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  • Der Berlin Marathon - jeder Marathon ist anders

    Mein dritter Marathon sollte mir eine neue Bestzeit bescheren, doch dann kam unerwartet die Alpenüberquerung bzw. der Transalpinerun dazwischen und mein Start beim Berlin Marathon am 25.09.2016 war gar nicht mehr so sicher. Die Verlosung der Startplätze für den Berlin Marathon findet immer im Vorjahr statt, für mich stand zu diesem Zeitpunkt noch kein anderes Laufevent fest. Der Transalpinerun gerade geschafft und und ich hatte zwei Wochen Zeit zu regenerieren, fit zu werden und wieder Lust fürs Laufen zu bekommen. Denn vor allem Lust fehlte mir gänzlich. Elf Tage machte ich gar nichts, ging meinem Freund auf die Nerven und lag jeden Abend auf der Couch. Ich hatte ein richtiges Tief, wohl normal nach so einer mächtigen Alpentour. Ich raffte mich ein paar Tage vor dem Berlin Marathon auf und lief meine erste 5 km Runde, war sogar flott unterwegs, lief irgendwie super und ich fühlte mich wie eine Rakete. Zum Vergleich für einen Kilometer über die Berge benötigt man durchschnittlich 12/13 Min. Das kleine Hoch tat mir gut. Der Berlin Marathon Hotel und Flug für Berlin hatte ich bereits Ende 2015 gebucht, deshalb flog ich mit dem Gedanken eventuell nicht zu starten, trotzdem in die Hauptstadt. Der Berlin Marathon ist nicht nur für Läufer ein Highlight, sondern auch für die Zuschauer an der Strecke ist Party angesagt. Der Samstag wurde genutzt entspannt in den Tag zu starten und die Marathon-Messe zu besuchen. Die Entscheidung, ob ich starte oder nicht, stand noch aus. In der Messe angekommen wurde man direkt in die Startnummernausgabe gelotst. Na ja, eigentlich war es eh klar, die Startnummer war schnell abgeholt. Nach weiteren fünf Stunden Geschnatter, Lauffreunde treffen und Shopping ging es zurück Richtung Hotel, Futteraufnahme und früh schlafen. An Schlaf war allerdings nicht zu denken, dieser war recht unruhig und ich wachte mehrmals auf. Aufregung war es nicht, vielmehr der Gedanke, ist es richtig jetzt einen Marathon zu laufen. Die Nacht war um 6 Uhr zu Ende und für uns ging es direkt zum Brandenburger Tor, den Start und Zielbereich. Hier wurde einem erst mal bewusst, wie groß dieser Marathon ist. Jedes Jahr starten etwa 45.000 Läufer in das Abenteuer Berlin Marathon. Die Wege sind weitläufig, die Suche nach der Taschenabgabe etwas langwieriger und das lange Warten, um ein letztes Mal ein Dixie aufzusuchen. Die Marathonreise kann losgehen Ich verabredete mich mit Susi von runskills , Sabine aka runningbambiii und Stefan runningstefan in Block G. Der Start wurde in drei Startwellen geteilt und wir starteten mit der zweiten Welle. Bevor wir auf die Reise geschickt wurden, bekam ich doch ein wenig Gänsehaut, das runterzählen, 30 seconds…. 15 seconds…. ziemlich cool. Die ersten Kilometer liefen wir vier relativ nah beieinander und sahen uns immer wieder kurz. Susi und Stefan hatten das Ziel sub 4 zu laufen. Sabine und ich wollten nur ankommen. Die erste Hälfte des Berlin Marathon war ziemlich schnell für mich und es hätte mal wieder ein Bestzeitenmarathon sub 4 werden können. Aber wer 42,195 km bereits gelaufen ist, weis, dass man persönliche Bestleistungen vor allem auch auf den letzten zehn Kilometern laufen muss. Der Einbruch kam für mich schneller als bei meinen vorherigen Marathonläufen, schon ab Kilometer 23. Von da an hieß es für mich nur noch einen Fuß vor den anderen zu setzen. Es war so unglaublich mühsam. Marathon laufen ist nach wie vor nicht leicht. Die zweite Hälfte war für mich Kampf, mein Kopf war einfach leer, überdrüssig dem Laufen im Generellen und meine Beine schmerzten von Kilometer zu Kilometer mehr. Das Publikum an der Strecke war super, wenn nur nicht diese quälende Unlust mich begleitet hätte. Ich hatte einfach keinen Spaß durch die Straßen Berlins zu laufen. Ich würde sagen 2016 ist gelaufen und Konzentration auf 2017. Die Erkenntnis für mich, erstens jeder Marathon läuft anders, ist nicht planbar und man kann nichts erzwingen. Zweitens auch wenn der Kopf sagt, du willst laufen, der Körper aber nicht bereit ist, dann muss ich unbedingt lernen, auch mal zu rasten und zu ruhen. Ich glaube viele Laufverrückte da draußen, wissen wie schwer diese Aufgabe sein kann. Ein Lichtblick oder in der Sonne baden Im Zielbereich angekommen, konnte ich zumindest das Flair dieses wunderbaren Laufevents wieder genießen. Das Wetter konnte nicht besser sein, rund um den Reichstag lagen wir Läufer in der Sonne, waren stolz auf unsere Leistungen, ich auf meine neue Medaille und man traf sich zum Erdinger alkoholfrei trinken. Susi und Stefan haben übrigens ihre Zielzeit unter 4 Stunden geschafft. Und nach dem Marathon ist vor dem Marathon oder aber, schaun wir mal… To be continued. Und wie habt ihr den Berlin Marathon erlebt? Und Belohnung gab es trotzdem

  • Der Muenchen Marathon sucht dich

    Muenchen ist eine Reise wert: Am 09.10.2016 findet der Muenchen Marathon zum 31. Male statt. Das Motto #herzklopfen so passend, da im Ziel die herzigste Medaille von allen, jeden Finisher erwartet. 2014 lief ich beim Halbmarathon meine bisherige Bestzeit und 2015 konnte ich aufgrund meiner ersten Marathonteilnahme in Amsterdam nur als Zuschauer dabei sein. Aber es ist immer wieder ein Highlight in Muenchen Marathon Luft zu schnuppern und dabei zu sein. Dieses Jahr werde ich endlich wieder aktiv angreifen und zusammen mit Dennis & Susi von Runskills , Isa & Laura von Run_Munich_Run und Florian von Runningflooo als Marathon-Botschafter dabei sein. Und jetzt kommst du, ich möchte das Erlebnis Marathon gemeinsam in einer Vierer Staffel erleben und suche Mitläufer. Das heisst auf 42,195 km darf jeder ca ein Viertel der Strecke, so mancher mehr oder weniger, laufen und wir laufen zusammen im Team ins Ziel. Und damit es nicht nur ein langweiliger Lauf wird, werden wir gegen die Staffeln von Florian, Dennis und Susi antreten. Bewerbe dich: Wenn du dich jetzt angesprochen fühlst im Team #runfurther entweder eine neue Bestzeit aufzustellen, deinen ersten offiziellen Lauf zu machen, einfach mal Marathonluft schnuppern willst, Spaß im Team erleben willst, eine Rennrakete bist oder was auch immer, dann würde ich mich freuen, wenn du dich bewirbst. Ich verlose 3 Startplätze in meiner Staffel. Wir alle werden versuchen die Staffeln gleich stark zu besetzen. Bitte dafür in eurer Bewerbung eure bisherigen Bestzeiten auf 5 Km oder 10 km angeben. Gern würde ich wissen, warum du in mein Team gehörst und eventuell welche Strecke bzw Abschnitt du laufen möchtest. Und nein es geht nicht nur um die Besten, es geht auch um die originellen Leute. Gerne bunt und wunderbar. Bewerbe dich jetzt in den Kommentaren. Also dann geht’s los den anderen Staffeln mal so richtig einzuheizen. Bewerbungsschluss ist der 01.08.2016 . Ich bin gespannt auf euch.

  • Schwimmen - wenn es einfach keinen Spaß macht

    Schwimmen ...... wie ist der Stand. Ich packe meine Sporttasche für das Schwimmtraining. Und da fängt bereits meine Motivation an - na ja eher nicht. Aber dennoch gutes Equipment ist wichtig und letztens hatte ich mir einen Badeanzug bestellt, just um mich für die nächste Schwimmstunde zu motivieren. Was im Lauftraining funktioniert, muss doch auch bei den Schwimmern funktionieren. Ein neuer Badeanzug ist doch wie ein Paar neue Laufschuhe? Mein letzter Statusbericht zum Schwimmen: hier  entlang Auf jeden Fall es läuft ja immer noch nicht wirklich und so langsam macht sich bei mir Panik breit. In den letzten Wochen habe ich keinen offiziellen Schwimmkurs besucht. Einfach aus dem Grund, da diese voll ausgebucht waren und ich einfach zu spät mit der Anmeldung war. Da hilft nichts, muss man alleine trainieren. Ich fand allerdings immer wieder Ausreden nicht zu gehen und habe viel lieber die Laufschuhe geschnürrt, die Radpedale geschwungen oder Eisen gestemmt. Es ist einfach so bzw es zeichnet sich irgendwie ab, Triathlon wird schwer für mich werden und wenn der Groschen nicht bald fällt, dann bleibt es auch bei diesem einem Wettkampf oder ich wechsle auf Duathlon. Das soll kein Jammern sein, aber ich finde einfach noch keinen Spaß am Schwimmen und ein Training mit Sinn und Aufbau würde einiges verbessern. Ab dem 31.05.2017 habe ich wieder einen festen Kursplatz. Mit regelmäßigen Terminen tue ich mich einfacher. Ich bin gespannt, welchen Status ich nach Kraulkurs zwei erreicht haben werde. Der Triathlon... Der Triathlon rückt näher, 6 Wochen sind es noch.... Puh jetzt wird mir noch schwindliger.... ahhhh nur noch 6 Wochen. Der Blick auf den Kalender bestätigt es und ich schaue lieber gleich wieder weg. In den letzten zwei Wochen bin ich wieder vermehrt ins Becken gestiegen und habe mir Tipps von Freunden geholt (danke an dieser Stelle an Lydia, Romina und Stefan). Und oh ja alle meine Hoffnung liegt zusätzlich auf das Schwimmen im Neoprenanzug. Schwimmen im Neoprenanzug Das habe ich nun letzten Sonntag getestet. Erkenntnis des Training: Cindy kann doch Wasserlage, zumindest habe ich ein viel besseres Gefühl und es gleitet sich mit Auftrieb viel besser. Allerdings ist leider nicht alles Gold was glänzt, schneller bin ich nicht geworden und durchkraulen schaffe ich auch nicht. Ich brauche immer noch ca 20 Min, um die 500 Meter abzuschwimmen. Da sind zwar einige Pausen drin, aber die brauche ich derzeit noch. Davon abgesehen diese Umschwungrolle (Rollwende) kann ich auch nicht, also anhalten, Richtung wechseln und wieder losschwimmen ist die Devise. Ich merke gerade da sind einige viele Pausen drin, für 50 Meter benötige ich 1:20 Min (gemessen Sonntag 21.05.2017). Das hiesse ja, dass ich so ziemlich am Beckenrand abchille mit ca 6-7 Minuten pro 500 Meter. Ihr seht, selbst vor jeder Bahn sträube ich mich loszuschwimmen. Ich sehe dennoch wieder ein bisschen mehr Licht am Ende des Tunnels. Aber wann kommt endlich der Spaß an der Sache? Das mit dem Badeanzugkauf hat leider nur für den Weg bis zum Schwimmbad gereicht, denn zusätzlich, dass ich mich schwertue Fortschritte zu machen, missfallen mir ein wenig volle Schwimmbäder. Es ist oft nicht möglich eine Bahn geradeaus zu schwimmen, ich gerate in Hektik und schlucke Wasser. Wir alle nehmen keine Rücksicht aufeinander und wenn mal jemand in einen reinschwimmt, versehentlich oder mit Absicht, ist die gute Laune vorbei. Freunde ich kann nur sagen, to be continued und drückt mir die Daumen.

