, welches Gemüse kommt euch als erstes in den Sinn, wenn ihr an den Herbst denkt? Ich würde behaupten die meisten sagen Kürbis? Denn für mich gehört der Kürbis in den Herbst, weil dieser so schön orange leuchtet und so toll nach Herbst schmeckt. Ein Spaziergang über den Markt ist auch toll. Und ohne Kürbis könnte sich niemand Halloween vorstellen. Der Kürbis ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Er enthält Beta-Karotin, das unser Körper in Vitamin A umwandelt, somit gut für unsere Sehkraft, Haut und Haare. Er ist kalorienarm, wegen des hohen Wassergehaltes. Auch hat er reichlich Kalium, Calcium und Zink. Meine Lieblingssorten sind Hokkaido und Butternut, was sicherlich auch die gängigsten sind. Beim Hokkaido ist die Schale essbar. Der Kürbis ist vielseitig zubereitbar, ob pikant, deftig oder süss, es gibt viele schmackhafte Varianten. Es muss nicht immer die klassische Kürbissuppe sein und ich möchte euch ein paar Inspirationen aus meiner Küche mit dem orangenen Gemüse zeigen: Der gesunde Starter in den Tag - Hokkaido Smoothie (1Portion) Zutaten wie folgt und Menge nach persönlichen Wunsch -Kürbispüree -Birne -Banane (gefroren) -Zimt -Chiasamen -Vanille -Mandelmilch Alles miteinander im Mixer pürieren, wer es ein bisschen süsser mag, kann noch Agavensirup hinzufügen. Die perfekte Zwischenmahlzeit – der Kürbiskuchen (1 Kastenform) -200 gr Kürbispüree -75 gr Naturjoghurt -2 Eier -100 gr Erdnussbutter -50 gr Nutella -150 gr Zucker -1TL Zimt -1TL Backpulver -250 gr Mehl -50gr geraspelte Schokolade (Vollmilch) Zunächst Kürbispüree herstellen, indem man Kürbis in Würfel schneidet, weich kocht und mit wenig Wasser püriert, ohne Verwendung von Salz. Kürbispüree, Joghurt , Eier, Erdnussbutter und Nutella verrühren. In einem anderen Gefäß die übrigen Zutaten vermengen und dann der Kürbismasse hinzufügen. Abschliessend noch die Schokolade unterheben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegten (auch gebuttert möglich) Kastenform füllen und bei 180 Grad ca 50 Minuten backen. Ein leckeres Abendessen – Gefüllter Hokaidokürbis (2 Portionen) -1 Hokaidokürbis -200 gr Rinderhackfleisch -1 kleine Zwiebel gewürfelt -1 Dose Tomaten in Stücken (gern mediteran) -1-2 Knoblauchzehen -100 gr Hüttenkäse -100 gr Ricottakäse -100 gr Mozzarellakugeln -Olivenöl -frischer Basilikum, Rosmarin -Chili (wer es schärfer mag) Der Kürbis muss zunächst im Backofen weich gebacken werden, dafür den Kürbis halbieren und die Kerne entfernen. Mit Olivenöl die Hälften beträufeln, mit Pfeffer und Salz würzen und bei 180 Grad für 45 Min. backen. In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Knoblauch in Olivenöl anbraten. Das Hackfleisch hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen (gerne auch weitere Gewürze nach Wunsch beifügen). Mit den Tomaten in Stücken ablöschen und Basilikum und Rosmarin dazu geben. Die Sauce auf kleiner Hitze ein paar Minuten einkochen. In einer weiteren Schüssel den Hüttenkäse und Ricotta vermengen, mit Basilikum, Rosmarin, Pfeffer und Salz abschmecken. Nun den Kürbis aus dem Ofen nehmen und die Füllungen hinein schichten, mit der Hüttenkäse/Ricotta Füllung beginnen. Zum Schluss mit den Mozzarellakugeln abdecken. Den gefüllten Kürbis nochmals 15 Min in den Ofen geben. Nun kann der Kürbis serviert werden. Dazu passt Feldsalat. Guten Appetit. Ich wünsche euch viel Spass beim Ausprobieren.

  • Biwakieren: Meine Tipps und Mikro-Abenteuer kann jeder erleben

    Werbung: Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit Eddie Bauer entstanden und ins Leben gerufen worden. Unter dem Motto #LiveYourAdventure ruft die Firma Eddie Bauer Outdoorfans auf, ihre persönlichen Abenteuer in der Natur zu suchen bzw. zu erleben. Von der Aktion fühlte ich mich sofort angesprochen und überlegte mir, wie ich es am besten für mich umsetzen könnte. Jeder Mensch will ständig und immer kleine Abenteuer fern ab vom Alltag erleben - "einfach mal machen". Allerdings beschweren sich die meisten Menschen auch, sie hätten zu wenig Zeit. Ich denke, das sind oft Ausreden. Ich bin mir sicher, dass man nicht weit fahren und auch nicht viel Geld ausgeben muss, um der Natur und den Erlebnissen nah zu sein. Das Leben ist voll von Mikro-Abenteuern. Somit war meine erste Biwak Tour (Verb: biwakieren) schnell in Planung. Denn wer Abenteuer erleben will, muss ausbrechen. Natur bedeutet für mich immer eine Auszeit vom tagtäglichen Leben. Ich kann abschalten, denke nicht über dies oder das nach, sondern genieße einfach. Aber wie fühlt sich ein freier Schlafplatz in der Natur an? Ich habe noch nie auf einem Berg übernachtet, Hüttenübernachtung ausgenommen. Dieser Wunsch stand schon länger auf meiner To Do Liste. Ein Schlafplatz unter freiem Himmel mit Blick in die Sterne hört sich ja eigentlich fantastisch an, meint ihr nicht auch? Was heisst Biwakieren (Wildcampen)? Biwakieren ist eine Sonderform der Übernachtung im Freien, ohne Zelt und außerhalb von Campingplätzen. Man spricht auch oft von Notlager . Meist handelt es sich um kurzfristige