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- Bavaria Treppen Challenge - 100-mal auf und ab
Der härteste Treppenlauf von München Es ist nicht der Berg, den wir bezwingen - wir bezwingen uns selbst . Dieses Zitat ist von Sir Edmund Hillary, dem die Erstbesteigung des Mt. Everest 1953 gelang. Ok vielleicht übertreibe ich jetzt ein bisschen, meine ins Leben gerufene Bavaria Treppen Challenge mit diesem Zitat einzuleiten, aber egal wie groß das Ziel ist: Wer die eigene Komfortzone verlässt wird wachsen bzw. erlebt wo die eigenen Grenzen sind. Soweit die schlaue Einleitung. Wie der Zufall es will befinde ich mich im Oktober letzten Jahres an der Theresienwiese und sitze auf den Stufen unterhalb der Bavaria mit einem Cappuccino in der Hand. Ich war laufen beim Parkrun im Westpark und genieße den restlichen Samstagvormittag. Da durchfährt mich ein Gedanke, wie cool wäre es denn 100-mal die Bavaria Treppen hochzulaufen? Ist das überhaupt machbar? Wie anstrengend ist die Herausforderung und überhaupt wie lange braucht man dafür? Mir gefällt der Gedanke auf Anhieb und die Bavaria Treppen Challenge nimmt ihren Anfang. Das Motto der Bavaria Treppen Challenge Das Motto ist klar, die Komfortzone verlassen ! Außerdem möglichst viele Teilnehmer animieren, sich auch der Challenge zu stellen. Die Treppe der Bavaria soll beben. Ich bin ebenso seit letztem Herbst Salomon Road Running Ambassador und deshalb fragte ich meinen Partner Salomon das Event mit dessen Unterstützung zu organisieren. Schnell ist ein Datum gefunden und wir werden uns der Bavaria Treppe am 06. Februar 2022 stellen. Über mehrere Wochen bereiteten wir uns beim Salomon Lauftreff, der jeden Donnerstag stattfindet, auf die Treppen Challenge vor. Einige der Teilnehmer sogar hin und wieder zusätzlich für sich allein am Wochenende oder abends im Dunkeln. Es war schön mitzubekommen, wenn jemand Treppentraining in seinen Lauf integriert hatte. Strava ist ja ein wunderbares Tool dafür, da entgeht einem kaum etwas. Irgendwie hatten die Vorbereitungen schon etwas von Komfortzone verlassen, wir probierten Neues aus (z. B. eine Münchner Treppen Sightseeing Tour) und jeder war gespannt auf den Tag der Challenge. Meine Tipps wie du Treppentraining in deinen sportlichen Alltag integrierst und welche Vorteile es bietet, kannst du im Blogbeitrag " Treppentraining - Wie du am besten beginnst " nachlesen. Eines ist sicher Treppentraining ist nicht langweilig und warum habe ich das nicht schon früher für mich entdeckt? Vorbereitung zur Veranstaltung Die letzten zwei bis drei Wochen vor dem Event waren in Null Komma nichts vorbei und der Tag X war gekommen. Die vorherigen Nächte waren unruhig und ich hatte vor lauter Aufregung schlecht geschlafen. Immer wieder ging ich die To Do Liste durch. Hatten wir an alles gedacht? Die Liste war lang. Ich hatte sogar Kuchen gebacken und das passiert eher selten. Die Anmeldung für das Event war voll, 25 Teilnehmer sollten es also werden. Einige meiner Lauffreunde, die sich nicht mehr anmelden konnten, kamen zusätzlich noch dazu. Wenn ich richtig gezählt habe, waren wir schlussendlich 34. Die Veranstaltung begann am 06. Februar um 08:30 Uhr. Wir waren früher da und richteten die Location noch etwas her. Das Wichtigste zu aller erst war die Bavaria Treppe von den Glasscherben zu befreien, die generell hier immer rumliegen. Zusätzlich hatten wir eine Musikbox, Testschuhe von Salomon und Getränke sowie Essen organisiert. Regeln zur Bavaria Treppen Challenge Zahlreiche Läufer der Münchner Community trafen nach und nach ein. Sogar ein bereits bekanntes Gesicht aus Garmisch-Partenkirchen war dabei. Mein Gemütszustand wurde von Minute zu Minute ruhiger. Wir starteten mit einem kleinen Warm-Up und ein paar Meter einlaufen. Ein Warm-Up ist immer wichtig, um den Körper auf die bevorstehende Belastung vorzubereiten. Die Körpertemperatur wird dabei hochgefahren, die Durchblutung angeregt und die Herzfrequenz langsam erhöht. Zudem minimierst du das Verletzungsrisiko und bist leistungsfähiger. Durch die kleine Einstimmung waren wir Ready und ich glaube in diesem Moment auch jeder "heiß" auf die Herausforderung. Die Regeln waren einfach. Jeder durfte hoch und runter wie er will, ob laufend, springend oder gehend, ganz egal. Zur Vereinfachung hatten wir vereinbart, dass wir alle auf der rechten Seite hoch und auf der linken Seite wieder runter gehen, wir uns gegenseitig supporten und Pausen jederzeit erlaubt waren. Für die Rundenzählung war jeder selbst für sich verantwortlich. Einige zählten brav jede Runde mit, andere hatten einen Klicker oder tauschten Haargummis von einem Arm zum anderen. Es geht los - Die Herausforderung 100-mal die Bavaria Treppen hoch und wieder runter Im Detail bedeutet übrigens die 100-malige Besteigung der Bavaria Stufen eine Strecke von ca. 4 km und 600 Höhenmetern. So sagt es zumindest meine Garmin Forerunner voraus. Es gibt 48 Stufen pro Runde und insgesamt 4.800 Stufen zu überwinden. Wir starteten alle gemeinsam um 08:41 Uhr. Claudia, unsere gute Seele der Laufgruppe, rief den Start aus. Wir alle liefen Vollgas los, ich vorne voran, das war spektakulär. Die Bavaria Treppe gehörte uns. Die ersten Runden lief ich locker an, ich wollte zwischendurch immer mal wieder springen, um das Ganze etwas zu erschweren und vor allem abwechslungsreich zu gestalten. Die Stimmung war wunderbar. Wir riefen uns Dinge gegenseitig zu, fragten einander, wer bei welcher Runde war und hatten dabei immer ein Lächeln im Gesicht. Was will man mehr, wir alle hatten ein GEMEINSAMES ZIEL . Mehr hatte in diesem Moment auch nicht gezählt. Open-Window Effekt Die Sonne ließ sich auch unerwartet blicken. Laut Wetterprognose sollte es Wind und Regen geben. Zu unserem Glück wurde es aber ziemlich warm und ich musste mich sogar einer Bekleidungsschicht entledigen. Am liebsten hätte ich auch die zweite Schicht von insgesamt drei ausgezogen. Allerdings kann das gerade im Winter auch nach hinten losgehen. Eine Erkältung hast du dir bei den niedrigen Temperaturen doch schnell eingefangen. Der Open-Window Effekt ist an solchen Tagen (Kälte mit warmen Sonnenstrahlen) nicht zu unterschätzen. Unter dem "Offenen Fenster Effekt" versteht man den Zeitraum nach der körperlichen Anstrengung in welchen sich ein/e Sportler /in einem erhöhten Risiko ausgesetzt ist und Infektionskrankheiten häufig passieren. Deshalb ist es immer wichtig nach dem Sport nicht unnötig auszukühlen. Der Streckenverlauf war einfach, verlaufen konnte sich keiner. Die Teilnehmer und ich liefen auf und ab immer wieder. Manchmal war ich mir bei der Rundenanzahl unsicher, immer wieder die Frage hatte ich jetzt so viele Runden oder so viele? Ich musste mich mehr konzentrieren, um nicht durcheinander zu kommen. Irgendwann um die 45. Minute rum, hatte der Erste die hundert Aufstiege geschafft, unser Freund aus Garmisch. Keine 10 Minuten später waren weitere Teilnehmer fertig. Ich war noch nicht fertig. Da ich zwischendrin immer wieder springend und damit langsamer die Stufen erklommen hatte dauerte es einfach länger. Aber die Zeit war sowieso nebensächlich. Die ersten Frauen kamen auch schnell ins Ziel. Conny und Bianca aus der Laufgruppe waren die ersten. Ihr Geheimnis war das stetige gleichbleibende Tempo und gemeinsam sind sie entschlossen dem Ziel entgegengelaufen. Die meisten Teilnehmer /innen waren innerhalb einer Stunde fertig. Ich selbst stoppte die Uhr bei 01:16 Std., lief aber weiter, begleitete Freundinnen auf ihren letzten Runden. Einige Teilnehmer kämpften die letzten Runden, aber hey f* aufhören war definitiv keine Alternative. Ich glaube nach anderthalb Stunden waren wir alle im Ziel und konnten zum gemütlichen Teil des Tages übergehen. Die Herausforderung war geschafft Zur Belohnung und Schlußverpflegung gab es Kuchen und Glühwein für alle. Ich selbst hatte Muffins gebacken. Nicy und Kathrin brachten auch Selbstgebackenes mit und wir hatten zusätzlich für Wasser und Tee gesorgt. Allerdings wurde es uns doch allen auch recht schnell kalt. Immerhin war ja auch Winter. Wolken zogen mehr und mehr auf und die vorhergesagte Kaltfront war im Anmarsch. Ich glaube die Sonne hatte sich lediglich für unsere Challenge gezeigt. Nach und nach verabschiedeten wir uns alle voneinander und verließen die Theresienwiese alle mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Nachdem ein paar meiner Freunde und ich die letzten Verunreinigungen beseitigt hatten, ging es auch für uns heim. Schön war es! Fazit zur Veranstaltung Ich möchte erwähnen, die Bavaria Treppen Challenge war eine sehr gut organisierte Veranstaltung. Die Verpflegung Top (danke auch an die zusätzlich mitgebrachten Kuchen & Getränke einiger Teilnehmer/innen) und die netten Helfer/innen (Claudia, Christian & Mischa). Für mich war die Herausforderung sehr gut machbar, weniger anstrengend als vermutet, aber man sagt ja im Unbekannten liegt das Großartige. Ich empfand diese Challenge wirklich gelungen. Für den einen oder anderen war es definitiv ein Sprung raus aus der Komfortzone und ich kann sagen, jeder hat es geschafft. Die langsameren Teilnehmer/innen wurden zum Schluss weiter begleitet. Das empfand ich als eine sehr schöne Geste, keiner musste alleine laufen. Fotocredit: Mischa Duschl
- Trailrunning für Frauen - das Trailcamp in Naturns
Unser erstes Trailcamp für Frauen mit mir als Laufguide und Mitorganisator liegt hinter uns und ich bin voller Dankbarkeit und Happiness. Ich möchte heute einen kurzen Rückblick auf die ersten Women Hike & Trail Days in Naturns werfen und Lust auf das nächste Camp machen. Auch habe ich noch ein paar Tipps zum Thema Trailrunning für EinsteigerInnen dabei. Frauen und Trailrunning gehören zusammen Als mich der Naturnser Tourismusverband letztes Jahr kontaktierte und mit mir das Thema Trailrunning in der Region Naturns forcieren wollte, hatte ich sofort die Idee, mein erstes eigenes Trailrunning Camp für Frauen anzugehen. Diesen Gedanken trug ich schon lange in meinen Kopf, hatte mich aber irgendwie nicht getraut es umzusetzen. In Zusammenarbeit mit Naturns wurde es nun endlich wahr. Eine Sache fällt auf, wenn ich in den Bergen unterwegs bin. Immer treffen wir vornehmlich auf männliche Läufer, die die Trails unsicher machen. Auch bei Wettkämpfen ein ähnliches Bild, die Minderheit sind Frauen. Meine Meinung: Frauen gehören auf die Trails, allerdings haben viele Frauen wohl Vorbehalte. Die Unsicherheit möchte ich ausräumen, da vieles was Trailrunning ausmacht gar nicht bekannt ist. In Social Media werden leider immer nur kleine Sequenzen dargestellt und die finden meist laufend statt. Aber ehrlicherweise sind AmateurläuferInnen oft auch gehend in den Anstiegen unterwegs und das ist völlig normal. Also alles nur halb so wild. So, hier nun meine Aufforderung an dich, probiere doch mal Trailrunning aus. Es hört sich meist anspruchsvoller an als es ist. Ich nehme dich heute mit und gebe dir ein paar Informationen. Vielleicht hast du dann auch Lust, beim nächsten Trailcamp in Naturns dabei zu sein. Naturns bietet die perfekte Bühne fürs Trailrunning, Wandern und auch für Frauen. Die Infrastruktur ist fabelhaft, die Trails für EinsteigerInnen und Geübte geeignet und Südtirol ist immer eine Reise wert. Als erstes gebe ich dir ein paar Tipps für einen erfolgreichen Trailrunning Einstieg Trailrunning hört sich für viele etwas abgehoben und abenteuerlich an, dabei ist es einfach nur Laufen in der Natur. Ein Trail kann über Wiesen gehen oder Waldboden, mit oder ohne Höhenmetern sein, einen Berg hochführen oder an einem Fluss entlanglaufen. Also einfach gesagt nichts anderes als über natürlichen Untergrund laufen. Dabei setzt du während der Aktivität ganz andere Reize und beanspruchst andere Muskelgruppen, eine tolle Alternative zum Asphalt Laufen. Allerdings ein kleiner Hinweis, was wirklich ein Trail ist, sieht jeder anders. Daher lass dich nicht entmutigen und bilde dir deine eigene Meinung. Wichtig ist der Aspekt Natur in meinem Empfinden und auch in Großstädten gibt es tolle Möglichkeiten um Trailrunning auszuprobieren. In München kannst du beispielsweise erste Versuche über die Isartrails wagen oder auch der Westpark bietet ein tolles Terrain mit Trails. Trailrunning ist Abenteuer - Trailrunning für Frauen Laufen in der Natur ist übrigens perfekt, um dich in ein Mikroabenteuer zu stürzen. Lass dich treiben, genieße die frische Luft, die Geräusche deiner Umgebung und denke nicht an "schneller, weiter, höher". Gerade die spektakuläre Szenerie gibt einem oft ein gewisses Freiheitsgefühl und macht glücklich. Für mich persönlich sind die Auszeiten in der Natur immer abenteuerlich, dass bekomme ich nicht auf der Straße hin. Oft weiß man vor dem Lauf nicht, was einen erwartet und das ist auch gut so. Die Technik machts Das Bergauflaufen ist technisch gesehen einfacher als das Bergablaufen. Du bist automatisch aufgrund der Belastung langsamer unterwegs und hast den Blick auf dem Trail. Deinen Oberkörper richtest du leicht nach vorne, bewegst deine Arme aktiv mit und achtest darauf eher kleine Schritte zu machen. Trailstöcke können die Beine und Oberkörper entlasten und die Anstrengung reduzieren. Aber auch das muss geübt werden und ist für den Einstieg nicht erforderlich. Trailstöcke nimmst du am besten erst mal im zweiten Step und diese werden auch nicht auf jeder Strecke benötigt. Beim Downhill solltest du als Anfänger nicht kopflos runterstürzen. Balance, Stabilität und Koordination sind essentielle Fähigkeiten, die du erst mal aufbauen musst. Stärkung der Fußgelenke und Beinmuskulatur solltest du regelmäßig in dein Krafttraining einbauen. Auch hier vorausschauend laufen, etwas in die Hocke gehen, Arme mitnehmen und schnelle, kleine, etwas breitbeinige Schritte machen. Vor-/Mittelfuß sind ideal. Übung macht hier den Meister, im Einstieg besser im flacheren Gelände laufen. Versuche nicht aktiv Geschwindigkeit zu machen, der Downhill treibt dich sowieso runter. Suche dir eine geeignete Strecke Wenn du mit dem Trailrunning beginnst bzw. erst mal ausprobierst, solltest du sinnvollerweise niederhügeliges Gebiet aussuchen. Das vermeidet Überanstrengung bzw. du verlierst nicht gleich die Motivation in den Anstiegen. Idealerweise sollte das Gelände auch nicht zu technisch sein. Vielleicht planst du auch ein Ziel ein, z. B. einen Gipfel als Belohnung mit schönem Ausblick oder eine schöne Stelle am Wasser für die anschließende Abkühlung. Stürze dich mit einer Freundin / einen Freund in dein Trail-Abenteuer Ein Lauf im Gelände ist anspruchsvoller, daher ist eine Begleitung manchmal einfach auch lebenswichtig. Sowieso macht gemeinsames Laufen oft mehr Spaß. Wenn du allein unterwegs bist, informiere jemanden, wohin du dich aufmachst. Dies ist wichtig vor allem wenn du abseits unterwegs bist. Equipment ist das A & O Feste Laufschuhe mit geeignetem Grip sind wichtig, um das Verletzungsrisiko und Stürze zu vermeiden. Sie sollten nicht zu schwer sein, um Ermüdung zu reduzieren. Ich persönlich empfehle aktuell z.B. den Salomon Sense Ride. Ein sehr guter Allround Trailschuh mit guter Dämpfung und fairem Preis. Ich würde auch längere Socken empfehlen, um die Waden vor Brennnesseln und sonstigen Gestrüpp zu schützen. Kopfbedeckung und Windjacke sollten immer mitgeführt werden. Vor allem wer in höheren Gefilden unterwegs ist, da schlägt das Wetter schnell mal um. Ein Laufrucksack mit Trinksystem und Proviant für längere Touren einplanen (länger als eine Stunde). Smartphone und Sportuhren mit Navigation sind sehr hilfreich, wenn du dich auf unbekanntes Terrain wagst. Zeit ist nicht wichtig auf den Trails Vergiss Tempo, an manchen anspruchsvollen Trailpassagen kannst du schon mal für wenige Kilometer eine Stunde benötigen. Immer die Konzentration auf den Untergrund lenken. Richte deinen Blick vorausschauend ein paar Meter vor deine Füße, um das Gelände abzuschätzen. Steigerungen anfangs nur moderat einbauen. Sei vorbereitet, dass du schneller außer Atem kommst, aber das ist normal. Das Runnershigh ist dir aber sicher, wenn du oben angekommen bist. Wie bereits erwähnt schnelles Gehen oder Wandern (Speedhiking) ist Teil der Disziplin, also keine Furcht davor. Trailrunning macht fit und gute Laune. Nachfolgend nehme ich dich noch kurz mit auf die Trails von Naturns und zeige dir ein paar Impressionen vom ersten