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- Die schönsten Sonnenuntergänge in München
Die besten Sonnenuntergänge in und um München Falls du auch die Sonnenuntergänge so liebst wie ich, dann herzlich willkommen zu diesem Blogbeitrag. Jeder einzelne Sonnenplatz wurde von mir getestet und es war kein Sonnenuntergang dabei, der nicht seinen Charme hatte. Allerdings kaum ist es draußen warm, ist auch ganz München unterwegs und es ist nicht immer einfach ein gemütliches Plätzchen zu finden. Hach wie ich Sonnenaufgänge und -untergänge liebe. Leider sind diese für mich schönsten Momente oft in einem Foto bei weitem nicht nah genug an der Realität festzuhalten. Deswegen geht raus und erlebt es selbst. Unsere Welt ist so atemberaubend schön, vor allem in der goldenen Stunde, wenn das Sonnenlicht etwas rötlicher ist. Egal, ob Winter oder Sommer, in meiner Zeit als Münchnerin habe ich viele tolle Sonnenuntergänge erlebt und bin regelmäßig und viel in der Natur unterwegs. Für solche Erlebnisse ist es auch nicht unbedingt nötig in die Berge zu fahren, was im Alltag sowieso oft nicht immer machbar ist. Fakt ist, es gibt viele schöne Plätze auch in München. Die Stadt- und Schlossparks laden immer ein, einen schönen Spaziergang zu unternehmen. Alternativ kann man auch über die alten Friedhöfe drüber gehen und die Ruhe genießen. Für mich ist es oft die schönere Art meinen Feierabend zu verbringen, als mit vielen anderen Menschen am Abend an der Isar zu sitzen. Meine Lieblingsplätze für Sonnenuntergänge in München Olympiaberg - schön aber oft zu voll Wenn es darum geht, wo soll man die Sonnenuntergänge in München erleben, wird man dir häufig den Olympiaberg nennen. Es ist einer der beliebten Orte. Der Weitblick über München ist grandios. Aber gerade in den Abendstunden ist der Olympiaberg völlig überlaufen. Man findet kaum eine Möglichkeit einen freien Blick zu erhaschen. Ein ungestörter Moment ist die Seltenheit und ehrlich gesagt, ist das schon sehr störend. Es gibt rund um München verstecktere und interessantere Orte, welche man erkunden sollte. Allerdings während man abends die Aussicht vom Olympiaberg mit vielen anderen teilen muss, empfehle ich hier den Sonnenaufgang dort zu erleben. Wenn der Tag über München anbricht, sind sehr viel weniger Menschen anzutreffen. Olympiaturm – der Moment, wenn die Dunkelheit anbricht Der Olympiaturm bietet mehrere Aussichtplattformen. Die oberste Plattform ist die schönste, auch weil der Blick in alle Richtungen ungestört möglich ist und man sich einmal rundum bewegen kann. Der Eintritt von EUR 9,- ist zwar nicht günstig, aber lohnend. Wer Glück hat, kann von hier aus sogar Konzerte beobachten, welche im Olympiastadion hin und wieder stattfinden. Vom Olympiaturm kann man München auch bei Nacht erleben. Er ist bis Mitternacht geöffnet. Im Restaurant 181 kann man München von oben auch kulinarisch erleben. Hackerbrücke - ins Reisefieber versetzen lassen Die Hackerbrücke ist wohl der bekannteste Spot in München. Hier treffen sich viele junge Leute, Pärchen und Touristen. Der beste Platz ist natürlich auf der Brücke selbst und der Blick auf die vorbeifahrenden Züge macht wirklich Fernweh. Es ist allerdings verboten auf der Brücke zu sitzen. Es kommt immer mal wieder die Polizei vorbei und fordert die Leute auf, zu gehen. Jeden Abend aufs Neue sitzen alle wieder auf der Hackerbrücke und genießen die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Hier kann man romantische Zweisamkeit mit einer Flasche Wein und / oder mitgebrachter Brotzeit erleben. Fr mich der speziellste Ort in München und muss man einfach erlebt haben. Monopteros – der warme Blick über den englischen Garten Ein prima Plätzchen, um ein Feierabendbier in junger Gesellschaft zu trinken. Allerdings ist der Monopteros im Sommer auch sehr gut besucht. Die Weitsicht über den Englischen Garten ist super und auch der Blick auf die Frauenkirche, Theatinerkirche und Alten Peter ist bewundernswert. Wen eine große Menschenansammlung nicht stört, dem wird es gefallen. Die Sitzmöglichkeiten auf den Stufen unter den Säulen sind einladend. Vor allem junge Leute / Studenten verweilen hier und bringen ihre Getränke selbst mit. Das Milchhäusl, ein bekannter Lauftreff ist nicht weit und eine gute Adresse zum Einkauf der Getränke. Aber bitte immer den eigenen Müll auch wieder mitnehmen und richtig entsorgen. Friedensengel - im Zeichen des Friedens Die Atmosphäre am Friedensengel zum Sonnenuntergang ist gemütlich und ruhig. Wer keine Angst hat, setzt sich auf die Mauer und blickt direkt auf die bewegte Prinzregentenstrasse und das abendliche Treiben. Während die Sonne untergeht lohnt es sich dabei ein kühles Radler zu trinken. Der Stadtlärm ist am Friedenegel zwar nah, aber irgendwie nicht störend. Die Durchbrechung des Springbrunnens gegen die untergehende Sonne macht die Sache noch schöner. Bavaria - der Theresienwiese ganz nah Tagsüber ist es an der großen Theresienwiese sehr leer and am Abend füllt es sich auf den Treppen unterhalb der Bavaria. Zum Sonnenuntergang treffen sich die Skater oder man trifft sich zum Laufen, während andere einfach nur ein Getränk genießen und auf den Stufen sitzen. Der Spot ist nicht ganz ideal, um die untergehende Sonne zu beobachten. Dennoch bei netter Abendstimmung kann man hier eine angenehme Zeit in Gesellschaft von Freunden verbringen. In unmittelbarer Umgebung befindet sich das Wirtshaus am Bavariapark . Hier kann man einen ruhigen Sommerabend gemütlich ausklingen lassen. Alte Utting - einen Afterwork Drink genießen mit Schiffsfeeling Früher schipperte die MS Utting über den Ammersee, bevor der Ausflugsdampfer ausrangiert wurde und nun restauriert auf einer Eisenbahnbrücke in München Sendling residiert. Das Schiff wurde als Gastro-Spot und Treffpunkt für jedermann umfunktioniert. Man glaubt es kaum, wenn man vor der Alten Utting steht, aber mehr als 400 Personen haben auf den verschiedenen Ebenen Platz und das kulinarische und regionale Angebot ist lecker. Wer einen chilligen Abend samt untergehender Sonne erleben will, ist hier richtig. Allerdings nur Selbstbedienung möglich. Außerdem finden regelmäßig Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerte oder Lesungen statt. Fröttmaninger Berg - ein bisschen Fußballfeeling Wer den Sonnenuntergang mit einer sportlichen Einheit verbinden will, sollte eine Afterwork Ausfahrt zum Fröttmaninger Berg unternehmen. Ok mit der U-Bahn kann man auch anreisen. Für mich ging es jedoch mit dem Rad raus. Vom Münchner Zentrum durch den Englischen Garten beträgt die Strecke ca. 12 km. Die letzten Meter auf den Fröttmaninger Berg sind etwas schweißtreibend wegen der Höhenmeter. Mir hat die Radtour richtig gut gefallen. Die Sicht auf den Sonnenuntergang ist allerdings durch Gestrüpp bzw. Gebüsche etwas beeinträchtigt. Ich empfehle eine Brotzeit mitzubringen, da in unmittelbarer Nähe keine Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind. Wir haben unterhalb des Fröttmaninger Berges auf einer Bank direkt mit Blick auf die Allianzarena gegessen. Im Übrigen besteht hier die Chance, dass das Plätzchen nicht so stark überlaufen ist wie in den zentrumsnahen Orten. Meine Lieblingsplätze für Sonnenuntergänge außerhalb von München Berggasthof Neureuth - dem Kaiserschmarrn so nahe Man muss nicht weit fahren und kann auch jederzeit nach Feierabend noch in die Berge fahren. Gerade das Gebiet rund um den Tegernsee ist optimal dafür, entweder per BOB oder auch mit dem Auto schnell zu erreichen. Die Wanderung zum Berggasthof Neureuth dauert gerade mal eine Stunde und bietet romantische Sonnenuntergänge bei Kaiserschmarrn. Die Neureuth ist immer donnerstags bis 22 Uhr geöffnet, an allen anderen Tagen bis 18 Uhr. Daher am besten die Sonnenuntergangstour auf einen Donnerstag legen oder das eigene Picknick mitbringen. Übrigens auch im Winter eine tolle Afterwork Wanderung, mein Tourentipp kannst du hier nachlesen. Alternativ kann man auch mittwochs zur Aueralm (Bad Wiessee am Tegernsee) wandern, auch dort sind die Öffnungszeiten verlängert. Starnberger See - ein bisschen Afterwork Urlaubsfeeling Die Fahrt zum Starnberger See ist immer lohnend, um dort zur Sonnenuntergangszeit zu verweilen. Seen haben sowieso etwas magisches. Wer Glück hat, ein ruhiges Plätzchen zu finden kann hier einen schönen Sommerabend erleben. Für den Sonnenuntergang die Ostseite des Starnberger Sees anfahren. Nett sind die Restaurants, Gasthöfe und Biergärten direkt an der Seepromenade. Viele Küchen bieten frischen Fisch aus dem See. Ideal für eine Auszeit nach Feierabend. Meine Blogger Freundin Katja hat übrigens die schönsten Spots am Tegernsee zusammen gefasst, mehr dazu einfach hier reinschauen. Wenn du jetzt Lust auf Sonnenuntergänge in und um München bekommen hast, dann freue ich mich sehr darüber. Die genannten Orte sind natürlich nur ein kleiner Teil der vielen Möglichkeiten. Ich bin weiterhin auf Sonnenuntergangsjagd und werde diesen Blogbeitrag nach und nach aktualisieren. Gerne nehme ich eure Lieblingsorte hier auf. Schreibt mir in den Kommentaren und schaut gern auf dem Blog nach den vorhandenen Sonnenuntergangstouren in den Bergen ( Rotwand / Jochberg ).
- Münchner Laufstrecken: München - Feringasee
Es ist schon eigenartig, dass man sich oft weniger gut an seinem eigenem Wohnort auskennt als anderswo. Dabei macht das Erkunden mir persönlich rund um München mittlerweile sehr viel Spaß. Ich bin oft und gern zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs und möchte dir heute eine tolle Laufstrecke für lange Läufe vorstellen. Dieser Streckenverlauf hat mir besonders gut gefallen. Die Laufstrecke bietet ab der Münchner Innenstadt hin und zurück etwa 25-30 km Strecke. Je nachdem, wo du startest auch mehr oder weniger Kilometer. München und seine Seen Das Münchner Umland bietet viel Natur und vor allem viele Seen. Überhaupt bietet München sehr viele Möglichkeiten sich zu bewegen. Heute geht es an den Feringasee, weil die Laufstrecke dorthin toll ist oder auch als Radtour bestens geeignet ist. Der Feringasee gehört zum Gemeindegebiet Unterföhring und ist der Größte in unmittelbarer Nähe zu München. Im Sommer allerdings auch einer der beliebtesten Seen, daher empfehle ich früh los zu laufen. Raus aus dem Alltag, rein in die Natur Für mich ist übrigens die Kombination aus Radfahren, laufen und baden eine Art Mikro-Abenteuer, für jeden etwas dabei. Ich staune immer wieder, wie abwechslungsreich diese Art Ausflüge in die Natur sind und will mehr davon. Ich beschreibe hier die Strecke, die wir mit dem Rad gefahren sind. Anschließend sind wir um den Feringasee gelaufen und haben drin gebadet. Wie bereits erwähnt, die Strecke ist wunderbar geeignet für einen Longrun Sonntag. Die Laufstrecke: München zum Feringasee Wir starten am Siegestor, dort treffe ich Margo, später kommt noch meine Freundin Juliane dazu. Es ist noch dunkel und wir wollen natürlich die Sonne über den Feringasee aufgehen sehen. Vom Siegestor fahren wir die Leopoldstraße stadtauswärts, biegen dann rechts ab über die Thiemestraße Richtung Englischer Garten und am Biergarten Chinesischen Turm vorbei. Isar / Isartrails Der restliche Weg verläuft größtenteils an der Isar entlang. Für Läufer sind zusätzlich die Isartrails super interessant. Hier kann man das Traillaufen wunderbar in Stadtnähe üben. Je nach Lust und Laune kann man auf der linken oder rechten Uferseite laufen. Wichtig ist, dass man kurz vor Unterföhring auf die rechte Isarseite wechselt. Am besten machst du das am Oberföhringer Stauwehr, denn dort kannst du alternativ auch am Mittleren Isarkanal laufen. Dieser verläuft ein paar Kilometer neben der Isar und ist etwas höher angelegt (Damm). Der Mittlere-Isar-Kanal ist übrigens 64 km lang, zweigt am Stauwehr Oberföhring von der Isar ab und mündet bei Landshut wieder in die Isar. Hauptsächlich dient der Kanal der Wasserkraftnutzung. Gerade dieser Abschnitt gefällt mir sehr gut. Wir laufen / radeln erhöht über dem Damm und haben so alles im Blick. Unterföhring bis Feringasee Beim Unterföhringer See (wird auch Poschinger Weiher genannt) biegen wir rechts ab. Im Übrigen ist der Unterföhringer See auch ein sehr schöner, allerdings naturbelassener Badesee und etwas weniger gut besucht. Als kleinen Tipp, falls man nach dem Lauf noch reinspringen mag oder besser zwischendurch. Unser Lauf / unsere Radfahrt zum Feringasee führt weiter über die Münchner Straße, dann auf die Aschheimer Straße / Aschheimer Weg direkt zum Feringasee. Vom Siegestor bis zum Feringasee sind wir nun ca. 11 km unterwegs. Am Feringasee kann man selbst entscheiden, wie lang die Laufrunde werden soll. Um den See kann man mit weiteren Runden die Laufstrecke weiter ausbauen. Jede Seerunde ist ca. 2 km lang. Zurück geht es auf dem gleichen Weg oder du variierst und läufst zum Beispiel über Unterföhring und dann über den Englischen Garten wieder Richtung Münchner Innenstadt. Der Feringasee Der Feringasee liegt schön eingebettet in die Natur und gleich am Eingang hat man den besten Blick auf den Sonnenaufgang. Allerdings eine Sache ist etwas störend und zwar die Nähe zur Autobahn (A99). Die Geräusche sind etwas "lauter" und könnte für den einen oder anderen doch störend wirken. Die Halbinsel des Feringasee (gegenüber dem Eingang) ist für FKK Baden freigegeben. Ein Hinweis noch, natürlich morgens, wenn ich normalerweise unterwegs bin, ist die Strecke sehr leer. Tagsüber muss man allerdings mit mehr Verkehr (Menschen) rechnen. Gerade am See ist die Laufstrecke dann voll durch die Badegäste. Bei schlechterem Wetter hat man sicherlich dann aber freie Bahn. Für diejenigen, die nur eine Strecke laufen wollen (nicht zurück), erwähne ich noch, dass man am Feringasee auch gut im Biergarten (Gasthof Feringasee) einkehren kann. Heim kommst du dann mit der S8 ab Unterföhring. Die S-Bahn Station ist etwa 1 km vom See entfernt. Streckenprofil Die Strecke hat einen einfachen Charakter ohne viel Höhenmeter. Der Boden bietet von Asphalt, Feldwege bis hin zu Schotterwege eine gute Abwechslung. Wer es etwas schwieriger und abenteuerlicher braucht, wechselt direkt an der Isar auf die Isartrails. Die mag ich persönlich besonders gern. Hier ist man meist auch allein ohne störenden ständigen Gegenverkehr (tagsüber) unterwegs. Alle Angaben habe ich nach bestem Gewissen erstellt, besonders an heißen Tagen sollte unbedingt genügend Wasser mitgeführt werden. Ich habe nicht drauf geachtet, ob man unterwegs irgendwo Wasser nachfüllen kann. Wer eine Wasserstelle kennt, schreibt es bitte gern in die Kommentare. Für alle anderen empfehle ich einen Trinkrucksack. Ich persönlich trage die Modelle von Nathan . Die Passform ist perfekt auch für kleinere Menschen und genügend Taschen für zusätzliche Dinge (Schlüssel, GoPro, Handy, etc.) bieten diese auch. (Werbung) Ich freue mich, wenn ich den einen oder anderen hiermit eine neue Strecke zeigen konnte und diese auch nachgelaufen oder gefahren wird. Mir hat sie wie bereits erwähnt sehr gut gefallen. Und die Stimmung am Morgen ist einfach fantastisch, findest du nicht auch? Wie du sportlich bleibst, kannst du auch hier nachlesen und ein bisschen Motivation finden.
