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- Energiespender: Vegane Hafer-Cookies
Diese Kekse liefern schnelle Energie für unterwegs, nach dem Training oder einfach nur als Snack am Nachmittag. Sind total lecker und gesund und so schön knusprig. Best cookies, welche mich durch den Januar begleitet haben und herhalten mussten, wenn die Lust auf Süsses kam. Rezept: Vegane Hafer-Cookies Zutaten: 250 gr Haferlocken (Dinkelflocken oder ähnliche) 100 gr Cranberries (alternativ Rosinen / Feigen / Aprikosen etc.) 100 gr Vollkornmehl 75 gr Mandeln 100 gr brauner Zucker oder auch weniger Zimt / Kardamon / Ingwer / Vanille etc nach Geschmack ½ TL Backpulver Salz 200 ml Sonnenblumenöl 200 ml Hafermilch Den Ofen auf 200 Grad vorwärmen, ich benutze Ober-/Unterhitze. Alle Zutaten bis auf das Sonnenblumenöl und die Hafermilch in einer Schüssel vermengen. Langsam das Öl beigeben und rühren. Die Milch anschließend separat hinzufügen und wiederrum verrühren. Die Mischung auf ein Backblech mit Backpapier ausgelegt, esslöffelweise geben und platt drücken. Die Größe bleibt euch überlassen, von groß bis klein ist alles erlaubt. Ich habe ca 20 Kekse aus der Masse geformt. Dann die Kekse im Ofen etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen und genießen. Am besten die Kekse nicht in eine Tüte oder ähnlichen aufbewahren, da sie dann weich werden. Da die Köstlichkeiten bei uns auch nicht lange überleben, liegen sie normalerweise auf einen Teller und behalten so ihre Knusprigkeit. Bin gespannt, ob ihr die Kekse auch so mögt?
- 1 Monat vegan - mein Fazit
Vegan Challenge completed und total glücklich, dass ich es gemacht habe. Auch wenn es immer mehr Menschen gibt, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, meinen die meisten, dass man in jeglicher Hinsicht verzichten muss. Ein Trugschluss, was ich selbst überhaupt nicht erwartet hätte. Die vegane Ernährung ist nicht langweilig, nicht umsonst bleiben viele nach dem Selbstversuch der veganen Ernährung treu. Aber erst mal der Reihe nach, gewichtstechnisch hat sich nichts verändert, wobei ich aufgrund meiner Laufeinheiten auch darauf verzichtet, die Kohlenhydrate zu reduzieren, denn ich wollte mich fitter fühlen und nicht abnehmen. Dennoch habe ich ein anderes Körpergefühl, ob es mit der Ernährung zu tun hat, ist schwierig zu urteilen. Generell schlafe ich schon immer zu wenig, was ist eigentlich ausschlafen? Ich bin ziemlich aktiv und es muss immer etwas gehen, allgemein war das Aufstehen im Januar irgendwie einfacher sonst. Ich fühlte mich motivierter und begeisterungsfähiger in vielerlei Hinsicht. Zusätzlich hatten wir eine sehr abwechslungsreiche Vielfalt an Gerichten zubereitet. Das Kochen hat einen völlig neuen Stellenwert bekommen und das Experimentiren mit den vielen neuen Produkten macht unheimlich Spaß, es gab bisher kaum etwas was nicht geschmeckt hat, aber vieles hingegen außerordentlich gut. Mittlerweile ist auch unser Vorrat ziemlich veganisiert wurden und es warten noch viele Dinge darauf probiert zu werden. Wenn wir beim Einkaufen sind, bleibe ich immer wieder bei etwas hängen und es muss gekauft werden. Für mein Verständnis habe ich mich einen Monat zu 100% vegan ernährt, aber ich bezweifle, dass nicht hier und da mal ein Produkt mit tierischem Ursprung dabei war. Eigentlich kann man als Anfänger nur Fehler machen. Vegan erlernt man leider nicht in 30 Tagen, dafür braucht es Geduld und viel Interesse für die Details. Die anfängliche Angst, dass wir hier und da Hunger erleiden werden, weil was nicht schmeckt oder wir keine Mahlzeit hinbekommen, hat sich schnell in Luft aufgelöst. Schnell war ich begeistert, denn vegan ist vor allem farbenfroh und sehr geschmacksintensiv, man muss nur ein bisschen Zeit investieren. Mit der Zeit sammelt man Erfahrung und damit kommt die Routine von ganz alleine. Und noch eine Sache beschäftigt mich immer mehr, denn durch diese Challenge wurde ich im Hinblick auf die Tierquälereien der Tierindustrie, welche nur nach dem Maximum zum günstigsten Preis strebt, wachgerüttelt. Ich als Einzelner werde kaum was ändern, viele Menschen hingegen schon, aber ich finde wer Tiere liebt, sollte ihnen nicht so ein Leid zufügen. Und mein Fazit, ich bleibe dabei!
- Veganes Kichererbsen-Curry
Mittlerweile fühle ich mich sauwohl mit der veganen Ernährung und koche freestyle, hole mir Inspirationen in Facebook, Instagram und diversen Blogs und koche je nach meiner Lust und Laune, ich möchte euch deshalb hin und wieder meine Rezepte vorstellen und fange mit meinem Veganen Kichererbsen-Curry an: Zutaten 1 Zwiebel 1 kleine Chilischote 50 gr Sellerie 1 St. Ingwer 2 Karotten 150 gr Rosenkohl Kokosfett 2 TL Currypulver Prise Kurkuma 1 Dose Kokosmilch (400 ml) 150 ml Gemüsebrühe 100 gr Spinat (tiefgefroren) 1 Dose Kichererbsen Salz & Pfeffer Zubereitung Zwiebeln würfeln, frischer, geschälter Ingwer und Chilischote sehr klein würfeln. Karotten schälen und würfeln. Dann Zwiebeln, Ingwer, Chili und Karotten in etwas Kokosfett ein paar Minuten dünsten. 2 TL Currypulver darübergeben und kurz mitdünsten. Den Rosenkohl hinzufügen. Dann 400 ml Kokosmilch und 200 ml Gemüsebrühe zugießen und aufkochen. Spinat, 1 Dose abgespülte und abgetropfte Kichererbsen untermischen und 10-15 Min. köcheln. Mit Salz, Pfeffer und 2-3 TL Limettensaft abschmecken. Passend dazu kann man Reis, Cous-Cous oder auch Quinoa essen.
