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- Transalpinerun Etappe 4 - die Gletscheretappe auf 3000 Meter
Transalpinerun Etappe 4 / 7 07.09.2016 Streckenverlauf Transalpinerun Etappe 4 Von Mandarfen nach Sölden Es gibt eine Steigerung zu gestern! Und zwar heute. Der Transalpinerun Etappe 4 führte uns vom Pitztal ins Ötztal, es ist die kürzeste Etappe, aber auch die mit dem höchsten Punkt bei 3000 m. In Zahlen 29,51 km 1923 HM Aufstieg / 2214 HM Abstieg. Da ich bereits vor Wochen die Etappe 4 beim Trailscout Wochenende (Bericht) abgelaufen hatte, wusste ich was auf uns zukommt. Nach der gestrigen Etappe war ich körperlich am Ende, dazu rebelliert mein Magen. Er mag einfach nicht viel essen und es wird mir übel. Die Gegebenheiten standen somit heute früh nicht wirklich gut. Im Übrigen bin ich schon Stammgast bei der Medicalcrew, verarzten täglich zwei Mal Blasen und mein rechtes Knie, was aufgrund der Abstiege überreizt ist. Dieser Transalpinerun verlangt uns schon einiges ab. So extrem hatte ich es einfach nicht erwartet. Der Start Aufgrund der engen Trails wurde in drei Startblöcke eingeteilt, die schnellen durften zuerst auf die Strecke, dann die halbschnellen und zum Schluß wir "langsamen". Um 9:20 Uhr ging es los. Die Anstiege machten mir am meisten zu schaffen, meine Energie reichte einfach nicht aus. Auch die Zeitlimits waren wieder sehr knackig gewählt, was uns zusätzlich unter Druck setzte. Es ging sofort in den Anstieg zum Rifflesee, welcher im Übrigen sehenswert ist. Wer mal nicht weis, wohin er in den Urlaub fahren soll, dann ab ins Pitztal und unbedingt zum Rifflesee hoch, am besten zu Fuß. Dieser Anstieg bei ziemlicher Hitze machte es uns nicht einfach. Oben angekommen ging es erst mal downhill, aber richtig schnelles laufen ist gar nicht mehr möglich. Das erste Zeitlimit konnten wir knapp erreichen. Und weiter gehts Nach der Verpflegung ging es zum Aufstieg zum Gletscher, ca 1200 HM auf einmal. Die Hitze und Energielosigkeit brachten mich an meine Grenzen. Teilweise musste ich kämpfen einen Fuß vor den anderen zu setzen. Geo, mein Laufpartner nahm mir dann irgendwann ohne Widerworte meinerseits, meinen Rucksack ab und schob mich regelrecht den Berg hinauf. Sicherlich hätte ich es auch so schaffen können, aber die Unterstützung meines Teampartners gab mir Kraft, mich auf die Eroberung des höchsten Punktes des Transalpineruns zu konzentrieren. Auch dies haben wir gemeistert und ich bin froh das wir so weit gekommen sind. Die Zeitlimits wurden auch heute verlängert, somit konnten wir abbremsen und Kräfte sparen, vor allem Geo hat eine starke Reizung am Schienbein und wir sind derzeit nicht sicher, ob wir beide zusammen in Brixen finishen können. Der letzte Abstieg mit ca 1350 HM war bissig und unsere Beine wurden sehr beansprucht. Wir konnten dennoch unter der offiziellen Cutoff Zeit in 6 Stunden 58 Minuten das Ziel in Sölden erreichen. Drückt bitte alle die Daumen, dass Geo finishen kann. Dennoch Gesundheit geht vor und hoffen wir das er fit wird. Gute Nacht Eure Cindy Mit freundlicher Unterstützung von Viking Footwear, Suunto, 2XU, Sziols, TomTom, Casio, Orthomol Sport
- Im Test: Compression Socks Run & Walk von Bauerfeind
IcLange Strecken, nein nie mehr ohne die bunten Kompressionssocken (Compression Socks). Sie fallen nicht mehr wirklich auf, die Läufer in den bunten knielangen Strümpfen, denn mittlerweile trägt die Mehrheit diese Produkte und es ist ein Trend geworden, egal ob Profisportler oder Hobbyläufer. Und ja, es hat auch mich der Hype um die bunten Strümpfe gepackt, welche nicht nur gut aussehen, sondern vielmehr auch positive Eigenschaften mit sich bringen. Für diesen Bericht habe ich die Compression Socks Run & Walk der Firma Bauerfeind getestet. Die neue Sports Line von Bauerfeind bietet uns Sportlern eine reiche Palette an innovativen Hilfsmitteln wie Bandagen, Kompressionsstrümpfe und auch Einlagen, allesamt „Made in Germany“. Und allein das Made in Germany empfinde ich als positiv. Die Wirkung von Kompressionsprodukten: Die Kompressionsstrümpfe, früher bei Venenerkrankungen eingesetzt, haben mittlerweile einen festen Platz im Sportbereich gefunden, wobei die positive Wirkung im Bezug auf die Leistungsfähigkeit doch immer noch oft kontrovers gehandelt wird. Oft kommt es zu schweren Beinen durch Blut- und Flüssigkeitsablagerungen, die durch die Muskeln manchmal nicht mehr ausgeglichen werden können. Ein Kompressionsstumpf hilft dabei einen Druck an bestimmten Stellen des Beines auszuüben und somit die Venen von außen zusammenzudrücken, wodurch das Bindegewebe und die Muskeln entlastet werden. Die Kompression verbessert den Bluttransport zum Herzen, vermindert die Ablagerung in den Beinen und die Beine schwellen nicht an, also keine schweren Beine. Auch wird durch den verbesserten Bluttransport die Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff optimiert, was eine verbesserte Leistungsfähigkeit zur Folge hat und für eine beschleunigte Regeneration sorgt. Tragekomfort der Compression Socks Run & Walk: Beim Auspacken der Compression Socks Run & Walk ist mir gleich das feine und dünne Material aufgefallen, fühlt sich super auf der Haut an und sorgt somit für einen angenehmen Tragekomfort, auch bei warmen Temperaturen, die Feuchtigkeit wird von der Haut wegtransportiert. Der Sportstrumpf ist außerdem leicht und sehr strapazierfähig. Ideal für lange Strecken während dem Training und auch Wettkämpfen. Mir persönlich ist es wichtig, dass die Strümpfe richtig passen und im besten Fall keine Falten bilden. Das führt bei mir sonst zu Blasen. Die Bauerfeind Socken konnten in diesem Punkt mehr als überzeugen. Das Anziehen ist im Vergleich zu anderen Kompressionssocken leicht, kein ziehen wie wild. Das Material ist weich und die Socken fühlen sich wie eine „zweite Haut“ an. Der Druck ist anfänglich ziemlich stark, man gewöhnt sich jedoch schnell daran und das Tragen ist angenehm. Ich habe die Socken bei warmen Temperaturen getestet und das große Schwitzen blieb aus. Die Feuchtigkeit wurde gut abtransportiert und es gab keine Druckstellen. Nach den Läufen behalte ich die Socken üblicherweise immer noch ein bisschen an und warte ab, bis ich erst mal abgekühlt habe. Beim Ausziehen bedarf es lediglich über die Ferse um ein bisschen Geduld, aber das kenne ich bei allen meinen Socken, was mich nicht weiter stört oder eventuell hilft ja jemand beim Ausziehen. Mein Fazit zu den Kompressionsstrümpfen von Bauerfeind: Teurere Kompressionssocken oder auch -strümpfe, wie die Compression Socks Run & Walk von Bauerfeind sind empfehlenswert. Die Qualität ist entsprechend gut und hochwertig. Du kaufst auch nicht zweimal, wie bei günstigeren Modellen, die weniger qualitativ verarbeitet bzw. hergestellt werden. Das Tragegefühl ist top und du kannst dich auf eine verbesserte Regeneration freuen. Einzig bei der Farbe (in meinem Fall gelb) habe ich mich im Nachhinein etwas vergriffen. Die Kombination mit passenden Sportsachen ist immer etwas schwierig. Aber das ist auch persönliches Gefallen. Die Compression Socks Run & Walk von Bauerfeind gibt es in sechs unterschiedlichen Farben: Compression Socks Run & Walk. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ich trage die Produkte der Marke Bauerfeind gern und werde es sicher auch in Zukunft tun. Was ist eure Lieblingskompressionssocke? Und schwört ihr darauf oder lauft ihr ohne Komressionsstrümpfe? In Zusammenarbeit mit Bauerfeind AG
- Yoga meets Running und die Adidas SS16 Women Training Kollektion
Seit ein paar Wochen beschäftige ich mich mit diversen Übungen aus dem Yoga und nein Yoga ist nicht easy, einzelne Übungen, wie z.B. die Krähe benötigen Zeit und Ausdauer bis man sie kann. Deshalb freute ich mich sehr über eine Email mit Anmeldung von Ava Carstens (@ava_carstens) und Kate von wild&fit zum Adidas Running meets Yoga Event, bei welchem ich endlich in die Welt des Yogas durch einen Profi hineinschnuppern durfte. Yoga, keine andere Sportart wird öfter genannt in Kombination zum Laufen. Und Yoga ist zu Recht eine optimale Ergänzung für Läufer, denn es fordert viele Körperpartien und verbessert die Kraft, Koordination und Flexibilität. Eingeladen wurde von Adidas und das Event selbst wurde von Ava Carstens und Kate geleitet. Näheres zu den zwei, könnt ihr auf deren Instagram Accounts erfahren: @ava_carstens / @wild&fit Der Empfang war freundlich und die Location das Fotostudio Artwork/ Lichthaus hell und wunderschön. Ich war ziemlich pünktlich da und nach und nach trafen weitere Mädels aus dem Bereich Blogger und Presse ein, welche ich teilweise bereits aus den Social Medien kannte. Wir lernten uns kurz persönlich kennen und wechselten dann langsam unsere Alltagkleidung in Sportsachen aus der aktuellen Adidas SS16 Women Training Kollektion, welche bei dem Event vorgestellt und somit getestet werden konnte. Dann ging es schon los mit dem sportlichen Laufnachmittag: Der erste Teil beinhaltete eine kleine, aber fordernde Running Session im Tabata Stil, nach kurzer Aufwärmrunde ging es los mit den Intervallen, es mussten 8 x 20 Sekunden in der Belastung gelaufen werden und jeweils dazwischen 10 Sekunden Trabpause. Schnell hatten wir alle schöne rote Bäckchen, denn es war ziemlich kühl draussen. Auf Nachfrage von Kate, welche den Laufteil übernahm und uns kräftig einheizte, ob wir nach diesen vier Minuten, eine weitere Einheit laufen wollten, sagte natürlich niemand nein und so gab es weitere 4 Minuten Intervalle. Ich persönlich mag ja Tabata, da es eine effektive Trainingsart ist. Abschliessend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und es gab einen Staffellauf der Spass machte, bevor es zurück ins Warme ging. Nach unserer Rückkehr ins Studio begann dann schon der Yoga-Teil. Ich interessiere mich sehr für Yoga, es macht den Körper flexibler, kräftiger und man kann entspannen und Stress abbauen, nur der Einstieg fehlte mir bisher. Gleich zu Anfang wurde uns auch schon ein wenig die Angst genommen, immerhin war das die erste Yogasession dieser Art für mich: “Alles kann, nichts muss“. Übungen wie der Krieger 1, Krieger 2, Kobra, Krähe, Yoga-Rad und vieles mehr wurden in Abfolgen mehrmals wiederholt und je nach Level, auch bei dem einen oder anderen Teilnehmer korrigiert. Die Atmosphäre war perfekt, die Helligkeit des Raumes half mir persönlich, mich wohl zu fühlen. Allerdings musste ich nach einigen Minuten feststellen, was Yoga zu bieten hat und das es kein leichter Weg sein wird, die einzelnen Positionen zu lernen, zu verbessern bzw. zu perfektionieren. Richtig gut empfand ich die Dehnungen des Körpers, welche wir in einer langsamen und ruhigen Abfolge vornahmen und mir somit ein gutes Gefühl gaben. Eines muss ich noch erwähnen, die notwendigen Kraftanstrengungen unterschätzt man leicht und es ist überhaupt nicht langweilig. Zum Schluss in der Ruhephase lagen wir zur Entspannung auf dem Rücken, während Ava folgende Zeilen vorlas: Unsere größte Angst Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. Wir fragen uns: Wer bin ich denn, dass ich so brilliant sein soll? Aber wer bist du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind des Universums. Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. Sich klein zu machen, nur damit sich andere um dich herum nicht unsicher fühlen, hat nichts Erleuchtetes. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit der Liebe, die in uns ist, zu manifestieren. Sie ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem einzelnen. Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, geben wir damit unbewusst anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unsere Gegenwart automatisch die anderen. Und damit ging ein toller Lauf- und Yoganachmittag zu Ende. Vielen Dank an Ava, Kate & Adidas von Naiona JewelryFoto Credits: Sandra Stehhttp://www.steh.de/