- Tauern (1841 m) - einsame Wanderung mit perfekten Fotospot
Wandern in Tirol Ein perfekter Wandertag sieht so aus, auf den Gipfel des Tauern gehen, den Blick auf den Plansee genießen und dann noch den perfekten Platz für ein wunderschönes Foto finden. Der folgende Tourentipp bietet eine einzigartige Bergwelt, weit und breit kaum eine Menschenseele und ganz viel Ruhe und Natur. Allerdings verläuft die Wanderung teilweise auf weglosen Passagen und Geröll, sodass Schwindelfreiheit und Trittsicherheit zwingend erforderlich sind. Tourentipp Tauern (1841m) Bereits letztes Jahr ging es ins wunderschöne Tirol, genauer gesagt an den Plansee und auf den Gipfel des Tauern (1841 m). Ich bin immer wieder auf der Suche nach den perfekten Fotospots dieser Welt, markant und einen grandiosen Ausblick bieten, das sind Punkte, die dabei wichtig sind. In Tirol wurden wir fündig. Diese Wanderung steht ganz weit oben auf meiner Liste der persönlichen Lieblingstouren. Deswegen möchte ich euch auf den Tauern mitnehmen und vielleicht bekommt ihr ja Lust, selbst diese Wanderung auf den Tauern irgendwann mal zu unternehmen. Beste Jahreszeit für diese Wanderung ist der Sommer, zwischen Juni und Oktober. Startpunkt der Wanderung Vom Campingplatz Seespitz (Adresse; AT-6600 Breitenwang/Reutte) gehts direkt los. Über die Holzbrücke (links) gelangt man auf einen schattigen Forstweg, direkt am Plansee entlang. Nach etwa 10 Minuten zweigt der Aufstieg über den Jägersteig ab. Der Aufstieg vom Plansee bis zu einer Jagdhütte (Aufstieg ca 1 Stunde) ist besonders lohnend. Hier entstehen die schönsten Bilder während der gesamten Tour. Am schönsten ist ein Vorspung unterhalb der Jagdhütte mit einem fantastischen Blick über den See und die Bergkulisse. Allerdings es benötigt vor allem hier Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da der Grat teilweise schmal ist und mit dem Geröll eine Ausrutschgefahr besteht. Zum Gipfel des Tauern An der Jagdhütte vorbei geht der Anstieg weiter Richtung Tauern. Links von uns befindet sich der Heiterwanger See. Die Wanderung ist facettenreich. Zunächst geht es weiter durch ein lichtes Waldstück und eine steile Wiese. Es gibt immer mehr Latschen, die den Weg versperren und auch verunsichern, ob man sich überhaupt noch auf dem richtigen Pfad befindet. Teilweise ist es nicht leicht auf dem Wanderweg zu bleiben. Die Tour ist kaum begangen, entsprechend schlecht kann man den Pfad manchmal lesen. Wir finden glücklicherweise immer wieder auf den rechten Weg, da wir nach einen vorab abgespeicherten GPS Track gehen. Aber genau das macht diese Wanderung auch irgendwie interessant. Man trifft kaum auf andere Wanderer und kann somit einen Tag fern von Trubel verbringen. GPS Daten Ich empfehle entweder die Pfadspuren richtig lesen zu können oder viel besser vorab einen GPS Track runterladen, ansonsten kann es schnell bedeuten, dass man über die Latschenfelder drüber muss oder einfach immer wieder zurück gehen muss, um den richtigen Weg zu finden. Mit ein paar Metern Umweg kommen wir dennoch sehr gut durch. Recht schnell befinden wir uns auch im Aufstieg auf den Tauern. Für erfahrene Wanderer ist der Anstieg problemlos (Achtung kleine Kletterpassagen und Hände benutzen). Weniger erfahrene Wanderer empfehle ich diese Tour eher weniger bzw. sollten die Passagen einfach nicht unterschätzen. Nach ca. 2,5 Stunden stehen wir auf dem Gipfel des Tauern. Das Gipfelkreuz haben wir für uns allein und die Aussicht ist atemberaubend schön. Wenn man die Tour als Rundweg machen will, geht es über den Grat weiter auf den Gipfel des Zunterkopf (Tauern - Zunterkopf etwa 30 Minuten). Aber spätestens hier nehmen die Wanderer wieder zu und mit der Einsamkeit ist vorbei. Wir entschieden uns auf dem gleichen Weg zurück zu wandern. Fazit zur Wanderung auf den Tauern, Tirol Einsame Tour, für Alltagsflüchtlinge und Fotografen auf der Suche nach dem perfekten Ort für das perfekte Foto. Wenig begangen heißt in diesem Fall, dennoch sehr lohnenswert. Meine Empfehlung wie bereits erwähnt, die Route unbedingt als GPS Track dabei zu haben oder auch eine detailierte Wegbeschreibung, da keine Beschilderung vorhanden ist und man durch die Wildwechselstellen öfter mal die falsche Abzweigung wählt. Wir waren mit den GPS Daten unterwegs und konnten so mit kleineren Umwegen unseren Weg finden. Man erkennt relativ schnell, wenn man falsch gelaufen ist, da oft Latschen den Weg versperren. Details Ausgangsort: Parkplatz an der Strasse / Campingplatz Seespitz, direkt an der Brücke Aufstieg / Abstieg: 994 m Höchster Punkt: 1841 m Hin- und Rückweg: der gleiche, kein Rundweg Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll / Wanderpfad nicht durchgängig ersichtlich Dauer: 5 Stunden Equipment: festes Schuhwerk und Wanderstöcke sehr empfohlen Fotocredit: Stefan Schaaf ( PEAK ART IMAGES ) Danach empfehle ich übrigens noch einen kurzen Stopp am Plansee einzulegen, denn Abkühlung ist mehr als verdient.
- Trailrunning auf Mallorca - der GR 221
Was ist der GR221? Cindy ich habe das nächste Abenteuer für dich. Es heisst GR 221. Oh wie schön und keine drei Wochen später befand ich mich auf Mallorca zum Trailrunning. Mallorca war für mich nie ein Wunschreiseziel, viel zu oft denkt man erst mal an den Ballermann Tourismus, was für mich Grund genug war, dort nicht hinzufliegen. Meine Freundin Helma hingegen erzählte mir vom GR221, interessant war, drei Tage unterwegs zu sein von Hütte zu Hütte. Dabei würden wir maximal einen kleinen Trailrunning-Rucksack mitführen. Minimalismus und maximaler Spaß und das geht so. Der GR 221 Wanderweg Der GR221 wird auch Trockenmauerweg genannt und führt durch das Serra de Tramuntana Gebirge. Über ca. 140 km führt der Weg von Port d’Andratx bis nach Pollenca oder auch rückwärts. Die Strecke zurück wäre ein wenig einfacher, da weniger Höhenmeter zu bezwingen sind. Man ist oft auf abgeschiedenen Pfaden unterwegs oder kommt durch kleine malerische Orte, welche zum Verweilen einladen. Vorbereitung und Packliste Der schwierigste Teil von allem war definitiv das Packen. Ein Grund als low budget Reisender muss man ja mittlerweile für jedes Gepäckstück beim Fliegen bezahlen, das wollte ich mir für die fünf Tage Aufenthalt auf der Insel einsparen und nur mit Handgepäck reisen. Drei Tage waren wir ja sowieso nur auf den Inhalt des kleinen Laufrucksackes beschränkt und die anderen zwei mussten in einen etwas größeren Rucksack unterkommen. Eines vorweg, so manches hatte ich nicht wirklich bedacht, aber hatte glücklicherweise eine gut organisierte Freundin dabei. Was braucht man für drei Tage Trailrunning Man muss bei den täglichen Touren auf dem GR 221 unbedingt 1,5 – 2 Liter Wasser mitführen, denn Wasserstellen sind nicht immer vorhanden. Persönlich hatte ich mich für eine Trinkwasserblase entschieden. Zum Laufen hatte ich lediglich ein Paar Trailrunning-Schuhe dabei. Beim Laufoutfit sollte man unbedingt auf Merino-Ware achten, da man aufgrund des Platzmangels die Sachen mehrmals trägt. Ich hatte somit nur zwei Shirts, ein Longsleeve, eine Windjacke, eine lange und eine kurze Laufhose eingepackt. Dazu kamen drei Paar Socken und Unterwäsche. Weitere Extras waren ein kleines Handtuch, Hygienemittel (Zahnbürste/-paste/Sonnencreme/Duschgel und Shampoo in kleinen Mengen, Pflaster). Und ganz wichtig die Technik u.a. hatte ich GPS Uhr inkl. Brustgurt, Iphone, Kamera, Go Pro, Ladegeräte und Powerbank dabei. Zur Verpflegung hatte ich nur ein paar Riegel eingepackt, mit dem Wissen, dass wir täglich unterwegs Kleinigkeiten einkaufen konnten. Zur Übernachtung benötigt es zusätzlich einen dünnen Hüttenschlafsack, die beschriebenen Unterkünfte hatten alle weitere Decken zur Verfügung. Anreise und Abreise ab / bis Palma Das mallorquine Busnetz ist wunderbar an die Etappenorte angebunden. Wir hatten uns schnell zurechtgefunden, ohne viel Umwege. Eine einfache Fahrt zum Startpunkt ist äußerst günstig und man kauft die Fahrkarte direkt beim Busfahrer. Ab Palma werden alle Orte der GR 221 Route ab dem Busbahnhof Estacio Intermodal angefahren. Etappen und Unterkünfte Der erste Teil ab Port D’Andratx ist noch weitestgehend unbeschildert. Da wir nur ein verlängertes Wochenende auf der Insel verbringen konnten, hatten wir nur die letzten vier Etappen ab Deia geplant, welche fast immer sehr gut ausgeschildert waren. Wir hatten einige Male den Weg verlassen, um beispielsweise noch den einen oder anderen Berggipfel mitzunehmen, spätestens da gab es allerdings oft keine Hinweisschilder mehr. Inoffizielle Steinmännchen wiesen uns dann den Weg, aber diese Wegweiser waren oft nicht einfach auszumachen. Tag 1 - Deia nach Rifugio Tossal Verds Es erwartete uns die längste Strecke der gesamten drei Tage, da wir gleich zwei Etappen an einem Tag laufen wollten. Ich persönlich empfand das ganz gut, da die Standard-Etappe von Deia nach Port-Soller nur kurz ist und wir diese Strecke in unter zwei Stunden bewältigten. Wir wollten allerdings nicht so früh aufstehen und fuhren mit dem Bus ab Palma erst um 9:30 Uhr los. Bereits im Bus trafen wir auf Wanderer, welche die Stirn runzelten, als wir erwähnten, dass wir bis zum Rifugio Tossal Verds wollten. In Port de Soller verloren wir leider immens Zeit, da wir nicht gleich wieder auf den GR 221 zurückfanden. Unter normalen Umständen nehmen die meisten Wanderer die Straßenbahn von Port de Soller nach Soller, die Fahrt kostet EUR 6,-. Wir Trailrunner können das natürlich nicht tun und nachdem wir uns eine Landkarte besorgten, fanden wir auch den Weg wieder. Die Strecke bis Soller lief sich gut dahin, allerdings auch in diesem Ort kamen wir leicht vom Weg ab und suchten einige Zeit bis wir die Richtung zum Coll de L‘Ofre wiederfanden. Der folgende Anstieg war treppenartig und führte über Serpentinen durch das enge Tal (Schlucht von Biniaraix). Die letzten