- Veganes Pad Thai
Ich habe mal wieder eines meiner Favoriten zusammengefasst, dieses Rezept ist schnell zubereitet und ist auch sehr gut geeignet, am nächsten Tag zum Aufwärmen in der Mittagspause mitzunehmen. Pad Thai ist ein bekanntes Gericht aus der thailändischen Küche. Für 2 Portionen: 200 gr Tofu 1-2 Knoblauchzehe 1 Zwiebel 300 gr Brokkoli 1 Stange Lauch 1 kleine Zucchini 2-3 Karotten Frühlingszwiebeln Kokosmilch / Kokosraspel 2 EL Erdnussmuss Sesam Limette 125 gr Reisnudeln Kokosfett 1 Stück Ingwer, Chili, Salz, Pfeffer Limette Cashewnüsse Zwiebel, Ingwer und Knoblauchzehen schälen und klein hacken, Brokkoli Lauch, Zucchini, Karotten und Frühlingszwiebeln waschen und würfeln. Tofu auch in kleine Würfel schneiden. In einer kleinen Pfanne Kokosfett anbraten und Tofu darin anbraten, wenn dieser bisschen Farbe angenommen hat, mit Kokosmilch und Erdnussmus ablöschen, Kokosraspel hinein geben und zur Seite stellen. In einem Wok Zwiebel; Ingwer und Knoblauch kurz anbraten, Sesam und Gemüse hinzugeben (Frühlingszwiebel später beigeben) und mit ein bisschen Kokosmilch (ggf zusätzlich Wasser) ablöschen,. Kochen lassen bis das Gemüse gar ist. Das ganze salzen und würzen. Zwischenzeitlich die Reisnudeln gemäß Packungsanweisung zubereiten. Zum Schluss den Tofu in die Gemüsemischung geben und die Reisnudeln untermischen. Mit Limette auf Tellern servieren. Cashewnüsse on top. Wer mag nimmt auch Koriander dazu. Guten Appetit.
- Wings For life World Run - die ganze Welt vereint in einem Lauf
Am 08.04.2015 sitze ich im Büro und rufe meine Emails ab, in einer Email, lese ich nur den Betreff „Du bist im „Team Lisa“ und schon ist es geschehen, Luftsprünge und ein Freudenausbruch sind die Folge. Ich hatte mich bei Gerolsteiner beworben, um im Team von Lisa Hahner bei den Wings For Life World Run in München am 03.05.2015 mitlaufen zu dürfen. 20 Läufer wurden gesucht und ich hatte Glück. Geflasht von dieser Information freute ich mich auf das kommende Ereignis. Der Wings For Life World Run wurde in München das erste Mal ausgetragen, Hintergrund dieser Veranstaltung, welche weltweit ausgetragen wird, dass man die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Thema Querschnittslähmung lenken will. Alle Einnahmen sowie Spenden werden zu 100% in die Rückenmarksforschung geleitet. Das Motto „Wir laufen für alle, die nicht laufen können“. Der WFLWR wurde im Olympiapark in München ausgetragen, am Vormittag des 03.05.2015 traf ich mich dort mit Einigen vom Team, welche ich vorher auch schon kannte. Wir holten unsere Startunterlagen und genossen die Atmosphäre. Das Wetter war leider durchgehend regnerisch, was sich aber komischerweise nicht auf die Stimmung niederschlug. Nach einiger Zeit fanden wir uns alle im Gerolsteiner Zelt ein, um Lisa Hahner, welche leider aufgrund einer Verletzung nicht laufen konnte, zu treffen. Man konnte Fragen stellen und Bilder mit ihr machen, es wurde auch ein Teamfoto geschossen. Ich fragte Lisa, was ihre Pläne sind und wie lange sie benötige, um wieder Bestzeiten zu laufen, nach Ihrer Verletzung. Es ist schon eine unglaubliche Leistung, welche ein Profisportler schaffen kann, sie meinte 2,5 Monate reichen aus und im Herbst plant Sie ihren nächsten Marathon. Kurz vor Startschuss, welcher übrigens weltweit gleichzeitig erfolgte, stellten wir uns in die Starteraufstellung. Der Lauf fand in 33 Ländern und in 35 Locations statt. Ein wirkliches Ziel gibt es nicht, 30 Minuten nach Startschuss verfolgt das sogenannte „Catcher Car“ das Läuferfeld. Sozusagen fährt das Ziel den Läufern nach und jeder der überholt wird, ist aus dem Rennen raus. Gewinner sind die Läufer mit den meisten erlaufenen Kilometern. Mein persönliches Ziel setzte ich bei 23 km, die maximale Zeit, die ich dafür brauchen dürfte, waren zwei Stunden und wären somit auch meine Bestleistung gewesen. Um 13 Uhr dann der Startschuss, wir liefen viel zu schnell los und ließen uns von der Menge ziehen. Wir wollten im Team, die ersten 5 km beieinander laufen, was Einigen von uns auch gelungen ist. Nach der ersten Getränkestation (5 km) allerdings, trennten wir uns langsam, aber überholten uns immer wieder gegenseitig. Während dem Lauf sprach ich immer wieder mit anderen Läufern, eine einzigartige Stimmung, das Laufen bei Regen, machte so richtig Spass. Ich schaute immer wieder auf die Uhr, 15 km musste man in 1:30 Stunde absolvieren, ich war bei ca 1:20 Stunde an dieser Marke. Von da an wusste ich, dass es knapp wird. Das Catcher Car wurde im Laufe der Zeit immer wieder um 1 km/h schneller. Bei 20 km machte ich vorsichtshalber ein Selfie, da nach meiner Rechnung das Fahrzeug nicht weit sein konnte. Und siehe da, schneller als gedacht, kam es angebraust, ich konnte mich noch bis auf 20,50 km kämpfen bis ich überholt wurde. Ziel habe ich zwar nicht erreicht, aber überglücklich ein Teil dieser Bewegung gewesen zu sein, das war es auch, was in diesem Moment wichtig war. Mittels Shuttle-Bussen wurden wir wieder zurück zum Olympiapark gebracht, dort haben wir uns noch gestärkt, ein bisschen unterhalten und Spass gehabt. Alles in allem ein tolles Event mit vielen alten und neuen Bekannten. Insgesamt starteten weltweit ca 70.000 Läufer und es wurden bereits 4,2 Mio EUR gesammelt. Danke an Gerolsteiner für dieses einmalige Erlebnis.