- 4 Anfängerfehler als Läufer/in
Meine liebe Freundin Negar, welche heute eine neue Bestzeit beim Halbmarathon in München geschafft hat - nochmals herzlichen Glückwunsch liebe Negar und weiter so! Sie läuft nun erst seit einem Jahr regelmäßig und hat in diesem Jahr schon Höhen und Tiefen durchlebt, was anfänglich wichtig ist, hat sie aus ihrer Sicht nachstehend niedergeschrieben: Aus eigener Erfahrung sage ich: Man wird meistens nicht als Läufer geboren, sondern man wird ein Läufer. Jeder Läufer musste irgendwann mal anfangen und war ein Anfänger. Als Anfänger hat man kein leichtes Leben. Man fühlt sich oft müde und es ist, als ob einen etwas ständig bremst. Der Kopf läuft schon nach den ersten Schritten rot an und von einem Laufstil mit schöner Körperhaltung und-spannung ist man auch noch weit entfernt. Zusätzlich dazu kommen noch Seitenstechen und Atemnot. Man beobachtet all die Läuferinnen und Läufer um sich herum, die munter miteinander plaudern, während sie anscheinend völlig mühelos an einem vorbeiziehen. Erste Frage: Wie schaffen sie das? Welche Geheimtipps haben sie? Ob mir das Laufen jemals so leicht fallen wird wie ihnen? Und man wünscht sich insgeheim, dass einer jemanden erklärt, wie man sich verbessert bzw. woran man arbeiten muss. Ich selbst bin keine große oder gute Läuferin. Aber ich hab auch von Null angefangen und mir immer wieder dieselben Fragen gestellt und nach dem einem oder anderen Tipps gesucht. Deshalb gebe ich auch gerne weiter, was mir dabei geholfen hat, Spaß am Laufen zu finden und beizubehalten. Das Erste was man akzeptieren muss, die Entwicklung der Ausdauer braucht seine Zeit. Und viele Laufanfänger (wie ich auch) machen sich das Leben unnötig schwer, indem sie vier typische Anfängerfehler begehen: Anfängerfehler #1: Man läuft zu schnell Viele Anfänger machen den Fehler, dass sie zu schnell los laufen. Es stimmt zwar, dass uns das Laufen in den Genen liegt, aber wenn man jahrelang höchstens mal dem Bus hinterher gesprintet ist, muss der Körper wieder komplett bei null anfangen. Wenn man das Gefühl hat, immer schon nach wenigen Minuten ausgepowert zu sein, dann hat das nur ein Grund: Man läuft wahrscheinlich einfach zu schnell. Am besten sollte man noch einen Gang runter schalten. Man kann anfangs auch Gehpausen in sein Training einbauen, in denen man Kraft für den nächsten Laufabschnitt sammelt. Da merkt man gleich, dass der Körper plötzlich viel länger durchhält – und genau darum geht es, wenn man Ausdauer verbessern will. Das Tempo kommt anschließend von ganz alleine. Anfängerfehler #2: Man läuft zu oft Wenn wir ein neues Hobby für uns entdeckt haben, können wir gerade am Anfang gar nicht genug davon bekommen. Das Herz-Kreislauf-System und die Muskulatur passen sich recht schnell der neuen Belastung an, aber die weniger gut durchbluteten Bänder und Sehnen brauchen dafür deutlich länger. Wenn man dem Körper keine Erholungspausen gönnt, dann geht man ein hohes Verletzungsrisiko ein. Deshalb die goldene Regel für Laufanfänger: Auf jeden Trainingstag sollte ein Ruhetag folgen. An Ruhetagen ist Laufen tabu, aber man darf anderen Sportarten nachgehen. Zum Beispiel Schwimmen oder Radfahren, wenn man auch an diesen Tagen die Ausdauer trainieren will. Zusätzlich sollte immer Stabi-Training zur Kräftigung der Muskulatur eingebaut werden. Anfängerfehler #3: Schlechte Schuhe Gutes Schuhwerk ist das A und O beim Laufen. Daher sollte der erste „Gang (Lauf)“ eines jeden angehenden Läufers in ein Sportfachgeschäft führen. Schlechte Schuhe können Probleme verursachen, bis hin zur Verletzung. (kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen) Ein Paar Laufschuhe sollte nicht mehr als 1000 Kilometer getragen werden. Des Weiteren ist ratsam ein weiteres Paar Schuhe oder auch weitere Schuhe unterschiedlicher Modelle gleichzeitig zu benutzen, so können verschiedene Muskelgruppen im Fuss beansprucht werden bzw. die Dämpfung in den Schuhen braucht Zeit, um sich wieder zu „erholen“ . Anfängerfehler #4: Man hat keine Ziele Wenn man mit dem Laufen anfängt, dann hat man automatisch ein Ziel – auch wenn man immer wieder hört, dass man “einfach nur laufen” will. Man will fitter werden oder etwas für die eigene Gesundheit tun, mehr Energie haben, abnehmen oder besser aussehen. Andere möchten irgendwann einen Halbmarathon oder sogar Marathon finishen. Etwas erreichen, worauf man stolz sein kann. Wenn man sich ein Ziel setzt und dieses deutlich vor Augen hat, steigert das auch die Erfolgschancen. Ich empfehle, dass man mit einem „kleinen“, erreichbaren und realististischem Ziel beginnt. So kann man sich freuen, wenn es erreicht wird. Die Ziele werden von alleine immer größer. In diesem Sinne „keep on running“ Eure Negar
- Eine lange Reise München – Berlin – München in 24 Stunden, der Nike Women Run
Meiner Meinung nach geht es beim Laufen nicht immer nur um Bewegung und Spass, sondern in irgendeiner Art und Weise bringen einen die Erlebnisse auch persönlich weiter. So auch der Nike Women Run in Berlin am 20.06.2015 (#werunberlin). Für mich persönlich war es ein Geburtstagslauf, an welchen ich aufgrund dessen eigentlich gar nicht teilnehmen wollte, es sich aber kurzfristig ergab, dass ich im laufen.de Team einen Startplatz bekommen konnte. Das 4er Team bestand aus Alena, Sandra, Melanie und mir. So ging es am Samstag morgen für mich mit über 100 Mädels von Club der Töchter München nach Berlin. Die Busfahrt war ereignislos, ging aber für mich gefühlt schnell vorbei. Wir kamen am Nachmittag gegen 16 Uhr am Tempelhof, dem Ort des Geschehens, an und dort traf ich sofort auf Melanie aus Dresden. Wir verstanden uns von Beginn an sehr gut und da es vom Wetter her ziemlich unbeständig war, gingen wir erst mal Kaffee trinken. Mache ich am liebsten bei schlechtem Wetter. Alena und Sandra sollten wir erst später treffen. Via Whatsapp hatten wir uns dann gg 18 Uhr zusammengefunden und herzlich begrüßt. Auf dem Gelände des Tempelhofer Feldes (ehemaliger Flughafen Tempelhof) tummelten sich mittlerweile Tausende von Mädels und Frauen, laut Angaben sollten an diesem Abend 10.000 Läuferinnen starten. Wir und auch alle anderen Mädels veranstalteten erst mal eine ausgiebige Fotosession und fotografierten was das Zeug hielt. Die Atmosphäre war einfach schön, nur ein bisschen Wärme hat zu unserem Glück noch gefehlt. Die Zeit verging viel zu schnell und die Startaufstellung begann nun langsam, Sandra machte mit uns unser eigenes Aufwärmprogramm, bevor wir uns in die übervollen Startblöcke zwängten. Die Atmosphäre großartig, alle fieberten dem Start entgegen, die Moderatoren heizten gut ein und das Starttor leuchtete unglaublich schön. Das laufen.de Team vereinbarte, dass wir gemeinsam laufen wollten, uns am langsamsten orientieren und einfach nur Spass haben wollten, dennoch Ziel war sub 60 Min. Kurz nach 21 Uhr ging es endlich los, ziemlich schleppend, stoppte es immer wieder und wir verloren auf den ersten Kilometern viel Zeit. Das passiert wenn 10000 Läuferinnen auf einmal starten. Vor uns, hinter uns ein Meer aus orangen Shirts, das sah auf dem riesigen freien Feld einfach nur mega aus. Auch die Stimmung durch die Zuschauer und das Anfeuern waren toll. Einzig die Strecke war eher langweilig, was das Event aber in keinster Weise negativ beeinflusste. Der Lauf war extrem kurzweilig, schon schnell waren fünf Kilometer vorbei, Nike hat sich eine Menge einfallen lassen, wir wurden von Cheerleadern, Gospelsängern, Musikern, Trommeln an bestimmten Punkten immer wieder unterhalten und gepusht. Am besten waren die Cheerleader, da hatte man das Gefühl, dass wir Mädels eher zujubelten als bejubelt zu werden. Berlin bebte. Bei Kilometer 7 gab es eine Fotostation, wir überschritten die Linie Hand in Hand im Viererteam, ein toller Moment, im Team zu laufen und nicht allein. Auf den letzten Kilometern war unser Ziel der hübsche Pacemaker mit der 60 auf dem Rücken, einige Mädels klebten regelrecht an ihm, wir wollten ihn überholen, kurzer Smalltalk und wir waren vorbei. Sandra motivierte uns und den Rest der Mädels um uns herum, Partycrew on tour. Kurz vorm Ziel noch so ein Pacer mit der Zahl 60 auf dem Rücken, dass hieß, wir gaben alle nochmals Gas, um auch diesen hinter uns zu lassen, der Sprung ins Ziel folgte dann sogleich. Das Team laufen.de überschritt die Ziellinie bei 59:40 Min, eine neue Bestzeit für Alena, wir alle freuten uns sehr mit ihr und umarmten uns im Ziel. Es war sehr beeindruckend, wie individuelle Ziele manchmal in den Hintergrund rücken und eigentlich ganz egal sein können, die Freude im Team war für mich persönlich viel mehr wert und bleibt in Erinnerung. Meine persönliche Bestzeit werde ich bei einem anderen Lauf knacken müssen, hier in Berlin, waren die Power, der Spass und das Event mein Highlight. Im Ziel versorgten wir uns erst mal mit Wasser, einen Snack, der Finisher-Armkette, einem Bier und entspannten uns. Da es mein Geburtstag war mussten wir zum Abschluss noch einen Sekt trinken, ich liebe das Zeug. Danach ging es für mich auch schon zurück nach München und für die Mädels ins Hotel bzw in das Berliner Nachtleben. Ein unvergesslicher Abend, ein perfektes Läufererlebnis, ein irre Stress der sich gelohnt hat, Nike es war ein tolles Event. Vielen Dank hiermit auch an laufen.de, dass ich im Team mitlaufen konnte.