Hike & Trail Camp im Mai 2022. Die zusätzlichen Programmpunkte wie das morgendliche Yoga & die Aqua-Jogging Einheit und das Abendprogramm erwähne ich aufgrund des Themas "Trailrunning" hier nicht ausführlich. Die Ausschreibung zu den " Hike & Trail Days in Naturns" mit detailliertem Programm kannst du in der gesetzten Verlinkung nachlesen. Das Konzept ist einfach, wir bieten vier Tage Spaß und neue Erfahrungen in und über Naturns, Trailrun und Genusswandern je nach Bedarf. Die Teilnehmerinnen können jederzeit entscheiden, welcher Gruppe sie sich anschließen. Mein Part ist alles rund um das Thema Trailrunning und wie gesagt, ich möchte das noch ganz viele Frauen diese Welt kennenlernen und sich trauen die Berge für sich zu erobern. Rückblick auf die ersten Hike & Trails Days in Naturns Insgesamt waren 15 Teilnehmerinnen beim ersten Camp dabei. Einige kannten sich bereits und somit gab es wenig Berührungsängste und die Stimmung war von der ersten Minute an sehr angenehm und kommunikativ. Die vier Tage waren mit Anreise am Donnerstag bis Mittag und Abreise am Sonntag ab Mittag (12. bis 15. Mai 2022). Trail zum Wallburgboden Am ersten Tag (Donnerstag) ging es nach unserer Anreise dann nachmittags auf eine kleine Erkundungstour zum Kraftplatz und Aussichtspunkt Wallburgboden. Die Strecke ist angenehm zu laufen mit leichten Anstiegen und wunderbaren Ausblicken auf Naturns und über das Vinschgau. Insgesamt liefen wir 7 Kilometer und überwanden dabei etwas mehr als 200 HM. Für den Einstieg war dies die richtige Tour und auch für die Anfängerinnen sehr gut geeignet. Trail von Schloss Juval über den Tscharser und Stabener Waalweg Am zweiten Tag ging es direkt nach Yoga an der St. Prokuluskirche und dem Frühstück zum Schloss Juval. Dort gab es, nur für uns, eine außerordentliche Schlossführung und wir trafen dabei auf den Schlossherrn und Extrembergsteiger Reinhold Messner persönlich. Danach ging es mit den Überraschungen weiter und wir durften Dani Jung, den bekannten und sehr erfolgreichen Südtiroler Trailrunner, kennenlernen. Er begleitete uns auf unserer Tour vom Schloss Juval über den Tscharser und Stabener Waalweg bis zur Radbar, direkt am Vinschgauer Radweg nach Naturns. Auch dieser Trailrun war für Anfängerinnen sehr gut geeignet. Dani gab den Teilnehmerinnen viele Tipps für das Berglaufen und auch zur Ernährung bzw. Verpflegung während Wettkämpfen. Die Strecke an den Waalwegen ist beliebig erweiterbar. Wir sind ca. 12 Kilometer mit 300 HM gelaufen inkl. Rückweg nach Naturns über den Radweg. Abends kochten wir gemeinsam mit zwei lokalen Bäuerinnen Brennnessel- und Käseknödel im Pfarrsaal. Wir fielen alle abends müde, aber sehr glücklich ins Bett. Trail am Sonnenberg von Naturns nach Partschins Der dritte Tag begann mit einer Aquafitness Einheit und Frühstück. Wir starteten gegen 9 Uhr auf die längste Tour unseres viertägigen Aufenthaltes. Diese führte uns über den Meraner Höhenweg von Naturns über die 1000 Stufen Schlucht, zwei imposanten Hängebrücken, die Jausenstation Dursterhof, den Partschinser Wasserfall nach Partschins. Die Strecke ist mit 16 km und 1.400 HM allerdings nicht mehr für Trailrun-Einsteigerinnen geeignet und wir waren eine entsprechend kleinere Gruppe an diesem Tag. Die Wandergruppe war auf dem gleichen Weg unterwegs, wanderte und nutzte auch die Seilbahnen. Dank der vorhandenen Seilbahnen (Seilbahn Unterstell und Texelbahn) können einige Höhenmeter eingespart werden. Der Sonnenberg, auf dem wir unterwegs waren, ist der Hausberg von Naturns und man kann direkt vom Hotel aus einsteigen. Generell sind alle Strecken sehr gut erreichbar und das macht einen aktiven Urlaub in der Region easy going. Der Sonnenberg ist sonnenverwöhnt und schon frühzeitig im Jahr schneefrei. Den Abend ließen wir in einem Restaurant mit Pizza oder Pasta ausklingen und es ging frühzeitig ins Bett. Der nächste und letzte Tag sollte sehr früh starten. Sonnenaufgangswanderung zum Orenknott Der Wecker klingelte um 3 Uhr und es stand eine Sonnenaufgangstour auf den Orenknott auf dem Programm. Der Gipfel befindet sich auf einer Höhe von 2.258 m. Wir wurden um 3:30 Uhr vom Shuttle abgeholt und zum Ausgangspunkt der Wanderung (Hochforch) gefahren. Wir starteten gegen 4 Uhr, die Sonne sollte gegen 5:30 Uhr aufgehen. Der Aufstieg ist sehr steil, 650 HM auf einer Länge von ca. 2,5 km. Nach gut 75 Minuten erreichten wir den Gipfel. Es gibt noch die Möglichkeit die Strecke etwas abzukürzen. Weiter unten bei der Orenalm befindet sich ein offenes Plateau, das auch einen tollen Blick auf den Sonnenaufgang bietet. Bis hier sind es nur ca. 300 HM. Diese Tour war auch ein Highlight. Wir hatten das Glück über den Wolken zu stehen und die Stimmung war an diesem Morgen einzigartig. Danach stiegen wir zur Giggelberg Alm ab, frühstückten dort, bevor es zurück zum Treffpunkt und unserem Shuttle ging. Insgesamt sind wir 7 km und 650 HM gewandert. Danach checkten wir aus dem Hotel Belvedere aus und fuhren alle mit einem Gepäck voller schöner Erlebnisse heim. Die vier Tage Trailrunning für Frauen waren ereignisreich wie eine ganze Woche. Jeder einzelne Programmpunkt war sehr gut durch den Tourismusverband organisiert und wir genossen alles. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Camp, dass voraussichtlich vom 04.-07.05.2023 stattfinden wird. Außerdem hoffe ich, dass ich dir hiermit etwas Mut machen konnte, Trailrunning zu probieren, denn Trailrunning für Frauen ist etwas Wunderbares. Sei dir sicher, es wird gut. Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Camp in Naturns und ich freue mich dich dann dort zu begrüßen. Hinweis: Das Frauen Trailcamp wird von Naturns ausgerichtet und unterstützt. Wir, Katja Wegener (Wanderguide) und ich sind Ideengeber, die Reiseleitung & Guides vor Ort und organisieren dieses Event mit. Es beinhaltet somit Werbung, es handelt sich aber dennoch um meine eigene Meinung.
- Transalpine Run 2022 - Klappe, die Zweite
Heute ist es soweit. Ich verkünde mein sportliches Ziel für das Jahr 2022. Glaubt mir, vor diesem Vorhaben habe ich einen Riesenrespekt. Kurz und knapp gesagt, ich werde zusammen mit meiner Freundin Iris den Transalpine Run (kurz TAR) laufen. Falls du mir schon einige Jahre folgst hast du sicher die Up and Downs bei meiner ersten Teilnahme des TAR 2016 als Rookie miterlebt. Es war damals ein Wettkampf, der mich sehr an meine Grenzen geführt hat. Ich wollte das nie wieder erleben. Einige Fehler in der Vorbereitung und auch die noch nicht vorhandene mentale Härte, waren nicht die besten Voraussetzungen, dass es ein Rennen zum Genießen hätte werden können. Wenn ich heute an den TAR 2016 denke, denke ich sofort an meinen Zieleinlauf bei der 6. Etappe. Ich hatte geweint vor Erschöpfung und wollte keinen Meter weiter. Das Gefühl der Aufgabe war damals sehr groß. Komischerweise stand ich am nächsten Tag trotzdem wieder in der Startaufstellung und schlussendlich hatte ich das Rennen, damals mit meinem Laufpartner Geo, auch nach sieben Etappen erfolgreich beendet. Eine Zusammenfassung zum Transalpine Run 2016 findet ihr in der Verlinkung. Dieses Mal soll es anders werden und ich möchte dir und mir Mut machen, die Komfortzone zu verlassen, um am Ende zu sagen, es war geil. Auch möchte ich mit dem Transalpine Run Frieden schließen, denn diese Veranstaltung wird mit sehr viel Liebe organisiert. Man spricht auch immer wieder von der TAR Familie. Es kommen beim TAR verrückte, ambitionierte, aber auch ganz normale Läufer/innen zusammen, dass möchte ich dieses Jahr einfach etwas genießen und eine Woche mit Gleichgesinnten verbringen. Wie gesagt, das Erlebte gab mir das Gefühl, die Alpenüberquerung nie wieder angehen zu wollen. Allerdings gibt es eine Person, die mich letztes Jahr gefragt hatte und ich habe komischerweise sofort zugesagt. Auch kann ich mir keine andere Partnerin vorstellen, mit der ich dieses Unterfangen nochmals angehen würde. So und nun sitze ich hier vor meinem PC, posaune diese Nachricht raus und es gibt kein Zurück mehr. Ich bin einerseits sauer auf meine spontane Zusage, aber andererseits bin ich eine Kämpferin und ich weiß was 2016 alles schiefgelaufen ist. Daher, Transalpine Run, Klappe die Zweite: wird hoffentlich ein Lauf für die Erinnerungen und hoffentlich natürlich auch mit abermals erfolgreichem Zieleinlauf. Ein paar Informationen zum Etappenlauf - Transalpine Run 2022 Bevor wir mit dem ganzen Training anfangen, erzähle ich euch noch etwas zum Transalpine Run selbst. Es ist der Lauf der Läufe, einmal über die Alpen. Ich glaube jede/r Trailrunner(in) liebäugelt mindestens einmal im Leben an den Start zu gehen. Aber einfach ist die Teilnahme nicht. 2022 erwarten die Teilnehmer 290 Gesamtkilometer und 17.320 Höhenmeter im Aufstieg. Der Start erfolgt in Garmisch-Partenkirchen und das Ziel befindet sich in Vals (Italien). Insgesamt gibt es 8 Etappen (8 Lauftage), die allesamt in meinem Empfinden kein Zuckerschlecken werden. Im Übrigen sagt Plan B, dass es in diesem Jahr die bisher wohl anspruchsvollste Ausgabe bisher geben wird und dabei überschreiten die Teilnehmer die 3.000er Grenze mehrmals. Beim TAR kann man sich nur im 2er Team anmelden und mit dabei sind maximal 300 Teams. Einzelstarter sind deshalb nicht zugelassen. Wer erst mal TAR-Luft schnuppern will, kann sich beim RUN2 anmelden (ca. 70 km / 4.000 HM) und läuft somit die ersten zwei Etappen mit. Und los geht der Spaß am 03. September 2022. Wenn ich das jetzt so lese, kommen mir die geforderten Distanzen wieder sehr irre vor. Meinen Respekt hat dieser Etappenlauf auf jeden Fall. Aber eines muss ich euch hier auch sagen, wer nichts wagt, der nicht gewinnt. Jede Herausforderung bringt immer etwas Gutes mit sich. Vielleicht kann ich Jemanden von euch ja auf meiner diesjährigen Reise inspirieren, sich ebenso einer persönlichen Herausforderung, wie auch immer diese aussieht, zu stellen. Meine TAR Teampartnerin Ich stelle euch erst mal Iris vor. In Instagram findet ihr sie unter Iris_und_Bertl. Iris und ich haben uns Ende 2015 auch über Instagram kennengelernt. Wir sind beide aus München und persönlich haben wir uns das erste Mal beim Nikolauslauf im Olympiapark gesehen. Verstanden haben wir uns sofort sehr gut und sind seitdem beste Freundinnen und laufen gern zusammen. 2016 haben wir beide, unabhängig voneinander, auch Trailrunning für uns entdeckt. Während ich 2016 den TAR gelaufen bin, hat Iris den TAR 2017 erfolgreich gefinished. Wenn ich Iris frage, wie sie den Transalpine Run erlebt hat, hat sie die Veranstaltung mit Höhen und Tiefen erlebt, aber unterm Strich als Herausforderung mit positiven Gefühlen. Ein Grund für mich das Abenteuer der Alpenüberquerung nochmals mit ihr in Angriff zu nehmen und mit hoffentlich positivem Gefühl abzuschließen. Wir beide werden in der Kategorie Master Women starten, was bedeutet das wir gemeinsam über 80 Jahre alt sind. Ein Reminder an alle Wenn wir regelmäßig nur 1% etwas ändern oder unsere Komfortzone verlassen, werden wir in der Dauer gesehen eine riesige Veränderung schaffen. Daran glaube ich sehr und so soll auch unser Training sich gestalten, nicht zu verbissen, aber strategisch und sinnvoll. Training für den Transalpine Run 2022 Als ich 2016 am ersten Tag an der Startlinie stand, war ich voller Vorfreude, aber auch etwas naiv, denn manchmal nehme ich Herausforderungen an, ohne mir wirklich einen Kopf darüber zu machen. Bereits ab der zweiten Etappe kamen die ersten Zweifel auf. Ab der dritten und längsten Etappe wurde es schwer teilweise die technischen und sehr langsamen Abschnitte mental durchzuhalten. Ich war überfordert. Nach über 12 Stunden kam ich am 3. Tag ins Ziel und realisierte, dass der TAR kein Kinderspiel ist. Mit vielen Höhen und Tiefen kämpfte ich mich zwar ins Ziel, damals in Brixen, aber verlor danach für einige Zeit die Motivation. Das möchte ich dieses Mal unbedingt vermeiden und richte entsprechend mein Training daran aus. Der Plan ist viel mehr Höhenmeter mitzunehmen. Ganz so leicht gestaltet sich das allerdings nicht, wenn man im Herzen von München lebt. Nichtsdestotrotz nehme ich die Challenge an und werde regelmäßig in den nächsten Wochen vor der Arbeit mehrere Male den Olympiaberg hochlaufen. So sollte ich auch unter der Woche einige Höhenmeter zusammen bekommen. Die Wochenenden werden wir sowieso in den Bergen verbringen. Auch die Belastung an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen wird dieses Mal forciert. Ich glaube, das war auch der größte Fehler 2016, denn nur an den Wochenenden trainieren, ist wirklich zu wenig. Kurz gesagt, sieht unser Trainingsplan folgendes vor: - mehr Höhenmeter - mehrere Tage am Stück Belastung - Longruns im Gelände - Teilnahme an Wettkämpfen zur Stärkung der mentalen Härte und Erfahrungswerten - Optimierung Ernährung im Alltag, aber auch während des Wettkampfes. Hier heißt es testen, testen und testen. Wir beide haben bisher immer zu wenig gegessen und da sehe ich sehr großes Potential. - Training auf wechselhafter Geländebeschaffenheit - Tempohärte und mentale Stärke (mehrmals Oplympiaberg hochlaufen) - Training und Einsatz von Trailstöcken Unser Ziel beim TAR - Gesund ankommen - Genießen und eher Tempo rausnehmen, als immer alles geben und evtl. vorzeitiges Abbrechen riskieren. - Panorama wahrnehmen, das nehme ich nämlich tatsächlich bei manchen Rennen weniger wahr - Gemeinsame Zeit verbringen, denn Iris und ich werden 8 Tage lang, täglich 24 Stunden beieinander sein. Ob sie mich so lange erträgt? - Komfortzone verlassen, Herausforderung annehmen, aber mental und körperlich nicht überlasten - Optimale Vorbereitung, mal nicht einfach machen, sondern vorbereiten und mit Kopf die ganze Sache angehen. - Dinge im Voraus planen Gedanken zum Transalpine Run 2022 Der Transalpine Run wird sicher wieder ein großes Fest werden, dieses Mal möchte ich aber mit von der Partie sein, ich will feiern, ich will netzwerken, ich will auch mal die Sonne im Ziel genießen, ich will nicht schnell schnell von einem Ort zum anderen hechten wie 2016. Ehrlicherweise muss ich aktuell aber auch sagen, an manchen Tagen bin ich voller Vorfreude und an anderen wiederum empfinde ich leicht Panik in mir. Ob es den anderen Teilnehmern auch so geht? Ich hoffe es doch. Jeden Morgen sehr früh aufstehen, Sachen zusammenpacken, Zähne putzen, schnell was frühstücken und wiederum an den Start gehen, hört sich doch anstrengend an, oder? Wenn ich mir den Durchschnitt der Gesamtstrecke ausrechne, müssen wir täglich 36 km und knapp 2.200 HM überwinden und die Beine werden von Tag zu Tag schwerer. Ich höre heute noch die morgendliche Highway To Hell Hymne, die uns 2016 jeden Tag auf die Strecke schickte, möchte sagen, das wird uns schon motivieren. Ich bin gespannt, wie Iris und ich als Team harmonieren, ich glaube das passt. Das Erlebte wird uns sicher zusammenschweißen. Ganz wichtig ist, dass wir beide bis September gesund bleiben und hoffentlich auch verletzungsfrei die acht Etappen meistern. Ein bisschen Zweifel habe ich noch im Bezug auf die Zeitlimits, den die hatten es 2016 in sich. Ich denke heute noch oft an den Moment, als wir während der 6. Etappe drei Minuten vorm Zeitlimit die Messstelle an irgendeiner Verpflegungsstelle überquerten. Das Gefühl war nicht schön. Deswegen war das auch einer meiner härtesten Lauftage in meinem bisherigen Leben. Eines wird der Transalpine Run 2022 aber sicher tun, uns weg vom Alltag bringen. 8 Tage Auszeit in den Bergen und im Moment leben mit tollen Begegnungen rund um die TAR Familie. Darauf freue ich mich besonders. Und am Ende möchte ich sagen: Es war geil und dabei Tränen fließen lassen aus Freude. Let‘s get out of comfortzone, let‘s get the journey started! Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei seid, Iris und mich unterstützt. Daumen drücken ist angesagt. Nachrichten sind sicher auch eine schöne Möglichkeit uns zu supporten. Und noch mehr würde ich mich freuen, wenn ich euch motiviere, die eigenen Grenzen auszutesten und zu erweitern, bei was auch immer! Noch ein Hinweis, falls du jemanden beim Transalpine Run 2022 begleiten möchtest, dann habe ich einen Blogbeitrag aus Sicht einer Begleitperson geschrieben , unbedingt lesen. Ich habe ein Team 2017 & 2018 als Supporterin begleitet und das war eine ganz besondere Erfahrung, die ich gerne niedergeschrieben habe.