- Hoch hinaus - mein erster Berglauf
Öfter mal was Neues, gemäß dem Motto, „Wer rastet, der rostet“, stehe ich letzten Samstag Morgen um 6:30 Uhr hundemüde im Bad. Ich hatte eine Verabredung und ich versuchte meine Entschlossenheit zu mobilisieren und wach zu werden. Der Plan war ein Berglauf zu meistern… Dank Facebook lerne ich immer wieder tolle Menschen kennen, wie Silke, sie fragte mich ca zwei Wochen vorher, ob ich Lust hätte mit ihr, öfter in die Berge zu fahren, um die Gipfel laufend zu stürmen. Ich spontan wie immer, klar bin ich dabei. Ausserdem war ich zu diesem Zeitpunkt, bereits für den Karwendel-Berglauf im Juli und dem Viking Womens Trail im September angemeldet, das hiess Höhenmeter musste ich sowieso noch sammeln, damit die Läufe nicht zur Enttäuschung werden. Am Morgen fing ich an, mir Gedanken zu machen, welche Ausrüstung man zum Berglaufen überhaupt benötigt. Viele Situationen entstehen ja oft unerwartet und vom Berg kommt man auch nicht so schnell wieder runter. Zur Übersicht breitete ich alles auf dem Boden aus, was mir einfiel, Trailschuhe, Trinkrucksack, Kompressionssocken, Gel, Riegel, Pflaster, eine Jacke (der beste Tipp von Silke! Auch bei vermutlich schönen Wetter), Laufshort & -shirt, Handy und Kamera. Stöcke hatte ich leider keine, musste also ohne gehen. Um 8 Uhr ging es dann endlich los und Silke holte mich mit Hund ab, hübscher Gefährte und ich freute mich total auf die bevorstehende Tour. Meine erste Tour ging an den Tegernsee, genaue Route über die Neureut (Neureuthaus) und Gindelalm zur Baumgartenschneid, ein Rundweg mit ca 13,5 km und ca 900 HM. Von Parkplatz aus (Tegernsee Bahnhof) kommt gleich ein ziemlicher Anstieg zum Einstieg, Treppen, die ersten erklimme ich noch recht schnell, der Puls steigt heftig an und langsamer werde ich auch schon. Ja beim ersten Berglauf läuft nicht alles optimal. Aber meine Begleiter ziehen mich voran. Das Schöne an dieser Streckenführung ist die Abwechslung von hoch nach runter, sodass man immer wieder Entspannungsphasen bekommt, die optimale Strecke für Anfänger. Zu Beginn muss man gleich etwa 400 HM überwinden, bevor es runter geht. Ich bin wie erwartet langsamer als meine beiden Laufgefährden und die Entfernung zwischen uns wird immer wieder größer. Das Wetter ist perfekt, bewölkt und klar und einigermaßen kühl, der Stress fällt ab und die Gedanken drehen sich lediglich darum, wie man den „verdammten Anstieg“ hinter sich bekommt, immer wieder komme ich in die Gehbewegung rein und meine Schritte werden kleiner. Die Muskeln in meinen Waden fühlen sich hart an und ich habe das Gefühl sie sprengen bei jedem nächsten Schritt. Silke wartet immer wieder an bestimmten Punkten auf mich, ich habe Zeit Luft zu holen, Bilder zu machen und Energie zu tanken, überall weiden hier Kühe, es ist so wunderschön. Dann kommt der erste Abstieg, diesen nehme ich mit Vorsicht, hier würden Wanderstöcken sicherlich sehr gut helfen. Ich fühle mich fitter und kräftiger und so langsam stellt sich auch wieder das Genießen ein. Uns kommen Radfahrer entgegen, welche ich so gar nicht beneide, da Sie ihre Räder den Berg hoch tragen müssen. Ein kurzes Gespräch und weiter geht’s. Hier auf dem Berg begrüßt sich jeder mit „Servus“ oder „Griaß di“, das finde ich wunderbar. Bald kommen wir an der nächsten Hütte (Gindelalm) an, wo wir ein paar Minuten rasten, damit der Hund trinken kann, ich kann die Kühe streicheln. Ich bin ein Stadtkind und freue mich über solche Sachen. Es geht weiter Richtung Baumgartenschneid, ich erblasse als mir Silke die Richtung anzeigt, nicht wirklich noch so weit? Na ja hilft nix, kurz runter, um danach wieder anzusteigen und den Puls hochzujagen, ich probiere jetzt auch das erste Mal ein Gel, welches mir gut bekommt und mir Kraft gibt. Der restliche Weg zur Baumgartenschneid ist ein abwechslungsreicher und holpriger Pfad der Spaß macht. Über einen ziemlich steilen Hang gelangen wir zum Gipfel (1444m), bei den letzten Metern wird aus laufen wieder schnelles gehen. Oben angekommen ein fantastischer Blick über das Gebiet rum um den Tegernsee. Ich muss es nochmals wiederholen, es ist so wunderschön. Wir rasten und essen unsere mitgebrachte Brotzeit, eine einsame Bank lädt uns zum Hinsetzen ein, aber der Himmel zieht sich zu und es wird windiger, hätte die liebe Silke nix von einer Jacke gesagt (merke: nehmt immer eine Jacke mit, wenn ihr einen Gipfel erklimmt), ich wäre erfroren. Somit essen wir schneller, es werden noch ein paar Selfies gemacht und dann geht’s rechtzeitig, als es zu regnen beginnt, schon wieder abwärts. Keine 5 Minuten und wir sind nass, klar wer schnell läuft, bekommt mehr ab. Nach dem geschlängelten Hang kommen wir durch Wald, trittsicher muss man sein und durch den Regen sind die Steine ziemlich glatt, was unsere Geschwindigkeit ein wenig verlangsamt. Aber bald darauf hört es auch wieder auf mit dem Regen und es kommt kein Anstieg mehr, sodass wir relativ schnell wieder Tegernsee erreichen. Insgesamt haben wir ca 2:45 Stunden für die gesamte Runde benötigt (empfohlene Wanderzeit ca 5:45 td.), ein bisschen enttäuscht, da viele Gehabschnitte noch dabei sind, aber dennoch glücklich über die vielen schönen Eindrücke, freue ich mich schon auf die nächsten kommenden Trails.
