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- Boston und London: Mein verrücktes Marathon-Doppelabenteuer
Ein aufregendes Frühlingsabenteuer steht bevor. Nachdem ich im Februar meine persönliche Bestzeit über 10 Kilometer erfolgreich gelaufen bin, ist es nun an der Zeit, die nächsten Ziele anzugehen. Auf meinem Blog teile ich übrigens meine Tipps für einen erfolgreichen 10-Kilometer-Lauf und berichte über meine persönliche Reise dorthin sowie mein individuelles Trainingsprogramm. Ich bin begeistert, dass ich nun eine weitere sehr persönliche Reise mit dir teilen kann. Eine Reise, die mich zu zwei der angesehensten Marathonveranstaltungen der Welt führt: dem Boston Marathon am 15. April 2024 und dem London Marathon am 21. April 2024. Es mag verrückt klingen und vielleicht nicht die klügste Entscheidung sein, gleich zwei World Marathon Majors in einer Woche zu laufen. Aber wenn sich die Gelegenheit bietet und ein Startplatz zum Greifen nah ist, greift man einfach zu. So ein Glück gibt es leider nicht oft und wie es überhaupt dazu gekommen ist, möchte ich dir gerne erzählen. Es war ein großer Zufall und keineswegs geplant. Umso aufregender ! Ich dachte mir: "Einfach machen, kann vielleicht ganz gut werden"! Was meinst du? Zwei Marathon Majors im April innerhalb von 6 Tagen . Für mich klingt diese Reise mehr als verrückt und ich gebe zu, dass ich sogar etwas Angst davor habe. Meine Voraussetzungen sind nicht ideal, aber wir werden sehen. Im Nachgang werde ich hier ein Resümee zu meinen Erlebnissen schreiben. Startplatz Boston Marathon Wie bei allen sechs World Marathon Majors gibt es für den Boston Marathon verschiedene Möglichkeiten, einen Startplatz zu bekommen. Die einfachste ist die Buchung einer Marathonreise über einen Reiseveranstalter. Ein anderer Weg ist ein Charity Startplatz, bei dem man Spendengelder für eine der offiziellen Wohltätigkeitsorganisationen sammelt. Allerdings sind die Spendensummen teilweise recht hoch und beginnen oft bei 5.000 Dollar. Man sagt: "Unverhofft kommt oft" und dies erwies sich als wahr, als ich im vergangenen Jahr beim London Marathon 2023 die Qualifikationszeit für den Boston Marathon erreichte. Die Option, am Boston Marathon per Qualifikation teilzunehmen, steht nur schnelleren Läuferinnen und Läufern offen. Da ich die erforderliche Zeit vorweisen konnte und sehr stolz darauf war, ein Boston Qualifikant zu sein, war für mich der Weg klar: Ich wollte am Boston Marathon 2024 teilnehmen. Die Qualifikationszeiten sind teilweise anspruchsvoll und selbst das Erreichen dieser Standards sind keine automatische Startplatzgarantie. Das hängt immer mit den Anmeldezahlen zusammen, nur die schnellsten Läufer-/innen in den jeweiligen Alters- und Geschlechtsgruppen können sich für den Marathon anmelden. Mit einem beträchtlichen Puffer von mehr als 22 Minuten für meine Altersklasse war ich zuversichtlich, dass meine Anmeldung erfolgreich sein würde. Die Qualifikationszeit wurde dann bei der Vergabe nochmal um etwas mehr als 5 Minuten herabgesetzt und so wurde mein Startplatz für den Boston Marathon 2024 wahr. Wenn du mir schon länger folgst, weißt du sicher, dass ich viel und oft unterwegs bin. Das bedeutet auch, dass ich ständig knapp an Urlaubstagen bin und somit wird meine Reise nach Boston nur 5 Tage dauern. Ich fliege am Freitag vor dem Marathon nach Boston und am Dienstag wieder zurück. Der Boston Marathon findet immer montags statt. Es ist immer der dritte Montag im April, auch bekannt als Patriots Day. Und da meine Reise so kurz geplant ist, kann ich nun auch noch den London Marathon mitnehmen. Startplatz London Marathon Einen Startplatz für den London Marathon zu bekommen, ist meist noch schwieriger. Für die meisten Teilnehmer/-innen funktioniert lediglich die Anmeldung über eine Reiseagentur. Die reguläre Anmeldung über die offizielle Webseite des Veranstalters ist oft wenig Erfolg versprechend oder kann Jahre dauern, bis man über das Losverfahren zum Zug kommt. Oder eben nie. Die dritte Möglichkeit, die sich auch für London bietet, ist ein Charity Startplatz. Und ein solcher wurde mir durch Zufall angeboten. Das heißt, über eine Spende konnte ich einen Startplatz bekommen. In diesem Fall ging es über die Organisation: Ärzte ohne Grenzen , auch bekannt als Médecins Sans Frontières (MSF). Dabei handelt es sich um eine internationale Ärzte-Organisation, die medizinische Nothilfe in Konfliktgebieten und humanitären Krisen weltweit leistet. So kam es, dass ich nun bei beiden Laufveranstaltungen angemeldet bin und ich werde das auch durchziehen. Es wird sicher ein verrücktes Marathon-Doppelabenteuer. Vorbereitung auf zwei Marathonläufe Jetzt kannst du dir sicher vorstellen, dass ich einige Bedenken habe. Neben den Veranstaltungen selbst steht auch ein straffer Reiseplan an. Angesichts der aktuellen Streiks und möglicher Verspätungen mache ich mir Gedanken und bemühe mich auch, genügend Zeitpuffer in meiner Reiseplanung einzuplanen. Es beruhigt mich, dass ich auf einer soliden Grundlage meiner Laufleistung aufbauen kann. Dennoch bin ich bisher noch nie zwei Marathon-Wettkämpfe innerhalb so kurzer Zeit gelaufen. Ich würde auch jedem davon abraten dies zu tun, da ein Marathon eine erhebliche Belastung für den Körper darstellt . Während des Wettkampfes werden insbesondere Muskeln, Sehnen und Bänder stark beansprucht. Auch das vorherige Training ist oft nicht ohne und du solltest deinen Körper einschätzen können. Daher ist mir eine angemessene Vorbereitung, eine vernünftige Renntaktik, sowie eine effektive Regeneration nach dem Rennen sehr wichtig, um gesund sowohl in Boston als auch in London an den Start gehen zu können. In meinem aktuellen Trainingsprogramm und während der allgemeinen Vorbereitung für Boston und London, richte ich meinen Schwerpunkt auf längere Läufe (ruhiger Dauerlauf in niedriger Intensität). Gelegentlich integriere ich jedoch auch Intervalltrainingseinheiten, um die Leistungsfähigkeit zu steigern bzw. das antrainierte Tempo beizubehalten. Beispielsweise absolviere ich einen 25 km Lauf, bei dem ich jeweils 5 km ein- und auslaufe und dazwischen 6 x 2 Kilometer im Marathontempo laufe. Alternativ laufe ich einen Halbmarathon in einem lockeren Tempo, wobei ich die letzten 2-5 km im Marathontempo absolviere. Diese Variationen machen das Training abwechslungsreicher und unterhaltsamer, als einfach nur monoton vor sich hin zu traben. Ernährung und Erholung Für die letzten 10-14 Tage vor dem ersten Marathon habe ich mich entschieden, mein Training zu reduzieren und mich stärker auf die Regeneration zu fokussieren. Während dieser Phase plane ich, mehr Radfahren mit meinem Smartbike Zbike 2.0 von Zycle und Yoga in mein Programm aufzunehmen, während ich die Laufeinheiten auf ein Minimum reduziere und meine Laufschuhe weniger oft schnüre. Ein erholsamer Schlaf ist nicht nur eng mit der Regeneration verknüpft, sondern auch essentiell für die Leistungsfähigkeit. Mein Plan sieht vor, mindestens acht Stunden pro Nacht zu schlafen. Nur so kann sich mein Körper optimal auf die bevorstehende Belastung vorbereiten. Zusätzlich plane ich, Stress zu minimieren, da sich dieser ebenfalls auf meinen Schlaf auswirken kann. In Bezug auf meine Ernährung verfolge ich zwar keinen strengen Plan, aber ich sehe noch Potenzial für Verbesserungen. Dennoch ist mir wichtig, mich vor, während und nach den Trainingseinheiten sowie den Wettkämpfen optimal zu versorgen. Im Alltag esse ich eher intuitiv und richte mich nach meinen persönlichen Vorlieben, auch wenn dies gelegentlich von den gängigen Empfehlungen abweicht. Alkohol meide ich jedoch komplett. Für mein Training setze ich auf Produkte von Dextro Energy wie Hydro-Gels, Energygums, BCAAs, Keratin und Proteinpulver. Besonders nach dem Training sind schnelle Kohlenhydrate und Proteine von großer Bedeutung, ebenso wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Marathon Doppelabenteuer: Ziele und Erwartungen Meine Zielsetzung für das Marathon Doppelabenteuer ist klar definiert: Beim Boston Marathon strebe ich eine schnelle Zeit an, während ich den London Marathon in vollen Zügen genießen möchte. Die erreichte Zeit in London ist für mich weniger entscheidend - es geht vielmehr um das Erlebnis und gesund bleiben. Dabei spielt das Weltranking der World Marathon Majors für mich eine entscheidende Rolle. Je besser meine Zeit/Rennen ist, desto höher wird mein Ranking sein. Meine bereits erzielte Zeit von unter 3:30 Std. in London bestärkt mich Fokus auf den Boston Marathon zu legen. Ich gehe davon aus, dass die Zeiten bei den World Marathon Majors im Allgemeinen schneller sind als bei anderen Laufveranstaltungen. Für viele Läuferinnen und Läufer ist es ein Ziel, persönliche Bestzeiten gerade bei diesen Rennen zu erreichen und ich gehöre definitiv dazu. Ich hoffe, dass du genauso gespannt bist wie ich auf diese aufregende Herausforderung und ich freue mich darauf, dich auf meiner Reise mitzunehmen. Fazit: Der Boston Marathon und London Marathon Bald ist es soweit, die verrückte Reise nach Boston und London steht kurz bevor. Ich freue mich schon darauf, meine Erfahrungen nach den beiden Marathons zu teilen und plane bereits den nächsten Beitrag. Sei gespannt auf meine Erlebnisse und ein mögliches Resümee, in dem ich reflektiere, was ich vielleicht anders gemacht hätte.
- Halbmarathon unter 1:40 Std - Mein Trainingsplan und Tipps
Mein erster Halbmarathon unter 1:40 Std Lissabon. Was für ein Lauf! Den Lissabon Halbmarathon wollte ich bereits 2020 laufen. Es wäre das erste Rennen für die Superhalfs Serie gewesen, aber wie so vieles fand das Event nicht statt. Dieses Event bietet die Möglichkeit, auf der Brücke (Ponte 25 de Abril) zu laufen und einen einzigartige Sicht auf Lissabon zu erhaschen. Die Ponte 25 de Abril zu Fuß zu überqueren ist normalerweise fast nicht möglich. Es ist eine 3,2 km lange Brücke für den kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr, also nicht für Spaziergänger zugelassen und wird extra für den Halbmarathon gesperrt. Für mich hatte das echtes San Francisco Feeling und es war spektakulär. Fotocredit: Bild von EDP Lisbon Half Marathon / Maria Simões Ich möchte mit diesem Blogbeitrag meinen Weg zur neuen Halbmarathon-Bestzeit aufzeigen und Tipps geben, wie ich es angegangen bin. Als Hinweis, ich bin Hobbyläuferin und gehe manche Dinge nicht ganz so professionell an, denke aber, dass Laufen Spaß machen und keinen Zwang bedeuten soll. Dennoch glaube ich, dass ich einiges richtig mache und so immer wieder meine eigenen Erwartungen übertreffe. Vor einigen Jahren war beispielsweise einen Halbmarathon unter 1:40 Std zu laufen für mich nicht vorstellbar. Ich möchte hier zeigen, dass man auch unkonventionell seine persönlichen Ziele erreichen kann. Ein wichtiger Aspekt ist natürlich der Wille und Fleiß und auch, dass du dir erreichbare Ziele steckst. Mein Weg zur neuen Halbmarathon Bestzeit Für die 21,1 km Distanz lag meine bisherige Bestzeit bei 1:46:23 und diese war bereits knapp fünf Jahre alt (März 2018 beim Semi de Paris Halbmarathon ( Harmonie Mutuelle Semi de Paris - Accueil ). In den folgenden Jahren lagen meine Ziele immer woanders und deswegen hatte ich diese Leistung einfach nicht verbessert. Als ich letztes Jahr "aus Versehen" Bestzeit beim Hamburg Marathon und über 5 km auf der Bahn gelaufen bin sowie den Transalpine Run gefinished hatte, suchte ich mir für 2023 ein neues Ziel und es hieß: Erhebliche Verbesserung der HM Zeit. Unbekanntes Risiko beim Wettkampf Es gibt Dinge, die man leider nicht unbedingt beim Wettkampf und Erreichen seiner Ziele beeinflussen kann und das ist zum einen das Wetter und zum anderen die eigene Tagesform. Portugal im März sprach für frühlingshaftes Wetter. Ab einer Temperatur von 15 Grad aufwärts wird es für mich tatsächlich eine Herausforderung, längere Distanzen locker dahin zu rennen. Wir sind im März auch noch gar nicht dran gewöhnt, bei warmen Temperaturen zu laufen. Ebenso kann auch mal der Körper streiken, wobei ich in der Vorbereitung darauf geachtet hatte, möglichst viel Regenerationszeiten einzuräumen, Alternativtraining einzubauen und die Ernährungsseite zu optimieren. Los geht es mit der Vorbereitung: Meine Motivation war hoch und ich steckte mir das Ziel: Halbmarathon unter 1:40 Std knacken zu wollen. Eine wirkliche Schallmauer. Noch vor Monaten hätte ich nicht gedacht, dass diese Zeit überhaupt für mich in Betracht kommt. Die Wettkämpfe im letzten Jahr machten mich allerdings selbstsicherer und ich wollte es zumindest probieren. Machbar, dachte ich, aber nicht unbedingt ein einfaches Ziel. Um Halbmarathon unter 1:40 Std zu laufen, muss man eine durchschnittliche 04:44 min pro Kilometer laufen. Mein Trainingsplan für Halbmarathon unter 1:40 Std. Insgesamt nahm ich mir 8 Wochen Zeit zur Vorbereitung des Lissabon Halbmarathons. Jede Woche wollte ich zwischen 40-60 km laufen und mindestens eine schnelle und eine lange Einheit integrieren. Einen festen Trainingsplan verfolgte ich nicht, da ich meinen doch vollen Alltag lieber spontan gestalte in Bezug auf die sportlichen Einheiten. Die Wochenenden dagegen nutzte ich für die längeren Einheiten. Leider hatte ich dadurch das Problem, dass ich die intensiven und langen Läufe geballt abspulte. Intervalle und lange Läufe wollte ich beispielsweise bei Dunkelheit nicht laufen. Ich hatte mich zudem mehr auf die Intervalleinheiten konzentriert, weil ich Tempoausdauer aufbauen wollte. Wie lange sollte man für einen Halbmarathon trainieren? Eine typische Vorbereitungszeit für den Halbmarathon, die man immer wieder liest sind 12 Wochen. Aber es gibt auch Trainingspläne für 8 Wochen. Für mich persönlich sind 8 Wochen (2 Monate) ein Minimum, um sich für die Halbmarathon Distanz vorzubereiten, besser natürlich drei Monate. Mit voranschreitenden Wochen erhöht man die Distanz und findet sein realistisches Lauftempo für die Strecke heraus. Die Trainingseinheiten habe ich allesamt auf meiner Garmin Forerunner 955 Uhr geplant. Ein großer Vorteil vor allem bei Intervallen, da die einzelnen Abschnitte durch einen Piepton eingeleitet werden und ich nur laufen musste. Wie du mit Trainingsplänen von Garmin trainierst oder auch eigene Trainingseinheiten auf der Garmin erstellst, kannst du auf dem Blog nachlesen. Sehr motivierend war im Übrigen die Garmin Prognose der HM Zeit, die über die Wochen immer weiter Richtung 1:40 Stunde zeigte. Die letzten 5 Wochen Trainingsvorbereitung In den Wochen vor dem Lissabon Halbmarathon habe ich meinen Fokus noch mehr auf längere Intervalleinheiten gelegt. Die einzelnen Intervalle wurden zwischen 1 und 3 km gesetzt, um so die Ausdauer noch weiter aufzubauen. Ich habe immer wieder gezweifelt, ob ich die 04:44 wirklich auf 21 Kilometern halten könnte. Die längeren Intervalle machten mir allerdings Spaß und auch Mut, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Eine Woche vor dem Rennen bin ich 3 x 3 km in unter 04:30 min/km gelaufen. Das fiel mir leicht und dadurch wusste ich, dass mein Ziel erreichbar ist. Meiner Meinung nach müssen Ziele erreichbar sein, aber sie können manchmal auch ambitioniert sein und auf dem Weg dorthin erst realistisch werden. Die letzte Trainingswoche vor dem Lissabon Halbmarathon Das erste Mal, dass ich eine Tapering Woche auch wirklich ernst genommen hatte. In den letzten Tagen setzte ich mir zum Ziel, täglich mehr als 8 Stunden zu schlafen und nur noch lockere Läufe zu machen. Ok, es gab am Donnerstag vor dem Wettkampf noch einen etwas flotteren Lauf mit einem 3 Kilometer Abschnitt in 04:50 min/km. Dieser Lauf fiel mir irgendwie ganz leicht. Außerdem wollte ich gesund essen und Alkohol hatte ich schon in den Wochen zuvor so gut wie gestrichen. Es war also eine angenehme und entspannte Woche ohne viel Tamtam. Die Prognose meiner Garmin Forerunner wurde immer motivierender und zeigte in der letzten Woche eine prognostizierte HM Zeit von etwas über 1:40 Stunde an. Am Freitag Abend machten wir uns dann auf den Weg nach Lissabon. Der Lissabon Halbmarathon Die Strecke ist schnell und bietet großartige Ausblicke. Der EDP Lisbon Half Marathon , wie er komplett heißt, ist der schnellste Halbmarathon der Welt, Stand jetzt, wurde in der Hauptstadt von Portugal der Weltrekord in 57:31 Minuten (Jacob Kiplimo aus Uganda) gelaufen. Der Lissabon Halbmarathon gehört zudem zur Superhalfs-Serie mit Kopenhagen, Valencia, Prag und Cardiff. Wie bereits erwähnt, der Abschnitt über die Ponte 25 de Abril ist ein ganz besonderes Erlebnis, allein dafür hat es sich gelohnt an den Start zu gehen. Anreise zum Start Die Anreise zum Startpunkt am Raceday funktionierte mit Extra-Shuttlebussen und Zügen. Durch mehrfaches Umsteigen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchten wir ca. 1,5 Stunden. Der Start befindet sich auf der anderen Seite der Brücke in Almada und ist über den Fertagus-Bahnhof Pragal erreichbar. Mehr als 15.000 Starter/innen machten sich auf den Weg dorthin. Es war wie eine kleine Völkerwanderung und es versetzte mir eine Gänsehaut. Eine aufregende Stimmung lag in der Luft. Die Brücke und die nebenstehende bekannte Christo Rei Statue waren noch in Nebel eingehüllt, aber die Sonne kämpfte sich minütlich weiter durch. Morgens hatten wir schon mehr als 10 Grad und es sollte noch wärmer werden. Ich hatte Glück, denn ich konnte einen VIP-Startplatz ergattern, was bedeutet, dass ich ganz vorne starten durfte. Ich lief mich etwas ein und machte ein kleines Warmup. Zur Renneinteilung hatte ich mir vorgenommen, es etwas langsamer als das erforderliche Durchschnittstempo von 04:44 Min/km auf den ersten 1-2 Kilometern anzugehen und mich nicht durch die Menge mitreißen zu lassen. Ich sage es mal so, Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander und ich startete mal wieder etwas zu schnell ins Rennen. Außerdem vertraute ich das erste Mal auf schnelle Schuhe und wählte den Saucony Endorphine Speed 3 als meinen Wettkampfschuh. Der Start des Lissabon HM und die ersten Kilometer Der Start war für 10:05 Uhr terminiert und wurde aus dem Nichts erst um 10:09 Uhr freigegeben. Ich war in dem Moment etwas perplex und bin einfach nur losgerannt. Mein erstes Gel hatte ich kurz vor dem Start noch zu mir genommen. Die Atmosphäre und die Ausblicke auf den ersten Kilometern auf der Brücke waren herausragend und ich lief fluffig dahin. Überhaupt lief es auf den ersten 11-12 Kilometern sehr gut. Wobei die Hitze schon sehr schnell einsetzte und ich tatsächlich bei jeder VP (es gab insgesamt sieben Verpflegungsstellen) eine Wasserflasche nahm, trank und den Rest über mich schüttete. Marcel lief ca. einen Kilometer hinter mir und wir sahen uns nach jedem Wendepunkt, das motivierte mich sehr. Während des Rennens nahm ich zwei weitere Gele, bei Kilometer 7 und 14. Ab Kilometer 15 startete der Kampf gegen mich selbst und die Erschöpfung. Wir liefen am Tejo entlang. Etwa zu dem Zeitpunkt laufen wir am Ziel vor dem Mosteiro dos Jeronimos vorbei, um ein paar Kilometer weiter stadtauswärts bis zum letzten Wendepunkt und dann die gleiche Strecke wieder zum Ziel zurückzulaufen. Die Sonne brannte. Die letzten Kilometer bis ins Ziel Kilometer 17: Ich bin dem Ziel so nahe und doch so fern. Ich sah Marcel und er rief mir zu, dass ich stark unterwegs bin und gut aussehe. Alles passiert im Kopf und so rede ich mir ein: "Cindy, du bist stark, hast so sehr das Tempo trainiert und es sind nur noch 4 Kilometer." Gedanklich 1 x ins Büro und zurück joggen, nur heute etwas flotter bitte. Dies hat geklappt, aber wie du im Bild sehen kannst, verrät mein Gesichtsausdruck meinen Gefühlszustand sehr gut. Aber auch OK, denn Bestzeiten erlaufen sich nicht immer nur lächelnd. Nach 01:38:11 Stunde erreichte ich die Ziellinie, weit unter meiner Wunschzeit. Ich war total euphorisch über die neue persönliche Bestzeit. Eigentlich lief der ganze Lauf auch ziemlich rund. Dass es am Ende zäh wurde, glaube ich, ist normal. Es entscheidet oft der Wille und Kampfgeist darüber, etwas zu schaffen oder nicht. Fazit zum Lissabon Halbmarathon Lissabon zählt zu den flachsten Halbmarathonstrecken und bietet ideale Voraussetzungen für schnelle Zeiten. Das Event selbst hat mir ausgesprochen gut gefallen. Einen wesentlichen Kritikpunkt gibt es jedoch, nämlich die fehlende Möglichkeit zur Taschenabgabe. Am Lauftag hatten wir großes Glück mit dem Wetter. Wäre der Halbmarathon jedoch einen Tag früher gestartet, hätten wir am Start gefroren und deutlich mehr Ausrüstung während des Rennens mitführen müssen. Für ein Event dieser Größenordnung sollte eine Bag-Drop-Option selbstverständlich sein, allein schon, um die Gesundheit der Teilnehmer/-innen nicht zu gefährden, Stichwort Open-Window-Effekt . Zusätzlich zum Halbmarathon wird auch ein 10 Kilometer Lauf angeboten. Die Überquerung der imposanten Ponte 25 de Abril gehört für mich zu einer der schönsten Starts weltweit. Auch sonst ist der Meia Maratona de Lisboa eine schöne Sightseeing-Tour. Der Veranstalter hat für ausreichend Verpflegungspunkte gesorgt und ich konnte ohne zusätzliches Wasser laufen. An der Strecke waren jedoch kaum Zuschauer, die für Stimmung sorgten, wobei mich das nicht störte. Ich lief weitestgehend im Tunnel und hätte nicht so viel davon mitbekommen. Fazit zu meiner Trainingsvorbereitung: Halbmarathon unter 1:40 Std Mit meiner Vorbereitung bin ich äußerst zufrieden. Mein eigener Trainingsplan sowie die individuell erstellten Trainingseinheiten haben mich genau dorthin geführt, wo ich hinwollte und ich würde es jederzeit wieder genauso machen. Ich gehöre zu den Menschen, die sich mit strikt vorgegebenen Trainingsplänen eher schwertun. Stattdessen fokussiere ich mich bewusst auf bestimmte Schwerpunkte, in diesem Fall auf die Entwicklung von Tempohärte über längere Abschnitte. Würde mich freuen von dir zu erfahren, wie du deine letzte persönliche Bestzeit angegangen bist und freue mich natürlich auch über weitere Tipps zu diesem Thema.