- Tourentipp: Die Umrundung des Königssee
Ich hoffe, dass jeder von euch eine Bucket List hat mit Zielen, die er irgendwann besuchen und abhaken will? Ich habe nämlich so eine Liste und freue mich immer sehr, wenn ich die eine oder andere Herausforderung / Ziel von der Liste streichen kann. Der Königssee steht schon länger auf meiner Wunschliste Bei meinem heutigen Beitrag geht es um die Umrundung des Königssee. Dabei geht es unter anderem nicht nur um das Ziel, sondern es ist die Herausforderung der Umrundung des Königssee. Dieses Vorhaben gehört sicher zu den anspruchsvollen Vorhaben in den bayerischen Alpen und deswegen möchte ich hier ein paar Informationen niederschreiben. Außerdem beschreibe ich die Tour als Trailrunning Tour, eine Wanderung benötigt viel mehr Zeit und du solltest dann evtl. eine Übernachtung in einer der Almen, die um den See liegen, einplanen. Ein Tourenabbruch ist in St. Bartholomä (Kilometer 11) und am Obersee (Kilometer 18) möglich, indem du einfach das Boot zurück nach Schönau nimmst. Daher empfehle ich auch, genügend Geld dabei zu haben für ein Rückfahrtticket. Aber wir gehen jetzt einfach mal davon aus, dass die Umrundung des Königssee einfach klappt. Eine "sehr" gute Fitness ist allerdings Voraussetzung für dieses Vorhaben. Vorab die Tour ist auch nichts für Anfänger oder Personen mit wenig Trittsicherheit. Der Rinnkendlsteig und der Kaunersteig sind ambitioniert und eine gewisse Vorsicht ist erforderlich . Daher sollte sich bitte jeder selbst gut einschätzen können. Der Königssee ist, wie der Name schon sagt, der König der Seen. Für mich einer der schönsten und abenteuerlichsten Seen in Bayern. Er liegt im Berchtesgadener Land und ist umgeben von ganz vielen Bergen. Einer der bekanntesten ist sicherlich der Watzmann. Tourbeschreibung Umrundung des Königssee Wir starten in Schönau am Parkplatz. Ab München solltest du mindestens zwei Stunden für die Anfahrt einplanen, in der Ferienzeit etwas mehr. Der Königssee ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel und desto früher du in Schönau bist, desto besser. Außerdem empfehle ich generell früh zu starten, da die Umrundung des Königssee schon einige Stunden in Anspruch nimmt. Die Anreise mit dem Auto ist empfehlenswert. Wir fahren über die A8 von München Richtung Salzburg und nehmen die Ausfahrt Bad Reichenhall. Achtung nicht an der Ausfahrt vorbeifahren, sonst kommst du auf die österreichische Autobahn und dort herrscht Vignettenpflicht. Ist uns leider schon passiert, deswegen erwähne ich es kurz, denn das wird teuer. Die Koordinaten zum Parkplatz in Schönau , verlinke ich über Googlemaps. Erstes Zwischenziel: Die Archenkanzel Vom Parkplatz starten wir Richtung Bootsanlegestelle und laufen daran vorbei. Unser erstes Ziel ist die Archenkanzel, dabei passieren wir auch die Kührointalm und können den Watzmann erblicken. Der Ausblick von der Archenkanzel ist einer der besten auf den Königssee, bedeutet aber ca. 5 bis 10 Minuten Umweg. Wir nehmen uns gerne die Zeit dafür und haben auch noch Glück, da wir fast allein dort sind. Weiter geht's über den Rinnkendlsteig hinab nach St Bartholomä. Ich warne mal vor, hier ist absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt und auch adäquates Schuhwerk. Auch solltest du mit mindestens einer Stunde oder sogar etwas mehr für den Abstieg rechnen, da doch einige Wanderer entgegenkommen und man hin und wieder warten muss. Von St. Bartholomä zum Obersee Unten angekommen, geht es kurz am See entlang bis du am Anlegesteg in St. Bartholomä ankommst. Eigentlich schön da, ein Biergarten lädt zum Verweilen ein oder auch Baden im Königssee wäre schön. Hier kannst du am WC Häuschen Wasser auffüllen und natürlich auch die Toilette benutzen, bevor es weiter geht. Wir laufen 1-2 km flach am See weiter und dann geht es schon in den nächsten kleineren Anstieg. Der Weg schlängelt sich serpentinenartig hoch und wir erhaschen noch einen kurzen Blick auf den Schrainbach Wasserfall . Danach müssen wir aufpassen, da der Abzweig zum Obersee nicht ausgeschildert ist und wir der Strecke auf der Garmin Uhr folgen. Der Weg ist nicht sehr bekannt und auch dadurch nicht sehr oft begangen. Dafür ein schöner Weg, den ich empfehlen kann. Zur Info, solltest du zur Schrainbachalm Hütte gelangen, bist du zu weit gelaufen. Obersee und der Kaunersteig Es geht einige Höhenmeter aufwärts und dann wieder abwärts durch Wald und wir kommen wieder an das Ufer des Königssee. Über die Rennerfaser Saletalm gelangen wir zum Obersee und damit zur letztmöglichen Ausstiegsstelle in Salet. Im Anschluss wird es nämlich anstrengend. Wir gelangen zum Kaunersteig , der über viele Serpentinen steil den Berg hinaufführt. Leicht ist der Aufstieg nicht und durch einige Seile und viele eingeschlagene Tritthaken ausgestattet. Die Wegeschwierigkeit ist übrigens mit schwarz ausgezeichnet . Das Handynetz ist komplett weg. Überhaupt ist das Netz rund um den Königssee schlecht verfügbar, was ich für Notfälle nicht so gut finde. Wir sind fast allein auf dem folgenden Abschnitt unterwegs. Bis zur Gotzenalm sind es ca. 5 km und wir überwinden dabei über 1.000 Höhenmeter. Die Passage ist herrlich, aber nicht einfach und du solltest fit sein. Von der Gotzenalm nach Schönau An der Gotzenalm füllen wir unser Wasser nochmals auf, nehmen ein letztes Gel und von da gehen die letzten 10 Kilometer eigentlich nur noch abwärts. Der Weg ist breit und es begegnen uns viele Radfahrer und Wanderer, die sich auf dem Weg zu den Almen befinden. Rund um den Königssee sind viele Almen mit Übernachtungsmöglichkeiten, aber früh buchen ist essenziell. Die letzten Kilometer sind nicht mehr die schönsten, aber dennoch gibt es hin und wieder tolle Ausblicke. Nach knapp 1 1/2 Stunden Downhill kommen wir auch am Parkplatz an. Es rollt sich da einfach nur noch runter, eigentlich will man auch nur noch ins Ziel, aber krachen kann ich es nicht mehr lassen, nach den vielen vorherigen Kilometern und Höhenmetern. Die Beine sind müde. Die Strecke (GPX Datei) kannst du einfach über mein Strava Account downloaden, hier geht es zur Tour Umrundung des Königssee . Wir haben den Königssee in 7,5 Stunden umrundet. Dabei sind 36 Kilometer und 2.500 Höhenmeter zusammengekommen. Es gibt allerdings unterschiedliche Strecken, die um den Königssee führen. Wir haben uns für die Kürzeste entschieden, die herausfordernd genug ist und ein außergewöhnliches Erlebnis dazu. Ich habe den Trailrun um den Königssee in der Vorbereitung zum Transalpine Run ganz bewusst eingeplant, um die abwechslungsreichen Wegbeschaffenheiten zu üben und kurz vorher nochmals mehr als 2.000 HM zu überwinden. Meine Blogbeiträge zum Transalpine Run findest du auch auf dem Blog. Mein sportliches Ziel 2022 - der Transalpine Run und Teampartner, Ernährung und Training für den Transalpine Run . Fazit zur Umrundung des Königssee Die Umrundung des Königssee ist ein absolutes Highlight und ein Must See. Die Tour ist oft einsam und die Ausblicke sind wunderschön. An den Hauptpunkten, wo die Boote anlegen / ablegen, trifft man schon auf Massentourismus. Ich muss aber auch sagen, dass es mich wenig gestört hat, da wir ja laufend unterwegs waren. Die meisten Touristen befinden sich rund um die Boote und Almen und sobald man etwas weiterläuft, ist man schnell allein unterwegs. Auch wenn die Umrundung des Königssee keinen Gipfel vorsieht, gibt es viele andere tolle Eindrücke. Die Strecke ist vielfältig, es geht hoch und runter, flach oder über klettersteigsartige Passagen. Unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten erfreuen einen Trailrunner/in, wir laufen über Forststraßen, Wiesen, Wald- & Wurzelwege. Langweilig wird es nie. Als Highlight haben wir unterwegs sogar ein Murmeltier gespottet und der Blick aufs Steinerne Meer ist ebenso nicht uncool. Noch ein Hinweis: Die beste Zeit für die Tour ist, wenn es trocken ist. Da macht es auch am meisten Spaß und schöne Bilder gibt es dazu. Wie sieht es aus? Hast du Lust bekommen, selbst den Königssee mal zu umrunden?
- Und es geht doch - Mein Transalpine-Run 2022
Let's get out of comfort zone - Ich laufe über die Alpen beim Transalpine-Run 2022 Ich glaube, viele Menschen fühlen sich im Alltag oft gelangweilt. Tägliche Routine, die gleiche Abläufe vorsehen. Dadurch bleiben die Menschen auch gerne in Ihrer Komfortzone, ist ja easy und man weiß was zu tun ist. Mir geht es in vielen Situationen ähnlich. Allerdings bietet mir das Laufen eine Möglichkeit, mich meinen Abenteuern zu stellen und hin und wieder die Komfortzone zu verlassen. Die Dinge anders zu machen und Neues auszuprobieren. Erwähnenswert ist auch das Eisbaden im Winter , dabei muss ich mich schon sehr überwinden, um mich ins kalte Wasser zu wagen. Im Alltag wähle ich oft den einfacheren Weg. Dinge, die mir Angst machen oder unbequem sind, umgehe ich gern. Ein solches "Ding" war tatsächlich der Transalpine-Run in den letzten 6 Jahren für mich. Wie du sicherlich schon gelesen hast, ich verlinke gern nochmals meinen Blogbeitrag zum TAR 2016 , war meine Teilnahme 2016 eine Katastrophe. Nie wieder wollte ich meine Komfortzone in solchen Maßen verlassen und ich wollte auch nie wieder aus Verzweiflung Tränen vergießen. Nun gut, dieses Jahr stellte ich mich erneut der Herausforderung, den Transalpine Run ein zweites Mal zu laufen. Bis zum Start hatte ich große Zweifel, ob ich das zweite Mal die Alpenüberquerung schaffen würde. Ich fragte mich, ob ich hin und wieder den Genießer-Modus einschalten könne. Allerdings bis der Gedanke: „Du kannst das" im Kopf ankam, dauerte es. Deshalb stand ich mit Zweifel, aber auch mit starkem Willen am 03. September 2022 an der Startlinie in Garmisch-Partenkirchen. Nachfolgend möchte ich kurz die acht Tages-Etappen anreißen und Details zu den Strecken nennen. Um es vorwegzunehmen, die ursprünglich geplanten 286 km + 17.000 Höhenmeter (kurz Hm) wurden aufgrund diverser Wetterkapriolen gekürzt und somit sind wir am Ende "nur" ca. 240 Km / 15.000 Hm gelaufen. Das hat aber die Herausforderung nicht geschmälert, aber nachfolgend mehr dazu. Es geht los - Etappe 1: Garmisch - Nassereith Der Startschuss fiel 8 Uhr. Ein erstes Mal ertönte die tägliche TAR Hymne "Highway to Hell". Da wir spät dran waren, mussten wir auch von hinten loslaufen. Der erste Tag führte uns um das Zugspitzmassiv, dabei liefen wir 43,6 km und 2.350 HM. Meine Teampartnerin Iris und ich brauchten 07:21 Stunden. Es ist die Etappe mit den lustigsten Begegnungen und viel Sonnenschein. Unsere Freundinnen Caro und Helma überraschten uns an der Strecke, hatten dabei aber Masken mit unseren Haustieren aufgesetzt. Bei Iris war es ihr Hund Bertl und bei mir mein Kater Paul. Ich musste dreimal schauen, um zu verstehen, wer da steht. Eine witzige Idee und wir waren danach motiviert für die letzten Kilometer. Der erste Downhill der Woche war ein hartes Brett für mich. Die Untergründe wechselten, meine Konzentration bei 100%, um unverletzt bzw. unfallfrei ins Ziel zu gelangen. Das gelang mir auch. Im Ziel wartete schon mein Freund Marcel auf uns, der den RUN2 (die ersten zwei Etappen) mitlief. Ich freute mich sehr als wir in Nassereith ankamen. Die Erste von acht Etappen war auf jeden Fall ein Fest und meine Zweifel wurden kleiner. Wir erreichten die Ziellinie als 10. Team in der Master Women Kategorie. Ich finde die Trailfurther Girls (unser Teamname) hatten den ersten Tag mal so richtig gerockt, mit viel Spaß. Ist das geil - Etappe 2: Nassereith - Imst Die bevorstehende Strecke kannte meine Teampartnerin Iris schon, es standen Teile des Tschirgant Sky Runs an und sie stimmte mich schon mal auf spektakuläre Aussichten ein. Sie sollte Recht behalten. Von Anfang an hatte mir die Strecke gefallen. Die Aufstiege waren gut verteilt und ich hatte einen lockeren Tag, also bis zum Downhill am Schluss. Insgesamt waren es 31,4 km und knapp 2.000 Hm. Der Aufstieg zum Zwölferkopf war mein absolutes Highlight, es wurde zu meinem Glücksmoment und ich glaube auch die schönste Erinnerung der ganzen Woche. Ich hatte Tränen in den Augen, war dankbarer denn je und genoss das wirklich herrliche Panorama, die Stimmung und Anfeuerungsrufe der Zuschauer oben vom Gipfel, die uns kilometerweit trugen und motivierten. Der erste Teil des Downhills war sehr technisch, wir befanden uns in einer Mädelsgruppe und überholten sogar das ein oder andere Männerteam. Das spornte an. Irgendwann mussten wir die schnellen Mädels allerdings ziehen lassen. Über die Forstwege wurde ich bedeutend langsamer und entsprechend frustriert kam ich deshalb ins Ziel. Den Frust hatte ich aber auch schnell wieder vergessen. Wir schafften an diesem Tag den 7. Platz in unserer Kategorie. Die Sonne schien und wir genossen einen sehr warmen September Nachmittag. Locker flockig über die Ultrastrecke - Etappe 3: Imst - Mandarfen Die längste Etappe stand auf dem Plan. Die Angst war wieder da. 2016 fluchte und kämpfte ich mich über 12 Stunden auf der über 50 km langen Ultra-Etappe durch. Ich war damals mehrmals der Aufgabe sehr nahe. Und dann gibt es diese Tage, die sind dann einfach besser als gedacht. Meine Tagesform war super, natürlich hat man auf einer so langen Strecke diverse Up- und Downs, aber das ist auch normal. Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass es ein einfach schöner Ultra war. Unterwegs konnte ich an diesem Tag mit einigen Teams interessante Gespräche führen (z.B. Wie trainiert man auf den TAR, wenn man in Rostock wohnt?). Ich war fit bis zum Schluss. Auf den letzten 5 Kilometern überholten wir sogar ein Frauenteam, das in der Wertung vor uns rangierte, da war ich sofort wieder im Wettkampfmodus. Nach 09:35 Std, 54,3 km und 2.900 Hm erreichten wir Mandarfen relativ relaxt und selbstbewusst. Ich bin beeindruckt, was mein Körper alles leisten kann, satte 2,5 Stunden schneller als noch sechs Jahre zuvor. Du kannst dir nicht vorstellen, wie schön sich das anfühlte. Nach den ersten drei Etappen sind wir mittlerweile Südtirol auch schon um einiges näher gekommen. Die Kurze - Etappe 4: Bergsprint Rifflsee und Erholungstag Wir konnten etwas ausschlafen und ein gemütliches Frühstück genießen. Hört sich nach Urlaub an, oder was meinst du? Ich freute mich auf den vierten Tag sehr. Es stand die sogenannte Bergsprint-Etappe (7,2 km / 690 HM) an. Dafür mussten wir keine Pflichtausrüstung packen und unser Start war für 10:36:30 Uhr terminiert. Laut Regeln starteten die langsamsten Teams an diesem Tag zuerst, erstes Team um 10 Uhr und das schnellste Team wurde als letztes auf die Strecke geschickt (jede 15 Sekunden). Die Teams durften dieses Mal getrennt laufen, ansonsten galt ja die ganze Woche die 2-Minuten-Regel. Ich war etwas zügiger unterwegs als Iris. Alles in allem aber auch nur drei Minuten Unterschied. Nach einem Kilometer flachem Einlaufen begann direkt der Aufstieg, knappe 700 HM lagen vor uns, bevor wir den ersten Blick auf den Rifflsee erhaschen konnten. Es folgten weitere zwei bis drei Kilometer um den Rifflesee herum und dann ging es schon ins Ziel mit einem nochmals kleinen, aber fiesen Anstieg zur Sunna Alm. Ich hatte mir 01:15 Std als Ziel gesetzt, am Ende leider verpasst mit 01:16 Std. Lange hielten wir uns nicht im Zielbereich auf, fuhren mit der Bergbahn ins Tal und ruhten uns den Rest des Tages aus. Vom Hubschrauber verweht - Etappe 5: Mandarfen - Obergurgl Es ist der Tag angebrochen, an dem ich mein Lieblings Cappi verlor. Der Start der fünften Etappe wurde wegen des Wetters um 1,5 Stunden vorverlegt. Um 6:30 Uhr sollte der Startschuss erfolgen. 