- Die Amperchallenge - die etwas andere Laufveranstaltung
Samstag 04.07.2015 – 37 Grad und es wird noch heisser, der SV Esting hatte zur ersten Ausgabe der Amper-Challenge eingeladen und 63 Mitglieder der Munich Elite Warriors folgten dem Ruf, darunter auch ich. Die Erstaufgabe wurde mit 6 km und 15 Hindernissen ausgeschrieben. Es ist immer wieder schön bei Hindernisläufen in und um München zu starten, da man viele bekannte Gesichter trifft und auch bereits bekannte Leute aus Social Media kennenlernen kann. So auch bei der Amper Challenge. Die Temperaturen kann man sehr gut als „Affenhitze“ beschreiben, bereits angekommen, waren wir schon durchgeschwitzt, die Anmeldung erfolgte schnell. Auf dem Gelände fing auch gleich das Geschnatter an, die Fotosession und die Inspizierung der ersten Hindernisse. So schön das come together war, so irre hörte es sich an, bei diesen Temperaturen laufen zu wollen, das gute, es sollte ein Rennen ohne Zeitmessung werden, bei welchem es lediglich um den Spaß und den Teamspirit gehen sollte. Glücklicherweise war das letzte Hindernis ein wunderschöner und kühler Pool, welchen wir schon vorab ausprobierten, mehrmals versteht sich, eigentlich wollten wir gar nicht mehr laufen, sondern gleich zur Poolparty übergehen und die Cocktails bestellen. Aufgrund unserer Gruppengröße bekamen wir unsere eigene Startwelle und durften als erste Läufer um 15 Uhr starten. Insgesamt gingen etwas mehr als 400 Läufer an den Start. Der Lauf war ausverkauft. Vorm Startschuss wurden wir mit einem kleinen Warmup begrüßt und wurden mit einem neuen Spruch in den Lauf geschickt: Schnell wie ein FUX, stark wir ein BÄR, wir so ampa ihr so YEAH, danke liebe Veranstalter, ich mag den Spruch. Ein Meer gleicher Shirts setzte sich in Bewegung, mit am Start mein Freund, es sollte sein erster Hindernislauf werden, ich war voller Hoffnung, dass es ihm gefällt. An dieser Stelle muss man erwähnen, dass die Organisation einfach nur top war, da kann sich so mancher Veranstalter ein paar Tipps holen, das rund-um-sorglos Paket war bestens. Das Rennen führte uns durch die Amperauen in Olching, wunderschön und abwechslungsreich, zwischendurch immer wieder Hindernisse, auch einige, welche nur im Team zu bewältigen waren, z.B. einen Baumstamm im Kreis tragen, oder einen Traktorreifen, der gezogen werden musste. Auch die Heuballen, waren für uns Mädels teilweise nur mit Hilfe, bewältigbar. Auf der kurzen Strecke wurden wir zweimal mit Wasser versorgt, es gab immer wieder Rasensprenger und somit konnten wir uns einigermaßen abkühlen. Des Weiteren mussten wir Kriechhindernisse, wie z.B. dunkle Rohre und gespannte Netze bewältigen. Es ging immer wieder auf und ab und durch Wasser durch. Wirklich ansprechend durchdacht, einzig eine Art „Dunkelkammer“ ein riesiger Raum, welcher dunkel und vernebelt war und man sich von einem Ende zum anderen ertastend durchkämpfen musste, fand ich persönlich nicht so toll. Dann waren die 6 km auch schon schnell geschafft und wir durften uns kurz vorm Ziel in den kühlen Pool reinschmeissen, bester Zieleinlauf ever! Nach dem Lauf ging es schon direkt zu einer Sommerparty über, für Essen und Getränke und Musik wurde vom Veranstalter gesorgt, die gute Stimmung brachten wir mit. Ein chilliges Event, was uns sehr gefallen hat und bis spät in die Nacht ging. Der Lauf ist übrigens für Anfänger sehr zu empfehlen, da die fehlende Zeitmessung den Druck rausnimmt und man gegenseitig mehr aufeinander aufpasst und hilft. Also nächstes Jahr alle ab zur Amper-Challenge! Fotos von PEAK ART IMAGES ( https://www.facebook.com/peakartimages )
- Kurz, knackig, wunderbar - Berglauf zur Rampoldplatte
Die Rampoldplatte, ein Gipfel für einen ersten Trailrun-Versuch Das Wochenende war in Sicht und wir wollten es mit einem Berglauf einleiten. Ab München ist es tatsächlich möglich noch nach Feierabend aufzubrechen und für mich als Neumünchnerin eine unglaubliche Bereicherung, so nah an den Bergen zu wohnen. Vor allem motivierte Läufer zu kennen, die auf die Idee kommen, freitags abends einen Berg hochlaufen zu wollen. Somit stand meine erste Feierabendtour ins Wendelsteingebiet auf dem Plan. Satte grüne Wiesen, interessante Trails und Kühe direkt am Wegesrand, luden zur Entspannung pur ein. Planung Rein zeitlich habe ich mich mit meiner Freundin um 16:30 Uhr an der A8 getroffen (genau P&R Sauerlach) unser Ziel war Bad Feilnbach, was wir erst gegen 18 Uhr erreichten über die A8 Richtung Salzburg. Im Bad Feilnbach angekommen, die Wendelsteinstrasse einbiegen, kann man direkt am Waldesrand parken. Wir stiegen gleich am Anfang ein. Es gibt einen weiteren Parkplatz (Parkplatz Jenbachtal) weiter oben, einfach die Forststrasse weiter entlang fahren. Die Strecke kann somit um 1-2 km gekürzt werden. Kurz nach dem loslaufen, kommt man an den Jenbach, welcher sich sehr schön am Wanderweg entlang schlängelt und viele kleine Wasserfälle sich toll einbetten. Die Luft hier ist wunderbar frisch, schattige Abschnitte und man durchquert vornehmlich Waldgebiet, bis zum Mitterberg. Die Route zur Rampoldplatte Im Übrigen ist diese Route für Hunde gut geeignet, unsere vierbeinige Begleitung hatte zumindest Spaß. Vorbei am genannten Parkplatz verschwinden die vielen Bäume und werden von Serpentinen abgelöst und ein recht steiler Anstieg wartet auf uns. Oben angekommen, weis man warum man sich die Anstrengung angetan hat. Der Ausblick ist prima und man kann ich kaum satt sehen an der Natur. Beim Weitergehen kommt erst mal ein kurzer Abschnitt der schnell gelaufen werden kann, bis zur Schuhbräualm, welche zur Einkehr einlädt. Dies ging sich aber zeitlich für uns nicht aus. Also liefen wir dran vorbei, um die letzten Anhöhen bis zur Rampoldplatte anzugehen. Der nächste Abschnitt ist interessant, man hat durchgängig eine tolle Aussicht und man kann auch den bereits nahenden Sonnenuntergang erleben. Bis zum Gipfelkreuz benötigen wir nochmals ca 20 Min. Allein konnten wir das Bergpanorama geniessen, ein paar Fotos schiessen und eine Rast einlegen. Wir liessen die Umgebung und die Abendstimmung auf uns wirken. Fazit Für den Abstieg hatten wir den gleichen Weg gewählt. Es gibt alternative Routen, aber aufgrund der nahenden Dunkelheit, wollten wir keine Experimente wagen. Im Endeffekt sind wir auch erst knapp vor Dunkelheit ans Auto gekommen. Somit auch die richtige Entscheidung. Das Gelände der Tour ist abwechslungsreich und reicht von Teer, Wiesen, Stock und Stein und auch ein paar steinige Passagen, perfekt um die Koordination zu trainieren. Insgesamt sind wir ohne Pausen zwischen 2-2,5 Stunden unterwegs gewesen. Die Strecke belief sich auf 15 km mit etwa 700 HM. Auf dem Rückweg nach München hielten wir beim Cafe Dinzler (Irschenberg) an, um eine kleine Brotzeit zu essen. Denn an den Gipfelsnack hatte leider keiner von uns beiden gedacht. Es war allerdings der perfekte Abschluß eines tollen Laufabends. Danke an Silke für die tolle Tour.