Aufenthalte, z. B. eine Nacht. Zur Verwendung kommen ein Biwaksack (wind-/wasserdichter Sack) oder Tarp (offene Überdachung). Biwakieren in Deutschland erlaubt? Also lassen wir uns drauf ein, wir werden Wochen später noch an diese Tour denken, sozusagen ein kleines Mikro-Abenteuer . Aber alles, was schön klingt, ist leider oft auch verboten. Ganz wichtig: Zelten (Biwaken) ist nicht überall erlaubt, bitte unbedingt die gesetzliche Lage prüfen, welche von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt wird. Vor allem in Deutschland ist das Übernachten in der Natur oftmals nicht erlaubt (zelten ist meist nur auf Campingplätzen bzw. ausgewiesenen Plätzen möglich). Bisschen weniger restriktiv ist es in einigen österreichischen Bundesländern - aber auch hier gilt es, vorher zu prüfen, da die Gesetze variieren. Die Gesetzeslage spricht oft von Übernachtung im Zelt, ein wenig anders sieht es beim Biwakieren aus. Toleriert wird oft das Notbiwaken, oberhalb der Baumgrenze, außer es ist explizit untersagt. Aber generell kann ich nur sagen, dass die Gesetze ziemlich verwirrend sind. Tipps zum Biwakieren Für alle, die nun eine ähnliche Tour unternehmen wollen, habe ich ein paar Tipps . Bei unserem Vorhaben lief leider nicht alles glatt. Ziel ist ja, dass ihr es besser organisiert: 1. Auf welchen Berg übernachtet man am besten? Gesetzliche Lage prüfen. Zu beachten sind außerdem: keine Übernachtung in Naturschutzgebieten, bei Privatgrund nach Erlaubnis fragen. 2. Wann sollte man Biwakieren? Eine Übernachtung im Freien und Gewitter passen gar nicht zusammen. Wir mussten unseren ersten Übernachtungsversuch im Juli mitten in der Nacht abbrechen, da das Gewitter direkt in unsere Richtung zog. Den Wetterbericht vorab nachprüfen und dann auch berücksichtigen, ist da Gold wert. Wir wussten zwar von der Gewitterwahrscheinlichkeit, hatten es aber dennoch probiert. Generell empfehle ich, auf eine windstille, laue Sommernacht zu warten, aber leider ist das nicht immer einfach mit einem vollen Terminkalender. 3. Zeitrahmen beachten Da es mir wichtig war, die Übernachtung unter der Woche in den normalen Arbeitsalltag zu integrieren, ist es natürlich wichtig, einen Zeitplan einzuhalten. Zu spät kommt niemand gern in die Arbeit. Daher ist eine Biwak-Tour im Juni/Juli am sinnvollsten. Je mehr es in den August reingeht, umso später geht die Sonne morgens auf. Wir haben einen einigermaßen schnell zu erreichenden Berg (ab München) gewählt, welchen man im Aufstieg in 1,5 Stunden erreichte und der Abstieg in einer Stunde möglich war. 4. Sich auf das Erlebnis einlassen Dem Stress entfliehen, hat natürlich auch seinen Preis. Ein paar Unannehmlichkeiten der Natur muss man für solch ein Abenteuer schon in Kauf nehmen: Die Bereitschaft, sich auf eine etwas unbequemere Nacht im Freien einzulassen, ein paar Käfer, ein bisschen Kälte, fehlender Komfort - das alles sind Dinge, die man akzeptieren muss. Biwakieren ist leider kein 5 Sterne de Luxe. 5. Was braucht man für die Übernachtung im Freien? - Isomatte, Schlafsack und ggf. Biwaksack - Warme Sachen (Jacke, mehrere Schichten Oberteile, Mütze, Handschuhe, ggf. Regenjacke) - Stirnlampe - Verpflegung Detailierte Packliste zum Ausdrucken: 6. Tipps gegen Kälte Unser zweiter Versuch fand im August statt, und die Nacht war bereits herbstlich und kühler. Wichtig ist das richtige Equipment, um warm zu bleiben. Ich war leider in Bezug auf die Schlafsackwahl ein bisschen zu optimisch. Mein Schlafsack war viel zu dünn, geeignet für eine Komforttemperatur von +13,5 Grad (wir hatten nachts eine Temperatur von ca. 10 Grad). Klar, dass ich frieren würde. Mein Kumpel Stefan hatte einen bedeutend wärmeren Schlafsack und dazu eine Biwakhülle dabei, so dass wir die Schlafsäcke tauschten. Ich war vor dem Erfrierungstod erst mal gerettet. Zusätzlich sind auch Mütze und Handschuhe nützlich. Für die Übernachtung und den Blick in die Sterne ist eine Thermoskanne mit heißem Tee geradezu perfekt. Ihr seht schon, man muss einiges mitnehmen, um warm zu bleiben, und der Rucksack ist deutlich schwerer als bei normalen Tagestouren. 7. Sonstiges Ich denke, es ist klar, dass man keine Lagerfeuer zündet und auch seinen gesamten Müll wieder mitnimmt. Die Natur ist unser aller Gut, deswegen sollte sie auch möglichst unverändert wieder verlassen werden. Schlusswort So, und worauf wartest du? Was könnte dein nächstes kleine Mikro-Abenteuer sein? Um etwas zu erleben, muss man meiner Meinung nach auch mal raus aus der Komfortzone. Der täglich wiederholende Trott lässt uns vergessen - daher ist es gut, immer wieder Reize zu setzen. Die Welt ist voller Möglichkeiten, wir müssen sie nur ergreifen! Und schaut mal die Ausblicke: Die etwas "kalte" Nacht hat sich mit all seinen Unannehmlichkeiten doch gelohnt! Das nächste Mal bin ich mit einer besseren Vorbereitung bzw. einem wärmeren Schlafsack am Start und kann die schönen Dinge einer solchen Biwak Übernachtung noch mehr genießen. Danke an Eddie Bauer und Outdoor Blogger Network für diese Idee, biwakieren war mir bisher nur ein Wort ohne wirkliche Bedeutung - nun kann ich sagen, ich habe es erlebt. Wenn du noch mehr zum Thema biwakieren nachlesen möchtest, empfehle ich den Blogbeitrag von Bergzeit: Biwakieren - das sollte man beachten. An dieser Stelle danke an Bergzeit für die Zusammenarbeit. Fotocredit: Stefan Schaaf (PEAK ART IMAGES)