- Dein Trailcamp in Naturns mit Teilnahme beim Alpenplus Ötzi Trailrun
Nachdem die Women Trail & Hike Days in Naturns in den letzten Jahren ein voller Erfolg waren, möchte ich dir nun ein weiteres Trailcamp in Südtirol vorstellen - dieses Mal offen für Frauen und Männer. Das idyllische Naturns im Vinschgau bietet perfekte Bedingungen für Trailrunning und Bergabenteuer. Ich selbst war begeistert von den bisherigen Trailtagen in Naturns und würde am liebsten jede Woche aufs Neue meine Zeit in dieser traumhaften Region verbringen. Im Frühjahr 2026 steht das nächste Highlight an: Das Trailrun Camp in Naturns rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun vom 09. bis 12. April 2026. Dieses viertägige Trailcamp in Südtirol richtet sich an alle, egal ob Anfänger/-in oder erfahrene Trailrunner. Wir genießen entspanntes Traillaufen in der wunderschönen Natur des Vinschgau mit aktiver Vorbereitung und Teilnahme beim 6. Alpenplus Ötzi Trailrun am 11. April 2026. Zur Auswahl stehen drei abwechslungsreiche Strecken: Vertical (Donnerstag) - 4,2 Kilometer und 760 Höhenmeter Sunny Mountain Trail (Samstag) - 30 Kilometer / 2.100 Höhenmeter Skyrace (Samstag) - 15 Kilometer / 1.150 Höhenmeter Just for Fun (Samstag) - 8 Kilometer / 400 Höhenmeter Ich habe bereits 2022 bis 2024 teilgenommen. Das Event begeistert mich jedes Mal aufs Neue, sodass ich auch 2026 wieder teilnehmen möchte und abermals den Ötzi Trail Run mit einem Trailcamp kombiniere. Das Motto: Trailrun meets Trailcamp in Naturns. Wenn du dir vorab einen Eindruck zum Ötzi Trail verschaffen möchtest, dann hüpfe schnell zum Blogbeitrag rüber, den ich verlinkt habe. Dein nächstes Abenteuer wartet, bist Du dabei? Neues entdecken, vielleicht wieder mal über die eigenen Grenzen gehen und dabei schöne, genussvolle Momente genießen? Vom Donnerstag, 09. April bis Sonntag, 12. April 2026 nehmen wir dich mit in den Thermalort Naturns bei Meran. Es erwartet dich ein unvergessliches Trailcamp - inklusive Teilnahme am Alpenplus Ötzi Trailrun. Das erwartet Dich: Gemeinsam die wilde Natur beim Trailrunning erkunden Deinen ersten Trail-Wettkampf 2026 erleben, der 6. Alpenplus Ötzi Trailrun Mit Gleichgesinnten aktiv sein und Neues entdecken Die ersten warmen Frühlingstage im Vinschgau genießen Komm mit auf... Komm mit auf eine Reise, die Bewegung, Naturerlebnisse und spannende Einblicke in den Berglaufsport verbindet, mitten im schönen Ort Naturns. Im Rahmen des Ötzi Trailrun am Sonnenberg erwarten dich unvergessliche Momente. Wenn du es liebst, gemeinsam mit anderen neue Abentuer zu erleben, Spaß zu haben und echte Begegnungen zu genießen, dann ist dieses Trailrunning Camp in Südtirol genau das Richtige für dich. Kurz gesagt: Melde dich an und sei dabei. Was erwartet dich beim Trailcamp rund um den Ötzi Trailrun? Donnerstag, 09. April 2026 - Anreise und erste Trailrunde Bis Mittag reist du nach Naturns an und beziehst dein Zimmer im Hotel. Am frühen Nachmittag starten wir mit einer ersten Trailtour oder Wanderung, dabei entdecken wir schon erste Markierungen für den Alpenplus Ötzi Trailrun. Je nach Leistungsniveau laufen oder wandern wir in verschiedenen Gruppen auf abwechslungsreichen Wegen. So kommt jede/r auf seine Kosten. Die Tour dauert ca. zwei Stunden und bietet den perfekten Einstieg ins Trailcamp in Südtirol. Wer möchte kann um 18 Uhr beim Vertical (erste Ausgabe) teilnehmen. (Bitte diese bei der Anmeldung zum Trailcamp bereits mitteilen, wenn Interesse dafür besteht). Am Abend lassen wir den Tag beim Abendessen im Hotel gemütlich ausklingen. Freitag, 10. April 2026 - aktiv sein und entspannen vor dem Wettkampf Der zweite Tag im Trailcamp startet aktiv: Mit Gymanstik, Stretching und Dehnen bereiten wir unsere Körper optimal auf das bevorstehende Wochenende vor. Danach genießen wir gemeinsam ein ausgiebiges Frühstück im Hotel. Anschließend erkunden wir bei einem lockeren Trailrun die Umgebung von Naturns. Da am nächsten Tag der Alpenplus Ötzi Trailrun ansteht, steht hier das Genießen der Natur und das aktive Vorbereiten im Vordergrund. (Option 1). Wer rund um den Raceday noch etwas mehr Community-Feeling erleben möchte, hat alternativ die Möglichkeit, am Community Run (später Nachmittag / früher Abend) teilzunehmen. Die Entscheidung kannst du spontan vor Ort treffen. Wir bieten auch eine Yoga-Einheit mit Physiotherapeutin & Yogalehrerin Maria Gögele um 14 Uhr noch an. Anschließend wird es gemütlich. Ausruhen vor dem Wettkampf und Energie tanken: Ob im Wellnessbereich, bei einer ruhigen Auszeit oder beim lockeren Austausch mit den anderen Teilnehmenden oder den Community Run, du entscheidest was dir guttut. Gemeinsam holen wir danach dann noch die Startunterlagen für den nächsten Tag ab, bevor wir den Tag mit dem Abendessen ausklingen lassen. Samstag, 11. April 2026 - Wettkampftag beim Alpenplus Ötzi Trailrun Heute ist es soweit: Der Ötzi Trailrun in Naturns - das Herzstück unseres Trailcamps in Südtirol, steht auf dem Programm. Nach einem frühen Frühstück im Hotel machen wir uns gemeinsam bereit für den Start. Ab 09:00 bzw. 10:00 Uhr geht es los - je nach gewählter Distanz. Sunny Mountain Trail (30 km / 2.100 HM) Skyrace (15 km / 1.150 HM) Just for Fun (8 km / 400 HM / Teilnahme ohne ärztliches Attest möglich) Im Ziel feiern wir unsere Erfolge in der benachbarten Festhalle oder draußen auf dem Marktplatz von Naturns. Für alle Teilnehmer-/innen gibt es ein Mittagessen (im Startpreis enthalten). Neben der Laufszene Südtirols werden auch einige bekannte Trailrun-Profis vor Ort sein, eine tolle Gelegenheit, die Community hautnah zu erleben. Am Nachmittag finden wir Zeit für Wellness oder Eis essen. Den erfolgreichen Wettkampftag runden wir ganz entspannt bei einem typischen "Pizza-Abend" in einer ausgewählten Pizzeria ab. Sonntag, 12. April 2026 - Abschlusstag in Naturns Auch am letzten Tag unseres Trailcamps starten wir wieder aktiv: Vor dem Frühstück sorgen Gymnastik und Mobilisierungsübungen für einen sportlichen Beginn. Danach bieten wir je nach Lust noch eine gemeinsame Laufrunde (Regenerationslauf entlang der Etsch) an oder gerne auch eine kleine Wanderung. Gegen Mittag heißt es dann Abschied nehmen, hoffentlich voller Glück, mit neuen Freundschaften und vielen Erlebnissen an unvergessliche Tage in Naturns am Sonnenberg. Mit dieser positiven Energie im Gepäck trittst du die Heimreise an. Ganz Wichtig Der Spaß steht im Vordergrund. Wir werden beim Trailcamp in zwei Leistungsgruppen unterwegs sein, eine etwas ambitioniertere und eine gemütliche Laufgruppe, auch für Anfänger geeignet. Wobei wir nach Möglichkeit auch versuchen werden, möglichst beieinander zu bleiben. Bitte teile bei Deiner Buchung besondere Wünsche mit: Bist Du bereits Trailrunner oder Anfänger? Gibt es Lebensmittelunverträglichkeiten? Wie reist Du an? Benötigst Du eine Abholung ab Meran? Bist Du an Fahrgemeinschaften interessiert? Für alle Fragen stehen wir Dir jederzeit zu Deiner Verfügung. Buchung bitte direkt per Email an Lea Schweitzer (Tourismusverband Naturns) senden: schweitzer@naturns.it Mail: cindy.haase@gmail.com oder telefonisch: +49 (0) 177-2161209 Deine Unterkunft in Naturns Unser Versteck: Das Hotel Belvedere****S Naturns Wir übernachten im 4 Sterne Hotel Belvedere in Naturns. Ankommen und deinen Aktiv-Urlaub genießen, so das Motto des Adults Only Hotel. In schönster Hanglage, nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt, heißt es, die Seele in der erholsamen Wellnesswelt mit In- und Outdoor Pool und der neuen Saunalandschaft baumeln lassen. Vom Sonnendeck aus hat man den schönsten Panoramablick über Naturns und die umliegende Bergwelt und es lässt sich perfekt Entspannen. Alle weiteren Informationen findest Du unter: https://www.belvedere-naturns.com/ Er werden 3 Übernachtungen im DZ oder EZ inkl. Verwöhnfrühstück, Nachmittagssnack und Abendessen gebucht. Du möchtest lieber ein Einzelzimmer, dann sei bitte schnell. Gegen einen Aufschlag stehen wenige Zimmer zur Verfügung. Gerne suchen wir einen Zimmernachbar. Deine Investition fürs Trailcamp in Naturns Die Teilnahme am Trailcamp in Naturns (Südtirol) beinhaltet ein Rundum-Paket aus Unterkunft, Verpflegung und Startplatz beim Alpenplus Ötzi Trailrun. Preis im Doppelzimmer, inkl. aller beschriebenen Leistungen 525,- € pro Person Preis im Doppelzimmer, inkl. Teilnahme am Vertical 550,- € pro Person Einzelzimmer-Zuschlag für 3 Nächte 75,- € Inklusive Startplatz für den Alpenplus Ötzi Trailrun, 3/4 Pension (Frühstück, Nachmittagsjause & Abendessen). Nicht inklusive: Getränke; Kurtaxe sowie An- und Abreisekosten. Verlängerung vor Ort individuell möglich (abhängig von Zimmerverfügbarkeit) Wie kommt man nach Naturns? Die Anreise nach Naturns ist unkompliziert und flexibel möglich. Mit dem Zug: Von München aus fährst du bequem mit dem Zug nach Meran. Von dort organisieren wir für mehrere Teilnehmer-/innen gerne einen Shuttlebus direkt ins Hotel. Mit dem Auto : Wenn du mit dem Auto anreisen möchtest, schauen wir gemeinsam gerne auch nach Fahrgemeinschaften. So bist du flexibel, reist bequem und trotzdem umweltfreundlicher. Deine Betreuung vor Ort - Wer sind wir? Wir, Cindy & Marcel, sind deine beiden Guides beim Trailcamp in Naturns. Gemeinsam nehmen wir dich mit in die traumhafte Natur des Vinschgau - aktiv, genussvoll und in guter gesellschaft. Freu dich auf erlebnisreiche Trailtage in der Gruppe. Marcel ist der Erfahrene im Team Marcel läuft seit 2006 leidenschaftlicher Läufer und absolviert jedes Jahr mehrere tausend Kilometer, in den Bergen und ebenso auf der Straße. Er hat an zahlreichen Berg-, Trail- und Straßenläufen in Europa, USA und auch in Südafrika teilgenommen. Laufen ist fester Bestandteil seines Lebens. Beim Trailcamp führt Marcel die Schnelleren an und ist Ansprechpartner für alle Fragen und Wünsche. Cindy ist der Power Part im Team Cindy bringt jede Menge Energie und Motivation ins Trailcamp. Als erfahrene Marathonläuferin ist sie nicht nur auf der Straße erfolgreich unterwegs, sondern lebt auch ihre Leidenschaft beim Trailrunning. Mutig stellt sie sich zudem regelmäßig neuen Herausforderungen, z. B. beim Eisbaden. Wenn du Motivation, wertvolle Trainingstipps oder einfach ein Extra an Power suchst, steht dir Cindy mit Rat und Tat zur Seite. Mehr über ihre Leidenschaft fürs Laufen, die Berge und das Trailrunning findest Du auch auf ihren Blog: https://runfurther.de Gemeinsam unterwegs Unser Ziel ist es, dich zu motivieren, Neues auszuprobieren, eigene Grenzen zu überwinden und dabei die gegenseitig Unterstützung in der Gruppe zu spüren. Im Trailcamp in Naturns gilt daher ganz klar das Motto: Spaß haben, Gemeinschaft zu erleben und trotzdem auch mal die Komfortzone verlassen. Wir freuen uns auf inspirierende Tage voller Erlebnisse und einzigartiger Momente in den Bergen rund um Naturns. Du hast Fragen? Dann melde dich jederzeit gerne unter cindy.haase@gmail.com . Fotocredit: Einige Bilder sind vom Tourismusverband Naturns zur Verfügung gestellt wurden.