4 Uhr aufstehen war aber kein Problem. Wir konnten sogar im Hotel noch ein schnelles Frühstück zu uns nehmen. Es stand eine anstrengende Etappe auf dem Plan. Der erste Anstieg zur Braunschweiger Hütte und zum Pitztaler Jöchl sollte über 1.200 Hm sein. Ich kannte die Strecke schon und erinnerte mich, es wird alpin, aber lohnenswert. Wir erreichten knapp die 3.000 m Marke am Pitztaler Jöchl. Am Gipfel staute es sich allerdings und ein Hubschrauber gesellte sich dazu. Bis ich die Situation begriffen hatte, vergingen 1 bis 2 Minuten. Eine Teilnehmerin erlitt einen Schwächeanfall bzw. Zusammenbruch, war in Rettungsdecken gepackt und sollte vom Rettungshubschrauber herausgeflogen werden. Krasse Erfahrung, sag ich dir. Nach einigen Minuten konnten wir weiter absteigen, ein sehr technischer Abschnitt folgte, durch die Nässe auch sehr glatt. In diesem Moment flog der Hubschrauber maximal 10 Meter über mich hinweg und wehte dabei mein Cappi vom Kopf. Ich war traurig, aber zu retten war es leider nicht mehr. Wir erreichten die erste Verpflegungsstation 20 Minuten vor Cutoff und gerieten das erste Mal etwas in Hektik. Es folgte ein einfacher Downhill, sanfte trailige Pfade, Waldabschnitte und ein paar Gegenanstiege. Die Strecke zog sich insgesamt etwas, 37,7 km und 2.600 HM. Der Abstieg nach Obergurgl war technisch interessant, aber eindeutig auch mit spektakulären Blicken gespickt. Nach 07:59 Std erreichten wir das Ziel durchnässt, ich mit einer Spur Anstrengung im Gesicht, aber doch glücklich. Übrigens, das Cappi ist nicht mehr bestellbar. Wenn du es irgendwo entdeckst (gebraucht oder neu), ich bin dankbar für jeden Tipp. WM Feeling - Etappe 6: Obergurgl - Neustift Was soll ich sagen, die nächsten zwei Tage waren mit Änderungen versehen. Das Wetter in den Bergen wurde schlechter und die 6. Etappe von Obergurgl nach Neustift konnte nicht wie geplant gelaufen werden. Sie wurde komplett von Plan B abgesagt und es wurde eine Alternativstrecke aus dem Boden gestampft. Die Prognosen waren äußerst dramatisch und dementsprechend war die Entscheidung für uns alle auch vollkommen in Ordnung. Am Morgen wurden alle TeilnehmerInnen mit Bussen ins Stubaital / Neustift gefahren. Wir konnten direkt in unsere Unterkunft einchecken, bevor es am Nachmittag zum Austragungsort der Alternativstrecke ging. Der Plan war, die Trail- und Berglauf WM Strecke für 2023 ( Stubai Vertical ) zu laufen. Es warteten somit zwar nur 13 km / 1.050 Hm auf uns, aber ich freute mich riesig drauf. Hallo WM Strecke ! Um 14 Uhr sollte es losgehen und pünktlich kam auch die Sonne raus. Wir liefen los, enge Passagen bremsten uns etwas aus. Aber das Highlight war der gnadenlose Anstieg über eine Skipiste hoch zur Elferhütte. Ich liebe solche Passagen. Hart und gnadenlos und etwas aus der Komfortzone raus , das tut so gut. An der Elferhütte war der Wendepunkt und es ging wieder über tausend Höhenmeter runter. Ich lief den Downhill meines Lebens. Iris sagte mir im Nachhinein: "Ich hatte so Angst um dich." Es war für meine Verhältnisse wirklich schnell, ich hatte einen Flow und lief Iris einfach nur hinterher. Aber es musste kommen, wie es sollte, kurz vor dem Ziel knickte ich an einer harmlosen Stelle einfach um. Tränen liefen mir sofort das Gesicht runter und ich dachte der Transalpine-Run ist hiermit beendet. Die letzten Meter rannte ich noch ins Ziel und stolperte sofort zur Medical Crew ins Zelt rein. Dort wurde ich versorgt, bekam ein Kühlpack (Kältekompresse) und beruhigte mich erst mal. Am Abend blieben wir in unserer Unterkunft. Ich war eigentlich sicher, obwohl mein Knöchel dick war, am nächsten Tag würde ich wieder an der Startlinie stehen. Abbruch - Etappe 7: Stubaital - Gossensass (Bremer Hütte) Das Wetter blieb schlecht in den Bergen und deswegen wurde abermals ein früher Start um 06:30 Uhr angeordnet. Es war noch dunkel und der Regen kam unaufhaltsam runter. Wir waren alle müde und ich glaube, die meisten wären gern im Bett liegen geblieben. Im Startbereich stellten wir uns alle zum Schutz vor dem Dauerregen unter die aufgestellten Pavillons, eigentlich ein lustiges Bild. Ich gähnte mehrmals und suchte noch nach Motivation für die anstehende Etappe. Kurz vor 06:30 Uhr bewegten wir uns Richtung Startblock und der Renndirektor Martin Hafenmair wurde von der Bremer Hütte zugeschaltet. Er klang nicht sehr optimistisch und kündigte bereits einen eventuellen Rennabbruch an. OK, wir waren vorgewarnt, dass es nass werden würde, anspruchsvoll und vielleicht auch ein bisschen unberechenbar. Wir liefen mal los, eigentlich bestes Laufwetter. Die Luft war kühl, herbstlich und man konnte schön durchatmen. Wir schlängelten uns in einer langen Karawane den Anstieg rauf, überholen und überholt werden war nicht möglich. An Wettkampf dachte sowieso keiner zu diesem Zeitpunkt. Das Gelände wurde technischer, die Engstellen und seilversicherten Passagen nahmen zu und je weiter wir hochkamen, desto nebliger wurde es. Wir passierten die Nürnberger Hütte und es wurde Zeit, sich wärmer anzuziehen. Ich holte sogar die Handschuhe raus. Immer wieder mussten wir anstehen und warten. Das Zeitlimit lag uns im Nacken, obwohl wir uns gefühlt in der vorderen Hälfte bewegten. Der Rest ist schnell erzählt! Wir trafen am Simmingjöchl (höchster Punkt der Etappe) auf den Renndirektor Martin und er teilte uns mit, dass an der Bremer Hütte das Rennen vorbei sein würde (12 km / 1.500 HM). Traurig waren wir nicht über diese Entscheidung, sondern eher erleichtert. Mir persönlich war es sehr kalt, ich rutschte mehrmals aus und es war wahrlich kein Spaß, bei diesen Verhältnissen zu laufen. Von der Bremer Hütte mussten wir allerdings noch weitere 8 Kilometer bis ins Gschnitztal absteigen und wir kamen nur langsam voran. Von Gschnitz wurden wir abermals mit Bussen geshuttelt und erreichten Gossensass in Südtirol am frühen Nachmittag. Freundinnen - Etappe 8: Gossensass - Vals Boom! Ich stehe am letzten Tag noch gut gelaunt an der Startlinie des Transalpine Run. Kein Vergleich zum Transalpine Run 2016. Ich bin stärker als je zuvor und weiß, was ich kann. Aber die letzte Etappe sollte uns nochmals alles abverlangen. Wir mussten alle Kräfte mobilisieren, um die letzten 34 km und 2.700 Höhenmeter zu laufen. Der erste Anstieg hatte es schon mal in sich und ich merkte, dass mein Körper den "Pause Button" drücken wollte. Das Wetter war fabelhaft und wir versuchten mit dem Strom mitzuhalten, Energie regelmäßig aufzunehmen und weiter durchzuhalten. Schnell waren nur noch 1.000 Hm zu überwinden und ich dachte: "Nur noch 1 x die Rotwand rauf und wir sind im Ziel". Leider wurde mir nichts geschenkt, diese letzten Höhenmeter waren steil, zäh und kamen mir unendlich vor. Dann noch 100 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt (Sandjöchl bei 2.657 m), die waren ziemlich fies. Oben angekommen, die Erleichterung. Wir hatten über 15.000 Hm in acht Tagen überwunden. Hach und dann nur noch abwärtsrollen. Der Blick ins Grüne, aber hochalpine Tal war im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur "geil", entschuldige die Wortwahl. Ich genieße die letzten 10 Kilometer. Auf den letzten 5 Kilometer erblicke ich Marcel, der schon am Tag zuvor angereist war und uns unterstützte. Ich wollte ins Ziel: Die Woche war intensiv, die Natur einzigartig und der Support meiner Freunde und Community großartig. Nun nur noch zwei Kilometer und ich erblicke eine gelbe und mir sehr bekannte Daunenjacke! Nein, das ist jetzt nicht wahr? An der Strecke stehen meine Freundinnen Margo und Karla, ahhh ich könnte heulen. Die Zwei waren extra aus München angereist, um uns anzufeuern. Wir liefen gemeinsam weiter nach Vals Richtung Ziel. Auch Marcel war wieder bei uns. Es waren zwar nicht mehr die fluffigsten Kilometer, aber die schönsten, die man sich vorstellen kann. Beim Zieleinlauf hatte ich nur noch Tränen im Gesicht, genoss meinen/unseren Triumph und kann sagen: Wir haben es geschafft, gemeinsam über die Alpen zu laufen. An dieser Stelle, danke an alle, die so großartig mit uns mitgefiebert haben. Fazit zum Transalpine-Run 2022 Ich habe einiges mitgenommen, finde wir haben viel richtig gemacht und ich kann sagen, dass ich meinen zweiten Transalpine-Run mit einer viel besseren Vorbereitung und positiven Mindset angegangen bin. Die größten Gamechanger waren definitiv die Energieversorgung während und nach dem Wettkampf (Verpflegung mit Dextro Energy Produkten) sowie das Training und der Einsatz von Trailstöcken. Weitere Details zur Vorbereitung kannst du im Blogbeitrag " Teampartner, Ernährung und Training für den Transalpine-Run " nachlesen. Leicht war der Transalpine-Run aber auch beim zweiten Mal nicht, aber ich habe Frieden mit ihm geschlossen, genossen, gekämpft, gelitten, gelaufen und alles gegeben. Ein ganz wichtiger Punkt ist, wenn der Kopf sagt "Ich kann das nicht", wird es einfach nur ein langer, schwieriger Weg. So unfassbar lang, dass man sich nur selbst bemitleidet und oft der Aufgabe nahe ist. Ich habe gelernt, dass ich vieles erreichen kann, klar alles ist nicht möglich, aber einfach vieles und meinen Kopf versuche ich vorzugeben, daran zu glauben. So ein Etappenlauf ist ein Auf und Ab. Man fragt sich immer wieder mal: Wieso tue ich mir das eigentlich an? Und dann kommen wieder die Begegnungen und Ausblicke und ich weiß: Dafür! Neben uns, mit uns, kämpften viele andere Teams jeden Tag um das gleiche Ziel. Man fühlte sich verbunden. Das gemeinsame Erleben wurde geteilt. Manchmal, das muss ich allerdings auch zugeben, spürte ich schon etwas wie Wettkampf-Feeling, wollte schneller im Ziel sein, wollte alles geben. Das war ein komplett neues TAR Gefühl: Im Vergleich zur 2016er Teilnahme ging es damals ums nackte Überleben, dieses Mal hatte ich Spaß, fühlte mich stark und bin einen Wettkampf gelaufen. Sportlich haben wir, wie ich finde, gar nicht so schlecht abgeliefert: 7. Platz in der Master Women Kategorie von 23 Teams insgesamt. Für mich ein großartiges Ergebnis, auf das ich stolz bin. Was für eine verrückte und tolle Reise über die Alpen. Das war mein Transalpine-Run 2022 - und es geht doch ! Ich hoffe ich konnte mit meiner erneuten Teilnahme beim Transalpine-Run 2022, den einen oder anderen ermutigen, sich seinen eigenen Herausforderungen zu stellen. Erzähl doch mal, hast du ebenso "Dinge", an die du dich nicht herantraust bzw. immer wieder vor dir herschiebst, weil du den einfachen Weg wählst?
- Mein Jahres Rückblick 2022 - ein mutiges Abenteuer
Kennst du die Rauhnächte? Ich kannte dieses Brauchtum ehrlicherweise nicht und habe es ohne Erwartungen und viel Vorbereitung Ende 2021 ausprobiert, da ich ein Buch darüber geschenkt bekommen hatte. Die Rauhnächte wiederholen sich jedes Jahr und starten immer am 24.12. und enden am 06.01. In jenen Tagen beschäftigt man sich vermehrt mit sich, versucht alten Ballast abzuwerfen und sich auf das neue Jahr vorzubereiten. Man setzt sich mit den eigenen Wünschen auseinander und startet so nicht ganz so ziellos ins neue Jahr. Deswegen habe ich mir letztes Jahr die Zeit genommen, mir meine Wünsche niederzuschreiben und auch herauszufinden, was ich will. Ein Wunsch war: Ich will mutiger sein und dieser Mut begleitete mich das ganze Jahr 2022 über. Ich habe versucht, regelmäßig die Bremse zu lösen und Ziele mutiger zu verfolgen. Aber auch einfach mehr einzufordern. Eines kann ich dir hiermit schon mal sagen: Mut erfordert zwar hin und wieder das Verlassen der Komfortzone, aber irgendwie kommt immer etwas Gutes dabei raus. Es geht im Leben auch nicht immer darum, dass alles schön und nice ist, sondern manchmal auch Ausdauer erfordert . Es ist Zeit für den Jahres Rückblick 2022 Heute nehme ich dich mit auf meinen Jahres Rückblick 2022, ein zauberhaftes Jahr. 2022 war krass, turbulent, in mancher Hinsicht (Weltgeschehen) auch negativ, aber für mich ein weiteres tolles sportliches Jahr: Ein Highlight hat das Andere gejagt. Und wieder einmal muss ich erwähnen, dass es vom Gefühl her viel kürzer als 12 Monate war. Wer fühlt es auch? Einige Bestzeiten sind gefallen bzw. sogar pulverisiert wurden. Ich habe mich so fit wie noch nie in meinem Leben gefühlt. Zwar gab es auch 2022 ein paar Tiefs bzw. Niederlagen, aber mein Mindset ist besser damit umgegangen. Loslassen tut übrigens manchmal auch sehr gut. In Zahlen bin ich 2022 knapp über 2.100 km gelaufen / 60.000 HM / mit einer Durchschnitts-Pace übers Jahr um die 8 Min / km (Trail & Straßenläufe). Die 2.000 Km Marke habe ich übrigens das erste Mal seit drei Jahren wieder geknackt und das zweite Mal überhaupt. Ab Oktober wurde es etwas ruhiger aufgrund einer Verletzung, aber dazu mehr im Verlauf des Jahresrückblicks. Jahresanfang Das Jahr fängt sportlich gut an. Bis Februar, als mich Corona erwischt und mich erst mal zwei Wochen aus dem Rennen nimmt. Na gut, eine bessere Zeit dafür, hätte ich nicht erwischen können. Der erste Wettkampf war erst für Ende April geplant und somit war ich guter Dinge. Während der Quarantäne freundete ich mich mit Home-Workouts an und setzte mir in den Kopf bis Ende des Jahres den Spagat zu können. Mal als Teaser im Laufe des Jahres veränderte sich mein Fokus und das regelmäßige Spagat Training wurde weniger. Im Februar konnte ich mich aber auch einigen tollen Herausforderungen stellen. Ich erinnere mich sehr gern an die Runfurther Treppen-Challenge, bei der wir (34 Teilnehmer) 100-mal die Bavaria-Treppen an der Theresienwiese hochgelaufen sind. Insgesamt meisterte jeder 4.800 Stufen. Wir erlebten einen sehr coolen Community Vormittag, bei dem wir uns gegenseitig unterstützten. Wenn du dich auch mal beim Treppentraining