  • Der Innsbruck Alpine Trail - die Marathon Distanz

    Innsbruck Alpine Trail Festival - mein erster Marathon 2018 Der Innsbruck Alpine Trail 2018 (IATF) ist Geschichte und ich um eine Erfahrung reicher. Laufen macht mir unheimlich Spaß, aber manchmal auch nicht und es ist auch immer so eine Sache mit der Tagesform am Wettkampftag. Kurzum ich will euch über meinen ersten Trailwettkampf dieses Jahr, den Innsbruck Alpine Trail, auf der Marathondistanz (kurz: K42) berichten. Die Umstände waren etwas "heikel" bzw bei Anmeldung so nicht ganz vorhersehbar. Anmeldung zum Marathon Angemeldet habe ich mich ca. sechs Wochen vorher mit ganz viel Motivation noch alles aus dem Training rauszuholen, um entsprechend vorbereitet am 28.04.2018 in Innsbruck an den Start zu gehen. Ich wollte in Innsbruck offiziell in die Trailsaison starten. Pläne sind soweit gut, wie man sie einhalten kann. Ich konnte es nicht und so lief ich weiter, wenn ich Zeit hatte und nie mehr als 12 Kilometer, außer einmal da waren es 24 Kilometer. Diese 24 Kilometer waren mir auch entsprechend schwer gefallen. Absichtlich war der Trainingsmangel nicht, in meinem Fall waren einfach die Umstände nicht optimal. Abenteuer Leben halt. Eine weitere Hürde war ein relativ spontaner Aufenthalt in Neusiedl (nahe Wien) direkt vor dem Wettkampf und das bedeutete, dass ich noch eine Anreise von über 500 km zum Lauf nach Innsbruck zu managen hatte. Einen Schönheitsschlaf konnte ich somit nicht bewerkstelligen und der Wecker klingelte schon um 4 Uhr morgens am Wettkampftag. Natürlich hatte ich einen kurzen Moment darüber nachgedacht, den Lauf einfach sausen zu lassen. Hat aber nicht geklappt. Nach Innsbruck kam ich staufrei, die Startunterlagen konnte ich in letzter Minute noch ergattern und erreichte geradeso den letzten Shuttle zum Startbereich. Der Start Natterer See Der Start befand sich am Natterer See (Anfahrt von Innsbruck ca 30 Min.). Dort angekommen bemerkte ich, dass ich meine Trinkblase vergessen hatte. Nun ja was soll ich sagen, kann schon mal passieren. Lustig ist es allerdings nicht und so besorgte ich mir wenigstens eine kleine 0,5 Liter Flasche als Ersatz. Der K42 startete übrigens in der heißen Mittagssonne um 12.30 Uhr, Wolken waren kaum am Himmel und der Planet brannte. Das war dann die zweite Hürde, die den Lauf für mich zusätzlich beeinträchtigen würde. Müdigkeit und Hitze, keine guten Voraussetzungen. Um Punkt 12:30 Uhr ging es auf die Strecke. Im Startbereich jubelten viele Zuschauer und der Support der Läufer, welche auf der Halbmarathon Distanz starteten und bereits im Ziel waren, war super. Die ersten drei Kilometer flogen dahin und ich empfand das Laufen noch sehr locker. Aber das war es dann auch. Sehr schnell fühlte ich die mangelnde Vorbereitung und den geringen Schlafanteil. Während des Rennens wurde die Sonne immer intensiver und einige Abschnitte führten über Asphalt und durch den Stadtkern Hall, was meinen Beinen zusetzte. Bis Kilometer 27 würde ich behaupten, war alles erträglich und auch gut laufbar. Ich konnte mich wunderbar ablenken, denn einige schöne Trails machten unheimlich Spaß. Dann wurde es allerdings zäh und zäher. Die Anstiege wurden für mich zur Qual und mein Kreislauf spielte etwas verrückt. Einige Pausen wurden unumgänglich und kosteten viel Zeit. Die Läufer, welche hinter mir liefen und mich nun teilweise überholten waren sehr hilfsbereit, fast jeder bot seine Hilfe an. Die letzten Anstiege waren echt knackig und Zweifel kamen in mir auf. Ich sehnte mich nach Innsbruck. Auf den letzten Kilometern liefen wir dann zusammen mit den Teilnehmern der 15 km Strecke, welche entsprechend "speedy" unterwegs waren. Das war schon sehr demotivierend. Im Downhill konnte ich allerdings doch noch mit dem Tempo der anderen mithalten. Ziel erreicht in Innsbruck Ich würde lügen, wenn ich jetzt behaupte, ich hätte einen immensen Spaß an diesem Tag verspürt, weiter laufen wollte ich keinen Meter mehr nach dem Zieleinlauf. Ich genoß die Landschaft und die Atmosphäre. Das Ziel zu erreichen, war an diesem Tag ein besonders schöner Moment und die Medaille nahm ich mit Stolz entgegen. Es gibt Tage, da muss man mit kleinen Dingen zufrieden sein. Ich überquerte die Ziellinie nach etwa 6 Stunden und 15 Minuten. Für mich vollkommen OK. Übrigens das erste, was mich nach dem obligatorischem Foto interessierte, war eine Cola und ein großes Stück Kuchen. Mir ging es dann auch recht schnell wieder gut und die Qualen waren vergessen. Fazit zum Innsbruck Alpine Trail Festival Trotz der Temperaturen und der Umstände empfand ich das Rennen wieder ein mal sehr schön. Es war mein dritter Start beim Innsbruck Alpine Trail Festival. Die