Kilometer An diesem Tag erlebten wir viele unterschiedliche Vegetationen. Als wir den Cuber Stausee erblickten, wussten wir das es nicht mehr weit bis zur Übernachtungsstätte, dem Rifugio Tossal Verds, sein würde. Es zweigen zwei Wege zum Rifugio ab, einmal eine etwas längere Route flach am Berg vorbei oder die etwas interessantere, aber auch schwierigere Route über den Pas Coll de sa Coma de ses Ases. Ihr wisst welchen Weg wir gelaufen sind? Landschaftlich blieb es weiterhin wunderschön, auch ein kleiner Abschnitt mit kurzer Kletterpassage war dabei und machte Spaß. Nach insgesamt 7,5 Stunden erreichten wir unser Ziel und standen inmitten von Natur und Bergen, weit und breit keine weitere Zivilisation, lediglich unsere Unterkunft. Übernachtung im Rifugio Tossal Verds Die Hütte ist gemütlich und war früher ein Bauernhof. Es gibt einige Zimmer, wir waren in einem 4-Bett Zimmer mit genügend Ablagefläche und auch Steckdosen. Baderäume waren ausreichend und es gab nichts zu bemängeln (bis auf vielleicht ein bisschen kaltes Wasser in der Dusche). Es ist zu empfehlen gleich Halbpension vorab mit zu buchen, denn in der Umgebung gibt es nichts. Die Preise sind mehr als fair (1 Cola EUR 2,5o). Die Portionen sind allerdings nicht allzu groß und die vegetarische Version des Abendessens ist schlicht. Zum Abendessen gibt es immer Hauswein dazu. Tag 2 - Rifugio Tossal Verds nach Lluc (Rifugio Son Amer) Wir brachen kurz vor 9 Uhr auf. Die bevorstehende Tour war viel kürzer als die tags zuvor und deshalb entschieden wir u.a. einen Abstecher auf den zweithöchsten Berg der Insel, den Puig des Massanella (1364 m), zu machen. Vom Refugio aus liefen wir aufwärts und der Weg führte uns durch schattigen Wald. Dieser war bezaubernd schön und wir konnten die Trails gut laufen, da die Anstiege nur leicht waren. Es wurde immer flacher und recht bald liefen wir durch eine Graslandschaft umgeben von massiven Bergen. Das Panorama war beeindruckend. Wir erreichten eine lange Trockenmauer, welche den höchsten Punkt des GR 221, den Coll des Prat kennzeichnet. Genau an diesem Punkt bemerkten wir allerdings auch, dass wir am eigentlichen Ziel, den Abzweig zum Puig de Massanella vorbeigelaufen waren. Es gab mal wieder keine richtige Ausschilderung, wie bereits einige Male zuvor. Sobald man den offiziellen GR 221 Weg verlassen möchte, sollte man entweder aufmerksam sein und sich entsprechend orientieren können oder aber ein GPS Tracking benutzen. Das hieß für uns zurück zur Abzweigung. Beim zweiten Versuch fanden wir unseren Weg Richtung Gipfel ohne Umwege, Achtung man sollte schwindelfrei sein. Der Aufstieg ist nicht ganz einfach, aber mit gewissen Erfahrungen leicht zu meistern. Es geht über Geröllfelder, daher benötigt es Trittsicherheit. Der Weg ist immer wieder durch Steinmännchen oder rote Punkte markiert. Der Blick wäre fantastisch gewesen, allerdings hatten wir ein paar Wolken, aber dennoch war der Aufstieg lohnend. Runter ging es für uns es den gleichen Weg, aber es gäbe Alternativrouten. Der Abstieg nach Lluc Vom Coll des Prat erfolgt der lange Abstieg nach Lluc, zwischendrin auch nochmals ein kurzer Anstieg. Aber im Großen und Ganzen ging es flott abwärts Richtung Rifugio Son Amer. Die letzten Kilometer über einen Pilgerweg empfand ich jedoch endlos. Das Rifugio Son Amer befindet sich in Lluc ein bisschen abseits. Alternativ kann man hier auch im Kloster Lluc übernachten. Übernachtung im Rifugio Son Amer Auch diese Wanderhütte war angenehmer als erwartet, sogar mit warmer Dusche. Erneut konnten wir in einem 4-Bett Zimmer übernachten. Die Annehmlichkeiten wie Strom, Ablageflächen und Halbpension sind gegeben. Wer nicht in der Hütte essen möchte (man sagte uns, bei der Gesamtroute – 8 Etappen wird es mit dem Essen etwas eintönig) kann sehr gut in Lluc im Restaurante Ca s'Amitger vor dem Kloster essen. Da kehrten wir zum Nachmittagssnack ein. Uns schmeckte das Abendessen im Refugio sehr gut und deshalb verputzen wir so gut wie alles. Tag 3 Lluc (Rifugio Son Amer) nach Pollenca (Kloster Santuari del Puig de Maria) Der letzte Tag war angebrochen und der GR 221 neigte sich dem Ende zu. Unsere letzte Unterkunft das Kloster Puig de Maria liegt auf einem Hügel in Pollenca, wir aber wollten noch weitere 6 Kilometer bis ans Meer nach Port de Pollenca laufen (offizielles Ende des GR 221). Wir brachen abermals gegen 9 Uhr in Lluc auf. Die ersten Kilometer waren wieder traumhaft, zauberhafte Waldabschnitte und tolle Trails. Auch auf der letzten Etappe wollten wir noch einen Gipfel mitnehmen und es ging (dieses Mal war der Abzweig ausgeschildert, direkt nach der Mauer) auf den Puig Tomir (1103 m) . Der Weg nach oben war serpentinenlastig und wir waren komplett allein unterwegs. Oberhalb der Baumgrenze liefen wir über Geröll und Drahtseile waren zur Hilfe gespannt. Man sollte auch hier ein wenig alpine Erfahrung mitbringen. Bis zum Gipfel ist es eine abwechslungsreiche Tour. Leider war die Aussicht für uns nicht gegeben, es waren abermals Nebel und Wolken aufgezogen. Wir entschieden uns auf der anderen Seite abzusteigen. Wegweiser waren die bekannten Steinmännchen. Es war ein abenteuerlicher Abstieg und ich persönlich war froh als wir unten ankamen. Es ging direkt auf dem GR 221 weiter, recht bald wurde es jedoch immer mehr Asphalt Richtung Pollenca. Bis Pollenca ist der GR 221 weiterhin reizvoll. Allerdings mündet der GR 221 auf den letzten Kilometer bis zum Meer auf eine vielbefahrene Straße (MA-10). Das hat mir gar nicht gefallen, mein Laufstil wurde immer unrunder und ich merkte die drei Tage nun schon ziemlich in den Beinen. Dieser Abschnitt nahm mir leider etwas die Lust. Im Ziel, sagt man so oder? Schlußendlich erreichten wir Port de Pollenca und das Meer. Insgesamt liefen wir in den drei Tagen 90 km mit ca. 3700 Höhenmeter. Die Strecke war gut machbar und wir hatten auch genügend Zeit für Pausen, Aussicht genießen sowie zusätzliche Gipfel besteigen. Alles in allem ein Abenteuer. Übernachtung Santuari del Puig de Maria Eine tolle Übernachtungsstätte, sehr ruhig und fern von lauten Touristenorten. Im Kloster gibt es Doppelzimmer mit den gleichen Annehmlichkeiten wie die Nächte zuvor. Das Abendessen ist gut und ausreichend und man kann individuell aus der Karte bestellen. Achtung das Kloster ist auf einem Berg und man muss 300 Höhenmeter überwinden. Man hat aber auch einen tollen Blick über Pollenca bis zum Meer und auch für den Sonnenuntergang. Der Sonnenaufgang war uns leider verwehrt, weil das Kloster abgeschlossen wurde und wir nicht rauskamen. Deshalb konnten wir die Sonne nur vom Zimmer aus aufgehen sehen. Alternativ kann man in Pollenca oder Port de Pollenca unkompliziert Unterkünfte finden. Ein paar Informationen Unterkünfte: Ab Deia können vornehmlich staatliche Refugios als Unterkunft gebucht werden. Allerdings empfand ich den Reservierungsprozess nicht ganz einfach und ich holte mir Hilfe von einer spanisch sprechenden Freundin (ganz wichtig es wird eine Reisepassnummer und nicht die normale Passnummer verlangt). Die Unterkünfte müssen strikt im Voraus gebucht werden und entgegen der Annahme eine Hütte müsse jeden aufnehmen wie in den Alpen, ist das auf Mallorca nicht so. Wer keinen Platz reserviert hat, kann auch nicht übernachten. Die Anmeldung kann über folgenden Link erfolgen. Alle Refugios hatten eine sehr gute Ausstattung, von warmen Wasser bis Steckdose war alles vorhanden. Wir hatten zwei Mal in 4-Bett Zimmer und einmal in einem Doppelzimmer geschlafen, somit war der Schlaf gar nicht so schlecht, wie erwartet. Zusätzlich können die Unterkünfte auch immer mit Halbpension gebucht werden und man muss keine Angst haben zu verhungern. Tagsüber kommt man immer wieder in kleinen Orten vorbei und hat die Chance Wasser und Verpflegung unterwegs zu kaufen. Schwierigkeit Ich empfand die Strecke sehr gut machbar, die Höhenmeter sind nicht allzu steil. Einzig die Wegbeschaffenheit ist teilweise sehr steinig, was man bei den dünneren Sohlen der Trailschuhe schon früh in den Füßen merkt. Mit der Zeit ist das etwas schmerzhaft durch die Dauerbelastung. Reisezeit Wir hatten zwar wenig Sonne, aber zum Trailrunning und auch wandern würde ich den Oktober (Herbst) empfehlen. Auch da die Touristenmassen in dieser Zeit nicht vorhanden sind. Die Temperaturen sind ideal. Ähnlich sieht es im Frühjahr aus, um die GR 221 Route zu laufen. Die Natur ist in dieser Zeit nicht so trocken und zeigt sich in einer schönen Vegetation. Der Sommer ist meines Erachtens zu heiß und der Winter zu nass, was die Tour mit minimalen Gepäck sicher teilweise sehr erschwert. Kosten Aufgrund unserer sehr kurzen Reiseplanung waren die Kosten für die Flüge leider hoch. Die zusätzlichen Kosten für Unterkunft und Verpflegung (ca. EUR 30,-/Tag p.P.) empfand ich hingegen mehr als im Rahmen. Während unserer Trailrunning Tour benötigten wir nicht allzu viel Geld, da wir die Halbpension dazu buchten. Unterwegs benötigt man nur wenig Taschengeld für Kleinigkeiten. Mein Fazit Es waren während unserem Aufenthalt erstaunlich wenige Wanderer bzw. Trailrunner auf dem GR 221 unterwegs. Es ist viel abgeschiedener als man es manchmal von bekannten Touren der Alpen gewohnt ist. Die Serra de Tramuntana ist von der Wegbeschaffenheit sehr steinig, gute Schuhe sind Gold wert. Künftig soll der GR 221 sogar bis Cap de Formentor weiterführen, ich hoffe sehr das der Weg nicht so sehr an der Straße entlang verläuft wie von Pollenca nach Port de Pollenca. Aber im Großen und Ganzen ist die Tour von Deia bis Pollenca wunderschön und sehr zu empfehlen. Hat mir Mallorca gefallen? Mallorca ist eine unerwartet attraktive Insel und hat viel mehr zu bieten als Ballermann. Historische Städtchen, wunderschöne Natur und vor allem leckeres Essen. Ich komme wieder, denn Pauschaltourismus kann auch in Mallorca fernab sein.
- Tipps, wie du das Alleine laufen lieben lernst
Alleine laufen ist nicht gerade meine Traumvorstellung mein Hobby auszuführen, aber dank Corona ist laufen in der Gruppe erst mal nicht erlaubt. Fehlt dir auch das Laufen in der Gruppe ? Seit 2018 habe ich meine eigene Laufgruppe und wir laufen in normalen Zeiten immer Dienstagabend gemeinsam eine 10 km Runde und auch am Wochenende beim Münchner Parkrun (Westpark) treffen wir uns regelmäßig. Seit letztem Jahr ist nun alles anders und gemeinsames Laufen wegen Corona nicht mehr so möglich. Wir haben alle Lauftermine pausiert. Damit wir aber weiterhin bewegt bleiben und unsere Laufrunden dennoch genießen, habe ich dir in diesem Beitrag die Vorteile zusammen geschrieben, warum alleine laufen auch schön sein kann. OK, der Austausch von Neuigkeiten während eines gemütlichen Laufes ist jetzt nicht mehr so gegeben, aber auch das geht. Dann starten wir mal mit meinen Tipps. Tipps, die dir helfen dran zu bleiben Neue Strecken entdecken Mir hat vor allem geholfen, auf neuen Pfaden unterwegs zu sein. Ich bin mir sicher, dass auch bei dir noch viele tolle Orte zu erkunden sind. Oder lauf doch mal im Wald, falls du das noch nicht getan hast. Über Wurzeln springen macht Spaß und beansprucht andere Muskelgruppen. In München habe ich den Nymphenburger Schlosspark für mich entdeckt. An sonnigen Tagen erscheint der Park magisch im goldenen Licht und man hat oft das Glück Rehe anzutreffen. Um auf Strecken weiter weg zu laufen, kann man auch ein paar Kilometer mit dem Rad fahren oder das Auto nehmen, um so seinen Radius zu erweitern. Laufe zu ungewohnten Tageszeiten Bist du schon immer vorwiegend abends gelaufen? Dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt auch mal am Morgen deine Runde zu drehen oder wenn du Homeoffice machst eine Mittagsrunde einzulegen. Du wirst dein Revier etwas anders wahrnehmen und so ein neues Laufgefühl entwickeln. Wie könnte es anders sein, ich präferiere sowieso immer in den Sonnenaufgang zu laufen und mit der Möglichkeit von daheim aus zu arbeiten, kann ich dies nun auch ohne Stress tun. Gestalte deine Laufstrecke Vor dem Loslaufen definiere oder plane deine Strecke . Zum Beispiel macht es große Freude, wenn du dir Ziele steckst und diese abläufst. Manchmal macht mich persönlich planloses umher laufen mürbe, besser ist da eine gewisse Strecke im Kopf zu haben. Zum Beispiel für meine Läufe am Wochenende setze ich mir als Endziel immer den nächstgelegenen Bäcker. Für mich ist es das Schönste, mit frischen Brezen und Semmeln nach Hause zu kommen und hin und wieder auch einen warmen Cappuccino auf den letzten Metern zu trinken. Ist irgendwie auch eine Art Belohnung. Miteinander virtuell auf die Laufrunde gehen Verabrede dich mit deiner Laufcrew oder Laufpartner/-in und geht gemeinsam jeder auf seiner Strecke laufen. Auch unterwegs über Kopfhörer zu telefonieren und somit den aktuellen Tratsch austauschen hat was. Du kannst über Lauferlebnisse berichten oder ihr könnt aktuelle Fragen / Gedanken besprechen. Ein weiterer Vorteil, du musst keine Rücksicht auf das Tempo des / der anderen nehmen und ihr seid trotzdem irgendwie zusammen unterwegs bzw. verbunden. Kleine Challenges (monatliches Kilometerziel / Schritte / meisten Morgenläufe oder auch spezielle Figuren laufen) helfen die Motivation zusätzlich hoch zu halten. Eigene Ziele verfolgen Du hast nun die Möglichkeit durch das Alleine laufen, individuell auch dein geeignetes, zielgerichtetes Training zu verfolgen . Gemütliches Tempo fällt dann zwar öfter mal flach aber in Topform zu sein, ist sicher auch prima. Das kann dir sogar eine Extra Portion Motivation schenken, in dem du nach jedem abgehakten Trainingslauf deinen Zielen näher kommst und am Ende vielleicht sogar deine persönliche Bestzeit erreichst. Alleine trainieren heißt effektiver zu trainieren, du kannst z. B. ein bestimmtes Tempo angehen, laufen nach Puls üben oder an deinen Schwächen / Laufstil arbeiten. Mache eine Sightseeing Tour durch deine Hood Ich liebe es an den Sehenswürdigkeiten Münchens vorbei zu laufen. OK, in München ist es sicher ein Leichtes eine Sightseeing Tour zu planen und abzulaufen, aber es gibt ja überall auch beispielsweise landschaftlich reizvolle und sehenswerte Gegenden. Man kann so in wenig Zeit viele Punkte ablaufen und hat das Gefühl viel gesehen zu haben. Solche Läufe zaubern mir eigentlich immer ein breites Grinsen ins Gesicht. Bei diesen Läufen entstehen auch meist die schönsten Fotos. Grüße andere Läufer Es macht Freude andere Läufer/-innen zu grüßen , denn wir sind ja trotzdem durch unsere Sportart verbunden. Manche reagieren auch mal total verdattert, weil Sie mit einem Gruß gar nicht rechnen. Mir macht es immer ein schönes Gefühl. Beschäftige dich mit dir Nehme durch das Alleine laufen eine persönliche Auszeit vom Alltag , hänge deinen Gedanken nach, lausche den Geräuschen der Natur, höre deine Lieblingsmusik oder deinen Lieblings Podcast. Ich habe das in den letzten Jahren doch sehr vernachlässigt, weil ich nun mal gern in der Gruppe laufe. Aber wer allein mit sich eine schöne Runde dreht, kann mal in Ruhe wichtige Zeit mit sich verbringen ohne zuhören oder reden zu müssen. Als Tipp ich habe in der Corona Zeit die App Blinkist für mich entdeckt, diese fasst wunderbar Themenbücher zusammen (Blinks zwischen 15-25 Minuten) und man kann über die Gratisversion täglich ein Sachbuch hören oder auch die kurze Zusammenfassung lesen. Das Schöne man bekommt immer wieder neue Sachgebiete eingespielt und erhält damit die Möglichkeit sich Gedanken über vielfältigste Themenbereiche zu machen. Virtueller Wettkampf Es gibt die Möglichkeit über Raceday.me sich virtuell begleiten zu lassen. Somit läufst du deine eventuelle Bestzeit doch nicht ganz allein. Du musst nur deine Strecke hochladen und deine Wunschzeit. Freunde oder Familie können dann am Rennen online teilnehmen. Das gibt Motivation alles zu geben. Ich habe bereits einen Blogbeitrag zum Thema Virtuelle Läufe verfasst, mit Vor- und Nachteilen und wie man einen solchen Lauf am besten plant. Fazit - Alleine laufen ist doch gar nicht so schlecht, oder ? Alleine laufen kann schön sein, probiere es. Du kannst dich konzentrieren auf schöne Gebäude auf der Strecke, eine Begegnung auf der anderen Straßenseite, auf deine eigenen Gedanken. Du kommst sicher mit neuen Ideen nach Hause. Das Laufen fördert nämlich deine Kreativität. Wenn alles still steht, ist der Individualsport Laufen eine sehr gute Möglichkeit raus zu kommen, den Kopf frei zu pusten und die schönen Momente des Lebens zu genießen. Und wer es noch nicht weis, regelmäßige Bewegung fördert die Gesundheit. Sport ist wichtig und gibt uns gerade während der Corona-Zeit eine psychische Stabilität. Und ja ich gebe zu alleine laufen hat auch seine Schattenseiten, aber ich will dich mit oben genannten Tipps eher motivieren, trotzdem regelmäßig deine Runden zu laufen und an deiner Fitness zu feilen, deswegen erwähne ich diese heute nicht. Und was macht dich normalerweise glücklicher? Alleine laufen oder in der Gruppe?
- EMS Training mit ANTELOPE – Der Trend für daheim
Das EMS Training ist eines der größten Fitnesstrends der letzten Jahre. Ich selbst hatte bereits Erfahrungen damit gesammelt und auch einige Veränderungen erreicht. Hier kannst du mein 6-wöchiges Sixpack Projekt nochmals nachlesen. In letzter Zeit kommt dieser Trend nun mehr und mehr auch nach Hause. Ich habe EMS für Zuhause getestet und möchte hiermit einen kleinen Einblick geben. Wer ist ANTELOPE Ich bin durch die Firma ANTELOPE auf die unabhängigen EMS Produkte aufmerksam geworden. Das Startup aus Frankfurt lernte ich letztes Jahr auf der ISPO kennen. Dort stellte man mir die Produkte vor, welche mich sofort begeistert haben. Eine Möglichkeit EMS Training auch ohne Studio und ohne stationäre Geräte flexibel und vertragsunabhängig daheim durchzuführen, finde ich klasse. ANTELOPE hat Sportkleidung entwickelt, welche mit Elektroden ausgestattet sind. Diese aktivieren mit geringen Stromimpulsen die Tiefenmuskulatur . Dadurch absolviert man ein effektiveres Training. Die Produktpalette des Unternehmens bietet unterschiedliche Modelle je nach Bedarf des Anwenders der Antelope Suit: ein Komplettanzug geeignet für Ganzkörpertraining. Die Elektroden sind an Arm-, Brust-, Bauch-, Rücken- und Oberschenkelmuskel angebracht. die Antelope Calf Guard: Calf Sleeves (Beinlinge) zur Anwendung bei Ausdauersport wie laufen oder Radfahren. das Antelope Tank Top: Oberteil zur Stärkung von Bauch- und Rückenmuskulatur. Ich persönlich habe das Tank Top und die Calf Guards aktuell im Test. Ein paar Informationen zu den ANTELOPE Produkten Die Sportbekleidung muss direkt auf der Haut getragen werden. Der Stoff ist dehnbar, atmungsaktiv und besteht aus Kompressionsgewebe. Die Steuerung der Elektroden erfolgt über den Antelope Booster (Art Fernbedienung), diese wird über die Antelope App mit dem entsprechenden Programm voreingestellt. Während dem Training kann die Intensität einfach über den Booster erhöht oder verringert werden. Derzeit wird die Kleidung noch mit einem Kabel zum Booster verbunden (soll geändert werden). Die Kleidung ist waschbar. Das Training mit der EMS Bekleidung Unter normalen Umständen werden die Muskeln durch Krafttraining dazu angeregt zu wachsen. Durch die Stromimpulse wird lediglich die Reaktion verstärkt und somit das Wachstum erhöht bzw. intensiviert. Wie funktioniert das EMS Training mit ANTELOPE ? Anfänglich musste ich mich schon etwas überwinden, mich in das recht enge Tank Top zu zwängen. Die Calfs dagegen können einfach um die Waden angebracht werden. Ein gleichzeitiges Verwenden von Tanktop und Calfs ist nur möglich mit einem weiteren Booster. Deshalb nutze ich die jeweiligen Produkte zu unterschiedlichen Aktivitäten. Mit dem Tank Top trainiere ich regelmäßig verschiedene Übungen daheim beim Workout und mit den Calf Guards gehe ich laufen (aktuell maximal 5 km). Generell können die Antelope Produkte für verschiedenste Sportarten verwendet werden. Über die App können die Programme Aufwärmen, Ausdauer, Kraft oder Erholung gewählt werden. Ich stelle meistens das Kraftprogramm ein und die Intensität bewegt sich immer zwischen 20 und 25%. Das merkt man schon sehr. Die Muskeln werden bei dieser Belastung ziemlich kontrahiert. Die Übungen und auch das Laufen sind unter Anwendung der Stromimpulse viel anstrengender. Bereits nach wenigen Minuten empfindet man es als etwas mühsam. Nach den ersten Einheiten hatte ich derben Muskelkater. Das Unternehmen selbst empfiehlt sogar nach der ersten Anwendung mindestens drei Tage mit EMS zu pausieren. Ganz ehrlich die drei Tage brauchte ich auch, um komplett zu regenerieren. Oft benutze ich Antelope auch einfach nur zu Regenerationszwecken. Das integrierte Erholungsprogramm bietet eine vollumfängliche Massagefunktion. Ich mag es sehr sogar. Der Einsatz von Antelope ist vielseitig. Entweder draußen in der Natur, zuhause oder im Fitnessstudio. Gerade für Läufer ist EMS ein gutes Alternativtraining, was mit wenig Zeitaufwand absolviet werden kann. Durch den nicht ortsgebundenen Einsatz spart man nun noch mehr Zeit ein. Der Weg ins EMS Studio entfällt und man hat somit mehr Zeit fürs Laufen. Für wen ist EMS Training mit Antelope geeignet? ANTELOPE empfiehlt die Anwendung von 20 Minuten pro Einheit, daher eignet sich dieses Training vor allem für Sportler mit wenig Zeit. Auch Sportler, die einfach nur eine bestimmte Muskelgruppe stärken möchten sind gut beraten damit. Allerdings ist die Anwendung für Fitness-Anfänger nicht uneingeschränkt geeignet, ohne professionelle Aufsicht loszulegen. Mit wenig bzw. ohne jegliche Erfahrung besteht leider Verletzungsrisiko, durch beispielsweise zu starke Stromimpulse. Hier empfehle ich zumindest die Einweisung in das mobile Gerät bzw. das Produkt durch das beigefügte ANTELOPE Handbuch, in welchem die ersten Schritte erklärt werden. Zusätzlich bietet der Trainingsplan weitere Informationen, um mit dem Produkt optimal umzugehen. Support durch ANTELOPE An dieser Stelle ist noch darauf hinzuweisen, dass man nicht komplett allein dasteht. Antelope bietet die Möglichkeit, sich jederzeit an einen persönlichen Support zu wenden. Außerdem kommt man als Käufer in einen EMail-Verteiler, welcher regelmäßige Hilfestellungen bietet. Wieviel kostet die Ausrüstung Während der Preis des Komplettanzuges (Antelope Suit für EUR 1599,-) für Hobbysportler eher abschreckend wirken könnte, sind das Tanktop (EUR 169,-) oder auch die Calfs (EUR 149,-) viel günstiger zu erwerben. Hinzu kommen derzeit noch Kabel für EUR 29,- das Stück und der Booster (EUR 229,-). Nicht günstig, aber wer regelmäßig im EMS Studio oder generell im Fitnessstudio trainiert, kann alternativ mit einem Antelope Produkt dennoch einsparen. Fazit zu EMS für Zuhause Es ist klar, wer Erfolge anstrebt wird mit ANTELOPE einiges bewegen können, allerdings möchte ich erwähnen keine Wunder zu erwarten. Ein gesunder Lebensstil ist ebenso wichtig und auch ein Garant dafür seine Ziele zu erreichen. Will heißen: Wer abnehmen will wird durch EMS Training unterstützt, sollte aber auch die Ernährung entsprechend umstellen und sich generell viel bewegen. Stichwort Kalorienbilanz. Ohne größeren Aufwand wird man leider nichts beeinflussen oder erreichen. Das Unternehmen verspricht bei regelmäßiger Anwendung, dass sich die Leistung, die Kraft sowie das Muskelvolumen erhöht. Die Stärkung der Rumpfstabilität wird ermöglicht sowie eventuelle Rückenprobleme beseitigt. EMS ist eine gute Möglichkeit schneller an seine Ziele zu kommen, somit sehe ich die Produkte als eine Unterstützung, aber nicht als ein alleiniges Mittel. Zusätzlich sehe ich den extrem geringen Zeitaufwand als großen Vorteil. Auch macht das Training irgendwie noch mehr Spaß. Ich kann mich aktuell daheim mehr motivieren, die etwas vernachlässigten Stabilitätsübungen zu machen. Wer sich also für EMS für zuhause interessiert, könnte sehr gut mit einem Antelope Produkt trainieren. Was ist deine Meinung zu EMS für Zuhause? In freundlicher Zusammenarbeit mit ANTELOPE (PR-Sample)
- Winterwanderung auf die Rotwand mit Sonnenuntergang
Der erste Schnee lag und spontan entschieden wir Anfang Dezember eine Sonnenuntergangstour auf die Rotwand zu machen. Die Rotwand, einer der vielen Münchner Hausberge ist 1884 m hoch und damit laut Wikipedia der höchste Gipfel rund um den Spitzingsee . Im Sommer ist die Rotwand sehr gut besucht, daher waren wir überrascht, dass wir bei unserer Tour den Gipfel ganz für uns allein hatten. Anfahrt ab München Eingabe ins Navi: Spitzingstraße 3, 83727 Schliersee Über die A8, Ausfahrt Weyarn über Miesbach Richtung Schliersee, Spitzingsee. Die Route beträgt etwa 65-70 km und dauert ca. 1 Stunde. Anfahrt auch via Bob und Bus möglich, allerdings für die Variante Sonnenuntergang nicht empfehlenswert. Der Parkplatz ist kostenpflichtig, kostete EUR 4,- (Stand Dezember 2017). Der Aufstieg zum Rotwandhaus Wir hatten die Standardroute gewählt und gingen vom Parkplatz genau um 12:30 Uhr los. Der Sonnenuntergang sollte um 16:30 Uhr stattfinden. Der Weg führt am Spitzingsee vorbei Richtung Süden. Dort trifft man auf eine Schranke, welche der Einstieg für die Wanderung ist und in den Wald führt. Die Ausschilderung ist sehr gut und man kann sich zu keinem Zeitpunkt verlaufen. Man sollte lediglich auf die herabkommenden Rodler aufpassen, die sich teilweise recht lautlos nähern. Generell fällt auf, dass viele Leute mit Ski / Schneeschuhen oder Rodel unterwegs sind. Der Weg zur Rotwand ist mäßig, aber nicht zu anstrengend. Es gibt einige Serpentinen und ein toller Ausblick ist immer wieder gegeben. Es gäbe einmal die Option nach links abzukürzen (bei der Bank), wobei wir das wegen des Tiefschnees nicht in Erwägung zogen und auf dem offiziellen Forstweg blieben. Insgesamt beträgt die Strecke bis zum Rotwandhaus / Gipfel Rotwand zwischen 8-9 km. Einkehr Rotwandhaus Das Rotwandhaus auf der Höhe von 1737 m erreichten wir im Nebel. Ich sagte noch zu Stefan, den Sonnenuntergang kannst du vergessen, werden wir wohl heute kein Glück haben. Für Stefan war es bereits der dritte Versuch den Sonnenuntergang auf der Rotwand zu erleben. Wir waren kurz nach 14 Uhr im Rotwandhaus und wärmten uns erst mal auf bzw. bestellten etwas zu essen. Übrigens das Rotwandhaus ist ganzjährig geöffnet und bietet regionale Produkte an, aber nur Selbstbedienung. Außerdem bietet die relativ große Hütte auch Übernachtungsmöglichkeiten an, mehr Details hier . Aufstieg zur Rotwand Um 15:30 Uhr brachen wir langsam auf, um zum Gipfel zu gehen. Der Aufstieg ist eigentlich nicht mehr weit, allerdings waren die letzten Höhenmeter verschneiter und dadurch schwieriger als die Forststrasse. Teilweise traf man auf Tiefschnee und wir sanken ziemlich ein. Wir versuchten den gespurten Pfaden anderer Wanderer zu folgen und kamen auch recht gut voran, wobei auch viele Skispuren kreuz und quer verliefen. Es war bitterkalt und der Wind verschlimmerte das Kältegefühl immens. Wir waren ein bisschen zu früh am Gipfel und mussten auf den Sonnenuntergang noch ein paar Minuten warten. Ich fror sehr und mummelte mich in allem ein, was ich dabeihatte. Die Aussicht von der Rotwand ist fantastisch und wir hatten einen tollen Weitblick. Wir erlebten einen richtig schönen Sonnenuntergang, die Abendstimmung war auch aufgrund der Kälte besonders und der Himmel glühte rot. Allerdings bevor die Sonne ganz untergegangen war, stieg ich früher zum Rotwandhaus ab, um mich kurz aufzuwärmen. Abstieg zum Parkplatz Da uns beiden richtig kalt war, wählten wir den schnellen Abstieg und erklärten unsere Wanderung zu einem Trailrunningausflug. Wir nahmen den gleichen Abstieg wie Aufstieg, es gäbe jedoch Alternativrouten als Rundtour. Die ersten paar Kilometer konnten wir noch gut sehen und waren schnell unterwegs. Irgendwann wurde es aber zu dunkel und wir mussten die Stirnlampen aufsetzen. Diese sollte man unbedingt dabeihaben, ansonsten kommt man nur ganz langsam voran oder nutzt vielleicht noch das Smartphone, sofern es sich aufgrund der Kälte nicht schon ausgeschaltet hat, als Taschenlampe. Wir hätten richtig Lust gehabt die Abfahrt mit dem Schlitten zu nehmen, das würden wir beim nächsten Mal mit in Erwägung ziehen. Wir erhielten auch die Information, dass man einfache Schlitten am Rotwandhaus ausleihen könne, was allerdings zum Zeitpunkt unseres Besuches nicht möglich war. Deshalb besser vorher anfragen oder gleich den eigenen Schlitten mitnehmen. Vor Abfahrt noch ein kleiner Tipp zum Einkehren Zum Zeitpunkt als wir unten am Spitzingsee wieder ankamen, waren leider die meisten Cafés geschlossen bzw. wollten schließen. Ich hatte aber so Lust auf einen Glühwein. Glücklicherweise konnten wir die letzten zwei Gläser im Kameter Café noch bekommen und das machte den Ausflug doch tatsächlich perfekt. Fazit Sehr einfache und nicht steile Wanderung (unsere Daten: Aufstieg in 1:45 Std / Abstieg 45 Min. / rennend). Wer gerne Sonnenuntergänge beobachtet, dem wird diese Tour sehr gut gefallen. Das Farbenspiel war phänomenal und eine Abfahrt mit dem Rodel würde den Spaßfaktor bedeutend heben. Ähnlicher Artikel: Sonnenuntergang und -aufgang inklusive Tipps zum Biwakieren . Fotocredit: PEAK ART IMAGES
- Muddy Angel Run im Team Anita & meine Tipps für Hindernislaufanfänger
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Anita, Brannenburg Hindernisläufe sind eine Herausforderung. Die Hindernislaufserie Spartan Race ist Grund dafür, dass ich 2014 mit dem Laufen anfing und somit zu einem neuem Hobby kam. Das Laufen bestimmt seitdem mein heutiges Leben sehr. Leider empfand ich nach etwa zwei Jahren immer weniger Begeisterung an Hindernisläufen teilzunehmen. Ein Grund dafür, viele Hindernisse werden von Jahr zu Jahr herausfordernder. Man müsste spezifisches Training machen, um mithalten zu können bzw. die Hindernisse überhaupt zu schaffen. Die Sandsäcke sind so schwer geworden, das ich diese nur noch mit größter Anstrengung über eine bestimmte Distanz schleppen oder in die Lüfte hieven kann. Hangel- oder Klettertraining mache ich ungern und grundsätzlich ist kein Hindernislauf mit einem anderen vergleichbar. Persönliche Leistungen sind weniger einschätzbar. Da widme ich mich doch dem klassischen Lauftraining viel lieber. Back to the roots: Richtung Hindernisläufe mit Anita ? Anfang des Jahres fragte die Firma Anita Marlen von Trail-kitchen und mich, ob wir nicht Lust hätten in einem Mädelsteam beim Muddy Angel Run zu starten. Es gab die Möglichkeit deren Sport-BHs auf Herz und Nieren zu testen und gemeinsam sich auf das Event vorzubereiten. Eines vorweg es hat uns unheimlichen Spaß bereitet, uns dieser Aktion anzunehmen. Ich persönlich werde allerdings in naher Zukunft weiterhin keine Hindernisläufe auf Wettkampfbasis machen. Reine Spaßläufe sind aber für mich eine hervorragende Alternative im Team ein tollen Tag zu verbringen. Vorbereitungstraining bei Jochen Schweitzer Das ganze Anita Team (ca. 20 Mädels) traf sich zum Hindernislauftraining ein paar Wochen vor dem Event auf dem Areal der Jochen Schweitzer Arena . Im Outdoor Park konnten wir ein kleines Fitness-Workout unter Anleitung von Ella mitmachen, klettern im Hochseilgarten und pure Action beim Flying Fox erleben. Bei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden konnten wir Balance, Geschicklichkeit und Mut beweisen und unsere Höhenangst bezwingen. Die Sport-BHs von Anita Die Firma Anita ist Hersteller für Unterwäsche und Bademoden. Bereits 1886 gegründet, mit Sitz in Brannenburg, blickt das Familienunternehmen auf eine lange Firmengeschichte zurück und bietet auch in sehr großen Größen hochwertige Produkte mit Passform. Bevor wir den Muddy Angel bezwingen sollten, konnten wir unseren Wunsch BH von Anita bei unterschiedlicher sportlicher Betätigung testen. Ich wählte den air control DeltaPad , ein leichter BH, atmungsaktiv (mit luftdurchlässiger Schaumschale) und stützend mit optimalen Halt. Schickes Design und gute Passform waren mir bei der Auswahl am wichtigsten. Gerade im Sommer ist dieser BH von Vorteil, weniger Material, leicht und dadurch ein schönes Körpergefühl. Für Hindernisläufe gerade richtig, vor allem an heißen Tagen. Training erledigt, Anita BH sitzt, Muddy Angel kann kommen Wie erwartet handelt es sich beim Muddy Angel um einen Spaßlauf, geeignet für alle Fitnesslevel. Vor Schlamm und Wasser darf man sich allerdings nicht fürchten. Mit 20 Mädels ist das natürlich ein riesen Vergnügen. Ort des Geschehens, Messe Gelände Riem, München. Unsere Startwelle war für 11:20 Uhr angesetzt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Startaufstellung. Über das Warm-Up bei Schlagermusik und Polonäse muss man schon etwas schmunzeln. Party pur sozusagen. Ich mochte es nicht. Die Strecke verläuft über 5 km, zahlreiche Hindernisse, hauptsächlich durch Wasser und Schlamm und etwas Geschicklichkeit machten den Lauf interessant, abwechslungsreich und etwas herausfordernd zugleich. Aber generell ist jedes Hindernis machbar. Wer etwas nicht machen will, kann einfach dran vorbei gehen. Strafen sind keine zu befürchten und es gibt auch keine Zeitmessung. Fazit zum Muddy Angel Eine Sportskanone muss man nicht sein. Es zählt lediglich das Team. Im Übrigen auch wenn das ein reiner Frauenlauf ist und Veranstalter das immer gleich mit Schminke in Verbindung bringen wollen, hier zählt gut aussehen nicht. Spätestens nach dem ersten Hindernis ist die Frisur sowieso ruiniert und einmal durch den Schlamm braucht auch keinen Lippenstift. Tussis brauchen beim Muddy Angel nicht antreten. Alles in Allem ein gelungenes Event für Teams, die Spaß suchen und auch gemeinsam etwas erleben wollen, ohne schneller, weiter, besser. Die Verpflegung war übrigens perfekt, gleich zwei Verpflegungstellen mit Wasser, Iso und Bananen wurden aufgestellt. Im Ziel erwartete uns ein leckerer Radler und Riegel. Einzig die Startaufstellung war wirklich nicht nach meinem persönlichen Geschmack und darf gern etwas entschärft werden. Als weiteren Punkt hat sich der Muddy Angel zum Ziel gesetzt, das Thema Brustkrebs bei Frauen in den Fokus zu rücken. Ein Teil der Einnahmen kommt dem Verein Brustkrebs Deutschland e.V. zugute. Auf den ersten Blick ist das spannend und ich finde solche Aktionen immer sehr positiv. Allerdings sei hier erwähnt, dass lediglich ein Euro pro Läuferin als Spende abfließt. Ich finde den Spendenanteil zum Marketingeffekt daher etwas ungleich. Zum Schluß für alle Frauen, die mal bei einem Hindernislauf teilnehmen wollen, sich bisher aber noch nicht getraut haben. Der Muddy Angel ist das perfekte Einstiegsevent. Sucht euch eine Freundin oder besser gleich ein paar mehr. Nachfolgend ein paar Tipps für einen erfolgreichen Lauftag. Meine Tipps für den perfekten Muddy Angel Run Finde einen tollen Teamnamen oder auch ein gemeinsames Motto Ich war begeistert von den vielen kreativen Teams vor Ort. Der Auftritt im gleichen Outfit mit Nennung des Teamnamen und / oder eines Teammottos ist großartig. Das fördert Zusammenhalt und für die Stimmung wirkt es sich sowieso positiv aus. Pack die Schwimmbrille ein Ich musste feststellen, dass einige meiner Teammitglieder doch etwas Bammel vor Hindernissen mit Kopf unter Wasser hatten. Eine Erleichterung bringt da sicherlich die Mitnahme einer Schwimmbrille mit. Übrigens nicht wenige Läuferinnen waren damit tatsächlich ausgestattet. Achte auf Funktionskleidung und festes Schuhwerk Nicht festgebundene Schuhe können im Schlamm leicht stecken bleiben. Daher empfehle ich das richtige Schuhwerk zu wählen und vor allem auf eine feste Schnürung zu achten. Wähle atmungsaktive und widerstandsfähige Kleidung. Bei der Farbe setze besser auf dunkle Töne. Ihr wisst schon, Schlammflecke auf weißer Kleidung könnten sich dauerhaft festsetzen. Bei Laufhosen sind die mit 2-in-1 Innertight Shorts vorteilhafter, hält den Dreck fern. Der Anita BH hat übrigens auch wunderbare Dienste geleistet und kann ich wärmstens weiterempfehlen. Warme und trockene Wechselkleidung mitnehmen Um einer Erkältung vorzubeugen, sollte man nach dem Zieleinlauf schnellstens in trockene Kleidung wechseln. So manch einer wurde von der Wassermenge überrascht. Ich verspreche dir, es kommt niemand trocken ins Ziel. Als Pro-Tipp einfach eine Mülltüte dabeihaben. So bekommst du die schlammigen Sachen ohne Verschmutzung deines Transportmittels und / oder Tasche nach Hause. Laufe regelmäßig Regelmäßiges Lauftraining ist wichtig und hilft dir dabei den Wettkampf durch zu laufen. Weniger wichtig ist, dass du Wände hoch kraxeln kannst oder Hangelhindernisse meisterst. Es sind wirklich nur Hindernisse aufgestellt, die du im Team auf jeden Fall schaffen wirst. Hab keine Angst vor Dreck Die Macher des Münchner Muddy Angel hatten vor allem auf wasserreiche und schlammreiche Hindernisse gesetzt. Daher ist es durchaus gut, wenn du dich vor dem Element Wasser nicht scheust. Dusche beispielsweise vorab öfter mal eiskalt, renne durch Pfützen oder laufe auf schlammreiche Waldpfade entlang. Das gibt dir Mut und vor allem ist dir irgendwann egal, wenn deine Schuhe schmutzig werden. Hab keine Angst vor blauen Flecken / Aufschürfwunden Leider wirst du nicht schöner durch einen Hindernislauf. Aber ich denke blaue Flecken, Aufschürfwunden und Kratzer gehören einfach dazu und zeigen von außen wie heldenhaft du dich durch die Hindernisse durchgekämpft hast. Lächele für die Fotografen Auf der Strecke in München waren ein Menge Fotografen anzutreffen. Am besten setzt du ein Dauerlächeln auf, denn dabei entstehen die coolsten Fotos überhaupt. Schau mal, dieses Bild ist sogar in der Best-of Gallery von Sportograf gelandet. Trink vielleicht einen Schluck Prosecco vorher (nicht so ernst gemeinter Tipp) Etwas kritisch empfand ich, wie bereits erwähnt, das Warmup bzw. die Aufstellung im Startbereich. Von lauter Schlagermusik bis Polonäse war das Treiben mir zu partyähnlich. Ich persönlich kann dem etwas weniger abgewinnen und bin dabei eher Zuschauer als Mitmacher. Mein Tipp, ein Prosecco vorab, könnte die Stimmung sicher positiv beeinflussen. Was meint ihr? Und nun wünsche ich dir viel Spaß bei deinem ersten Hindernislauf, mit deinem vielleicht ersten Anita Sport-BH oder danke fürs lesen dieses Blogbeitrages. Wie war euer erster Hindernislauf oder was ist eure Meinung zu Frauenläufen? Wie sind eure Erfahrungen mit Anita ? Gibt sicher Potential für Diskussionen, dann ab damit in die Kommentare.
- Parkrun München - kostenlose Läufe für jedermann
Jeden Samstag, 9 Uhr, Treffpunkt Westpark, München findet der bisher einzige Münchner Parkrun statt. Das tolle an dieser Initiative, sie findet weltweit in diversen Parks statt und ist kostenlos. Einmal in der Woche zusammenlaufen und Gleichgesinnte treffen. Ich finde diesen Lauf bzw die Idee dahinter total gut und stelle den Parkrun hier gern vor. Erzählt hat mir Conny schon vor Monaten von den weltweiten Treffs und dem Westpark-Run im Speziellen. Conny ist eine Helferin des Parkruns und läuft regelmäßig mit mir dienstags in meiner Runfurther Laufgruppe mit. Seit Januar 2019 gibt es nun den Münchner Parkrun und Conny ist regelmäßig Samstagvormittag im Westpark anzutreffen . Eg al wie das Wetter ist, sie hilft als freiwilliger Streckenposten, beim Aufbau oder Abbau oder als letzter Läufer ganzjährig aus. Was ist der Parkrun? Die Idee entstand aus einem Zufall heraus. 2004 traf sich der Engländer Paul Sinton-Hewitt mit Freunden im Bushy Park, London zum Laufen. Sie liefen 5 km für ein gesünderes Leben. Daraus entstanden ist ein Konzept und eine Lebensweise, welche immer mehr Menschen anzieht und begeistert. Parkrun ist ein Lauf, der jeden Samstagmorgen um 9 Uhr überall in der Welt stattfindet. Die Länge der Strecke misst immer 5 km. Deutschland ist als 19. Land der Parkrun-Bewegung beigetreten. Mittlerweile handelt es sich um die größte Veranstaltung weltweit. Es ist eine feine Möglichkeit Lauffreunde zu finden, sogar auf internationaler Ebene. Zahlreiche Läufer haben es sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Parkruns mitzumachen. Eine tolle Idee im Urlaub in Kontakt mit anderen Läufern zu kommen. Die aktuellen Standorte, wo Parkruns angeboten werden, findest du hier . Übrigens ohne die freiwilligen Helfer und Helferinnen wäre die Parkrun-Initiative überhaupt nicht möglich. Für wen ist der Parkrun geeignet? Jeder ist willkommen, die Walker, die Laufanfänger, aber auch die ambitionierten Läufer. In München sind ein paar ganz schnelle dabei. Durch die Zeitnahme wollen sich einige Teilnehmer von Woche zu Woche steigern, was durch die gleichbleibende Strecke sehr gut vergleichbar ist. Andere wiederum fangen erst an und freuen sich über ihre ersten durchgelaufenen fünf Kilometer. Der Parkrun ist für viele der Einstieg in ein sportlicheres Leben und in eine Community. Man kennt sich vor Ort und tauscht sich aus. Das Wichtigste dabei ist Samstag für Samstag Spaß am Laufen zu haben, egal wo auf der Welt. Eine schöne Art gemeinsam laufend ins Wochenende zu starten. Wie meldet man sich zum Parkrun an? Der Parkrun wird in vielen Ländern ausgerichtet. Die Registrierung ist einfach. Über den Link erfolgt die Anmeldung. Es ist möglich, den nächstgelegenen Parkrun als Heimlauf auszuwählen. Man bekommt einen Barcode (persönliche ID) angezeigt, welchen man ausdruckt und zu jedem Lauf mitbringt. Als Tipp, platziere den Strichcode in deiner Handyhülle, denn ohne Barcode kann keine Zeitmessung erfolgen. Das Scannen vom Handy ist nicht möglich, daher muss man den Barcode in Papierform dabeihaben. Mit der persönlichen Parkrun ID kann man bei jedem Parkrun Event teilnehmen. Wer nicht will, muss sich nicht zwingend anmelden, mitlaufen kann jeder ohne Wenn und Aber. Im Vordergrund steht immer die körperliche Aktivität und der soziale Aspekt. Der Parkrun München - im Westpark Wenn man zum Westpark kommt fallen sofort die bunten Hütchen (Streckenmarkierung), die grellgelbe Beschilderung und die Helfer in ihren Warnwesten auf. Dass die Idee aus England kommt, merkt man auch in München. Sehr viele Engländer nehmen teil und man spürt fast ein bisschen den englischen Charme. Conny hat vom Parkrun von ihrer Schwester erfahren, welche in England lebt. Wer das erste Mal zum Treffpunkt kommt wird begrüßt und man findet schnell Anschluss. Bevor es an den Start geht, bekommen die Teilnehmer ein kurzes Briefing. Dabei wird viel mehr mit den Teilnehmern kommuniziert als ein Monolog gehalten. Punkt 9 Uhr erfolgt der Startschuss. Die Strecke im Westpark führt zweimal um den Mollsee. Die engagierten Helfer vor Ort zeigen den Weg und feuern an. Fotos werden auch gern gemacht. Die Veranstaltung erlaubt Kinder und sogar Hunde sind zugelassen. Ich bin begeistert von der Atmosphäre und den lieben Menschen. Nachdem die zwei Runden geschafft sind, erhält man im Ziel einen weiteren Barcode mit der Platzierung ausgehändigt. Eine Helferin oder ein Helfer scannt beide Codes. Noch am gleichen Tag erhält man die Ergebnisse per Email mit weiteren Details. Ich persönlich nutze den Parkrun gern für einen längeren Lauf, indem ich zum Westpark laufe und auch wieder heim. Alternativ war ich aber auch schon nach der Veranstaltung mit Freunden zum Frühstück verabredet. Es waren bisher immer sehr schöne Vormittage. Wer nicht laufen möchte, kann sich als freiwilliger Helfer engagieren. Ebenso eine schöne Möglichkeit mit Menschen in Kontakt zu treten und die Laufbekanntschaften zu erweitern. Läufer muss man dafür übrigens nicht sein, es reicht dabei zu sein und Spaß zu haben. Fazit zum Parkrun Die Idee des Parkruns gefällt mir richtig gut: der internationale Aspekt und auch die Art der Organisation ohne viel Schnick Schnack und Werbung. Es hängt kein Großkonzern als Sponsor dahinter. Während der Veranstaltung bekommt man von vielen ein Lächeln entgegengebracht und die Atmosphäre ist familiär. Die Teilnehmer sind sehr motiviert und das spürt man auch. Die gute Laune steckt an. Ab jetzt kann man immer in der Gruppe aktiv ins Wochenende starten. Es ist toll, dass man mit dem Parkrun eine Möglichkeit hat, einfach überall in der Welt zu laufen und somit schöne Strecken präsentiert bekommt. Für die Statistik, Ende März 2019 gibt es 17 Standorte in Deutschland (mehr als 650 ausgetragene Veranstaltungen) und viele weitere werden folgen. Jeder kann mitlaufen, jetzt bist du dran. Auch für die Nicht-Münchner, falls du zu Besuch in München bist, empfehle ich dir mal beim Parkrun im Westpark vorbei zu schauen. Treffpunkt: samstags, 9 Uhr, Westpark, München oder andere Parkrun-Standorte in Deutschland Im Internet kannst du unter dem Hashtag #parkruntourism einen Eindruck davon bekommen, wie dieser Lauf die Läufer zusammen bringt.
- Winterwandern in der Jachenau, der Staffel 1532 m
Die Staffel Wanderung mit Start in der Jachenau. Wer mag auch so gern durch den Schnee stapfen, dabei die Ruhe der Berge genießen, abseits der frequentierten Skipisten? Ich hätte da einen neuen Tourenvorschlag als tolle Winterwanderung für euch. Der aussichtsreiche und etwas unbekanntere Berg Staffel, gerade mal 1532 m hoch und wenig begangen, zumindest im Winter. Anfahrt Jachenau, Ortsteil Bäcker Die Anfahrt erfolgt über die A8 Richtung Salzburg, Ausfahrt Holzirchen nach Bad Tölz - Lenggries nach Jachenau, Ortsteil Bäcker. Am Parkplatz (kostenpflichtig), nahe dem Landhotel zum Staffelwirt, direkt an der Loipe startet die Wanderung. Die Anfahrt per Bus und Bahn wäre auch möglich (BOB ab München bis Lenggries und dann Umstieg in den Bus bis Jachenau). Allerdings gibt es am Wochenende nur eine Fahrt am Vormittag und eine am Nachmittag, was ich persönlich als unpraktisch empfinde. Die Wanderung zum Staffel geht los Der Zugang zum Osteinstieg des Staffels geht vom Parkplatz über die Loipe in den Wald hinein (angezeigt durch einen Wegweiser). Zum Gipfel folgt man gleich zu Beginn einen längeren Anstieg, dieser ist stetig und zu großen Teilen geht es durch Waldgebiet. Wir folgten den wenigen Spuren im Schnee und konnten so sehr leicht die Route ausmachen. Teilweise mussten wir dennoch durch unberührte Schneefläche stapfen, ein wahres Winterwonderland. Weiter oben, kurz unterhalb der Staffelalm, erreicht man freie Wiesenhänge, im Winter schneebedeckt und bekommt hier das erste Mal eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge geboten. Bis zum Staffel ist es nicht mehr weit. Ein letzter Anstieg und man erreicht das Gipfelkreuz. Nach allen Seiten hin ist die Aussicht super schön. Schön war auch, dass wir niemanden begegneten und den Gipfel für uns allein hatten. Abstieg nach Jachenau Die Tour bietet einen Rundweg, in diesem Fall biegt man an der Staffelalm rechts ab zum Westabstieg. Allerdings war während unserer Wanderung überhaupt keine Spur in diese Richtung auszumachen. Wir hätten selbst spuren müssen. Deshalb entschieden wir den gleichen Weg (Ostroute) wieder abzusteigen. Die Westroute ist generell weniger begangen, auch im Sommer. Einkehrmöglichkeiten Während der Wanderung gibt es keine Einkehrmöglichkeiten. Wer unbedingt was benötigt sollte einen Snack und auf jeden Fall Wasser mitführen. Wir waren danach noch im Landhotel zum Staffelwirt zum Kaffee und Kuchen. Übrigens war der Kuchen sehr lecker. Insgesamt benötigten wir zwei Stunden für den Aufstieg und etwa eine Stunde 20 Minuten wieder zurück bis zum Auto. Fazit Eine einfache Winterwanderung und dennoch etwas sportlicher als viele andere Touren, da man etwa 700 HM im Anstieg und auch wieder im Abstieg überwinden muss. Als Tipp im Winter eher höhere Wanderschuhe wählen, da wir schon teilweise selbst spuren mussten und Schnee somit schnell in die Schuhe von oben eindringt. Oder Gamaschen wären eine optimale Möglichkeit, um den Berg trockner hoch und auch wieder runter zu kommen. Empfehlenswert ist diese Wanderung sicher auch für die heißen Hochsommertage, da man größtenteils durch schattiges Waldgebiet läuft. Wer nach der Wanderung noch Energie und Muse hat, kann aufgrund der Nähe zur Loipe noch eine Runde auf Langlaufski drehen.
- Rovaniemi - Warum man im Sommer nach Lappland reisen sollte
Es gibt Orte, die machen glücklich, Rovaniemi in Finnland am nördlichen Polarkreis ist für mich einer davon. Rovaniemi ist Hauptstadt von Finnisch Lappland und flächenmäßig sogar die größte Stadt Europas mit ca. 8000 km² inklusive der riesigen Land- und Waldflächen (Berlin hat ca. 890 km² Fläche). Dafür hat Rovaniemi aber nur ca. 60.000 Einwohner - und ca. 200.000 Rentiere. Die Universität Lappland ist hier und hat etwa 5.000 Studenten. Anzeige / Pressereise Ich verbrachte im Juli, vier Tage vor Ort, inmitten wilder Natur, voller Action, Abenteuer und endlos heller Sommernächte. Darüber berichte ich hier: Wo liegt Rovaniemi? Lappland und dessen Hauptstadt Rovaniemi liegt ziemlich weit im Norden, genauer gesagt etwa 2.800 km von München entfernt. In den Sommermonaten erlebt man einige Wochen die Mitternachtssonne und die Nächte sind hell. Im Winter dagegen ist es auch tagsüber sehr lange dunkel. Bis zum Nordcap, welches der nördlichste an das Straßennetz angegliederte Punkt Europas ist, sind es weitere 700 km. Das Nordcap ist beliebtes Reiseziel und viele Touristen auf dem Weg dorthin, machen Halt in Rovaniemi. Ich muss zugeben, in gewisser Weise, wenn ich an Lappland dachte, stellte ich mir bisher die romantisch kalten Nächte unter Nordlichtern vor, trinke in Gedanken heißen Tee und bewundere die schneebedeckten Bäume oder lasse mich von Huskys im Schlitten ziehen. Bekannt ist Rovaniemi vor allem als das offizielle Zuhause von Santa Claus, von Rentieren und für ganz viel wunderbare Natur hoch im Norden Europas. Eine wunderbare winterliche Vorstellung, findest du nicht auch? Lohnt sich also die Reise nach Finnisch Lappland auch im Sommer? Ich sage es mal so, ich werde definitiv nicht das letzte Mal dort gewesen sein und gerade die langen und hellen Sommertage sind traumhaft und aktiv. Anreise nach Rovaniemi Die Anreise ab München ist einfach. Wir fliegen mit Finnair nach Helsinki und mit kurzem Stopover fliegen wir weiter direkt nach Rovaniemi. Die reine Flugzeit beträgt rund 3:45 Stunden. Günstige Flugpreise sind nicht immer verfügbar und es lohnt sich zu recherchieren. Mein Flug hin und zurück kostete schlußendlich 340,- EUR / nur Handgepäck. Übernachtungstipp im Zentrum Rovaniemis: Wir übernachten im Arctic Light Hotel , ein wunderschönes Hotel unweit vom bekannten Lordi-Platz (früher Sampo-Platz, 2006 umbenannt nach der Musikgruppe Lordi, die den Eurovision Song Contest gewannen) und dem Zentrum sowie der Holzfällerkerzen-Brücke, dem Wahrzeichen der Stadt. Eine Reise in die Vergangenheit von Finnisch Lappland Um etwas mehr über die Region zu erfahren, besuchen wir zuerst das Arktikum . Das Museum und dessen Architektur sind sehenswert. Das lange Glasgewölbe (Glastubus) ist Richtung Norden gerichtet und 172 Meter lang. Gerade hier erfährt man viel über die Geschichte Lapplands und seine Bewohner, über Rovaniemi, dem Lebensraum Arktis und die Polarlichter. Wir erfahren hier viele interessante und historische Fakten zur Entstehung der Stadt, was mit der Stadt im Zweiten Weltkrieg passierte und über die Tierwelt. Wusstest du beispielsweise, dass Rentiere nicht wild leben und immer jemanden gehören? Elche dagegen sind wildlebende Tiere. Außerdem bekommen wir einen Einblick in das Leben der Samen (indigenes Volk), deren Siedlungsgebiet sich im Norden von Norwegen, Schweden, Finnland und Russland befindet. Einspartipp - der Culture Pass: Es gibt vergünstigte Eintrittspauschalen für Einzelpersonen oder Familien mit dem "Culture Pass", welcher 7 Tage gültig ist. Wer u.a. auch das Kulturhaus Korundi (Kunstausstellungen) besuchen möchte (eines der wenigen Gebäude, die den Weltkrieg überstanden haben) oder aber auch das Science Centre Pilke (Wissenschaftszentrum zum Thema: Wälder des Nordens). In Rovaniemi gibt es vielfältige Sportmöglichkeiten Finnland ist das Land der Seen und Flüsse und hat ganz viel Wald und Natur. Beste Voraussetzungen für viele Outdoor Aktivitäten also. Rovaniemi liegt am Zusammenfluß der Flüße Ounasjoki und Kemijoki, die das Bild des Ortes sehr bestimmen. Die Natur hier ist inspirierend und man will sie erkunden. Im Sommer kann man aktiv werden und den Alltag komplett vergessen. Ich nehme euch folgend mit zum Trailrunning, zum Bearhill Husky Kennel, zum Kanu fahren, auf eine Mountainbike Tour, zum Rovaniemi City Run & Lappland Marathon und zum Santa Claus ins Santa Village. In Rovaniemi kann man wirklich eine schöne Zeit erleben. Trailrunning mit Rovaniemi Running Tours Wir treffen unsere Guides Olli und Jyri in unserem Hotel. Es geht auf einen Trailrun in der nahen Umgebung. Trails gibt es hier ganz viele und vor allem ganz nah. Es geht über die Holzfällerkerzen-Brücke rüber ins Ounasvaara-Gebiet. Der Ounasvaara ist der Hausberg von Rovaniemi direkt gegenüber des Stadtzentrums und ist 204 Meter hoch. Das Naherholungsgebiet bietet vor allem viel Wald und Skipisten inklusive einer Skisprungschanze. Tolle Ausblicke hat man vom Ounasvaara Gipfelfelsen, der einen tollen Platz bei Sonnenuntergang bzw. bei Mitternachtssonne bietet. Wir laufen mit den Jungs etwa 10 km, die sanften Trails auf und ab, treffen dabei Rentiere und überqueren ein Sumpfgebiet über Holzstege, die sehr gut laufbar sind. Als Highlight laufen wir die Treppe der Skisprungschanze empor und haben von dort einen prima Ausblick. Rovaniemi Running Tours ist ein Spezialist vor Ort und bietet Laufrunden in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und zu unterschiedlichen Themen (Stadt, Trail, Midnight, Winter) an, auch individuelle Strecken sind möglich. Erholungstipp nach dem Laufen: Nach einer anstrengenden Trailrunde kann man perfekt in der Kesärafla Sauna (Restaurant mit Sauna) entspannen und leckere Burger oder Salate auf der Terrasse genießen. Ein wunderschöner Ort, direkt am Kemijoki Fluß gelegen. Die Sauna ist kostenlos, wer sich ein Handtuch ausleihen will, muss eine Gebühr zahlen (EUR 5,-). Die Abkühlung danach im Fluß ist ein Muss. Einmal Huskies kuscheln und erleben bitte Das geht im Bearhill Husky Kennel . Dort kann man viel über das Leben der Alaskan Huskys erfahren und den Alltag dieser beeindruckenden Hunde kennenlernen. Wir werden von Valentijn begrüßt, ein Niederländer, der in Südafrika aufgewachsen ist und seit 2000 mit dieser Hunderasse arbeitet. Man kann die Leidenschaft und Kompetenz, die Valentijn für seine Arbeit und die Alaskan Huskys hat regelrecht spüren. Diese Husky Rasse wird vornehmlich für den Schlittenhundesport gezüchtet, der im Herbst, Winter und Frühjahr stattfindet. Der Alaskan Husky Die Alaskan Huskies haben einen unbändigen Willen zum Laufen. Sie können bis zu 32 km/h über 50 km halten und schaffen über 200 km am Tag. Kennst du deinen VO2max Wert? Ein Alaskan Husky kann VO2max Wert von 240 erreichen. Top-Atleten schaffen bis zu 90 und Hobbysportler liegen zwischen 30-50. Allerdings sind Temperaturen ab plus 15 Grad eine Herausforderung für die Hunde, daher gibt es im Sommer ein reduzierteres Laufprogramm. Der Alaskan Husky ist ein sehr liebebedürftiges Tier und eignet sich daher auch sehr gut als Familienhund. Auf der Bearhill Husky Farm bauen Valentijn und sein Team mit allen Hunden eine Beziehung auf. Jedes Tier hat einen eigenen Charakter und somit werden die Grundbedürfnisse erfüllt. Hier leben mehr als 100 Huskies (immer zwei zusammen in einer Hütte). Alle haben Pflichten, die täglich trainiert werden. Wir lernen auch die Welpen im Alter von 3 und 4 Monaten kennen. Vorallem hat es mir Sparkle angetan, ein kleiner Frechdachs, der noch etwas verspielt ist. Für die Welpen startet ernsthaftes Training jedoch erst im Alter von etwa sieben Monaten, wenn sie mehr Kraft und Energie haben und aufmerksam lernen kö nnen. Optimalerweise erreichen sie dieses Alter bei Wintereinbruch, dann können sie aufgrund der kühlen Temperaturen trainiert werden, den ein Husky verfügt nicht über das Menschen zueigene Körperkühlsystem über Schweißdrüsen. Mit Happy Fox zum Kanu fahren Wir treffen Mika und Kristina von Happy Fox auf ihrer Ranch am Ounasjoki Fluss, einer der längsten Flüsse Finnlands. Wir befinden uns inmitten eines ruhigen Waldes und sind nur etwa 15 Autominuten vom Zentrum Rovaniemis entfernt. An Hektik und Alltag denkt hier niemand, sondern viel mehr an Naturerlebnisse und Entspannung. Der Ounasjoki ist hier perfekt für Kanu Einsteiger wie mich, sehr ruhig und teilweise auch flach. Die Landschaft ist sanft, ruhig und schön und wir paddeln langsam vor uns her. Dabei erzählen uns Mika und Kristina einiges persönliches und viel über das Leben in Finnland. Danach trinken wir in deren Samen-typischen Tippi noch heißen Tee, essen typische Brote mit Käse (karjalanpiirakka / Karelische Piroggen) und Kristina erzählt uns lappländische Geschichten von Santa und den Rentieren. Die Zeit verging leider im Flug. Bist du schon mal Fatbike gefahren? Es ist schon erstaunlich, wie man mit einem Fatbike auffällt. Es sind wahre Monsterräder und ich hatte die Biker bisher immer als Freaks abgestempelt. Allerdings musste ich in Rovaniemi feststellen, dass auch Fatbikes ihre Berechtigung haben. Sie sind aufgrund der "fetten" Bereifung und eines niedrigen Reifendruck die richtige Wahl im Gelände. Grip und Stabilität sind ausgesprochen hoch und bieten bei schwierigem Terrain Sicherheit und Fahrkomfort. Dadurch sind vor allem die Abfahrten sicherer und auch softer für den Fahrer. Vor allem Anfängern vermittelt es ein gutes Gefühl. Außerdem bietet das Fatbike einen hohen Spaßfaktor. Wir sind mit Lauri von Roll Outdoors unterwegs auf einer Sundowner Ausfahrt. Auch hier fahren wir in das schon bekannte Ounasvaara-Gebiet. Es gibt Bike-Trails in allen Schwierigkeitsstufen (S0 bis S5), aber auch geeignete Strecken für nicht geübte Fahrer. Unser höchster Punkt ist der Tottorakka auf 210 m ü NN. Dieser bietet eine tolle Aussicht über Rovaniemi, die beiden Flüsse und den Sonnenuntergang (zur Erinnerung: die Sonne geht nicht ganz unter und es ist selbst um Mitternacht noch hell). Insgesamt fahren wir etwa 13 km kreuz und quer durch das Gebiet und erleben dabei eine wunderschöne Abendstimmung. Der Rovaniemi City Run & Lappland Marathon Was soll ich sagen, die Welt laufend zu erkunden ist etwas wunderbares und darum war ich begeistert über die Teilnahme beim Rovaniemi City Run & Lappland Marathon. Bei der Veranstaltung handelt es sich um einen Abendlauf, mit den möglichen Distanzen 10 Km, Halbmarathon und Marathon. Start und Ziel sind zentrumsnah in der Nähe des Hotels Pohjanhovi bzw. direkt neben dem Fluss Kemijoki mit Blick auf die Holzfällerkerzen-Brücke. Die Route ist flach und damit schnell. Sie führt teils am Fluß entlang, überquert ihn und führt über ruhige Vorortbereiche wieder zum Start / Ziel und Wendepunktbereich zurück. Das Besondere ist wieder: Die Sonne geht nicht unter. Die Teilnehmer des HM laufen zwei Runden, die Marathonis laufen vier Runden. Da ich Rundenlaufen nicht so mag, habe ich mich für den Halbmarathon entschieden. Die Anmeldegebühren für den Halbmarathon reichen von 25,- bis 45,- EUR (Marathon 35,- bis 55,- EUR) je nach Anmeldezeitpunkt. Die