- Prag Halbmarathon: Mit dem CRAFT Kype Pro zur neuen Halbmarathon-Bestzeit
Transparenzhinweis: Werbung, weil Testschuh (der CRAFT Kype Pro) - aber wie immer : Meinung ist meine und ungefiltert. Manchmal passt einfach alles zusammen und beim Generali Prag Halbmarathon durfte ich genau so einen Moment erleben. Ich möchte dir heute erzählen, wie ich unerwartet eine neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon Distanz gelaufen bin. Eigentlich hatte ich mein großes Ziel - eine neue PB - schon zwei Monate zuvor in Neapel im Blick (Februar 2025). Doch das Leben kam dazwischen: Alltagsbelastung, ein Trainingsloch und kurz vor dem Rennen dann noch eine Erkältung. Der Halbmarathon in Neapel wurde schließlich ein entspannter Sightseeinglauf und die Bestzeit rückte erstmal in weite Ferne. Doch dann kam der Generali Prag Halbmarathon. Und mit ihm ein Tag, der zeigte, wie viel möglich ist, wenn man loslässt und einfach läuft. Außerdem möchte ich dir in diesem Blogbeitrag vom Kype Pro aus dem Hause CRAFT erzählen, der neue Super-Schuh, wie er sich im Wettkampf geschlagen hat - und ob er vielleicht auch dein nächster Rennbegleiter werden könnte. Aber erstmal Wissenswertes zum Generali Prag Halbmarathon Der Prag HM ist Teil der Superhalfs , einer europäischen Rennserie mit weiteren City-Halbmarathon-Events in Lissabon, Kopenhagen, Valencia, Cardiff und neuestem Mitglied Berlin. Wer alle sechs Rennen absolviert, wird zum "SuperRunner" und erhält beim letzten HM eine Sondermedaille plus Eintrag in die Hall of Fame der Superhalfs. Der Prager Halbmarathon ist seit 2025 außerdem Teil der Runczech Halfs Serie, bei der du fünf Halbmarathons in Tschechien laufen kannst. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, schau dir meinen Überblick zu den Runczech Halfs an. Am 05. April 2025 feierte der Laufklassiker in der tschechischen Hauptstadt seine 25. Auflage und das mit einem starken Starterfeld, einer spektakulären Kulisse und besten Bedingungen für schnelle Zeiten. Das Wetter war perfekt zum Laufen. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 1999 hat sich der Prag Halbmarathon zu einem bedeutenden Laufevent Europas entwickelt. Die Organisation ist top und der Lauf ist auch mit dem World Athletics Elite Label ausgezeichnet. 2025 gingen rund 16.000 Läufer/-innen an den Start. Der Lauf war innerhalb von vier Wochen nach Öffnung der Anmeldung ausverkauft. Die Strecke ist flach und dadurch ideal für schnelle Zeiten. Sie verläuft entlang der Moldau und führt insgesamt viermal über Prager Brücken. Unterwegs passiert man einige der bekannten Sehenswürdigkeiten, darunter das Nationaltheater, die Karlsbrücke, das tanzende Haus und mit Blick auf die Prager Burg. Einige kurze Abschnitte sind mit Kopfsteinpflaster versehen, was technisch etwas anspruchsvoller ist. Start und Ziel befanden sich auf dem Gelände des Holesovice Marktes, wo ebenso die Expo stattfand. Die Startunterlagen konnte man dort unkompliziert und recht zügig abholen. Alles sehr entspannt. Meine neue Bestzeit beim Prag Halbmarathon Manchmal passt einfach alles zusammen, auch wenn es nicht so scheint. Trainingsbereitschaft: Garmin sagt "naja", ich sag "wird schon" Am Morgen des Rennens zeigte mir meine Garmin eine niedrige Trainingsbereitschaft von 39 an. Also eher im unteren Mittelfeld. Der Wert variiert zwischen 1 und 100 und gibt an, wie bereit dein Körper für eine bevorstehende Belastung ist. Dabei fließen Faktoren wie Schlaf, Erholung, Stress. Herzfrequenzvariabilität und die Trainingsbelastung der letzten Tage mit ein. Mein Schlaf in der Nacht zuvor war zumindest gefühlt, wenig erholsam und ehrlich gesagt hatte ich auch keine neue Bestzeit im Kopf. Aber wie immer gilt: Sobald ich eine Startnummer trage, gebe ich mein Bestes. Wenn du mehr zur Garmin und auch Trainingspläne erfahren möchtest schaue gern in meinem Blogbeitrag So trainierst du mit Trainingsplänen von Garmin vorbei. Gegen 7 Uhr haben wir gefrühstückt, eher leicht, aber doch energiereich. Bei mir gabs eine Mischung aus Bananenbrot, ein Stück Früchtebrot mit körnigem Frischkäse, Haferflocken mit Obst und natürlich einen Cappuccino dazu. Dabei haben wir versucht die klassische Drei-Stunden-Regel vor dem Rennstart einzuhalten. Der Start war für 10 Uhr gesetzt und so konnte ich noch die letzten Vorbereitungen ohne Hektik erledigen. Halbmarathon in Prag - mit Glitzer, Bock und einer fetten neuen Bestzeit Im Bezug auf mein Equipment war ich dieses Mal sehr ambitioniert unterwegs . Der neue CRAFT Kype Pro durfte als Raceschuh ran, dazu das Craft Race Day Singlet - leicht, luftig, perfekt für den Renntag. Als Finish ein bisschen Glitzer ins Gesicht (weil warum nicht?) und sogar das Warm-up habe ich ernst genommen. Nur der letzte Cappuccino eine halbe Stunde vor dem Start war keine Glanzentscheidung. Den habe ich geschmacklich bis zur ersten Verpflegung mitgenommen. Wir sind recht weit vorne gestartet, etwa 30 Sekunden nach dem Startschuss über die Linie. Marcel war an meiner Seite und wir sind kontrolliert los - Kilometer 1 in 4:40 min/km. Ich hatte richtig Bock auf das Tempo und es gefeiert, im schnellen Pulk mitzulaufen. Nach zwei, drei Kilometern lief ich dann ohne Marcel weiter. Wir haben uns einfach verloren. Dennoch war ich gut im Flow. Bei Kilometer 7 nahm ich mein erstes Gel und dachte: "Okay, du läufst hier gerade so, als würdest du eine neue 5-km Bestzeit jagen." Die Stimmung und das hervorragende Wetter ließen mich aber auch nicht langsamer werden. Also machte ich es wie immer, einfach auf den Einbruch warten. Ich rechnete in Intervallblöcken (macht man so als Läufer): Bei Kilometer 10, dachte ich "nur noch ein 11-km Intervall", bei Kilometer 15 dann, "nur noch 6 km". Das hat mich motiviert, dranzubleiben. Im Schnitt flog ich mit 4:21 min/km über den Prager Asphalt. Nur auf den kurzen Kopfsteinpflaster-Passagen wurde es kurz anstrengend. Dies ging aber auch wieder schnell vorbei. Ich orientierte mich an den Verpflegungsstationen, alle 2,5 km und nahm etwa alle 7 Kilometer ein Gel. Die Zeit ging rasend vorbei und dann war da plötzlich dieser letzte Kilometer bis ins Ziel. Ich hatte lange vor dem Ziel ein fettes Grinsen im Gesicht, weil 1. ich stark davon ausging, dass Marcel hinter mir lief - Langzeitziel: einmal schneller als Marcel sein, abgehakt und 2. dazu eine neue Bestzeit, die weit unter meinen Erwartungen lag. Nach 1:32:28 überquerte ich die Ziellinie, auch gar nicht wirklich erschöpft. Ich war richtig " gekyped ", äh gehyped. Marcel kam tatsächlich etwa eine Minute später rein. Das hat richtig Spaß gemacht. Die neue Bestzeit Es passte alles zusammen, die Strecke, das Wetter, meine Stimmung und der CRAFT-Schuh. Meine neue persönliche Bestzeit - 5 Minuten schneller als mein bisheriger Rekord ein Jahr zuvor in Budweis (01.06.2024 - 01:37:24 Std). Ich bin überzeugt, der CRAFT Kype Pro hatte einen entscheidenden Anteil daran. Deswegen folgen nun ein paar Informationen zum Schuh. Der CRAFT Kype Pro Ich lief den neuen Raceschuh von CRAFT eine Woche vor dem Prag HM im Training ein. Es stand eine Trainingseinheit mit vier Intervallen in Racepace an und ich war direkt begeistert. Der Schuh fühlt sich unglaublich dynamisch, leicht und reaktiv an. Schon ab dem ersten Kilometer hatte ich das Gefühl, nicht gegen den Asphalt zu arbeiten, sondern mit ihm zu laufen. Jeder Schritt gab mir spürbar Energie zurück. Zugegeben: Der Kype Pro ist mit einem Preis von über 300,- EUR kein Schnäppchen, aber er steckt voller durchdachter Technologie. Für alle, die auf der Suche nach einem High-End-Raceschuh für Tempoeinheiten und Wettkämpfe sind, ist der Kype Pro definitiv einen Blick wert. Fakten und Eindruck Das Herzstück des Schuhs ist die Mittelsohle aus Xx Foam mit Pebax von Arkema - ein spezieller, mit Stickstoff angereicherter Schaum, der für besonders gute Dämpfung, Langlebigkeit und Leichtigkeit sorgt. Zusätzlich ist eine Carbonplatte von ARRIS verbaut, die dem Kype Pro Stabilität und Vortrieb bei hohem Tempo verleiht. Ein Hingucker und auch Highlight ist der auffällige geteilte Fersenaufbau. Dieser federt unabhängig voneinander, was beim Laufen für bessere Kontrolle, Energieübertragung und einen extra Schub nach vorn sorgt. Die Außensohle namens Lightsole wurde zusammen mit dem Radreifen Hersteller Vittoria entwickelt und bietet Grip auch bei Nässe. Das Obermaterial besteht aus leichtem, atmungsaktivem Aeromesh, dass den Fuß kühl hält. Der Schuh sitzt eng und sportlich am Fuß und die Farbe ist sehr auffällig, was mir extrem gut gefällt. Der Kype Pro trifft für mich genau den richtigen Punkt. Er ist weder zu weich noch zu hart - eine gelungene Balance, die man bei einigen Wettkampfschuhen nicht findet. Craft hat hier einen Mittelweg gefunden, der sich angenehm und gleichzeitig leistungsorientiert anfühlt. Ich laufe den Schuh sehr gern und halte ihn auch für die Marathondistanz geeignet. Bisher war ich mit Carbonschuhen eher zurückhaltend und bin sie meist nur bis zur Halbmarathondistanz gelaufen, da ich bei zu häufiger und langer Nutzung spürbare Belastungen im Fußbereich merke. Doch nach zwei Läufen in kurzer Folge, der Intervalleinheit zum Einlaufen und dem Halbmarathon in Prag, glaube ich durchaus, dass ich mit dem Kype Pro auch auf der Marathonstrecke gut unterwegs sein könnte. Bei beiden Einsätzen hatte ich keinerlei Beschwerden. Besonders positiv fällt mir die Carbonplatte auf, die nicht steif wirkt, sondern dynamisch und geschmeidig unterstützt. Auch die geteilte Fersenkonstruktion, die unabhängig reagiert und die Energieübertragung verbessern soll, scheint ihren Zweck zu erfüllen: Ich hatte das Gefühl, regelrecht über den Asphalt zu gleiten - was sich auch in meiner durchschnittlichen Pace von 4:21 min/km widerspiegelt. Zum Vergleich: Meine bisherige Halbmarathon Bestzeit bin ich rund zehn Monate zuvor in Budweis am 01.06.2024 gelaufen mit einer Zeit von 01:37:17 Stunden und einer Pace von 04:34 min/km. Damals fühlte sich das Rennen deutlich weniger dynamisch an. Der Unterschied im Laufgefühl zeigt für mich klar, was der Kype Pro leisten kann. Leistungsentwicklung und Einfluss des Schuhs (Daten aus der Garmin App): Ergänzend dazu ein Blick auf meine Pulswerte und Schrittlängen bei drei Wettkämpfen. dem Prag Halbmarathon mit dem Kype Pro, dem Budweis Halbmarathon rund zehn Monate zuvor mit dem CRAFT Pacer, sowie dem Prag Marathon einen Monat nach dem Prag HM - ebenfalls mit dem CRAFT Pacer gelaufen. Prag Halbmarathon am 05.04.2025 (CRAFT Kype Pro) Ø 4:21 min/km / 173 bpm / 1,19 m Schrittlänge / 192 Schrittfrequenz ==> Schnellster Lauf, dabei relativ niedriger Puls und längste Schrittlänge - spricht für mich einen effizienteren und kraftvolleren Laufstil mit guter Unterstützung durch den Schuh Budweis Halbmarathon am 01.06.2024 (CRAFT Pacer) Ø 4:34 min/km / 174 bpm / 1,14 m Schrittlänge / 191 Schrittfrequenz ==> Deutlich kürzere Schrittlänge, höherer Puls bei langsameren Tempo - zeigt, dass der Lauf anstrengender war, obwohl das Tempo niedriger war. Prag Marathon am 04.05.2025 (CRAFT Pacer) Ø 4:44 min/km / 165 bpm / 1,10 m Schrittlänge / 191 Schrittfrequenz ==> Erwartungsgemäß langsamere Pace bei niedrigerem Puls und kürzerer Schrittlänge - normal für längere Distanzen, aber auch hier fällt auf, dass die Schrittlänge geringer als mit dem Kype Pro beim HM. Obermaterial und Passform CRAFT hat ein leichtes und gleichzeitig strapazierfähiges AeroMesh Obermaterial eingearbeitet. Dadurch ist der Fuß gut belüftet und das Tragegefühl angenehm. Das Logo ist direkt ins Material eingearbeitet, was dem Schuh einen schlichten und gleichzeitig sehr edlen Look verleiht, mir gefällt das. Der Schuh sitzt nah am Fuß, was mir ein kraftvolles und reaktionsfreudiges Laufgefühl ermöglicht. Was ich super finde: Die Größe fällt normal aus - bei CRAFT nicht immer selbstverständlich, da andere Modelle anders geschnitten sind. Besonders positiv ist die dezente Polsterung im Fersenbereich: Sie ist angenehm, ohne aufzutragen und gibt spürbar Halt. Reibung oder Blasen? Bisher kein Thema. Außensohle und Grip Die neue Lightsole Außensohle, die in Zusammenarbeit mit Vittoria - einen renommierten italienischen Hersteller von Fahrradreifen - entwickelt wurde, hat sich bei meinen bisherigen Läufen gut bewährt. der Grip ist zuverlässig, auch bei hohem Tempo auf Asphalt und vermittelt ein sicheres Laufgefühl ohne Rutschen und Unsicherheit. Für einen Wettkampfschuh ist das absolut überzeugend. Was die Haltbarkeit angeht, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch kein finales Urteil fällen. Allerdings gehe ich, wie bei den meisten Performance- oder Carbonschuhen davon aus, dass die Kilometerlaufleistung unter der von klassischen Trainingsschuhen liegt. Das ist aber bei leichten Wettkampfmodellen üblich und ein bewusster Kompromiss zugunsten von Tempo, Gewicht und Reaktionsfreude. Für meine Einsatzzwecke - vornehmlich Wettkämpfe passt das Gesamtpaket aus Grip, Leichtigkeit und Direktheit sehr gut. Fazit zum CRAFT Kype Pro Der Kype Pro ist ein echter Superschuh vom ersten Lauf an. Beim Prag Halbmarathon bin ich direkt eine neue persönliche Bestzeit gelaufen, ganze 5 Minuten schneller als meine vorherige PB aus dem Vorjahr (Budweis). Das spricht für sich, finde ich. Die Kombination aus moderner Technologie und schlicht-eleganter Optik begeistert mich. Dieser Schuh sieht nicht nur schnell aus, er läuft sich auch so. In meiner Größe UK 5,5 (EU 38 3/4) bringt der Kype Pro gerade mal 176 Gramm auf die Waage und kommt mit einer mittleren Sprengung von 8 mm: ideal für eine natürlichere Laufbewegung und schnelleres Laufen. Mit einem Preis von aktuell 319 EUR ist er kein Schnäppchen, aber meiner Meinung nach absolut sein Geld wert, wenn man nach einem leistungsstarken Rennschuh sucht. Er spielt definitiv in der Liga der Großen mit und muss sich nicht verstecken. Der CRAFT Kype Pro richtet sich an alle, die im Rennen alles aus sich herausholen wollen, ambitionierte Hobbyläufer-/innen genauso wie erfahrene Wettkämfer-/innen. Was die Haltbarkeit betrifft, bleibt abzuwarten, wie viele Kilometer die Sohle letztlich durchhält. Wie bei den meisten Carbonschuhen ist sie sicher begrenzt - deshalb setze ich den Kype Pro ganz bewusst nur bei ausgewählten Rennen ein. Voraussichtlich werde ich ihn erst wieder beim Chicago Marathon im Oktober 2025 schnüren oder falls vorher noch ein spannender Lauf dazu kommt. Ein schneller 5 km-Lauf reizt mich jedenfalls sehr - auch dafür wäre der Schuh ideal. Zum Abschluss: Einmal Tschechien bitte, mit der neuen Runczech Halfs Serie: Mit dem Generali Prag Halbmarathon wurde eine neue Laufserie RUNCZECH HALFS gestartet - eine Initiative, die alle tschechischen Halbmarathon-Veranstaltungen von Runczech miteinander verbindet. Die Serie lädt Läuferinnen und Läufer ein, sportliche Herausforderungen mit kulturellen Erlebnissen zu kombinieren. Wer an den fünf Halbmarathon in Prag, Budweis (Ceske Budejovice) , Karlsbad (Karlovy Vary), Olmütz (Olomouc) und Usti nad Labem (powered by Mattoni) teilnimmt, wird Teil einer besonderen Community und Finisher der Runczech Halfs. Die Teilnehmer-/innen haben 36 Monate, um die fünf Läufe zu beenden. Als Anerkennung erhält man eine exklusive Finisher-Medaille für die gesamte Serie. Die Registrierung erfolgt automatisch mit der Anmeldung zum ersten der fünf Events. Die Zuordnung geschieht über die persönliche Runners ID im Profil auf der Runczech Webseite. Event-Tipp: Neapel im Februar - ein tolles Erlebnis. Dich erwarten frühlingshafte Temperaturen, eine schnelle, flache Strecke und mediterranes Flair mitten im Winter. Perfekt, um etwas Sonne zu tanken und mit einem Rennen in die Saison zu starten. Die Anmeldung zum Napoli City Half Marathon findest du im Link.