Organisation ist liebevoll und die Helfer an der Strecke sehr nett. Man wollte mich sogar mit einem Schlauch abspritzen und vor dem Hitzetod retten. Unbequem und zeitaufwendig empfinde ich die Abholung der Startunterlagen in Innsbruck, da dann der Shuttle zum Start am Natterer See noch genommen werden muss (betrifft nur die Strecken K42 und K15 startet in Hall). Die Asphaltanteile des Wettkampfes empfinde ich persönlich als zu hoch. Positiv ist die Stimmung, man trifft viele bekannte Gesichter und auch Wiederholungstäter, welche den Innsbruck Alpine als Saisonstart regelmäßig nutzen. Erneuter Start beim Innsbruck Alpine Trail 2019 Durch Zufall konnte ich einen Startplatz für 2019 gewinnen, d.h. man sieht mich auch nächstes Jahr wieder an der Startlinie. Welche Distanz es sein wird ist noch nicht entschieden. Fehlen würde mir ja die längste Strecke über 85 km noch, aber wer weiß was nächstes Jahr ist. Brauchst du Tipps, wie du einen Trail-Wettkampf trotz schlechten Training durchziehst? Immer wieder werde ich gefragt, kann ich diesen oder jenen Wettkampf trotzdem laufen, auch ohne das ich den Trainingsplan einhalten konnte oder länger aufgund einer Verletzung oder Krankheit ausfiel? Es gibt viele Gründe warum ein Start hin und wieder in Frage gestellt werden könnte. Eine gesunde Einschätzung dem eigenen Körper gegenüber ist allerdings das Wichtigste. Wer regelmäßig läuft kann sicher auch mal einen Wettkampf ohne adequates Training laufen. Und im Unterschied zum Strassenmarathon ist ein Traillauf viel besser für den Bewegungsapparat, da man unterschiedliche Geschwindigkeiten und Untergründe läuft. Meine Tipps, damit es ein schöner Lauf wird: Der Blick auf die Uhr: Den lass mal lieber, es geht sicher nicht um Bestzeiten, sondern ums Ankommen und einen schönen Lauftag zu erleben. Gib dir Zeit: Es ist wichtig langsam zu starten und dich nicht mit der Menge mitreißen zu lassen. Übermotivation bringt dich nicht weiter bzw. du läufst Gefahr einzubrechen. Am besten du findest deinen eigenen Flow und hast Spaß am Laufen und glaube mir, ab einem bestimmten Punkt wird es sowieso zäh. Tagesform: Du solltest darauf achten ausgeruht zu sein und eine gute Ernährung einzuhalten. Freue dich auf die Verpflegungsstationen: So ein Stück Schokolade oder ein Schluck Cola hat mich schon oft aus einem Motivationstief geholt. Auch das eine oder andere Hallo hilft dabei Abwechslung in den Ablauf zu bringen und sich wieder mit besserer Laune auf den Weg zu machen. Also unbedingt regelmäßig einen kurzen Stop einlegen. Einfach machen: Das ist eigentlich das Wichtigste. Der Kopf entscheidet oft überhaupt, ob du ankommst, von daher glaube an dich und laufe für dich. Stolz darf jeder sein, der eine Ziellinie erreicht, egal nach welcher Zeit und unter welchen Umständen. Vorbereitung und Equipment: Eine gute Vorbereitung macht den einen oder anderen zu wenig gelaufenen Trainingskilometer wieder wett. Trinkrucksack ist sowieso Pflicht, aber denke vielleicht auch an Salztabletten, Blasenpflaster oder auch das Notgel. Ummeldung: Wenn du gar nicht sicher bist, dann bieten viele Veranstalter die Möglichkeit auf eine kürzere Strecke zu wechseln, auf das nächste Jahr umzubuchen oder aber auch das Ticket auf eine andere Person umschreiben zu lassen. Abschließend Nun ja Schmerzen gab es, allerdings nicht so schlimm wie nach meinem ersten Marathon. Die Treppen ins Parkhaus waren unerwartet schmerzfrei. Ich bin trotzdem Fahrstuhl gefahren. Der Stolz hob meine Laune immens, auch wenn ich mit meinem Rennen nicht ganz so zufrieden war. Laufen bei Hitze wird definitiv meine Schwäche bleiben und unter erschwerten Umständen mag mein Körper noch weniger Leistung bringen. Das Bling Bling hat einen schönen Platz an meinem Medaillenhalter erhalten und ich suche bereits nach dem nächsten Marathon-Event. Strasse oder Trail, was lauft ihr lieber? Fotocredit Titelbild: Sportograf

  • So fühlt sich ein Ultra-Marathon an

    Mein erster Ultra - Innsbruck Alpine Trailrun Festival 30. April 2016 ich stand an der Startlinie meines ersten Ultra-Marathons, dem Innsbruck Alpine Trailrun Festival auf der 65 km Distanz. Ich hatte schon vor meinem ersten Marathon im Oktober 2015 mit dem Gedanken gespielt Ultra laufen zu wollen, aber viel zu schnell stand ich nun tatsächlich am Start, als ob 42,195 km nicht reichen würden. Aber ihr wisst ja, die liebe Lena war an allem schuld. Viele fragen sich sicherlich, wieso macht man das? Ehrlich gesagt kann ich es nicht wirklich in Worte fassen, aber laufen ist ein wichtiger Inhalt meines Lebens geworden. Die Herausforderung neue Distanzen zu meistern, den inneren Schweinehund zu besiegen, mich aufzuraffen und zeigen, was in mir steckt, das ist irgendwie mein Antrieb. Gerade die langen Läufe haben es in sich und es braucht eine große Portion Energie und Willenskraft. Eines ist klar, irgendwann ist dem ein Ende gesetzt, aber es gibt noch einiges, was ich mir als Ziel gesetzt habe und ich versuche die Herausforderungen zu nehmen, wie sie kommen. Auch normale