- Trailrunning und Wellness, was will man mehr? Der Viking Women’s Trail
Ein ganzes Wochenende Trailrunning und Wellness das bietet der Viking Womens Trail, für Frauen rund um den Zeller See in Tirol und dieses Jahr zum vierten Male. Ich plane ja 2016 mehr in den Bereich des Trailrunning zu wechseln und freute mich auf Zell am See deshalb besonders. Der Veranstalter Plan B, welchen ich schon bei der Viking Hero Challenge kennenlernen konnte und hpkreidl luden zu drei Tagesetappen ein, wir traten lediglich zur Woly Sport Challenge am Samstag den 19.08.2015 aufgrund zeitlicher Engpässe an. Des Weiteren wurde die Silva Women’s Night on Trail (Freitag) und 2XU Bergsprint (Sonntag) geboten. Mit dabei das Viking Footwear Team mit knowhow rund um Trailschuhe, welche ich beim Großglockner Berglauf im Juli begleitete, ein schönes Wiedersehen war garantiert. Mit drei laufbegeisterten Freundinnen, Monika, Parastoo und Jasmin sollte es am Samstag um 6:45 in München losgehen, der frühe Start um 10 Uhr fiel uns erst ein paar Tage vorher auf, entsprechend lustig bzw chaotisch war unsere Organisation zur Anreise nach Zell am See. Jeder hatte einen Auftrag, Kaffee kochen, Muffins backen, Brezeln besorgen und gute Laune mitbringen, letztendlich starteten wir mit leichter Verspätung um 7:15 Uhr. Die Fahrt war sehr unterhaltsam und angenehm, ein traumhafter Sonnenaufgang inklusive. Wir kamen kurz nach 9 Uhr in Zell am See an und waren entsprechend aufgeregt, da Toilettengang nötg war, Parkplatzsuche und die Registrierung auch noch gemacht werden musste. Aber was soll ich sagen, um 10 Uhr standen wir am Start mit ca 100 Startern, ein kleines, aber feines Event. Das Wiedersehen mit dem Plan B und Viking Footwear Team war herzlich und toll fand ich, dass ich die liebe Lena S., welcher ich seit ein paar Monaten via Instagram folge, persönlich kennenlernen konnte. Punkt 10 Uhr ging es schon los, glücklicherweise waren meine aufgeregten Freundinnen Jasmin, die leicht Kränkelnde unter uns, Paro, welche einfach nur Respekt vor der Strecke hatte und Monika, welche viele kleine Verletzungen in den letzten Monaten erlitt, alle gut gelaunt und wir wollten den Trail geniessen und vor allem zusammen laufen, einzig als Letzte durften wir nicht durchs Ziel kommen, so Parastoo. Eine traumhafte Route rund um den Zeller See wurde geboten, die Strecke von 16,8 km und ca 500 Höhenmeter, führte zuerst direkt am See vorbei, bevor wir nach ein paar Kilometern den ersten Berg erklimmen mussten, viele der Teilnehmer gingen, ich für meinen Teil, konnte hochlaufen, dank des Bergtrainings der letzten Monate. Tschaka. Die Atmosphäre war ganz besonders, mit viel Liebe zum Detail bei den Verpflegungsstationen, es gab Nutellabrote und der kurzen Gespräche zu anderen Läuferinnen während dem Lauf. Interessant war die Abwechslung zwischen hoch und runter, Wiesen-, Waldabschnitte und wieder durch Teile von Zell am See und wir erfreuten uns an den winkenden Zuschauern, welche hin und wieder am Rand standen. Nach der letzten Verpflegungsstelle hatten wir schon den Blick auf das Ziel, freuten uns auf das wartende kalte Red Bull und Nusszopf, aber der Streckenplaner meinte es besser und führte die Teilnehmer nochmals ordentlich am Ziel vorbei mit mehreren „netten“ Anhöhen, welche zu dieser Zeit ziemlich in die Wadeln gingen . Ein richtiger Spass. Irgendwann kamen wir wieder an die Uferpromenade, mussten eine Verfolgerin abhängen, ihr habt es ja gelesen, letzter sein ging nicht und die eine Läuferin, wollte Parastoo auch unbedingt hinter sich wissen. Ihr Ehrgeiz war geweckt und wir ließen sie von Dannen ziehen, allerdings auch nur ein paar Meter und wir drei liefen ihr nun hinter her. Der Zieleinlauf war wunderbar, hach wir alle Hand in Hand und extra fürs Bild schön dynamisch, fast sprintend ab durch die Mitte. Laufen macht mich glücklich, diese Veranstaltung hat es mir mal wieder vor Augen geführt, die Strecke, die Begegnungen während des Laufes und die Begleitung meiner Freundinnen, ohne Hektik und Bestleistungen, das war pures Läuferglück. Die Veranstaltung kann ich jedem nur zu Herzen legen, ich hoffe nächstes Jahr, das komplette Wochenende zu erleben. Who is in runfurthergirls?
- „Be a warrior not a worrior“ - So habe ich die Spartan World Championships in Lake Tahoe erlebt.