probieren möchtest, findest du meine Tipps dazu auf dem Blog. Eine weitere Herausforderung war die Sonnenaufgangstour mit dem BR-Fernsehen für die Sendung Bergauf-Bergab. Wind und Schneetreiben begleiteten uns auf dem Weg zur Hochries und ich war sehr nervös wegen Fernsehen und so. Mit dabei war meine Freundin Conny und auf das Ergebnis bin ich sehr stolz und verlinke dieses hier: Zum Sonnenaufgang auf die Hochries . Das war Cindy 2022 Die Abenteurerin und Tempomacherin. Das Jahr war rasant, gefühlt war ich nur unterwegs und meine To-do Liste wurde immer länger statt kürzer. Ok, eigentlich sind meine letzten acht Jahre sehr lebhaft. Das Laufen und mein Blog haben mein Leben verändert. Ich bin immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer, den nächsten Erlebnissen. Ob das nun gut ist oder nicht, weiß ich nicht. Letztendlich möchte ich es aber nicht verändern, möchte die Pace beibehalten und das Leben auskosten. So auch in 2022. Meine Highlights und Teilnahmen 2022 Zu einigen Highlights habe ich Blogbeiträge geschrieben mit mehr Informationen und Impressionen, zu erkennen durch den Unterstrich bzw. meinem Hinweis auf Verlinkung. Ötzi Trailrun Teilnahme beim Ötzi Trailrun am Sonnenberg in Naturns. Das Event fand am 02. April 2022 statt und ich habe weitere Informationen auf dem Blog gestellt: Ötzi Trailrun - Berglauf in Naturns bei Meran - runfurther.de Hamburg Marathon Wer hätte gedacht, dass man ohne Zielzeit Bestzeit laufen kann? Im April beim Hamburg Marathon ist es einfach passiert. Ein wirkliches Marathon-Training hatte ich nicht absolviert, der Fokus lag einfach woanders. Am Marathontag lief es allerdings von Kilometer 1 einfach super und ich konnte bis ins Ziel durchziehen. Nach Berlin 2021 und einer Zeit von 03:50 Std, konnte ich in Hamburg mit 03:28 Std. das Ziel erreichen. Eigentlich wollte ich die Sub 3:30 erst in 2023 angreifen. Run4Good Lauf in München Ein paar Tage nach dem Hamburg Marathon ging es schon an die nächste Startlinie. Beim 5 Kilometer Lauf über die Tartan Bahn des MTV München 1879 wollte ich abermals eine Bestzeit laufen. Einerseits hatte ich dies auch geschafft, aber schön war der Lauf nicht. Ich musste schon sehr meine Komfortzone verlassen, um die 5 km mit 20:58 Min zu laufen. Im Laufe das Jahres merkte ich, dass noch schnellere Zeiten oft mit dem Verlust des Laufgenusses bzw. Spaß einhergehen. IATF Eine Woche später, Anfang Mai ging es weiter nach Innsbruck zum Innsbruck Alpine Trailrun Festival. Das Event ist super, da hier gefühlt jeder Trailrunner/-in startet und man so viele Leute trifft. Ich startete wie immer ambitioniert auf der neuen 35 km Strecke. Das Rennen lief auch sehr gut und ich erreichte so den 2. Platz in der Masters Women Class. Die Saison lief irgendwie wie geschmiert und ich freute mich sehr über die Bestzeiten und den Podestplatz in Innsbruck. Mein erstes Trailcamp Naturns Mai 2022 Ein Traum ging im Mai in Erfüllung, mein erstes eigenes Laufcamp (Trail & Hike Days) in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Naturns. 17 Teilnehmerinnen kamen, viele kannte ich und wir erlebten die schönsten vier Tage im wunderschönen Südtirol. Impressionen und weitere Informationen zum Frauencamp „Trail & Hike Days Naturns“ , kannst du auf dem Blog nachlesen. Das Camp findet 2023 zum zweiten Mal statt vom 04.-07. Mai. Weitere Wettkämpfe & Abenteuer Sixtus Schliersee Lauf (21. Mai 2022): Halbmarathon auf etwas geänderter Strecke Marathon des Terroirs du Valais in der Schweiz (04. Juni 2022): Halbmarathon 01:46:42 Std. Auch hier wollte ich Bestzeit laufen und hatte diese um 19 Sekunden verpasst. Für die Hitze, die während des Wettkampfes herrschte, war ich allerdings zufrieden mit dem Ergebnis. Cendevaves Laufwoche mit Albert Rungger : 05.-09. Juni 2022 in Gröden, Südtirol (Veranstalter Hotel Cendevaves) Saslong Halbmarathon in den Dolomiten (11. Juni 2022): Halbmarathon um die Langkofel Gruppe mit 950 HM 02:36:02 Std. Olympiaberg Challenge : Im Juni stellte ich mich meiner persönlichen Olympiaberg-Challenge. An 5 Tagen täglich 10-mal hintereinander den Olympiaberg rauf und runter laufen (jeden Tag 12 km / 400 HM). Das war anstrengend und gutes Kopftraining. Jeden Tag ging es 6:15 Uhr los. Begleitet wurde ich von einigen Freunden, die sich mit mir der Herausforderung stellten. Hier vor allem danke an Nicy, die das täglich mit mir durchzog. Sportscheck Stadtlauf München (03. Juli 2022): Halbmarathon in 01:54 Std, ein lockerer Lauf zum Genießen bei heißen sommerlichen Temperaturen. Großglockner Berglauf (10. Juli 2022): Neue Persönliche Bestzeit 02:08:48 Std. Urlaub + Training Im Juli dann endlich der langersehnte Urlaub. Eine Woche Segeln in Kroatien und die Seele baumeln lassen. Viel Sport konnte ich nicht machen, wir waren vornehmlich auf dem Wasser unterwegs, übernachteten in einsamen Buchten und waren eigentlich nur für Einkäufe an Land bzw. legten an einem Hafen an. Somit schaffte ich nur einen Lauf, aber genoss die Ruhe und das Leben. Nach der Woche startete ich nochmals mit dem Training für den Transalpine Run durch. Ich hatte sechs Wochen und die wollte ich nutzen. Wie mein Training lief , habe ich in einem separaten Blogbeitrag zusammengefasst. Eine weitere Persönliche Challenge stand im August an. Der Double Rotwand Climb - 33 km / 1900 HM. Mit meiner Runfurther Laufgruppe ging es am 05. August gleich zweimal auf die Rotwand, für Trainingszwecke und einfach weil wir es können. Umrundung des Königssees (13. August 2022) - 36 km / 2.500 HM. Die Tour muss ich erwähnen, weil sie unbeschreiblich schön ist und auch eine Herausforderung. Tourentipp und Strecke um den Königssee findest du auf dem Blog. Mein Jahres Highlight - Der Transalpine Run (TAR) Der TAR hat mein Jahr bestimmt. Viele Trainingsläufe in den Bergen und Höhenmeter hatte ich gesammelt und doch wenig überraschend, der Respekt vor dem 8-Tägigen Etappenrennen war weiterhin groß. Die Angst von meiner ersten Event-Teilnahme in 2016 steckte nach wie vor tief. 2022 hatte es der TAR wieder in sich, allerdings konnte ich die meisten Kilometer genießen und habe mit dem Rennen auch Frieden geschlossen. Erfolgreich waren meine Teampartnerin Iris und ich auch und konnten als 7. Damenteam in unserer Kategorie finishen. Die Reise über die Alpen kannst du hier nachlesen: Und es geht doch - mein Transalpine Run 2022 . Berlin Marathon (25. September 2022) - ich wollte wieder Bestzeit laufen, zwei Wochen nach dem Transalpine Run, ich sage es mal so Höhenflug kommt vor dem Fall. Bis zur Halbmarathon-Marke lief es auch super und ich lag auf Bestzeitkurs, dann wurde es immer schmerzhafter und ich brach katastrophal ein. Im Ziel war ich nach 03:46:17 Std. Oktober - Verletzungspech Tja was soll ich sagen, das formidable Jahr kam abrupt zum vorläufigen Ende, als ich mir beim Trailcamp in Oberpinzgau (in Zusammenarbeit mit der Venediger Lodge und Viking Footwear) einen Bänderriss zuzog. Schnell wurde klar, ich muss pausieren, lt. Sportärztin etwa 6-8 Wochen. Drei Tage vor dem Unfall hatte ich mich noch für ein letztes Jahres-Highlight angemeldet, dem UTCT in Kapstadt (Ultra Trail Cape Town). Ich hatte genau sechs Wochen, um wieder lauffähig zu werden. Ich hätte heulen können. Die folgenden Wochen wurde es ruhiger um mich, bin aber viel spaziert und habe mich so viel wie möglich bewegt. Denn beim UTCT wollte ich starten. Südafrika - der UTCT ein Traum geht in Erfüllung Fünf Wochen war ich keinen einzigen Kilometer gelaufen. Ich hatte mich strikt an die Laufpause gehalten, um die Genesung nicht zu unterbrechen. Eine Woche vor dem UTCT dann ein erster vorsichtiger Laufkilometer. Richtig motivierend hatte es sich aber nicht angefühlt. Ich war unsicher, aber wollte auch nicht gleich aufgeben, sondern mutig sein. Also am nächsten Tag, der nächste Lauf. Fühlte sich besser an und somit zog ich in den nächsten Tagen täglich die Laufschuhe wieder an und lief immer ein bisschen länger. Bei der Registrierung und Startnummernabholung für den UTCT wusste ich, dass ich das durchziehe, egal wie. Ich hatte für 55 Kilometer und 2.700 HM ein Zeitlimit von 14 Stunden. Was soll da schon schiefgehen, gehend sogar machbar. Schon mal zur Einstimmung, es wurde ein langer anstrengender Wettkampftag. Mit knapp 11 Stunden erreichte ich das Ziel mit Tränen in den Augen, unsagbar stolz auf mich und meinen Körper. Es war mein bisher schönster Traillauf, so unterschiedlich und spannend von Kilometer 1 bis zum Schluss. Wir überquerten Strandabschnitte, Weinplantagen, technische Trails mit Wow Ausblicken, einen Fischerhafen und schattige Wälder, dabei waren die freundlichsten Helfer, die mir Motivation und Support boten. Ein separater Blogbeitrag wird in den nächsten Wochen noch online gestellt. Auf jeden Fall ist der UTCT ein Must-Do! Der Dezember Nach dem Südafrika Urlaub kam ich erst mal zurück in einen stressigen Alltag. Ich gab meinem Körper mehr Ruhe als sonst, um wieder schmerzfrei zu werden. Der UTCT hatte Spuren hinterlassen. Daher war der Dezember auch eher still bzw. ich widmete mich mehr meinen anderen Hobbies, wie dem Eisbaden. Fazit zum Rückblick 2022 - Ausblick auf 2023 Rückblickend auf dieses Jahr geschaut , war es das Erfolgreichste in meinem Leben und irgendwie sehr lebhaft bis auf die Zeiten, wo es einfach körperlich nicht ging. Kann noch mehr kommen, ich meine damit noch schneller, weiter, höher, besser? Ach, wir werden sehen. Auf jeden Fall weiß ich, dass ich die Schnelligkeit beim Laufen mittlerweile sehr liebe, viel mehr als langes langsames Laufen. Bei Ultras muss ich oft sehr viel mehr beißen und mein Körper zeigt mir hin und wieder schmerzhafte Grenzen auf, daher laufe ich doch lieber kurz und flott. Bestzeiten erfordern immer wieder ans Limit zu gehen, alles aus sich rauszuholen, mutig zu sein und vor allen den Glauben es schaffen zu können. Wir können so viel mehr als wir manchmal denken. Das Laufen hat mir 2022 gezeigt, yes you can do it. Daher glaube ich meine Reise ist noch nicht zu Ende. Für nächstes Jahr habe ich schon Pläne und freue mich schon sehr auf ein durchdachtes und hartes Training, ich will nämlich meine eigene Schallmauer durchbrechen. Nie hätte ich gedacht, dass 1:40 Std für die Halbmarathon Distanz für mich möglich sein könnte. Aber der Berlin Marathon hat mir gezeigt, dass es möglich ist. Ich habe den Glauben es schaffen zu können. Und hier sitze ich nun, freue mich abermals, meine eigene Komfortzone zu verlassen und meine Ziele zu verfolgen. Und wie sieht es bei dir aus? Wie war dein Jahres Rückblick 2022 und hast du dir schon Ziele für 2023 gesteckt?
- Garmin Pay - mit der Garmin Uhr bezahlen
Was braucht man beim Laufen oder wenn man sportlich unterwegs ist? Für mich ist es doch einiges, was ich dabei habe: Actioncam, Iphone, Taschentücher, Geld, ein Gel/Riegel sind mal die wichtigsten Dinge, die genannt werden müssen. Das ist auch ein Grund, warum ich oft mit einem Laufrucksack laufe. Darin kann ich die notwendigen Sachen gut verstauen. Bei kurzen Läufen versuche ich mich etwas zu reduzieren, da ich gern auch mal ohne Ballast laufe und mich auf die Bewegung konzentrieren möchte. Essenziell ist hier jedoch auch ein Handy und etwas Geld dabei zu haben. Beim Thema Geld habe ich endlich eine gut funktionierende Lösung gefunden, um jederzeit zahlfähig zu sein. Nachstehend möchte ich dir zeigen, wie einfach es ist, mit der Garmin Uhr zu bezahlen. Meine Garmin Uhr ist einer meiner wichtigsten Begleiter im Alltag. Eigentlich nehme ich meine Garmin Forerunner 955 Solar auch nur zum Laden und beim Duschen ab. Seit kurzem verwende ich Garmin Pay, für mich als Läuferin die perfekte Lösung für das kontaktlose Bezahlen und das funktioniert wirklich gut. Garmin Pay gibt es schon seit ein paar Jahren. Für mich entsteht dadurch eine neue Leichtigkeit, wenn ich laufend in Sportsachen unterwegs bin. Wie das Ganze funktioniert und warum du das auch brauchst, erkläre ich dir in folgendem Blogbeitrag. Mit welchen Garmin Geräten kann man kontaktlos bezahlen? Die Bezahlfunktion ist leider nicht für alle Garmin Uhren verfügbar. Ich spreche in diesem Beitrag über die Forerunner Serie, in meinem Fall die Forerunner 955 Solar. Weitere kompatible Serien sind bspw. die Fenix, Vivoactive oder die Instinct Serie. Genaue und aktuelle Informationen dazu findest du jederzeit auf der Garmin Seite. Nutzung - Wie es klappt Garmin Pay zu nutzen Die Einrichtung ist einfach und die Bezahlung damit genauso. Ich nutze Garmin Pay nun schon ein paar Monate und muss zugeben, es hat meine Erwartungen übertroffen. Eigentlich hadere ich immer etwas mit technischen Neuheiten. Für mich gestalten sich technische Neuerungen meist etwas komplex und ich mag mich gar nicht so sehr damit beschäftigen. Garmin Pay funktioniert hingegen großartig, ist einfach und unkompliziert. Achtung - Welche Banken? Leider ermöglichen nicht alle Banken die Zahlung mit Garmin Pay und daher müsstest du erstmal prüfen, ob deine Bank den Service anbietet. Wenn ich das richtig sehe, sind tatsächlich einige Banken noch nicht so weit. Falls deine Hausbank nicht dabei ist, könntest du über Drittanbieter-Apps Garmin Pay einrichten. Hierbei wird über diese Anbieter eine virtuelle "Kredit" Karte erstellt, die mit Garmin Pay kompatibel ist. Das geht zum Beispiel über die VIMpay App. Ich habe diese Alternative nicht selbst ausprobiert und du müsstest dich dazu separat informieren. Dieser Hinweis soll zeigen, dass es andere Lösungen gibt, um mit Garmin Pay zahlfähig zu werden, sofern deine Hausbank noch keine Vereinbarung mit Garmin Pay hat. Wie erfolgt die Einrichtung von Garmin Pay? Um die Nutzung von Garmin Pay zu ermöglichen, musst du deine Bank- und / oder Kreditkarte mittels der Garmin Connect App zur Garmin Wallet hinzufügen. Es können mehr als eine Karte verwendet werden. Zur Info, ich beschreibe hier die Installation über IOS-Geräte (Iphone). Die Einrichtung über Android könnte sich etwas anders gestalten. Über die Garmin Connect App, Menüpunkt "Mehr" gelangst du zu Garmin Pay. Dort fügst du deine Debit- oder Kreditkarte der "Garmin Wallet" hinzu, per Klick und Eingabe von Kartennummer, Monat des Ablaufdatums, Jahr des Ablaufdatums und Sicherheitscode. Hier wirst du auch aufgefordert einen 4-stelligen Kenncode zu vergeben, den du während des Bezahlvorganges zur Sicherheit auf der Uhr eingeben musst Eventuell musst du noch die Geschäftsbedingungen annehmen. Danach erfolgt die Einrichtung. Das kann ein paar Minuten dauern. Nachdem die Kartendaten akzeptiert sind, müssen diese noch verifiziert werden. Dieser Schritt kann durch einen Pin erfolgen (per SMS oder Mail) oder einen Anruf bei deiner Bank. Ich habe meine Bank angerufen und die Verifizierung erfolgte sofort durch die Bank. Der ganze Einrichtungsprozess hat bei mir nicht länger als 15 Minuten Zeit beansprucht. Wer hätte das gedacht? Der Bezahlvorgang mit Garmin Pay Die hinzugefügte Karte findest du auf deiner Uhr unter deiner digitalen Brieftasche. Du gelangst durch Drücken des Kontrollmenüs dorthin (obere Taste linke Seite). Die Uhr fragt dich nach dem Kenncode. Das ist der vierstellige Sicherheitscode, den du bei der Registrierung vergeben hast. Anschließend hältst du die Uhr bzw. die angezeigte Karte im Display an das Zahlungsterminal. Ein kurzer Piepton ertönt und damit ist die Zahlung erfolgt. Die Garmin bestätigt die durchgeführte Zahlung zusätzlich durch einen grünen Haken im Display. Der Bezahlvorgang funktioniert reibungslos und richtig schnell. Mittlerweile zahle ich viele Vorgänge mit der Uhr und spare mir das aufwendige Rauskramen eines Portemonnaies. Warum habe ich so lange gebraucht? Ganz einfach, ich bin in Bezug auf technische Neuerungen etwas faul. Das ist wirklich schade, denn Garmin Pay ist einfach großartig. Lohnt sich Garmin Pay? Für mich auf jeden Fall, oft gehe ich laufen und habe mal wieder kein Geld dabei. Es ist wie mit den Taschentüchern, die ich auch regelmäßig vergesse. Mit Garmin Pay ist dieses Problem nicht mehr gegeben. Ich kann mir jederzeit etwas zum Trinken kaufen, oder zur Belohnung mir einen Cappuccino gönnen und wenn notwendig in die nächste U-Bahn steigen. Garmin Pay funktioniert sehr gut und eignet sich vor allem für kleinere Beträge. Außerdem finde ich den Aspekt des kontaktlosen Bezahlens gut, funktioniert schnell und problemlos. Ich habe mittlerweile den bequemen und schnellen Bezahlvorgang direkt vom Handgelenk aus sehr zu schätzen gelernt. Es braucht nichts außer die Garmin. Natürlich ist es nicht die einzige Zahlmethode, die ich nutze, aber eine tolle Ergänzung. Zudem finde ich es ziemlich cool nur noch die Uhr an das Zahlterminal halten zu müssen. Weitere interessante Beiträge zu Garmin sind auf dem Blog zu finden: So trainierst du mit Trainingsplänen von Garmin
- Halbmarathon unter 1:40 Std - Mein Trainingsplan und Tipps
Mein erster Halbmarathon unter 1:40 Std Lissabon. Was für ein Lauf! Den Lissabon Halbmarathon wollte ich bereits 2020 laufen. Es wäre das erste Rennen für die Superhalfs Serie gewesen, aber wie so vieles fand das Event nicht statt. Dieses Event bietet die Möglichkeit, auf der Brücke (Ponte 25 de Abril) zu laufen und einen einzigartige Sicht auf Lissabon zu erhaschen. Die Ponte 25 de Abril zu Fuß zu überqueren ist normalerweise fast nicht möglich. Es ist eine 3,2 km lange Brücke für den kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr, also nicht für Spaziergänger zugelassen und wird extra für den Halbmarathon gesperrt. Für mich hatte das echtes San Francisco Feeling und es war spektakulär. Fotocredit: Bild von EDP Lisbon Half Marathon / Maria Simões Ich möchte mit diesem Blogbeitrag meinen Weg zur neuen Halbmarathon-Bestzeit aufzeigen und Tipps geben, wie ich es angegangen bin. Als Hinweis, ich bin Hobbyläuferin und gehe manche Dinge nicht ganz so professionell an, denke aber, dass Laufen Spaß machen und keinen Zwang bedeuten soll. Dennoch glaube ich, dass ich einiges richtig mache und so immer wieder meine eigenen Erwartungen übertreffe. Vor einigen Jahren war beispielsweise einen Halbmarathon unter 1:40 Std zu laufen für mich nicht vorstellbar. Ich möchte hier zeigen, dass man auch unkonventionell seine persönlichen Ziele erreichen kann. Ein wichtiger Aspekt ist natürlich der Wille und Fleiß und auch, dass du dir erreichbare Ziele steckst. Mein Weg zur neuen Halbmarathon Bestzeit Für die 21,1 km Distanz lag meine bisherige Bestzeit bei 1:46:23 und diese war bereits knapp fünf Jahre alt (März 2018 beim Semi de Paris Halbmarathon ( Harmonie Mutuelle Semi de Paris - Accueil ). In den folgenden Jahren lagen meine Ziele immer woanders und deswegen hatte ich diese Leistung einfach nicht verbessert. Als ich letztes Jahr "aus Versehen" Bestzeit beim Hamburg Marathon und über 5 km auf der Bahn gelaufen bin sowie den Transalpine Run gefinished hatte, suchte ich mir für 2023 ein neues Ziel und es hieß: Erhebliche Verbesserung der HM Zeit. Unbekanntes Risiko beim Wettkampf Es gibt Dinge, die man leider nicht unbedingt beim Wettkampf und Erreichen seiner Ziele beeinflussen kann und das ist zum einen das Wetter und zum anderen die eigene Tagesform. Portugal im März sprach für frühlingshaftes Wetter. Ab einer Temperatur von 15 Grad aufwärts wird es für mich tatsächlich eine Herausforderung, längere Distanzen locker dahin zu rennen. Wir sind im März auch noch gar nicht dran gewöhnt, bei warmen Temperaturen zu laufen. Ebenso kann auch mal der Körper streiken, wobei ich in der Vorbereitung darauf geachtet hatte, möglichst viel Regenerationszeiten einzuräumen, Alternativtraining einzubauen und die Ernährungsseite zu optimieren. Los geht es mit der Vorbereitung: Meine Motivation war hoch und ich steckte mir das Ziel: Halbmarathon unter 1:40 Std knacken zu wollen. Eine wirkliche Schallmauer. Noch vor Monaten hätte ich nicht gedacht, dass diese Zeit überhaupt für mich in Betracht kommt. Die Wettkämpfe im letzten Jahr machten mich allerdings selbstsicherer und ich wollte es zumindest probieren. Machbar, dachte ich, aber nicht unbedingt ein einfaches Ziel. Um Halbmarathon unter 1:40 Std zu laufen, muss man eine durchschnittliche 04:44 min pro Kilometer laufen. Mein Trainingsplan für Halbmarathon unter 1:40 Std. Insgesamt nahm ich mir 8 Wochen Zeit zur Vorbereitung des Lissabon Halbmarathons. Jede Woche wollte ich zwischen 40-60 km laufen und mindestens eine schnelle und eine lange Einheit integrieren. Einen festen Trainingsplan verfolgte ich nicht, da ich meinen doch vollen Alltag lieber spontan gestalte in Bezug auf die sportlichen Einheiten. Die Wochenenden dagegen nutzte ich für die längeren Einheiten. Leider hatte ich dadurch das Problem, dass ich die intensiven und langen Läufe geballt abspulte. Intervalle und lange Läufe wollte ich beispielsweise bei Dunkelheit nicht laufen. Ich hatte mich zudem mehr auf die Intervalleinheiten konzentriert, weil ich Tempoausdauer aufbauen wollte. Wie lange sollte man für einen Halbmarathon trainieren? Eine typische Vorbereitungszeit für den Halbmarathon, die man immer wieder liest sind 12 Wochen. Aber es gibt auch Trainingspläne für 8 Wochen. Für mich persönlich sind 8 Wochen (2 Monate) ein Minimum, um sich für die Halbmarathon Distanz vorzubereiten, besser natürlich drei Monate. Mit voranschreitenden Wochen erhöht man die Distanz und findet sein realistisches Lauftempo für die Strecke heraus. Die Trainingseinheiten habe ich allesamt auf meiner Garmin Forerunner 955 Uhr geplant. Ein großer Vorteil vor allem bei Intervallen, da die einzelnen Abschnitte durch einen Piepton eingeleitet werden und ich nur laufen musste. Wie du mit Trainingsplänen von Garmin trainierst oder auch eigene Trainingseinheiten auf der Garmin erstellst, kannst du auf dem Blog nachlesen. Sehr motivierend war im Übrigen die Garmin Prognose der HM Zeit, die über die Wochen immer weiter Richtung 1:40 Stunde zeigte. Die letzten 5 Wochen Trainingsvorbereitung In den Wochen vor dem Lissabon Halbmarathon habe ich meinen Fokus noch mehr auf längere Intervalleinheiten gelegt. Die einzelnen Intervalle wurden zwischen 1 und 3 km gesetzt, um so die Ausdauer noch weiter aufzubauen. Ich habe immer wieder gezweifelt, ob ich die 04:44 wirklich auf 21 Kilometern halten könnte. Die längeren Intervalle machten mir allerdings Spaß und auch Mut, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Eine Woche vor dem Rennen bin ich 3 x 3 km in unter 04:30 min/km gelaufen. Das fiel mir leicht und dadurch wusste ich, dass mein Ziel erreichbar ist. Meiner Meinung nach müssen Ziele erreichbar sein, aber sie können manchmal auch ambitioniert sein und auf dem Weg dorthin erst realistisch werden. Die letzte Trainingswoche vor dem Lissabon Halbmarathon Das erste Mal, dass ich eine Tapering Woche auch wirklich ernst genommen hatte. In den letzten Tagen setzte ich mir zum Ziel, täglich mehr als 8 Stunden zu schlafen und nur noch lockere Läufe zu machen. Ok, es gab am Donnerstag vor dem Wettkampf noch einen etwas flotteren Lauf mit einem 3 Kilometer Abschnitt in 04:50 min/km. Dieser Lauf fiel mir irgendwie ganz leicht. Außerdem wollte ich gesund essen und Alkohol hatte ich schon in den Wochen zuvor so gut wie gestrichen. Es war also eine angenehme und entspannte Woche ohne viel Tamtam. Die Prognose meiner Garmin Forerunner wurde immer motivierender und zeigte in der letzten Woche eine prognostizierte HM Zeit von etwas über 1:40 Stunde an. Am Freitag Abend machten wir uns dann auf den Weg nach Lissabon. Der Lissabon Halbmarathon Die Strecke ist schnell und bietet großartige Ausblicke. Der EDP Lisbon Half Marathon , wie er komplett heißt, ist der schnellste Halbmarathon der Welt, Stand jetzt, wurde in der Hauptstadt von Portugal der Weltrekord in 57:31 Minuten (Jacob Kiplimo aus Uganda) gelaufen. Der Lissabon Halbmarathon gehört zudem zur Superhalfs-Serie mit Kopenhagen, Valencia, Prag und Cardiff. Wie bereits erwähnt, der Abschnitt über die Ponte 25 de Abril ist ein ganz besonderes Erlebnis, allein dafür hat es sich gelohnt an den Start zu gehen. Anreise zum Start Die Anreise zum Startpunkt am Raceday funktionierte mit Extra-Shuttlebussen und Zügen. Durch mehrfaches Umsteigen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchten wir ca. 1,5 Stunden. Der Start befindet sich auf der anderen Seite der Brücke in Almada und ist über den Fertagus-Bahnhof Pragal erreichbar. Mehr als 15.000 Starter/innen machten sich auf den Weg dorthin. Es war wie eine kleine Völkerwanderung und es versetzte mir eine Gänsehaut. Eine aufregende Stimmung lag in der Luft. Die Brücke und die nebenstehende bekannte Christo Rei Statue waren noch in Nebel eingehüllt, aber die Sonne kämpfte sich minütlich weiter durch. Morgens hatten wir schon mehr als 10 Grad und es sollte noch wärmer werden. Ich hatte Glück, denn ich konnte einen VIP-Startplatz ergattern, was bedeutet, dass ich ganz vorne starten durfte. Ich lief mich etwas ein und machte ein kleines Warmup. Zur Renneinteilung hatte ich mir vorgenommen, es etwas langsamer als das erforderliche Durchschnittstempo von 04:44 Min/km auf den ersten 1-2 Kilometern anzugehen und mich nicht durch die Menge mitreißen zu lassen. Ich sage es mal so, Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander und ich startete mal wieder etwas zu schnell ins Rennen. Außerdem vertraute ich das erste Mal auf schnelle Schuhe und wählte den Saucony Endorphine Speed 3 als meinen Wettkampfschuh. Der Start des Lissabon HM und die ersten Kilometer Der Start war für 10:05 Uhr terminiert und wurde aus dem Nichts erst um 10:09 Uhr freigegeben. Ich war in dem Moment etwas perplex und bin einfach nur losgerannt. Mein erstes Gel hatte ich kurz vor dem Start noch zu mir genommen. Die Atmosphäre und die Ausblicke auf den ersten Kilometern auf der Brücke waren herausragend und ich lief fluffig dahin. Überhaupt lief es auf den ersten 11-12 Kilometern sehr gut. Wobei die Hitze schon sehr schnell einsetzte und ich tatsächlich bei jeder VP (es gab insgesamt sieben Verpflegungsstellen) eine Wasserflasche nahm, trank und den Rest über mich schüttete. Marcel lief ca. einen Kilometer hinter mir und wir sahen uns nach jedem Wendepunkt, das motivierte mich sehr. Während des Rennens nahm ich zwei weitere Gele, bei Kilometer 7 und 14. Ab Kilometer 15 startete der Kampf gegen mich selbst und die Erschöpfung. Wir liefen am Tejo entlang. Etwa zu dem Zeitpunkt laufen wir am Ziel vor dem Mosteiro dos Jeronimos vorbei, um ein paar Kilometer weiter stadtauswärts bis zum letzten Wendepunkt und dann die gleiche Strecke wieder zum Ziel zurückzulaufen. Die Sonne brannte. Die letzten Kilometer bis ins Ziel Kilometer 17: Ich bin dem Ziel so nahe und doch so fern. Ich sah Marcel und er rief mir zu, dass ich stark unterwegs bin und gut aussehe. Alles passiert im Kopf und so rede ich mir ein: "Cindy, du bist stark, hast so sehr das Tempo trainiert und es sind nur noch 4 Kilometer." Gedanklich 1 x ins Büro und zurück joggen, nur heute etwas flotter bitte. Dies hat geklappt, aber wie du im Bild sehen kannst, verrät mein Gesichtsausdruck meinen Gefühlszustand sehr gut. Aber auch OK, denn Bestzeiten erlaufen sich nicht immer nur lächelnd. Nach 01:38:11 Stunde erreichte ich die Ziellinie, weit unter meiner Wunschzeit. Ich war total euphorisch über die neue persönliche Bestzeit. Eigentlich lief der ganze Lauf auch ziemlich rund. Dass es am Ende zäh wurde, glaube ich, ist normal. Es entscheidet oft der Wille und Kampfgeist darüber, etwas zu schaffen oder nicht. Fazit zum Lissabon Halbmarathon Lissabon ist eine der flachsten HM-Strecken. Mir hat das Event sehr gut gefallen. Einen Kritikpunkt gibt es allerdings, nämlich die nicht vorhandene Bag Drop (Taschenabgabe). Am Lauftag hatten wir mehr als Glück. Wäre der Halbmarathon einen Tag früher ausgetragen worden, hätten wir am Start gefroren und wir hätten einiges mehr während des Rennens mitführen müssen. Ich bin schon der Meinung, dass ein Event in der Größe die Taschenabgabe ermöglichen sollte, einfach um die Gesundheit der Teilnehmer/-innen nicht zu gefährden, Thema Open-Window-Effekt. Zusätzlich zum Halbmarathon wird auch ein 10 Kilometer Lauf angeboten. Die Überquerung der imposanten Ponte 25 de Abril gehört für mich zu einer der schönsten Starts weltweit. Auch sonst ist der Meia Maratona de Lisboa eine schöne Sightseeing-Tour. Der Veranstalter hat für ausreichend Verpflegungspunkte gesorgt und ich konnte ohne zusätzliches Wasser laufen. An der Strecke waren jedoch kaum Zuschauer, die für Stimmung sorgten, wobei mich das nicht störte. Ich lief weitestgehend im Tunnel und hätte nicht so viel davon mitbekommen. Fazit zu meiner Trainingsvorbereitung: Halbmarathon unter 1:40 Std Ich bin sehr zufrieden mit meiner Vorbereitung. Der eigene Trainingsplan bzw. die selbst erstellten Trainingseinheiten haben mich zum Ziel geführt und ich würde es genauso wieder machen. Ich bin ein Mensch, der sich mit strikten Trainingsplänen eher schwertut und oft den Fokus auf bestimmte Dinge legt, wie in diesem Falle, die Tempohärte bei längeren Abschnitten. Würde mich freuen von dir zu erfahren, wie du deine letzte Bestzeit angegangen bist und freue mich natürlich auch über weitere Tipps zu diesem Thema.
- Bad Griesbach - Ein sportliches Wochenende
Bad Griesbach: Ich habe einen wundervollen Ort zum Traillaufen, Wandern und Wohlfühlen in Niederbayern entdeckt. Ich war begeistert, bin begeistert und möchte bald wieder dorthin. Es ist ein absoluter Geheimtipp und ich bitte dich, ihn wirklich für dich zu behalten. Ich habe ein sportliches Wochenende in Bad Griesbach verbracht und dabei die 1A-ausgestalteten Trail- und Wanderrouten genutzt, die sanft-hügelige satte Natur erlebt und natürlich auch die Bad Griesbacher Wohlfühltherme zur Entspannung und Regeneration zwischen den Trainings genutzt. Es war alles wunderbar. Bad Griesbach liegt im niederbayrischen Bäderdreieck im Rottal, es wird auch als niederbayerische Toskana bezeichnet. Es ist ca. 150 km östlich von München gelegen. Passau ist ca. 25km entfernt, die Grenzen zu Österreich (Innviertel) und Tschechien (Nationalpark Sumava im Böhmerwald) sind auch nicht weit. Bad Griesbach ist ein Kurort mit ca. 9.000 Einwohnern und fünf Ortsteilen und über hundert kleinen Dörfern und Weilern, die sich über die schöne, hügelige Landschaft verteilen und von denen man einige auf den vielen Trail- und Wanderrouten kennenlernen kann. Hauptort ist Bad Griesbach mit dem schön gestalteten Stadtplatz. Etwa zwei km entfernt davon liegt Bad Griesbach-Therme mit der Wohlfühl-Therme, schönen Hotels, Restaurants, Cafés und Geschäften. Auch hier gibt es einen zentralen Platz, um den herum alles sehr schön und fußläufig angelegt wurde: Der Kurplatz mit der angrenzenden Wohlfühl-Therme. Die ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Bad Griesbach ist auch bekannt als Europas Golf Resort Nummer 1 mit sechs 18-Loch Golfplätzen, die ganzjährig bespielt werden können. Du wirst es nicht wissen, aber ich habe einige Jahre selbst Golf gespielt, habe ein Handicap von 29 und habe immer noch eine Golfausrüstung im Keller stehen. Zum Golfen fehlte mir diesmal leider die Zeit, aber ich möchte das bei meinem nächsten Besuch nachholen. Die Landschaft um Bad Griesbach ist idyllisch und hat sanfte Hügel, somit perfekt für den Golfsport und auch für mich zum Laufen . Davon möchte ich dir in diesem Blogbeitrag berichten. Wir waren zu zweit dort und hatten ein tolles Wochenende, sportlich und ruhig zugleich. Wie komme ich nach Bad Griesbach? Man kann gut mit dem Auto anreisen. Von München über die A94 oder A92 mit anschließender Landstraße, von Norden und Süden über die A3. Mit dem Auto bist du flexibel und kannst bestens an die Startpunkte der Lauf- und Wanderkurse kommen. Wenn du ein sportliches Wochenende verbringen willst, bist du einfach flexibler und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Parkplätze sind reichlich vorhanden. Wir reisten aus München an und brauchten etwa zwei Stunden. Das Straßennetz ist vielfältig. Wer mit dem Zug anreist, kann mit der Kur- und Gästekarte den örtlichen Stadtbus und den Rufbus sogar kostenfrei nutzen. Was ich persönlich auch eine großartige Möglichkeit der Fortbewegung finde, ist das Radfahren. Es gibt Verleihstellen für Räder, sodass du dein eigenes Rad auch daheimlassen könntest. Beste Reisezeit Bad Griesbach ist meines Erachtens ganzjährig ein tolles Reiseziel. Übernachtung Wir haben im Hotel Garni Christl übernachtet. Das Besondere an diesem Hotel - und auch an sieben weiteren Hotels im Ort - ist die direkte Verbindung zu der Wohlfühl-Therme mittels dem sogenannten Bademantelgang. Durch diesen gelangst du direkt vom Hotel, im Bademantel, durch einen unterirdischen, beheizten Gang in die Therme, ohne Umwege. Der Besuch in der Therme ist dadurch viel entspannter. Das Hotel bietet ein reichhaltiges Frühstücksbuffet in einem hellen Wintergartenbereich an, bei gutem Wetter auch in einem schönen Außengarten. Das Frühstück war reichhaltig und hat geschmeckt. Der Cappuccino aus dem Vollautomaten auch, ganz wichtig für mich! In Zusammenarbeit mit dem Restaurant KamiLeo, bietet das Christl auch Halbpension an. Das Restaurant befindet sich dabei direkt neben dem Hotel. Im Untergeschoss hat das Hotel Fitness- und Massageräume. Du kannst somit Yoga und Reiki-Anwendungen sowie Massagen buchen und in den Räumen des Fitnessbereichs im Untergeschoss bekommen. Der Reiki-Meister ist der Hotelier selbst. Der Ortsteil rund um die Wohlfühl-Therme und den Kurpark ist weitestgehend autofrei. Die Hotels stellen deshalb Parkplätze in Tiefgaragen zur Verfügung. Wirklich gut gemacht, denn es ist dadurch sehr ruhig auf dem gesamten Gelände. Wer früh genug aufsteht, kann hier auch schöne Sonnenaufgänge sehen oder Outdoor-Gymnastik mit Aussicht machen. Weitere Informationen zu Bad Griesbach Rottaler Volksmarathon: Eine jährlich stattfindende Marathonveranstaltung für Nordic Walker und Läufer, der 2023 bereits zum 20. Mal ausgetragen wurde. Diese schöne Veranstaltung findet immer im Mai statt. Fünf verschiedene Rundkurse (50 km / Marathon / Halbmarathon / 12 km & 5 km Distanz) werden angeboten für ein kleines Startgeld, inklusive Pastaparty am Abend zuvor und freiem Thermemeintritt nach dem Lauf. Es können sowohl Läufer als auch Nordic Walker bzw. Wanderer teilnehmen. 2023 waren etwa 400 Aktive dabei. Die Atmosphäre ist familiär und Naturgenuss steht im Vordergrund. Die Einnahmen des Getränkeverkaufs, während der Pastaparty, gehen an die Leukämiehilfe Passau. Kuss (KUnst im SchloSS): Hierbei handelt es sich um ein Künstlerhaus, das 2009 im Hof im Schlosshof in Bad Griesbach eingerichtet wurde. Es ist möglich, Künstlern bei Ihrem Handwerk über die Schulter zu schauen, regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu besuchen oder auch selbst an verschiedenen Kursangeboten (z.B. freies Malen oder Gestalten mit Filz) teilzunehmen. Der Eintritt ist frei. Die Künstler/-innen erklären gerne Ihre Werke und sind sehr nahbar. Ich mag solche Projekte, die vor allem Kunst in Szene setzen und erwähne es deshalb gerne hier. Unser Sportprogramm in Bad Griesbach Bad Griesbach ist ein idealer Ort für aktive Erholung. Wir waren jeden Tag laufen (Trailrunning) und danach in der Therme entspannen. Die Region rund um Bad Griesbach verfügt über satte 242 km gute Wanderwege auf 26 verschiedenen Routen. Das Wanderwege-Netz ist bestens ausgeschildert und sowohl für Wanderer als auch für Trailrunner bestens geeignet. Gerade in Bad Griesbach sind auch viele Nordic Walker zu sehen. Am ersten Tag nahmen wir uns den "StrammerMax Pfad" vor. Dieser Rundkurs mit knappen 17 Kilometern und ca. 500 Höhenmetern, war für uns eine schöne Distanz für einen Samstag-Lauf. Beschilderung Wanderwege Ich möchte zuerst auf die Wegbeschilderung eingehen, die ist nämlich hervorragend und einheitlich. Wir konnten uns ohne Ortskenntnis bestens navigieren. Die Wegweiser sind allesamt in grün-weiß dargestellt und sehr gut erkennbar. Außerdem sind darauf Routennummer (z.B. Weg 6 von 26), Name, Streckenlänge & verbleibende Strecke zu lesen. Zwischen denen findest du immer wieder Zwischenwegweiser, die Grün und mit Fußspuren versehen sind. Damit erkennst du schnell, dass du richtig läufst. Wer eine Sportuhr mit Navigation hat, freut sich sehr über die QR-Codes an den Wandertafeln und in den Wanderkarten! Denn über das Scannen der QR-Codes gelangst du sehr einfach an die GPX-Daten und kannst alle 26 Strecken leicht und unkompliziert auf deine Laufuhr laden oder auch auf dein Handy. Dadurch konnten wir uns einfach und schnell zurechtzufinden. Der StrammerMax Pfad Zurück zum StrammerMax Pfad. Wir starteten am Wanderparkplatz 1, der super erreichbar ist. Es handelt sich um Tour Nummer 5 und sie gilt als eine der schönsten naturbelassenen Pfade Ostbayerns. Unterwegs gibt es einiges zu sehen und die Höhenmeter stellten ein gutes Lauftraining dar. Das Gebiet ist sowieso bestens geeignet für Trailrun-AnfängerInnen und LäuferInnen, die erste Höhenmeter laufend absolvieren wollen. Die Anstiege sind sanft und bieten dadurch die Möglichkeit, laufend erklommen zu werden. Entlang der Strecke sehen wir einige besondere Punkte: den "Hohlen Stein", die Schärengraben, den Kultstein und Sankt Salvator mit dem ehemaligen Prämonstratenserkloster. Insgesamt ist die Strecke abwechslungsreich und bietet verschiedenste Untergründe, weicher Waldboden, flowige Trails, ein wenig Asphalt. Im Mai laufen wir durch frischgrünen Wald, über Hügel und an leuchtend gelben Rapsfeldern vorbei, die liebe ich. Immer wieder bleiben wir stehen und schauen in die Ferne. Die Panoramen sind sensationell idyllisch und die Farben des Frühlings satt. Wir laufen etwas über 2 Stunden, recht gemütlich und mit einigen Fotostopps und genießen die gute Luft. Insgesamt ist es ein ruhiges und stilles Areal, wir treffen kaum Menschen und Autos sind auch weit weg. Der R.O.T. Lebensstilweg Am zweiten Tag, zugleich auch unser Abreisetag, liefen wir abermals eine wunderschöne Route aus dem Wanderwegenetz. Diesmal nahmen wir uns den kürzeren R.O.T. Lebensstilweg vor und es handelt sich dabei um Tour 9. Die Strecke führt uns vom Parkplatz an der WaldWunderWelt weiter rund um Reutern, einem Ortsteil von Bad Griesbach. Insgesamt laufen wir 8,2km mit rund 220 Höhenmetern, sehr entspannt. Das Wetter war bewölkt und kühl an diesem Tag und wir atmeten die frische Luft tief ein, das tat gut. Die Wege sind wieder bestens zu finden und führen zu einem Teil durch ein gesundes Waldgebiet und zum anderen über weite Felder mit weiten Ausblicken über die Rottaler Hügellandschaft. Rundum eine tolle Mischung, die nicht langweilig ist. Die gesamte Strecke ist angenehm zu laufen, nicht technisch. Die Anstiege konnten wir durchlaufen und sie haben daher einen hohen Trainingswert, wenn es darum geht, das Anstiegslaufen zu trainieren oder gar zu verbessern. Es gab einen Abschnitt nach der Kapelle Dobl, zwischen km 6 und km 7, der lang, aber seicht aufwärts geht. Diesen asphaltierten Abschnitt sind wir gleich zweimal gelaufen, als Ausdauertraining. Dann gings noch gute 1-1,5 km weiter, zunächst über einem Feldweg, danach wieder durch Wald und dabei dynamisch abwärts, zum Parkplatz zurück. Die WaldWunderwelt ist ein Walderlebnispark für Klein und Groß, das verschiedene Stationen zeigt und Wissen rund um den Wald vermittelt. Wir waren auch nach diesem Lauf sehr glücklich über die schöne Strecke, die gute Luft, die imposanten Ausblicke über das Rottaler Hügelland mit bunten Feldern und Höfen und die stressfreien Ortsteile Reutern, Adlmörting, Geisberg und Churfürst. Übrigens, gleich am Anfang der Rundstrecke, schau dir bitte die große Douglas-Tanne und den Teufelsfelsen an. Er hat, so sagt man, die wohl einzige Felsmalerei in Deutschland. Danach geht es dann raus aus dem Wald und ab in die bayrische Toskana. Genieß den Lauf! Die Wohlfühl-Therme: Nach dem Lauf ist die Wohlfühl-Therme ein guter Ort zum Erholen und Entspannen. Dort kannst du in einer Vielzahl von Becken mit verschiedenen Wassertemperaturen, allesamt angenehm warm, wunderbar entspannen. Es sollen wohl 16 Becken sein, gezählt habe ich sie nicht. Es gibt auch ein recht großes Schwimmbecken im Außenbereich. Der Hauptfokus in der Therme ist aber natürlich das Entspannen in dem warmen Thermalwasser. Das haben wir bewusst auf Muskeln und Gelenke wirken lassen. Dieses besondere Thermalwasser kommt aus über 1.500m Tiefe und hat eine natürliche Wärme von ca. 60 Grad Celsius. Die freundliche Mitarbeiterin im thermeneigenen Hamam, einem orientalischen Dampfbad, das man nur mit einem Tuch betritt, hat uns davon erzählt. Bei ihr bekamen wir auch die sog. Pestemale, farbige Tücher zum Einwickeln. Das Badewasser hat einen der höchsten Fluoridgehalte in Europa und wirkt positiv auf den gesamten Bewegungsapparat. Die Wohlfühl-Therme bietet noch eine Sauna Pur und Salzgrotte und auch Physiotherapie, Massagen und Beauty-Treatments, die eventuell vorab gebucht werden müssen. Fazit zu Bad Griesbach Ich werde dieses besondere sportliche Wochenende mit dem Hotel Christl, den Wander- und Laufstrecken, der Wohlfühl-Therme in guter Erinnerung behalten und ich möchte recht bald wiederkommen. Es gibt noch viele weitere Laufstrecken, die entdeckt werden möchten. Aber auch die Golfplätze interessieren mich. Bad Griesbach ist zudem ein sehr guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Städte Passau und / oder Regensburg. Marcel empfiehlt auch den Rottaler Volksmarathon, bei dem er bei der Halbmarathondistanz schon am Start war. Er sagt, es war ein toller Geländelauf, den man traillaufend oder auch wandernd sehr gut genießen kann. Wie gesagt, Bad Griesbach ist ein Geheimtipp für ein sportliches Wochenende mit Genussfaktor. Nicht weitersagen. Hinweis: Diese Reise erfolgte aufgrund einer Einladung. Unsere eigenen Eindrücke und unsere Meinung sind davon unbeeinflusst.
- Frauen Trailcamp am Großvenediger mit Viking Footwear
Ein Trailcamp am Großvenediger. Zum Ende der Trailrunning-Saison erwartet Euch noch ein besonderes Highlight, das Natur, Trailrun-Action und Erholung vom Feinsten in sich eint. Vom 10. bis zum 13. Oktober findet mit unserem Herbstcamp ein gebührender Ausklang der Saison 2024 statt und bringt Euch in die wunderschöne, facettenreiche Natur rund um den Großvenediger. Der höchste Berg der Venediger-Gruppe und der fünfthöchste Österreichs bietet mit seinem vielseitigen Terrain abwechslungsreiche Trails für Fortgeschrittene sowie für Beginner und belohnt jeden Run mit einzigartigen Naturerlebnissen. Wo findet das Herbst-Trailcamp statt? Gemeinsam mit Ina Forchthammer und mir könnt Ihr vier abwechslungsreiche Trailrunning Tage erleben und die Gegend um das idyllische Neukirchen im Bundesland Salzburg, Österreich erkunden. Untergebracht seid Ihr in einem der Luxus-Appartements der Venediger Lodge. Neukirchen am Großvenediger ist eine kleine Gemeinde in der Region Oberpinzgau und liegt knapp 50 km von der Bezirkshauptstadt Zell am See entfernt. Außerdem befinden wir uns im Nationalpark Hohe Tauern. Ich kann nur sagen, die perfekte Umgebung für Naturerlebnisse. Es ist übrigens die zweite Ausgabe des Trailcamp am Großvenediger. Unser Motto für ein Trailrunning Wochenende Ob sanfte, grüne Hügel oder markantes, raues Gestein, wir bringen euch mit Leichtigkeit und Spaß über den Berg. Wer die Herausforderung sucht, findet genauso wie der Genussmensch seine Möglichkeiten. Wir bieten unterschiedliche Intensitäten und Aktivitäten an. Ihr könnt ganz nach euren Wünschen wählen. Mit dabei sind Gleichgesinnte, die genauso wie du Neues erleben, den Körper spüren und dabei neue Leute kennenlernen wollen. Neben dem gemeinsamen Laufen stehen auch Tipps und Tricks in Sachen Technik und Ausrüstung auf dem Programm. Je nach Niveau könnt Ihr mit Trailrunning Leistungslevel 1, Trailrunning Leistungslevel 2 oder der Wandergruppe aus drei unterschiedlichen Gruppen wählen. Gruppe drei eignet sich hervorragend für all jene, die mit Partnern anreisen, die Eure Leidenschaft für Trails nicht ganz mit Euch teilen und lieber etwas gemütlichere Touren unternehmen möchten. Zur Entspannung und für die Regeneration wartet das Programm mit einer Yoga-Einheit auf euch. Außerdem könnt ihr den Fitness- sowie des Wellnessbereichs der Venediger Lodge kostenlos nutzen, in welchem Ihr zudem eine Vielzahl an Massagen dazu buchen könnt. Das Programm beim Trailcamp am Großvenediger Wir bieten folgende Gruppen an: Trailrun Leistungslevel 1 (Ambitioniert) ca. 15-25 km / 1.000-2.000 hm Trailrun Leistungslevel 2 (Genießer) ca. 10-20 km / 600-1.500 hm Wanderung (Gemütliche Runde) Durch die Einteilung in Gruppen kommt jeder auf seine Kosten und kann auch von Tag zu Tag in eine andere Gruppe wechseln, je nach Tagesform und Wunsch. Wir achten darauf, dass alle Bedürfnisse abgedeckt werden. Die Touren planen wir individuell nach Wetter und Möglichkeiten, daher sind diese aktuell auch nicht konzipiert. Mögliche Touren könnten sein: In den Pinzgauer Grasbergen (der Wildkogel, Herrnsteig, Steinkogel und Gamskogel, Kappellenweg, Sonnenweg, über die Filz Trail) oder im Nationalpark Hohe Tauern (Venediger Weg, Untersulzbachwasserfallrunde, Seebachsee, Habachtal mit Smaragdweg, Schösswendklamm oder Krimmler Wasserfälle). Egal wohin wir gehen, unser Fotograf Harald Wisthaler hält all unsere Momente fest. Wer sind wir? Ina Forchthammer ist ATRA zertifizierte Bergwanderführerin von Beruf im Rauriserhof und dazu leidenschaftliche Trailrunnerin. Sie liebt und lebt den Sport täglich, dabei ist sie immer gut gelaunt. Ina steht immer mit dem wertvollen Tipps zur Seite und kann euch weiterbringen. Egal ob bei einem Wanderwochenende in den Bergen oder beim Trailrunning für Einsteiger und auch Fortgeschrittene. Cindy Haase - ich bin der Wirbelwind im Team, liebe die Berge, die Bewegung und das Trailrunning. Du suchst Motivation und Ideen, dann bist du bei mir richtig. Michael Schweinberger - Hotelmanager und Local Tourguide. Er ist ein leidenschaftlicher Sportler mit Multitalent. Viking Footwear: Mit dem norwegischen Schuhspezialisten Viking Footwear steht uns ein top Schuhpartner zur Seite. Während des Camps könnt Ihr die Modelle der aktuellen Trailkollektion kostenlos testen und bei Bedarf sogar vergünstigt erwerben. Das Team steht euch auch mit Rat und Tat zur Seite. Eure Investition für unvergessliche Tage beim Trailcamp am Großvenediger Der Preis für drei Nächte im DZ, inkl. Halbpension und dem oben beschriebenen Programm ist 545,- EUR / Person. EZ sind buchbar für 615,- EUR / Person. Eine Verlängerung ist möglich, aber sollte individuell angefragt werden. Es gint einen Frühbucherbonus von minus 5% für Buchungen bis zum 31. Mai 2024. Inklusive Leistungen sind: Halbpension (Frühstücksbuffet & Abendessen) Workout mit Coach David (ihr werdet es lieben) Wellness & Spa + Fitnessbereich Eine Bergfahrt in die Wildkogel Arena Begleitung von erfahrenen sowie zertifizierten Trail-/Wanderguides Testschuhe von Viking Footwear Goodiebag inkl 50,- EUR Wertgutschein von Viking Footwear pro Schuhkauf (vor Ort) Mehr Informationen und Buchung bei der Venediger Lodge . It's your turn now! Let's go das Trailcamp am Großvenediger wartet auf euch. Ob Trailrunning oder Wandern, von grünen Hügellandschaften bis hin zu rauen, alpinen Gefilden – die Natur rund um den Großvenediger wartet nur darauf, von Euch beim Herbsttrailcamp per Pedes entdeckt zu werden! Wir freuen uns auf euch. Bilder: Harald Wisthaler