Hobbyläufer können es schaffen, vielleicht ein bisschen langsamer und wahrscheinlich mit viel mehr Schmerz, aber es geht. Vor dem Start lag Aufregung, Angst und Vorfreude in der Luft. Angst warum? Es ist nicht zu schaffen, war meine größte Angst, jeder sagt, ach Cindy das schaffst du auf alle Fälle. Hmm der Meinung bin ich nicht, es gibt Tage, da läuft es einfach nicht und diese hatte ich genügend in den Vorbereitungswochen. Der letzte lange Lauf rund um den Ammersee zeigte mir, dass ich an diesem Tag nicht fähig gewesen wäre, nur einen Meter weiter als die 45 km zu laufen. Einen Ultra laufen kann man nicht jeden Tag. Eine weitere Sorge das Knie, eine falsche Bewegung, fehlende Konzentration könnten das Aus bedeuten. Und falsches Essen unter der extremen Belastung könnte sich auch negativ auswirken, sodass man mit Magenkrämpfen aussteigen muss. Der Ultra-Marathon kann beginnen: Kurz vor 8:00 Uhr, die offizielle Startzeit, wir standen in einer sehr kleinen und übersichtlichen Startwelle. Insgesamt waren nur 900 Starter gemeldet, die ersten ganz „verrückten“ mit der 85 km Distanz gingen schon um 4 Uhr morgens auf die Strecke, die 65 km und 25 km Läufer um 8 Uhr, die Marathondistanz um 12:30 Uhr und die Rookies mit 15 km durften noch bis zum Nachmittag warten. Ich versuchte mich abzulenken, um meine Nervosität in den Griff zu bekommen. Der bevorstehende Lauf, der so anders sein würde. Um 8 Uhr ging es los, ziemlich langsam und gemütlich, auch ganz anders, als man es sonst so kennt. Eine gemütliche Karawane zieht von Dannen. Die ersten 7 Kilometer bis zur Verpflegungsstation 1 von insgesamt 9 flogen regelrecht dahin. Ruckizucki stand ich vor einer riesigen Auswahl an kleinen Köstlichkeiten. Iris und ich hatten uns die Strecke in Verpflegungsstellen eingeteilt, wir liefen keine 65 km, nein wir liefen von Brotzeitstandl zu Brotzeitstandl. Bis hier hin hatte das schon mal wunderbar geklappt. Die Trails machten richtig Spass, ein auf und ab. Hier muss ich der Lena jetzt aber mal ein Lob aussprechen, das Innsbruck Alpine Trailrun Festival war gut gewählt und ist für Ultra-Anfänger genau das Richtige, um mal Langdistanzluft zu schnuppern. Die nächsten zwei Abschnitte liefen auch gut. Wir lernten Sabrina kennen, durch das Geschnatter wurde ich prima abgelenkt. Beim Stopp vier am Natterer See stand dann schon die 25 km Marke und somit das Ziel des K25 Trailhalbmarathons. Meine Beine fühlten sich leider schwer an und die erste Blase hatte ich mir mittlerweile reingelaufen. Wir machten eine etwas längere Pause, sodass ich meine Füße mit Blasenpflaster bekleben konnte. Hier war im Gegensatz zu der Strecke richtig viel los, die Zieleinläufer wurden angefeuert und es fuhren die Shuttlebusse zurück in den Startbereich nach Innsbruck. Wir hatten mittlerweile 11 Uhr und 1,5 Stunden später sollte der 42 K Trailmarathon starten. Auf dem nun folgenden etwas ebenen Abschnitt liefen wir wieder ein bisschen flotter, ging auch bergab. Bis Kilometer 50 und Verpflegungsstation 7 in Hall in Tirol zog sich die Strecke gemütlich hin, allerdings verlor ich immer öfter den Anschluss zu den anderen. Dies war nicht weiter schlimm, wir trafen uns beim Essen immer wieder und ich startete ein paar Minuten früher, sodass die Lücke nicht allzu groß wurde. Diese Maßnahme nahm mir ein wenig den Stress beim hinterherlaufen. Zwischen Verpflegungsstelle 7 und 8 allerdings brach unser Verbund auf, ich ließ mein Team laufen und versuchte mich auf mein eigenes Tempo zu konzentrieren. Mittlerweile tat dieser Lauf auch schon in den Beinen richtig weh. Schöne Wiesen am Rand luden zum Verweilen ein und ehrlich, ich hätte mich gern hingelegt und die Sonne genossen. Zum Wetter habe ich ja noch kein Wort verloren, entgegen der Wochen vor dem Lauf, hatten wir an diesem Tag Sonne pur, was am nächsten Tag allerdings schon wieder vorbei sein sollte. Der Wettergott war auf unserer Seite. Aber keine einzige Sekunde wollte ich aufhören, egal wie weh mir jeder Schritt schon tat, der Laufstil wurde unrunder und es waren noch etwas zwischen 10-15 km bis ins Ziel Es wurden die schwersten Kilometer, Mittlerweile lief ich allein, um mich herum kaum Läufer, also auch wenig Ablenkung. Nur ein Fotograf brachte mich kurz zum lächeln, Blitzlicht an, Mundwinkel hoch. Die letzten Anstiege lagen vor mir und es ging langsam weiter und weiter bis ich zur letzten Verpflegung kam. Dort traf ich wieder auf Lena, Iris und Caro. Iris und Caro hatten mittlerweile auch Schmerzen und mussten deshalb ihren Lauf verlangsamen. Wir entschieden uns gemeinsam bis zum Ziel zu laufen, es waren nun noch etwa 5 km. Die Strecke kam mir wieder bekannt vor, der Inn wurde sichtbar und die Strecke ging vornehmlich abwärts. Komischerweise wurde mein Laufschritt wieder besser mit dem Wissen des nahenden Zieles. Ich lief mit Lena voraus. Unten angekommen waren wir auch schon in Innsbruck angelangt, noch 1 km. Der Weg war nun nur noch Teer, ziemlich hart für meine Beine, gefühlt war dieser Kilometer jedoch der Schnellste des gesamten