Ein Abenteuer am Limit: Spartan World Championships Meinen Vorbericht zu diesem einzigartigen Event könnt ihr hier lesen: The Spartan World Championships Die Reise beginnt: Anreise und erste Eindrücke Meine Anreise nach Lake Tahoe war voller Aufregung. Am 30.09.2015 stand ich um 3 Uhr morgens stand ich auf, um 27 Stunden später (von München, über Paris und San Francisco) im Granlibakken in Tahoe City anzukommen - meiner Unterkunft für die nächsten vier Tage. Im Flugzeug lernte ich zwei coole Typen, Christian und Michael, kennen, mit denen ich einige lustige Erlebnisse teilte. Christian war ebenfalls auf dem Weg nach Lake Tahoe, um am Ultra Beast (Marathondistanz) teilzunehmen. Die zwei Tage vor dem Event nutze ich, um runterzukommen, Kraft zu tanken und den Jetlag einigermaßen in den Griff zu bekommen. Dabei konnte ich die Zeit genießen und erlebte unter anderem einen wunderschönen Sonnenaufgang. Kampf gegen die Kälte: Der Morgen des Rennens Aber der Tag der World Championships rückte schnell näher und am Morgen des Rennens (03.10.2015) lief bei mir erst einmal nicht viel. Bei Temperaturen knapp über 0 Grad fror ich regelrecht. Es war so ungemein eisig. Ich war im "Mimimi-Modus" und hatte Respekt vor dem, was mir bevorstand. Zum Glück ließ ich mich bei meiner Kleidung nicht verunsichern und entschied mich für ein langes Thermoshirt, während andere im Sport-BH, Tanktop oder sogar ohne Shirt starteten. Bbbrrrr. Das Event fand in Squaw Valley statt, einem bekannten Skigebiet und dem Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1960. Allein das machte die Atmosphäre schon besonders. Und dann begann das Abenteuer: Spartan World Championships Eine Strecke von etwa 24 km, 37 Hindernisse, rund 1400 Höhenmeter – und das alles allein, weit weg von Europa. Was hatte ich mir da nur eingebrockt? Bei den World Championships gingen knapp über 400 Teilnehmer an den Start, Männer und Frauen getrennt, wobei die Männer auch zuerst starteten. Die Favoriten - teils bekannte Gesichter aus der Szene - wurden namentlich aufgerufen und stellten sich in der ersten Reihe auf. Eine spannende Mischung: Die Elite aus der ganzen Welt und man konnte den Ehrgeiz, den Willen und die Motivation förmlich spüren. Mit etwas Verspätung fiel der Startschuss kurz nach 8 Uhr. Unter den Zuschauern hörte ich plötzlich meinen Namen #Cindygo und realisierte, dass ich gemeint war. Eine nette Amerikanerin, die mir zuvor als Fotografin zur Seite stand, jubelte mir zu. Das war ein echter Motivationsschub. Die Profis legten sofort ein rasantes Tempo vor - hui, alter Schwede. Damit konnte ich natürlich nicht mithalten. Mein Ziel war es, einfach durchzukommen und wenn möglich unter 6 Stunden zu bleiben. Mal sehen, ob das klappen würde. Schon kurz darauf standen die ersten Wände und Wasserhindernisse an. Mein erster Fluch ließ nicht lange auf sich warten, als ich - immer noch bibbernd von der morgendlichen Kälte - direkt ins eiskalte Wasser musste. Herrlich... bääähh. Die anschließenden Trails waren schmal und steinig und erste kleine Anstiege forderten bereits Kraft. Nach den ersten Hindernissen wurde der Anstieg dann schnell steiler und führte bis auf eine Höhe von knapp 2800 Metern. Doch die größere Herausforderung waren definitiv die Hindernisse - die waren teils überhaupt nicht mit den europäischen vergleichbar und blieben eine harte Nuss. Hindernis für Hindernis: Eine Herausforderung nach der anderen Monkebars (Klettergerüst) Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich dafür hart geübt und gelitten habe - und es geschafft habe. Doch die Variante vor Ort war eine andere Liga, gefühlt schaffte es nur jede achte Läuferin. Für mich waren die Abstände zwischen den Standen einfach zu weit und dann auch noch unterschiedlich hoch. Am Ende hieß es: 30 Burpees und weitertrainieren. Hercules Hoist (Gewicht über Seilsystem/Zugseil) In Amerika gilt anscheinend das Motto: weiter, höher, schwerer. Ganz klarer Fall nix für kleine Cindys und kaum eine Chance diese Hindernis zu schaffen. Ich hing mich mit meinem ganzen Gewicht ins Seil und wäre fast selbst nach oben gezogen worden. Das Zielgewicht von rund 45 kg war für mich unerreichbar. Ein guter Anlass enttäuscht zu sein. Gut war, dass ich nicht die Einzige war, die auch bei diesem Hindernis wieder 30 Burpees absolvieren musste. Log Carry (Holz tragen) Ein riesiges Stück Holz musste eine Anhöhe hinauf und wieder hinuntergeschleppt werden. Die Last war nicht nur verdammt schwer, sondern auch durch den Umfang schwer zu tragen. In kleinen Schritten kämpfte ich mich bergauf- und zurück. Es verging gefühlt eine Ewigkeit. Lake Swim (Schwimmen durch einen Bergsee) Dieser "Badeausflug" war das Kälteste, was ich je erlebt habe und raubte mir die letzten Kräfte. Als Elite-Läuferin war das Schwimmen Pflicht, und die Kälte zerrte enorm an mir. Durchgefroren lief ich weiter, während in der Höhe der Wind mein Kälteempfinden zusätzlich verschärfte. Barbwire Crawl (Stacheldrachtkriechen) Jetzt wurde es richtig dreckig. Im Vergleich zu den europäischen Rennen, bei denen es 50 bis 100 Meter Stacheldraht gibt, hatten wir hier sechs Abschnitte - immer wieder unterbrochen von Wänden, die es zu überklettern galt. Ein unendlicher Kraftakt, besonders mit Händen, die immer noch vom See durchgefroren waren. Duck Wall Eine fiese Überraschung! Durchgefroren und mit Wadenkrämpfen von den vorherigen Hindernissen mussten wir unter einer Wand durch eiskaltes Wasser durchtauchen. Ich fragte zweimal, ob es wirklich darunter durchgehen sollte und bekam nur ein "Yes, yes... ". Ein echter Test für meine Leidensfähigkeit. Atlas Stone (Betonkugel tragen) Eine riesige Betonkugel musste zehn Meter getragen, fünf Burpees gemacht und dann zurück zum Ausgangspunkt gebracht werden. Schon das Aufheben der Kugel war eine fast unmögliche Aufgabe, die ich nur mit Geduld und Selbstzuredung schaffte. Ein paar Gramm mehr hätte ich sicher nicht mehr geschafft. Tyrolean Traverse (Hangeln über ein Seil) Mein Angsthindernis. In Europa hatte ich das noch nie gemacht und