- Sonnenaufgangstour Bodenschneid und die Sport Tights Compression von Anita active im Test
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Anita active, Brannenburg. Produkttest der Sport Tights Compression bei einer Sonnenaufgangstour auf die Bodenschneid. Wandern ist eine schöne Möglichkeit, die Ruhe in der Natur zu genießen , abzuschalten, neue Ideen zu schmieden oder einfach nur zu sein. Für mich ist die Zeit in der Natur oft unterschiedlich: Es gibt Touren, wie morgens zu Sonnenaufgang, die mich entschleunigen oder die Trailrun-Abenteuer, in denen ich mich sportlich verausgabe und doch auch mal ans Limit gehe. Ich habe in den letzten Jahren allerdings festgestellt, dass Wanderungen / Trailrun Touren nur mit Frauen anders sind. Es liegt oft eine besondere Stimmung in der Luft, die ich sehr mag. Die Zeit in der Natur mit Frauen ist häufig etwas anderes als mit Männern . Die Auswahl der Strecken, Hütten und Ziele sind auf Genuss und Erlebnis gewählt, während Männer mit Energieriegel und schnellen Zeiten ihre Zufriedenheit suchen. Kurz gesagt: Frauen wollen eher erleben und Männer hin und wieder den Streckenrekord aufstellen. Was ist deine Meinung dazu? Dies ist ein Grund, warum ich häufig Trailcamps und Wander-/Trailrun- Veranstaltungen nur für Frauen anbiete. Es ist diese Stimmung. Natürlich zählt für Frauen auch die Anzahl der Höhenmeter und wir zeichnen auch die Streckenlänge auf, am Ende zählt aber häufig die Qualität des Erlebnisses . Im August habe ich in Zusammenarbeit mit Anita active eine Sonnenaufgangstour auf die Bodenschneid angeboten, um die Möglichkeit zu bieten, die neue Sport Tights Compression aus dem PanAlp-Programm zu testen . Sonnenaufgangswanderung auf die Bodenschneid Die Bodenschneid ist ein beliebter Gipfel in den bayerischen Voralpen und vom Spitzingsee (Parkplatz Spitzingsattel) schnell zu erreichen. Wir sind 17 Teilnehmerinnen und testen alle die Sport Tights Compression. Die Aussicht auf einen Sonnenaufgang ist leider nicht gut, da wir an diesem Augusttag eine Schlechtwetterfront haben, dennoch sind alle Teilnehmerinnen pünktlich am Treffpunkt. Anfahrt zum Spitzingsattel (Wanderparkplatz) Nachfolgend erkläre ich kurz die Anfahrt ab München, Zentrum. Wir benötigen etwa eine Stunde bis zum Wanderparkplatz. Ich fahre nicht allein und meine Freundinnen (Mitfahrerinnen) und ich treffen uns 2:50 Uhr zur gemeinsamen Abfahrt in der Maxvorstadt, München. Wir starten in der Innenstadt, fahren über den Mittleren Ring, um auf die A8 Richtung Salzburg zu kommen. Von der A8 fahren wir bei Ausfahrt 98 / Weyarn raus, wechseln auf die Bundesstraße (B472) und dann bei Miesbach auf die B307 bis kurz nach Schliersee. Wir biegen auf die Spitzingstrasse rechts ab und fahren Richtung Spitzingsee. Der Parkplatz am Spitzingsattel befindet sich nach etwa 3 Kilometern auf der linken Seite und ist der erste von mehreren möglichen Parkplätzen. Wer mit Googlemaps fährt: hier im Link die Koordinaten für den Parkplatz am Spitzingsattel . Die Parkgebühren variieren nach der Zeit des Parkens. Wir haben insgesamt 8,- EUR an diesem Tag bezahlt (ca. 6 Stunden). Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist um die frühe Uhrzeit nicht möglich. Tagsüber ist die Anreise mit der BOB (Bayerische Oberlandbahn nach Bayrischzell) bis Schliersee oder Fischhausen-Neuhaus gegeben und dann mit Umstieg auf die Buslinie 9562 zum Spitzingsattel. Wanderung auf die Bodenschneid 1.669 m, in der Nähe zum Spitzingsee Nach unserer Ankunft am Parkplatz Spitzingsattel starten wir in unserer neuen Sport Tights Compression von Anita um ca. 4:15 Uhr. Es regnet. Dennoch sind alle Teilnehmerinnen pünktlich erschienen und wir wandern gut gelaunt los. Die Sonne wird an diesem Tag um 05:54 Uhr aufgehen. Wir haben also etwas mehr als 1,5 Stunden für den Aufstieg von 5 km und knapp 600 HM. Frauen wandern gerne in Gemeinschaft, auch das wird mir wieder klar bei dieser Veranstaltung. Es gibt an diesem Morgen viel zu erzählen und es wird viel gelacht. Wir verlassen den Parkplatz, überqueren die Straße und biegen direkt in den Forstweg, Richtung Obere Firstalm, hinein. Alternativ könnte man auch die Teerstraße zur Unteren Firstalm nehmen und von der anderen Seite aufsteigen. Dies ist aber unser Abstieg. Bis zur Oberen Firstalm wandern wir den Forstweg immer geradeaus und der Anstieg ist moderat. Nach 20 Minuten hört es auch auf, zu regnen. Ich kann nur sagen, wir hatten an diesem Tag richtiges Wetterglück, denn erneuter Regen kam erst, als wir wieder in unser Auto einsteigen. Ab Obere Firstalm Ab der Oberen Firstalm biegen wir rechts ab (Schildhinweis vorhanden: Bodenschneidhaus / Bodenschneid 1 h), um nach 1-2 Minuten dann links in einen kleinen Pfad einzubiegen. Der Pfad wird wurzelig, ist schmaler und eindeutig steiler und da es sehr nass ist, bleibt auch keiner unserer Schuhe sauber. Unsere Gruppe zieht sich etwas auseinander. Wir kommen aufgrund der nassen Gegebenheiten langsamer voran als geplant. Sicherheit ist aber in diesem Fall wichtiger. Wir wandern weiter, verlaufen kann man sich fast nicht. Auf der Strecke sind immer wieder Schilder, die uns den Weg zeigen und im Dunkeln, aber auch gut zu erkennen sind. Ich habe die Strecke zusätzlich auf meiner Garmin zur Sicherheit. Nach einem weiteren Kilometer überwinden wir einen kurzen, aber knackigen, letzten steilen Abschnitt vor dem Gipfel der Bodenschneid. Einige haben Wanderstöcke dabei, die helfen hier immens und geben Stabilität. Oben angekommen laufen wir noch etwas am Grat entlang bis wir die Bodenschneid erreichen. Wie erwartet haben wir nicht das Glück, an diesem Tag einen Sonnenaufgang in den Bergen zu erleben. Uns pfeift stattdessen der Wind um die Ohren und es liegt der Herbst in der Luft. Die Aussicht auf den Tegernsee ist toll und wir freuen uns dennoch, die Wanderung wie geplant durchgezogen zu haben. Manchmal ist es gut, die Komfortzone zu verlassen und damit Erinnerungen zu sammeln. Die Bodenschneid eignet sich hervorragend für eine Rundtour Der Abstieg ist nicht gleich der Aufstieg, stattdessen wandern wir am Grat weiter entlang bis wir in ein Waldstück gelangen. Es wird nochmals etwas steiler, aber auch bei Nässe ist dieser Abschnitt sehr gut machbar. Die Sonne kommt nun doch raus und wir freuen uns sehr über die Wärme. Wir kommen an eine Querung, die zum nächsten Gipfel führt, der Stümpfling, aber wir gehen links Richtung Untere Firstalm und kommen auf die Teerstrasse zum Spitzingsee. Alles ist sehr gut ausgeschildert. Leider können wir nicht an einer der Almen frühstücken, da diese erst ab 8 Uhr Frühstück anbieten und wir nicht warten wollen. Ich habe für die Gruppe Frühstück im Hotel Alte Wurzhütte direkt am Spitzingsee reserviert. Das Ambiente ist urig und die Aussicht auf den Spitzingsee schön. Das Essen war gut und das Preis-/Leistungsverhältnis mit 18,- EUR / Person OK. Fazit zur Sonnenaufgangswanderung auf die Bodenschneid Die Wanderung zur Bodenschneid ist nicht technisch, aber teilweise steil. Bei nassen Bedingungen ist der Aufstieg etwas erschwert und Trittsicherheit sollte jeder mitbringen. Die Rundwanderung ist natürlich etwas schöner, aber bei Sonnenaufgang nicht zwingend erforderlich, da man beim nächtlichen Aufstieg kaum etwas sieht. Die Tour ist außerdem etwas für Genießer und Feierabend Wanderer und durch den schnellen Aufstieg (max. 1,5 Stunden) perfekt für Sonnenaufgänge und -untergänge. Außerdem sind einige Almen auf der Strecke, die zur gemütlichen Einkehr einladen (Obere Firstalm / Untere Firstalm / Bodenschneidhaus). Der Blick vom Gipfel auf den Tegernsee und die umliegende Bergwelt ist toll und lohnenswert. Die Bodenschneid gehört zu den beliebten Wandertouren und du wirst den Gipfel selten für dich allein haben. Noch ein Tipp: Nimm Badekleidung mit, falls du im Spitzingsee noch schwimmen gehen möchtest. Produkttest: Die Sport Tights Compression von Anita active Kurzvorstellung der Firma Anita Dr Helbig GmbH Anita Dr Helbig GmbH ist ein Familienunternehmen mit Sitz im oberbayerischen Brannenburg. Das Unternehmen produziert Unterwäsche, Bademode und Sportswear und legt dabei besonderen Wert auf Funktionalität, Tragekomfort und Passform. Unter der Marke Anita active, die den sportlichen Bereich darstellt, werden funktionelle Sport-BHs und Slips sowie perfekt passende Sport Tights vertrieben. Hochwertige, eigens für ANITA entwickelte Materialien, geben perfekten Halt, wirken atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend. Die Sport Tights Compression Mit der neuen Sport Tights Compression hat ANITA wieder einen echten Hingucker auf den Markt gebracht. Schon auf den ersten Blick gefällt mir die Qualität sehr gut und der Stoff ist angenehm anzufassen. Es ist die erste Tight aus dem PanAlp-Programm, die durch die Kombination unterschiedlicher Tech-Qualitäten in verschiedenen Tragezonen eine HighPerformance Power bietet: Eine komprimierende Strukturware mit 3D-Noppen im Waden-, Oberschenkel und Gesäßbereich und ein dünnes atmungsaktives Multiway-Stretch Material in der Frontpartie und den Kniekehlen. Mich persönlich hat sofort der weiche und breite Elastikbund angesprochen. Die unterschiedlichen Stoffe bringen eine gute Luftzirkulation sowie einen hohen Feuchtigkeitstransport mit sich. Zudem ist innen eine Tasche integriert für Schlüssel, Geld oder eine Karte. Die enge Schnittform unterstützt jegliche Bewegungen und das Kompressionsgewebe fördert die Muskelregeneration und die Muskeln ermüden langsamer. Das Produkt bietet tollen Tragekomfort und ist für jede Art von Bewegung (Yoga, Laufen, Wandern usw.) geeignet. Mein Fazit zur Sport Tights Compression: innovativ, modern und sehr funktionell. Die Tights kostet 79,- EUR. Erhältlich in den Größen 36-48. Zusätzlich noch ein Hinweis: Sport-BH Ein geeigneter Sport-BH ist bei sportlichen Aktivitäten wichtig. Wenn du darauf verzichtest, könntest du unangenehme Schmerzen bekommen oder sogar das Brustgewebe schädigen. Die besten Sport-BHs findest du im Sortiment von Anita active und zur vorgestellten Sport Tights Compression gibt es gleich als Set das PanAlp DeltaTop dazu. Ein guter Sport-BH reduziert die Bewegungen deiner Brust und bietet optimalen Support sowie Schutz bei jeder Art von Bewegung, ob sanft oder intensiv. Danke an alle Teilnehmerinnen, es war eine tolle Tour mit euch. Bilder von Pawel Richter
- Der CRAFT Nordlite Ultra - mein Testbericht
Die Marke CRAFT ist noch relativ neu auf dem Laufschuhmarkt. Der schwedische Hersteller wurde bereits 1977 gegründet und war bisher vor allem im Rad-, Skilanglauf und Laufbekleidungsmarkt erfolgreich. Zahlreiche Nationalteams im Rad- und Langlaufsport traten bereits in CRAFT Trikots auf. Seit einigen Jahren entwickelt CRAFT nun mit seinem Elite Run Team auch innovative Laufschuhe und hat kürzlich den CRAFT Nordlite Ultra auf den Markt gebracht, einen Hybridschuh , den ich hier vorstellen möchte. Übrigens, neben dem Nordlite Ultra gibt es auch den Nordlite Speed, der zusätzlich eine Carbon Plate hat. Dieser Schuh wird nachstehend allerdings nicht näher betrachtet bzw. vorgestellt. Was ist ein Hybridlaufschuh? Der Nordlite ist ein Hypridlaufschuh, weil er gleichermaßen für Straßenläufe als auch Gelände- und Trailläufe konzipiert wurde. Der Vorteil davon ist, dass die Läufer / -innen ein optimales Laufgefühl auf Straße und leichte Trails bekommen. Egal auf welchem Untergrund der Nutzer unterwegs ist, dieser Schuh bietet Vielseitigkeit und passt sich den Gegebenheiten an. Gerade wenn man Strecken mit wechselnden Untergründen läuft, ist ein Hybridschuh angesagt. CRAFT ist einige der wenigen Marken im Markt, die Hybridschuhe anbieten. Der Nordlite Ultra ist einer davon. Die wenigsten Läufer sind zu 100 % nur im Gelände unterwegs, deswegen wurde dieser Schuh auch entwickelt. Der CRAFT Nordlite Ultra Er gehört zur CTM Kollektion von CRAFT. Das steht für Craft Tailored Motion und ist ein Versprechen für fortschrittliche Materialen, überragende Funktionalität, optimale Energierückgabe und geringes Gewicht. Die CTM spricht anspruchsvolle Alltags- und Eliteläufer gleichermaßen an. Folgende Eigenschaften werden von CRAFT für den Nordlite Ultra ausgelobt: Einteiliges Mesh-Obermaterial Cr Foam™-Zwischensohle: extrem leicht, hohe Energierückgabe Ultra Rebound™ Einlegesohle für maximale Energierückgabe an den Fuß 3-teilige Gummilaufsohle mit Stollenprofil für Traktion auf der Straße oder leichten Trails und bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen Craft Regular Fit - normale Passform, zusätzliche Raum in der Zehenbox Gewicht: 290 g (UK8), gut austariert Bauhöhe: Ferse 40 mm, Vorfuß 34 mm Sprengung: 6 mm Cr Foam™ ist ein ultraleichter und nachhaltiger Zwischensohlen-Schaumstoff mit hervorragender Energierückgabe, der kissenweiches Laufgefühl auf unterschiedlichstem Terrain bietet. Die zur Herstellung des Schaumstoffs verwendete Technologie ist umweltfreundlich und den Rohstoffen werden keine Chemikalien hinzugefügt. Das Ergebnis ist ein hochleistungsfähiger und gleichzeitig umweltfreundlicher Zwischensohlen-Schaumstoff. Meine Erfahrung mit dem Nordlite Ultra Ich bin mittlerweile über 400 km mit dem Nordlite Ultra gelaufen. Im August 2023 beim Berliner Mauerweglauf bin ich direkt mit dem Nordlite auf der Ultra Strecke (56 Kilometer) angetreten . Davor hatte ich den Schuh etwa 50 Kilometer eingelaufen. Meine Füße und Beine hatten durchweg keine Probleme mit dem Schuh beim 56 km Ultra. Das Terrain des Berliner Mauerweglaufes ist vielseitig (Asphalt & unterschiedliche Waldwege), auf welchem sich der Hybridschuh hervorragend schlug. Die Passform ist gut geeignet für schmale Füße, die ich habe. Druckstellen hatte ich keine. Lediglich das Gewicht ist etwas hoch mit 250 Gramm bei meiner Schuhgröße, das könnte noch etwas leichter sein. Ich hatte aber nie das Gefühl aufgrund des Schuhs zu ermüden und erinnere mich an den guten Halt, auch in Kurven. Auf nassem Asphalt greift er gut und rutscht nicht. Nach dem Mauerlauf wollte ich ihn immer wieder laufen. Zum Einsatz kam er bei einigen entspannten Trailläufen in der Umgebung von München an Wochenenden oder bei Lauftreffs in der Stadt. Und auch den Athen Marathon im November 2023 bin ich mit dem Nordlite gelaufen. Da war er die optimale Wahl für mich. Fazit zum Schuh Im Großen und Ganzen bin ich positiv beeindruckt von dem Schuh und ein Fan geworden. Die Stärke des CRAFT Nordlite Ultra ist die Anpassung an unterschiedliche Terrains und der hohe Tragekomfort. Er schlägt sich hervorragend auf den unterschiedlichen Untergründen und ich fühle mich gut darin. Der Stand im Schuh ist trotz der relativ hohen Sohle fest, ohne das Gefühl von Instabilität. Die Sohle fördert dynamisches Laufen. Die Dämpfung und der Komfort sind sehr gut, meines Erachtens auch nicht zu weich, sodass die Führung gegeben ist. Gerade auf den langen Strecken, für was der Schuh auch steht. Der CRAFT Nordlite Ultra ist meiner Meinung nach ein sehr guter Allrounder, der Spaß macht und mit dem man lange Wettkämpfe sehr gut bewältigen kann. Die CR Zwischensohle zeigt sich mir super reaktionsfreudig und vorantreibend und bietet gute Dämpfung. Außerdem handelt es sich um einen sehr stabilen Schuh. Die Sohle trägt stabil, das technische Mesh-Obermaterial hält gut fest. Es ist gut zu reinigen, weil es nahezu einlagig ist. Der Nordlite kann täglich getragen werden. Das leichte Mesh Obermaterial sowie die knallige Farbe (Orange / Crackle) überzeugen mich zusätzlich. Je knalliger ein Schuh, umso mehr Spaß macht mir der Lauf damit. Einziger Nachteil: Beim Tragen von hellen Laufsocken können diese sich färben. Der UVP von ca. 189,- EUR finde ich für einen Schuh aus dieser Kategorie sehr fair. Es gibt ja Laufschuhe anderer Marken, die selbst ohne Carbon bei über 250,- EUR liegen, besonders im Trailsegment. CRAFT bietet mit diesem Hybridschuh ein top Preis-Leistungsverhältnis. Ich würde den Nordlite Ultra immer gern wählen. Es macht Spaß darin zu laufen und der Nordlite kann Leistung geben. Geeignet ist der CRAFT Nordlite Ultra für den Alltagssportler, aber auch für die schnellen, ambitionierten Läufer/-innen. Außerdem ist die Nutzung für Trainingsläufe und Wettkämpfe gleichermaßen geeignet. Hinweis: Die hier getesteten bzw. vorgestellten Schuhe wurden mir von CRAFT kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Eindrücke und Meinung sind dennoch unabhängig und CRAFT hat keinerlei Einfluss auf die Inhalte des Testberichts.