Rennens. Kurz vor dem Ziel saßen viele Zuschauer und feuerten uns an. Diese Unterstützung lies mich wieder aufrecht gehen und stolz werden. Die letzten Meter wurden dann noch ziemlich schnell, fast Sprint, sodass ich kaum hinterher kam und die anderen drei leicht bremsen musste. Im Ziel dann die Gefühle, die "geil" schrien, die Anspannung die von mir weichte und die Freude die zurück kam. Ziele erreichen kann anstrengend sein, weh tun und dann doch so überragend sein. Eine Aussage, die mir immer wieder in Bezug auf Ultra-Marathon begegnet ist, „Ultraläufer sind Genussläufer“. Ja es ist wahr, man hat Zeit während des Laufes Leute kennenzulernen, den Lauf zu geniessen, sich an der Landschaft zu erfreuen und zu essen. Nur lernen muss ich es noch. Für alle die ein Ziel haben, beisst euch durch! Bestzeiten haben wir keine erlaufen, wir waren 9 Stunden 42 Minuten unterwegs und landeten damit im Mittelfeld. Mit unserer Gesamtlaufleistung (4 x 65 km) konnten wir uns den 7. Platz in der Teamwertung sichern. Kurzer Videoeindruck: https://www.youtube.com/watch?v=BFFWNEhbwwQ

  • Virtuelle Laufwettkämpfe mit der Garmin Forerunner 945

    Anzeige: In Kooperation mit Garmin ist dieser Blogbeitrag entstanden. Er soll dir einige der Funktionen der Forerunner 945 näherbringen und Tipps aufzeigen, wie du einen virtuellen Laufwettkampf schöner und interessanter gestalten kannst. Wie ich mit der Forerunner 945 trainiere, kannst du übrigens hier nachlesen. 2020 das Jahr der virtuellen Läufe Aus gegebenem Anlass sind alle Laufveranstaltungen abgesagt und virtuelle Läufe stehen aktuell hoch im Trend. Die Veranstalter reagieren und mehr und mehr virtuelle Veranstaltungen werden angeboten. Als zusätzlichen Anreiz zur Teilnahme werden meist eine „tolle“ Goodiebag und/oder Medaille zugeschickt. Die Läufe werden allerdings allein gelaufen. Ich war erst mal nicht wirklich begeistert von der Idee allein laufen zu müssen, keine Zuschauer an der Strecke zu haben und mir dann selbst irgendeine Medaille umhängen zu müssen. Nach Spaß hört sich das wirklich nicht an, aber Medaillen wiederum mag ich doch sehr gerne. Da ich in diesem Jahr u.a. auch Laufbotschafter für den Prag HM bin und gebeten wurde, diesen virtuell in München zu absolvieren, habe ich mich mit dem Thema etwas befasst und möchte euch nachstehend ein paar Tipps geben: Wie man auch virtuelle Rennen zu besonderen Erlebnissen machen kann, die in Erinnerung bleiben. Ein Selbstversuch. Warum läufst du? Die Kampagne von Garmin #whydoyourun finde ich persönlich super. Die Garmin Produkte unterstützen Sportler, ihre Ziele zu erreichen und einen aktiveren Lebensstil zu verfolgen. Ich persönlich liebe Wettkämpfe, liebe es zu verreisen und die Welt laufend zu erkunden. Außerdem liebe ich das Drumherum bei Laufevents und lasse gern für mich organisieren. Nichts ist schöner, als an einer Startlinie zu stehen, Starterbeutel abzugeben, unterwegs versorgt und an den schönsten Strecken der Welt vorbei geführt zu werden. Wann der nächste Wettkampf allerdings stattfinden wird, steht noch in den Sternen. Als Alternative bleiben deshalb aktuell virtuelle Läufe (virtual races). Was sind virtuelle Läufe? Im klassischen Sinne hat ein virtuelles Rennen wenig mit einer Laufveranstaltung gemeinsam, da man einfach alles sehr individuell gestalten kann. Es gibt allerdings verschiedenste Möglichkeiten, dennoch in eine Art Wettkampf mit anderen zu treten. Generell werden die Distanzen 5 km, 10 km, Halbmarathon oder Marathon angeboten, manchmal auch individuell gewählte Distanzen, z. B. 30 km. Oft müssen die Läufe in einem bestimmten Zeitraum (Wochenende) stattfinden, weniger oft gilt ein gemeinsamer Start zu einer bestimmten Uhrzeit. Die Zeitmessung erfolgt durch jeden Teilnehmer individuell mit Laufuhr (bei mir ist es der Forerunner 945) oder App. Manchmal bittet der Veranstalter darum, dass die Zielzeit hochgeladen wird oder per Foto ein Nachweis erfolgt. Einige Veranstalter arbeiten auch mit App-Anbietern z.B. ViRace. Dabei werden die Zeitnahme und das Tracking über die App gemacht. Die Teilnehmer können Live Informationen zu eigenen Zwischenständen oder die der anderen Teilnehmer erhalten und dadurch gegeneinander laufen. Vorteile / Nachteile virtueller Läufe im Vergleich zu Laufveranstaltungen Vorteile: Sehr große zeitliche Flexibilität für die Teilnehmer Keine Anreisekosten / Zeitverluste durch das Reisen, man kann direkt von der Haustür loslaufen Individuelle Strecke, man kann laufen, wo man will Hin und wieder sehr schöne Medaillen-Designs als Anreiz Einzige Möglichkeit ein bisschen Wettkampf-Feeling während der Corona Zeit zu schnuppern Keine Zeitlimits Weniger Druckempfinden bei den Teilnehmern Einige Anbieter spenden einen Teil der Einnahmen für gute Zwecke Nachteile: Stimmung / Vorfreude auf ein Event sind anders, weniger aufregend evtl. gar nicht vorhanden (jeder empfindet es anders) Organisation in Bezug auf Strecke, Verpflegung, Fanbase liegt beim Teilnehmer Kosten manchmal etwas hoch für die gebotene Leistung