Registrierung zum Lauf und Abholung der Startunterlagen geht sehr schnell und die Helfer sind super freundlich. Unser Hotel liegt gerade mal fünf Minuten Gehzeit vom Veranstaltungsgelände entfernt. Das Starterfeld ist überschaubar und ich mache mir am Start schon etwas Panik deswegen. Dennoch ein sehr relaxtes Event mit wenig Trubel. Insgesamt sind 15 Nationen angemeldet. Ich gebe an diesem Lauftag alles, die Strecke liegt mir sehr und ich werde sogar von den Guides (Jyri und Olli) von Rovaniemi Running Tours entdeckt und angefeuert, alles sehr schön. Meine bisherige Bestzeit verpasse ich nur knapp um 28 Sekunden. Traurig bin ich deswegen aber nicht. Immerhin werde ich Dritte in meiner Altersklasse und darf sogar aufs Treppchen. Essenstipp - Die Café & Bar 21: Wir stärken uns übrigens einige Stunden vor dem Lauf in der coolen Cafe & Bar 21 mit herzhaften vegetarischen Waffeln, Kuchen und Eiscreme. Scheint eine gute Vorbereitung für den Halbmarathon zu sein und das Essen ist äußerst lecker und mit viel Liebe zubereitet. Übrigens empfehle ich den Lauf gerne weiter. Die Veranstaltung ist zwar klein und fein, aber genau deswegen auch sehr nett. Man kommt mit den Einheimischen ins Gespräch und auch die Organisatoren waren sehr interessiert. Die Strecke hat mir gefallen, die zweite Runde empfand ich nicht so schlimm, vielmehr konnte ich dadurch mein Rennen besser einteilen. Bereits am Start wusste ich, dass ich eine gute Tagesform habe und meine eigene Bestzeit angreifen wollte. Als Zielverpflegung gab es eingelegte Gurken, eine Seltenheit, hatte aber was Besonderes. Der Ort an dem jeden Tag Weihnachten ist Wer ist wohl der netteste Mann der Welt? Ganz klar der Weihnachtsmann und dieser wohnt in Rovaniemi im Santa Claus Village. Es ist ziemlich unpassend jetzt im Sommer über den Weihnachtsmann zu schreiben, oder ? Das Santa Claus Village (Weihnachtsmanndorf) ist allerdings eine Attraktion und viele Touristen strömen hier täglich hin. Das Dorf liegt etwa 8 km außerhalb vom Zentrum Rovaniemis und ist ein bekannter Ort, um den Polarkreis zu überqueren. Ich bin mir sicher, dass die Welt ohne den Weihnachtsmann ein bisschen schlechter wäre, ist er doch Symbol für eine friedliche Weihnachtszeit, Glück und ganz viele Geschenke. Er hat uns als Kinder viele lehrreiche Lektionen gelehrt und schöne Zeiten erleben lassen. Ja der Weihnachtsmann ist beliebt und ich mag die Vorstellung ihn jetzt "wirklich" zu kennen. Denn hier kannst du ihn persönlich treffen, ihm Fragen stellen, ihn umarmen und ganz wichtig deinen Wunschzettel überreichen. Das Postoffice von Santa Claus (wie er hier genannt wird) ist ein uriger Ort. Hier habe ich im Juli schon Weihnachtskarten geschrieben, die dann rechtzeitig zu Weihnachten bei den geliebten Menschen ankommen. Jährlich kommen etwa eine halbe Million Karten und Briefe von Kindern aus aller Welt hier an. Wie hat es mir in Finnisch Lappland gefallen? Viele haben Lappland nicht wirklich auf ihrer Reisewunschliste, meinen dass es trostlos und einsam ist und im Winter dazu noch sehr kalt und lange dunkel. Das möchte ich hier widerlegen. Die Tage im Norden von Finnland waren für mich was ganz Besonderes. Die Sonnenuntergänge sind kraftvoll und vermitteln eine unglaubliche Stimmung. Die langen Tage lassen den Tag sowieso unendlich erscheinen und man möchte nur erleben. Schlafen wird zur Nebensache. Gut organisiert reichen vier Tage, um einen Einblick zu bekommen und auch sportlich aktiv zu sein. Wer etwas mehr Erholung braucht oder auch einfach nur die Seele mal baumeln lassen will, kann gut eine ganze Woche bleiben. Die finnische Küche Die Finnen können übrigens sehr gutes Essen zubereiten, es schmeckte alles hervoragend. Wer hier Urlaub macht braucht nicht ans Abnehmen denken. Zum Frühstück wurden wir vom Arctic Light Hotel mit einem sehr variationsreichen Frühstücksbuffet verwöhnt und auch sonst gab es immer leckere Speisen zu kaufen. In Rovaniemi waren wir in 4 Tagen allein 3 Mal in der Cafe & Bar 21. Die Waffeln mit süssen oder deftigen Toppings sind ein Traum und das selbstgemachte Eis gab es immer noch To Go. Traditionell gibt es in der finnischen Küche sehr viel mit Kartoffel, Fleisch (Rentier) und Fisch (Lachs). Hat dir der Blogbeitrag gefallen? Planst du evtl. auch mal eine Reise nach Finnisch Lappland? Bist du lieber gern aktiv unterwegs oder genießt doch eher die Ruhe im Urlaub? Hast du weitere Tipps zu Rovaniemi und Umgebung? Ich freu mich auf Kommentare. An dieser Stelle möchte ich mich bei Rovaniemi Tourismus (Visit Rovaniemi) bedanken für die Einladung als Rovaniemi Summer Ambassador und die Möglichkeit meiner Recherchereise sowie die Teilnahme beim Halbmarathon. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt. Es ist meine eigene Überzeugung. Möchtest du Lappland im Winter erleben, dann schau mal bei meiner Bloggerkollegin Sanne vorbei, sie hat einen tollen Blogbeitrag zum Schneemobilfahren verfasst. Auch in Rovaniemi gibt es einige Anbieter, die ein Schneemobil Abenteuer anbieten.
- Tourentipp: Laubenstein zum Sonnenaufgang
Sonnenaufgänge sind toll. Wirklich? Zumindest kostet es einiges an Überwindung einen Sonnenaufgang in den Bergen zu erleben. Nach der Zeitumstellung im März geht die Sonne bereits weit vor 6 Uhr morgens auf. Wer ab München , wie ich erst mal in die Berge fahren muss, für denjenigen ist die Nacht dann schon bereits ab 2 Uhr vorbei. Aber jetzt die gute Nachricht, es lohnt sich! Die Berge bei Sonnenaufgang zu erleben bedeutet Energie aufzuladen. Es ist meine Energie-Tankstelle . Tolles Wort, oder? Das habe ich von meiner Freundin Margo gehört, sie jagt auch so gerne der aufgehenden Sonne hinterher. Wer eine Sonnenaufgangstour in die Berge plant hat zumindest schon mal einen wunderbaren Plan. Meine bisherigen Touren waren unvergesslich und voller Abenteuer. Heute nehme ich euch auf den Laubenstein in den Chiemgauer Alpen mit und erzähle euch von meiner Sonnenaufgangstour zum 1. Mai mit vier Freunden. Die Bergwanderung zum Laubenstein ist einfach, auch als Winterwanderung geeignet. Bei entsprechend hoher Schneelage sind Schneeschuhe zu empfehlen, allerdings ist die Tour zum Sonnenaufgang dann nicht sinnvoll. Wanderung auf den Laubenstein (1351 m) in der Nähe von Frasdorf. Seid ihr bereit für eine kurze Nacht? Wir starten in München und fahren zum Ausgangspunkt Parkplatz Lederstube, in Frasdorf (Navigation per Googlemaps). Ab München Zentrum benötigt man etwa eine Stunde bis zum Parkplatz in Frasdorf . Treffpunkt aller Mitfahrer ist der Innsbrucker Ring in München, hier gibt es ein P+R Parkhaus, kostet EUR 1,50 für 24 Stunden (muss man abgezählt dabeihaben). Meine Freunde und ich treffen uns um 2:50 Uhr. In einem Auto fahren wir dann gemeinsam weiter. Wir nehmen die A8 Richtung Salzburg und fahren bei Ausfahrt 105 Frasdorf / Aschau raus. Unsere Ankunft am Parkplatz erfolgt gegen 3:45 Uhr. Am Parkplatz angekommen, die Sonnenaufgangstour beginnt Es ist dunkel, in den Frühlings- und Herbstmonaten auch oft noch ziemlich kühl. Was mache ich hier? Im Bett liegen und schlummern wäre jetzt auch schön. Vorfreude lässt mich mein Bett allerdings schnell wieder vergessen. Wir haben einen zwei stündigen Aufstieg vor uns. Und ja durch die Dunkelheit mit Stirnlampen. Einen kurzen Moment halte ich inne und fokussiere. Schnell wird mir klar, es wird sicher ein grandioser Start in den Tag und mit der richtigen Begleitung ist auch der Aufstieg im Dunkeln sehr kurzweilig und nicht langweilig. Im Übrigen waren wir bereits ein paar Monate zuvor schon mal auf dem Laubenstein und wollten einen Sonnenaufgang sehen. Leider mussten wir bei diesem Versuch wegen Regen erfolglos absteigen. Wegbeschreibung zum Laubenstein Wir folgen zunächst der Forststraße Richtung Frasdorfer Hütte. Die Frasdorfer Hütte liegt etwa auf der Hälfte der Wegstrecke und hilft uns bei der Orientierung in der Dunkelheit sehr. Sobald wir die Frasdorfer Hütte erreicht haben, führt uns der Weg rechts vorbei und weiter auf der Forststraße. Nach einiger Zeit zweigt ein Pfad links ab (Beschilderung Richtung Hochries folgen). Wir folgen dem Pfad, über Stock und Stein. Auf den nächsten Wegweisern ist der Laubenstein endlich auch genannt und wir können uns sicher sein, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Es geht nochmals ein paar Höhenmeter empor und wir gehen Serpentinen bis wir eine weite Wiese erreichen. Wir kommen an einigen Hütten vorbei. Der Laubenstein ist in Sicht. Wir erreichen den Gipfel kurz vor Sonnenaufgang. Durch die winterlichen Impressionen hatten wir einen abenteuerlichen Aufstieg, fühlte sich ein bisschen wie eine Expedition an. Um 5:50 Uhr stehen wir auf dem Laubenstein. Mein Blick ist auf dem Chiemsee gerichtet, welcher vom Gipfel schön zu betrachten ist. Der Himmel Richtung Sonne ist ziemlich wolkenbedeckt und der bevorstehende Sonnenaufgang wird leider nicht so atemberaubend sein, wie eine Woche zuvor noch auf der Rotwand. https://www.instagram.com/p/BwZ7vNNlV5B/ Dennoch ist es schön am Morgen auf einem Berg zu stehen, die frische Luft und der warme Tee machen den Moment einzigartig. Gemeinsam mit meinen Freunden erlebe ich einen wunderbaren Start in den Tag. Wir verlassen den Laubenstein kurz nach Sonnenaufgang. Es lockt ein leckeres Frühstück. Entweder man geht den Abstieg wie den Aufstieg oder geht über die westliche Bergseite den schöneren Pfad hinab zum Parkplatz. Insgesamt hat die Wanderung 12,6 km. Fazit: Sonnenaufgang auf dem Laubenstein Die Wanderung auf den Laubenstein hat Spaß gemacht, allerdings ist der Berg meines Erachtens für Sonnenaufgänge nicht optimal. Erstens kann man sich als Nichtortskundiger relativ schnell verlaufen, da die Beschilderung nicht durchgängig vorhanden ist. Zweitens ist zwar die Sicht auf den Chiemsee wunderschön, aber irgendwie fehlen die Berge Richtung Sonnenaufgang und dadurch ist der Ausblick weniger spektakulär. Es handelt sich um eine leichte Bergwanderung mit knapp 700 HM. Für jedermann machbar. Man sollte dennoch fit genug sein, um zügig aufzusteigen. Gerade bei Sonnenaufgängen bleibt nicht viel Zeit. Es wäre ja schade den Sonnenaufgang zu verpassen. Für die Wanderung selbst ist kein spezielles Equipment erforderlich, normale Wanderausrüstung ist völlig ausreichend. Zu beachten ist, dass es vor Sonnenaufgang noch frisch sein kann und man evtl. auf dem Gipfel in ein trockenes Oberteil wechseln will. Auch eine Windjacke, Mütze und Handschuhe sind empfehlenswert. Eine Thermoskanne mit heißem Tee ist auch wunderbar. Die Pfade sind einfach zu gehen bzw. größtenteils führt der Wanderweg zum Laubenstein über Forststraßen. Warum ich Sonnenaufgänge in den Bergen liebe? Ich wähle definitiv immer das Abenteuer. Jeder Sonnenaufgang bedeutet für mich Abenteuer und auftanken meiner inneren Energie. Die Sonne in den Bergen aufgehen zu sehen kann glücklich machen. Ich verspreche dir, du wirst nicht mehr dran denken, dass du nachts um 2 Uhr aufgestanden bist, wenn du erst mal auf dem Gipfel stehst. Wenn du Tipps für deine erste Sonnenaufgangstour benötigst, dann schau doch gern in diesen Bericht vorbei. Fotocredit: Pawel Koksa (teilweise)