  • Die ISPO 2017 - Meine Highlights

    ISPO 2017 Es war endlich wieder soweit und die Wintersportmesse ISPO 2017 machte vom 05.-08.02. 2017 halt in München. Auf der ISPO sind sie alle, von Outdoor- und Sportbegleidungsfirmen bis hin zu Technikunternehmen. Etwa 2700 Aussteller waren gemeldet, also langweilig wurde es deshalb nicht. Die ISPO hat sich bei mir mittlerweile zum festen Termin etabliert. Dieses Jahr meine zweite Teilnahme und dieses Mal als "Influencer" und damit aus einer ganz anderen Sichtweise. Letztes Jahr sind wir noch recht ziellos durch die Hallen gelaufen und haben nur uns bekannte Marken angeschaut. Doch m.E. empfinde ich, dass sich die Firmen gegenüber Bloggern weiter öffnen. Und so konnte ich dieses Jahr mit festen Terminen im Kalender einfach und unkompliziert mit den Firmen ins Gespräch kommen. Ganz klar nicht jedes Gespräch ist positiv bzw. bringt eigentlich dann doch keinen Mehrwert. Im Großen und Ganzen aber mag ich die Atmosphäre, das Networking und die eine oder andere Möglichkeit eine Kooperation einzugehen oder eine neue Idee für den Blog einzufangen. Und tolle Produkte sowie Trends gibt es eine Menge zu entdecken. Als Blogger war der Besuch bei der ISPO 2017 unkompliziert, da man sich als Pressevertreter akkreditieren konnte. Somit bekam man an allen Tagen freien Eintritt mit tollem Rahmenprogramm und Vorträge geboten und morgens einen leckeren Cappuchino im Pressezentrum. Am interessantesten empfand ich persönlich die ISPO 2017 Brandnew-Halle, dort konnte man 50 Neuheiten unter die Lupe nehmen, einige davon sind deshalb auf meiner Highlightliste gelandet. Nun zu meinen ISPO 2017 Highlights: Handgefertigte Schaumstoffrollen-Wasserflasche Mobot Los gehts mit der Mobot Trinkflasche und Foam Roller in einem. Ab sofort gibt es keine Ausreden mehr, rollen ist möglich, egal wo man unterwegs ist. Die Flasche ist leicht und handlich (es gibt drei Größen). Das Unternehmen sitzt in Kalifornien und ist derzeit auf der Suche nach einem Vertriebspartner. Ich bin gespannt, wann das Produkt auf dem deutschen Markt kommt, auf jeden Fall mit Potential. Aktuell kann man das Produkt online erwerben, allerdings kommen hohe Portokosten drauf. Tex-lock Ein Startup Unternehmen aus Leipzig. Drei Gründerinnen entwickelten das Fahrradschloss, was leicht in der Hand liegt (350 gr pro Meter) und gegen Feuer, Schnitt- und Schlagwerkzeugen schützt. Das funktionale und innovative Fahrradschloss besteht aus textilen Hightech-Materialen und fährt in einem schönen Design auf. Das Produkt "Made in Germany" soll ab August 2017 auf den Markt kommen. Derzeit bietet Tex-lock eine Kickstarter-Kampagne unter www.tex-lock.com/now an. Let's Bands Nun kommen die Elastikbänder in der Ladysversion auf den Markt. Das Ladyset umfasst drei verschiedene Powerbands mit unterschiedlichen Stärken, dazu kann man nach einem 4-Wochen Programm trainieren. Ich mag die Bänder, da man die Workouts gut in den Alltag einbinden kann, direkt vorm TV loslegen kann oder heimlich im Büro untern Tisch ein paar Übungen einbaut. Die neuen Farben sind ein Hingucker. Icebug Rasantes Trailrunning über Eisfläche bietet Icebug mit seinen Schuhen, welche mit Spikes ausgestattet sind. Ich habe den "Women's Pytho 3-L BUGrip" auf Eis getestet und bin vom Halt begeistert, sogar springen auf einen Eisblock ist kein Problem. Da kann der nächste Ausflug bei eisigen Verhältnissen kommen. Phantom Athletics Die Trainingsmaske , welche einem einen Schrecken einflößt, habe ich mir endlich mal näher angeschaut und auch aufgesetzt. Die Maske schränkt bei Benutzung die Luftzufuhr ein und soll somit die Atemmuskulatur stärken. Dies hilft tiefer einzuatmen und die Sauerstoffzufuhr im Körper zu erhöhen, was eine höhere Leistungsfähigkeit ermöglicht. Der Widerstandslevel kann in vier unterschiedlichen Stufen eingestellt werden. Nur ob ich mich trauen würde damit z. B. an der Isar entlang zu laufen, kann ich nicht so recht beantworten. Wer würde sich trauen? Antelope Club Die Firma entwickelt Sportbegleitung mit elektrischer Muskelstimulation (kurz EMS). Beim Training soll das integrierte EMS System in der Kleidung unterstützen Kraft, Koordination und Ausdauer zu verbessern. Hauptstück der Produktpalette ist der Antelope Suit bestehend aus Oberteil, Hose und dem Antelope Booster, der die Impulse auslöst. Während der ISPO habe ich die Antelope Calf Guards für die Waden ausprobiert. Mehrere Programme (z.B. Warm-up, Ausdauer, Kraft) sind einfach über eine App ein zu stellen und das Gefühl war prima. Durch die regelmäßige Anwendung sollen auch Wadenkrämpfen entgegengewirkt werden können. Derzeit sind die Produkte kurz vor dem Verkaufsstart . 6 Directions "Slide into a better shape" verspricht die dänische Firma mit ihren vorgestellten 6 Directions Pads. Nun gehören zweckentfremdete Waschlappen und Handtücher der Vergangenheit an. Mit den Pads ist ein hocheffektives Slide-Training für den gesamten Körper möglich. Auch hier finde ich die Idee dahinter prima, da ein kurzes effektives Home-Workout immer machbar ist, an Tagen mit wenig Zeit. Sled-Dogs Am Stand der Sled-Dogs hatte ich Begeisterung in den Augen. Sled Dogs Snowskates sind Kurzski. Das Fahren soll einfacher als Skifahren und Snowboarden sein. Anfänger können relativ schnell einsteigen und ohne großen Aufwand das Fahren damit erlernen und den Spaßfaktor auf der Skipiste geniessen. Flying Tents Mit einem Gewicht unter 2 kg ist das Flying Tent ein Alleskönner. Der Einsatz als Biwak- und Hängematten-Zelt, Hängematte und als Regenponcho ist möglich. Nur der Preis würde mich derzeit ein wenig abschrecken (EUR 349,-). Aber wer regelmäßig zeltet, weis wie aufwendig es sein kann. Das "fliegende Zelt" ist kompakt und der Aufbau kinderleicht und vor allem schnell. Für alle, die es unkompliziert mögen. Squash Ein Münchner Startup ( Fun With Balls GmbH ) will Squash revolutionieren und gestaltet den Sport interaktiv. InteractiveSquash bietet Training, Spielspaß und Leistungsanalysen. Es handelt sich um eine Mischung aus Computerspiel und Squash im klassischen Sinn, so kann man beispielsweise mittels einer vorgeblendeten Wand Monster abschiessen oder auch "Dart" spielen. Den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. Die Spielweise ist präziser und Ergebnisse können weltweit geteilt werden. Mons Royale Auch meine neue Lieblingsmarke präsenierte die neuesten Produke aus Merino Wolle. Die bekannte Marke aus Neuseeland verwendet in der neuesten Kollektion die neue Faser Merino Air-Con in den Baselayern. Diese sollen somit schneller trocknen, leichter und langlebiger sein. Salming Laufanalyse Am Salming Stand konnte ich an einer 360° Ganzkörper Laufanalyse teilnehmen. Letztes Jahr war ich schon mit großem Interesse ständig dran vorbei gegangen, hatte mich aber nicht getraut zu fragen. Na ja aber das ließ ich mir dieses Mal nicht entgehen. Online konnte man einen Termin unkompliziert reservieren und los ging es. Anhand von Sensoren und Kameras wurden meine Bewegungen auf dem Laufband aufgenommen und danach von einem Experten ausgewertet und mit mir besprochen. Mit dem Ergebnis kann ich zufrieden sein, da ich einen gefestigten Laufstil mit einer sehr guten Schrittfrequenz habe. Schwachstellen sind leider auch vorhanden und Empfehlungen zu Übungen werden mit dem Ergebnisreport mitgeliefert. Fazit Ich bin überrascht wie gut man die ISPO Atmosphäre als Blogger geniessen konnte. Sogar eine Lounge zum treffen und vernetzen konnten wir nutzen. Ich konnte einige Kontakte mitnehmen und Trends einfangen. Es ist schon toll mit Gleichgesinnten einen Messetag zu verbringen und nur über Sport zu sprechen. Da freue ich mich auch schon wieder auf die ISPO 2018. Weitere Impressionen ISPO 2017 Fotocredit: Messe München

  • Triathlonvorbereitung - Rasanter Fahren auf dem Aerolenker

    Windschnittig ist mein Fahrrad, nennt man auch Zeitfahrrad (Triathlonrad) und hat deswegen auch einen Aerolenker. Nur blöd, wenn man sich nicht traut diesen Lenker auch zu benutzen. Wer allerdings ein Zeitfahrrad im vollem Umfang nutzen und schnell sein will, muss lernen die optimale Sitzposition einzunehmen. Denn je weniger Widerstand, umso schneller fährt es sich, bei gleicher Leistung. Die Liegeposition ist also entscheidend. Weniger Fläche die bremst. Soweit die Theorie. Wenn ich das richtig deute, fahren die meisten Triathlon Anfänger das gute alte Rennrad mit gebogenen Lenker oder auch das Mountainbike. Da ich überhaupt kein Rad für einen Wettkampf besaß, probierte ich mich gleich an der Königsklasse. Was ist ein Aerolenker? Anstatt des gebogenen Lenkers wie beim Rennrad, setzt man beim Triathlonrad auf den Liegeaufsatz (Areolenker). Auf den Aerolenker legen, es wird schnell Für mich als absoluter Anfänger im Rennrad-/Zeitfahrrad fahren hieß es erst mal Vertrauen in das Gefährt zu bekommen. Ich zollte bereits den Klickschuhen meinen größten Respekt und unfallfrei bin ich leider nicht geblieben. Dennoch nach einigen Ausfahrten musste ich endlich auch mal den Aerolenker in den Griff bekommen. Und so lernte ich es. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Einzige bin, die ängstlich mit dem Aerolenker umgeht / umging? Zumindest die ersten Versuche waren eine mittlere Katastrophe, was mich wiederrum sehr unsicher machte. Um das Fahrgefühl und die Fahrtechnik in der neuen Position zu erlernen, ging es für mich an einem Sonntag zur Regattastrecke nach Oberschleißheim. An dieser Stelle ein Danke an Stefan für das Training und die Hilfestellung. Die Regattastrecke wurde anlässlich der Olympischen Spiele 1972 angelegt und wird heute noch von Ruderen und Kanuten für Trainingszwecke genutzt. Drumherum verläuft ein Asphaltweg, welcher sich sehr gut zum Zeitradfahren eignet, denn die Strecke ist schnell und misst genau 5 km pro Runde. Generell finde ich, dass man hier optimal Triathlontraining absolvieren kann, Schwimm- und Lauftraining ist genauso gut möglich. Jedes Jahr findet an der Regattastrecke auch der 3MUC Triathlon statt. Die Häufigkeit machts Um sich allmählich an die tiefe Lenkerposition zu gewöhnen, ist es wichtig, dass man im sicheren Gelände bzw auf gerade Strecke startet. Übungen wie Umgreifen und Kurvenfahren sind essentiell. Für mich waren sie es zumindest. Ich kann jetzt auch nicht wirklich sagen, wie ich mich irgendwann überwindete. Aber nach anfänglichen Hadern, hatte ich es gemacht und es ging gut. Einfach ein Arm und dann den anderen Arm auf den Lenker. Dies wiederholte ich viele Male und wurde immer sicherer. Die Dauer konnte ich verlängern. Und so zog ich meine Runden um die Regattaanlage an diesem besagten Sonntag. Natürlich grinste ich dabei. Von Runde zu Runde erhöhte sich mein Vertrauen in die neue Haltung und ich konnte sogar das Tempo erhöhen. Mittlerweile ist es für mich völlig normal in dieser Haltung auf gerader Strecke zu fahren. Im Übrigen für Berganstiege ist die Position eher nachteilig bzw. das Zeitfahrrad nicht zu empfehlen. Der Vorteil der Aerodynamik geht am Berg gänzlich verloren. Nur gut das der Tegernsee Triathlon mit netten 418 Höhenmetern auf mich wartet. Nun die Frage nach der Häufigkeit. Am besten sollte man die aerodynamische Position dauerhaft einnehmen. Ich selbst bin allerdings weit entfernt davon dauernd auf dem Aerolenker zu liegen. Auf langer gerader Strecke genieße ich es schon sehr so windschnittig davon zu düsen, aber sobald eine Kurve oder Hindernisse in Sicht sind, löse ich mich noch raus. Auch die Straßenverhältnisse haben einen Einfluß in welcher Position ich fahre. Ich denke es braucht noch einige Zeit und Vertrauen. Generell bin ich aufgrund meiner Erfahrung unsicherer als andere, aber zufrieden sowieso. Vorteile Mit der Zeit lernte ich natürlich die Vorteile der aerodynamischen Fahrweise schätzen, es ist die bequemere Sitzweise und ich verkrampfe weniger. Der Bauch kann sich frei entfalten ????. Es werden ganz andere Muskelgruppen angesprochen und durch den Wechsel der Sitzpositionen fühle ich mich entspannter auf dem Rad. Richtig cool ist die komfortable Nutzung des aerodynamischen Trinksystems. Der Griff zur Trinkflasche bleibt vollumfänglich erspart. Der Triathlon Die Vorbereitung auf meinen ersten Triathlon hat mich bereits oft aus meiner Komfortzone geholt und schon viele Male habe ich geflucht, warum ich es mir überhaupt antue. Aber das ganze neu erlernen und auszutesten ist genau meines. Jetzt sind es nur noch ein paar Tage und es heißt der erste Triathlon ist schon fast wieder Geschichte. To be continued.. Und wie hat der eine oder andere von euch das Fahren auf einem Aerolenker erlernt? Ich hoffe ich bin nicht die Einzige, welche eher umständlich an die Sache ranging. Fotocredit: PEAK ART IMAGES

  • Vordere Grauspitze - eine Tagestour ab München

    Die Vordere Grauspitze ist der höchste Berg Liechtensteins. Mit 2599 Metern nicht allzu so hoch und für eine Tagestour ab/bis München gut machbar. Aber vorab, eine gute Kondition und auch gutes Zeitmanagement braucht es dennoch. Wir nahmen die erste Äplibahn des Tages und retour auch die letzte. Wer diese nicht erreicht, darf dann gern noch ein paar Stunden für den Abstieg dranhängen. Im Rahmen meiner Vorbereitung des Transalpineruns nahm ich die Vordere Grauspitze am 27. August 2016 in Angriff, um letzte lockere Höhenmeter zu sammeln. Initiator der Tour war übrigens mein Kumpel Stefan (PEAK ART IMAGES), welcher das Ziel hat, die Seven Summits der Alpen zu erklimmen. Die Vordere Grauspitze war bereits der 5. Gipfel seines Projektes. Aber nun erst mal zum Ausgangspunkt. Ab München gehts nach Malans in der Schweiz. Wir brechen schon sehr früh auf, 3 Uhr aufstehen und 4 Uhr losfahren war unsere Planung. In Malans angekommen beginnt der erste Aufstieg ganz leicht mit der Äplibahn auf 1801 m (Erste Abfahrt 7 Uhr). Vorher buchen, sonst wandert man da hoch. Das Erlebnis mit der Äplibahn unbedingt mitnehmen. Die Fahrt in den sehr gelben, engen Gondeln ist nostalgisch und gehört einfach dazu. In der Bergstation (dem Bergbeizli) angekommen, kann man sich nochmals stärken oder einen Kaffee trinken. Den hatte ich mir da übrigens noch gegönnt, tat so früh am Morgen auch richtig gut. Und die Aussicht von hier oben bietet schon ein erstes grandioses Panorama. Dann geht die Wanderung schon los, die Vordere Grauspitze ruft Über Almwiesen, über Bäche schlängeln wir uns Richtung Vordere Grauspitze. Der erste Teil ist noch gemütlich und sehr gut machbar sowie bestens ausgeschildert. Ab der Alp Ijes (1934 m) beginnt der weglose und alpine Teil und die Besteigung zum Gipfel beginnt. Von hier sieht man nur die Hintere Grauspitze (mit Gipfelkreuz). Über große Steine und steile Anstiege geht es ca 600 Meter auf kurzer Strecke bis zum Gratrücken empor. Es gibt zwei Routen zu unserem Ziel, einmal über die Hintere Grauspitze und einmal vom Gratrücken die Querung (Mulde) direkt zur Vorderen Grauspitze. Wir hatten keine der Routen eingeschlagen, aus Versehen wohlgemerkt und ich erlebte ungewollt eine sehr "interessante" bis teilweise beängstigende Tour. Leider hatten wir den Weg ein wenig missverstanden und hatten uns am Kamm entlang zur Vorderen Grauspitze gekämpft. Teils senkrecht herabschauend kamen wir nur langsam voran. Diesen Weg bitte nicht gehen, wahrscheinlich waren wir auch die ersten die so gegangen waren. Am Gipfel der Vorderen Grauspitze angekommen hat man einen gigantischen Ausblick in alle Richtungen. Ein Gipfelkreuz gibt es allerdings nicht, lediglich ein Steinhaufen, in welchem man auch das Gipfelbuch entdeckt. Wir sind übrigens da jetzt auch drin verewigt. Einen großen Ansturm auf diesen Berg lassen die Eintragungen jedoch nicht vermuten. Im Generellen besteigen wohl eher Wanderer die Vordere Grauspitze, welche die Seven Summits der Alpen schaffen wollen. Zurück ging es fast identisch den gleichen Weg, bis auf das wir dieses Mal nicht am Grat entlang, sondern die geröllige Mulde genommen hatten: Dies bedeutet zwar ein paar zusätzliche Höhenmeter, ist aber schneller und leichter zu gehen. Am Ende zog es sich jedoch ziemlich bis zurück zur Bergstation. Wir schafften es rechtzeitig und konnten noch ein wohlverdientes Stück Kuchen sowie eine Cola schnabulieren, um die letzte Bahn zu nehmen. Alles in allem zeitplanmäßig perfekt getimed. Fazit Sehr anspruchsvolle Wanderung, benötigt Trittsicherheit und vorallem Schwindelfreiheit. Allerdings die Aussicht und das Erlebnis mit der Äplibahn machen es zu einer unvergesslichen Tour. Auch begegnet man bei dieser Wanderung nicht allzu vielen anderen Leuten, sodass man die Ruhe und die Natur genießen kann. Nicht allzu früh im Jahr die Vordere Grauspitze vornehmen, da die Begehbarkeit durch Schnee und Verwitterungen beeinträchtigt sein kann. Organisation Die Äplibahn unbedingt ein paar Tage im Voraus reservieren, da diese nur eine maximale Kapizität von 32 Personen in der Stunde tragen kann. Mit den zusätzlichen Höhenmetern bis zur Bergstation würde diese Tour fast nicht mehr an einem Tag machbar sein (ab München). Genug Proviant einpacken, eine Einkehrmöglichkeit gibt es unterwegs nicht. Mindestens 8-10 Stunden einplanen, damit ohne Stress und maximaler Auskostung der Natur die Wanderung ein Erlebnis wird. Achtung letzte Talabfahrt ist um 18 Uhr. Fotocredit: PEAK ART IMAGES

  • Der Venloop Halbmarathon

    Der Party-Halbmarathon Willst du Party mit laufen verbinden, dann laufe den Venloop Halbmaraton. Es ist für viele Läufer das Event des Jahres. Eigentlich wäre ich nie auf die Idee gekommen, wegen einem Halbmarathon mich von München nach Venlo, kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze, aufzumachen, aber beginnen wir von vorn: Gelesen hatte ich vom Venloop das erste Mal letztes Jahr in der Facebook Gruppe „ Laufjunkies “ – dort wurde gepostet, dass die Anmeldung bald öffnet und man sich wieder schnell anmelden müsse, um einen Startplatz zu ergattern. Es wurde heiss in der Gruppe diskutiert. Dann ein paar Tage später schrieb mich meine Instagram Freundin Andrea an, ob ich denn nicht Lust hätte, in Venlo zu starten. Nein eher nicht oder doch?  Na ja, eigentlich war das ja ein guter Gedanke, gleich im März Wettkampfluft zu schnuppern und zusätzlich Andrea persönlich kennenzulernen. Gesagt, getan und wir meldeten uns bereits gleich mit dem Anmeldestart an. Wenige Tage später war der Lauf tatsächlich ausverkauft. Die Startunterlagen wurden per Post jedem einzelnen Läufer zugeschickt. Persönlich empfand ich das sehr angenehm, da es zusätzliches registrieren vor Ort ersparte. Zusätzlich konnte man sich das offizielle Veranstaltungs-Laufshirt in der 2016 Edition bestellen. Der Spaß, der Venloop Halbmarathon kann starten Am Sonntag den 20.03.2016 ging es dann zu dritt (Andrea, Nina und ich) im Auto und mit Bananenpower los. Allerdings würde ich die Anreise mit dem Auto nicht empfehlen, da man wegen der Organisation, außerhalb parken musste und dann mit Shuttlebussen in den Startbereich gefahren wurde. Aufgrund des Andranges ein zeitintensives Unterfangen. Besser wäre die Anreise mit dem Zug, da sich der Bahnhof gleich gegenüber zum Eventgelände befindet oder aber auch Busreisen ab Köln oder Düsseldorf sind verfügbar. Leider sind wir deshalb erst ca eine Stunde vor dem Start eingetroffen und konnten unsere Lauffreunde, welche ich das erste Mal persönlich kennenlernte nur kurz drücken bzw. begrüßen, bevor wir schon unsere Kleidung/ Sachen abgeben mussten. Ach da wäre noch ein Hinweis, Treffpunkt Wiese ist vielleicht doch ein wenig ungenau. Die Wiese ist ein wenig größer als gedacht und mit mehr Details würde man sich schneller finden. Um eines vorweg zu nehmen, dieser Halbmarathon sollte für mich lediglich ein guter Trainingslauf bzw. ein Genusslauf werden. Bestzeiten hatte ich erst für die Herbstsaison vorgesehen. Kurz danach begaben wir uns in den entsprechenden Startblock, da wir alle keine Zielzeiten hatten, reihten wir uns gemeinsam im 2:15 Stunden Block ein. Lediglich Andrea wollte versuchen Bestzeit zu laufen. Kurze Zeit später erklang der Startschuss und in langsamen Schritten näherten wir uns der Startlinie. Die Stimmung war elektrisierend, der Moderator heizte richtig ein. Rundum war viel Farbe, Feuer und Getöse, sowie laute Musik zu hören, man meinte man stehe im Karnevalsblock. Nach dem Start Nach ca. 15-20 Min ging es dann auch für uns auf die Strecke und quer durch das schöne Venlo, dessen Altstadt und Wohngebiete. Die Einwohner gaben sich sehr viel Mühe bei der Dekoration und Herrichtung. Die Innenstadt war voll mit feiernden Menschen, welche teilweise in mehreren Reihen hintereinander standen. Immer wieder passierten wir Boxen mit lauter und motivierender Partymusik. Das Laufen wurde zur Nebensache. Weiter führte die Strecke durch umliegende Dörfer. Hier war es nicht weniger langweilig. Die Stimmung war weiterhin ausgelassen, der Grill wurde angeschmissen, die Couch wurde rausgestellt oder auch Hochtische an denen die Zuschauer ihr Bierchen genossen und uns anfeuerten. Die Kilometer flogen regelrecht an mir vorbei und ich nahm Tempo auf. Meine Mitläuferinnen ließen mich ziehen und wir trennten uns bei Km 13/14. Alle fünf Kilometer gab es eine Verpflegungsstelle mit Wasser, Isogetränk und auch gelegentlich Banane. Es war gefühlt der Tag der „Banane“. Bald kamen wir wieder in die Partymeile der Altstadt. Immer wieder hörte ich meinen Namen mit holländischem Akzent. Die Zuschauer prosteten mir in bierseliger Laune zu. Das ist einmalig und die beste Laufparty, die ich bisher erlebte. Die letzten Meter und ich lief durch das Ziel, freute mich mit mir, freute mich mit den anderen, freute mich über eine neue tolle Medaille. Danach traf ich noch das ein oder andere Social Media Gesicht endlich persönlich. Allerdings lichtete sich die Menge relativ schnell, da es doch recht kühl war. Pommes müssen sein - die Medaille als Belohnung war nicht genug Aber das war es noch nicht gewesen, denn wer in Holland läuft, muss auch einen guten Zielhappen bekommen und somit ließ ich mir den Weg zur nächsten Pommesbude erklären. Fazit zum Venloop Halbmarathon Es gab kaum einen Meter der langweilig war, fast die gesamte Strecke war mit Menschen und guter Laune gesäumt. Der Venloop kann gleichzeitig Volksfest, Festival und Laufevent in einem Verbinden. Generell kann man aber genau hier Bestzeiten laufen. Die Organisation empfand ich persönlich sehr gut, bis auf die Zielverpflegung, welche mit Wasser und Bananen ein wenig spärlich ausfiel. Da sind wir leider von den deutschen Läufen, insbesondere Trailläufen ein wenig verwöhnt. Die Anmeldegebühren des Laufes sind dementsprechend günstig. Wer nicht unbedingt kurz nach Öffnung der Anmeldung sich registrieren kann oder will als Tipp: Es werden ein bis zwei Wochen vor dem Lauf via Facebook wieder Startplätze zum Verkauf angeboten (gefühlt mehr Angebot als Nachfrage). https://www.youtube.com/watch?v=VeAgY-XP_4s Danke Venloop, es war eine sensationelle Party und ein toller Halbmarathon! Fotocredit: Maren von www.ichhasselaufen.de Videocredit: Andrea A.

  • Meine ersten Wochen Triathlontraining

    Mein Einstieg in das Triathlontraining Es gibt noch eine Steigerung zum Marathontraining und das ist mir nach den ersten Wochen Triathlontraining schon sehr bewusst geworden. Triathlontraining ist nicht mal so nebenbei erledigt. Nein es erfordert doch ein wenig mehr Disziplin, Engagement und vor allem Motivation. Täglich aufs Neue, wie täglich grüßt das Murmeltier, muss man sein Organisationstalent unter Beweis stellen und Trainingseinheiten optimal in den Alltag einbinden. Und wofür das alles? Nun ja zu allererst möchte ich mich gern 2017 Tria-Girl nennen dürfen. Am 02.07.2017 findet der Tegernsee Triathlon statt und ich werde dort höchstwahrlich meine erste olympische Distanz absolvieren. In Zahlen bedeutet dies 1,5 km schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km laufen. Eigentlich hört sich das für mich mehr als machbar an, dennoch rät mir jeder nicht gleich mit der  Mitteldistanz (1,9 km / 90 km / 21,195 km) zu liebäugeln. Und es scheint wirklich auch die richtige Entscheidung zu sein, ich beherrsche zwar das Laufen sehr gut, aber schwimmen und radfahren und alles an einem Stück zu absolvieren, das wird eine wahre Herausforderung, denn ich starte in den zwei anderen Disziplinen als kompletter Anfänger. Ich habe mir zur Vorbereitung circa 6-7 Monate für das Triathlontraining eingeräumt. Man sollte meinen mit meiner sportlichen Vorgeschichte dürfte es mehr als genug sein. Allerdings ein paar Hürden sind noch zu nehmen und die Zeit fliegt ja bekanntlich. Mein Trainingsplan Ich trainiere nach den Plänen von HJUL-Training . Hierbei handelt es sich um ein Online Training für Triathleten, welches individuell auf meine Werte und meinen Alltag angepasst werden kann. Die Trainingsbetreuung beinhaltet alle drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen plus Krafttraining und Ernährungsempfehlungen und wird wöchentlich aktualisiert. Die Daten sind jederzeit abrufbar über eine Trainingsplatform. Zu den einzelnen Disziplinen: Schwimmen: Zum jetztigen Moment kann ich sagen, die größte Hürde wird das Schwimmen werden. Ich bin absolut keine Wasserratte und schwimmen kann ich lediglich ein bisschen, also eher über Wasser halten nennt man das dann. Wasser ist überhaupt nicht mein Element. Dies war Grund genug, dass ich seit ein paar Wochen einen Anfänger Kraulkurs für Erwachsene besuche. Derzeit lerne ich die Atmung im Wasser anzuwenden, Erfolg.... bleibt bisher aus, aber für Aufgeben ist es noch zu früh. Ich stelle mich gern dieser Herausforderung und es ist eine sehr große. Von Trockenübungen auf der Couch bis mimimi bevor es ins kalte Wasser geht, sind doch auch hin und wieder die Glücksmomente dabei. Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Nasenklammer besorgt, in der Hoffnung das damit kein Wasser mehr in meine Nase eindringt. Allzu oft musste ich das Schwimmen unterbrechen und bekam unangenehme Schmerzen, da ich zuviel Wasser aufnahm. Ich berichte, ob es was bringt. Der Schlüssel zum Erfolg wird wohl das Schwimmen werden. Radfahren: Momentan trainiere ich nur auf dem Spinningrad, da es erstens draußen zu kalt ist und ich zweitens noch nie mit Klickschuhe geschweige denn ein Rennrad gefahren bin. Ja das Thema Klickschuhe wird noch interessant, aber hoffentlich verletzungsfrei. Einige Spinningkurse habe ich bisher besucht. Es ist leider gar nicht mit Rennradtraining zu vergleichen. Ich musste lernen, dass ich mich entgegen der Anweisungen des Trainiers beim Widerstand ein wenig zurückhalte und mich auf die Frequenz fokusiere. Denn bei Kombination von harten Rad- und Laufeinheiten als sogenanntes Koppeltraining macht meine Beinmuskulatur sonst regelrecht schlapp. Laufen: Zu Anfang sah mein Trainingsplan vor, dass ich vornehmlich im GA1 Tempo trainiere und zwischendrin 5-6 x 100 m Steigerungsläufe einbaue. Dadurch wird die Verbesserung von Muskelausdauer und aerober Energiegewinnung verfolgt. Leider ist deshalb ein Lauftraining in der Gruppe kaum noch möglich, weil ich doch sehr darauf achte das vorgegebene Tempo einzuhalten. Die letzten Laufeinheiten des Triathlonplanes gaben hin und wieder schnelle Einheiten im GA 2 Tempo vor. Kraft: Zur Kräftigung des kompletten Körpers trainiere ich nach Plan 1-2 Mal wöchentlich eine feste Abfolge von Übungen (Bein-/ Schulter-/ Brustpresse / Klimmzugstange und Rudermaschine). Insgesamt absolviere ich dann jeweils 3 x 12 Wiederholungen plus Aufwärm- und Cooldown-Programm. Die Einstiegsgewichte sind nach den ersten Wochen immer noch die selben, dafür wird Ausführung der Übungen sauberer. Mein Fazit zu den ersten Wochen Triathlontraining: 1. Ich bin gefühlt ständig mit Sporttasche unterwegs. 2. Es stehen nur noch Sporttaschen bei uns im Flur herum und ständig vergesse ich etwas, weil es gerade in einer anderen Tasche steckt. 3. Ich brauche mehr Schlaf, vornehmlich nach Spinningeinheiten bin ich mehr als platt und hungrig. 4. Ich habe für nichts mehr Zeit, wie machen das Sportler mit Familie? 5. Alles neu, ich lerne mit jeder Trainingseinheit neues über meinen Körper, über die Sinnhaftigkeit der einzelnen Trainingsinhalte und habe nicht immer Spaß dabei. 6. So ein Trainingsplan, wie ich ihn zuvor nie befolgt hatte, benötigt Disziplin und Zielstrebigkeit. Der Spruch von nichts kommt nichts begleitet mich doch schon sehr und ich kann mich damit auch immer wieder motivieren. 7. Triathlon ist besonders, die Abwechslung der Sportarten und die vielen Herausforderungen lassen es täglich zu einem Abenteuer werden. 8. Das Triathlontraining ist schmerzfreier. Ich empfinde viel weniger Schmerzen und kann entsprechend meiner Tagesverfassung alternativ auch auf eine andere Disziplin umschwenken. 9. Es benötigt einiges an Equipment, Klickschuhe, Radhose, Badeanzug, Schwimmbrille und Nasenklammer sind erste Dinge und vieles weiteres folgt. Ihr Triathleten da draußen, wie waren eure Erfahrungen ganz am Anfang? Freu mich über weiteren Input und auch Ideen. Fotocredit: PEAK ART IMAGES mit Bohnenkamp Bikes

  • Piton de la Fournaise - eine Wanderung auf den Vulkan

    Ort Piton de la Fournaise im Südosten der französischen Insel La Reunion. Eine Wanderung ist lustig, vor allem, wenn man morgens bereits um 5 Uhr deshalb aufstehen muss, nicht...  oder doch? Auf jeden Fall ! Mein Freund, der dem Wandern nicht so verfallen ist wie ich, ist morgens natürlich um diese Uhrzeit weniger zu begeistert. Doch dieses Mal hieß es, wir wollen einen Vulkan sehen. Es sollte unser letzter Versuch werden. Bereits zwei Vulkane wurden uns wegen schlechtem Wetter verwehrt, in Costa Rica 2013 und Neuseeland 2015. Dieses Mal sollte es auf La Reunion auf den Piton de la Fournaise gehen. Piton de la Fournaise - es kann losgehen Der Piton de la Fournaise (2512 m) ist immer noch aktiv und spukt ab und an Lava. Gut das Glück hatten wir leider nicht dies live zu sehen, uns war aber wie gesagt wichtiger den Vulkan überhaupt zu sehen. Dafür standen wir nun exakt um 5 Uhr an einem Urlaubstag auf. Reiseführer (Buch) und Vermieter unseres schnuckeligen Gasthauses empfohlen uns so früh aufzubrechen, da bereits vor Mittag Wolken aufziehen würden und normalerweise schlechtes Wetter mitbringen. Ja und nach unserer Erfahrung auf der Insel La Reunion können wir das auch bestätigen. An 10 von 10 Tagen hatten wir immer Wolken und nachmittags gab es oft kaum Sicht. Wir starteten von unserer Unterkunft in St. Pierre. Die Anfahrt benötigte etwas mehr als eine Stunde über Bourg Murat und die ausgeschilderte „Route du Volcan“. Wir wurden während der Fahrt schon mal mit vielen Kurven und einem tollen Tagesanbruch belohnt. Der Parkplatz - Pas de Bellecombe Auf dem Weg zum Parkplatz (Pas de Bellecombe) durchfährt man karges Land, Tundra ähnlich bzw. so stelle ich mir eine Mondlandschaft vor. Das Wetter war wie vorausgesagt hervorragend. Kurz nach 7 Uhr starteten wir unsere Wanderung. Der Blick vom Parkplatz aus ließ unser Herz schon springen, vielversprechend sahen wir auf den Nebenkrater Formica Leo (Ameisenlöwe) hinab. Hinab bedeutete in unserem Falle, wir mussten erst mal viele Stufen die Abbruchkante hinab gehen. Mein Freund schnaufte schon und sagte nur kurz: "Da werden wir auch wieder rauf müssen". Da half nur viel reden und ablenken. Die Wanderstrecke Unten angekommen geht es einige Zeit erst mal nur eben bzw. leicht ansteigend weiter. Wir überqueren Lavagestein, was das Gehen allerdings erheblich erschwert, da scharfkantig. Vor uns schlängeln sich schon einige Menschen den Weg Richtung Vulkan. Darunter sogar einige mit FlipFlops, ohne Worte, wenn ich bedenke, wie meine Schuhe nach der Wanderung aussahen. Man kann hier schon erahnen, wo der Weg entlanggeht, im Uhrzeigersinn umrunden wir erst mal den halben Vulkan. Immer wieder bleiben wir stehen und machen Fotos. Die Gegend ist wunderschön und doch so abstrakt. Nach zirka einer halben Stunde kommt der Anstieg, nicht anstrengend, aber doch müssen wir aufpassen. Eine weitere Stunde später zieht Nebel auf, jetzt heißt es aber Beeilung. Die Hektik steigt und stehen bleiben darf ich auch nicht mehr. Wie von der Tarantel gestochen flitzt mein Freund voraus. Immer wieder ziehen Wolkenschwaben vorbei und wir haben echt Angst, dass uns auch dieses Mal der Blick in den Kratertrichter verborgen bleibt. Der Blick in den Krater Piton de la Fournaise Keine 15 Minuten später sind wir oben. Der Blick in den Krater ist beeindruckend und vor allem wir haben wirklich eine freie Sicht. Doch das wehrt nicht lange. Um uns herum ziehen nun die Wolken schnell rein. Egal, ich freute mich sehr einen kurzen Augenblick das zu erleben. Denn gesehen ist gesehen und der Anblick bleibt in meinem Kopf. Zurück gehen wir dann viel in den Wolken und es wird kalt. Eine Windjacke sollte man zumindest dabeihaben und eigentlich mindestens Wanderschuhe. Alles andere ist danach durch das scharfkantige Vulkangestein ziemlich ramponiert. Von den ursprünglich genannten 5-6 Stunden, benötigten wir lediglich 3,5 Stunden reine Gehzeit inklusiver einiger Fotostopps. Wir hatten einige Urlauber getroffen, die auf diese wunderschöne Wanderung verzichtet haben. Nicht abschrecken lassen und machen, denn wir hatten einen tollen Vormittag und entspannten am Nachmittag am Meer. Weitere Impressionen: Vulkanwanderung Piton de la Fournaise

  • Freude am Laufen - die # RunForYourCity Challenge

    TomTom startet die Laufchallenge #RunForYourCity. Werde aktiv. Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam motivieren wir uns und gemeinsam haben wir mehr Lust uns zu bewegen. TomTom steht mit einer neuen Laufchallenge in den Startlöchern. Ich selbst veranstalte monatliche Challenges via Instagram. Daher weiß ich, wie motivierend es sein kann, Erfolge zu teilen, Ziele zu stecken und sich gegenseitig zu stärken. Ja und nur darum geht es. Mit Bewegung zu einem gesünderen Leben. Die # RunForYourCity Challenge, welche sich an Anfänger wie auch Profis gleichermaßen richtet, soll zusätzlich begeistern. Für eine optimale Unterstützung wird es drei Kategorien geben: #GoingFit #GoingSmart #GoingHealthy. Diese bieten Informationen und Unterhaltung rund um das Thema Sport und Gesundheit. Die Laufchallenge Die Challenge wird als Wettbewerb zwischen vier Städten erfolgen. Teilnehmende Städte sind Berlin, München, Köln und Hamburg. Die Idee, jeder Schritt, ob laufend oder gehend zählt. Als Teilnehmer musst du deine Kilometer Ergebnisse einfach unter einen der folgenden Hashtags #GetGoingBerlin #GetGoingHamburg #GetGoingMünchen #GetGoingKöln posten. Dies kann via Instagram oder Facebook erfolgen. Mitmachen kann jeder, auch wenn man nicht in einer der genannten Städte lebt. In diesem Falle einfach die Lieblingsstadt unterstützen. #RunForYourCity Der Start fällt am 19.6.2017 und die Challenge wird fünf Wochen laufen bis 24. Juli 2017 23:59 CET. Wenn du teilnimmst werden deine Kilometer durch die Hashtags verfolgt und durch ein Team von TomTom summiert. Wer mitmacht kann als Anreiz eine von drei TomTom Runner 3 Cardio+Music direkt bei TomTom gewinnen. Der Gewinner wird per Zufallsprinzip ausgelost. Die Teilnahme ist einfach und kostenlos. Die Teilnahmebedingungen hier . Gewinnspiel Zusätzlich darf ich auch eine TomTom Runner 3 Cardio+Music verlosen. Und so nehmt ihr am Gewinnspiel teil: Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und verratet mir, ob ihr ein Ziel für diese Challenge habt und wenn ja welches? Tragt euch rechts in der Sidebar mit eurer Email-Adresse ein, für weitere Posts und Gewinnspiele. Teilnahmeschluß: 24.07.2017 Der Gewinner wird von mir schriftlich benachrichtigt. Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit TomTom entstanden. Weitere Details auf der Facebookseite von Tom Tom Deutschland . Fotocredit: PEAK ART IMAGES

  • Tschechien - Laufen und Aktives Reisen in der Böhmischen Schweiz

    In diesen Beitrag erzähle ich dir, wie du in Tschechien ein wirklich tolles verlängertes Lauf- und Outdoor-Wochenende erleben kannst. Was denkst du, wenn du Tschechien hörst? Warst du schon einmal dort? Nein? Dann solltest du unbedingt jetzt weiterlesen und dann die Böhmische Schweiz , den wunderschönen tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges auf deine Reisewunschliste setzen. Ich war immer ein Fan von Fernreisen. Möglichst weit weg und je ausgefallener, desto aufgeregter war ich in der Vergangenheit. Ich denke da an meine Aufenthalte in La Paz mit einer Fahrradfahrt den El Camino de la Muerte hinab (die gefährlichste Straße der Welt) oder der Besuch der Iguazú-Wasserfälle. Natürlich sind das tolle Reiseziele und die möchte ich auch nicht missen, aber was ich sagen will, Europa hat auch wunderschöne Regionen zu bieten. Eines davon ist die Böhmische Schweiz , die wenigsten kennen sie. Über Instagram hatte ich mal eine Umfrage gestartet und gefragt wer Usti nad Labem denn so kennt. Gerade mal 20% konnten diese Frage mit Ja beantworten. Viele Tschechien-Reisende kommen hauptsächlich nach Prag oder in die südlichen Teile des Landes, aber kaum bis wenige Touristen verschlägt es in den Norden in die Böhmische Schweiz und die Region Usti. Dabei musste ich feststellen, wie schön die Landschaft dort ist, geradezu märchenhaft und durch die Nähe zur Sächsischen Schweiz auch eine wunderbare Alternative dazu. Der höchste Berg ist der Schneeberg mit 722 Metern ü. N. N. Aber dazu später mehr. Natürlich handelte es sich bei meiner Reise auch um eine Laufreise . Ich möchte die Welt laufend kennenlernen, deshalb verschlug es mich Ende September nach Usti nad Labem für den Halbmarathon und anschließendem Aktivprogramm nach Decin . Anfahrt in die Böhmische Schweiz, Tschechien Ich reise ab München mit dem Zug am Freitagabend an. Eine nachhaltige Reisemöglichkeit wie ich finde und kein wirklicher Zeitverlust im Vergleich zum Auto. Allerdings waren die Anschlüsse alle etwas knapp, man könnte auch sagen, die Umsteigezeiten waren sportlich. Die Gegend, die ich durchfahre scheint mir sehr vertraut zu sein, sanfte Erhebungen und viel grüne Natur. Die Zugfahrt ist traumhaft. Es erinnert mich doch irgendwie auch an meine Heimat Thüringen. Ich liebe es in mir neue und unbekannte Gebiete zu fahren. In der Böhmischen Schweiz war ich noch nie, die Kombination mit einem internationalen Halbmarathon im September, machte diese Reise für mich äußerst interessant. Die Stadt Usti nad Labem Wer etwas über die Stadt Usti nad Labem (deutsch: Aussig) erfahren will, muss etwas zurück in der Geschichte gehen. Als Teil des Sudetenlandes war Aussig bis zum Ende des zweiten Weltkrieges deutsch und ging dann nach Kriegsende als Usti an Tschechien. Der Stadt ist in der Vergangenheit nicht allzu viel Gutes passiert. Auch das Stadtbild wurde dadurch geprägt (Betonbauten). Usti nad Labem liegt an der Elbe in Nordböhmen, unweit der deutschen Grenze. Dresden ist ca. 50 km entfernt. Heute ist die Region Dreh- und Angelpunkt der Industrie. Die Böhmische Schweiz ist bekannt für seine Naturschönheiten und ist Teil des Elbsandsteingebirges sowie zum großen Teil Nationalpark. Das Schlösschen Větruše (dt. Ferdinandshöhe) ragt über Usti nad Labem. Ich besuche den Ort am Vormittag noch vor dem bevorstehenden Halbmarathon. Mit einer Seilbahn erreicht man das Schloß leicht, schnell und unkompliziert. Der Ausblick über die Stadt und die Elbe ist schön. Etwas weiter befindet sich die Burgruine Střekov (Schreckenstein), die auch einen Besuch wert ist. Ich bleibe aber nicht lange, da ich viel lieber am Start des Halbmarathons verweile. Der Zugang zur Gondel ist in einem Einkaufszentrum (FORUM) zu finden. Die Fahrt hoch und runter kostet gerade mal 45 Tschechische Kronen (ca. 2 EUR). Die Gondel verkehrt im 15 Minuten Takt, Fahrtzeiten täglich zwischen 8-22 Uhr. Der Halbmarathon Usti nad Labem, Tschechien Runczech ist der Veranstalter dieses Halbmarathons und weiteren Laufveranstaltungen in Tschechien (z.B. Prag, Karlsbad, Budweis und weiteren). Unter dem Motto "All Runners are beautiful" werden alle Läufer angesprochen, ob jung, alt, schlank, dick, langsam oder schnell. Alles egal, es geht um den Sport und die Gesundheit und die Gemeinschaft. Mir gefällt das. Auch an die Familien wird gedacht, es gibt einen Family-Run. Außerdem fördert Runszech die Initiative Euroheroes, die darauf abzielt talentierte europäische Läufer/-innen zu identifizieren und zu entwickeln. Ich stehe also mit den ganz Schnellen am Start. Die Athleten der Euroheroes Challenge müssen an vier Rennen teilnehmen und unterliegen einem speziellen Ranglistensystem. Der Halbmarathon startet erst um 15 Uhr am Samstagnachmittag, davor findet der Familienlauf sowie die Handbike Challenge statt. Die Stadt ist voll und es findet einiges statt. Startpunkt ist der Mirove Platz. Die Startunterlagen hole ich zuvor im Rathaus ab. Geht schnell und dauert keine 10 Minuten. Der Starterbeutel ist übersichtlich, aber das mag ich auch. Ich finde viele Probefläschen, die mehr Müll als Nutzen bedeuten, nicht wirklich gut. Wer ein Event T-Shirt will, muss dieses bei der Anmeldung extra mit bestellen. Die Anmeldegebühren für den Halbmarathon sind günstig und bewegen sich je nach Anmeldezeitpunkt zwischen 30 EUR und 45 EUR. Es handelt sich übrigens um kein kleines Event, es waren fast 4000 Teilnehmer/-innen am Start. Der Start ist anders als man es gewöhnt ist, es wird die Sinfonie "Die Moldau" von Smetana gespielt. Ich bekomme etwas Gänsehaut als ich durch den Startbogen laufe. Auf der Finisher Medaille wird ein Teil der Melodie gewidmet und die Musiknoten sind eingraviert. Wer alle Runczech Veranstaltungen 2019 läuft wird erkennen, dass alle Medaillen diese Noten haben. Jedes Jahr wird ein neues Medaillendesign für die gesamte Laufserie gestaltet bzw. entworfen. Das Wetter ist am Wettkampftag super warm und sonnig. Die Strecke ist schnell, hat aber einige Anstiege drin, die es in sich haben. Größtenteils laufen wir durch die Stadtgebiete, sogar durch Industrieanlagen und immer wieder an der Elbe entlang. Es gibt zwei mal eine Kehrtwende im Rennen, sodass man die schnelleren und langsameren Teilnehmer verfolgen kann. Mich motiviert das immer sehr. Aber es ist leider nicht mein Lauf, meine Tagesform passt nicht und ich kann das gewünschte Tempo nicht dauerhaft halten. Ich entscheide mich, das Rennen einfach zu genießen. Wir überqueren mehrmals die Dr.-Edvard-Beneš-Bruecke, dieses Teilstück finde ich persönlich klasse, Brücken sind immer cool. Auch die Zuschauer stehen hier zahlreich zum Anfeuern. Ich gebe alles was geht und erreiche das Ziel nach 01.56:05 Stunde. Die Veranstaltung ist trotz ihrer Größe bestens organisiert, während des Laufes gibt es alle 2-3 km Verpflegungsstellen mit Wasser, Iso und Obst. Die Strecke hat mir auch sehr gut gefallen. Outdoor Aktivitäten in der Böhmischen Schweiz, Tschechien Am nächsten Tag geht es für mich weiter in den Ort Decin. Es ist etwa 20 km von Usti nad Labem entfernt. Dort empfängt mich Sven von Active Point Decin, ein lokaler Anbieter für Outdoor Aktivitäten. Sven und sein Team werden mir zwei Tage die Umgebung zeigen. Decin liegt ebenfalls an der Elbe und es ist nicht mehr weit bis zur Grenze nach Sachsen. Der Elbe-Radweg führt hier entlang und es gibt eine Menge zu erleben. Nachstehend erzähle ich euch, was ich erlebt habe: 1. Wanderung zum Prebischtor Das Prebischtor ist die größte natürliche Sandsteinfelsbrücke Europas und wohl das bekannteste Ausflugsziel in dieser Gegend. Unser Ausgangspunkt für die Wanderung zum Prebischtor ist Hřensko , zu Deutsch Herrnskretschen. Wir paddeln von Decin mit dem Kanu flussabwärts nach Hrensko. Die Natur rund um die Elbe ist friedlich, wir entdecken hin und wieder die Radler, welchen den Elbe-Radweg entlangfahren. Die Strecke von Decin nach Hrensko beträgt 15 km und wir brauchen ca. 1,5 Stunde dafür, die Elbe unterstützt uns allerdings mit ihrer Strömung tatkräftig. Wir befinden uns am Eingang zum Nationalpark Böhmische Schweiz. Die Gemeinde Hrensko ist eine Grenzstadt zu Deutschland. Was mich allerdings erstaunt, hier stehen viele vietnamesische Stände, die billige Ware verkaufen. Trotzdem ist der Ort beeindruckend in Felswände eingebettet und zusätzlich mit gerade mal 112 m ü. NN der niedrigste Punkt Tschechiens. Nach einem Cappuccino und einem Riegel brechen wir auf. Bis zum Prebischtor sind es etwa 4 km und 300 Höhenmeter. Für die gesamte Rundtour, für die wir uns entscheiden, läuft man eine Strecke von 16 km und man sollte gut 5-6 Stunden einplanen. Wichtig ist, dass man nicht zu spät startet, da wir den Rundweg über den Gabrielensteig, die Wilde und die Edmundsklamm wählen. Alternativ kann man aber auch umgekehrt gehen und zuerst über die Edmundsklamm und dann Wilde Klamm Richtung Prebischtor wandern. Die Wilde Klamm und die Edmundsklamm können nur über eine separate Kahnfahrt durchquert werden. Die Kähne sind zwischen 09:00-17:00 / 18:00 Uhr in Betrieb und können maximal 26 Personen/Fahrt befördern. Sie fahren hin und her. Es ist schon oft passiert, dass Wanderer nicht mehr mitgenommen wurden und über den Hinweg wieder zurück wandern müssen, deshalb der Hinweis, Betriebszeiten zu beachten. Über die Wintermonate ist der Zugang über die Klamm nicht möglich. Die Kahnfahrer sind übrigens lustige Gesellen und die Überfahrten waren entsprechend unterhaltsam. Die Wanderung ist ein Must-See, leider sind hier wirklich viele Touristen unterwegs und es lohnt sich frühzeitig loszuwandern. Während der Wanderung kommen wir in Mezni Louka vorbei und kehren im U Forta ein. In dem Gasthaus werden regionale Gerichte angeboten. Ich probiere die Kulajda Suppe, eine sehr geschmacksintensive Suppe aus Kartoffeln, Sahne, Pilzen, Eiern und Dill. Sie ist richtig lecker. Ich habe mir bereits ein Rezept gegoogelt und diese Suppe aus der böhmischen Küche wird auf jeden Fall daheim nachgekocht. 2. Klettersteige in Decin Am nächsten Tag geht es für mich zum Klettern. Decin's Schäferwand ist ca. 100 Meter hoch und bietet diverse Kletterrouten für Anfänger bis Könner. Direkt gegenüber dem Schloss gelegen, ist der Sandsteinfelsen einfach zu erkennen und wirkt auf mich sehr imposant. Gerade für Anfänger ist es einfach hier erste Kletterversuche (Via Ferrata) zu unternehmen. Das Büro von Active Point Decin ist direkt unterhalb der Wand gelegen. Hier kann man einfache Touren buchen oder aber auch nur das Equipment ausleihen. Ich treffe auf Martin, er spricht englisch und ist mein Tourguide. Wir versuchen uns an einer Route der Schwierigkeit C. Zuvor erklärt mir Martin, wie ich die Klettersteigausrüstung zu benutzen habe und auf was ich während der Klettertour zu achten habe. Bei den ersten Schritten die Wand hinauf ist mir kurzzeitig ein wenig mulmig, runter schauen tue ich nicht. Es ist für mich eine Herausforderung und erst als wir uns etwas weiter oben gesichert hinstellen können, schaue ich das erste Mal in die Tiefe. Ab diesem Moment fühle ich mich sicherer und freue mich auf den weiteren Aufstieg. Es ist auf jeden Fall herausfordernd, aber es lohnt sich. Schon die Aussicht über Decin, die Elbe und das Schloss ist toll. Insgesamt benötigen wir ca. eine Stunde für unsere Route und der Klettersteig war nach anfänglicher Unsicherheit sehr gut machbar. Die Schäferwand bietet 15 Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Auf dem Gipfel befindet sich ein Restaurant. 3. Der Schneeberg Nach der Klettertour geht es für mich direkt weiter zum Schneeberg. Er ist mit 722 Metern die höchste Erhebung der Region und bietet einen weiten und seichten Rundumblick. Wer einen guten 360 Grad Panoramablick erhaschen will sollte auf jeden Fall auf den Schneebergturm hinauf. Der Aussichtsturm bietet bei klarem Wetter eine Sicht weit über das Elbsandsteingebirge hinaus. Für eine gemütliche Rast gibt es auch eine Gaststätte. Die Tour startet für mich am Fuße des Schneeberges (Hotel: Hřebenová bouda Sněžník). Mein Guide Sven und ich werden dort mit dem Auto hingefahren und wir werden weiter mit einem Tretroller unterwegs sein. Eine rasante Abfahrt bis Decin wird das Highlight. Aber jetzt geht es erst mal bergauf. Mit dem Tretroller eine neue Erfahrung und dabei sind ca. 200 HM und 2 km Strecke zu bewältigen. Oben angekommen entstehen einige schöne Bilder. Ich bin überwältigt und freue mich riesig, dass ich das erleben konnte. Fazit zur Böhmischen Schweiz, Tschechien Und zack war die schöne Zeit in der Böhmischen Schweiz leider viel zu schnell vergangen. Die drei Tage waren erlebnisreich und ich war traurig, dass meine Abreise schon wieder anstand. Auf Wiedersehen Tschechien, auf Wiedersehen Sommerzeit, die Blätter wurden während meines Aufenthaltes bunter und der Herbst stand vor der Tür. Gerade das anfängliche bunte Herbstkleid zeigte die Region in einer besonderen Stimmung. Mich hat Tschechien auf jeden Fall überzeugt, das Land, was so gar nicht auf meiner Reiseliste stand, hat mir mehr als gefallen. Es war auch toll festzustellen, dass auch in Tschechien eine große Läufercommunity exisitiert, die sehr fair miteinander umgeht. Die Teilnahme beim Usti nad Labem Halbmarathon kann man wunderbar mit einem verlängerten aktiven Wochenende verbinden. Der Ausflug zum Schneeberg war besonders schön und gerade dort waren nur wenige Touristen unterwegs. Die Mischung von Natur und abwechslungsreicher Action war perfekt. Wer in der Gegend Urlaub macht, dem empfehle ich gern die Touren von Active Point Decin weiter. Die böhmische Traditionsküche ist herzhaft und macht glücklich. Mir hat es dort geschmeckt. Als Vegetarierin war es zwar nicht immer einfach, aber es gab meist eine Alternative auf der Karte oder auch auf Anfrage. Viele Einheimische sprechen Deutsch und das macht die Kommunikation vor Ort einfach. Hat dir der Blogbeitrag gefallen? Planst du evtl. auch mal eine Reise nach Tschechien? Hast du weitere Tipps zur Böhmischen Schweiz und Umgebung? Ich freu mich auf Kommentare. An dieser Stelle möchte ich mich bei CzechTourism (Visit Czechrepublic) bedanken für die Einladung und die Möglichkeit meiner Recherchereise sowie die Teilnahme beim Halbmarathon. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt. Es ist meine eigene Überzeugung. Wer weitere Informationen zu Land und Leute braucht, kann dies auf der Seite von CzechTourism finden.

  • Tourentipp: Die Umrundung des Königssee

    Ich hoffe, dass jede und jeder von euch eine persönliche Bucket List hat, eine Sammlung von Orten und Zielen, die man irgendwann besuchen und abhaken möchte. Ich führe nämlich eine solche Liste und freue mich jedes Mal, wenn ich ein neue Herausforderung oder ein lang ersehntes Ziel streichen kann. Der Königssee steht schon seit langer Zeit ganz oben auf meiner Wunschliste In meinem heutigen Beitrag dreht sich alles um die Umrundung des Königssee. Dabei geht es nicht nur um das Erreichen eines Ziels, sondern vor allem um die sportliche Herausforderung an sich. Diese Unternehmung zählt zweifelslos zu den anspruchsvolleren Touren in den bayerischen Alpen, genau deshalb möchte ich hier einige hilfreiche Informationen zur Umrundung des Königssee festhalten. Ich beschreibe die Strecke aus Perspektive einer Trailrunning Tour. Als Wanderung benötigt die Runde deutlich mehr Zeit, und in diesem Fall solltest du gegebenenfalls eine Übernachtung in einer der umliegenden Almen einplanen. Ein Abbruch der Tour ist sowohl in St. Bartholomä (Kilometer 11) als auch am Obersee (Kilometer 18) problemlos möglich, da von beiden Punkten aus ein Boot zurück nach Schönau fährt. Daher empfehle ich, ausreichend Geld für ein Rückfahrtticket dabeizuhaben. Gehen wir jedoch davon aus, dass die vollständige Umrundung des Königssee gelingt: Dafür ist eine sehr gute Fitness zwingende Voraussetzung. Die Tour ist keinesfalls für Anfänger/-innen geeignet, ebenso wenig für Personen mit eingeschränkter Trittsicherheit. Sowohl der Rinnkendlsteig als auch der Kaunersteig zählen zu den anspruchsvolleren Abschnitten und erfordern volle Konzentration sowie ein sicheres Bewegungsverhalten im alpinen Gelände. Jede udn jeder sollte daher die eigene Leistungsfähigkeit realistisch einschätzen, bevor man sich auf diese Runde einlässt. Der Königssee ist, wie der Name schon sagt, der König der Seen. Für mich einer der schönsten und abenteuerlichsten Seen in Bayern. Er liegt im Berchtesgadener Land und ist umgeben von ganz vielen Bergen. Einer der bekanntesten ist sicherlich der Watzmann. Tourbeschreibung: Umrundung des Königssee Unser Startpunkt liegt in Schönau , direkt am Parkplatz am See. Wer aus dem Raum München anreist, sollte mindestens zwei Stunden Fahrzeit einplanen, während der Ferien oder an den Wochenenden entsprechend mehr. Der Königssee ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, daher gilt: Je früher du in Schönau bist, desto entspannter beginnt dein Tag. Ein früher Start ist ohnehin empfehlenswert, da die komplette Umrundung des Königssee mehrere Stunden in Anspruch nimmt. Die Anreise mit dem Auto ist sinnvoll. Wir fahren über die A8 von München Richtung Salzburg und nehmen die Ausfahrt Bad Reichenhall. Ein kleiner, aber wichtiger Hinweis: Nicht an der Ausfahrt vorbeifahren. Wer versehentlich weiterfährt, landet auf der österreichischen Autobahn und dort herrscht Vignettenpflicht. Uns ist das bereits passiert und das kann schnell teuer werden. Die Koordinaten zum Parkplatz in Schönau verlinke ich über Google Maps, damit du direkt den richtigen Startpunkt findest. Erstes Zwischenziel: Die Archenkanzel Vom Parkplatz aus starten wir in Richtung Bootsanlegestelle und laufen daran vorbei. Unser erstes Etappenziel ist die Archenkanzel . Auf den Weg dorthin passieren wir die Kührointalm und genießen bereits erste beeindruckende Blicke auf den Watzmann . Der Abstecher zur Archenkanzel gehört zu den schönsten Aussichtspunkten über den Königssee und lohnt sich unbedingt, auch wenn er etwa 5 bis 10 Minuten Umweg bedeutet. Wir nehmen uns gerne die Zeit dafür und haben Glück, da wir fast für uns allein dort sind. Anschließend führt der Weg über den Rinnkendlsteig hinab nach St Bartholomä. Hier ist höchste Aufmerksamkeit gefragt: Der Steig erfordert absolute Schwindelfreiheit, sehr gute Trittsicherheit und geeignetes Schuhwerk. Für den Abstieg solltest du mindestens eine Stunde einplanen, eher etwas mehr, da dir auf dem schmalen Pfad immer wieder Wanderer entgegenkommen und kurze Wartezeiten entstehen. Von St. Bartholomä zum Obersee Unten angekommen folgen wir zunächst dem Uferweg, bis wir den Anlegesteg in St. Bartholomä erreichen. Der Ort wirkt einladend: Ein Biergarten lädt zum Verweilen ein und an warmen Tagen wäre ein Sprung in den Königssee durchaus verlockend. Hier kannst du am kleinen WC Häuschen deine Wasserflaschen auffüllen und die Toilette nutzen, bevor es weitergeht. Anschließend laufen wir etwa ein bis zwei Kilometer flach am See entlang, bevor der nächste, kleinere Anstieg beginnt. Der Weg schlängelt sich serpentinenartig hoch und unterwegs erhaschen wir einen kurzen Blick auf den Schrainbach Wasserfall , ein schöner Zwischenmoment, bevor es weiter Richtung Obersee geht. Danach müssen wir aufpassen, denn der Abzweig zum Obersee ist nicht ausgeschildert. Wir orientieren uns hier an der Strecke auf unserer Garmin Uhr. Der Pfad ist wenig bekannt und entsprechend selten begangen. Dafür reizvoll, ein ruhiger, schöner Abschnitt, den ich empfehlen kann. Zur Orientierung: Solltest du bei der Schrainbachalm Hütte ankommen, bist du bereits zu weit gelaufen. Obersee und der Kaunersteig Nach dem Abzweig geht es einige Höhenmeter bergauf und dann wieder durch bewaldetes Gelände hinunter, bis wir erneut das Ufer des Königssee erreichen. Über die Rennerfaser Saletalm gelangen wir zum Obersee und damit zur letzten Möglichkeit, in Salet auszusteigen und mit dem Boot zum Startpunkt zurückzufahren. Nun wird es nämlich anstrengend. Wir gelangen zum Kaunersteig , der über viele Serpentinen steil den Berg hinaufführt. Leicht ist der Aufstieg nicht und durch einige Seile und viele eingeschlagene Tritthaken ausgestattet. Die Wegeschwierigkeit ist übrigens mit schwarz ausgezeichnet . Ab diesem Abschnitt verschwindet das Handynetz vollständig. Generell ist die Netzabdeckung rund um den Königssee sehr schwach, was im Notfall problematisch sein kann. Auf dem folgenden Teilstück sind wir nahezu allein unterwegs. Bis zur Gotzenalm liegen rund 5 Kilometer vor uns, in denen wir über 1.000 Höhenmeter überwinden. Die Passage ist landschaftlich herrlich, aber technisch anspruchsvoll, eine solide Fitness ist hier unverzichtbar. Von der Gotzenalm nach Schönau An der Gotzenalm füllen wir unsere Wasservorräte noch einmal auf, nehmen ein letztes Gel, bevor wir uns auf die finalen 10 Kilometer machen. Ab hier geht es fast ausschließlich bergab. Der Weg ist breit und gut begehbar und uns begegnen zahlreiche Radfahrer und Wanderer, die zu den umliegenden Almen unterwegs sind. Rund um den Königssee gibt es viele Almen mit Übernachtungsmöglichkeiten, allerdings ist eine frühzeitige Reservierung essenziell, da die Nachfrage hoch ist. Die letzten Kilometer gehören landschaftlich nicht mehr zu den spektakulärsten, dennoch eröffnen sich immer wieder tolle Ausblicke. Nach knapp 1 1/2 Stunden Downhill kommen wir auch am Parkplatz an. Es rollt sich da einfach nur noch runter, eigentlich will man auch nur noch ins Ziel, aber krachen kann ich es nicht mehr lassen, nach den vielen vorherigen Kilometern und Höhenmetern. Die Beine sind müde. Die Strecke als GPX Datei) kannst du direkt über mein Strava-Profil herunterladen, hier findest du die Tour Umrundung des Königssee . Wir haben die komplette Runde um den Königssee in 7,5 Stunden absolviert. Dabei kamen 36 Kilometer und rund 2.500 Höhenmeter zusammen. Es existieren mehrere Varianten der Königssee-Umrundung. Wir haben uns bewusst für die Kürzeste entschieden, die herausfordernd genug ist und ein außergewöhnliches Erlebnis dazu bietet. Den Trailrun habe ich gezielt in meine Vorbereitung auf den Transalpine Run integriert. Die Strecke eignet sich hervorragend, um unterschiedliche Untergründe zu trainieren und kurz vor dem Wettkampf noch einmal mehr als 2.000 Höhenmeter zu sammeln. Meine Blogbeiträge zum Transalpine Run findest du ebenfalls hier auf dem Blog - unter anderem Mein sportliches Ziel 2022 - der Transalpine Run sowie Teampartner, Ernährung und Training für den Transalpine Run . Fazit zur Umrundung des Königssee Die Umrundung des Königssee ist ein echtes Highlight und ein absolutes Must See. Die Tour verläuft über weite Strecken in völliger Ruhe und die Ausblicke sind beeindruckend. An den zentralen Punkten, an denen die Boote an- und ablegen, trifft man zwar auf deutlichen Andrang und klassischen Massentourismus, doch das hat mich kaum gestört. Wir waren ja laufend unterwegs. Die meisten Besucher bleiben in der Nähe der Bootsanleger und Almen. Sobald man sich ein Stück davon entfernt, ist man schnell wieder allein auf den Wegen. Auch wenn die Umrundung des Königssee keinen Gipfel vorsieht, bietet sie eine Fülle an landschaftlichen Eindrücken und Momenten, die sich lohnen. Die Strecke ist unglaublich abwechslungsreich: Sie führt über flache Passagen, steile An- und Abstiege und sogar über abschnittsweise klettersteigsähnliche Wege. Die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten machen den Reiz für Trailrunner/innen aus. Wir bewegen uns über Forststraßen, Wiesen, Waldpfade und wurzelige Trails. Langweile kommt dabei garantiert nicht auf. Ein besonderes Highlight war ein Murmeltier, dass wir unterwegs beobachten konnten. Und auch der Blick hinüber zum Steinernen Meer ist alles andere als uncool. Noch ein Hinweis: Die Tour macht bei trockenem Wetter am meisten Spaß und ist dann auch deutlich sicherer. Außerdem gelingen bei Sonnenschein natürlich die schönsten Fotos. Wie sieht's aus? Hast du Lust bekommen, den Königssee selbst einmal zu umrunden?

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