Ehrgeiz / Ernsthaftigkeit nicht so gegeben, wie bei einem offiziellen Wettkampf Wer zu einem bestimmten Datum einen virtuellen Lauf machen will, muss die teilweise etwas längere Bearbeitungszeit/ längeren Versandzeiten beachten. Wie plane ich meinen virtuellen Lauf Für mich persönlich sind die besonderen Momente, die man während eines Wettkampfes erlebt, wichtig. Meist ist eine neue Bestzeit zwar sehr schön, aber viel lieber erinnere ich mich noch an die zwischenmenschlichen Begegnungen oder Erlebnisse, die sich an der Strecke zugetragen haben. Ein weiterer wichtiger Punkt für ein perfektes Lauferlebnis ist zusätzlich immer eine schöne Strecke. Technisch bin ich mit der Garmin Forerunner 945 ausgestattet und sie wird bei meinem virtuellen Halbmarathon für Wettkampf-Feeling sorgen. Erstellung der virtuellen Laufstrecke mit der Forerunner 945 Die Streckenplanung mache ich über die Garmin Connect App. Ich wähle die Erstellungsfunktion in der App auf meinem Smartphone, weil dies für mich der komfortablere Weg ist. Direkt über der Forerunner ist dies aber auch möglich. Außerdem ist mir wichtig, dass wir eine besondere Strecke laufen, die alles andere als langweilig ist. Garmin bietet die Möglichkeit Strecken zufällig zu erstellen. In diesem Fall muss man nur den Startpunkt, die Distanz und die Richtung wählen. Es werden immer wieder neue Vorschläge erstellt. Über die benutzterdefinierte Streckenerstellung kann man ganz individuell planen. Meine festgelegten Streckenpunkte führen übrigens über den Stiglmaierplatz - Nymphenburger Straße – Rotkreuzplatz - zum Nymphenburger Kanal - in den Nymphenburger Schlosspark - über den Olympiapark – Lerchenauer Straße – Herzogstraße - die Münchner Freiheit und über die Leopold Straße bis ins Ziel am Odeonsplatz. Die fertige Strecke kann man mit einem Wunschnamen versehen und muss nun nur noch an die Uhr gesendet werden (erfolgt über Synchronisation). Die Karten sind auf der Forerunner 945 in Farbe dargestellt und sehr verständlich zu lesen. Hilfreiche Funktionen der Garmin Forerunner 945 Virtueller Partner Mit dem Virtual Partner unterstützt Garmin den Läufer ein bestimmtes Zeitziel zu erreichen. Man tritt gegen ihn an und weiß jederzeit sekundengenau ob man schneller oder langsamer ist. Im Wettkampf ist es ein Leichtes, sich zu informieren. Man kann sich voll auf das Laufen konzentrieren, ohne viel zu rechnen. Zu erwähnen ist allerdings, dass die Pace des Virtual Partners immer nur in 5 Sekunden Abständen eingestellt werden kann. Zum Beispiel Pace 5:25 Min/km ist möglich, 5:26 Min/km nicht. Mir gefällt die Virtual Partner Funktion auch sehr für Trainingsläufe im höheren Tempobereich. Pace Pro Pläne Garmin bietet mit Pace Pro ein Feature, mit dem der Nutzer das Renntempo für seine geplante Laufstrecke planen und überwachen kann. Pace Pro hilft dir dabei deine Kräfte optimal im Rennen einzusetzen und ist auch für Laufstrecken mit vielen Höhenmetern eine wirkliche Hilfe. Je nach Rennstrategie und in Abhängigkeit zu An-/Abstiegen kannst du die Berechnung deiner Pace defensiv oder offensiv wählen. Der Forerunner 945 sagt dir unterwegs genau, welches Tempo du laufen musst. Die Funktion findest du in der Garmin Connect App unter Training (PacePro-Pace-Strategie). Am besten ein wenig damit experimentieren (spielen) und mit der Erfahrung kannst du deine Pace in Wettkämpfen besser steuern. Gleiche Strecke schneller laufen Eine weitere Möglichkeit bietet Garmin mit der Funktion: Antreten gegen eine vorherige Aktivität. Das heißt du kannst gegen eine zuvor gespeicherte oder heruntergeladene Aktivität antreten und versuchen schneller zu laufen. Wer z.B. seine Wettkampfstrecke vorab zum Test abläuft, kann mit dieser Funktion sehen, wie man im Vergleich zur Vorgabe abschneidet. Der Garmin Coach Übrigens für eine perfekte Trainingsvorbereitung kannst du mit dem Garmin Coach arbeiten. Diese Trainingspläne sind kostenlos und für 5 km, 10 km oder Halbmarathon verfügbar. Es werden die Daten aller Benutzer sowie dein individueller Trainingszustand herangezogen, damit ein optimiertes Trainingsprogramm, das Spaß macht, geboten werden kann. Zusätzlich kannst du einen Coach wählen, die Tipps und Anleitungen in englischer Sprache regelmäßig bieten. Ich persönlich finde die Trainingspläne toll zusammengestellt und trainiere aktuell mit Coach Greg für eine neue Halbmarathon Bestzeit im Herbst. Garmin Music Du kannst während des virtuellen Wettkampfes mit Musik laufen ohne ein Smartphone mitnehmen zu müssen. Die Forerunner Modelle können bis zu 1.000 Songs speichern und sind mit Streaming Diensten z.B. Spotify kompatibel. Sicherheitsfunktion - Automatische Unfallbenachrichtigung Der Forerunner 945 bietet eine automatische Unfallerkennung, die im Notfall eine Nachricht mit Standortangaben an vordefinierte Kontakte versendet. Funktioniert allerdings nur in Kombination mit einem gekoppelten Smartphone. Die Uhr erkennt einen Unfall bei entsprechendem Bewegungsmustern. Bei Fehlmeldungen kann der Vorgang innerhalb von 30 Sekunden abgebrochen oder eine Nachricht mit Entwarnung gesendet werden. Laufwerte Wer möchte kann über die Garmin App Einblicke zu diversen Werten wie z.B. Leistungsfähigkeit, Laufeffizienz, Trainingszustand und -belastung einsehen und eine entsprechende Trainingsanalyse vornehmen. Hierbei können verschiedene Werte auch gegenübergestellt werden, z.B. Pace und Puls oder Pace und Höhenmeter. Was brauchst du für einen besonderen virtuellen Lauf? Freunde + Startzeitpunkt + Startnummer + Ziel Ich mag meine Erlebnisse mit Freunden teilen und allein bin ich selten unterwegs bzw. „ungerner“. Deshalb empfehle ich Freunde für den Lauftag zu akquirierenzu akquirieren , die zur gleichen Zeit mitlaufen und / oder an der Strecke stehen oder direkt den Zielempfang machen. In meinem Fall bin ich zusammen mit meiner Freundin Margo laufend unterwegs. Im Ziel warten Juliane und Marcel. Auch Jan läuft seinen Halbmarathon zur gleichen Zeit mit Zieleinlauf am Odeonsplatz. An diesem Wochenende sind noch weitere Lauffreunde aus meiner Crew unterwegs, allerdings zu anderen Uhrzeiten. Wir laufen mit eigen entworfener Startnummer. Um den Halbmarathon zu etwas Besonderem zu machen sind Margo und ich vor Sonnenaufgang gestartet. Im Nymphenburger Schlosspark (öffnet um 6 Uhr) haben wir eine wunderbare Stimmung erlebt. Der Park war golden von der aufgehenden Sonne erleuchtet und wir waren fast allein. Verpflegung während des Laufes Da wir vor Sonnenaufgang aufgebrochen sind, bin ich nüchtern losgelaufen und hatte einen Riegel (Innosnack), zwei Gels sowie eine kleine Flasche Wasser dabei. Die Strecke hatte ich so gewählt, dass ich unterwegs Wasser nachfüllen konnte (im Nymphenburger Schlosspark hinter dem Eingang rechte Seite gibt es einen Trinkbrunnen). Ich laufe regelmäßig auf nüchternen Magen und empfand zu keinem Zeitpunkt einen richtigen Leistungseinbruch. Nach 10 km habe ich den Riegel gegessen. Das reichte auch. Wasser habe ich einmal nachgefüllt. Im Großen und Ganzen brauchte ich keine zusätzliche Verpflegung, hatte aber etwas Geld für Notfälle dabei. Unterwegs auf einem perfekten Halbmarathon Und wie war es? Mein Halbmarathon war klasse organisiert. Bereits als ich morgens vor der Haustür stand und auf das GPS-Signal meiner Garmin warte, hatte ich richtig Lust auf diesen virtuellen Wettkampf. Es war ein frühlingshafter Morgen mit kühlen Temperaturen. Das ich nicht ganz allein auf der Strecke sein würde, gab mir zusätzliche Motivation bzw. beflügelte sogar. Die Lichtspiele des Sonnenaufganges im Nymphenburger Park waren unbeschreiblich schön. Wir trafen auf Rehe, eine sehr schöne Begegnung. Die gewählte Strecke war durchweg toll und ich lernte wieder ein bisschen von München zu Fuß kennen. Überhaupt werde ich die Streckenfunktion der Garmin Forerunner öfter benutzen, um so Abwechslung in meine Läufe zu bringen. Die Kilometer sind schnell vorüber gegangen, ich habe einiges Neues entdeckt und morgens ist die Stadt menschenleer. Der Streckenabschnitt zwischen Nymphenburger Schlosspark und Olympiapark war mir neu und hat mir sehr gut gefallen. Die letzten zwei Kilometer bin ich über die Leopoldstrasse entlanggelaufen, da fast kein Auto unterwegs war. Das macht richtig Spaß. Am Odeonsplatz haben Juliane und Marcel mit einem Zieleinlauf aus Toilettenpapier auf uns gewartet. Meine Zielzeit von 01:55:00 Stunde habe ich erreicht, aber hier muss ich erwähnen, bei virtuellen Läufen tut man doch mal anhalten, ein Foto schießen und dabei den Stopp Button der Laufuhr betätigen. Ganz im Gegensatz zu einem richtigen Laufevent, bei dem Stopzeiten dazugezählt werden. Fazit zum virtuellen Halbmarathon Der virtuelle Halbmarathon hat sich nicht ganz wie ein richtiger Wettkampf angefühlt. Es war dennoch ein besonderer Lauf, der mir in Erinnerung bleibt. Ich war schneller unterwegs, als bei meinen aktuellen Trainingsläufen. Die Begleitung von Margo, die besondere Stimmung am Morgen und das Ziel am Odeonsplatz waren besondere Erlebnisse, die ich nicht vergessen werde. Allerdings möchte ich hier auch sagen, dass ich nicht regelmäßig an virtuellen Wettkämpfen teilnehmen werde. Hin und wieder macht es Spaß. aber es muss etwas Besonderes bleiben. Bestzeiten möchte ich mir für „richtige“ Wettkämpfe aufsparen, da so ein offizieller Zieleinlauf, doch mehr Charme hat. 2020 wird für mich das Jahr der „gemütlicheren“ Läufe in der Natur, evtl. auch längere Touren, vielleicht wird es sogar einen Ultra geben. Aber dazu dann mehr, wenn es soweit ist. Dieses Jahr ist dank "Corona" anders, aber den Kopf in den Sand stecken, das tun wir nicht. Wer noch etwas Motivation braucht, liest in meinen Blogbeitrag "Sportlich bleiben in der Corona Zeit" rein. Die Funktionen der Garmin Forerunner 945 sind richtig gut, um etwas pepp in deine Läufe zu bringen. Ob man nun an virtuellen Läufen teilnimmt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Definitiv liegen die Läufe im Trend und ich sehe diese als schönen Ersatz für abgesagte Veranstaltungen.

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