dachte nach den ersten YouTube Videos: "Das wird 30 Burpess kosten." Vor der Abreise holte ich mir Tipps - etwa, ein Bein als Pendel zu nutzen. Doch vor Ort kam alles anders. Ein Helfer redete mir Mut zu, wie in einem Bootcamp: "You are strong, go, go, you are a champion!" Langsam bewegte ich mich auf dem Seil vorwärts, erschöpft und mit zittrigen Armen. Als ich endlich die Glocke berührte, war ich am Ende meiner Kräfte. Ein anderer Läufer half mir vom Seil und ich hatte Tränen in den Augen - stolz, diesen kleinen mentalen Kampf gewonnen zu haben. Dafür konnte ich beim anschließenden Speerwurf, wie erwartet nicht treffen. Bucket Brigade (Eimer Erde tragen) Schon fast im Ziel, dachte ich, das Schlimmste wäre überstanden - bis der Bucket Brigade kam. Wir mussten einen Eimer mit Erde und Steinen füllen, sodass die Löcher im Eimer nicht sichtbar waren und ihn eine Anhöhe hinauf und auch wieder hinuntertragen. Die Eimer waren so schwer, dass ich nur wenige Meter laufen konnte, bevor ich pausieren musste. Eine Läuferin vor mir saß lächelnd auf ihrem Eimer und meinte: "This is the best place to watch people suffering" - und sie hatte absolut recht. Wer den Eimer nicht voll genug hatte und durch das Absetzen Erde verlor, wurde zur Strafrunde geschickt, was leider auch einige traf. The Rig (Klettergerüst) Das letzte Hindernis war eine „Burpees Zone“. Das lange Klettergerüst mit Stangen, Seilen und Ringen ließ kaum Kraft für den Endspurt übrig. Die Zuschauer jubelten nur in langen Abständen - die meisten scheiterten hier. Nach weiteren 30 Burpees überquerte ich erschöpft die Ziellinie, schnappte mir eine Banane und einen Riegel und ließ mich in der Sonne nieder, vollkommen erledigt, aber dennoch glücklich. Danke, Spartan World Championships – eine unvergessliche Erfahrung Immer wieder liefen begeisterte Läufer an mir vorbei, klatschten ab und riefen: "Good job" oder "Great" - Ihre Energie war ansteckend und so fand auch ich mein Lächeln wieder. Im Ziel überkam mich ein Glücksgefühl, das kaum in Worte zu fassen ist und als ich schließlich meine Zeit sah, konnte ich es kaum glauben. Ich blieb unter meinen Erwartungen mit 05:47:55 Stunden. Ein Freudenschreib - kein Grund zur Klage mehr, alle Schmerzen und Qualen waren schon vergessen. Danke, Spartan World Championships! Du hast mich an meine Grenzen gebracht und darüber hinaus. Eine wahnsinnige Erfahrung und ein Rennen, das einfach nur krass war. Bilder: Spartan Race
- Kick it - Power und Spass mit Kickbox-Aerobic
Kennt ihr Kickbox-Aerobic? Nein? Kannte ich bisher auch nicht. Nun Kickbox-Aerobic geistert unter vielen Namen in der Fitnessbranche herum. Billy Blanks hat in den USA den Namen Tae Bo eingeführt und von Les Mills kennt man es als Body Combad. Weitere Namen sind zum Beispiel Fit-Kick, Thairobics, ThaiBo und ähnliches. Wie unterschiedlich die Namen auch sein mögen, sie haben alle eins gemeinsam: Sie kombinieren die Technik und die Disziplin des Kampfsportes mit Fitness- und Aerobic-Elementen. Interessant genug für mich um es auszuprobieren. Ich habe eine Probestunde unter der Anleitung von Inga Lührs bei den Munich-Pro-Fighter besucht. Inga hat ihre Kickbox-Ausbildung bei der WAKO (Landesfachverband für Kickboxen) absolviert. Sie lud mich ein, um mir einen Eindruck von ihrem Kurs zu machen. Kickbox Aerobic scheint einfach zu erlernen zu sein und ist für Jedermann geeignet. Allerdings darf man Anstrengungen nicht scheuen, denn ins Schwitzen bin ich bereits in der Aufwärmphase gekommen. Die Moves sind anstrengend, schnell und können einen mit den Wiederholungen an die Grenzen bringen. Sozusagen der perfekte Mix aus Cardio-, Kampfsport- und Aerobic-Anteilen. Nach der Aufwärmphase folgte im Hauptteil des Trainings eine Choreographie, hierbei wurden Übungen langsam eingeübt und dann mit Power in der Reihenfolge ausgeführt und erweitert. Das forderte nicht nur den Körper, sondern auch das Gehirn und hat Spaß gemacht, vor allem den Anfängern wie mir, die nicht jede Bewegung rechtzeitig oder in die falsche Richtung ausübten. Ausgelacht wurde niemand. Diese Choreographie nahm die meiste Zeit des Trainings ein und mit den Wiederholungen wurde man sicherer. Damit die Mobilität und Flexibilität der Teilnehmer nicht zu kurz kommt, kombiniert Inga die Trainingsstunden noch mit Elementen aus dem functional training, das fand ich richtig gut, da man hier mit ruhigen Bewegungen die Muskeln nochmals gezielt kräftigen kann. Abschließend wurde sehr lange gedehnt und somit das Cool-Down eingeleitet. Ingas Art ist mitreißend und motivierend, ihre Stimmlage angenehm und ihr immer wiederholendes „sehr gut“ ist wie ein Mantra und bringt doch irgendwie Entspannung mit sich. Auch sie nahm hin und wieder die falsche Richtung bei der Choreo, was sehr zur Auflockerung beitrug. Das Training wird bei den Munich-Pro-Fightern angeboten. Die Munich-Pro-Fighter sind ein Kampfsportverein für Kickboxen und Kickbox-Aerobic in München. Der Umgang ist familiär und man fühlt sich willkommen und ist nicht allein, wie in manchen Fitnessstudios. Man kann jederzeit als Anfänger einsteigen. Das gemeinsame trainieren mit den Fortgeschrittenen hilft, um schnell reinzukommen. Im Übrigen liebe Männer: Auch euch wird es Spass machen, denn es hat nichts mit dem Rumgehüpfe aus den normalen Aerobic-Kursen zu tun, traut euch ! Ingas Training findet immer donnerstags zwischen 19:45-22:00 Uhr statt. Ihre Kontaktdaten: Inga Lührs Email: Inga.luehrs@gmx.de Homepage: www.obstaclefunfit.jimdo.com Und Www.munich-pro-fighter.de Falls Du aus München bist und ins Kickbox Aerobic reinschnuppern willst, dann melde Dich einfach unter folgendem Link zum kostenlosen Probetraining an: http://www.munich-pro-fighter.de/kostenloses-probetraining/ Fotocredit: Benedikt Reiwald
- #foryourpersonalbest – pure Kompression