- Ötzi Trailrun - Berglauf in Naturns bei Meran
Der Alpenplus Ötzi Trailrun ist eine neue Trailrun Serie in Naturns. 2022 wurde das Event zum zweiten Mal veranstaltet. Der bekannte und erfolgreiche Trailrunner Daniel Jung ist Mitorganisator und das Gesicht des Events. Im Rahmen meiner Zusammenarbeit mit dem Naturnser Tourismusverein zu meinem Women Trailcamp „Trail & Hike Days Naturns“ im Mai 2022 durfte ich vorab am Wettbewerb teilnehmen. Die Eventstrecke wird auch während der Trail & Hike Days teilweise abgelaufen. Für mich also eine gute Gelegenheit die Gegend vorab schon mal kennenzulernen. Der Ötzi Trailrun bietet den Teilnehmern zwei unterschiedliche Distanzen, einmal die längere Strecke, den Sunny Mountain Trail (30 km / 2.100HM) und das Skyrace mit 15 km und 1.150 HM. Die Trailrunner / innen starten bei beiden Wettbewerben in Naturns am Rathausplatz und beide Strecken führen zum Sonnenberg hinauf. Anreise nach Südtirol zum Ötzi Trailrun Die Laufveranstaltung fand am Samstag, 02. April 2022 statt. Wir reisten daher am Freitag an und holten bei der Ankunft in Naturns gleich unsere Startunterlagen ab. Die Anreise gestaltete sich unkompliziert. Naturns liegt im Vinschgau, ca. 12 km von Meran entfernt und ist sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Wir fahren aber mit dem Auto, da wir erst am späten Nachmittag in München losfahren können. Unser Ziel ist das Rathaus Naturns, dort findet die Startnummernausgabe statt. Etwa 4 Stunden später stehen wir vor Ort. Die Fahrt führte uns über Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck, der Brennerautobahn, Sterzing & Meran. Du musst mit zusätzlichen Kosten für Brenner und Maut von 17 EUR pro Strecke rechnen (Stand April 2022). Anmeldung und Goodie Bag Bei der Abholung der Startnummer lerne ich Uli endlich kennen, mein Ansprechpartner und Mitinitiator der Women Trail & Hike Days (Trailcamp). Es ist ein sehr herzlicher Empfang und wir tauschen die ersten Informationen aus. Wichtig ist übrigens zu wissen, dass du bei den meisten Laufveranstaltungen in Italien ein Ärztliches Attest vorlegen musst. Bitte kümmere dich frühzeitig darum, da nicht jeder Arzt dieses einfach so unterschreibt und oft eine Untersuchung vornehmen möchte. Diese Erfahrung habe ich zumindest 2018 beim Paris Halbmarathon gemacht. Auch dort ist ein Ärztliches Attest Pflicht, bevor du starten darfst. Ich musste damals mehrere Ärzte abklappern bis ich eine Unterschrift bekommen hatte ohne lange Untersuchung über mich ergehen zu lassen. Nachdem wir unsere Startunterlagen in den Händen halten, checken wir in unsere Unterkunft (Kleinkunsthotel Naturns) ein und essen noch einen Teller Pasta bevor wir früh schlafen gehen. Mit wir meine ich übrigens meinen Freund Marcel und mich. Die Goodie Bag beim Alpenplus Ötzi Trailrun ist großzügig gefüllt, von Südtiroler Speck, über mehrere Sport-Gels, ein Paar Socken, Halstücher, einem Bier und vielen weiteren Goodies sind schöne Sachen beinhaltet. Sogar ein Essensgutschein für die After-Run Party ist dabei. Wettbewerb „der Alpenplus Ötzi Trailrun“ Am Start stehen Top-Athleten wie Anna Hahner, Kimi Schreiber oder Armin Larch sowie viele Hobbyläufer, wie Marcel und ich. Insgesamt waren ca. 250 Teilnehmer angemeldet. Der Sunny Mountain Trail an dem wir teilnahmen wurde um Punkt 9 Uhr gestartet. Das Skyrace wurde um 10:30 Uhr freigegeben. Leider gab es in den Tagen vor dem Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns einen Wintereinbruch und die längere Strecke musste aus Sicherheitsgründen geändert werden. Somit wurde die sehr bekannte 1000 Stufen-Schlucht mit ihren knackigen Anstiegen dieses Jahr ausgelassen. Die alternative Wegführung führte die Teilnehmer/-innen nicht ganz so weit den Sonnenberg hoch wie geplant und auf der zweiten Hälfte wurde die gleiche Strecke wie beim Skyrace gelaufen. Übrigens befinden wir uns immer wieder auch auf Abschnitten des Meraner Höhenweg. Der Start verlief bei mir wie immer erst mal zu schnell. Ich lasse mich einfach mit der Menge jedes Mal mitreißen. Nach 1-2 km finde ich jedoch schnell mein eigenes Tempo. Bis zur ersten Verpflegungsstelle bei km 8 (Dursterhof) läuft es für mich eher schwerfällig, obwohl einige Kilometer gut laufbar waren. Es fühlt sich anstrengend an und ich bin froh, dass nach dem ersten kurzen Stopp, nun erst mal einige flache Kilometer sowie der Downhill bis Naturns bevorsteht. Auf den flachen Abschnitten finde ich endlich besser in den Wettbewerb rein und mein Körper fühlt sich stärker an. Der Ötzi Trailrun bietet tolles Terrain, flowige Trails, teilweise aber auch knifflig zu laufen. Die Downhills sind teilweise leicht laufbar bis technischer Art, für jeden etwas dabei. Die Anstiege sind von OK bis steil, das dir die Luft wegbleibt. Ich bin tatsächlich froh, dass der Wintereinbruch Einzug gehalten hat, denn bei Kälte läuft es sich einfach leichter. Ich muss immer wieder die Mütze und das Halstuch an- und ausziehen, je nachdem auf welcher Höhe wir uns befinden. Naturns liegt übrigens auf etwas über 500 Meter über NM. Die Alternativstrecke führt uns nach 15 km zurück nach Naturns bevor ein steiler Anstieg wiederum uns den Sonnenberg bis auf knappe 1500 Meter hochführt. In Naturns befindet sich die zweite Verpflegungsstelle, ich greife mir einen Riegel und weiter geht es. Während des zweiten sehr steilen Anstieges (ca. 900 HM auf 4 km) kommt die Sonne raus und es wird richtig warm und anstrengend. Weiter oben laufen wir wieder über Schnee und glatte Wegstrecke. Ich muss teilweise mit Handbremse laufen, um nicht zu stolpern bzw. auszurutschen. Die Bodenbeschaffenheit ist hin und wieder sehr steinig und deshalb aufgrund der Nässe glatt. Die dritte und letzte Verpflegung befindet sich bei km 21 und nun soll es nur noch abwärts gehen, dass sagen zumindest die Helfer. Na hoffen wir, dass sie sich nicht irren. Unterhalb der Schneegrenze werden die Verhältnisse besser und es wird laufbarer. Die letzten 3-4 Kilometer schlängeln sich am Berg entlang auf und ab ins Tal Richtung Naturns hinab. Hierbei sind noch zwei Anstiege, die ich so nicht im Blick hatte und mir auf den letzten Kilometern noch einiges abverlangen. Diese letzten ca. 150 HM hätte ich ehrlichgesagt auch nicht mehr gebraucht. Aber gut, nachdem es geschafft ist, vergisst man die Schmerzen auch schnell wieder. Bei ca. km 22 hatte ich noch eine Zielzeit von 04:30 Stunden für möglich errechnet, für mich eine wirklich sehr gute Zeit. Jedoch aufgrund der letzten Anstiege war dieses Ziel irgendwann nicht mehr realisierbar. Schlussendlich lief ich mit 04:40:04 Std ins Ziel, was auch eine sehr gute Zeit ist und ich mich sehr darüber freute. Insgesamt schaffte ich es auf den 4. Platz meiner Altersklasse und war 20 Minuten schneller als ursprünglich anvisiert. After Run Get-Together Nach dem Zieleinlauf erwartet uns leider keine Medaille, das Einzige was ich wirklich bei dieser liebevollen Veranstaltung vermisse. Die Verpflegung auf der Strecke und im Ziel ist absolut top und für jeden etwas dabei. Ich trinke an jeder VP Tee und esse mal wieder viel zu wenig bei einem Wettkampf. Ich esse einen halben Riegel, den ich kaum runterbekomme und eine Apfelspalte. Ja schlagt mich! Und ja es wird Zeit, dass ich eine optimalere Ernährung beim Wettkampf in Angriff nehme. Ein Ziel für dieses Jahr ist damit gesteckt und einiges an Potential für Verbesserungen vorhanden. Im Ziel angekommen wird es nach einiger Zeit kalt und wir können uns im Veranstaltungssaal umziehen, warm werden und es gibt sogar eine After-Run Verpflegung (Gutschein im Goodie Bag). Für mich gibt es einen Veggieburger auf Salat und ein Wasser. Das finde ich super und so verbringen wir einige Zeit bis zur Siegerehrung noch vor Ort. Fazit zur Veranstaltung Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns Wie bereits erwähnt wird das Laufevent sehr liebevoll und gut organisiert. Dani Jung hat als Profi seine ganze Erfahrung und Leidenschaft eingebracht und die Mitarbeiter des Naturnser Tourismus stehen jedem Teilnehmer mit Rat und Tat gern zur Seite. Auch die Helfer an der Strecke und die Bergwacht sind mit Herzblut dabei. Die Gegend rund um Naturns ist ein Traum, die Trails und Strecke wunderschön und das mediterrane Klima sorgt für warme Temperaturen schon recht früh im Jahr. Hunde scheinen erlaubt zu sein, zumindest stand ein Hund in der Startaufstellung. Vor Ort erlebt man die große Südtiroler Laufcommunity und der Lauf scheint sehr gut anzukommen. Ich kann den Alpenplus Ötzi Trailrun Naturns empfehlen. Die 30 Kilometer des Sunny Mountain Trail machen Lust nochmals gelaufen zu werden. Mit der gewonnenen Streckenkenntnis und Erfahrung würde ich beim nächsten Mal sicher mehr Gas geben. Aber auch die Blicke auf Naturns, die vielen Apfelplantagen und die gegenüberliegende Bergkulisse sind beeindruckend und bleiben in Erinnerung. Zusatztipp für sportliche Genießer Den Ötzi Trailrun genießen und noch ein paar Tage in Naturns dranhängen, um auf dem Meraner Höhenweg zu wandern, das Schloss Juval besuchen, Cappuccino trinken in der Sonne oder auch an der Etsch mit dem Rad entlang radeln. Auch für Rennradtouren ist die Region bestens geeignet. Das Stilfser Joch und der Reschenpass sind ganz in der Nähe. Das Vinschgau bietet im April Frühlingserwachen und Frühlingstemperaturen.
- UTCT Rennbericht - Trailrunning in Südafrika
Ich berichte dir heute von meinem ersten südafrikanischen Trailrun Event, dem UTCT. Laufen in Südafrika klingt für mich nach Abenteuer und warum bekomme ich solche Abenteuer immer als Werbung über Social Media eingespielt? Es geht um den UTCT. Von diesem Trailrun Event hatte ich in der Vergangenheit noch nie etwas gehört, bis ich vor ein paar Monaten durch Zufall über einen Popup gestolpert bin. Zu jenem Zeitpunkt war unser Urlaub noch nicht geplant. Wir wollten eine Reise zum Ende des Jahres machen und mit dem UTCT war ich sofort inspiriert und wusste, dass muss es werden. Sowieso ist Südafrika eines der Top Ziele auf meiner Reise-Wunschliste. Was ist der UTCT? Der UTCT, voll ausgeschrieben "Ultra Trail Cape Town", ist ein Event der Extraklasse. Aus diesem Grund möchte ich meine Erfahrungen und Erlebnisse in diesem Blogbeitrag niederschreiben. Im Nachhinein kann ich sagen, der UTCT gehört auf deine Bucket List. Die einzigartigen Trails und die Abwechslung der Streckenabschnitte ziehen dich in den Bann und wenn du gerne auf den Trails dieser Welt unterwegs bist, dann auf nach Kapstadt. Die Veranstaltung bietet den Teilnehmer/innen verschiedene Distanzen: 23 km, 35 km, 55 km, 100 km und für die Königsklasse einen 100 Miler. Außerdem zieht der UTCT sehr viele Profi-Läufer/-innen an und du kannst ihnen sehr nah kommen. Aber eine Vorwarnung, einfach ist der UTCT nicht. Die Anmeldung für den UTCT Wenn du beim UTCT mitlaufen möchtest, solltest du dich frühzeitig, um die Anmeldung kümmern. Die Veranstaltung ist hinten raus recht schnell ausverkauft. Wir hatten uns ca. 6 Wochen vor dem Event registriert und uns für die 55 Kilometer Strecke entschieden. Der Startplatz kostet um die 180 EUR. Der kleine Ultra, also die 55 Kilometer, fand 2022 zum ersten Mal statt. Ein Grund für mich, genau diese Strecke zu laufen. Die Routen-Beschreibung las sich auch interessant: Überquerung von Strandabschnitten, technische Trails, Aufstieg zum Suther Peak, Weinberge in Constantia und schattige Abschnitte über den Alphen Trail sowie durch den Newlands Forest (Wald). Die letzten Kilometer führen am Tafelberg entlang mit einer Wahnsinnsaussicht auf die Stadt, das Meer und den Lion's Head. It's Race Week Rund um den UTCT werden einige Meet Ups und Läufe in der gesamten Rennwoche angeboten, an denen jeder teilnehmen kann. Dadurch ist eine tolle Stimmung in der Stadt gegeben und es existiert eine eingeschworene Trailrunner Gemeinschaft in Südafrika. Es gibt einige Läufer/-innen, die regelmäßig an Lauftreffs und Veranstaltungen teilnehmen. Die südafrikanische Läufer-Gemeinde ist für Außenstehende relativ gut überschaubar und man findet schnell Anschluss. Teilnahme bei den Tuesday Trails am Dienstag Die Tuesday Trails ist eine Laufgruppe, die sich dem Namen nach jeden Dienstag zum Laufen trifft. Ich folge dem Instagram-Account der Tuesday Trails schon zwei Jahre und freute mich, endlich mitlaufen zu können. Die Tuesday Trails und der UTCT kooperieren, da beides von der gleichen Person geführt werden (Stuart McConnachie). Am Dienstag vor dem UTCT war der Lauftreff entsprechend um ein Vielfaches größer. Geschätzt waren mindestens 300 Läufer/-innen vor Ort. Es wird in fünf verschiedenen Tempogruppen gelaufen und auf abwechselnden Routen im Tafelberg Areal. Ein Must-Do, wenn du mal in Südafrika mit der Trailrunner Gemeinde laufen möchtest. Registrierung im Rugby Club Gardens Wir holen die Startunterlagen am Mittwoch vor dem Rennen ab. Die einzelnen Läufe finden im Übrigen zu unterschiedlichen Zeiten statt. Als erstes starten die Teilnehmer/-innen des 55 km Ultra am Freitag um 7 Uhr, danach geht es für die 23 km Distanz um 9 Uhr los und die 100 Miler starten Freitagabend. Am Samstag in der Früh gehen die 100 Kilometer Starter/-innen auf die Strecke und den Abschluss macht das 35 km Rennen am Sonntag um 6 Uhr. Bevor wir die Startnummer in den Händen halten dürfen, wird die Pflichtausrüstung geprüft. Nur wenn diese korrekt vorgeführt wird, bekommt man das Go. Ich habe leider keine wasserfeste Regenjacke dabei, sondern nur eine Windjacke ohne Wasserschutz. Aus diesem Grund werde ich nicht sofort zugelassen. Schnell ist klar, auf die Pflichtausrüstung wird Wert gelegt, was bei der Geländebeschaffenheit auch richtig ist. Ich hole eine andere Jacke aus dem Hotel, die den Vorgaben entspricht, gehe abermals durch den Check-up. Beim zweiten Anlauf passt alles und ich kann meine Startnummer abholen, es ist die 5181. Während des Rennens soll es Stichproben geben, um zu garantieren bzw. zu kontrollieren, dass die erforderliche Pflichtausrüstung auch mitgeführt wird. Die Teilnehmer, bei denen etwas fehlt, werden mit Zeitstrafen belegt. Die Messe auf dem Eventgelände ist recht übersichtlich, aber ganz nett. Wir schlagen bei den UTCT gebrandeten Produkten zu und genießen die Vibes vor Ort noch etwas. Der Tag vor dem UTCT PT55 Rennen Den Donnerstag nutzen wir zur Erholung. Wir vertreten uns zwar die Beine, aber im Großen und Ganzen chillen wir. Das ist wichtig, immerhin bin ich wegen meines Bänderrisses, der sechs Wochen her ist, kaum gelaufen. Ich will mich nicht überanstrengen. Der UTCT wird eine Herausforderung und ich befürchte, dass es schmerzhaft werden wird. Komischerweise habe ich kaum Bedenken, es nicht zu schaffen. Das Zeitlimit hört sich für mich auch gehend machbar an. Die Strecke hat eine Cut-off Zeit von insgesamt 14 Stunden, eigentlich großzügig. Nun ja, ich hatte allerdings das technische Terrain des UTCT etwas unterschätzt. UTCT - Raceday (Freitag) Wir übernachten in der Nähe von Llandudno, wo der UTCT 55 km Ultra startet. Start und Ziel befinden sich an unterschiedlichen Orten. Durch die Nähe zum Start, der um 7 Uhr erfolgt, beginnt unser Tag recht entspannt. Wir richten unsere Sachen bereits am Vorabend und somit müssen wir uns am Morgen nur noch in unsere Outfits schwingen und uns mit Sonnencreme einreiben. Ich frühstücke noch Porridge in Ruhe. Kurz nach 6 Uhr fahren wir zum Start. Der Sammelplatz bzw. der Startbereich war in einer Grundschule untergebracht und irgendwie war das ganz anders, als wir es gewohnt sind. Es gibt sogar einen Kaffeewagen vor Ort, also ein Cappuccino vorm Start war irgendwie reizvoll. Wir treffen auf ein paar bekannte Gesichter, die wir in den Tagen zuvor bei der Registrierung sowie bei den Tuesday Trails kennengelernt hatten. Der Start in Llandudno Der Countdown zum Loslaufen kam recht schnell und ohne viel Tamtam. Wir laufen los. Es waren ca. 470 Läufer/innen dabei, davon 27 Deutsche (u.a. Kimi Schreiber). Die ersten zwei Kilometer sind recht schnell, wir laufen über Asphalt und erreichen dann die erste Strandüberquerung. Ein Highlight. Die Menge schlängelt sich am Wasser entlang und die Scenery könnte nicht spektakulärer sein. Ich bin sehr glücklich, dieses Abenteuer laufen zu können. Es wird sicher ein Lauf für die Erinnerungen werden, so mein Gedanke. Die noch kühle Luft am Wasser ist schön. Nach dem Strand geht es über große Steine weiter und der erste lange Anstieg zum Suthers Peak folgt zugleich. Insgesamt erwarten uns auf der gesamten Strecke etwa 2.600 Höhenmeter, verteilt auf vier Anstiegen, also nicht wirklich wenig. Es ist windig und dadurch überhaupt nicht heiß. Das Wetter ist generell im November in Südafrika kühler als erwartet. Vom höchsten Punkt führt uns ein sandiger Abstieg Richtung Wasser nach Hout Bay, wo die erste Verpflegungsstelle bei km 16 uns erwartet. Mit Sand in den Schuhen, den ich bei der VP ausschütten wollte, mussten wir allerdings ca. 300 Meter vor der VP durch hüfthohes Wasser durchlaufen. Kein Scherz, wir mussten da durch. An Schuhe auszuziehen war danach nicht mehr zu denken, ich dachte nur, hoffentlich laufe ich mir keine Blasen. Verpflegungsstationen beim UTCT Die Verpflegungsstationen beim UTCT sind hervorragend ausgestattet, von diversen Getränken, über Kuchen, Schokolade, salzigen Speisen, Obst und Gemüse gab es genügend Auswahl. Auch an Eiswürfel zum Kühlen wurde gedacht und die notwendige Sonnencreme konnte man auch bekommen. Die Helfer rund um das Event waren die Besten, die ich je erlebt hatte. Das gab zusätzliche Motivation. Nach Hout Bay ging es wieder rauf auf den nächsten Berg. Dieser Teil der Strecke erwies sich als gar nicht so einfach, weil die Sonne ziemlich draufknallte. Der Weg zog sich immens. Ich setze mir Kopfhörer auf und höre ein Hörbuch, das half mir, einen Schritt vor den anderen zu setzen. Ich fühlte mich aber gut, nahm zwischendurch ein Gel zu mir und aß Riegel. Mein Fuß hielt bestens und das gab weiteren Antrieb. Das Rennen ist hier zur Hälfte geschafft Weiter geht es Richtung Constantia Clen, ein Vorort von Kapstadt und bekannt für seine Weingüter. Die Weinplantagen erstrecken sich über die abfallenden Hänge des Tafelbergmassivs. Eigentlich zu schön, um hier vorbeizulaufen. Wir laufen direkt an den Weinreben vorbei. Es ist wirklich schön. Außerdem passieren wir einen Golfplatz. Die Golfer müssen für uns das Spiel unterbrechen, was interessant ist. Das Rennen ist hier zur Hälfte geschafft, aber so langsam stellen sich Schmerzen bei mir ein. Es befinden sich auf kurzer Distanz zwei weitere Verpflegungsstellen. Es war mittlerweile doch heiß. Von Constantia geht es weiter über Cecilia Forest und Newlands Forest. Das Gelände durch den Newlands Forest führte uns über viele schattige Kilometer und so konnten wir diese relativ entspannt abspulen. Auf dem Weg zur letzten VP an der Universität verließen wir dann wieder das Waldgebiet. An der Verpflegungsstation angekommen, fülle ich Wasser auf und bekomme von einer Helferin sogar eine kurze Massage an meinen Beinen. Ich nehme meine ganze Kraft zusammen, für die letzten Kilometer. Es zieht sich immens. Der letzte Abschnitt Die finalen Kilometer bis ins Ziel, ca. 10 km sind felsiger und vor allem sehr steinig. Überhaupt sind die steinigen Trails in Südafrika sehr häufig zu finden und wir sind diese nicht gewohnt. Das macht den Ultra zu einer größeren Herausforderung und die Schmerzen meines Körpers werden schlimmer. Direkt nach der Verpflegung kommt ein ziemlich steiler und zäher Aufstieg (Blockhouse Aufstieg) zum King's Blockhouse. Das Wetter rund um den Tafelberg kann sich häufig rasch ändern, das hatten wir in den Tagen zuvor bereits mehrmals erlebt. Im letzten Aufstieg gesellte sich ein richtig heftiger Wind dazu, der von allen Seiten kam. Ich habe Angst, dass mir mein Cap vom Kopf fliegt und halte es fest. Wer meine Erlebnisse zum Transalpine Run verfolgt hat, weiß ja, dass ich da bereits ein Cap durch einen über mir fliegenden Helikopter verloren hatte. Der Wind war ähnlich stark. Diese 200 bis 300 Höhenmeter sind brutal. Für die meisten Läufer ist dieser Abschnitt sicher nicht laufbar. Alles in allem setze ich einen Fuß vor den anderen und bleibe einfach in Bewegung. Ich komme irgendwann oben an und freue mich, nur noch 7 oder 8 Kilometer relativ flach am Tafelberg entlang und runter ins Ziel rollen. Aber es ist hart. Meine Beine sind müde und das Geröll und die vielen Steine machen mich fertig. Etwa 5 Kilometer vor dem Ziel passiert es dann leider und ich stürze auf mein rechtes Knie. Gut, ich rapple mich auch wieder auf und weiter geht es mit leicht blutenden Knie. Die letzten Kilometer vergehen und das Ziel rückt näher. Nach 10:54:22 Stunden erreiche ich mit Tränen in den Augen die Ziellinie. Ich bin glücklich, es geschafft zu haben, nach 6 Wochen Laufpause und wegen dem Bänderriss im rechten Fuß konnte ich es dennoch durchziehen. Leicht war es allerdings nicht. Mein Fazit zum UTCT Es war ein langer und anstrengender Tag. Jetzt, mit einigen Wochen Abstand zum Lauf, kann ich nur sagen, es war ein wunderschönes Erlebnis. Die Natur in Südafrika ist Weltklasse und das Gebiet ist super geeignet für Trailrunning. Aber auch wichtig zu wissen ist, dass das Gelände sehr anspruchsvoll ist und nicht vergleichbar mit unseren Trails. Der UTCT ist eine Reise wert und wenn du Lust hast einen Südafrika Trip mit einem Trailevent zu verbinden, dann wäre der Ultra Trail Cape Town meine Empfehlung. Auch wenn ich für den Trail nicht die besten Voraussetzungen hatte, habe ich weitestgehend die Natur, die Atmosphäre und den Lauf genossen. Das Event ist perfekt organisiert, die Laufstrecke spektakulär und für mich aktuell mit keinem anderen Laufevent vergleichbar. Ich würde den UTCT wieder laufen.
- Krakau Marathon: Mein Weg zur Sub-4
Marathon in Krakau, das hätte ich vor ein paar Monaten selbst nicht geglaubt. Doch wie bereits im Januar geschrieben, liegt 2019 mein Fokus auf der Marathondistanz. Nachdem mein Saisonauftakt mit dem Funchal Marathon auf Madeira überraschend gut lief, trotz schlechter Vorbereitung, hoffe ich jetzt auf den nächsten Schritt: endlich die magische 4-Stunden-Marke zu knacken. Insgesamt stehen für dieses Jahr mindestens drei Marathon-Events auf dem Plan: Januar - Funchal Marathon April - Krakau Marathon November - New York Marathon Alles internationale Wettkämpfe und irgendwie besonders. Es ist einfach aufregend, die Stimmung und Atmosphäre bei Laufveranstaltungen in anderen Ländern zu erleben. Neben dem Krakau Marathon warten noch weitere spannende Highlights auf mich: Die Viking Challenge in Norwegen, der Großglockner Berglauf und der Luxemburg Halbmarathon. Ich freue mich riesig auf ein laufreiches, aber auch hoffentlich gesundes und verletzungsfreies Laufjahr. Begleitet mich auf meinem Weg: durch mein aktuelles Training für Krakau, mit der Laufgruppe (Runfurther Laufcrew) an meiner Seite, dem bewussten "Plan ohne Plan" und dem festen Vorsatz, mein Ziel mit Spaß zu erreichen. Warum der Krakau Marathon? Die Marathonvorbereitung läuft eigentlich ganz gut - ja eigentlich! Was mir allerdings noch fehlt, sind die wirklich langen Läufe. Diese langsamen ausdauernden Einheiten, die uns am Ende schneller machen. Die Theorie kenne ich gut, doch die Umsetzung fällt mir regelmäßig schwer. Immer wieder stolpere ich über denselben Fehler: meine vollgepackten Wochenenden, die es mir kaum erlauben, genügend Zeit fürs lange Training freizuschaufeln. Nach dem Funchal Marathon hatte ich auch einen kurzen Durchhänger - was ja völlig normal und auch OK ist nach einem Rennen. Mittlerweile freue ich mich aber wieder richtig drauf, die Herausforderung der vollen 42,195 Kilometer anzupacken. Lange war unklar, bei welchen Frühjahrsmarathon ich antreten würde. Paris stand zunächst im Raum, doch letztendlich habe ich mich für Krakau entschieden. Warum gerade Krakau? Zum einem sind deutsche Läufer dort eher selten vertreten, was das Rennen für mich zu etwas Besonderen macht. Außerdem soll die Organisation erstklassig sein und es ist spannend, eine neue Stadt und Strecke kennenzulernen. Krakau selbst ist wunderschön und hat viel zu bieten. Ein weiterer Vorteil: Ich bin ich mit einem polnischen Lauffreund vor Ort, der mir wertvolle Insidertipps geben kann. Die Strecke führt an vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Etwas unschön ist nur die Tatsache, dass die Runde zweimal gelaufen werden muss, was es eintönig macht. Dafür ist die Startgebühr ein echtes Schnäppchen: Moderate 35,- EUR, wenn man sich etwa vier Wochen vorher anmeldet. Wer sich früher anmeldet, läuft noch günstiger. Allerdings war die Anmeldung komplett auf Polnisch, was ohne polnische Hilfe oder alternativ den Google Translator herausfordernd war. Mein Marathontraining: Zwischen Motivation und Realität Ende April steht mein fünfter offizieller Straßenmarathon an - dieses Mal in Krakau. Mein klares Ziel: die 4-Stunden-Marke (Sub 4) knacken und endlich meine persönliche Marathon-Bestzeit verbessern. Das Ziel ist realistisch, doch ich weiß auch, wo bisher meine Schwächen lagen. In der Vergangenheit habe ich auf den letzten 4 bis 7 Kilometern regelmäßig an Tempo verloren, auch teils mit Gehpausen. Woran es liegt? Kein Geheimnis: Es fehlen mir einfach die richtig langen Läufe um die 30 Kilometer. Punkt. Genau diese Einheiten sind entscheidend, um beim Marathon auf den letzten Kilometern stabil zu bleiben. Das Wissen habe ich, aber in der Umsetzung hapert es. Die Situation macht mich etwas unsicher und ich werde sehen müssen, wie meine Tagesform am Wettkampftag ist. Macht mich das verrückt? Nein. Warum auch? Verbissenheit und Stress haben wir genügend im Alltag. Mittlerweile bin ich lockerer mit meinen Zielen geworden und will mir im Hobby den Druck nicht unnötig erhöhen. Aus der Erfahrung der vergangenen Marathon-Wettkämpfe weiß ich: Wenn ich zu verbissen an den Start gehe, bremse ich mich selbst. Um dennoch Fortschritte zu machen, habe ich in den letzten Wochen mein Training etwas abwechslungsreicher gestaltet. Statt nur auf Grundlagenausdauer zu setzen, baue ich gezielt Tempoläufe und Intervalle ein. Diese Mischung aus längeren Einheiten und Geschwindigkeit bringt nicht nur Abwechslung, sondern auch das eine oder andere zusätzliche Minütchen auf der Uhr. Vielleicht klappt es ja dieses Mal mit der neuen Bestzeit beim Krakau Marathon. Kein Trainingsplan ist auch ein Plan Ich habe es mehrfach versucht, aber Trainingspläne passen auf Dauer einfach nicht zu mir. Ich bin definitiv kein Läufer, der sich strikt an Trainingspläne halten kann. Es scheitert bei mir regelmäßig an der Umsetzung und einfach schlicht am Willen. Klar ein strukturierter Trainingsplan kann für viele der Schlüssel zum Erfolg sein. Auch ich habe es ausprobiert, beispielsweise vor meinem ersten Triathlon. Damals dachte ich: "Jetzt machen wir ernst." Doch je länger die Vorbereitung dauerte, desto größer wurde meine Abneigung gegenüber festen Plänen. Die vorgegebenen Einheiten fühlten sich mehr und mehr wie ein Pflichtprogramm an. Der Sport, der mir eigentlich Freude bringt, wurde zur To-Do-Liste. Vor allem Schwimmeinheiten, ein Graus. Heute verfolge ich bewusst keinen Trainingsplan. Mein Plan ist: kein Plan. Ich trainiere nach Gefühl, nach Lust und nach Lebenssituation. Denn effektives Training funktioniert für mich am besten, wenn ich es flexibel gestalten kann, je nach Tagesform entscheide ich über Intensität, Tempo und Umfang. Besonders wichtig ist mir das Laufen in der Gruppe. Die gemeinsamen Einheiten machen einfach mehr Spaß, motivieren mich und geben Struktur, ganz ohne starres Gerüst. Warum sollte ich auf diese soziale Komponente verzichten, nur um vielleicht am Ende zehn Minuten schneller im Ziel zu sein? Für mich steht fest: Der Mehrwert der Gemeinschaft, Spaß und Freude an der Bewegung wiegt deutlich schwerer. Und ganz nebenbei: Tempotraining läuft sich in der Gruppe sowieso leichter. Mein Plan: Laufen mit Spaß Jetzt möchte ich dir ein bisschen von meiner Laufgruppe erzählen. Vielleicht erinnerst du dich: 2017 war ich als Laufcoach bei Runnerspoint in München aktiv. Es war meine erste Erfahrung als Lauftrainerin zu arbeiten. Die wöchentlichen Läufe haben mir unglaublich viel Freude bereitet und es entstanden schnell Freundschaften. Leider wurde der Runnerspoint Laufclub Ende 2017 eingestellt, damit fiel ein fester Bestandteil meines Laufalltags weg. 2018 entschloss ich mich deshalb, einfach meine eigene Laufgruppe zu gründen (Facebook-Gruppe: Run with Runfurther). Viele der ehemaligen Runnerspoint Läufer-/innen sind heute noch dabei und über die Jahre ist daraus mehr als nur eine Laufgruppe geworden. Wir treffen uns jeden Dienstag zum gemeinsamen Lauf und am Wochenende stehen hin und wieder lange Läufe oder kleine Events auf dem Programm. Auch bei Wettkämpfen sind wir zusammen unterwegs, selten stehe ich allein an einer Startlinie. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Runfurther-Crew Dank für viele gemeinsame Kilometer, den Austausch und die Motivation. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass mich das Laufen in der Gruppe glücklicher macht und ich selten einen Termin auslasse. Der positive Nebeneffekt, ein fester Termin ist ein Termin und da gibt es keine Ausreden. Natürlich bleibt weniger Raum für individuelles Training. Just saying. Mein Plan: Früh Wettkampfluft schnuppern Dieses Jahr bin ich ungewöhnlich früh in die Wettkampf-Saison gestartet. Der Funchal Marathon im Januar diente als erster Formtest und lief ganz gut. Besonders geil: Ich kam als Drittplatzierte in seiner Altersklasse ins Ziel. Und dennoch auch bei diesem Lauf haben die letzten Kilometer "derbe" wehgetan. In den finalen fünf Kilometern verlor ich fast sieben durch Gehpausen. Allzu schlimm war es nicht und den Lauf hab ich schnell abgehakt. Rückblickend war das Ergebnis auch stark. Zehnte Frau von 45 ist weit über Durchschnitt. Daher freue ich mich dennoch sehr über diesen persönlichen Erfolg. Kurz darauf stand in Venlo ein flotter 10-Kilometer Lauf an. Jedes Jahr, wenn die Anmeldung für den Venloop freigeschaltet wird, ist das für viele Läufer-/innen das Frühjahrs-Highlight, fast ein Kult. Absolut faszinierend dieser Hype. Ich mag diese Veranstaltung. Die Stimmung entlang der Strecke ist grandios und das Publikum beflügelt einen ins Ziel. Ich konnte in venlo sogar einen Negativen Split laufen: locker gestartet mit 5:43 Min / km und den letzten Kilometer in schnellen 4:36 Min /km gefinished. Am Ende stand eine 50:11 auf der Uhr und somit ein knackiges Tempotraining mit Wettkampffeeling. Mein Plan: Lange Trainingsläufe als Erlebnis gestalten Lange Läufe über 25 Kilometer - manchmal ist die Motivation einfach nicht da für slche Distanzen. Kennt ihr bestimmt ? Mein Trick: Ich mache mir das Ganze ein bisschen leichter. Entweder ich frage Lauffreunde, ob sie mitlaufen oder ich mache eine kleine Laufveranstaltung draus. Zum Beispiel baue ich den langen Trainingslauf gern rund um den Münchner Parkrun auf oder plane ein gemeinsames Frühstück als Ziel. Die Kilometer laufen sich so von selbst. Als Tipp: Der Parkrun im Münchner Westpark eignet sich wunderbar für längere Läufe. Mit dem Weg dorthin und zurück komme ich meist schon auf rund 15 Kilometer. Und habe dazu noch nette Gesellschaft und die längeren Einheiten werden zum Erlebnis. Falls du Parkrun noch nicht kennst, dabei handelt es sich um kostenlose, wöchentliche 5-km-Läufe, die samstags stattfinden, ohne jeglichen Wettkampfdruck, aber Zeitmessung. Es gibt übrigens weitere Städte in Deutschland und auch international, die Parkruns anbieten. Eine Übersicht zu den Parkrun Standorten habe ich dir verlinkt. Mein Plan: Endlich mal das Tapering auch ernst nehmen Nichtstun oder es zumindest deutlich ruhiger angehen gehört in den letzten Tagen vor dem Wettkampf einfach dazu. Sagen wir's so: Genau das vergesse ich regelmäßig, weil ich einfach gerne aktiv bin. Doch das Thema Tapering ist entscheidend und gar nicht so leicht umzusetzen. Die Empfehlungen reichen von kompletten Ruhetagen bis hin zu täglichen, aber lockeren Einheiten. Dieses Mal möchte ich es besser machen und meinem Körper die Chance geben, erholt an der Startlinie zu stehen. Deshalb setze ich in der Tapering-Woche bewusst auf Alternativen wie Radfahren und Yoga und zusätzlich zwei kurze Läufe, mehr nicht. Gedanken zum Krakau Marathon Manchmal fühle ich mich, als könnte mich nichts aufhalten. Genau mit diesem Gedanken möchte ich auch in meinen nächsten Marathon starten. Ab der Halbmarathonmarke beginnt bei mir oft das große Rechnen. Meist liege ich zu diesem Zeitpunkt auch noch auf Bestzeitkurs und meine Beine werden nochmals schnell. Haha, dieser selbstgemachte Druck. Doch ab Kilometer 30 wird es jedes Mal zäh. Es sind zwar nur noch 12 km, aber genau die haben es in sich. Die ersten Zweifel kommen, das Tempo fällt und die Gedanken kreisen. Dieses Mal will ich's anders angehen und hab mir vorgenommen, langsamer zu starten, um hinten raus gleichmäßiger laufen zu können. Meine Energie besser einteilen, den Kopf postiv halten und mich nicht vom Druck überrollen zu lassen. Ich bin gespannt, was am Sonntag dabei rauskommt. Im Ziel ist dann sowieso alles wieder gut und man ist einfach nur glücklich einen Marathon geschafft zu haben, selbst wenn es nicht die erhoffte sub 4 wird. Wie gehst du mit Druck vor einem Wettkampf um und läufst du immer mit Trainingsplan oder auch mal ohne? Würde mich freuen, mich mit dir auszutauschen.
- Krakau Marathon - eine Laufreise nach Polen
Willkommen zum Rückblick auf den Krakau Marathon. Es ist passiert, beim fünften Anlauf habe ich erstmals die magische 4-Stunden-Marke über die Marathondistanz geknackt. Wer in Polen Marathon laufen will, dem empfehle ich Krakau. Warum fährt eigentlich gefühlt niemand nach Polen in den Urlaub? Diese Laufreise vermittelte mir eine wunderbare Perspektive und schöne Laufimpressionen auf Krakau und Polen insgesamt. Eigentlich stand das Land bisher nie auf meiner Reisewunschliste, bietet aber eine lohnende Alternative zu den überlaufenden europäischen Hotspot-Metropolen. Beim Krakau Marathon selbst sind nur sehr wenig deutsche Läufer/-innen gestartet, eigentlich schade. Wie meine Vorbereitung für Krakau war, kannst du auf dem Blog nachlesen. Krakau entdecken: Anreise, Altstadtflair und erste Eindrücke Am Samstagmittag fliegen wir mit Lufthansaentspannt von München nach Krakau. Die Anreise verläuft problemlos. Für die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum nehmen wir ein Taxi, in nur etwa 30 Minuten sind wir auch da. Die Kosten sind nicht sehr teuer, wir haben rund 12,- EUR (in Zloty) bezahlt. Tipp: Am besten den Preis vorab mit dem Fahrer klären, denn es gibt auch schwarze Schafe unter den Taxifahrern. Wer besonders günstig unterwegs sein will, kann alternativ auch den Bus nehmen. Das Wetter empfängt uns überraschend kühl und regnerisch, für Ende April hatten wir es eindeutig anders erwartet. Trotzdem freuen wir uns auf ein spannendes Marathon-Wochenende. Unser Appartement (Calliope Appartements) liegt mitten in der Altstadt. Es ist zentral, preiswert und ideal für drei Personen. Die Kommunikation mit den Vermietern läuft unkompliziert und ist herzlich. Schon bei der ersten Erkundung zeigt sich Krakau von seiner besten Seite. Die historische Altstadt ist lebendig, wunderschön und voller Geschichte. Zwischen gotischen und barocken Bauwerken entfaltet sich ein überraschend urbaner Charme, besonders in den Seitenstrassen abseits der Hauptwege. Überall laden Cafés und Restaurants mit traditionellen polnischen Gerichten, z. B. Piroggi, zum Verweilen ein. Die zweitgrößte Stadt Polens hat mich direkt begeistert. Krakau wirkt modern und dennoch tief verwurzelt in der Geschichte. Besonders eindrucksvoll ist das stündlich wiederholende Turmblasen von der Marienkirche, ein Trompetenspiel, das ich schon frühmorgens vom Apartment aus höre. Startunterlagen und Marathonmesse: So läuft die Abholung in Krakau Die Startunterlagen für den Krakau Marathon holen wir im Henryk-Reyman-Stadion ab, praktischerweise nur etwa zwei Kilometer von unserer Unterkunft entfernt. Im Stadion erwartet uns eine kleine, überschaubare Marathonmesse. Hinter den Stadion ist ein Zelt aufgebaut, in dem die Pasta-Party stattfindet, ein nettes Extra, aber kein großes Highlight. Die Messe selbst bietet wenig Spannendes, sodass wir nicht lange bleiben. Stattdessen nutzen wir den restlichen Tag lieber. um Krakau weiter zu erkunden und früh schlafen zu gehen. Schließlich will ich am nächsten Tag beim Krakau Marathon die Sub 4-Stunden-Marke knacken. Marathontag in Krakau Es ist Sonntag, Raceday in Krakau. Der Start- und Zielbereich des Krakau Marathons befindet sich direkt am Rynek Glowny, dem weitläufigen Hauptplatz der Stadt. Mit seiner mittelalterlichen Kulisse und dem besonderen Flair ein sehr eindrucksvoller Startbereich. Die Startlinie liegt nur fünf Minuten von unserer Unterkunft entfernt, ein Glücksfall, wie sich später noch herausstellen wird. Da es regnet und unangenehm kalt ist, machen wir uns erst spät auf den Weg zum Start. Ich entscheide mich für ein langes Laufoutfit mit Windjacke, eine gute Wahl bei den Bedingungen. Auch wenn das Wetter ungemütlich ist, ist es eigentlich für meinen fünften Marathon ideal. Keine Hitze und kühl, perfekt um Tempo zu machen. Die Angst, dass ich wegen Wärme einbrechen könnte, besteht an diesem Tag nicht. Am Start fühle ich mich erstaunlich ruhig. Dieses Mal kein Druck, keine Nervosität. Ich bin stattdessen voller Vorfreude und es liegt dieses Gefühl in der Luft, "Today is the day". Ohne überheblich klingen zu wollen, aber ich spüre gerade in den Minuten vorm Loslaufen, das ist mein Tag, mein Wetter und es wird mein schnellster Marathon. Mein schnellster Marathon Die Bedingungen sind also super. Über 6.000 Läuferinnen und Läufer sind beim Krakau Marathon angemeldet, darunter gerade einmal rund 100 aus Deutschland und ich mittendrin. Ich reihe mich übrigens beim 3:45 Stunden Pacemaker ein. Punkt 9 Uhr fällt der Startschuss und los geht's. Meine Strategie ist klar: nicht zu schnell starten und auf den letzten Kilometern einfach nicht einbrechen. Klingt einfach oder? Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, ist es aber oft nicht. Wie so häufig lasse ich mich auf den ersten beiden Kilometern vom Läuferstrom mitreißen. Ich bin mit knapp unter 5:00 Min / km unterwegs und es fühlt sich nicht mal schnell an. Ab Kilometer 3 finde ich dann meinen eigenen Rhythmus und pendle mich bei etwa 5:23 bis 5:32 Min / km ein. Ich laufe konstant und bleibe fokussiert. Das Wetter bleibt grau in grau, was die Sehenswürdigkeiten Krakaus ein wenig in den Hintergrund rückt. Doch das ist irgendwie egal, mein Fokus ist ein anderer. Die Strecke ist flach und schnell. Mehrere Abschnitte führen entlang der Weichsel. Immer wieder gibt es Wendepunkte, an denen man den Läufern auf der Gegenseite wieder begegnet. Das finde ich aber gut, weil es Abwechslung und Bewegung in den Lauf bringt. Verpflegung beim Krakau Marathon An den Verpflegungsstellen mangelt es beim Krakau Marathon definitiv nicht. Sie sind zahlreich und sehr gut organisiert. Der Veranstalter hat viele Tische nebeneinander aufgestellt, sodass sich keine Staus bilden und jeder Läufer-/in ungehindert an Getränke und Snacks kommt. Angeboten werden Wasser, Isogetränke, Obst und bei einigen VP's sogar Schokolade und Zucker. Mir fällt auf, dass das Helferteam besonders jung ist und allesamt auch recht freundlich. Sie sind mit Engagement dabei und feuern mit motivierenden Worten an. ich greife unterwegs nur zu Wasser, lasse manche Stationen bewusst aus und verlasse mich vor allem auf meinen Trinkrucksack. Zwei Gels nehme ich bei Kilometer 20 und nochmals bei Kilometer 30, das reicht mir und ich kann so ein gleichmäßiges Tempo halten. Laufstimmung in Krakau Die Stimmung entlang der Strecke ist richtig gut. Immer wieder stehen Zuschauer am Rand, klatschen, rufen, feuern an. Eine besonders schöne Begegnung hatte ich mit einem polnischen Mitläufer, der mir im Vorbeilaufen die Hand reicht und mir ein Lächeln schenkte. Das war menschlich schön und sehr motivierend. Etwas später im Rennen überholt mich der 3:45 Std Pacemaker. Statt mich nervös zu machen, pusht mich das zusätzlich. Ich bleibe aber konzentriert, halte mein Tempo und lasse mich nicht unnötig mitziehen. Ich höre in dieser Phase Musik und genieße den Flow mehrere Kilometer. Ein Einbruch bleibt aus. Erst ab Kilometer 40 wird es zäh, meine Beine schmerzen und der Laufstil wird unrunder. Aber zu diesem Zeitpunkt ist mir klar, die Persönliche Bestzeit ist mir sicher. Für die letzten zwei Kilometer bleiben mir noch rund 20 Minuten, ein cooles Gefühl. Mit Bestzeit ins Ziel - ein toller Moment Kurz vor dem Ziel frage ich mich noch: Soll ich kontrolliert ins Ziel rollen oder nochmals alles geben? Ich entscheide mich für Letzteres. Ich ziehe das Tempo an, mobilisiere alles was ich habe und stoppe schließlich mit 3:53:22 Stunden die Uhr. Weit unter der 4-Stunden-Marke und damit mein bisher schnellster Marathon. Es ist ein Moment, auf den ich lange gehofft habe. Nach vier Jahren und beim fünften Marathon endlich diese Marke zu knacken, das ohne strukturierten Trainingsplan, aber mit ganz viel Willen. Den Zieleinlauf erlebe ich allein. Und doch ist alles da: Tränen in den Augen, Gänsehaut und Erleichterung. Ich bin glücklich. Krakau Marathon - ein Lauf, bei dem alles passte Manche Marathons fühlen sich beosnders an und der Krakau-Marathon war genau so eine Veranstaltung. Für mich hat an diesem Tag einfach vieles gestimmt: - Das Wetter war perfekt: kalt und regnerisch - Die Strecke: schnell und gemacht für PB's - Kein Druck am Start empfunden - Die Unterkunft: In der Nähe zum Start-/Zielbereich - Meine Tagesform und mein Kopf waren auf Bestzeit eingestellt Ich erinnere mich gern an die leicht frierende, aber total lockere Cindy am Start. Bei keinem anderen Marathon war ich so sicher, dass ich mein Ziel erreichen konnte. Mein Gemütszustand an der Startlinie: Ruhig, fokussiert und ich freute mich auf die bevorstehenden 42,195 km. Es war ein richtig schöner Wettkampf, locker, dynamisch und getragen von einem gleichmäßigen Tempo und dem Wissen: Ich kann das. Beim Krakau Marathon haben 888 Frauen gefinished, in meiner Altersklasse wurde ich 57. und insgesamt 158. Frau. Fazit: Krakau Marathon Das "Paris an der Weichsel", mir wurde wirklich nicht zuviel versprochen. Wer den Krakau Marathon auf seine Wunschliste setzt, wird ganz sicher nicht enttäuscht. Es erwartet dich ein günstiges Laufwochenende mit einer schnellen Strecke, historischem Flair, gutem Essen und jeder Menge kulturellen Mehrwert. Noch taucht Polen als Reiseziel bei Gesprächen über Städtetrips oder Wochenendtrails eher selten auf. Dabei hat beispielsweise Krakau sehr viel zu bieten. Während Städte wie Paris, Barcelona, Stockholm oder Wien häufig genannt werden, fragt man sich: Wer war eigentlich schon mal in Krakau? Für mich eine rundum positive Überraschung, läuferisch und kulturell. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, sollte unbedingt einen Abstecher zur Gedenkstätte Auschwitz einplanen. Ein Ort, der bewegt und zum Innehalten einlädt. Krakau ist eine Topadresse für alle, die Kultur, Geschichte und Sport verbinden wollen oder auch für junge Leute, die nach dem Lauf das Nachtleben entdecken möchten. Ich komme auf jeden Fall gern wieder. Und was kommt jetzt? Die lang ersehnte Sub-4 ist geschafft. Was hat sich seitdem geändert? Ehrlich gesagt, eigentlich nichts. Ich bin nicht plötzlich schneller, ehrgeiziger oder fokussierter. Im Gegenteil: Ich spüre aktuell keinen Drang, die nächste Marke zu jagen. Das würde bedeuten, dass Trainingseinheiten zur Pflicht werden und der Wettkampf ebenso. Ich will laufen. Einfach so. Um die Distanz zu bewältigen. Um das Ergebnis zu feiern. Eigentlich will ich noch ganz viele Marathons laufen, es gibt so viele Highlights, die auf mich warten. Aber eines werde ich nicht tun, mich auf Teufel komm raus verbessern zu wollen. Für die Sub-4 habe ich vier Jahre und fünf Marathons gebraucht. Und ich möchte gar nicht wissen, was mich ein potentielles nächstes Ziel, sagen wir 3:45 Stunden, kosten würde. Wahrscheinlich vor allem eines: Der Spaß am Laufen. Deshalb laufe ich einfach weiter nach Lust und Laune. Bestzeiten kommen oder kommen nicht. Aber das größte Geschenk bleibt: überhaupt laufen zu können, draußen zu sein, unterwegs zu sein und somit die Welt auch laufend zu entdecken. "Der Moment oder die Story, die uns ewig in Erinnerung bleiben, das ist Marathon. Ich laufe, weil es mir Erlebnisse beschafft und weil ich in Bewegung komme und weil ich dadurch einfach glücklicher bin." Zitat: Cindy Hast du Fragen zu Krakau? Schreib mir gerne unten in den Kommentaren.
- Tourentipp: Auf zum Heuberg und zur Wasserwand
Es folgt ein Tourentipp in die Chiemgauer Alpen mit Sonnenaufgang auf dem Heuberg 1.338 m bzw. der Wasserwand 1.367 m, die zur Gemeinde Nußdorf am Inn gehören. Ich bin wieder in meinem Element, es ist März und die Sonnenaufgänge in den Bergen sind wieder machbar. Der Schnee in den bayerischen Voralpen ist größtenteils weg geschmolzen, noch geht die Sonne einigermaßen spät auf, gegen 6:30 / 7:00 Uhr und der Frühling liegt in der Luft. Ich erwache gerade aus meinem Winterschlaf und habe wieder richtig Lust auf Sonnenaufgangstouren in die Berge. Heute nehme ich dich mit auf den Heuberg bzw. die danebenliegende Wasserwand im schönen Inntal. Der Heuberg ist ein recht bekannter Berg. Dieser ist ab München schnell erreichbar, es gibt Hütten auf dem Weg zum Gipfel und nur die letzten Meter sind etwas steiler und damit anstrengender. Anfahrt zum Heuberg Im Detail: Du fährst ab München erst mal auf die Autobahn A8 Richtung Salzburg. Ich komme vom Zentrum in München über den Innsbrucker Ring, ein sehr guter Treffpunkt, falls du dich mit Freunden treffen willst und zusammen in einem Auto weiterfahren wollt. Dort gibt es auch ein P&R Parkhaus, das sehr günstig ist. Von der A8 nimmst du die Ausfahrt 104 Achenmühle dann Richtung Samerberg / Achenmühle / Törwang / Grainbach und hältst dich an Grainbach. Sobald du Grainbach erreicht hast rechts Richtung Duftbräu und dann nochmals links zum Wanderparkplatz. Am besten gibst du folgende Koordinaten oder Adressdaten ins Navi / Googlemaps ein und kommst so ohne Umwege an dein Ziel. Koordinaten Google Maps: Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Schweibern 1, 83122 Samerberg Zeitplanung für eine Wanderung zum Sonnenaufgang Für die Fahrt ab München (Zentrum) bis zum Wanderparkplatz benötigst du etwa eine Stunde. Ich habe für die Abholung einer Freundin (Innsbrucker Ring) nochmals etwa 10 Minuten extra einkalkuliert. Bis zum Gipfel brauchst du als "fitter" Wanderer maximal 1,5 Stunden. Zum Heuberg Gipfel musst du etwa 600 HM bezwingen. Zur Wasserwand daneben etwa 50 HM (mit Seilsicherung) mehr und weitere 10 Minuten. Ich musste bei dieser Wanderung mal wieder feststellen, dass es bei der Planung eines Sunrise Hike einiges zu beachten ist, denn das Wichtigste überhaupt ist der richtige Berg. Der richtige Berg sollte immer folgendes bieten: Der Blick gen Sonne sollte frei sein Der Berg sollte einfach zu gehen sein, denn der Aufstieg erfolgt im Dunkeln, eine gute Ausschilderung ist auch wünschenswert Die Zufahrt zum Berg (Parkplatz) sollte einfach zu finden sein. Gut ist, wenn man schon mal auf dem Berg war und sich ein wenig auskennt. Während der Wanderung auf den Heuberg stellte sich für mich bereits beim Aufstieg schnell heraus, dass es nicht der perfekte Sonnenaufgangsberg ist, denn der Heuberg bietet einfach keinen perfekten "freien" Blick in Richtung Osten. Der Gipfel befindet sich auf Höhe der Baumgrenze. Glücklicherweise liegt daneben die Wasserwand (1367 m), ein freistehender felsiger Gipfel/Kamm mit besserem Ausblick. Für die Besteigung solltest du allerdings trittsicher und schwindelfrei sein. Die Wasserwand ist durch eine klettersteigartige Sicherung abgesichert, an welcher du dich auch festhalten solltest. Teilweise geht die Wand senkrecht nach oben. Ich empfehle diesen Berg aufgrund der Absturzgefahr nicht jedem. Du solltest dich bitte selbst gut genug einschätzen, was geht und was nicht. Es sei hier erwähnt: Der Heuberg bietet dennoch einen tollen Blick über das Inntal, nur für die Zeit zum Sonnenaufgang ist der Gipfel nicht so ideal. Nun aber zu den Details: Wanderung auf den Heuberg / Wasserwand Der Parkplatz befindet sich etwas außerhalb von Grainbach. Es ist bei Ankunft stockdunkel. Wir wandern los, wie immer sind unsere Stirnlampen dabei, die du bei jeder Sonnenaufgangstour auch brauchst. Der Weg führt uns zuerst über einen breiten Forstweg durch den Wald. Das Ziel "Heuberg" ist am Anfang nicht immer mit ausgeschildert, aber ich empfehle einfach dem breiten Weg zu folgen. Die Ausschilderung weist u.a. auch Daffnerwald-Almen aus. Ich glaube alle Wege führen dort ans gleiche Ziel. Nach ca. 45 Minuten erreichst du das Zwischenziel, die Daffneralmen, von hier aus geht's dann nur noch "den Hang" rauf. Bei Nässe ist allerdings der markierte Weg rechts am Waldrand besser zu gehen, da dieser weniger matschig und glatt ist und gerade bei Dunkelheit bist du dort "sicherer" unterwegs. Was solltest du bei Sonnenaufgangstouren dabei haben? Nach ca. 1 Stunden und 15 Minuten hatten wir bereits den Gipfel der Wasserwand erreicht. Wir hatten aufgrund der nicht optimalen Sicht auf den Sonnenaufgang spontan entschieden nicht zum Heuberg, sondern auf die Wasserwand zu gehen. Es war toll zu sehen, dass wir allein waren und den Gipfel ganz für uns hatten im Gegensatz zum Heuberg. Der Wind zog recht stark. Du solltest deshalb immer warme Kleidung dabei haben, auch eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee ist wertvoll. Bedenke du wirst eine Weile auf dem Gipfel warten wollen, bis die Sonne sich zeigt und auch in den Sommermonaten kann es morgens noch frisch sein. Weitere Tipps, was du bei der Planung einer Sonnenaufgangstour beachten solltest, kannst du auf dem Blog nachlesen. Kurz nach 7 Uhr zeigte sich dann endlich die Sonne, wir genossen den Anblick mit einer Tasse Tee und auch Kaffee und waren sehr froh dort zu sitzen. Wie so oft fragt man sich nachts, warum macht man das eigentlich? Und wenn man dann am Gipfel erlebt, wie die Sonne aufgeht, ist die Frage schnell beantwortet. Nach etwa einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg, nahmen aber noch kurz den Gipfel des Heuberges mit. Das Frühstück nach der Wanderung Um 9 Uhr waren wir zurück am Parkplatz und somit pünktlich zum Frühstück im Tal. Dieses Mal haben wir das Dorfcafe in Grainbach besucht, dort gab es leckeren Cappuccino, ein süßes Teilchen und einen sehr freundlichen Service. Da wir während der Corona Einschränkungen vor Ort waren, durften wir natürlich nicht vor Ort essen, konnten allerdings direkt vor dem Cafe auf der Treppe Platz nehmen und in der Sonne sitzen. Das Café hat Montags bis samstags bereits ab 06:15 Uhr und sonntags ab 07:15 Uhr geöffnet. Bitte aktuelle Öffnungszeiten nochmals checken, im Falle du willst dort auch frühstücken, da Änderungen jederzeit möglich sind. Dorfcafé Samerberg - Der Dorbäcker Rohrdorf (der-dorfbaecker.de) Ganz wichtig plane immer genügend Zeit bei einer Sonnenaufgangstour ein, denn nichts ist schlimmer als den Gipfel zu erreichen und die Sonne ist schon aufgegangen, also zumindest für mich. Das frühe Aufstehen sollte sich lohnen und die Zeit vor Sonnenaufgang ist teilweise schöner, die Farben des Himmels traumhaft und man selbst ist in großer Erwartung einen schönen Sonnenaufgang zu erleben. Fazit Heuberg und Wasserwand Der Heuberg ist ein recht einfacher Berg, der Blick über das Inntal ist wunderschön, aber wie bereits erwähnt nicht für Sonnenaufgänge geeignet. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Sonnenuntergänge wiederum durch den freieren Blick in die andere Richtung dort super sind. Für die Wanderung auf den Heuberg ist eine wenige bis mittlere Kondition m.E. ausreichend, für die Besteigung der Wasserwand empfehle ich aber Vorsicht und du solltest ein wenig Erfahrung mitbringen im Umgang mit Klettersteigen. Wir sind übrigens die gleiche Strecke zurück zum Parkplatz gegangen. Wer möchte kann allerdings auch weiterwandern und z.B. noch den Gipfel des Kitzstein mitnehmen (20 Minuten weiter). Aber auch für den Kitzstein solltest du Trittsicherheit mitbringen. Der Heuberg ist übrigens sehr beliebt während der Krokusblütenzeit (März/April), denn die Krokusblüte blüht hier über die gesamte Bergwiese (Hang). Das ist wunderschön und gerade zu dieser Zeit empfehle ich dir den Heuberg und / oder die Wasserwand gern. Du solltest allerdings entweder sehr früh oder eher spät unterwegs sein, da wirklich viele Wanderer hier wandern. Ich hoffe ich konnte dir hiermit einen weiteren guten Tourentipp vorstellen. Freue mich natürlich über Kommentare und auch Feedback. Bleibt gesund und genießt die Berge, bitte immer im Einklang mit der Natur.
- Laufgruppe in München - Die Runfurther Crew
Gemeinsam Laufen und Weiterkommen In einer Stadt wie München, in der jeder auf Achse zu sein scheint, ist es oft schwierig, sich Zeit für sich selbst und für das, was einem wirklich Spaß macht, zu nehmen. Eine Laufgruppe in München kann dir helfen, diese Zeit sinnvoll mit Bewegung und Gemeinschaft zu gestalten. Für uns Läufer bietet das Laufen eine ganz besondere Art, den Alltag zu entschleunigen und trotzdem in Bewegung zu bleiben. Doch muss man immer allein laufen? Die Runfurther Crew hat genau das im Fokus: Das gemeinsame Laufen in einer lockeren, familiären und offenen Gemeinschaft. Wenn du auf der Suche nach einer Laufgruppe in München bist, dann bist du bei der Runfurther Crew richtig. Wir laufen regelmäßig zusammen, haben Spaß und motivieren uns gegenseitig. Wer sind wir - Münchner Laufgruppe Unsere Laufgruppe ist eine kleine, aber eng verbundene Gemeinschaft von Läufer-/innen aus München. Uns verbindet nicht nur die Liebe zum Laufen, sondern auch der Wunsch, diese Leidenschaft mit anderen zu teilen. Entstanden sind wir 2018, aus der damaligen Runnerspoint Running Community. Ein Jahr lang durfte ich diese mit aufbauen, doch leider wurde sie nach kurzer Zeit von Runnerspoint eingestellt. Für mich war klar, dass ich diese tolle Gruppe nicht einfach aufgeben wollte - und so entstand die Runfurther Crew. Was uns besonders macht, ist die persönliche Atmosphäre. Da unsere Laufgruppe überschaubar ist, kennt bei uns jeder jeden. Das schafft ein Gemeinschaftsgefühl, dass bei den großen Runclubs oft verloren geht. Bei uns ist jede/r willkommen, ob Anfänger/in oder Fortgeschrittene/r, egal, ob du einfach nur Spaß an der Bewegung hast oder gezielt an der Leistung arbeiten willst. Regelmäßige Lauftermine Jeden Dienstag um 18:30 Uhr trifft sich unsere Laufgruppe in München am Odeonsplatz, um gemeinsam eine Runde im Englischen Garten zu laufen. Das Tempo liegt bei 05:00-06:30 Min / km. Ab und zu ändern wir die Strecke, denn Abwechslung gehört dazu. Höchstleistungen zählen beim Dienstags Lauf nicht so sehr. Im Mittelpunkt stehen der Austausch, die Freude an Bewegung und das Miteinander. Ab 2025 erweitern wir unser Angebot: Jeden dritten Samstag im Monat treffen wir uns zusätzlich am Kiosk 1917 in Thalkirchen zu einem weiteren Lauftreff. Darüberhinaus erkunden wir auch die bayerischen Berge, starten zu Trailruns, genießen Sonnenaufgangswanderungen oder wagen uns ins kalte Wasser beim Eisbaden. Auch Tempotraining ist ein fester Bestandteil - denn zusammen fällt es leichter, die Komfortzone zu verlassen. Bei uns kannst du nicht nur neue Strecken, sondern auch die vielen Facetten des Laufens entdecken. Ob in der Stadt, am Berg oder im Training - wir laufen weiter, gemeinsam. Warum mit der Runfurther Laufgruppe laufen? Ganz einfach: Mit uns wirst du fitter und bist auch Teil einer großartigen Gruppe. Wir motivieren uns gegenseitig, teilen Tipps und Erlebnisse und feiern die Erfolge jedes Einzelnen. Es herrscht eine herzliche und freundschaftliche Atmosphäre, in der du dich wohlfühlst und jederzeit deine Fragen, Ideen und Wünsche einbringen kannst. Gemeinsam laufen im Dunkeln - sicher und motiviert Gerade in den dunkleren und kalten Monaten des Jahres kann das Laufen am Abend oder frühen Morgen eine Herausforderung sein. Doch die Runfurther Laufgruppe macht das Laufen bei Dunkelheit zu einem besonderen Erlebnis. Gemeinsam unterwegs zu sein gibt nicht nur ein Gefühl von Sicherheit, sondern sorgt auch für zusätzliche Motivation, den inneren Schweinehund zu überwinden. Beleuchtete Strecken und die Gemeinschaft helfen dir dabei, dich auch an den grauen Tagen in Bewegung zu bringen. Und sind wir mal ehrlich: Mit Stirnlampen und einer gut gelaunten Gruppe wird selbst die dunkelste Laufstrecke zu einem Erlebnis. Eine Laufgruppe in München - Online Community Die Facebook Gruppe "Run with Runfurther" ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation, darüber teilen wir die Veranstaltungen. Dort findest du wichtige Informationen zu speziellen Events, wie Trailruns / Wanderungen oder auch gemeinsamen Abendessen. Zusätzlich gibt es auch eine Whatsapp Gruppe für den direkten Austausch und auch speziellere Ankündigungen. Für den Erstkontakt findest du auf jeden Fall alles in unserer Facebook Gruppe. Es gibt zusätzlich auch eine Gruppe über Strava, die findest du hier und bietet dir auch einen allgemeinen Überblick. Münchner Lauftreff: Komm vorbei und laufe mit Jetzt bist du dran, schnapp dir deine Laufschuhe und werde Teil unserer Laufgruppe in München. Komm einfach zum nächsten Lauf am Dienstag um 18:30 Uhr am Odeonsplatz. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach hinkommen und mitlaufen. Wir lernen uns beim Laufen kennen und freuen uns auf dich.