- Runczech Halfs: 5 Halbmarathons in Tschechien - meine Erfahrungen und Tipps
Ich bin Cindy und ich möchte in diesem Jahr die Runczech Halfs Serie laufen. Manchmal sind es nicht einzelne Rennen, sondern ein Gesamtkonzept, das den Reiz ausmacht. Es gibt Rennen, auf die man sich einige Monate vorbereitet und dann gibt es Laufprojekte, die einen über mehrere Jahre begleiten. Genau so ein Projekt sind die RunCzech Halfs. Statt eines einzelnen Halbmarathons erwartet dich hier eine Serie aus fünf Rennen in verschiedenen Städten Tschechiens. Als Läuferin, die Wettkämpfe gern mit Reisen verbindet, hat mich diese Serie sofort angesprochen. In diesem Beitrag zeige ich dir, was die Runczech Halfs ausmacht, welche Rennen dazu gehören und für wen sich diese Serie besonders lohnt. Was sind die Runczech Halfs? Die Runczech Halfs sind eine Laufserie des Veranstalters Runczech, der international für hervorragend organisierte Straßenrennen bekannt ist. Ziel ist es, fünf festgelegte Halbmarathons in Tschechien innerhalb von 36 Monaten (3 Jahre) zu absolvieren. Alle Läufe werden zentral erfasst, sodass dein Fortschritt jederzeit nachvollziehbar ist. Das Besondere: Die Serie ist keine Jahreswertung, sondern eine langfristige Challenge. Du entscheidest selbst, wann und in welcher Reihenfolge du die Rennen läufst. Wer alle fünf Halbmarathons erfolgreich finisht, erhält eine exklusive Serien-Medaille und wird offizieller " Runczech Halfs Finisher ". Das Konzept erinnert ein wenig an die bekannten SuperHalfs. Allerdings sind die Rennen der Runczech Halfs aktuell noch deutlich leichter zu bekommen und meist nicht innerhalb von Minuten ausverkauft oder nur noch über Lotterieverfahren möglich. Gerade deshalb ist die Serie für viele Läufer eine spannende Alternative, auch wenn sich das mit wachsender Bekanntheit natürlich noch ändern kann. Für mich passt die Serie perfekt in dieses Laufjahr, weil ich mich aktuell wieder stärker auf die Halbmarathon-Distanz fokussiere. Vielleicht gelingt es mir dabei sogar, meine persönliche Bestzeit weiter zu verbessern und die 1:30 Stunden Marke zu knacken. Kurz gesagt: Die Runczech Halfs verbinden sportliche Erlebnisse mit einer echten Laufreise durch Tschechien. Interesse geweckt? Die fünf Halbmarathons der RunCzech Halfs Jedes Rennen der Serie hat seinen eigenen Charakter. Von internationalen Großstadtlauf bis hin zu eher regionalen Veranstaltungen ist alles dabei. Generali Prague Half Marathon Der Prager Halbmarathon ist der bekannteste Lauf der Serie und international hoch angesehen. Er gehört zudem auch zur SuperHalfs Serie und ist inzwischen jedes Jahr schnell ausgebucht. Ich bin den Halbmarathon selbst bereits gelaufen und kann den Hype absolut nachvollziehen. Die Strecke verläuft entlang der Moldau, führt über mehrere Brücken und durch einige der schönsten Teile der Stadt. Schon der Start sorgt für Gänsehaut. Tausende Läuferinnen und Läufer stehen dicht gedrängt, während man direkt auf die beeindruckende Kulisse von Prag blickt. Das Profil ist flach und sehr schnell, perfekt für eine Bestzeit. Das kann ich definitiv bestätigen, denn meine aktuelle Halbmarathon-Bestzeit habe ich genau hier in Prag aufgestellt. Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest du hier: Prag Halbamarthon: Mit dem CRAFT Kype Pro zur neuen Halbmarathon Bestzeit. Was diesen Lauf für mich besonders macht, ist die einzigartige Kombination aus sportlicher Dynamik und Stadterlebnis. Während des Rennens zieht die historische Architektur fast wie im Film an einem vorbei. Mattoni Half Marathon Karlovy Vary Karlovy Vary, auf Deutsch Karlsbad, ist vor allem für seine Thermalquellen, die elegante Bäderarchitektur und den berühmten Becherovka bekannt. Nach dem Auftakt in Prag macht die Runczech-Halbmarathon Serie hier ihren zweiten Stopp und das traditionell Mitte Mai. Der Halbmarathon in Karlovy Vary ist deutlich ruhiger und entspannter als Prag. Die Stadt ist kleiner und die Atmosphäre familiärer. Die Strecke führt entlang des Teplá-Flusses, durch die charmante Kurstadt und vorbei an bekannten Kolonnaden und Promenaden. Man läuft dabei durch eine Stadt, die seit Jahrhunderten für Erholung und Gesundheit steht. Viele Läufer können das Wochenende sicher auch gut für einen Kurzurlaub nutzen, dafür ist Karlsbad perfekt. Zwischen Thermalquellen, Spaziergängen durch die Altstadt und einem Besuch im Becherovka-Museum lässt sich das Laufwochenende bestens abrunden. Mattoni Half Marathon Ceske Budejovice Der Halbmarathon in Ceske Budejovice (auf Deutsch Budweis) gehört für mich zu den schönsten Rennen der Serie. Ich bin hier bereits zweimal gelaufen und komme immer wieder gern zurück. Auch hier ist die Strecke flach und schnell. Der Lauf findet am Abend statt, sodass man dem Sonnenuntergang entgegenläuft. Budweis selbst liegt im Herzen Südböhmens und ist vielen vor allem durch das Budweiser Bier bekannt. Gleichzeitig bietet Budweis eine tolle historische Altstadt mit dem großen Marktplatz, dem barocken Rathaus und dem Samsonbrunnen als zentralen Treffpunkt und auch als Startbereich für den Halbmarathon. Wenn du etwas mehr Zeit mitbringst, lohnt sich ein Abstecher nach Cesky Krumlov, nur etwa 25 Kilometer entfernt. Eine UNESCO-Weltkulturerbestadt mit verwinkelten Gassen, einem beeindruckenden Schloss und einer fast märchenhaften Atmosphäre. Mattoni Half Marathon Olomouc Olomouc, auf Deutsch Olmütz, steht bei mir selbst noch auf der Liste. Die Stadt gilt als eine der spannendsten in Tschechien, ist aber weniger touristisch. Hier erwartet dich eine Mischung aus studentischem Leben und vielen sehenswerten Orten, die sich gut zu Fuß entdecken lassen. Zentrum ist der große Hauptplatz, auf dem auch die berühmte Dreifaltigkeitssäule steht, ein UNESCO-Weltkulturerbe. Rundherum findest du das Rathaus mit der astronomischen Uhr, zahlreiche Kirchen und kleine Gassen. Gleichzeitig prägt die Palacky-Universität das Stadtbild und sorgt für eine junge, lebendige Atmosphäre. Diese Kombination aus ruhiger Stadt und studentischem Leben macht Olomouc zu einem spannenden Kontrast innerhalb der RunCzech-Serie. Der Halbmarathon in Olomouc ist oft einer der Läufe mit den wärmeren Bedingungen. Er findet im Juni im Rahmen des Mattoni Olomouc Running Festivals statt. Die Strecke führt durch zentrale Bereiche der Stadt und bietet dadurch die Möglichkeit, Olomouc beim Laufen direkt zu erleben. Für mich ist es besonders spannend, eine neue Stadt durch einen Wettkampf kennenzulernen, die man sonst vielleicht gar nicht auf dem Schirm hätte. Mattoni Half Marathon Usti nad Labem Der fünfte Lauf der Serie findet in Usti nad Labem im Norden Tschechiens statt. Ich bin diesen Halbmarathon bereits drei Mal gelaufen und mag vor allem die abwechslungsreiche Strecke entlang der Elbe, die durch verschiedene Stadtbereiche führt und urbane Abschnitte mit Flusslandschaft verbindet. Im Vergleich zu anderen Läufen ist das Profil hier etwas abwechslungsreicher. Besonders charakteristisch ist ein Streckenabschnitt, der durch das örtliche Chemiewerk, der Spolchemie führt. Eine Kulisse, die man bei kaum einem anderen Rennen erlebt. Dieser ungewöhnliche Kontrast macht den Lauf einzigartig. Usti nad Labem ist insgesamt wenig touristisch geprägt und gerade deshalb sehr authentisch. Der Halbmarathon findet im September statt und bildet als letzter der fünf Läufe den Abschluss der Runczech Halfs. Damit rundet er die Serie perfekt ab. Warum die Runczech Halfs? Die Stärke der Runczech Halfs liegt nicht nur in der Organisation, sondern im Gesamterlebnis. Jeder Lauf steht für eine andere Facette Tschechiens, von internationaler Großstadt bis zu regional geprägten Orten. Fünf Gründe für die Serie: 1. Langfristige Motivation statt Einmal-Event 2. Hoher organisatorischer Standard 3. Perfekte Kombination aus Laufen und Reisen 4. Geeignet für unterschiedliche Leistungsniveaus 5. Ein klares Ziel mit emotionalem Abschluss Trainings- und Planungsaspekte für die Serie Wer mehrere Halbmarathons über einen längeren Zeitraum laufen möchte, braucht keine permanente Wettkampfform, aber eine solide Grundstruktur. Die Runczech Halfs lassen sich hervorragend in ein normales Laufjahr integrieren und bieten genügend Flexibilität, um sowohl persönliche Bestzeiten als auch schöne Lauferlebnisse zu kombinieren. Für die Runczech Halfs in einem Jahr lohnt es sich, gezielt ein oder zwei schnelle Rennen einzuplanen, um persönliche Bestzeiten zu knacken. Aus eigener Erfahrung eignen sich Prag und Budweis besonders gut dafür. Daneben sollte man aber auch Läufe wählen, bei denen vor allem das Erlebnis im Vordergrund steht. Für mich passt die Serie ideal in dieses Laufjahr, da ich mich auf die Halbmarathon-Distanz fokussiere. Wer mag, kann sich auch meinen Blogbeitrag " Halbmarathon unter 1:40 Stunden anschauen ", in dem ich Tipps und Erfahrungen teile, wie man seine Zeit verbessert. So lassen sich Training, Reisen und Wettkämpfe optimal verbinden, ohne dass die Motivation darunter leidet. Für wen eignen sich die Runczech Halfs? Die Serie ist bewusst offen gestaltet und richtet sich nicht an eine bestimmte Zielgruppe. Besonders geeignet sind die Runczech Halfs für Läufer:innen mit Halbmarathon-Erfahrung, die Wettkämpfe gern mit Reisen verbinden und für Sportler:innen, die langfristige Ziele schätzen. Gleichzeitig ist sie nicht nur für schnelle Läufer:innen attraktiv: Im Gegensatz zu, z. B. den World Marathon Majors, bei denen Qualifikationszeiten oder erschwerte Startplatzvergaben oft eine Hürde darstellen, gibt es bei den Runczech Halfs keine Zugangsbeschränkungen durch Zeiten. Dadurch bietet die Serie sowohl ambitionierten als auch genussorientierten Läufer:innen eine spannende Möglichkeit, mehrere Rennen miteinander zu verbinden. Weniger geeignet ist sie für absolute Anfänger:innen ohne Wettkampferfahrung, hier empfiehlt sich zunächst ein einzelner Halbmarathon, um erste Erfahrungen zu sammeln. Persönliches Fazit: Meine Sicht auf die Runczech Halfs Die Runczech Halfs stehen für mich sinnbildlich für das, was Laufen so besonders macht: Bewegung, Begegnung und Perspektivwechsel. Jeder Halbmarathon fühlt sich anders an, obwohl alle Teil derselben Serie sind. Statt eines einmaligen Highlights entsteht mit der Zeit eine persönliche Laufreise, bei der jede Stadt ihre eigenen Erinnerungen und Erlebnisse schreibt. Genau deshalb sind die Runczech Halfs für mich mehr als nur eine Laufserie und eine echte Empfehlung für alle, die mehr wollen als nur eine Startnummer und eine Zielzeit. Für mich geht die Laufreise durch Tschechien auf jeden Fall weiter. Vielleicht ja auch für dich?
- Kaffee im Ausdauersport: Wirkung, optimale Koffeinmenge und Verträglichkeit
Kaffee und Laufen, für viele von uns gehört das selbstverständlich zusammen. Aber kann Kaffee tatsächlich die Leistung im Ausdauersport verbessern? Wie viel Koffein ist sinnvoll, wann sollte man Kaffee trinken und wie gut verträgt er sich mit Sportlernahrung? Genau um diese Fragen geht es in diesem Blogartikel und um einem ganz besonderen Lauftag am Staffelsee. Es gibt diese besonderen Lauftage, an denen es nicht um Pace, Bestzeiten oder Trainingspläne geht, sondern Gemeinschaft, Natur und neue Impulse. Genauso ein Tag war der Cappuccino Run am Staffelsee, den ich gemeinsam mit der Murnauer Kaffeerösterei für meine Laufgruppe organisieren durfte. Auf dem Programm stand, dass wir gemeinsam als Laufgruppe einmal rund um den Staffelsee gelaufen sind, ganz entspannt, mit vielen Gesprächen, neuen Gesichtern und bestem Laufwetter. Nach den etwa 21 Kilometern wartete schon das nächste Highlight: Für einige ging es noch zum Eisbaden in den See, bevor wir uns anschließend in der Kaffeerösterei Murnau zu Cappuccino, Kuchen und einem interessanten Vortrag über Kaffee, Sport und gesundheitliche Effekte wieder getroffen haben. Für diesen Blogbeitrag habe ich mich auch intensiver mit dem Thema Kaffee und Ausdauersport beschäftigt und dazu den spannenden Vortrag in der Murnauer Kaffeerösterei einfließen lassen. Dort ging es nicht nur um Geschmack und Röstung, sondern vor allem auch um die Wirkung von Kaffee im Sport. Das möchte ich im Folgenden auch zusammenfassen. Der Lauf um den Staffelsee Die Runde um den Staffelsee gehört für mich zu den schönsten Laufstrecken in Oberbayern. Einmal rund um den See sind es etwa 21 Kilometer und damit genau Halbmarathon Distanz. Das Besondere an der Strecke ist die Abwechslung: Immer wieder läuft man direkt am Wasser entlang, dann durch kleine Orte wie Seehausen und Uffing, über Felder und hinten raus durch die weite Moorlandschaft des Murnauer Moos. Gerade dieser Abschnitt ist landschaftlich sehr schön, weit, ruhig und mit Blick auf die Berge. Diese Mischung macht die Runde perfekt, es wird nicht langweilig und durch die flache Strecke ist sie auch ideal für einen langen Lauf in der Gruppe. Und wenn man sich dabei noch gut unterhält, merkt man oft gar nicht, wie schnell die Kilometer vergehen. Dieses Mal war die Runde aber für einen von uns ganz besonders: Einer unserer Läufer ist an diesem Tag seinen ersten Halbmarathon gelaufen. Und ich finde, es gibt kaum einen schöneren Rahmen für eine Halbmarathon-Premiere als in der Gruppe, ohne Zeitdruck, ohne Wettkampfstress, aber in bester Begleitung. Wenn jemand etwas zum ersten Mal schafft und sich alle mitfreuen, dann merkt man, dass Laufen viel mehr ist als nur Sport. Wenn du auch überlegst, einen ersten Halbmarathon zu laufen, habe ich meine Erfahrungen und Tipps zum Halbmarathon Training in einem separaten Blogbeitrag zusammengefasst. Eisbaden nach dem Lauf Nach der Staffelsee-Runde sind noch ein paar von uns zum Eisbaden in den Staffelsee gegangen. Der Einstieg an der Murnauer Bucht war mit den vielen Steinen zwar nicht ganz ideal, besser wäre der Einstieg ein paar Minuten weiter oben beim Strandbad gewesen, aber das hat die kleine Gruppe nicht abgehalten. Gerade nach einem langen Lauf kann Eisbaden eine tolle Möglichkeit sein, die Regeneration einzuleiten und den Körper wieder frisch zu bekommen. Wenn du zu dem Thema mehr erfahren möchtet, findest du meine Eisbade-Erfahrungen und Tipps für Einsteiger in einem separaten Blogbeitrag. Aufgewärmt haben wir uns anschließend in der Murnauer Kaffeerösterei bei Cappuccino und Kuchen. Kaffee im Ausdauersport: Was ich aus dem Vortrag gelernt habe Nach dem Lauf und dem kurzen Kälteschock im Staffelsee ging es für uns in die Murnauer Kaffeerösterei, wo Thomas Eckel einen spannenden Impulsvortrag zum Thema Kaffee, Sport und gesundheitliche Effekte gehalten hat. Ich glaube, viele von uns trinken Kaffee vor allem, um wach zu werden. Was ich an diesem Tag gelernt habe: Im Ausdauersport kann Kaffee tatsächlich die Leistungsfähigkeit verbessern, aber anders als man denkt. Besonders spannend fand ich im Vortrag, dass nicht nur das Koffein im Kaffee eine Rolle spielt. Kaffee enthält auch sogenannte Chlorogensäure, die Einfluss auf den Stoffwechsel und den Blutzucker hat. Dadurch wird Energie gleichmäßiger bereitgestellt, was vor allem bei längeren Ausdauerbelastungen relevant ist. In diesem Zusammenhang fand ich auch interessant, dass der Gehalt an Chlorogensäure unter anderem von der Röstung des Kaffees abhängt, ein Aspekt, über den ich in einem Vortrag in der Murnauer Kaffeerösterei zum ersten Mal ausführlicher gehört habe. Spannend ist auch, dass selbst entkoffeinierter Kaffee noch einen Effekt haben kann, weil die Chlorogensäure weiterhin enthalten ist. Koffein wirkt also eher im Kopf, die Chlorogensäure eher im Stoffwechsel, genau diese Kombination macht Kaffee für Ausdauersportler dann wertvoll. Wie viel Koffein ist optimal für Läufer? Beim Thema Koffein gilt im Sport tatsächlich: Viel hilft nicht viel, sondern die richtige Menge ist entscheidend. In den meisten Studien zur Leistungssteigerung im Ausdauersport liegt die optimale Dosis bei etwa 3 bis 6 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht, abhängig davon, wie stark man Koffein gewöhnt ist. Das entspricht, je nach Stärke, ungefähr zwei bis fünf Tassen Kaffee. Schon kleinere Mengen können die Konzentration und Wachheit verbessern, während höhere Mengen zwar stärker wirken können, aber auch das Risiko für Nebenwirkungen wie Herzrasen oder Magenprobleme erhöhen. Im Übrigen profitierst du auch davon, dass du die Anstrengung weniger stark empfindest. In der Sportwissenschaft spricht man von der sogenannten "Rating of Perceived Exertion" (RPE), also der subjektiv wahrgenommenen Belastung. Studien zeigen, dass sich diese wahrgenommene Anstrengung durch Koffein bei submaximaler Belastung reduzieren kann. Du läufst nicht unbedingt nur schneller, sondern es fühlt sich in einem gewissen Maße auch leichter an. Gerade dieser Effekt ist ein zentraler Wirkmechanismus von Koffein, nicht nur wegen Puls oder Stoffwechsel, sondern weil das Gehirn die Belastung anders bewertet. Damit schließt sich auch der Kreis, Koffein wirkt eher im Kopf, während die Chlorogensäure stärker im Stoffwechsel ansetzt. Wann sollte man Kaffee vor dem Laufen trinken? Der Zeitpunkt hängt stark davon ab, was man erreichen möchte. Koffein erreicht seinen Wirkungspunkt etwa 30 bis 60 Minuten nach dem Trinken, deshalb ist das der ideale Zeitpunkt vor einem Training oder Wettkampf. Bei langen Ausdauerbelastungen kann es sogar sinnvoll sein, Koffein nicht nur vorher, sondern auch später in einem Rennen aufzunehmen, wenn die Ermüdung steigt. Grundsätzlich kann man sagen, Kaffee vor dem Lauf verbessert Fokus und Leistungsbereitschaft. Kaffee während eines langen Trainings / Rennen kann helfen, die Ermüdung hinauszuzögern und Kaffee nach dem Sport kann zusammen mit Kohlenhydraten sogar die Regeneration unterstützen. Kaffee vor dem Laufen: Verträglichkeit mit Gels, Banane und Eiweißshake Die Verträglichkeit ist tatsächlich sehr individuell und sollte unbedingt im Training und nicht erst im Wettkampf getestet werden. Grundsätzlich ist Kaffee gut mit Sportlernahrung kombinierbar, du solltest aber ein paar Dinge beachten. Koffein und Kohlenhydrate vertragen sich in der Regel gut. Eine Kombination wie Kaffee und Banane oder auch ein Gel vor dem Training kann sogar sinnvoll sein, weil Koffein die Energiebereitstellung unterstützt und Kohlenhydrate gleichzeitig schnell verfügbare Energie liefern. Auch die Kombination mit Eiweißshakes ist grundsätzlich möglich, allerdings kann Kaffee zusammen mit Milcheiweiß bei empfindlichen Personen zu Magenproblemen führen. Hier kannst du auch mal pflanzliche Milchalternativen im Shake testen, ob du das verträgst. Schwarzer Kaffee oder Espresso wird meist besser vertragen. Wichtig ist außerdem: Die Gesamtmenge an Koffein im Blick zu behalten, vor allem wenn zusätzlich koffeinhaltige Gels oder Sportgetränke verwendet werden, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Wie so oft im Ausdauersport gilt auch hier: Was im Training funktioniert, kann in der Regel auch im Rennen eingesetzt werden. Laufen am Staffelsee und Kaffeegenuss in der Murnauer Kaffeerösterei Ein wundervoller Tag, der Laufen, Regeneration, Community und Wissen verbunden hat, ging damit zu Ende. Ich habe definitiv mehr über Kaffee gelernt als ich erwartet hätte. Vielen Dank an die Murnauer Kaffeerösterei und an Thomas Eckel für die tolle Möglichkeit mehr über Kaffee zu erfahren, das Kaffeehaus kennenlernen zu dürfen und natürlich den leckeren Kaffee zu probieren. Für alle, die beides verbinden möchten: Eine Runde um den Staffelsee und danach die Einkehr in der Murnauer Kaffeerösterei können wir sehr empfehlen. Mehr Informationen zur Strecke selbst habe ich in einem separaten Blogbeitrag zusammengefasst: Laufstreckentipp - Halbmarathon um den Staffelsee. Seit diesem Tag gehört Kaffee für mich noch bewusster dazu, nicht nur aus Gewohnheit und Geschmack, sondern auch als kleiner Performance-Booster.
- Trailcamp und Wandertage für Frauen in Naturns
Dieser folgende Blogbeitrag ist Werbung für mich und mein Frauen-Trailcamp kommenden April in Naturns . Ich bin wieder sehr gespannt und freue mich auf vier sportliche Tage unter Frauen, schönster Natur und toller Momente. Das Trailcamp " Women Trail & Hike Days" findet vom 23. bis 26.04.2026 in Naturns statt. Dieses verlängerte Wochenende ist für jede Frau bzw. Fitnesslevel konzipiert. Möchtest du Wandern mit Trailrunning kombinieren oder dein erstes Mal Trailrunning ausprobieren bist du richtig bei uns. Ich bin Cindy (Trailrunnerin mit Spaß in der Natur und an der Bewegung). Die Wandergruppe übernimmt eine lokale Wanderführerin. Wo findet das Frauen Trailcamp "Women Trail & Hike Days" statt? Wir werden in Südtirol verweilen. Genau gesagt im Thermalort Naturns (Vinschgau) . Unser Hotel wird das moderne Belvedere ****S für drei Übernachtungen inkl. Verwöhnfrühstück und Abendessen sein. Die Unterkunft für Adults Only mit Wellnessbereich und Panorama-Blick ist nur 5 Min vom Ortskern entfernt. Das Feriengebiet Naturns ist unweit von Meran (13 km), eingebettet in malerischer Natur. Also ein perfekter Ausgangspunkt für unser gemeinsames verlängertes Frauen-Wochenende. Unser Motto bei Trailcamp für Frauen Das Motto ist klar! " Alles KANN, nichts MUSS ". Wir bieten unterschiedliche Alternativen an. Die Wandergruppe mag Genuss pur, Wellness, die Natur & die Trailrun Gruppe mag es etwas sportlicher und darf auch mal Grenzen austesten. Das ist eine Kombi, die dir alle Möglichkeiten bietet. Hast du Lust auf Wandern und Wellness oder auch mal etwas schneller beim Trailrun oder vielleicht auch deine erste Klettersteig-Tour? You decide, worauf du Lust hast. Wir bieten dir ein Programm mit unterschiedlichen Aktivitäten und Intensitäten. Ganz klar ist jetzt schon: Wir haben erlebnisreiche Tage geplant, die Spaß machen sollen. Mit dabei sind gleichgesinnte Frauen, die Neues erleben, sich selbst spüren, Zeit genießen und netzwerken wollen. Das Programm beim Frauen Trailcamp Wir erkunden gemeinsam die wilde Natur beim Trailrun oder Genusswandern. Es erwartet dich folgendes Programm: Donnerstag 23. April 2026 Wir reisen gemütlich an, Fahrgemeinschaften bilden wir gern, sobald wir wissen, wer alles dabei ist. Am Nachmittag erkunden wir den Klettersteig " Knott " am Sonnenberg oder alternativ gibt es ein Wanderung in direkter Nähe zu Naturns. Wir sind ca. zwei bis drei Stunden unterwegs. Abends essen wir gemeinsam im Hotel. Freitag 24. April 2026 Es geht sehr früh los (zwischen 4 und 5 Uhr), denn heute steht eine Sonnenaufgangstour auf dem Programm. Wir steigen auf einen Gipfel mit Aussicht auf (z.B. Tscharser Wetterkreuz / Orenknott / Rauen Bühel). Auf dem Gipfel erleben wir dann den Sonnenaufgang. Schöner kann dieser Tag nicht mehr werden, versprochen! Wenn du noch nie einen Sonnenaufgang in den Bergen erlebt hast, ist das deine Chance. Nach dem gemeinsamen Frühstück lassen wir den Vormittag ruhig angehen und gönnen uns eine wohlverdiente Pause. Ein wenig Müdigkeit wird sich bestimmt bei uns allen bemerkbar machen, umso mehr genießen wir die entspannte Zeit. Am Nachmittag erwartet uns ein besonderes Highlight: eine spannende Führung in der Kaffeerösterei Alps Coffee, bei der wir mehr über den Weg von der Bohne bis zur Tasse erfahren. Den Abend lassen wir bei knuspriger Pizza in einem Restaurant in Naturns ausklingen. Freut euch auf gesellige Stunden in herzlicher Südtiroler Atmosphäre, die den Tag perfekt abrunden. Samstag 25. April 2026 Wir starten aktiv in den Tag mit Yoga, Dehnübungen oder vielleicht sogar einer kleinen Runde Seilspringen. Nach dem Frühstück brechen wir zu unserem Tagesprogramm auf: Eine längere Trailrunning-Tour steht auf dem Plan, wahlweise auch eine etwas kürzere, aber ebenso eindrucksvolle Wanderung. Gemeinsam erkunden wir die wunderschöne Umgebung rund um Naturns und genießen immer wieder traumhafte Ausblicke. Nach der Rückkehr erwartet uns pure Entspannung im gemütlichen Wellnessbereich unseres Hotels inklusive Panoramablick in die Naturnser Bergwelt. Den Abend verbringen wir beim gemeinsamen Abendessen im Hotel und lassen dabei die Erlebnisse des Tages nochmals Revue passieren. Eine Information zu Naturns: Ein Waalweg, auch Waale genannt (gibt es einige in Südtirol) sind künstlich angelegte Wasserläufe, die früher wie heute zur Wasserversorgung dienen. Fotocredit: Naturns Tourismus Sonntag 26. April 2026 Wir starten nochmals aktiv in den Tag: Vielleicht mit einer Yoga / Stretching Einheit im Freien, einer leichten Trailrunde, einer kurze Wanderung oder einem erfrischenden Morningrun entlang der Etsch, noch bevor das Frühstück ruft. Gegen Mittag heißt es dann: Auschecken. Doch bevor wir uns verabschieden, gönnen wir uns vielleicht noch einen letzten gemeinsamen Cappuccino, ob auf dem lokalen Bauernmarkt oder im kleinen Café im Ort. Hier hast du auch die Gelegenheit, ein paar kulinarische Spezialitäten aus der Region mit nach Hause zu nehmen. Danach müssen wir leider schon die Heimreise antreten oder du nutzt die Chance für eine individuelle Verlängerung in Naturns. Ich bin mir sicher, wir werden alle mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck, einem Lächeln im Gesicht und neu gewonnenen Freundschaften abreisen. Goodie-Bag für aktive Frauen Wir werden freundlich unterstützt von folgenden Firmen, somit kannst du dich auf ein tolles Goodie-Bag freuen. Die nachstehenden Firmen waren unsere Supporter in 2025, die Liste wird nach und nach nochmals angepasst, sobald die Goodie-Bag für 2026 feststeht. Dextro Energy Dextro Energy ist ein deutsches Unternehmen aus Krefeld und Experte für Dextrose-Produkte. Ob beim Training, im Wettkampf oder zur Regeneration, die Produkte bringen Sportler weiter. Mit den Produkten kann schnell und gezielt Energie zugeführt werden und so körperliche und geistige Leistungsfähigkeit hergestellt werden. Mit Cindy15 kannst du übrigens immer bei Dextro Energy günstiger einkaufen. Craft CRAFT ist eine schwedische Marke, die sich auf Bekleidung für Ausdauersportarten spezialisiert hat. Seit 1973 bietet Craft modernste Trainings- und Wettkampfbekleidung, die in enger Zusammenarbeit mit Spitzensportlern ständig weiterentwickelt wird. Anita active Die Anita active steht für hochfunktionelle Sport-BHs und Tights mit ausgezeichneter Passform. Die Anuita active Sport-BHs bieten maximalen Support von Cup AA bis K für jede Sportart. Hochwertige eigens für Anita entwickelte Materialien, geben perfekten Halt und wirken atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Darn Tough Darn Tough Socken sind ein echtes Upgrade für die Füße, egal ob beim Laufen, Wandern oder im Alltag. Seit über 20 Jahren produziert der amerikanische Sockenspezialist hochwertige Performance-Socken in der eigenen Manufaktur in Vermont (USA). Das besondere Merkmal: der sogenannte Performance Fit. Dadurch sitzt die Socke zuverlässig dort, wo sie sitzen soll, ohne Verrutschen, ohne Falten und damit auch ohne Blasen. Hinzu kommt der hohe Anteil an feiner Merinowolle, die für ein angenehmes Fußklima sorgt. Abgerundet wird das Ganze durch langlebige Qualität, witzige Designs und eine lebenslange Garantie (in Deutschland sogar bis zu 40 Jahre). Darn Tough Socken machen jedes Abenteuer mit und fühlen sich dabei einfach richtig gut an. Kloster Kitchen Die Produkte von Kloster Kitchen begleiten einen aktiven, bewussten Lebensstil und passt damit auch perfekt in die Goodiebag. Die Marke wurde 2015 auf Basis eines traditionellen Klosterrezepts gegründet und ist vor allem für ihre Bio-Ingwer Shots mit echten Ingwerstückchen bekannt. Heute umfasst das Sortiment neben den Shots auch Smoothies aus heimischen Bio-Zutaten, Saftkuren sowie pflanzenbasierte Mikronährstoffkonzentrate. Alle Produkte sind bis, vegan und frei von Industriezucker sowie künstlichen Aromen. Ob vor dem Lauf, danach oder im Alltag: Kloster Kitchen verbindet Tradition und Innovation und steht für Genuss, ganz nach dem Motto "Better than good". Trek'n Eat Ob auf Trekkingtour, beim Trailrunning oder auf Reisen, mit den Outdoor-Mahlzeiten von Trek'n Eat bist du überall bestens versorgt. Die Marke gehört zu Katadyn Group und steht für hochwertige, gefriergetrocknete Gerichte, die speziell für aktive Menschen entwickelt wurden. Die Mahlzeiten sind leicht, lange haltbar und lassen sich unterwegs ganz unkompliziert zubereiten. Dabei setzt Trek'n Eat auf natürliche Zutaten ohne Konservierungsstoffe, künstliche Farbstoffe oder Geschmacksverstärker und sorgt gleichzeitig für genügend Energie für lange Tage. Ich selbst habe die Gerichte während des 5-tägigen Oman Desert Marathon ausschließlich gegessen und war damit durchgehend bestens versorgt. Kühlkern Das junge Unternehmen aus Stuttgart entwickelt hochwertige Kühlpflege für alle, die aktiv sind und ihrer Haut nach dem Sport etwas Gutes tun möchten. Die Produkte setzen auf natürliche Inhaltsstoffe wie Aloe Vera, Rosenwasser, ausgewählte Pflanzenextrakte und ohne Chemie sowie Alkohol. Kühlkern sorgt für eine angenehme erfrischende Abkühlung und unterstützt die Regeneration. Entwickelt und produziert in Baden-Württemberg, steht die Marke für klare Rezepturen, kurze Wege und ehrliche Pflegeprodukte. Fullbalance Die handgefertigten Balance Boards und Tools aus Holz von Fullbalance fördern Achtsamkeit, Regeneration, ganzheitliches Wohlbefinden und gesunde Füße. Ob für kurze Aktivpausen, bewusste Bewegungen oder zur Entspannung nach dem Lauf - perfekt zur Ergänzung für aktive Tage in den Bergen. Drei Boards könnt ihr während des Camps direkt ausprobieren. Mit Cindy10 sparst du 10% auf die Produkte beim Fullbalance. Deine Investition für unvergessliche Tage in Naturns Der Preis pro Person im Doppelzimmer (inkl. Halbpension und dem oben beschriebenen Programm) beträgt 545,- EUR ohne Klettersteig und 600,- EUR mit Klettersteig. Einzelzimmer sind in begrenzter Zahl verfügbar und können für einen Aufpreis von 100,- EUR für die drei Nächte gebucht werden. Im Preis enthalten sind alle Transfers sowie die im Programm aufgeführten Mahlzeiten. Wer am Donnerstag nicht beim Klettersteig dabei ist, zahlt 55,- EUR weniger (Doppelzimmer 545,- € / Einzelzimmer 645,- €). Eine Verlängerung deines Aufenthalts ist jederzeit möglich, bitte gib diesen Wunsch gleich bei der Buchung an. Nicht im Preis enthalten sind Getränke sowie An- und Abreise. Die Zimmerbelegung stimmen wir kurzfristig ab, auch hier kannst du uns bei Buchung gerne deine Wünsche mitteilen. Good to know - Die Women Trail & Hike Days in Naturn Das Programm beim Trailcamp ist flexibel. Wie bereits erwähnt, alles kann, nichts muss. Solltest du feststellen, Trailrunning ist nichts für dich, kannst du jederzeit zu den Wanderinnen wechseln, aber auch andersrum zu den Trailrunnerinnen. Bitte informiere uns bei deiner Buchung über besondere Wünsche: Thema Unverträglichkeiten Wie reist du an? Benötigst du einen speziellen Abholservice vom Bahnhof? Bist du an Fahrgemeinschaften interessiert? Wir stehen für Fragen zu Deiner Verfügung, auch hier meine Email: cindy.haase@gmail.com Übrigens es ist mein Trailcamp. Du kannst dir sicher sein, ich möchte das du den Spaß deines Lebens hast, schöne Momente mit nach Hause nimmst und dir allerhand Erinnerungen bleiben. Fotos, Fotos, Fotos natürlich auch. Ziel ist das du voller Elan und Inspiration wieder heimkehrst. Bist du beim Frauen Trailcamp dabei? Willkommen und ich freue mich dich kennenzulernen. Die Anmeldung für das Frauen Trailcamp bitte direkt an das Tourismusbüro Naturns per Email schweitzer@naturns.it (Lea Schweitzer) richten Du kannst auch noch individuelle Fragen stellen (natürlich jederzeit auch an mich) und wir helfen gerne. Weitere Details zu den Women Trail & Hike Days in Naturns findest du auf der Tourismusseite von Naturns, die ich gern verlinke. Hinweis: Das Frauen Trailcamp Wochenende wird von Naturns ausgerichtet und unterstützt. Ich bin Ideengeber, deine Reiseleitung & Guide vor Ort und organisiere dieses Event mit.
- 165 km Wüstenlauf: Meine Erfahrung beim Oman Desert Marathon
Ich bin Cindy und ich bin den Oman Desert Marathon gelaufen. Das ist meine Geschichte. Eigentlich wusste ich lange im Voraus, dass ich diesen Wüstenlauf im Januar 2026 absolvieren würde. Doch wie so oft kam das Leben dazwischen, ebenso wie andere Wettkämpfe, die mir wichtig waren und meinen Fokus beanspruchten. Ein gezieltes, spezifisches Wüstentraining fand daher kaum statt. Alles Organisatorische, Hintergründe zum Rennen und die wissenswerten Fakten habe ich bereits im vorherigen Blogbeitrag zusammengefasst: Der Oman Desert Marathon In diesem Text möchte ich mich bewusst gar nicht so sehr in Details zu Strecke und Regeln etc. verlieren, sondern vielmehr meine persönlichen Erfahrungen teilen. Vorweg: Es waren intensive, fordernde und prägende Wochen rund um den Oman Desert Marathon, einen 165 Kilometer langen Etappenlauf durch die Wüste Omans, verteilt auf fünf Tage. Besonders war für mich der Selbstversorger-Aspekt und ein Terrain, das für mich komplett neu war. Übernachtet haben wir in Camps in Mehrpersonenzelten (wurden täglich von Helfern aufgebaut). Vom Veranstalter gestellt wurde Wasser (alle zehn Kilometer unterwegs, im Camp unbegrenzt, teils warm), alles andere trugen wir selbst. Vorbereitung, Anreise und erste Eindrücke Rund 40 Läuferinnen und Läufer aus verschiedenen Ländern standen am Start: Hobbyläufer, ambitionierte Athleten und Profis. Die Strecken wurden vorab als GPX-Dateien zur Verfügung gestellt und zusätzlich etwa alle 500 Meter mit Fahnen markiert. Ich reiste eine Woche früher in den Oman (Direktflug ab München mit Omanair), um mich an Klima und Temperaturen zu gewöhnen, zur Ruhe zu kommen und etwas vom Land zu sehen. Der Roadtrip tat gut. Ich besuchte unter anderem Wadi Nakhr, Jebel Shams (Balcony Walk), Jabrin Castle, Misfat Al Abriyeen, Nizwa und Wadi Shab . Schöne Orte, die mir in Erinnerung bleiben werden. Am Tag vor Abfahrt in die Wüste übernachtete ich in Muscat. Dort traf auch Simone ein, eine Freundin, die ebenfalls für den Oman Desert Marathon gemeldet war. Von diesem Moment an waren wir zu zweit unterwegs und stellten uns der Herausforderung des Wüstenabenteuers gemeinsam. Zusammenkunft am Flughafen in Muscat Der Treffpunkt für alle Teilnehmenden war vom Veranstalter vorgegeben. Vom Flughafen in Muscat ging es per Bus in ein Hotel (Bidiyah Green Homes) nahe Al Wasil (ca. zwei Stunden Fahrt). Dort packten wir unsere Rucksäcke, erhielten letzte Briefings, ließen Pflichtausrüstung und medizinische Atteste prüfen, bekamen unsere Startnummern und aßen ein letztes Abendessen in der Zivilisation. Meine Startnummer war 2027. Am nächsten Morgen ging es an den Start nach Al Wasil. Ab diesem Moment begann die Selbstversorgerphase. Beim Check-in wog mein Rucksack übrigens 7,6 Kilogramm, ohne Wasser. Die Nacht zuvor war okay, meine Nervosität dafür umso größer. Beim Thema Rucksackgewicht hatte ich bewusst auf Leichtigkeit gesetzt, zumindest in der Theorie. Die Pflichtausrüstung war umfangreich: Gamaschen, Anti-Giftpumpe gegen Skorpionbisse, Signalspiegel, Schlafsystem, Messer, Antiseptikum, Schmerz- und Salztabletten, Pfeife sowie ein Erste-Hilfe-Set. Dazu kamen persönliche Hygieneartikel und rund 2.000 Kalorien Verpflegung pro Tag in Form von Trek'n Eat, Dextro Energy soiwe weiteren verschiedenen Riegeln und Nüssen. Kleidungstechnisch hielt ich es reduziert: zwei Shirts, ein Merino-Longsleeve, zwei Shorts, eine lange Hose, eine Windjacke, Unterwäsche und vier Paar Socken. Als fragwürdigen Luxus hatte ich ein Paar leichte weiße Hotellatschen dabei, keine gute Idee. Sand überall, ständig nasse Dixie-Klos und am Ende kein wirklicher Mehrwert. Das winzige Handtuch, in Waschlappengröße, war zwar leicht, aber wenig ausreichend. Der Wüstenlauf beginnt Der Oman Desert Marathon startete am 10. Januar 2026 leicht verspätet. Sehr früh wurde mir klar: Das werden harte Tage. Ein echtes Zeitlimit gibt es nicht, mein Tempo pendelte sich bei etwa fünf Kilometern pro Stunde ein. Laufen war selten, eher ein konsequentes Speedhiking. Der Startbereich war wuselig, da parallel kürzere Distanzen stattfanden. Viele liefen schnell los, ich mittendrin. Der Rucksack fühlte sich rasch zu schwer an, Schultern schmerzten, mein Laufstil war unrund. Technisch ist der ODM (kurz für Oman Desert Marathon) kein extrem anspruchsvoller Lauf, doch der Sand ist weich, tief und kräftezehrend. Dazu kamen Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad, grundsätzlich machbar, in der Sonne jedoch fordernd. Etappe 1 - Ankommen in der Wüste Die erste Etappe führte über 41 Kilometer mit 570 Höhenmetern. Ich brauchte endlose 8:18 Stunden. Die ersten Dünen machten schnell klar, wer hier die Regeln vorgibt: Nämlich die Wüste. Im Camp angekommen, warteten Duschen, Dixie-Toiletten, warmes Wasser und überraschend stabiles Internet. Dennoch hielt sich mein Bedürfnis nach Außenwelt in Grenzen. Essen, erholen, schlafen, mehr stand eigentlich nicht auf dem Plan. Simone war etwas schneller als ich und wir waren uns einig: Diese erste Etappe war schwer. Zum ersten Mal kamen Zweifel auf, ob ich die gesamten 165 Kilometer schaffen könnte. Die weiteren Etappen: Tag für Tag durch die Wüste Nach der ersten Etappe war klar: Der Oman Desert Marathon ist kein klassischer Lauf, sondern ein tägliches Aushandeln mit sich selbst. Die Tage begannen zunehmend zu verschwimmen und genau das wurde Teil der Erfahrung. Der Weg führte meist abseits fester Spuren. Büsche mussten umgangen werden, der Untergrund wechselte ständig. Mal versank der Fuß im Sand, mal bremste ein kleiner Hügel jeden Rhythmus. Die Hoffnung auf besseren Untergrund begleitete mich täglich, doch am Ende führte jeder Versuch immer wieder zurück in den weichen, anstrengenden Sand. Etappe 2 - Akzeptanz Die zweite Etappe stand für mich ganz im Zeichen der Akzeptanz. Ich hatte einen Rhythmus gefunden, langsam, stetig, mehr gehend als laufend. Die ersten zehn Kilometer war ich gemeinsam mit Simone unterwegs. Sie ist stärker als ich, umso schöner war es, diesen Abschnitt bewusst gemeinsam zu erleben. Mein Körper hatte sich zunehmend arrangiert, der Kopf musste allerdings immer wieder nachziehen. Die Wüste blieb fordernd. Am Ende standen 29,4 km in 6:20 Stunden mit 450 Höhenmetern. Etappe 3 - Monotonie und Gedanken Etappe drei war mental die monotonste. Endlose Dünen, endlose Kilometer, Gedanken kamen und gingen, manchmal war der Kopf leer, manchmal sehr laut. Ich funktionierte irgendwie, Schritt für Schritt von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt. Tempo und Stolz spielten hier längst keine Rolle mehr. Es ging nur noch darum weiterzukommen und am Ende des Tages anzukommen. In dieser Monotonie begann ich über vieles nachzudenken. Über die viel zitierte Gastfreundschaft der Omanis zum Beispiel, die hier nicht aufgesetzt, sondern ehrlich und unaufdringlich wirkt. Über Sicherheit, über Gemeinschaft, über eine Gesellschaft, die offenbar anders funktioniert. Es gibt keine Kriminalität und ich frage mich, was machen die Omanis besser? Die Wüste lässt Raum für solche Gedanken, gerade wenn die Strecke kein Ende nimmt. Nach 30 Kilometern, 7:03 Stunden mit rund 500 Höhenmetern war diese Etappe geschafft. Kein spektakulärer Tag auf dem Papier, aber ein wichtiger auf dem Weg ins Ziel. Etappe 4 - Die Königsetappe Die vierte Etappe war die längste und wurde zur echten mentalen Prüfung. Der Start erfolgte erst am Mittag, in der größten Hitze, und die Etappe zog sich bis tief in die Nacht hinein. Müdigkeit, schwere Beine und das Wissen, dass nach einer kurzen Nacht noch ein weiterer Tag folgen würde, machten diesen Abschnitt besonders hart. Gleichzeitig wuchs aber auch das Vertrauen: Ich war immer noch da. Auch diese Etappe brachte ich zu Ende, nach über 10:09 Stunden, 45 Kilometern und 590 Höhenmetern. Der Tag war lang, die Nacht kurz, die Erholung minimal. Trotzdem stand ich am nächsten Morgen wieder auf. Nicht aus Euphorie, sondern weil Aufgeben keine Option mehr war. Etappe 5 - Ankommen Die letzte Etappe fühlte sich leichter an, obwohl das ständige Auf und Ab der Dünen körperlich fordernd blieb. Das Ende rückte näher, die Zweifel traten in den Hintergrund. Es war kein emotionaler Zieleinlauf, sondern ein stilles Ankommen, zufrieden, erschöpft und sehr dankbar. Für die letzten 21,8 Kilometer benötigte ich 4:55 Stunden. Ergebnis: Gesamtzeit: 36:48:12 Stunden für 165 Kilometer Platzierung: 18. Gesamt / 7. Frau. Erfahrungen mit dem Equipment - ein ehrlicher Rückblick Der Rucksack Ich lief mit dem Ultimate Direction Fast Pack (30 Liter). Mit rund 700 Gramm ist er sehr leicht und bietet viele Taschen, was Ordnung im Rucksack erleichtert. Allerdings war ich mit dem Tragekomfort nicht glücklich. Die Schulterriemen drückten stark, der Rucksack wirkte für mich recht steif. Ich hatte ihn ungetestet gekauft, ein Fehler. Meine klare Empfehlung, unbedingt vorher ausprobieren. Es gibt auch eine Frauenversion, die für mich vermutlich besser gepasst hätte. Die Gamaschen Ich nutze Gamaschen von Raidlight, die kurzfristig bei Gangart in Bonn an meine Schuhe genäht wurden. Der Service von Gangart ist empfehlenswert und war last minute vor Weihnachten eine große Erleichterung. Das Annähen hat 45,- EUR gekostet. Ohne Gamaschen sollte man beim Oman Desert Marathon nicht starten, aufgeriebene Füße wären vorprogrammiert. Ich hatte kaum bis keinen Sand in den Schuhen. Trotz allem zog ich mir zwei schmerzhafte Blasen zu. Die medizinische Versorgung vor Ort war jedoch hervorragend, mit Ärzten, Physios und täglichen Massagemöglichkeiten. Meine Wüsten-Verpflegung Ich hatte Trek'n Eat Gerichte für Frühstück und Abendessen dabei. Die Mahlzeiten wogen zwischen 150 - 260 Gramm ohne Verpackung, waren gut verträglich, ausreichend kalorienreich und einfach zuzubereiten. Geschmacklich überzeugten mich alle Gerichte bis auf die Protein Bowl zum Frühstück, einige benötigten etwas Nachsalzen. Ergänzt wurde das Ganze durch Produkte von Dextro Energy sowie verschiedene Riegel, Gels und Nüsse. Ein echter Gamechanger war das neue Fast Hydration Getränkepulver von Dextro, da ich damit meine Flüssigkeitsaufnahme deutlich verbessern konnte. Insgesamt kam ich auf rund 2.000 Kalorien pro Tag. Dies war zwar minimal geplant, aber für mich ausreichend, da ich während des gesamten Rennens keinen spürbaren Energieverlust hatte. Das Schlafsystem Mein Schlafsystem bestand aus dem Therm-a-Rest Hyperion 32 UL Bag (Daunenschlafsack) und der Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT Isomatte. Beides war für mich die perfekte Wahl. Wir schliefen in verschließbaren Zelten für 8-10 Personen mit Teppichboden, der zwar etwas isolierte, aber sehr uneben war. Die Isomatte sorgte für Komfort und Erholung. Der Schlafsack, ausgelegt bis 0 Grad, war mehr als ausreichend, kalt war mir nie. Das gesamte Schlafsystem wog knapp über 800 Gramm. Merinobekleidung für das Abenteuer Wüstenlauf Bei der Kleidung habe ich bewusst auf Merino gesetzt. Das Lightwool 140 Sports T-Shirt von Aclima ist leicht, sehr atmungsaktiv und besteht aus 100% Merinowolle, speziell entwickelt für sportliche Aktivitäten bei warmen Temperaturen. Durch die Kombination aus LightWool-Gewebe und strategisch platziertem Wollnetz unter den Armen und am Rücken trocknet das Shirt schnell, belüftet gut und transportiert Schweiß zuverlässig ab. Ich konnte es über mehrere Tage tragen, ohne dass sich Gerüche gebildet haben. Die Passform bietet Bewegungsfreiheit, allerdings gab es durch den Rucksack an einigen Stellen leichte Scheuerstellen. Insgesamt hat sich das Shirt für mich dennoch als eine gute Wahl für den Wüstenlauf erwiesen. Ergänzt wurde das Setup durch das NXTMERINO Damen Longsleeve von Picea Earth, das mich vor allem abends bei sinkenden Temperaturen warm gehalten hat. Der Hersteller garantiert eine Merino-Qualität mit Anti-Laufmaschen- und Anti-Pilling-Eigenschaften, was sich positiv auf Langlebigkeit und Atmungsaktivität auswirkt. Das Longsleeve trägt sich sehr angenehm, ohne Kratzgefühl, ist schlicht im Design und extrem leicht. Auch hier hatte ich das Gefühl, das richtige Produkt dabei zu haben. Ich hatte mich das erste Mal überhaupt für Merinowäsche entschieden und war im Nachhinein mehr als begeistert. Mein Fazit - Was von der Wüste bleibt Mit der Zeit lernt man, die unterschiedlichen Sandarten zu lesen, von gut laufbar bis extrem schwierig. Doch diese wechseln alle paar Meter, was ein konstantes Tempo nahezu unmöglich macht. Die Wüste gibt keinen Rhythmus vor, sie nimmt ihn einem. Ich weiß bis heute nicht genau, warum Wüstenläufe so faszinieren. Für mich war der Oman eine tägliche Achterbahn, vor allem mental. Das Camp-Leben habe ich sehr genossen, ebenso den Austausch mit Teilnehmer/innen aus unterschiedlichsten Ländern. Mit den Einheimischen hingegen blieb der Kontakt begrenzt, die Sprachbarrieren waren einfach groß. Es blieb bei kleinen Gesten und ein paar freundlichen Momenten. Ich war oft an meinem persönlichen Limit und bin im Rückblick sehr stolz, diese 165 Kilometer durchgezogen zu haben. Die Distanzen sind endlos, die Stille manchmal fast laut. Gleichzeitig habe ich es genossen, einmal nichts zu müssen: keine Arbeit, keine Verpflichtungen, außer morgens an den Start zu gehen und irgendwann am Nachmittag oder Abend im Camp anzukommen. Dazwischen lagen Erlebnisse, Weite und sehr viel Zeit mit mir selbst. Ich bin dankbar, dieses Abenteuer erlebt zu haben, weiß aber auch: Für mich wird es keine Wiederholung geben. Es war intensiv, fordernd und in seiner Form einzigartig. Während meiner Zeit im Oman habe ich kaum etwas vom Weltgeschehen mitbekommen und das war gut so. Wir schliefen unter einem glasklaren Sternenhimmel, weit weg von allem, friedlich und nahezu politikfrei. In der Wüste schien die Welt in Ordnung zu sein. Die größte Herausforderung waren für mich eindeutig die mentalen Grenzen. Bereits nach der ersten Etappe kamen Zweifel auf, ob ich die gesamten 165 Kilometer schaffen würde. Abgesehen von zwei größeren Blasen hatte ich keine ernsthaften Schmerzen oder Verletzungen, objektiv also keinen Grund aufzuhören. Auch gab niemand auf und so kämpfte ich mich Schritt für Schritt weiter. Mir half es, von Tag zu Tag zu denken. Als vier Etappen geschafft waren, kehrte auch die mentale Ruhe zurück. Die fünfte Etappe fühlte sich wieder leichter an, obwohl das ständige Auf und Ab der Dünen körperlich alles andere als einfach war. Der Oman Desert Marathon ist aus meiner Sicht gut machbar, aber mental fordernd. Es waren krasse Tage, die nachwirkten. Und genau das macht dieses Rennen aus.
- Jahresrückblick 2025
2025 fühlt sich für mich an wie ein Lauf mit vielen Etappen: mal leichtfüßig, mal voller Widerstände, manchmal schmerzhaft und immer lehrreich. Dieses Jahr war kein Sprint, sondern ein langer Lauf mit Höhen und Tiefen und überraschenden Momenten. Genau deshalb liebe ich es, am Jahresende innezuhalten und all diese Erlebnisse festzuhalten, bevor sie im Alltag verblassen. Wie jedes Jahr nehme ich mir zum Jahresende Zeit für einen persönlichen Rückblick. Mein 2025 war sportlich, intensiv und voller Emotionen und trotzdem manchmal ein Jahr der kleinen Stolpersteine. Wenn ich durch meine Fotos und meine Instagram Posts scrolle, fällt mir auf, wie viel ich gelaufen, erlebt und entdeckt habe. Gleichzeitig gab es Momente, die wehgetan haben: vor allem Paul, mein Kater, der Ende April gestorben ist, und sein Verlust wiegt nach wie vor schwer. "Am Ende wird alles gut." "Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende." Ein schönes Zitat von Oscar Wilde, dass wir uns beherzigen können. Denn auch schwierige Momente, Verluste und Herausforderungen sind Teil unseres Weges und nach jedem Tief kommen auch neue Chancen und Lichtblicke. Jetzt geht's los mit meinem Jahresrückblick 2025 Das war Cindy 2025 2025 war ich wieder vieles: Coach beim Bahntraining, Straßenläuferin mit Tempo-Ambitionen, seltener auf den Trails, aber immer auf der Suche nach Sonnenaufgängen, Gedankenruhe und neuen Perspektiven. Und zwischendurch einfach nur Cindy, die lernen musste loszulassen, als Paul gegangen ist. Eine Zeit, die still war und wehgetan hat und die erst nach und nach Platz für schöne Erinnerungen gemacht hat. Trotzdem wollte ich immer positiv bleiben. Sportlich lief es stark: Ich habe gleich viermal neue Bestzeiten geknackt, persönliche Grenzen verschoben und mich dabei mehr als einmal selbst überrascht. Gemeinsam mit meiner Laufgruppe, bei Trailcamps und Sonnenaufgangsläufen habe ich das Jahr bunt und lebendig gestaltet. Es gab Strecken, die mich forderten, aber auch Begegnungen, die mich berührt haben. Neben den sportlichen Erfolgen war 2025 geprägt von Positivität und Erleben. Am Ende überwiegt die Dankbarkeit für die Momente, die Menschen, die mich begleitet haben und die Gesundheit, die mich das ganze Jahr über in Bewegung hielt. Jahresrückblick 2025 In diesem Jahr habe ich knapp 2.200 Kilometer zurückgelegt und dazu unzählige Stunden in alternative Trainingsformen investiert. Besonders das Thema Hyrox hat mich begeistert und ich habe hier einige Kurse besucht und richtig Spaß daran gefunden. Im Februar stand ich außerdem zum ersten Mal beim Eisschwimmen in Burghausen am Start, als Teil einer Vierer Staffel. Trailrunning und Tanzen sind 2025 etwas in den Hintergrund gerückt und das möchte ich im kommenden Jahr wieder intensivieren. Dafür habe ich meinen Fokus stärker auf Krafttraining und funktionelles Training gelegt, eine Basis, die mir sicher in vielen Wettkämpfen spürbar geholfen hat. Mein großes Jahresziel war der Chicago Marathon im Oktober, für den ich viele intensive Intervall-Einheiten absolviert habe. Und dann war da noch Prag, gleich drei Mal war ich 2025 dort und konnte jedes Mal eine neue Bestzeit feiern: Über Halbmarathon, Marathon und 5 Kilometer. Diese Stadt ist toll und für mich eine echte Herzensstadt geworden. Laut Strava war ich insgesamt 446 Stunden sportlich aktiv und habe 403 Aktivitäten aufgezeichnet. Zahlen, die zeigen, dass 2025 ein intensives, vielseitiges und sportlich erfülltes Jahr war. Wenn ich auf mein Laufjahr 2025 blicke, dann war es vor allem eines: mein Marathonjahr. Nach mehreren Anläufen im Jahr zuvor ohne persönliche Bestzeiten konnte ich 2025 endlich den Knoten lösen. Meine alte Marke aus London 2023 (03:27 Std.) hielt lange stand, bis ich sie im Mai in Prag auf 03:21 Std. verbesserte und schließlich Chicago im Oktober, wo ich mit 03:11 Std ins Ziel kam. Zwei Rennen, die gezeigt haben, dass manchmal mehr möglich ist, als man selbst für möglich hält. Dieses Jahr hat mich nicht nur an Startlinien geführt, sondern auch näher zu mir selbst, mit all den Zweifeln, der Euphorie und der Freude, die Laufen so besonders machen. Zeit also, 2025 noch einmal durchzublättern, mit all seinen Höhen, Tiefen und Momenten, die geblieben sind. Fangen wir von vorne an. Meine Highlights und Teilnahmen 2025 Die Geschichten, die besonders in Erinnerung geblieben sind, habe ich in eigenen Blogbeiträgen festgehalten. Du erkennst das an den Verlinkungen oder einem kleinen Unterstrich im Text. Einfach draufklicken und du kommst zum entsprechenden Beitrag. Eisschwimmen in Burghausen Das erste Highlight des Jahres fand gleich Anfang Februar statt. Mein erster Eisschwimm-Wettbewerb in einer 4 x 50 Meter Staffel bei den Burghausen Open. Eisbaden gehört für mich seit mehr als fünf Jahren zum Winter dazu , aber Eisschwimmen ist nochmals eine ganz andere Herausforderung. Beim Baden steht man still im Wasser, lässt Kälte und Ruhe auf sich wirken, wird ruhig und entspannt. Beim Schwimmen dagegen ist alles Bewegung, Atmung, Überwindung und pure Anspannung. Nie hätte ich gedacht, dass ich jemals auch nur einen Meter im eiskalten Wasser schwimmen könnte. Wirklich geübt hatte ich nicht und eine gute Schwimmerin bin ich auch nicht. Die Generalprobe und gleichzeitig meine erste richtige Eisschwimm Session fand eine Woche vor dem Wettkampf in Burghausen statt. Wir wollten das Gelände anschauen, das Wasser testen und ein Gefühl bekommen. Aber schon dieses erste Mal war so elektrisierend, dass ich mich sofort auf den Wettkampf freute. Am Wettkampftag herrschten 4,5 Grad Wassertemperatur und es war im Wahrsten Sinne, eine unglaubliche intensive Erfahrung. In unserer Kategorie starteten zwölf Staffeln, wir belegten Platz 10. Für ein Team ohne echtes Schwimmtraining finde ich das ziemlich beachtlich. Und auch wenn ich mit 1:21 Min auf 50 Meter sicher keine Rakete war, hat das Erlebnis mich gepackt. Ich bin definitiv angefixt. Auch wenn Eisschwimmen weit außerhalb meiner Komfortzone liegt, steht fest: Wir machen das wieder. Neapel Halbmarathon Weiter ging es im Februar mit dem Napoli Halfmarathon . Eigentlich wollte ich dort eine neue persönliche Bestzeit angreifen und die sub 1:35 Std knacken. Doch manchmal läuft es eben anders. Kurz vor dem Rennen wurde ich krank und musste hoffen, überhaupt rechtzeitig wieder fit zu werden. Ende Februar ist es in Süditalien fast schon frühlingshaft und die vier Tage in Neapel waren schön. Ich konnte starten, aber es war klar, dass ich keine persönliche Bestzeit laufen würde. Also machte ich einen kleinen Sightseeing Lauf draus und mit 01:48:12 Std. war das Ergebnis zufriedenstellend. Die Strecke führt flach und schnell entlang der Küste, durch mehrere Tunnel (die von den Läufer/innen stimmungsvoll beschallt werden) und mitten durch die Stadt. Wer früh im Jahr Lust auf ein Rennen mit Sonne, Meerblick und toller Atmosphäre hat, wird in Neapel glücklich. Spannend: Neapel ist die einzige italienische Stadt, die gleichzeitig den männlichen und weiblichen Streckenrekord auf der Halbmarathondistanz hält (Stand 2025). Auch organisatorisch kann sich das Event sehen lassen: Günstige Startgebühren, eine schöne Strecke und ein großartiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben dem Lauf blieb sogar Zeit für ein bisschen Sightseeing, inklusive Ausflug zum Vesuv, den man einfach per Bus erreicht. Die Aussicht von oben ist spektakulär. Teilnahme an einer TUM Studie Die folgenden Wochen wurden spannend. Ich durfte an einer 10-wöchigen Studie der Technischen Universität München teilnehmen, die der Frage nachging, ob sich die Lauftechnik durch gezieltes Training der seitlichen Hüftmuskulatur (can running form be altered through training of the lateral hip muscles) verändern lässt. Klingt erst mal wissenschaftlich, war aber vor allem eines: intensiv, lehrreich und unglaublich spannend. Dreimal pro Woche standen gezielte Übungen für die Hüftmuskulatur auf dem Plan. Begleitend dazu habe ich meine Ernährung angepasst, nicht zuletzt, weil ich beim Wiegen zu Beginn der Studie überrascht war: 55 Kilogramm, mein höchstes Gewicht seit über 30 Jahren. Diese Erkenntnis hat mich motiviert, bewusster zu essen und insgesamt aktiver zu werden. Nach den 10 Wochen zeigte sich das Ergebnis: 1,5 Kilogramm weniger, spürbar mehr Kraft und Stabilität und ganz nebenbei neue Bestzeiten über Halbmarathon und Marathon (mehr dazu im Folgeabsatz). Ob alles direkt zusammenhing, kann ich nicht beurteilen. Aber eines weis ich: Diese zehn Wochen waren motivierend und körperlich wie mental stärkend. Ich habe gemerkt, wie viel sich bewegt, wenn man dranbleibt. Prag Halbmarathon und Marathon - zwei Reisen, zwei Emotionen Im Frühjahr wurde es sportlich. Wir hatten uns entschieden, gleich zweimal nach Prag zu reisen: Im April zum Halbmarathon und im Mai zum Marathon. Beim Halbmarathon war mein Ziel klar: eine neue persönliche Bestzeit und endlich die Sub 1:35 Std. Ich ging all in, lief in meinem neuen Craft Kype Pro Carbon Schuh und hatte die Wochen davor gezielt Intervalle in Wettkampfpace trainiert. Ich kann gar nicht sagen, was an diesem Tag anders war, doch es lief alles wie von selbst. Mit über 5 Minuten Vorsprung auf meine bisherige Bestzeit und einer 1:32:28 Std. im Ziel fühlte es sich an, als wäre es mein Rennen gewesen. Nur wenige Wochen später änderte sich alles. Ende April verstarb mein Kater Paul und das nur wenige Tage vor dem Prag Marathon. Die Tage danach waren schwer, voller Trauer und Zweifel. Ich wusste nicht, ob es richtig war, trotzdem zu starten. Aber schließlich entschieden wir uns, nach Prag zu reisen und ich widmete diesen Marathon meinem kleinen starken Paul. Während des Laufes war er in Gedanken ständig bei mir. Schon nach wenigen Kilometern spürte ich, dass ich diesen Marathon für ihn und für mich laufe, um ihn auf besondere Weise in Erinnerung zu behalten. Und genau das passierte: Ich lief einen meiner besten Marathons überhaupt und erreichte das Ziel nach 03:21:07 Std. Eine neue persönliche Bestzeit und ein Lauf, der für mich immer eng mit Paul verbunden bleiben wird. Ich denke, dass ich diesen Marathon auch genau deswegen nochmals laufen werde. Naturns Womencamp Kurz darauf stand eines meiner liebsten Events im Jahr an: Das Women Trail & Hike Camp in Naturns . Wie jedes Jahr war es einfach wunderschön: eine unvergessliche Sonnenaufgangstour, viele Trail- und Hike Kilometer, entspannendes Yoga und jede Menge köstliches Südtiroler Essen. Ich mag diese reinen Frauencamps, sie haben eine ganz besondere Energie: inspirierend, mitreißend und oft auch berührend. Es entstehen Gespräche und Momente, die man so nur unter Frauen erlebt. Auch 2026 wird das Camp wieder stattfinden, bereits zum fünften Mal. Ich freue mich darauf, neue Gesichter in Naturns willkommen zu heißen. Alle Informationen findest du im separaten Blogbeitrag . Außerdem wird es 2026 auch wieder ein gemischtes Camp rund um den Ötzi Trail geben , gemeinsam mit Marcel und einer sicher wieder großartigen sportlichen Gruppe. Wenn du Fragen hast, kannst du dich jederzeit direkt bei mir melden. Namibia Roadtrip Ende Mai ging es für mich auf einen Solotrip in einer kleinen Reisegruppe nach Namibia. Nach einigen intensiven Monaten sehnte ich mich nach einer Pause, nach Zeit für mich, nach Abenteuer und Natur. Der gebuchte Roadtrip mit mehreren Zeltübernachtungen in der Wildnis war genau das Richtige: einfach und voller besonderer Momente. Es war eine wunderbare Reise mit wenig Social Media und vielen Eindrücken. Solche Urlaube mache ich selten, da unsere Reisen meist mit Laufevents verbunden sind und selten länger als eine Woche dauern. Namibia war deshalb ein wohltuender Kontrast, sehr inspirierend, entschleunigend und weniger von Sport bestimmt. Niesen Treppenlauf Nicht lange nach meinem Urlaub ging es auch schon weiter, diesmal mit einem Erlebnis, dass mich aus meiner Komfortzone katapultierte. Anfang des Jahres hatte ich mich eher "versehentlich" für den Niesen Treppenlauf angemeldet und tatsächlich nach Auslosung einen Startplatz bekommen. Manchmal ist es besser, sich nicht zu viel mit anderen laufbegeisterten Menschen auszutauschen, dann passieren solche Dinge nicht. Als die Anmeldung bestätigt war, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich wirklich starten wollte. Aber ich bin kein Mensch, der vor neuen Herausforderungen davonläuft. Ende Juni fuhr ich also über 400 km ins Berner Oberland, um mich der Niesen-Treppe zu stellen. Laut Guinness Buch der Rekorde auch die längste Treppe der Welt. Nach dem sehr anstrengenden Aufstieg (11.674 Stufen / knapp 1.700 HM) kann ich das nur bestätigen. Es war eine krasse, aber unvergessliche Erfahrung, ein cooler Trip in die Schweiz, der mir einmal mehr gezeigt hat: Wenn man sich auf anstrengende oder unangenehme Dinge einlässt, ist das Gefühl danach einfach sensationell. Wiederholen würde ich das Event allerdings nicht mehr, einmal reicht völlig. Die Details zum Niesen Treppenlauf habe ich separat im Blog dokumentiert. Insgesamt hatte ich viel mit dem Zeitlimit zu kämpfen, kam völlig angestrengt ins Ziel und erreichte den Gipfel des Niesen, auf 2360 m, nach 01:57 Std. fREanks Runclub Im Juni kam eine neue Aufgabe in mein Leben. Ich wurde Running Captain bei der neuen fREanks Laufgruppe, unterstützt von Reboots. Die Laufgruppe bietet kostenlose Läufe, Kaffee und Recovery an und möchte eine entspannte, gemütliche Community aufbauen. Wir laufen jeden Mittwochmorgen um 7 Uhr vom Cafe Chance im Lehel los. Dort können Sachen abgelegt werden. Nach dem Lauf gibt es für alle einen Kaffee und eine Recovery Session (mit den Reboots Geräten) aufs Haus. Ich würde mich freuen, wenn viele bekannte und auch neue Gesichter mittwochs mitlaufen und den tollen Vibe der Gruppe erleben. Reschenseelauf Der Reschenseelauf 2025 feierte sein 25. Jubiläum und das mit einem ganz besonderen Highlight: einem Nightrun rund um den Reschensee . Das Feuerwerk am Ende des Laufs sorgte für einen stimmungsvollen Abschluss. Die Wiese direkt neben dem Veranstaltungsgelände, die extra für Camper freigegeben wurde, verlieh dem Event zusätzlich einen einzigartigen Vibe. Die Strecke führte einmal um den See, 15,1 Kilometer. Der Startschuss fiel pünktlich zum Sonnenuntergang um 21:30 Uhr und der Start aus dem Tunnel heraus, begleitet von einem aufziehenden Vorhang und jubelnden Zuschauern, sorgte für Gänsehaut. Die gesamte Strecke war mit Fackeln beleuchtet, ein beeindruckendes Bild. Das Event wurde liebevoll organisiert, bot ein tolles Preis-Leistungsverhältnis und kann perfekt mit einem kleinen Südtirol-Urlaub kombiniert werden. Ich erreichte das Ziel nach 01:11:06 Stunden als Siebte in meiner Altersklasse und war mehr als zufrieden mit meinem Lauf. Schnalstal Alpine Trail Die Erstausgabe des Schnalstal Alpine Trail wollten wir uns nicht entgehen lassen. Auch wenn 2025 für mich kein klassisches Trailjahr war und ich mehr Zeit auf der Straße, als in den Bergen verbrachte, stand für mich fest: Ich will dort an den Start gehen. Ganz ohne großen Trainingsplan, einfach aus Freude am Dabeisein. Das Schnalstal liegt nur wenige Kilometer von Naturns entfernt und ist schon allein deshalb ein reizvolles Ziel. Wir entschieden uns für die zweite Distanz: 29 Kilometer mit rund 2.100 Höhenmeter, die bis auf über 3.000 Meter führten. Der Start erfolgte in Unser Frau, einem kleinen charmanten Bergdorf. Am Wettkampftag zeigte sich das Wetter leider von seiner rauen Seite, dichter Nebel, Kälte und schließlich auch Streckenänderungen. Für die Ultradistanz wurde das Rennen sogar abgebrochen. Unsere Strecke konnte dagegen regulär gelaufen werden und trotz der Bedingungen war es ein toller Lauf. Mein Fazit: Der Schnalstal Alpine Trail ist ein wunderschönes, aber forderndes Event, vor allem die längeren Distanzen sind nichts für Einsteiger. Wer alpine Herausforderungen liebt, wird hier jedoch mit echter Berglauf-Atmospäre und technischen Trails belohnt. Alle weiteren Details und Eindrücke habe ich im Blogbeitrag zusammengestellt. Olympiaberg-Challenge 4.0 Im August stand die vierte Ausgabe meiner Olympiaberg-Challenge an. Eine ganze Woche lang, von Montag bis Freitag , liefen wir jeden Morgen zehn Mal den Olympiaberg hoch. Das bedeutete täglich etwa 450 Höhenmeter und rund eine Stunde Laufzeit. Auch dieses Mal waren viele meiner Crew-Mitglieder wieder dabei und gemeinsam motivierten wir uns jeden Morgen. So einfach, wie es klingt, war es nämlich nicht: Früh aufstehen, Alltag und von Tag zu Tag wurden die Beine müder. Belohnt wurden wir mit den schönsten Sonnenaufgängen und einem tollen Community-Vibe, der jede Anstrengung wert war. In diesem Jahr wurde die Challenge von Stox Energy unterstützt: Jeder Teilnehmer erhielt ein paar Kompressions-Running-Socks, die die Regeneration beschleunigen, Shin Splints reduzieren und die Blutzirkulation boosten. Red Bull Wattlauf Die Erstausgabe des Red Bull Wattlauf in Cuxhaven hat mich sofort fasziniert und ich wollte unbedingt dabei sein. Das Event fand Ende August statt und wir hatten vier Tage lang perfektes Wetter an der Nordsee. Die Anreise von München ist zwar lang, aber für dieses Erlebnis lohnend. Es ging 24 Kilometer quer durchs Watt und es war alles dabei: Schlick, Sand, Muscheln und stellenweise wasserreich bis hüfthoch. Damit hatte ich im Vorhinein nicht gerechnet. Der Lauf war aufgrund der Bedingungen anstrengend, aber gleichzeitig unglaublich spaßig. Ein unvergessliches Erlebnis, das 2026 definitiv wieder stattfinden soll. Meinen Erfahrungsbericht zum Red Bull Wattlauf habe ich im Blog veröffentlicht. Neue Bestzeit auf 5 Kilometer Distanz Anfang September ging es noch ein drittes Mal nach Prag. Diesmal zum 5 km Frauenlauf und zum Birell 10 Km Nachtlauf. Beide Läufe finden abends statt und ich nahm auch an beiden teil. Bei den 5 Kilometern startete ich mit dem klaren Ziel, meine persönliche Bestzeit zu verbessern, was mir tatsächlich gelang. Nur: Je kürzer die Distanz, desto mehr tun die Kilometer weh, weil man einfach noch schneller läuft. Ich konnte als 42 Frau von knapp 2.500 Teilnehmerinnen finishen und erreichte mit 20:50 Minuten eine neue PB. Den 10 km Nachtlauf ging ich etwas entspannter an, ganz locker war es aber trotzdem nicht, denn mit 45:19 Minuten war ich auch hier flott unterwegs. Es ist einfach so: Sobald ich eine Startnummer trage, will ich meistens alles geben. Der restliche September war sportlich aktiv, mit vielen Läufen rund um München und der Vorbereitung auf mein großes Jahres-Highlight: den Marathon in Chicago. Chicago Marathon Chicago war mein fünfter Marathon der World Marathon Majors. Zur Vollendung fehlt mir jetzt nur noch Tokio, um offiziell World Marathon Major Finisherin zu werden. Marcel und ich konnten uns beide für einen Startplatz qualifizieren und planten das Jahr entsprechend. Mein Training bestand aus vielen Tempoeinheiten und Alternativtraining - vor allem Hyrox- und HIIT-Einheiten, um schneller zu werden. Nachdem ich im Mai relativ locker eine 03:21 Std auf der Marathondistanz gelaufen war, liebäugelte ich damit, die 03:15 Std anzugreifen. Ganz ehrlich: Optimal war mein Training noch nie und auch dieses Mal verzichtete ich wieder auf die klassischen Longruns. Dafür baute ich einige Halbmarathons als Ersatz ins Training ein. Wir verbrachten rund eine Woche in Chicago und waren natürlich viel unterwegs, jeden Morgen ging es zum Sonnenaufgang durch die Stadt. Übernachtet haben wir low budget im HI-Hostel, direkt am Start- und Zielbereich, perfekt gelegen. Wie immer wusste ich vor dem Start nicht genau, wozu mein Körper fähig sein würde. Aber eines weiß ich: Mit Startnummer bin ich nicht zu unterschätzen. Also ging ich mit einem rasanten Start auf die Strecke. Ich jagte über den Asphalt, als wollte ich auf jeder Distanz eine neue Bestzeit laufen. Ich dachte mir nur: Einfach durchhalten und wenn ein Einbruch kommt, dann ist das eben so. Bis Kilometer 30 lief es richtig gut. Unterwegs traf ich auf Marcel, was mir zusätzliche Motivation gab. Auf den letzten 12 Kilometern wurde es zäher, die Beine schwerer, aber mein Wille blieb stark. Ich versuchte das Tempo zu halten und das ständige Überholen anderer Läuferinnen und Läufer gab mir zusätzlichen Antrieb. Nach 03:11:09 überquerte ich die Ziellinie und wieder einmal überrascht, was alles möglich ist. Überglücklich erfuhr ich wenige Tage später, dass ich mich mit dieser Zielzeit sogar für die 2026 AbbottWMM Marathon Tours & Travel Age Group World Championships qualifiziert hatte. Athen Marathon Zum Abschluss der Saison sind wir noch den Marathon in Athen gelaufen und haben uns ein paar Tage im November Sonne gegönnt. Der Athen Marathon ist toll, wir sind diesen bereits 2023 gelaufen und der Zieleinlauf ins Panathinaiko-Stadion ist etwas besonderes. Generell gibt es zum Rennverlauf nicht viel zu schreiben, die Luft war nach der langen Rennsaison einfach raus und ich konnte den Marathon einigermaßen gut noch beenden mit 03:43:43 Stunden. Und eine Erkenntnis dabei gewinnen, ein drittes Mal laufe ich den Athen Marathon nicht mehr. Die Strecke ist keine leichte und Bestzeiten werden hier kaum gelaufen. Pläne für das neue Jahr / Was ich aus 2025 mitnehme Die Weihnachtszeit folgte und mit ihr auch etwas Ruhe, weniger Trubel, weniger Glamour. Der Sport lief wie gewohnt weiter und ich begann diesen Jahresrückblick zu schreiben, Erinnerungen Revue passieren zu lassen und Pläne für das nächste Jahr zu schmieden. Dabei wurde mir bewusst, wie viel ich in diesem Jahr erreicht hatte. Natürlich sind es "nur" Zeiten, aber Entwicklung lässt sich kaum anders messen. Gleichzeitig habe ich mich sportlich etwas breiter aufgestellt: Ich habe bewusst auf den einen oder anderen Lauf verzichtet und stattdessen Hyrox- oder Bootcamp-Einheiten eingebaut. Mental hat mich das unglaublich gestärkt und vor allem bin ich das ganze Jahr verletzungsfrei geblieben. Das zeigt mir, dass mein Weg gar nicht so falsch sein kann. Auch Marcel war wieder eine große Stütze auf meinem Weg, meine persönlichen Ziele zu verfolgen. Ganze vier Bestzeiten sind dabei rausgekommen und ich fühle mich fitter als je zuvor, mit 47 Jahren. Wenn ich zurückblicke: Vor rund zwölf Jahren konnte ich keine zehn Kilometer am Stück laufen. Heute bin ich in meiner Altersklasse richtig gut unterwegs und stolz, dass ich im kommenden Jahr bei den AbbottWMM Marathon Tours & Travel Age Group World Championships antreten kann. Aktuell bin ich keine Konkurrenz für die Top Ten, aber ich arbeite daran und glaube fest, dass noch mehr möglich ist. Und selbst wenn nicht, werde ich dabei sein und die Ziellinie überqueren. Ausblick 2026 Einige Laufevents stehen bereits fest und der Start in die neue Saison erfolgt gleich im Januar mit dem Oman Desert Marathon . Diesen Etappenlauf sehe ich allerdings weniger als Wettkampf, sondern vielmehr als Abenteuer und als Chance, meine eigenen Grenzen zu verschieben. Dennoch ist auch hier, wie in jedem Rennen, Durchhaltevermögen entscheidend. Fünf Tage, 165 Kilometer durch die Wüste, Selbstversorgung und Zeltübernachtung, ich bin unglaublich gespannt, was uns erwartet. Wenn du möchtest, begleite mich gern auf Instagram , um die Erlebnisse hautnah mitzuerleben. Ein weiteres Ziel für 2026 sind die Runczech Halfs , die fünf größten Halbmarathons Tschechiens (Karlovy Vary, Prag, Budweis, Olomouc und Usti nad Labem). Diese neue Rennserie (Runczech Halfs) wurde 2025 ins Leben gerufen. Wer alle fünf Rennen innerhalb von drei Jahren finisht, erhält eine Sondermedaille und den Titel als offizieller "RunCzech Halfs Finisher". Ich möchte das kommende Jahr gezielt nutzen und mich auf die Halbmarathon Distanz fokussieren und zu sehen, ob ich die 01:30 Stunden-Marke knacken kann. Neben den Runczech Läufen stehen außerdem Berlin im März und Cardiff im Oktober auf meinem Plan, beide Teil der SuperHalfs-Serie. Mein letzter Major, der Tokio Marathon hat leider erneut nicht geklappt. Daher steht ein weiterer Marathon aktuell nicht im Fokus - mit Ausnahme der AbbottWMM Age Group World Championships Ende Mai in Kapstadt , für die ich fest plane, an den Start zu gehen. Trainingstechnisch konzentriere ich mich aber auf die halbe Distanz und werde ein paar Wochen vor Kapstadt gezielt längere Läufe einbauen. Außerdem liebäugle ich mit meiner ersten Hyrox-Teilnahme, vermutlich als Double. Auch wenn das Event noch nicht feststeht, macht mir das Training momentan so viel Spaß, dass ich diesen Wettkampf unbedingt erleben möchte. Im April 2026 stehen meine Trailcamps in Naturns an, diesmal sogar zwei. Einmal die Women Trail & Hike Days und zusätzlich das gemischte Trailcamp gemeinsam mit Marcel rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun . Beide Camps verlinke ich dir auf dem Blog. Ich freue mich auf alle, die mit uns über die Trails in Naturns laufen. Jahresrückblick 2025 - mein erfolgreichstes Marathonjahr Ich bin nun seit elf Jahren laufend unterwegs und auch 2025 war für mich wieder ein sehr sportliches, aktives und intensives Jahr. Am glücklichsten bin ich, wenn ich in Laufschuhen stecke und neue Orte entdecken darf. Davon gab es 2025 viele. Besonders Prag hat es mir angetan. Ich verbinde die Stadt mit meinen PB's und Paul. Ich bin oft über meine eigenen Grenzen hinausgewachsen und durfte spüren, einfach stolz auf mich zu sein. Es war ein Jahr voller Bewegung, ein Jahr des Wachsens, aber auch des Stillstands. Beruflich stecke ich gerade etwas fest und bin etwas orientierungslos, ohne so richtig zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Ich bin ziemlich gefangen in Sicherheit und doch genug sein, aber hin und wieder dem Wunsch nach einem Neuanfang. Vielleicht ist genau dafür im nächsten Jahr Raum, denn kurz vor Weihnachten erhielt ich die Kündigung: Meine Firma stellt ihre Aktivitäten zum Jahresende ein. Es ist einfach schöner, wenn man Ziele erreicht, da man Motivation, Willen, harte Arbeit reinsteckt und die Belohnung am Ende einfach nur eine fette Party ist. Der Weg dorthin ist das, was mich morgens motiviert und abends glücklich ins Bett fallen lässt. 2025 war ein sehr gutes Jahr. "Ich hab's geliebt" und es verging wieder viel zu schnell. Paul fehlt mir sehr und es hat mich tief getroffen, den kleinen Mann gehen zu lassen. Der Rest war einfach "schmucke", wie man so schön sagt. Lets see what 2026 brings. Laufen verbindet Menschen, oft ohne viele Worte. Ein gemeinsamer Rhythmus, ein gemeinsames Ziel - vielleicht ist genau das die Magie eines Marathons. Zu erleben, wie friedvolle Nähe entstehen kann, wenn jeder einfach nur läuft. Danke, dass du mich auf meiner persönlichen Reise begleitet hast. Ich hoffe, auch dein Jahresrückblick 2025 fällt positiv aus und dass du mit Freude auf deine Erlebnisse blickst. Wie sehen deine Pläne für 2026 aus? Ich wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr.
- Oman Desert Marathon - Meine Vorbereitung, Packliste und Gedanken zu 165 km durch die Wüste
Ich bin Cindy, Abenteurerin, Läuferin und manchmal auch ein bisschen impulsiv. Manchmal entscheide ich einfach, ohne lange nachzudenken. Genau so ist es passiert, als ich mich für den Oman Desert Marathon angemeldet habe. Abenteuer ? Wüste? Etappenlauf? Da war ich schon dabei, bevor ich überhaupt realisiert habe, was das eigentlich bedeutet. Doch dieses Abenteuer verlangt mehr als nur spontane Begeisterung. Der Oman Desert Marathon ist ein anspruchsvoller Selbstversorger-Etappenlauf über fünf Tage und insgesamt 165 Kilometer durch die endlosen Weiten der omanischen Wüste. Das Event findet vom 10. bis 14. Januar 2026 statt und es ist bereits die 11. Ausgabe dieses spektakulären Rennens. Ich schreibe diesen Bericht etwa 6 bis 8 Wochen vor dem Laufevent. Was ist der Oman Desert Marathon? Fakten, Strecke und Ablauf Bevor ich tiefer in meine Vorbereitung eintauche, möchte ich euch kurz mitnehmen und den Oman Desert Marathon vorstellen, kurz den ODM. Er findet in der Sharqiyah-Wüste statt, einer faszinierenden Region im Osten Omans. Die Sharqiyah-Wüste ist für ihre sanft geschwungenen Dünen, trockene Hitze am Tag und überraschend kühle Nächte bekannt. Die Sandarten wechseln dort ständig, mal fein wie Puder, mal fester und gut laufbar, mal tiefer und fordernder. Die Temperaturen können tagsüber deutlich über 30 °C steigen, während es nachts abkühlt. Die Erstausgabe des Rennens fand übrigens 2013 statt und seitdem hat sich der ODM Schritt für Schritt zu einem echten Wüstenklassiker entwickelt. Die fünf Etappen des Oman Desert Marathon (165 km Classic) Ich selbst starte beim Oman Desert Marathon Classic über 165 km. Parallel gibt es auch eine 100-km-Version als Etappenlauf (der sogenannte ODM 100 km Hike), aber in meinem Bericht geht es ausschließlich um die 165-Kilometer-Classic-Variante. Diese Distanz verteilt sich auf fünf Etappen, die uns einmal quer durch die Wüste der Sharqiyah führen. Start ist am Ancient Al Wasil Fort, das Ziel liegt am Arabischen Meer, klingt schön, oder? Die einzelnen Etappen im Überblick: Tag 1: 40 km - Der Rennstart erfolgt bei den historischen Festungen im Dorf Ai-Wasil, hinein in die Wüste. Tag 2: 29 km - tiefer in die Wüste Tag 3: 30 km - ins Herz der Sharqiyah-Wüste Tag 4: 45 km bei Nacht - eine Etappe, auf die ich besonders gespannt bin. Sicher eine besondere Herausforderung mit Blick auf Navigation, Kühle und Sternenhimmel Tag 5: 21 km - die letzten Kilometer bis zum Arabischen Meer Der Lauf ist ein Selbstversorger-Event und das macht es etwas unvorhersehbar. Alles, was ich für die fünf Tage brauche, trage ich selbst. Wasser gibt es an den Checkpoints alle 10 Kilometer, medizinische Betreuung ebenfalls. Die Streckenmarkierung ist tagsüber alle 500 m gesetzt, nachts alle 50 m, eine kleine mentale Sicherheit in einer ansonsten unendlichen Landschaft. Es gibt kein offizielles Zeitlimit. Der Veranstalter möchte, dass wirklich jede/-r es schaffen kann. Allerdings: Fehlende Pflichtausrüstung bedeutet Zeitstrafen. Also heißt es Packliste ernst nehmen und nichts vergessen. Meine Trainingsvorbereitung für den Oman Desert Marathon Tatsächlich mache ich für diesen abenteuerlichen Selbstversorger-Lauf kein klassisches Trainingsprogramm. Nach einer langen Saison voller Laufevents bis in den November ist es schlichtweg schwer, lange Läufe mit schwerem Gepäck bei winterlichen Temperaturen nachzustellen. Außerdem stecke ich nach meinen zwei Herbstmarathons in Chicago und Athen ein wenig in einem Motivationsloch. Ich denke, die größte Herausforderung wird sein, der Wüste standzuhalten. Die Hitze tagsüber, die teils deutlichen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, das Risiko von Dehydration und dazu die absolute Stille, die einen plötzlich ganz anders auf sich selbst zurückwirft. Schlafen werden wir unter freiem Himmel in Zelten. Der ODM ist viel mehr als ein "einfacher" Lauf, er kann meine persönliche Reise werden und genau darauf stelle ich mich ein. Die Stille und die internationale Gemeinschaft werden ein krasser Kontrast zu meinem Alltag in München sein: Sechs bis neun Stunden täglich hänge ich am Handy / Laptop, bin ständig von Menschen umgeben, es ist immer laut. In der Wüste gibt es keine Bequemlichkeit, keinen Luxus, alles ist schlicht, einfach und direkt. Das Laufen auf weichem Sand flößt mir Respekt ein und wird definitiv mehr als kräfteraubend werden. Diese Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche macht für mich den Reiz des Abenteuers aus. Empfohlen wird das Training möglichst mit voller Ausrüstung zu absolvieren. Ich habe mich dagegen entschieden. Ich will mir nicht die Lust am Laufen nehmen, die nach der langen Wettkampfsaison ohnehin schon etwas erschöpft ist. Stattdessen trainiere ich kompakt und effektiv: Kraft, Ausdauer, Zirkeltraining, Intervall-Sequenzen, Hyrox-Einheiten und Nachtläufe für die lange Nachtetappe. Leider spielt der deutsche Winter nicht ganz in die Karten: Im Dezember steht noch der Eisschwimm-Wettbewerb in Burghausen auf dem Plan (7. Burghausen Open), sodass ich mich oft auch der Kälte aussetze, anstatt mich an Hitze zu gewöhnen. Hin und wieder laufe ich daher in sehr warmer Kleidung, um wenigstens ein bisschen Hitzeresistenz aufzubauen. So bereite ich mich vor: mental, körperlich und mit klarem Fokus auf Ankommen, Durchhalten und Freude am Abenteuer. Die Wüste mag herausfordernd sein, aber ich bin überzeugt: Ich werde das meistern. Verpflegungsstrategie für 165 km durch die Wüste Oman Laut Veranstalter wird empfohlen, mindestens 2.000 Kalorien pro Tag mitzunehmen. Für Frühstück und Abendessen habe ich mich für die Produkte von Trek'n Eat entschieden, eine Outdoor-/Expeditionsnahrungsmarke der Katadyn Gruppe. Die Mahlzeiten sind leicht, praktisch und vollwertig und es gibt eine große Vielfalt, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Die Gerichte sind gefriergetrocknet bzw. dehydriert, das heißt, Wasser wurde entzogen, aber Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten. Mit etwas heißem Wasser und 5 bis 10 Minuten Wartezeit ist ein vollwertiges Essen fertig, ohne großen Aufwand. Auch Geschirr ist nicht notwendig, da Trek'n Eat die Mahlzeiten in robusten und wasserfesten Beuteln liefert. Im Camp wird morgens und abends heißes Wasser bereitgestellt, sodass wir perfekt ausgestattet sind. Einige Gerichte liefern sogar bis zu 1.000 Kalorien, die ich teilweise mitführe. Das Eigengewicht liegt je nach Gericht bei 150 bis 260 Gramm (ohne Verpackung). Für die fünf Etappen nehme ich Essen für vier volle Tage mit, da das Frühstück vor der ersten Etappe und das Abendessen nach der letzten Etappe wieder in der Zivilisation stattfinden. Unterwegs während der Etappen werde ich mich zusätzlich mit Riegeln, Nüssen und Gels (Dextro Energy) verpflegen. Auch die Mitnahme von Elektrolyten und Salztabletten ist geplant, da Wasser allein den Mineralstoffverlust nicht ausgleicht, besonders in der Hitze nicht. Packliste Oman Desert Marathon - Meine Ausrüstung für 5 Tage Wüste Beim Oman Desert Marathon gibt es eine Pflichtausrüstung, die jede/r Läufer-/in unbedingt mitführen muss. Dazu gehören unter anderem Schlafsack, Erste-Hilfe-Set, Kompass, Handy mit Powerbank und einiges mehr. Fehlende Pflichtausrüstung kann laut Regelwerk zu Zeitstrafen führen. Zusätzlich packe ich Hygieneartikel ein, wie Toilettenpapier, Zahnbürste & -paste, persönliche Medikamente, Handtuch, Sonnencreme und alles was sonst noch für fünf Tage nötig ist. Wichtig ist dennoch, minimalistisch zu packen, denn am Ende muss alles getragen werden. Außerdem dürfen genügend Wechselkleidung, leichte Flip Flops fürs Camp und etwas wärmere Sachen für die Nacht nicht fehlen. Das Gesamtgewicht meiner Ausrüstung schätze ich auf 10 bis 12 Kilo, davon entfallen etwa drei Kilo allein auf die Verpflegung. Ein echt spannendes Thema, gerade bei einem Selbstversorger-Lauf in der Wüste merkt man schnell, wie wichtig jede Entscheidung / jedes Gramm beim Packen ist. Für einen klaren Überblick liste ich die Pflichtausrüstung laut Veranstalter auf: Sandgamaschen Rucksack Schlafsack & Unterlage (Therm-a-Rest) Anti-Gift-Pumpe (Gegen Schlange und Skorpione) Metallmesser Antiseptikum Signalspiegel Salztabletten Pfeife Erste-Hilfe-Set inkl. Pflaster, Verbände, Schere, Salbe und Rettungsdecke Bargeld: 91,03 USD (ca. 35 OMR) Schlafsystem: Mein Setup für gute Nächte in der Wüste Beim Oman Desert Marathon zählt jede Stunde Schlaf und gleichzeitig muss alles, was ich dabei habe, leicht genug sein, um es fünf Tage durch die Wüste zu tragen. Deshalb habe ich mich sehr bewusst für ein Schlafsystem entschieden, dem ich vertrauen kann. Mein Begleiter für die Nächte ist der Therm-a-Rest Hyperion 32 UL Bag (Daunenschlafsack) . Der Schlafsack ist unglaublich leicht (ca. 450 gr), aber trotzdem warm genug für die überraschend kühlen Wüstentemperaturen nach Sonnenuntergang. Es lässt sich superkompakt verstauen. Dazu kommt die Therm-a-Rest NeoAir XLite NXT Isomatte , eine ultraleichte und geräuscharme Matte (ca. 370 gr), die mich vor der Bodenkälte schützt und gleichzeitig erstaunlich komfortabel ist. Denn auch wenn die Wüste tagsüber unendlich wirkt, ist der Sandboden nachts hart und kalt. Die Kombination aus beiden Teilen gibt mir das Gefühl, gut vorbereitet zu sein. Für mich ist dieses Setup nicht einfach nur Ausrüstung, sondern ein kleines Stück Sicherheit mitten im Nichts. Wenn man morgens aufwacht, die ersten Lichtstrahlen über die Dünen wandern und der Rucksack schon wieder auf einen wartet, dann merkt man, wie wichtig eine gute Nacht war. Meine Gedanken zum Oman Desert Marathon Ich werde mich auf meine ganz persönliche Reise durch die Wüste einlassen, raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer, das mich wieder einmal lehrt, mit möglichst wenig auszukommen. Ich freue mich auf diese Herausforderung, auf die Weite der Natur und auf all die verrückten, inspirierenden Menschen um mich herum. Natürlich werde ich an Grenzen kommen, das gehört dazu. Ich hoffe aber, dass es nicht ganz so heftig wird wie 2016 beim Transalpine Run, als ich der totalen Erschöpfung ziemlich nahe war. Grenzen zu erreichen und zu verschieben bedeutet für mich immer auch Wachstum. Und genau das suche ich, weit weg vom Alltag, weg von Bequemlichkeit, hinein in fünf Tage voller Intensität. Ich weis jetzt schon, dass es auch beim Oman Desert Marathon Momente geben wird, in denen ich müde, erschöpft und vielleicht auch mal genervt bin. Wichtig ist, mental stabil zu bleiben und sich bewusst zu machen, dass solche Phasen ein Teil des Abenteuers sind und auch wieder vorbei gehen. Wie ich mir das Camp vorstelle: Einfach und herzlich, international und rau, unter einem gigantischen Sternenhimmel. Ein Ort, an dem man im Sand sitzt, seine Füße ausruht, Geschichten teilt, lacht, schweigt und einfach nur da ist. Was ist mein Ziel beim ODM Classic? Ich möchte ankommen und die Wüste erleben. Ja, ich starte auch mit einer gewissen Ambition, aber nicht um jeden Preis. Es gibt zu viele Unbekannte, ich ich vorher nicht einschätzen kann, z. B. mentale Erschöpfung, Hitze, Blasen, der Sand, der Untergrund, all das kann eine riesige Rolle spielen. Während die Top-Läufer/-innen die Gesamtdistanz in rund 16-18 Stunden absolvieren, liegt die realistische Finisherzeit für gut trainierte Hobbyathlet/-innen bei über 30 Stunden. Ich selbst sehe mich, je nach Sand, Hitze und Tagesform, irgendwo zwischen 32 und 40 Stunden. Mal schauen, ob ich mich eher überschätze oder unterschätze. Für mich steht aber ganz klar das Durchkommen und das Erlebnis im Vordergrund. Ich will jede Etappe so nehmen, wie sie kommt und mich vielleicht auch überraschen lassen. Folgt mir für Updates: Stay tuned, auf Instagram gibt es regelmäßige Updates auf meinem Weg zum Oman Desert Marathon 2026.
- Kälte oder Wärme: Laufverletzungen richtig behandeln
Wenn's zwickt, zieht oder schmerzt: typisches Läufer-/innen Problem Werbung / Zusammenarbeit mit IEA International Trading GmbH Wir Läufer-/innen kennen das alle, ein falscher Schritt auf dem Trail, ein Stolperer im Wettkampf oder einfach zu viel Ehrgeiz im Training, plötzlich schießt ein Schmerz in die Wade oder das Knie zwickt unangenehm. In solchen Momenten stellt sich oft die Frage: Was hilft jetzt besser? Kälte oder Wärme? Da mich dieses Thema immer mal wieder beschäftigt, habe ich folgenden Blogbeitrag zusammengestellt, eine Art Anleitung, wenn du das nächste Mal genau vor dieser Frage stehst. Gerade beim Laufen, wo Muskeln, Sehnen und Gelenke stark beansprucht werden, ist die richtige Reaktion manchmal entscheidend dafür, wie schnell wir wieder fit sind. Ich zeige dir, wann du zur Kälte greifst und wann Wärme besser ist und welche praktischen Helfer ich selbst verwende. Die häufigsten kleinen Laufverletzungen 1. Zerrungen Zerrungen hat sicher jeder Sportler schon mal erlebt. Wenn der Muskel plötzlich und abrupt überdehnt wird, etwa beim Sprinten (Intervall) oder einem schnellen Richtungswechsel. Das fühlt sich dann an wie ein kurzer und stechender Schmerz, meist im Oberschenkel oder in der Wade. Sie passiert, wenn die Muskulatur noch nicht richtig aufgewärmt oder schon leicht ermüdet ist. Im Gewebe entstehen kleine Mikroverletzungen und die betroffene Stelle fühlt sich verspannt oder steif an. Es kann sich manchmal auch eine Schwellung bilden. Wichtig: Wer in diesem Moment weitermacht, erhöht das Risiko für stärkere Muskelverletzungen, die längere Pausen nach sich ziehen. 2. Muskelverhärtung Die Muskelverhärtung entsteht durch Überbelastung und krampfartige Anspannung und passiert gerne nach intensiven Trainings oder zu wenig Aufwärmen. Sie entsteht meist schleichend und der Schmerz nimmt bei weiterer Belastung zu. Bewegungen können unangenehm oder begrenzt sein, aber der Muskel behält normalerweise seine Grundfunktion. Äußerlich lässt sich in der Regel nichts erkennen, ohne sichtbare Blutergüsse oder Dellen. 3. Prellungen Sie entstehen, wenn Gewebe durch einen direkten Schlag oder Aufprall gequetscht wird. Ein klassisches Beispiel beim Laufen: Du stößt irgendwo an oder stolperst auf unebenem Untergrund und landest unsanft auf dem Knie oder der Hüfte. Dadurch reißen kleine Blutgefäße im Gewebe, Blut sammelt sich und die betroffene Stelle schwillt an, ist druckempfindlich und schmerzt. Nach einiger Zeit zeigt sich oft auch eine bläuliche oder rötliche Verfärbung (blauer Fleck). 4. Blasen Kein Drama, aber immer lästig, treten vor allem bei neuen Schuhen oder längeren Wettkämpfen auf. Sie entstehen durch Reibung und Feuchtigkeit. Anders als bei Zerrungen oder Prellungen sind Kälte oder Wärme kaum hilfreich. Hier geht es vor allem darum, die Haut zu schützen, die Blase sauber zu halten und gegebenenfalls mit Pflastern oder speziellen Blasen-Pads zu behandeln. Ich möchte die Blasen aber hier als typische Läuferverletzungen erwähnt haben. Das Gute ist, dass die meisten dieser Beschwerden harmlos sind und sich mit etwas Ruhe, Kälte oder Wärme gut in den Griff zu bekommen sind. Wichtig ist nur, rechtzeitig zu reagieren, damit sich daraus keine längere Verletzungspause ergibt. Die PECH-Regel im Überblick Die PECH- Regel ist eine klassische Erste-Hilfe-Maßnahme bei akuten Sportverletzungen, vor allem bei Muskel-, Sehnen- oder Bänderverletzungen. Sie hilft, Schmerzen, Schwellungen und weitere Schäden zu minimieren. Die Buchstaben stehen für: P wie Pause: Sofort die Belastungen einstellen und die verletzte Stelle schonen. E wie Eis: Kälte anwenden (z.B. Eispack, Sofort-Kaltkompressen), um Schwellungen und Schmerz zu reduzieren C wie Compression: Ein leichter Druckverband oder elastische Binde kann Schwellungen begrenzen H wie Hochlagern: Das verletzte Körperteil möglichst hochlagern, um den Blutfluss zu reduzieren Die Anwendung ist besonders effektiv in den ersten Stunden nach der Verletzung / des Unfalls. Danach können Wärme oder andere Maßnahmen zur Regeneration und Heilung sinnvoll werden, je nach Art der Verletzung. Der Unterschied zwischen Kälte und Wärme Damit du die richtige Entscheidung treffen kannst, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Wirkung beider Methoden. Kälte, auch Kryotherapie, sorgt dafür, dass sich Blutgefäße zusammenziehen. Entzündungen werden gehemmt, Schwellungen reduziert und Schmerzen gelindert. Das wäre die ideale Anwendung direkt nach einer Verletzung oder auch Überlastung. Wärme hingegen erweitert die Blutgefäße, fördert dadurch die Durchblutung und entspannt die Muskulatur. Sie unterstützt die Regeneration, wenn die akute Phase vorbei ist oder Muskeln einfach nur verspannt sind. Als Faustregel kannst du dir merken: Kälte in der Akutphase und Wärme in der Regeneration. Wie ich Kälte anwende und warum Sofort-Kältekompressen praktisch sind: Wenn ich mir beim Laufen etwas "einfange", dann greife ich grundsätzlich zuerst zu Kälte. Ich habe gelernt, je schneller ich kühle, desto weniger schwillt es an und desto schneller beruhigt sich das ganze Gewebe normalerweise wieder. Was mir unterwegs oder direkt nach dem Training hilft, sind die Sofort-Kältekompressen von IEA-Medical . Die sind nämlich genau das, was der Name verspricht: sofort kalt. Ich muss sie nicht mehr vorher ins Gefrierfach legen, sondern zerdrücke einfach das Innenkissen, schüttle das Ganze kurz und innerhalb von Sekunden wird die Kompresse kalt. Perfekt, wenn ich gerade unterwegs bin und keine Eiswürfel parat habe oder einen Gefrierschrank in der Nähe. Die Kompresse lege ich immer mit etwas Stoff dazwischen auf die Haut, damit es nicht zu kalt wird oder es zu Erfrierungen kommt. Wichtig ist auch, nicht dauerhaft zu kühlen, denn Dauerkälte kann die Haut reizen und die Durchblutung zu stark drosseln. Etwa 15 bis 20 Minuten reichen schon, um den ersten Schmerz rauszunehmen. Solange die Stelle auch noch stark schmerzt, nicht zu fest drauf drücken und auf offene Hautstellen sollte man grundsätzlich nicht kühlen. Die Sofort-Kältekompressen sind für mich ein kleines "Notfall-Tool", das ich mittlerweile immer dabei habe. Sehr kompakt und passt in jede Tasche. Lieber einmal umsonst im Rucksack haben, als genau dann nicht, wenn man sie braucht. Das Einzelgewicht einer Kompresse hat übrigens um die 100 Gramm und kühlt bis zu 25 Minuten. Dieses Produkt ist nur für die einmalige Anwendung gedacht. Nach der Erstversorgung kann ich in Ruhe entscheiden, wie ich mich verhalte: schonen, heimfahren oder weitermachen. Wie ich Wärme anwende und wie Kalt-Warm-Kompressen flexibel eingesetzt werden können Wenn meine Muskeln nach einem intensiven Training oder Lauf oder vielen Höhenmetern spürbar müde sind, greife ich gerne zu Wärme. Für mich ist das der Moment, in dem die Spannung nachlassen und der Körper in den Erholungsmodus schalten darf. Besonders praktisch finde ich dafür die Kalt-Warm-Kompressen von IEA Medical , weil ich sie für beide Therapieformen nutzen kann. Direkt nach einer akuten Verletzung als Kälteanwendung und später als Wärmequelle zur Regeneration. Ein Produkt für zwei völlig unterschiedliche Situationen, das macht sie für mich wertvoll. Wichtig: Wärme sollte man erst anwenden, wenn die akuten Symptome abgeklungen sind, meist nach 24 bis 48 Stunden. Bei Schwellung, Rötung oder akuten Schmerzen ist Wärme tabu, weil es die Beschwerden verschlimmern kann. Erst sobald alles etwas beruhigt ist, entfaltet Wärme ihre entspannende Wirkung. Für die Wärmeanwendung lege ich die Kompresse ein paar Minuten ins warme Wasserbad, das reicht, um sie angenehm zu temperieren. (Man kann sie auch in der Mikrowelle erwärmen, aber ich habe nur keine zuhause.) Beides funktioniert schnell und unkompliziert und die Kompresse bleibt dabei angenehm flexibel. So schmiegt sie sich perfekt an die Wade, den Oberschenkel oder den unteren Rücken an, genau dorthin, wo die Wärme helfen soll. Auch hier ist empfohlen, einen dünnen Stoff zwischen Haut und Kompresse zu legen, damit die Wärme gleichmäßig ankommt und nicht zu intensiv wird. Nach etwa fünfzehn Minuten hat die Spannung meist nachgelassen und alles ist wieder geschmeidiger. Was ich an diesen Kalt-Warm-Kompressen so schätze: Sie sind wiederverwendbar, langlebig und unfassbar vielseitig. Eine habe ich immer griffbereit für Wärme und eine andere liegt im Gefrierfach, falls ich kurzfristig kühlen muss. Eigentlich sollte dieses Produkt in keinem Sportlerhaushalt fehlen, einmal gekauft, möchte man es nicht mehr hergeben. Praktische Tipps für Läufer-/innen - Sportverletzungen vorbeugen Die beste "Behandlung" ist immer noch, Verletzungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Deshalb lohnt es sich, ein paar Grundregeln zu berücksichtigen, um das Risiko für typische Laufverletzungen gering zu halten: Ein kurzes, dynamisches Warm-up vor jedem Training, um Muskeln und Gelenke auf Betriebstemperatur zu bringen. Regelmäßiges Kraft- und Stabilisationstraining macht Sehnen und Bänder belastbarer. Auch sauberes, kontrolliertes Steigern des Trainingsumfangs, nicht mehr als 10% pro Woche, kann viele Probleme ersparen. Dazu kommen gute Laufschuhe, abwechslungsreiche Untergründe und ausreichend Regeneration, denn der Körper wird nicht im Training stärker, sondern in den Pausen danach. Mindestens genauso wichtig: auf die Signale des eigenen Körpers hören und niemals mit Schmerzen trainieren. Wer diese Basics beachtet, bleibt langfristig gesund und leistungsfähig. Wann solltest du einen ärztlichen Rat suchen? Auch wenn viele kleinere Verletzungen mit Kälte, Wärme und etwas Schonung gut behandelt werden können, gibt es Situationen, in denen man besser auf Nummer sicher geht und ärztlichen Rat einholt. Dazu gehören starke oder anhaltende Schmerzen, sichtbare Schwellungen, Blutergüsse, Bewegungseinschränkungen oder Unsicherheiten nach einem Umknicken oder Sturz. Wenn eine Verletzung einfach nicht innerhalb weniger Tage besser wird oder sich verschlimmert, sollte man lieber einmal zu viel als einmal zu wenig den Arzt/Physiotherapeuten aufsuchen. Professionelle Abklärung kann verhindern, dass aus einer kleinen Verletzung ein langwieriges Problem wird. Kälte oder Wärme und clevere Helfer - mein Fazit Wenn du dir die einfache Regel "Kälte akut und Wärme regenerativ" merkst, kannst du viele kleine Beschwerden beim Laufen oder Training erst einmal selbst gut in den Griff bekommen. Mit den IEA Sofort-Kaltkompressen bist du auch unterwegs bestens ausgerüstet, während die Kalt-Warm-Kompressen zuhause deine Regeneration optimal unterstützen. Beide Produkte sind praktisch, einfach anzuwenden und ideal für alle, die regelmäßig laufen oder trainieren. Ich kann sie definitiv empfehlen, nicht nur bei Laufverletzungen, sondern auch für kleine Alltagswehwehchen. Und trotzdem gilt: Wenn Schmerzen nicht nachlassen oder es zu Bewegungseinschränkungen kommt, ärztlichen Rat einzuholen. Für mich persönlich sind Sofort-Kältekompressen ein Must-Have in jedem Erste-Hilfe-Set, klein, kompakt und immer einsatzbereit, wenn man sie gerade braucht. Bleib achtsam, kühl dich, wenn's nötig ist und lauf weiter mit Freude. Photocredit: Einige Fotos sind von Harald Wisthaler Hinweis: Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit IEA erstellt. Die Kooperation hat keinen Einfluss auf meine persönliche Bewertung, die unabhängig und unbeeinflusst erfolgt.
- Mein Jahresrückblick 2023 - Die Highlights
Schon wieder ist ein Jahr vorbei und schon wieder schreib ich meinen Jahresrückblick: den Jahresrückblick 2023. Diesen will sicher kein Mensch lesen, aber es ist auch nicht wichtig. In diesem Fall schreibe ich diesen für mich. Ich freue mich immer sehr, wenn dieser letzte Blogeintrag des Jahres online geht. Mir ist dadurch bewusster geworden, wie sehr man das Leben genießen sollte. Es zählt das Hier und Jetzt und ich mag die Jahresrückblicke auf mein Leben sehr. In diesem Jahr kann ich sagen: Ich bin wieder ein Stück mehr bei mir angekommen. „Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns.“ Ein treffendes Zitat von Erich Kästner, das ich hier einfach mal so unkommentiert stehen lasse. Jetzt geht es los mit meinem Jahresrückblick 2023 Das war Cindy 2023 Die Crew-Managerin, Straßenläuferin, Trailläuferin, Wander- & Trailguide, Tänzerin und Camp-Organisatorin sowie Catmom. Ich kann sagen, ich war noch nie so rein mit mir. Der Start ins 2023 war zwar unspektakulär, aber recht bald nahm das Leben Tempo auf und ich war viel unterwegs. Das Jahr stand für mich vor allem unter dem Motto "Community" und davon habe ich viel erlebt, organisiert, Neues ausprobiert und ganz viel genossen. Ich liebe es, mit Gleichgesinnten gemeinsame Erlebnisse zu sammeln. Außerdem habe ich im Jahresrückblick 2023 an vielen Wettkämpfen teilgenommen: gelitten, gekämpft, weitergemacht und einige Erfolge mitgenommen. Das eine oder andere Tränchen war auch dabei. Jahresrückblick 2023: Es war ein sportliches Jahr Sport hat nunmehr neun Jahre eine hohe Relevanz für mich. Das Laufen ist nicht nur mein Ausgleich zum Alltag oder die Motivation, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen. Nein, ich habe Spaß daran gefunden, mir weiter neue Ziele zu setzen und mir zu beweisen, dass ich meine Leistungen verbessern kann. Es ist eine große Motivation für mich, dranzubleiben. Sportlich gesehen habe ich im Rückblick 2023 einiges erreicht und vor allem meine persönlichen Bestzeiten verbessert. Im Frühjahr konnte ich meine Halbmarathonzeit in Lissabon regelrecht pulverisieren. Im April ist in London wiederum eine Bestzeit auf der Marathondistanz gefallen und ich konnte mich mit der Zeit direkt für den Boston Marathon 2024 qualifizieren. Der Sport macht mich definitiv glücklicher und ausgeglichener. Mein Mindset ist stärker denn je. Insgesamt bin ich im Jahresrückblick 2023 über 2100 Kilometer gelaufen. Dabei sind Wochen dabei, in denen ich viele Kilometer und sportliche Aktivitäten abgerissen habe. Aber es gab auch Zeiträume, in denen ich die Seele baumeln ließ und weniger an weiter, höher, schneller dachte. Eine der schönsten Auszeiten hatte ich beim Segeln in Kroatien im Juli. Meine Jahres-Highlights und Teilnahmen 2023 Für einige Highlights gibt es detaillierte Blogbeiträge mit mehr Informationen, zu erkennen an dem Unterstrich bzw. einen Hinweis auf Verlinkung. Kleiner Exkurs: TV Berichte Im Februar durften meine Freundinnen Conny, Margo und ich für einen Eisbadebeitrag für Servus TV mitwirken. Im Juli waren Marcel und ich für die ZDF Drehscheibe unterwegs. Dabei machten wir den Test: Wie kommt man am schnellsten durch den Stau von München nach Salzburg an einem Ferienwochenende? Passive Fahrweise oder aktive um jeden Meter kämpfen. Was denkt ihr? Wer hat gewonnen und lohnt sich eine Stauumfahrung eigentlich? Im Dezember wurden Conny und ich für einen zweiten Eisbade Beitrag für ZDF Volle Kanne angefragt. Die Dreharbeiten waren gar nicht so einfach und wir mussten definitiv unsere Komfortzonen verlassen. Der Beitrag wird in der Mediathek am 10. Januar 2024 erscheinen oder am 10. Januar 2024 erst ausgestrahlt. Alle meine Tipps zum Eisbaden kannst du auch auf dem Blog nachlesen. Ein cooles Hobby, das ich bereits seit vier Jahren ausübe. Neue Bestzeit beim Halbmarathon in Lissabon Das Jahr 2023 startet mit einer acht wöchigen Vorbereitungszeit für den Lissabon Halbmarathon. Die Wochenenden wurden für intensive und längere Laufeinheiten genutzt und ich versuchte etwas mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten. Mitte März flogen wir dann nach Lissabon und ich wollte nach über fünf Jahren eine neue Bestzeit auf der HM Distanz laufen. Der EDP Lisbon Half Marathon hat eine schnelle Strecke und ich konnte meine Leistung am Wettkampftag abrufen, sodass ich eine neue Bestzeit 1:38:11 feiern konnte. Wie ich mich auf den Halbmarathon unter 1:40 Std vorbereitet hatte, mit Tipps und Informationen kannst du auf dem Blog nachlesen. Außerdem kann ich das portugiesische Laufevent empfehlen, das u.a. auch zur Superhalfs Serie mit Prag, Copenhagen, Cardiff, Valencia und ab 2024 auch Berlin gehört. Die Superhalfs sind eine europäische Halbmarathon Laufserie, bei welcher der Finisher aller sechs Läufe (Zeitrahmen: innerhalb von 60 Monaten) eine Super-Medaille erlaufen kann und zum "SuperRunner" wird. Neue Bestzeit beim London Marathon Einen Monat später ging es mit meiner Freundin Karla nach London und an den Start meines 3. World Marathon Majors. Die ersten zwei Sterne hatte ich bereits in New York (2019) und Berlin (2016) geholt. Die Teilnahme in London kam eher zufällig. Ich konnte mich bei Karla's Buchung unkompliziert einbuchen, da sie ein Doppelzimmer zur Verfügung hatte. Es war nie mein Plan, die gesamte World Majors Serie laufen zu wollen. Zu meinem Unglück oder auch Glück konnte ich in London eine weitere Bestzeit auf der Marathondistanz feiern (3:27:24 Std) und mich dadurch direkt für den Boston Marathon 2024 qualifizieren. Somit werde ich bereits im nächsten Jahr den 4. Stern hoffentlich erlaufen und mal sehen, wie und ob ich Tokio und Chicago auch irgendwann noch mitnehme. Die World Marathon Majors Serie: Unter der Marke World Marathon Majors (Kurz: WMM) haben sich sechs der größten Marathonveranstaltungen zusammengeschlossen: Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York. Finisher aller Veranstaltungen erhalten die Six-Star Medaille. Eventuell wird die Serie in naher Zukunft noch erweitert. Aktuell ist Sydney und auch Kapstadt sehr nah dran, aufgenommen zu werden. Trailcamps in Naturns und Neukirchen Immer ein großes Abenteuer für mich sind meine Trailcamps in Naturns, die einmal im April (rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun) sowie im Mai (ein reines Frauen Wander-/Trailrun Camp) stattfanden. 2023 fanden die bereits im zweiten Jahr statt und ich bin immer wieder begeistert, wie schön es ist, Erlebnisse in der Gruppe zu sammeln. 2024 wird es weitere Camps geben. Zu erwähnen ist hier auch das Herbst Trailcamp am Großvenediger in Zusammenarbeit mit Viking Footwear und der Venediger Lodge. Zum Saisonabschluss erwartet die Teilnehmer/innen Natur pur in den tollsten Herbstfarben. Die Verlinkungen zu den Programmen sind wie folgt: Trailruncamp in Naturns rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun Women Trail- & Hike Camp in Naturns Herbst-Trailcamp am Großvenediger Do EPIC SHIT Meine Geschichte und das Motto Do Epic Shit passen für mich sehr gut zusammen und deswegen gibt es seit diesem Jahr Caps und Socken mit dem Motto in kleiner Menge zu kaufen. Ich freue mich sehr, dass ich mehr und mehr Träger/innen auf Bildern entdecke oder beim Laufen sehe. Die CRAFT Community Läufe Über den Sommer hinweg konnte ich mit Unterstützung der Firma CRAFT Sportswear sieben Special Community Runs anbieten. Es war ein tolles Projekt. Dabei haben wir neue Laufstrecken in München entdeckt oder wiederentdeckt, neue Lauffreunde kennengelernt, CRAFT Laufschuhe getestet und schöne Momente laufend erlebt. Als Belohnung für die regelmäßige Teilnahme gab es CRAFT Shirts mit Runfurther Bedruckung. Tschechien Im Jahresrückblick 2023 sind Marcel und ich drei Mal nach Tschechien gereist, um bei Laufevents in Budweis, Usti nad Labem und Liberec teilzunehmen. Tschechien ist meines Erachtens als Reiseland unterschätzt und wir haben das Land für uns entdeckt. Es bietet viele Möglichkeiten für Outdoor Aktivitäten und Abenteuer. Die Laufevents, allesamt durch Runczech organisiert, waren wirklich klasse. Am besten hat mir tatsächlich der Halbmarathon in Budweis gefallen und ganz vielleicht laufen wir den auch 2024 nochmals. Unsere Erlebnisse rund um Budweis könnt ihr auf dem Blog: " Eine Laufreise nach Südböhmen " nachlesen. In Usti nad Labem war ich bereits das dritte Mal am Start. Es war ein heißer Lauftag. Ich war etwas unzufrieden mit meiner Zeit, aber das hat sich im Nachhinein auch wieder gelöst, weil es kein Tag für schnelle Zeiten war. Auch zum Halbmarathon in Usti nad Labem (zu deutsch Aussig) gibt es einen Blogbeitrag, den ich dir gerne empfehle. In Usti läuft man einen Teil der Strecke durch ein Chemiewerk. Das ist ein faszinierendes Erlebnis und das kenne ich von keinem anderen Laufevent. Berliner Mauerweglauf Berlin ist toll und wir haben im August an einem ganz besonderen Laufevent teilgenommen: dem Berliner Mauerweglauf . Der Lauf wird seit 2011 ausgerichtet und die Strecke führt einmal rund um den Mauer-Grenzstreifen des ehemaligen West-Berlin. Das sind insgesamt etwas mehr als 161 Kilometer. Es gibt einige Teilnehmer, die die Gesamtstrecke alleine bewältigen. Wir, Marcel und ich, haben uns dem Abenteuer im 4er Team mit Thilo Silberstreif und Olaf gestellt. Ein top organisiertes Event, das wir auch 2024 wieder laufen wollen. Die drei Männer sind jeweils zwischen 32 und 37 Kilometer gelaufen und ich habe mich als erste Team-Starterin der Ultradistanz von knapp 57 Kilometern gestellt. Insgesamt haben wir als 40. Team von 53 in einer Gesamtzeit von 21:09:49 Stunden das Ziel erreicht. Weitere Informationen zum Berliner Mauerweglauf kannst du auf der Webseite des Veranstalters nachlesen. Berlin Marathon Im September ging es nochmals nach Berlin zum Marathon und der war so richtig zum Genießen. Ich stand das vierte Mal in der Startaufstellung und in diesem Jahr sogar im Team des Mitsponsoren Taiwan Excellence. Der Sea to Summit Sky Marathon in Kreta Eines meiner Top 3 Jahreshighlights war definitiv der Sfakia Sky Marathon auf Kreta. Ein herausfordernder Trailrun von Meereshöhe auf den höchsten Berg des Lefka Ori Gebirges, den Pachnes auf 2.454 m und wieder runter. In knapp über 9 Stunden habe ich 44 Kilometer und mehr als 3.000 Höhenmeter überwunden. Das war eine harte Nummer, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis. Ein sehr spezielles und wunderbar organisiertes Rennen mit wenigen Teilnehmern (ca. 100). Die Teilnehmer/-innen werden mit einer extra gecharterten Fähre zum Sonnenaufgang an den Start in Loutro gebracht, die Verpflegungsstationen werden mit ganz viel Liebe und Motivation betrieben, es gibt Shuttleservice nach dem Ziel in die Unterkunft, zwei Abendessen und eine handgemachte Keramikmedaille. Wenn du nach einem ganz besonderen Rennen suchst, den Sfakia Sky Marathon kann ich dir empfehlen. Athen Marathon Meine Wettkampf Saison für das Jahr 2023 habe ich mit dem 40. Athen Marathon im November beendet. Die Strecke führt von Marathon nach Athen. Der Athen Marathon macht es einem allerdings mit seinem Höhenprofil nicht ganz leicht, aber die etwa 350 Höhenmeter sind irgendwann auch vergessen. Am Wettkampftag war es heiß und zu schnell gestartet bin ich auch wie immer. Ich musste kämpfen, hatte Lust und Unlust auf der Strecke im Wechsel. Ein älterer Grieche (M70) holte mich letztendlich wieder ins Rennen. Seine Art zu Laufen machte mir Mut, alle Kraft zu mobilisieren. Ich durfte eines meiner bisher schönsten Zieleinläufe erleben, im beeindruckenden im Panathinaiko-Stadion (Panathenaic Stadium). Auch dieses Ereignis wird mir in Erinnerung bleiben und den Athen Marathon muss man meines Erachtens einmal im Leben gelaufen sein. Es ist der Marathon aller Marathons. Viking Collect Moments Events Im November startete eine neue Event-Reihe mit Viking Footwear. Dabei finden monatlich verschiedene Events statt, um möglichst viele unvergessliche Momente gemeinsam in der Natur zu sammeln. Im November sind wir zum Trailrun an den Kirchsee gefahren mit anschließendem Eisbaden im Kirchsee. Im Dezember gab es eine Sonnenuntergangswanderung zum Baumgartenschneid und anschließendem Christkindlmarkt Besuch am Tegernsee. Bei den Veranstaltungen gibt es oft Testschuhe von Viking, die zur Verfügung gestellt werden. Der Januartermin für 2024 steht bereits fest und alle aktuellen Informationen findest du in der Facebook Gruppe " VikingFootwear x Runfurther.de - #VikingCollectMoments " Jahresrückblick 2023 - Weitere Wettkämpfe waren: Alpenplus Ötzi Trailrun Dolomiti Extreme Trail Zugspitz Ultratrail (Kurz: ZUT) RUN2 (Teilnahme der ersten zwei Etappen des Transalpine Run in Volkswagen R Team) Schlierseelauf Off Topic - Der Alltag Eigentlich gibt es zu meinem Alltag nicht viel zu berichten. Ich führe ein eher normales Berufsleben, einen 9-5 Job ohne viel Up and Downs, aber das ist auch gut so. Zusätzlich zum Laufen habe ich in den letzten Jahren und vor allem in diesem Jahr das Tanzen für mich entdeckt. Ich gehe regelmäßig jede Woche zum Shuffle Dance und liebe es einfach. Das Tanzen fordert mich sehr, die Choreografien sind nicht immer einfach nachzutanzen und es macht mich einfach glücklich. Übrigens, wer tanzt, tut etwas für seine Gesundheit, für sein Herz-Kreislaufsystem und fürs psychische Wohlbefinden. Apropos Gesundheit, ich kann mich im Jahresrückblick 2023 über ein durchweg gesundes und unverletztes Jahr freuen. Ich finde das ist die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Fazit zum Jahresrückblick 2023 - Ausblick zu 2024 2023 war wieder wunderbar sportlich, durchweg gesund und mit ganz vielen schönen Momenten gespickt. Was ich mir für 2024 wünsche? Nicht mehr als das, was 2023 war, Sport, Gesundheit und Abenteuer und ganz vielleicht ein wenig Auszeit, vielleicht am Meer ohne viel Tamtam und Seele baumeln lassen. Nächstes Jahr kann ich übrigens die Korken knallen lassen, denn Runfurther.de wird im Juli sage und schreibe zehn Jahre alt. Ich bin unendlich dankbar für die Reise, die ich durch den Blog bis jetzt machen durfte. Auch ein bisschen stolz, denn einfach war es nie. An dieser Stelle entschuldige ich mich auch gerne für die Schreibfehler sowie die grammatikalischen Fehlstellungen, denn hier gibt es nur Cindy, keine Redaktion oder Fremdschreiber. Marcel unterstützt mich hin und wieder bei meinen Texten und das hilft mir sehr. Gerne würde ich mehr für den Blog Zeit aufbringen. Nun da kommt mir mein Alltag doch oft in die Quere. Ich danke euch fürs Lesen und dabei sein. Was wünschst du dir? Hast du dir schon Ziele für 2024 gesteckt und bist du zufrieden mit deinem persönlichen Jahresrückblick 2023? Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und auf ein erfolgreiches 2024.
- Spartan Race Super in Köln
Spartan Race Super in Köln Wow es ist wieder soweit am 28.06.2014, mein 3. Spartan Race, dieses mal die Variante Super, welches Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und eine gewisse Portion Mut erfordert, ja klar und ein wenig Verrücktheit. Der Austragungsort ist die WM-Motocross-Strecke von Bielstein, mir war vorher bewusst, dass gibt ein bergauf, bergab, es wird schmutzig, sehr abwechslungsreich und sehr anspruchsvoll. Rund 3500 Spartiaten machten sich auf den Weg, um entweder bei Spartan Race Sprint (6km/15 Hindernisse) oder Super (12km/21 Hindernisse) zu starten. Ich ging mit meinem Team (Munich Elite Warriors) an den Start und war schon bei der Anreise am Abend davor ziemlich aufgeregt. Wir starteten um 11 Uhr, generell wird in Wellen alle 15 Minuten gestartet, jeweils etwa 250 Läufer. Angeheizt von einem Moderator, und einem ständigen wiederholen des Schlachtrufes Aroo, aroo, aroo werde ich immer nervöser. Und dann um 11 Uhr der Startschuss. Wir laufen los, gleich der erste Anstieg hat es in sich und kurz danach die erste Abkühlung durch ein Wasserhindernis. Ich werde ruhiger und das laufen fällt mir einfacher als gedacht. Die Strecke gefällt mir auf Anhieb richtig gut, ein Spielplatz durch den Wald, wir mussten Speer werfen, Holzwände und Autoreifen überwinden, uns in Schlammlöcher reinschmeissen, mit einem Holzstamm tragend durchs Dickicht, Betonklötze durch den Schlamm ziehen, riesige Netze hoch und runter und unter Stacheldraht entlangrobben. Die Hindernisse sind teilweise einfach zu bewältigen, aber es bedarf auch immer wieder Teamwork, um das ein oder andere Hindernis zu überwinden. Kein Spartaner wird zurück gelassen. Meine größte Angst hatte ich vor den Monkey Bars, bei welchen ich mir bei den vorherigen Spartan Races in München und Mailand jedes Mal sehr wehgetan hatte. Mir half die zuständige Aufpasserin, mich an die Stange zu hängen und feuerte mich an durchzuhalten, leider verliessen mich doch die Kräfte und ich fiel vier Stangen vorm dem Ende runter. Das hiess dann auch noch 30 Burpees als Strafe zu absolvieren, auch hier wurde ich angefeuert, was mir die Energie zurück gab, an dieser Stelle, vielen Dank an die vielen lieben Mithelfer und Aufpasser. Auf der Strecke begegneten mir immer wieder die selben Läufer und wir halfen uns durchzuhalten, teilweise auch mal Fotos zu machen und hatten einfach unglaublichen Spass. Als eines der letzten Hindernisse vorm Ziel war dann noch das Seil zu überwinden (Robe Climp), kurzer Versuch und ich entschied mich gleich die 30 Burpees zu absolvieren, ich hatte einfach keine Kraft mehr in den Ärmen. Kurz danach und in Schlamm gebadet kam endlich der Feuersprung ins Ziel, überglücklich. Das Ergebnis war besser als gedacht, aber es gibt doch noch sehr viel Potential nach oben. Ich kam als 884 von 1640 Läufer in der Disziplin Super mit einer Zeit von 1:56:39 ins Ziel (Wertung Männer und Frauen), aber ich wurde 9. in meiner Altersklasse. Jetzt bin ich noch mehr motiviert beim nächsten Race mich zu verbessern.