Bloggerevent - Bauerfeind AG - Sport- und Kompressionslinie Starnberger See 23.04.2016 - Bauerfeind hatte zum Bloggerevent eingeladen, um die neuesten Produkte der Sport- und Kompressionslinie made in Germany, welche im 1. Quartal 2016 auf dem Markt gekommen sind, vorzustellen. Die Location im Hotel LaVilla , war sehr schön gewählt und wir konnten uns in einer angenehmen Atmosphäre erst mal kennenlernen, nur das Wetter na ja. Geladen waren einige mir bekannte Blogger wie Runskills , Runmunichrun , Benjamin , Mandy , Lars , Paula, Sabine aber auch ein paar unbekannte Laura-Sophie, Nadine und Christian von laufen.de , was die Sache noch interessanter machte. Die Veranstaltung fand an zwei Tagen statt. Ich bin eher zufällig rein gerutscht und freute mich auf eine spannende Zeit bei meinem ersten Bloggerevent. Info Stützstrümpfe tragen heutzutage viele Läufer, nur werden sie Kompressionsstrümpfe genannt und müssen schön bunt sein und dann sind sie schon wieder hipp. Was es bringt könnt ihr in diesem Beitrag lesen. Bauerfeind bot ein tolles Rahmenprogramm unter dem Motto #foryourpersonalbest und lud Laufstars wie Florian Neuschwander und die Hahner Twins ein, mit uns zu laufen. Tag 01 Wir begannen mit einen feinen veganen Mittagessen und erfuhren interessante Dinge rund um die Ernährungsform von Aleksandra Keleman. Sie berät Spitzensportler in Bezug auf Ernährung. Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an Sportlern, die sich rein pflanzlich ernähren und damit erfolgreich Leistung abrufen können. Und ihre Häppchen waren ziemlich lecker und damit auch schnell verputzt. Weiter ging es mit einer Präsentation zum Thema „Performancesteigerung und richtiges Training“ von Tim Böhme (Radprofi). Interessant wie einfach Training sein kann. Die wichtigste Message, die mir hängen geblieben ist, arbeiten und reisen gehören definitiv nicht in die Regenerationszeit, also beherzigen! Und Ruhetage sind wichtig, um unsere Leistung zu steigern…. Cindy hat verstanden, ihr auch? Daraufhin folgte dann die Vorstellung der Bauerfeind Sports Line durch das Team. Wir wurden nochmals vermessen und konnten die einzelnen Produkte, wie Bandagen, Schuheinlagen und die Sleeves für Ober-/Unterschenkel auf Passform probieren, bevor es zum Trailrunning gehen sollte. Ich entschied mich für die Oberschenkelkompression (Compression Sleeves upper leg), da ich noch nie welche getragen hatte. Noch ein Hinweis, die Produkte haben unterschiedliche Kompressionsgrade, die Sportlinie verfügt über eine stärkere Kompression. Und dann ging es schon los, 19 km mit „The flow“ alias Florian Neuschwander auf und ab die trails. Die Oberschenkelkompression fühlte sich anfänglich ziemlich straff an. Die Sleeves sollten bis knapp unter den Po gezogen werden, am besten eine etwas weitere Laufhose drüber, die alles versteckt. Der Halt ist super, dank der Silikonnoppen am oberen Abschluss. Mit der Zeit wurde der Druck angenehmer und man fühlte sich rundum umsorgt. Noch ein Vorteil hatten die Sleeves, auf der zweiten Hälfte unseres Laufes kamen wir in starken Regen, aber meine Oberschenkel waren im Vergleich zum restlichen Körper schön warm eingepackt. Im Anschluss ging es erst mal unter die heiße Dusche, die etwas länger Zeit in Anspruch nahm als gewöhnlich, da ich richtig durchgefroren war. Die Zeit verging schnell und wir trafen uns schon zum Abendessen. Alle waren hungrig. Auch hier sorgte Bauerfeind für ein tolles Essen und es wurde sogar an die vegane Ernährung gedacht. Etwas später trafen die Hahner Twins ein, welche den Abend mit uns verbrachten. Bevor es zum gemütlichen Teil überging, gab es noch eine witzige Präsentation von Florian itself über seine Lauferlebnisse 2015, wie man ihn kennt, einfach sympathisch. Tag 02 Da die Nacht etwas länger ging, war es schwer morgens rechtzeitig aufzustehen, um zum Yoga mit Anne Kompenhans frisch und gut gelaunt zu erscheinen. Spannend wie gelenkig wir Blogger doch alle sind, es wird jetzt hier nicht gelästert, aber da ist einiges verbesserungswürdig bei jedem einzelnen von uns ;) . Nach dem Frühstück ging es dann zum kurzen Lauf mit den Hahner Twins, kurze aber knackige 10 km mit einigen Fotostopps standen auf dem Programm. Ich lief ein paar Kilometer mit Anna Hahner, bemerkenswert wie leichtfüßig sie bei einem Tempo von knapp über 5 Min dahinfliegt und dabei in einer ruhigen Atmung mit einem redet. Ich musste sie dann irgendwann ziehen lassen und reihte mich in der hinteren Reihen ein. Ich entschloss mich übrigens bei diesem Lauf für den Test der Sleeves für die Unterschenkel (Compression Sleeves lower leg). Da ich auf längeren Läufen immer Kompressionssocken trage, empfand ich diese sofort angenehm. Der etwas stärkere Druck ist gefühlsmäßig toll und die Sleeve liegen hauteng auf der Haut. Ein perfekter Sitz ist garantiert. Ob nun Kompressionsbekleidung tatsächlich einen positiven Effekt auf die Leistung hat, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass viele Spitzen- und auch Hobbyläufer darauf schwören, sie sehen nicht nur „schick“ aus, die Kompression wirkt durchblutungsfördernd und hilft der Muskulatur schneller zu regenerieren und Energie abzurufen. Des Weiteren werden die Muskeln optimal gewärmt, erfahren weniger Vibration, sodass man vor Muskelkater und Verletzungen besser geschützt ist. Es wurde uns auch empfohlen die Kompressionssocken nach dem Sport oder sogar auf reisen, beim fliegen, langem sitzen zu verwenden, das Beingefühl sollte dadurch viel besser sein und ein sofortiger Trainingseinstieg wird ermöglicht. Abschließend trafen wir uns noch auf ein kurzes Mittagessen, bevor es dann schon wieder hieß Abschied voneinander zu nehmen. Es war schön so viele bekannte Gesichter wiederzusehen, einige nun endlich persönlich kennengelernt zu haben und andere unbekannte Menschen getroffen zu haben. Ich kann mich nur bedanken ein Teil dieser tollen Community gewesen zu sein und riesigen Dank an Bauerfeind und Profilwerkstatt für die Einladung und Organisation. Das Motto #foryourpersonalbest wird mich auf meinem weiteren sportlichen Weg begleiten – passt richtig gut zu #runfurther. In diesem Sinne, gebt immer euer Bestes. In freundlicher Zusammenarbeit mit Bauerfeind AG. Weitere Details: www.bauerfeind-sports.com Getestete Produkte:














