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  • So trainierst du mit Trainingsplänen von Garmin

    Ich trainiere mit der Garmin Forerunner 945 seit knapp zwei Jahren und bin überzeugt von der Sportuhr. In diesem Beitrag möchte ich dir die Möglichkeiten aufzeigen, wie du mit dem Garmin Coach kostenlose Trainingspläne nutzen kannst oder aber auch deine eigenen Trainingsläufe auf die Uhr "importieren" kannst und so deinen persönlichen Zielen näher kommst. Ich bin der Meinung, wer Ziele hat, sollte das Training tracken und auswerten und immer wieder anpassen. Gerade die Zeitnahme ist dabei wichtig. Nur so kannst du dein Training optimieren und siehst auch die Verbesserungen bzw. deine Entwicklung. Garmin, deren Sportuhren und die Garmin Connect App sind eine Unterstützung und liefern dir wertvolle Daten. Aber lese selbst: Die Garmin Connect App Du brauchst etwas Motivation und eine gute Möglichkeit dein Training auszuwerten? Mit der Garmin Connect App hast du alles was du brauchst, um dich mit deinen Lauffreunden zu vernetzen. Über die App sind Challenges erstellbar zur zusätzlichen Motivation (für eine Gruppe oder aber auch nur mit/gegen einen Lauffreund/-in). Zusätzlich bietet dir die App eine Übersicht und Statistiken über deine Gesundheits-, Fitness- und Leistungsdaten. Du kannst alles bequem über dein Handy einsehen oder aber auch in etwas übersichtlicher Form am PC. Die Auswertung ist einfach und detailliert dargestellt und du kannst mit entsprechender Analyse dein Training planen und optimalerweise durch Anpassungen deine Leistung verbessern. Wichtig ist, die Garmin App kann nur genutzt werden, wenn du mit einer Garmin Uhr trainierst. Organisiere dein Training Es gibt folgende Möglichkeiten mit Garmin zu trainieren: 1. Der Garmin Coach Die Garmin Uhren haben die Funktion des "Garmin Coach" integriert und dieses Feature eröffnet Vorteile. Garmin bietet damit verschiedene individuelle und dynamische Trainingspläne (Distanzen 5 km bis Halbmarathon) kostenlos an. Die findest du in der App unter: Mehr - Training - Trainingspläne. Mittels eines Einstufungslaufes wird dein Leistungsstand aufgenommen und daran der Trainingsplan ausgerichtet. Du kannst die Trainingsplandauer selbst festlegen, die Laufzeiten schwanken zwischen 6 und 26 Woch en. Sehr kurze Laufzeiten von z.B. 4 Wochen sind nicht möglich, aber das würde auch rein vom Trainingsgedanken keinen Sinn machen. Eine optimale Vorbereitung für eine Bestzeit oder einen Wettkampf braucht eine gewisse Zeit. Außerdem kannst du die Anzahl der Einheiten / Woche (in der Regel zwischen 3 und 5 Mal) und die Trainingstage bestimmen. Die Pläne sind übrigens für Läufer vorgesehen, die einen Wettkampf / Bestzeit / Zielzeit in einer Zeit von 04:20 min / km und langsamer absolvieren wollen. Die Garmin Coaches Zunächst wählst du einen von drei möglichen Trainern, die alle über einen anderen Background, Erfahrungen und Trainingskonzept verfügen. Die Trainer, auch Coaches genannt, stellen sich anhand eines Videos vor und so kannst du etwas über deren unterschiedliche Herangehensweise im Training erfahren. Ich persönlich habe mich für Coach Greg McMillan entschieden. Sein Training empfand ich durchweg gut strukturiert und sinnvoll. Greg McMillan baut lange Intervalle im Training ein, was mir zusagt. Die anderen zwei Coaches sind Jeff Galloway (Olympiateilnehmer) und Amy Parkerson-Mittchel (Physiotherapeutin). Ein Hinweis, die Sprache aller drei Coaches ist Englisch. Du musst zusätzlich wissen, dass die Trainer zu dir sprechen / Informationen an dich gerichtet sind, du aber nicht zurückfragen kannst. Bei dem Garmin Coach handelt es sich nicht um ein Personal Coaching und kann deshalb damit nicht verglichen werden. Garmin fragt bevor du den Trainingsplan starten kannst, nach deiner gewünschten Zielzeit. Einstieg in den Trainingsplan Nach Einrichtung des Planes startet das Training mit dem Testlauf (Einstufung). Den Zeitpunkt bestimmst du allein, das muss nicht gleich im Anschluss sein. Der Einstufungslauf erfolgt in drei Abschnitten: Warm Up - Testlauf (Vorgabe ist zügiges Laufen) - Cool Down. Anschließend wirst du noch gebeten eine Bewertung zu deinem Wohlbefinden (leicht, mittel, anstrengend, schwer) während des Laufes zu geben. Damit ist dein erster Lauf auch schon abgeschlossen. Mittels der Ergebnisse erhältst du die Trainingseinheiten für die kommende Woche und kannst direkt mit deinem Plan loslegen. In der App-Ansicht werden dir nur die Inhalte der nächsten drei Einheiten eingeblendet. Du hast übrigens auch die Möglichkeit den Plan zu unterbrechen (z.B. bei Krankheit, Urlaub, Geschäftsreise). Dies erfolgt durch "Plan unterbrechen" & "Plan fortsetzen". Allerdings kann es sein, dass sich die gesamte Laufzeit dadurch nicht verlängert, du dadurch auch weniger Zeit hast für dein Ziel zu trainieren. Funktion des Garmin Trainingsplanes Ich möchte folgend einen Überblick geben, wie das Training mit dem Garmin Coach funktioniert, mich aber nicht allzu sehr im Detail verlieren. Du erhältst über die Garmin Connect App im Laufe der folgenden Wochen immer wieder wertvolle Tipps: Entweder in Leseform oder aber auch informative Videos. Gerade für Läufer, die ihre Uhr, die App oder aber auch das Warum gewisser Dinge im Training nicht 100% kennen, sind das hilfreiche Zusatzinformationen. Es gibt ganz unterschiedliche Themen, wie beispielsweise: "Ernährungstipps" oder "Grundlagen und Übungen zur Laufform" oder auch "Auswirkungen ausgefallener Trainingseinheiten". Wie bereits erwähnt, definierst du bei Erstellung deines Planes feste Trainingstage. Diese sind aber nicht fest in Stein gemeißelt. Eine Verschiebung eines Laufes ist möglich, aber du musst hier wissen, dies geht nur solange, wie du den Trainingslauf noch nicht verpasst hast. Eine Verschiebung im Nachhinein ist nicht mehr vorgesehen. Daher musst du am Trainingstag evtl. Änderungen vornehmen. Die Trainings werden durch die Synchronisation direkt auf deine Garmin Uhr überspielt und angezeigt. Am Trainingstag wirst du die Einheit dann auch sehen. Basierend auf deinen Laufleistungen wird übrigens der Plan individuell angepasst. Vor allem wenn du bessere Werte hast als erwartet, wirst du auch mehr gefordert im weiteren Trainingsverlauf. Deine anstehenden Trainingsläufe erscheinen an deinen festgesetzten Trainingstagen automatisch auf der Uhr. Deine Garmin Uhr führt dich mit Signaltönen und Grafiken durch die Einheit und zeigt dir auch die einzelnen Abschnitte an. Mit den genannten Punkten weißt du alles, was du wissen musst, um dein Training mit dem Garmin Coach zu starten. Für wen sind die Garmin Coach Trainingspläne geeignet? Die Trainingspläne sind für Laufeinsteiger super geeignet. Aber auch Läufer mit Erfahrungen können sich mit dem Garmin Coach Trainingspläne optimal vorbereiten. Rundum ist das Training mit Garmin durchdacht und sinnvoll zusammengestellt. Es gibt viele Tipps und Motivation. Mir hat das Training mit dem Garmin Coach sehr gefallen. Es gab ausreichend Abwechslung und viele Zusatzinformationen, auch wenn ich davon einige schon kenne, ist es dennoch lehr- und hilfreich. Der Garmin Coach erstellt ein individuell angepasstes Training, der sich an deinen Leistungen orientiert. Du kannst auch für Trainingspläne für Radfahraktivitäten erstellen. 2. Eigene Trainingspläne Garmin bietet dir die Möglichkeit dein eigener Coach zu sein. Dabei kannst du die gesamten Funktionen der Garmin Connect App nutzen. Über die Funktion Training hinterlegst du deine eigen erstellten Trainingseinheiten. Die erstellten Einheiten kannst du wiederum direkt auf die Uhr übertragen und deine Läufe tracken und auswerten. Die Darstellung der Intervalle ist richtig gut, wie ich finde. Du kannst diese Abschnitte genauestens analysieren und Defizite entdecken (zum Beispiel zu schnelles Laufen am Anfang). Mir hat es beispielsweise geholfen ein gleichmäßigeres Tempo zu erlernen und mich da besser zu dosieren. Die Erstellung einer Trainingseinheit ist einfach. Ich nutze die Garmin App meist über PC (Link) zur Erstellung von Laufeinheiten oder auch Strecken. Die Übersicht ist im Allgemeinen sehr viel übersichtlicher und auch die Erfassung um einiges angenehmer als am Smartphone. Unter Training findest du Trainings und dort gibst du die einzelnen Abschnitte (Warm Up - Laufen - Cool Down) deines Laufes ein. Über "Abschnitte hinzufügen" kannst du deine Einheit erweitern oder auch "Wiederholung hinzufügen", wenn du gleichbleibende Intervalle erfassen willst. Die Dauer der einzelnen Abschnitte kannst du nach Zeit, Distanz, Kalorien oder auch Herzfrequenz wählen, je nach dem was dir besser liegt. Ganz wichtig ist, dass du deiner Einheit einen Namen gibst, damit du diese schnell und einfach auf der Uhr findest. Natürlich kannst du auch eigene Pläne für andere Trainingsarten erstellen, z.B. Yoga oder Radfahren. 3. Tägliche Trainingsvorschläge Eine weitere schöne Art sich zu motivieren ist die Nutzung der Trainingsvorschläge. Garmin hat seit dem letztem Jahr diese Funktion integriert. Das bedeutet: Garmin spielt auf Basis deiner aktuellen Daten zu Trainingsbelastung und Trainingszustand vor jeder Sporteinheit einen Trainingsvorschlag ein, den du annehmen kannst oder auch nicht. Auch diese Möglichkeit bietet dir verschiedene Laufvariationen, die überhaupt nicht langweilig sind, dich fordern und deine Leistung verbessern können. Fazit zum Training mit Garmin (Garmin Coach) Wie ich übrigens meine persönliche Bestzeit auf der 5 km Distanz verbessert habe und wie ich das angegangen bin (ich habe eigene Trainingsläufe über die Garmin App erstellt und durch die Auswertungen mein Training immer wieder angepasst), kannst du in einem separaten Blogbeitrag lesen. Die Verlinkung werde ich dann entsprechend hier einfügen. Ein Trainingsplan kann dir helfen eine gewisse Struktur zu haben und für viele Läufer ist es auch eine Motivation den Plan einzuhalten, um ein individuelles Ziel zu erreichen. Wir brauchen Ziele und manchmal ist es wichtig auch beim Laufen "es laufen zu lassen". Ich glaube jeder ist motivierter, wenn er sich auch Ziele setzt. Thema Eigenmotivation. Ein achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper soll dadurch nicht beeinträchtigt werden. Es kommt auf die Balance an. Aber was ich sagen will, mit Garmin hast du Möglichkeiten auch mal aus deiner Komfortzone zu kommen, nach Plan zu trainieren und deine Erfolge zu feiern. Wenn du mich fragst: Wie kann ich mich verbessern? Dann ist Garmin und deren (kostenlose) Trainingspläne eine gute Wahl deine gesteckten Ziele anzugehen. Aber auch die Erstellung eines eigenen Trainingsplan und die Anpassung über die Garmin Connect App hilft dir beim Erreichen deiner Ziele. Ganz wichtig, deine gesteckten Ziele sollten erreichbar sein und du solltest dich herausfordern, aber nicht überfordern. Zusätzlich empfehle ich die Pläne auch Laufanfängern und Wiedereinsteigern, da du 1. viel Motivation bekommst, 2. einige Zusatzinformationen und 3. dir sehr detaillierte Auswertungen deiner Trainingseinheiten zur Verfügung stehen. Jetzt würde ich sagen, probiere es mal aus und run for it. Eine tolle Sache, um fitter zu werden oder auch zu bleiben. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg dabei deinen persönlichen Zielen näher zu kommen.

  • Seilspringen: Tipps für Einsteiger – Technik, Fehler & effektive Workouts

    Seilspringen macht mir richtig Spaß. Früher war es für mich immer so ein Boxer Dingens, was für Profis und ambitionierte Sportler. Bis ich durch Zufall irgendwie Lust hatte es doch mal zu probieren. Auf den ersten Blick sieht Seilspringen gar nicht einfach aus, zumindest wenn es dann auch noch gut aussehen soll. Die moderne Sportart heißt übrigens Rope Skipping und es gibt auch Wettkämpfe. Außerdem soll es viel effektiver als Laufen sein. Grund genug, die Sportart mal näher zu betrachten und in mein Training einzubauen. Das Seilspringen macht übrigens topfit und da ich gern Neues ausprobiere, nehme ich dich hier mit in die Welt des Seilspringens. Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Everjump Pala Health GmbH, Berlin Wie fange ich am besten mit dem Seilspringen an? Ich persönlich habe die ersten Male einfach nur ausprobiert. Welche Sprünge mir am besten liegen und was mir Spaß macht. Dabei habe ich nichts weiter beachtet, sondern bin einfach gesprungen, um ein Gefühl für das Seil zu bekommen. Vorkenntnisse hatte ich keine bzw. kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte Mal Seil gesprungen bin, sicher als Kind und mehr als 30 Jahre her. Somit würde ich mich als absoluten Anfänger bezeichnen. Bei den darauffolgenden Einheiten habe ich dann die Coaching App der Firma Everjump getestet. Hier kannst du aus verschiedenen Workouts wählen, was du trainieren willst, ob Ausdauer, Muskelaufbau oder die allgemeine Fitness. Es gibt einige Workouts in der kostenlosen Version. In der Pro Version werden dir viele weitere unterschiedliche Einheiten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen vorgeschlagen oder du kannst dich auch Challenges stellen. Achte darauf das du gleich am Anfang nicht zu hoch springst, mit dem Fußballen abspringst und auch wieder darauf landest. Wie ein leichtes Hüpfen aus dem Fußgelenk heraus. Außerdem fixiere deine Arme in Hüfthöhe und versuche das Seil aus den Handgelenken zu schwingen. Dafür ist wichtig, dass du beim Kauf die richtige Seillänge wählst (Info zur Seillänge in den Tipps). Ergänzend dazu, das richtige Ausführen braucht etwas Zeit, auch ich arbeite noch daran. Zusätzlich finde ich wichtig nur mit festen und gut geschnürten Sportschuhen zu trainieren. Am besten startest du erst mal mit den Grundsprüngen, übst diese, bis du diese aus dem FF kannst, bevor du dich an irgendwelche Kombinationen ran wagst. Auch wenn du ein routinierter Sportler bist, solltest du nicht direkt anfangen das Seil täglich zu benutzen. Muskeln und Bindegewebe müssen sich an die neue Belastung gewöhnen. Für Anfänger ist das ein ganz wichtiger Punkt, keine Übertreibungen bitte, sonst endet das mit einer Verletzung. Meine persönlichen Tipps zum Seilspringen in Stichpunkten (zum Ausdruck) auf das richtige Seil achten, je nach Anwendungsbereich / Training eignet sich ein bestimmter Springseil-Typ (z.B. gewichtete Springseile (Everjump) / Lederspringseile / Speed-Ropes / u.v.m.) die richtige Seillänge einstellen (in der Mitte des Seiles draufstehen und die Griffe enden unter den Achseln) auf Untergrund/Bodenbeschaffenheit achten, um die Gelenke zu schonen (z. B. kein Asphalt). Such dir einen Ort, an dem du 5 Meter Platz um dich herum hast. Langsam durchstarten (nicht zu oft am Anfang, als Anhaltspunkt 2-3-mal pro Woche für Anfänger), der Körper muss sich an die neue Belastung gewöhnen Qualität vor Quantität, auf die Ausführung bei den Sprüngen achten und die richtige Technik erlernen. Mit Musik macht es noch mehr Spaß, höre aber anfänglich eher langsamere Takte/Beats. Wie könnte ein Seilspring-Training für Anfänger aussehen? Ich empfehle nach einem Warm-up von 10 Min (Arme / Becken / Füße kreisen, langsame Grundsprünge, Ausfallschritte, Hampelmann oder ähnliches) ein Intervalltraining. Anfänger können zum Beispiel 10-15-mal 1 Minute springen mit je 1 Min Pause. Das ist schon tough. Wenn du die ersten Male weniger Minuten schaffst ist das vollkommen OK. Deine Ausdauer verbessert sich von Training zu Training. Mit der Zeit kannst du die Springzeit verlängern oder die Pausen verkürzen. Je fortgeschrittener du bist, kannst du auch weitere Übungen in dein Workout integrieren, z. B. Liegestütze in den Pausen. Auch erhöhst du die Intensität/das Tempo je fortgeschrittener du bist. Eine weitere Möglichkeit ist es das Training in Sets aufzuteilen, indem du zum Beispiel 5 x 1 Min. springst mit 45 Sekunden Pause und nach jedem Set eine längere Pause einlegst (90-120 Sekunden). Insgesamt wiederholst du diesen Ablauf 3 Mal. Für wen ist Seilspringen nicht geeignet? Für extrem übergewichtige Menschen oder Menschen mit Fußfehlstellungen ist das Seilspringen weniger förderlich, da die Belastung auf die Gelenke stark ist. Eine Beratung durch einen Arzt wäre in diesen Fällen empfehlenswert. Produkttest - Die Produkte von Everjump Die Springseile von Everjump sind gewichtete Seile, d.h. je nach Anspruch kannst du unterschiedlich schwere Seile benutzen. Die Range reicht von 65 - 810 Gramm. Der Austausch der Seile erfolgt durch ein einfaches Klicksystem in Sekundenschnelle. Zusätzlich bietet Everjump eine Workout-App an (oben bereits genannt), mit der du als Anfänger schnell durchstarten oder als Fortgeschrittener deine persönlichen Ziele verfolgen kannst. Meine Erfahrungen mit dem Melt-Set von Everjump Die Firma Everjump hat sich auf gewichtete Seilsets spezialisiert. Das Melt-Set bietet drei unterschiedlich gewichtete Seile sowie ein Griff Set. Die drei Seile sind 65 gr (weiss), 125 gr (gelb) oder 225 gr (blau) schwer. Je nach Körpergröße gibt es die entsprechende Seillänge (verfügbare Größen S, M, L und XL). Dieses Set ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, die vor allem Cardio und HIIT Training favorisieren und deren Fokus die Fettverbrennung ist. Sportler die Muskelaufbau betreiben wollen, sollten besser auf das Grow-Set setzen. In diesem sind die Seile schwerer von 350 bis 810 gr. Die Griffe sind toll verarbeitet und sehen hochwertig aus. Mir gefällt das Produkt sehr. Das Design ist schön und das Auge kauft hier definitiv mit. Die Qualität ist top und die zusätzliche App bietet Motivation und Hilfe vor allem für Anfänger. Für eine leichte Unterscheidung sind die Seile alle in einer anderen Farbe (weißes Seil ist das leichteste mit 65 gr.) Mit dem Code RUNFURTHER15 sparst du 15% auf die Seil Sets bei Everjump. Was sind die Vorteile von Seilspringen / Rope Skipping? Beim Workout werden verschiedenste Muskelgruppen aktiviert. Du wirst schwitzen, aber in keinster Weise ein langweiliges Training haben. Das perfekte Ganzkörpertraining, indem du deine Arme, Beine, Rücken, und Rumpf forderst. Zusätzlich werden Koordination und Geschicklichkeit verbessert und deine Ausdauer. Du musst aufmerksam sein, um nicht ständig im Seil hängenzubleiben. Mit Seilspringen kannst du deinen Körper stählen. Der Energieverbrauch ist sehr hoch, höher als bei anderen Sportarten und du kannst bis zu 1.000 Kalorien / Stunde je nach Trainingsintensität verbrennen. Du wirst merken die Sportart ist für Einsteiger und auch Fortgeschrittene geeignet, jeder kann in seinen Fähigkeiten trainieren und seine Grenzen austesten. Du brauchst keine Vorkenntnisse dafür. Zusätzlich ist das Rope Skipping eine gute Möglichkeit dich beim Abnehmen zu unterstützen. Wichtig hierbei ist aber immer auch ein Kaloriendefizit sowie die entsprechend gesunde Ernährung. Das Beste am Springseil ist definitiv, du kannst es überall mitnehmen. Es ist eine günstige Sportart, die auch noch sehr effektiv ist. Also worauf wartest du? Und wenn du noch ein passendes Springseil suchst, dann kann ich dir das Melt-Set von Everjump empfehlen. Mit den unterschiedlich schweren Seilen kannst du individuelle Workouts durchführen und deine persönlichen Ziele verfolgen. Ein Extra Tipp: Bei Minusgraden ist es allerdings nicht empfehlenswert mit den Seilen draußen zu trainieren. Es besteht die Gefahr das Produkt zu beschädigen. Für indoor gibt es Springseil Matten, die du zusätzlich erwerben kannst (auch Everjump bietet hier eine Lösung). Eine Matte dämpft die Lautstärke, die du durch das Seilspringen erzeugst und evtl. für deine Nachbarn (falls du daheim springst) störend ist. Aber auch die Seile werden durch Benutzung einer Matte geschont, sowie deine Gelenke (Stichpunkt harten Untergrund vermeiden). Mein Fazit - Seilspringen macht Spaß Das Seilspringen / Rope skipping hat mir persönlich wieder Erfolgserlebnisse beschert, viel Schweiß und aber auch immens viel Spaß gebracht. Es ist eine prima Ergänzung zum Laufen, herausfordernd und nicht zu unterschätzen. Übrigens für ein gut gelungenes Warm-up eignet sich das Seilspringen auch wunderbar. Nicht umsonst hat sich das bei den Boxern so gut etabliert. Du kannst deinen Körper durch leichtes Springen in Schwung bringen und die Muskeln werden aufgewärmt, besser durchblutet, verfügen über mehr Sauerstoff und können dadurch mehr Leistung bringen. Mit dem Seilspringen immer moderat beginnen, denn dadurch werden die Gelenke erst mal nur sanft belastet und Gelenkflüssigkeit vermehrt zur Verfügung gestellt. Das wiederum hilft die Sprünge und Stöße besser abzudämpfen und deine Knochen zu schonen. Wer es mal ausprobieren will, hat auch die Möglichkeit als erste Anlaufstelle Sportvereine zu besuchen. In München gibt es ein Trainingsangebot beim TSV Turnerbund München e.V. für Kinder und Erwachsene. Hier können sogar erst mal nur Probestunden genommen werden bevor du dich entscheidest, dem Verein beizutreten. So konnte ich dich überzeugen das Seilspringen auch auszuprobieren und in deinen Trainingsalltag zu integrieren? Ich bin gespannt und freu mich auf deinen Kommentar.

  • Tscharser Wetterkreuz - Tourentipp in den Ötztaler Alpen

    Das Camp "Women Trail & Hike Days" in der zweiten Ausgabe 2023 war ein voller Erfolg. Die Stimmung und Erlebnisse werden mir persönlich noch lange in Erinnerung bleiben. Beim Camp verbringen wir vier Tage in Naturns und sammeln schöne Momente in der Natur. Wie auch das Jahr davor hatten wir eine Sonnenaufgangstour auf dem Programm und darüber möchte ich in diesem Blogbeitrag berichten. Dieses Mal sind wir auf das Tscharser Wetterkreuz gewandert. Komm mit und lass dich inspirieren. Ein tolles Erlebnis. Das Tscharser Wetterkreuz ist ein schöner Aussichtsgipfel. Das ganze Programm zum Trailcamp kannst du auf dem Blog nachlesen und vielleicht darf ich dich bei einem der nächsten Camps in Naturns begrüßen. Das nächste Frauen-Camp findet vom 25.-28. April 2024 statt. Folgend nehme ich dich zur Sonnenaufgangstour auf das Tscharser Wetterkreuz in den Ötztaler Alpen mit. Es war wie immer ein besonderes Abenteuer und die Tour würde ich als leicht bis mittelschwer (für ungeübte Wanderer / Anfänger) bezeichnen. Das Tscharser Wetterkreuz ist sehr gut geeignet für Wanderungen zum Sonnenaufgang, die Strecke ist recht kurz und die Höhenmeter gut in ein bis 1 1/2 Stunden zu bewältigen. Der Ausblick Richtung Osten ist frei und auch der Blick auf die umliegenden Bergketten ist außergewöhnlich schön. Tourenbeschreibung zum Tscharser Wetterkreuz Wir starten nachts um 3:15 Uhr per gebuchten Shuttle (Wandertaxi) an unserem Hotel (Hotel Belvedere in Naturns). Die Fahrt zum Startpunkt dauert ca. eine Stunde und führt über die Sonnenbergstraße. Ausgangspunkt ist der Parkplatz Pardatschhof am Trumberg. Die Anfahrt mit dem Auto ist die einzige Möglichkeit so früh zum Ausgangspunkt zu gelangen. Wir befinden uns hier bereits auf einer Höhe von 1800 m ü.NN. Es gibt nicht sehr viele Parkplätze, aber nachts sollte es noch kein Platzproblem geben. Die Koordinaten für Google Maps sind wie folgt: Hochpardatschhof (Kastelbell-Tschars) Bis zum Gipfel müssen wir weitere 650 Höhenmeter überwinden. Die Strecke ist zusätzlich auf meiner Garmin Uhr gespeichert, sodass wir in der Dunkelheit den Weg sicher finden bzw. uns navigieren können. Wir sind aber zusätzlich mit unserem lokalen Wanderguide(in) Karin unterwegs. Sie kennt den Weg. Es ist kurz nach 4 Uhr und die Sonne geht an diesem Mai-Morgen um 05:53 Uhr auf, genug Zeit, um gemütlich zu wandern. Wir folgen dem Weg 4 Richtung Stierberg Alm . Der erste Streckenteil ist recht steil und wir brauchen doch etwas mehr Zeit als gedacht. Nach etwa einem Kilometer wird die Steigung angenehmer und wir können gemütlich weiter gehen. Die Stierberg Alm Nach gut 45-60 Minuten erreichen wir die Stierberg Alm auf 2.100 Meter. Soweit ich informiert bin, könnte man in der Alm nach dem Sonnenaufgang auch gut zum Frühstück einkehren. Das haben wir allerdings nicht gemacht und ich empfehle das vorab zu prüfen, bzgl. Reservierung / Öffnungszeiten. Ab der Stierbergalm können wir den Gipfel schon erahnen bzw. fast erblicken. Es ist auch nicht mehr weit. Weitere 300-400 Höhenmeter erwarten uns, aber die Aussicht auf den Sonnenaufgang zieht uns recht schnell Richtung Tscharser Wetterkreuz. Das Tscharser Wetterkreuz liegt in den Ötztaler Alpen, auf einer Höhe von 2.430 Meter. Wir folgen nach wie vor dem Weg 4. Insgesamt brauchen wir ca. eineinhalb Stunden für den Aufstieg. Die Sonne zeigt sich leider an diesem Morgen nicht von Ihrer besten Seite. Sie ist schüchtern und es gibt einfach zu viele Wolken am Himmel. Am Gipfel ist es ziemlich kalt, daher empfehle ich auch immer eine warme Jacke dabei zu haben. Wir warten noch etwas ab, trinken warmen Tee und genießen einen Snack, bevor wir wieder absteigen. Beim Abstieg sehen wir nun doch noch die Sonne und werden für den wenigen Schlaf bestens belohnt. Es tut einfach gut, wenn die Sonne einem ins Gesicht scheint. Der Rückweg Der Rückweg erfolgt auf dem gleichen Weg. Eine Einkehr in der Stierberg Alm zum Frühstück macht das Erlebnis sicher noch besonderer. Wir sind allerdings an diesem Tag direkt abgestiegen und haben Frühstück im Hotel eingeplant, da wir direkt danach leider auch schon wieder den Heimweg antreten mussten. Die Wanderung zum Tscharser Wetterkreuz war ein toller Abschluss und ich kann die Tour auch tagsüber empfehlen. Der Rundumblick ist sehr schön, sogar mit Blick auf das Schloss Juval . Eine etwas schwierigere Rundwanderung ist auch möglich, in diesem Fall würde man am Schloss Juval rauskommen. Diese Alternative ist aber nicht für Ungeübte zu empfehlen, da man am Grat entlang wandert und Trittsicherheit erforderlich ist. Fazit zur Wanderung zum Tscharser Wetterkreuz Eine tolle Tour, die mit etwas Fahrtaufwand ab Naturns einhergeht. Um zum Parkplatz Pardatschhof am Trumsberg zu gelangen, musst du mit dem Auto aufwärts ein paar Kehren fahren und es gibt ein / zwei Engstellen. Im Großen und Ganzen sollte die Fahrt jedoch kein Problem sein. Die Wanderung ist für jeden geeignet und es gibt wenig herausfordernde Stellen, nur etwas steil am Anfang. Ansonsten ist der Aufstieg nicht schwierig und erfordert nur etwas Ausdauer. Es ist einfach schön einen Sonnenaufgang in den Bergen zu erleben. Der Rückweg ist der gleiche, was bei Sonnenaufgangswanderungen nicht tragisch sein sollte, weil der Aufstieg in der Dunkelheit passiert. Ich kann die Wanderung zum Tscharser Wetterkreuz empfehlen und freue mich von deinen Erlebnissen zu hören oder zu lesen. Viel Spaß dabei. Noch ein Hinweis, nachts schlafen Tiere und um diese nicht zu verschrecken oder in ihrem Lebensraum zu stören, geht gerade nachts am Berg leise (Lautstärke / Gespräche drosseln) und benutzt Stirnlampen, die nicht zu hell leuchten. Außerdem bleibt auf den markierten Wegen und hinterlasst keinen Müll.

  • Der Berliner Mauerweglauf: Auf den Spuren der Geschichte

    Berlin ist immer eine Reise wert. Heute nehme ich dich mit zu einer ganz besonderen Laufveranstaltung: Dem Berliner Mauerweglauf /www.100meilen.de. Diesen Lauf gibt es seit 2011. Wie der Name schon sagt, ist es ein Lauf, der entlang der ehemaligen Berliner Mauer läuft, die die Grenze zwischen West- und Ostberlin und zwischen der BRD und der DDR bildete. Die 100 Meilen, oder genau 161,3 km rund um den Berliner Mauerweg sind für mich als ehemaliges Ostkind eine Besonderheit. Ich bin sozusagen unterwegs auf den Spuren meiner Kindheit. Nach wie vor, finde ich es wichtig, dass dieser Teil der jüngeren deutschen Geschichte in Erinnerung bleiben sollte. Der Berliner Mauerweglauf erinnert an die Opfer der früheren Grenzmauer. Allein in Berlin spricht man von 140 Todesopfern in den 28 Jahren der geschlossenen Mauer (1961-1989), die beim Versuch der Flucht in den Westen ihr Leben ließen. Der Ultramarathon findet immer im August statt (um den 13. August herum - Tag des Mauerbaus im Jahr 1961). Wissenswertes zum Berliner Mauerweglauf Die Laufrichtung rund um den Grenzstreifen des ehemaligen West-Berlin ändert sich jährlich. Die Teilnehmer laufen in einem Jahr im Uhrzeigersinn und im nächsten Jahr dagegen. Es ist eine maximale Teilnehmerzahl von ca. 500 Einzelstartern und Staffeln zugelassen. Start und Ziel befinden sich im Erika Hess Eisstadion (Stadtteil Wedding). Ein Zeitlimit gibt es auch: Die Einzelstarter müssen innerhalb von 30 Stunden finishen und die Staffeln innerhalb von 26-27 Stunden (je nach Größe der Staffel). Die Veranstaltung wird durch mehrere Hundert Helfer unterstützt, die u.a. 26 Verpflegungspunkte bewirtschaften. Ein wahrer Kraftakt. Es gibt übrigens Regeln zu beachten. Die Wichtigste ist, bei einer roten Ampel müssen die Läufer/-innen stehen bleiben. Die Strecke ist nämlich nicht wie bei anderen Veranstaltungen abgesperrt, sondern lediglich markiert. Auch das macht den Berliner Mauerweglauf anders und irgendwie interessant. Ich versuche, die roten Ampeln zu vermeiden und lege öfters einen Sprint ein, um nicht stehen bleiben zu müssen. Das gelingt mir ganz gut. Nach 10-15 Kilometer führt die Strecke auch raus aus der Stadt und Ampeln sind von dort an kein Problem mehr. Jedes Jahr gedenken die Veranstalter sowie Teilnehmer/-innen einem Opfer besonders. Bei unserer Teilnahme ist es Erna Kelm, die 1962 bei der Flucht in der Havel ertrunken ist. An der Todesstelle (Sacrow) wurde eine Pinnwand aufgestellt, an welcher die Teilnehmer ihre Gedanken dazu hinterlassen konnten. Die Pinnwand wurde zum Abschluss bei der Siegerehrung aufgestellt. Außerdem ist Erna Kelm auch auf der Medaille sowie der Startnummer wiederzufinden. Ein paar Informationen zur Laufveranstaltung Wir reisen am Freitagabend an. Beim Briefing zur Veranstaltung im H4 Hotel am Alexanderplatz müssen wir nicht zwingend teilnehmen, aber unser Teamcaptain Thilo. Aufgrund unserer späten Anreise ist das leider auch nicht möglich und wir schaffen es lediglich zur Pastaparty um 19 Uhr. Jeder wird zur Pastaparty zugelassen, aber man muss einen festen Zeitslot buchen und auch einhalten. Wir haben im Motel One am Hauptbahnhof übernachtet, fußläufig zum Start- und Zielbereich, aber nicht zur Pastaparty oder den Kontroll-/übergabepunkten. Hier haben wir das Auto unseres Teamcaptains zur Verfügung gestellt bekommen, aber auch mit ÖPNV kann man alles gut erreichen (Die Fahrtkosten sind im Startgeld enthalten). Zur Information die Medaillen bekommt man nicht direkt beim Zieleinlauf, sondern erst am folgenden Morgen, 10 Uhr bei der Siegerehrung. Es werden alle Teams und Einzelläufer-/innen namentlich aufgerufen. Es gibt verschiedene Kategorien beim Berliner Mauerweglauf. Du kannst als Einzelläufer starten oder es gibt 2er, 4er und 10er Staffeln. Unser Team: 4 hard nuts , ist eine 4er Staffel, wie der Name schon sagt. Unser Team besteht aus Captain Thilo, Olaf, Marcel und mir . Das Ziel des gesamten Teams ist anzukommen und die Strecke möglichst zu genießen. Die Frage vorab zu beantworten, wie lange wir für die gesamte Strecke brauchen würden, war für uns schwierig einzuschätzen und im Nachhinein gesehen, lagen wir auch etwas daneben. Der Start des Berliner Mauerweglaufes Der Start erfolgt im Erika-Hess Eisstadion in Wedding. Die Einzelstarter starten als erstes um 6 Uhr morgens, danach die 2er Staffeln und dann wir (bzw. die 4 er Staffel-Teams) um 7:30 Uhr und nochmals eine halbe Stunde später die 10er Staffeln. Ich starte als erste vom Team und nehme mir die längste Strecke von knapp 57 km vor, also einen Ultramarathon. Die anderen drei Läufer laufen zwischen 32 und 37 Kilometern. Ich will Spaß haben. Endlich mal ohne Blitzstart in einem Wettkampf starten. Und Druck will ich auch keinen spüren. Bei diesem Rennen geht es nicht um mich, es geht um das Team und um die Stimmung und um den historischen Aspekt und einfach nur laufen. Bestzeiten und so schnell laufen, wie es geht, das machen wir ein anderes Mal wieder. Vorgenommen habe ich mir also nicht so viel, obwohl doch, ich möchte meine Strecke von 57 Kilometer durchlaufen und nicht gehen. Das ist meine einzige Wettkampfvorgabe. Ich starte als erste Teamläuferin Der Startschuss des Berliner Mauerweglaufes ist unspektakulär, aber dennoch nett. Wir laufen direkt los. Eingereiht habe ich mich ziemlich weit vorne. Warum? Weil ich das immer so mache. Das Wetter ist sonnig und es wird ein warmer Tag werden. Meine Strecke führt von Wedding nach Teltow stadtauswärts. Unterwegs stelle ich mir oft die Frage, wie es eigentlich früher war, als die Mauer noch stand? Ich war 1989 elf Jahre alt und kurz vor dem Mauerfall sind meine Eltern mit mir nach dem über 6 Jahren zuvor gestellten Ausreiseantrag, in den Westen ausgereist. Im Detail kann ich mich gar nicht mehr an so viele Dinge erinnern, nur dass es im "Westen" viel mehr Auswahl gab und man Dinge einfacher kaufen konnte. Mir fällt es schwer, mir vorzustellen, dass die Mauer vor vielen Jahrzehnten die Stadt trennte, dort wo ich gerade meine Kilometer abspule. Die ersten Kilometer Auf den ersten 10-15 Kilometern laufen wir an vielen Berliner Sehenswürdigkeiten vorbei, wie beispielsweise den Reichstag, das Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie und die East Side Gallery, die mich wirklich beeindruckt. Die Kilometer fliegen erst mal auch nur so dahin. Unterwegs passiert viel, ich rede mit vielen anderen Läufer / -innen und die Verpflegungspunkte sind auch ein Highlight. Es gibt genügend Auswahl und die Helfer-/innen sind super gelaunt und motivieren jeden Einzelnen. Es macht einfach Spaß. Zwischen Kilometer 24 und 26 wartet eine besondere Überraschung auf mich, nämlich ganz viele motivierende Botschaften, die mit Kreide auf den Boden geschrieben wurden. Nicole und ihre Tochter haben gute Arbeit geleistet, um mich zu pushen. Wenn ich daran denke, bekomme ich jetzt noch Gänsehaut. Nicole begleitet mich zudem auch zwei bis drei Kilometer persönlich. Das ist toll. Der Marathon ist geschafft Bis zur Marathonmarke läuft es weiter ganz entspannt. Die Beine werden zwar müder, aber die Strecke ist abwechslungsreich und ich erlebe viel. Die Marathonmarke fällt im Stadtteil Lichtenrade. Ich möchte jetzt allerdings nicht mehr anhalten, weil das Loslaufen dann doch weh tut. Es sind noch etwa 15 Kilometer bis zum Sportplatz in Teltow, dem Übergabepunkt an Teampartner und Captain Thilo. Der südliche Streckenteil verläuft durch schattige kleine Waldgebiete. Dennoch sind die warmen Temperaturen an diesem Tag spürbar. Auf den letzten 15 Kilometern sind die Verpflegungsstationen meine kleinen Zwischenziele . Das hilft mir sehr, den Fokus nicht zu verlieren. Nach wie vor ist mein Ziel, nicht in einen Gehschritt zu verfallen, sondern die Strecke laufend zu absolvieren. Die Kilometer fliegen nicht mehr dahin, aber einen nach dem anderen kann ich abhaken. Ich verliere auch nicht die Geduld dabei. Es ist nur etwas zäh. Einige Freunde senden mir liebe Nachrichten per WhatsApp, die auf meiner Uhr erscheinen, das motiviert wieder. Und weiter geht es. Endspurt zum ersten Staffelübergabepunkt Die 50 Kilometer Marke macht mir wieder Mut. Es wird einstellig (weniger als 10 Kilometer) und ich zähle abwärts. Über Telefon weiß ich, dass der zweite Läufer Thilo bereits auf mich wartet und in den Startlöchern steht. Dann sind es nur noch fünf Kilometer. Der Weg ist asphaltiert und geht wellig voran. Ich überhole immer wieder die Einzelläufer, die schon auf diesem Abschnitt sehr langsam unterwegs sind und immer wieder gehen. Einerseits spornt es mich an, meinen Schritt beizubehalten, aber für die Läufer tut es mir etwas leid, denn Sie haben noch etwas mehr als 105 Kilometer vor sich. Ich denke mir so, krass und bin froh, gleich anzukommen. Drei, zwei und eins: Ich laufe in Teltow ein, werde vom Team und unserem Crew Support Martina empfangen und in den Arm genommen. Ich habe es geschafft. Mein erster Ultra auf Asphalt in 6 Stunden, 20 Minuten. Allerdings bin ich nun doch etwas "im Eimer". Staffelübergabe an den zweiten Teamläufer Danach übernimmt Thilo den Chip und läuft bis Schloss Sacrow von wo aus Olaf übernimmt. Olaf läuft dann als dritter Staffelläufer bis zum Ruderclub Oberhavel, wo Marcel und ich als seine Radbegleitung in der Nacht, den letzten Streckenteil von 37 km übernehmen. Marcel läuft den letzten Staffelabschnitt Wir, Marcel und ich haben jetzt nach Übergabe an Thilo erst mal ein paar Stunden Zeit, um etwas Ruhe zu finden, bevor Marcel als vierter und letzter Läufer übernimmt. Am Nachmittag dachten wir, dass dies etwa 23 Uhr passieren würde. Aber es kam anders. Olaf hatte sich den Fuß umgeknickt und kam nachts nur langsam voran. Aber Hut ab, er hat seinen Streckenabschnitt auch bewältigt. Wir sind eines der letzten Staffelteams (von insgesamt 53 Teams), als wir den letzten Übergabepunkt nachts um 1:30 Uhr, nachdem Olaf den Chip übergibt, verlassen. Es ist in manchen Waldabschnitten stockdunkel, als Marcel losläuft. Ich begleite ihn mit dem Rad und kann ihm den Weg ausleuchten. Laufen in der Nacht In der Nacht ist es Pflicht beim Berliner Mauerweglauf, eine Warnweste und Stirnlampe zu tragen . Das finde ich gut, weil wir auf den letzten 37 Kilometern bis nach Wedding durch ganz schön dunkle Ecken kommen. Für mich als Radbegleitung ist es ein ganz besonderes Erlebnis, mit Marcel mitzuhalten. Er läuft schnell, irgendetwas zwischen 4:20 und 4:40min / km. Die Dunkelheit macht es mir etwas schwer vorausschauend im waldigen Gelände zu fahren. Es gibt zwar rund um Berlin nicht viele Höhenmeter, aber die paar wenigen erkenne ich recht spät und komme entsprechend schwerfällig die Hügel hoch. Einmal muss ich sogar absteigen, weil der Boden sehr sandig ist und ich kaum Speed drauf habe. Marcel läuft entspannt und unbeirrt sein Ding weiter. Es macht aber Spaß und ist eine ganz neue Erfahrung durch die ruhige Nacht zu laufen. Auf der Strecke begegnen wir immer wieder Einzelläufer-/innen, die meist nur noch gehend vorwärtskommen. Sie haben zu dem Zeitpunkt bereits mehr als 120 Kilometer in den Beinen. Eine Distanz, die ich mir gar nicht vorstellen mag und auch nicht kann. Umso krasser ist die Situation, dass wir regelrecht wie ein Blitz an den Läufer/-innen vorbeiflitzen. Unterwegs reiche ich Marcel die Verpflegung (DextroEnergy Gels) sowie Wasser größtenteils. Dadurch lassen wir fast alle Verpflegungsstellen aus und kommen schnell voran. Wir rollen das Feld sozusagen von hinten auf. Nachts um 4:38 Uhr laufen wir tatsächlich noch als 40. Team nach 21:09:49 Stunden im Ziel (Erika-Hess Eisstadion) ein. Wir sind müde, aber auch sehr glücklich diese tolle Veranstaltung mitgelaufen zu sein. Mein Schuh beim Berliner Mauerweglauf. Ich bin den CRAFT Nordlite Ultra gelaufen, ein Hypridschuh, der auf leichten Trails sowie Asphalt eine hervorragend Wahl ist. Einen ausführlichen Testbericht zum Nordlite Ultra gibt es auf dem Blog und ist verlinkt. Fazit zu Berliner Mauerweglauf Diese Reise rund um die ehemalige Todeszone der Berliner Mauer war lang und besonders. Mir gefällt sehr, die Kombination zwischen Erinnerung an unserer Geschichte und Sportveranstaltung. Die Veranstaltung ist beliebt und ich finde diese sollte auch Jeder auf seine / ihre Wunschliste setzen. Der Mauerweglauf zieht nicht nur lokale Läufer an, sondern auch Teilnehmer aus der ganzen Welt. Es ist toll die Strecke des Berliner Mauerweglaufes im Team zu laufen. Die Gemeinschaft zählt. Außerdem ist die Strecke, die Organisation, die Helfer sowie die Verpflegung durchweg ausgezeichnet. Mir hat die Veranstaltung so sehr gefallen, dass ich auch 2024 wieder mit einer Staffel an den Start gehe. Kennst du bereits den Berliner Mauerweglauf und warst auch schon dabei? Gerne kommentiere deine Erlebnisse und vielleicht treffe ich den einen oder anderen nächsten August an der Startlinie. Der Berliner Mauerweglauf war auch eines meiner Jahres-Highlights 2023, den Beitrag zum Jahresrückblick 2023 findest du in der Verlinkung.

  • Usedom Laufcamp: Laufend die Insel erleben

    Die Insel Usedom bekommt ein Laufcamp In den letzten Jahren habe ich meine Liebe zu Laufcamps entdeckt. Ich mag die Gemeinschaft und die Lauferlebnisse in der Gruppe sehr. Egal ob du Anfänger oder fortgeschrittene/r Läufer-in bist, Laufcamps sind cool und bringen dich weiter. Wenn du gerne das Laufen mit Reisen verbindest und im Laufen neue Regionen entdecken möchtest, stelle ich dir nachfolgend ein Laufcamp vor. Die Auswahl an Laufreisen sowie -camps ist mittlerweile sehr groß und es ist nicht immer einfach, sich zu entscheiden. Viele Laufreisen führen oft in fremde Länder oder werden als Fernreisen angeboten. Ich bevorzuge es für Kurzreisen bzw. Camps nicht allzu weit reisen zu müssen. Deswegen geht es bei meiner Camp Vorstellung an die Ostsee, genauer gesagt auf die Insel Usedom. Mein Herz schlägt für die Insel Usedom. Mein Vater ist dort geboren, und zwar in Koserow. Als Kind verbrachte ich jeden Sommer mehrere Wochen an der Ostsee. Ich liebe das Meer und die Strände dort. Deshalb ist es ein Wohlfühlort für mich. Das Laufcamp auf Usedom wird von einem sehr bekannten Experten betreut, dem Olympiateilnehmer und Autor Herbert Steffny. Ich glaube, dass die meisten Hobbyläufer sein Buch "Das große Laufbuch" kennen, oder? Zudem handelt es sich um ein neues Camp Angebot. Es gab lediglich im September 2023 ein Laufwochenende, aber mehr nicht. Neues Laufcamp auf der Insel Usedom Also erstmal Herzlich Willkommen auf der Insel Usedom. Erlebe mit Laufsport-Experten schöne Tage an der Ostsee. Hier erfährst du systematisches Training sowie wissenswerte Vorträge. Dabei stehst du als Teilnehmer im Mittelpunkt und an oberster Stelle stehen der Fortschritt sowie die persönliche Betreuung. Die Trainingsbedingungen vor Ort sind fantastisch und für jede Leistungsstufe sind optimale Voraussetzungen gegeben. Im Folgenden gebe ich einen Überblick zum Laufcamp und genaue Details: Lauftraining für alle - von Walker, Hobbyläufer bis zu ambitionierter Wettkampfläufer, auch Einsteiger sind herzlich willkommen Das Usedom Laufcamp auf einen Blick 5 Tage Laufurlaub in Heringsdorf, Usedom (Mecklenburg-Vorpommern) vom 24.04.-28.04.2024 mit den Experten Herbert Steffny, Michael Kutzner und Jürgen Schmitz. Teilnehmerzahl von 12 bis max. 24 Personen (ab 16 Jahre) Individuelle Übernachtung - bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft hilft die Usedom Tourismus GmbH - Es gibt tägliche Trainingseinheiten in verschiedenen Leistungsgruppen - jeweils am Vormittag sowie am Nachmittag Treffpunkt für Läufe sowie Vorträge: Steigenberger Grandhotel & Spa, Heringsdorf Kosten: 240,- EUR (nur Laufcamp-Teilnahme) zzgl. Unterkunft und AnreiseIm Laufseminar wird dir auf professioneller Art und Weise alles mitgegeben, um deinen persönlichen Fortschritt voranzubringen. Dafür gibt es täglich zwei Trainingseinheiten in Leistungsgruppen, die durch Workshops wie Gymnastik, Faszientraining und theoretische Vorträge ergänzt werden. Als Teilnehmer kannst du dich zusätzlich auf Leistungsdiagnostik mit individueller Auswertung, Laufstilanalyse, Präventionsübungen/-theorie, Trainings- und Wettkampflehre sowie Ernährungswissen freuen. Das Camp bietet dir Motivation und Leidenschaft. Die Sportexperten sind Läufer aus Leidenschaft, die die richtige Erfahrung mitbringen und genau wissen, wovon sie reden. Durch individuelle Stärken der Trainer bekommst du zudem ein persönliches Coaching Rundum-Paket. Du wirst dadurch gefordert, gefördert, aber nicht überfordert. Die Vorträge vermitteln dir Wichtiges, um dein Training aufs nächste Level zu bringen sowie erhältst du auf deine Fragen Tipps und Tricks zum Laufsport. Die Insel Usedom bietet perfektes Terrain für Läufer/-innen. Statt üblichen Asphaltstrecken kannst du auf Usedom am Strand, an der Strandpromenade, über Dünen oder durch Waldgebiete joggen. Das Wetter auf der Sonneninsel bietet alles: Sonne, Regen und auch mal Wind. Langweilig wird es auf keinen Fall und großartige Naturerlebnisse sowie das Erkunden neuer Trails sind dir gewiss. Deine Unterkunft auf der Insel Usedom Das Camp findet individuell und ohne festes Hotelarrangement statt, sodass jede/r Teilnehmer/in nach eigenem Geschmack eine Unterkunft buchen kann. Die Sonneninsel Usedom ist auf alle Unterkunftswünsche vorbereitet. Ob du lieber eine Ferienwohnung buchst oder das 5 Sterne Hotel, du wirst fündig werden. Bei der Buchung und Beratung hilft dir das Team der Usedom Tourismus GmbH gerne. Usedom Tourismus GmbH Telefon: +49 38375 244 244 Mail: info@usedom.de Mo-Fr: 08:00-17:00 Uhr Anreise auf die Insel Usedom Die Anreise und auch Abreise kann jeder Teilnehmer/in individuell gestalten. Auf die Insel Usedom kommst du bequem und flexibel mit dem Auto oder auch mit der Bahn. Wer mit der Bahn anreist, wird allerdings die letzten Kilometer mit dem Bus zurücklegen müssen oder mit einem Taxi. Buchung mit einem Partner, der Nichtläufer ist Das Camp ist so individuell wie kein anderes und Usedom bietet als Region viele Erlebnisse auch für Nichtläufer. Du kannst also auch mit jemandem anreisen, der/die nicht am Camp teilnimmt. Auf Usedom gibt es viele Sportangebote, Wellness, Kunst und Kultur oder ihr genießt einfach klassisch nur ausgedehnte Strandspaziergänge und Meeresrauschen. Das Programm beim Usedom Laufcamp: Laufcamp Usedom mit Herbert Steffny und Team Vorläufiges Programm - Änderungen vorbehalten Mittwoch, 24.04.2024 10:30 Uhr Begrüßung der Teilnehmer und interessierte Gäste 11:00 Uhr Vorstellungsrunde der Seminarteilnehmer (bis 12.00) 14:00 Uhr Grundlagenwissen Ausdauersport (Herbert Steffny) 16:00 Uhr Herzfrequenzmessgeräte-Ausgabe (bei Bedarf) 16:30 Uhr Lauf-/Walktreff mit Herzfrequenzmessung, Dehnungsgymnastik Donnerstag, 25.04.2024 10:30 Uhr Workshop Faszientraining (Michael Kutzner) 14:00 Uhr Abnehmen und Wettkampfgewicht (Herbert Steffny) 15:00 Uhr Trainingssteuerung und Trainingsplanung (Herbert Steffny) 16:30 Uhr Lauf-/Walktreff mit Laktatmessung (Herbert Steffny, Michael Kutzner) Freitag, 26.04.2024 10:30 Uhr Zirkeltraining (Stabilisations, Koordinations- und Balancetraining - Jürgen Schmitz) 14:00 Uhr Nachbesprechung Laktatmessung (Herbert Steffny) 14:30 Uhr Wettkämpfe – Taktik, mentale Vorbereitung, Ernährung (Herbert Steffny) 16:30 Uhr Lauf-/Walktreff mit Video-Laufstil Filmen (Herbert Steffny) 20.30 Uhr "Zu Gast bei Kenias Wunderläufern" (offen für alle) Eine Reise nach Kenia und durch Dich selbst Samstag, 27.04.2024 14:00 Uhr Orthopädische Prävention (Herbert Steffny) 15:00 Uhr Besprechung Video-Laufstil Analyse (Herbert Steffny) 16:30 Uhr geplant "Usedom Laufchallenge" - 5km Spaßlauf-Wettkampf anschließend Siegerehrung, geselliger Ausklang Sonntag, 28.04.2024 07:30 Uhr Lauf-/Walktreff 10.30 Ernährung im Alltag (Herbert Steffny) 11.30 Time to say goodbye Die Laufexperten vor Ort Über Herbert Steffny Der Olympiateilnehmer und Langstreckenläufer ist vor allem als Buchautor bekannter Bestseller bekannt. Wie bereits erwähnt, vor allem für: "Das große Laufbuch (10. Auflage von Juli 2021)". Viele ambitionierte Läufer trainieren nach Steffnys Trainingsplänen. Ich selbst lass mich hin und wieder davon inspirieren. Er ist einfach bekannt und war mehrfach Deutscher Meister (16-mal), Frankfurt Marathon Sieger, Dritter Platz beim New York Marathon 1984 und Bronzemedaillengewinner bei der Europameisterschaft 1986. Seine Erfolge sind einzigartig. Steffny's Bestzeit auf der Marathondistanz liegt bei 02:11:17 Std (Chicago 1986). Nach seiner Sportlerkarriere wurde er Lauftrainer und ist heute noch sehr erfolgreich damit. Du lernst beim Usedomer Laufcamp also von einem richtigen Profi. Über Michael Kutzner Der Diplom-Sportlehrer und Sportwissenschaftler (Sporthochschule Köln) beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit Sport und Bewegung. Außerdem ist Michael Kutzner Marathonläufer, TV-Experte, Autor und Journalist sowie Personal- und Motivationstrainer. Über Jürgen Schmitz Er ist Geschäftsführer der Experts Mice GmbH (Plattform für Spitzensportler und Experten) und staatlich geprüfter Sportlehrer und Tennislehrer. Auch Jürgen Schmitz bringt eine jahrelange Erfahrung im Laufbereich mit, die dir viele Einblicke in eine bessere Trainingslehre bietet. Was macht dieses Laufcamp besonders? Die Insel Usedom wird dich als Laufrevier begeistern Die Trainer sind Experten und bieten viel Erfahrung und bringen Begeisterung für den Laufsport mit Das Camp findet in kleinen Trainingsgruppen / Leistungslevel statt, sodass individuelles Coaching ermöglicht wird Durch die Individuelle Leistungsdiagnostik kannst du dein Training danach besser steuern. Und last but not least, Du machst dieses Laufcamp besonders, es wird großartig. Und bist du beim Camp auf Usedom dabei? Auf jeden Fall wirst du von den Besten der Besten betreut und trainiert: Erfährst Tipps, wie du ein besseres Training absolvierst und somit deine persönliche Bestzeit bzw. Ziele erreichst.

  • Eisbaden - meine Anleitung und Tipps für Einsteiger

    Ich kam, überlegte, überlegte (mehrere Monate lang) und badete fröhlich. Heute geht es um das Eisbaden, für mich ein Wechselbad der Gefühle. Willst du es auch mal probieren, dann lies jetzt weiter: (M)ein neuer Trend - Eisbaden (Winterbaden) Eisbaden liegt voll im Trend und wird immer beliebter in Deutschland und vor allem in München. Ich bin der Meinung mit ein bisschen Vorbereitung kann das jeder. Aber es muss auch gesagt sein, dass es nicht ungefährlich ist. Unerfahrene und untrainierte Menschen sollten sich langsam an die Kälte heranwagen. Deswegen möchte ich nachfolgend meine Erfahrungen der letzten Wochen mit dir teilen. Meine Reise ins Eisbade "Business" begann Ende November 2020 und es sei hier auch erwähnt, ich liebe es mittlerweile sehr. Denn es macht glücklich und auch ein kleines bisschen süchtig. Übrigens ist es keine Neuigkeit, so wie darüber momentan überall in den Zeitungen zu lesen ist. Das Eisbaden gab es schon immer, nur gibt es aktuell einfach mehr Menschen, die es ausprobieren. Wim Hof - der extreme Pionier für eisbaden Ein allererstes Mal bin ich übrigens in Portugal bei einem Brooks Event mit dem Eisbaden in Kontakt geraten. Damals war die Überwindung schon sehr groß für mich und ich kam an meine Grenzen bei einem kleinen Workshop mit Wim Hof. Wer Wim Hof nicht kennt, er ist bekannt als "The Iceman" und hält unzählige Rekorde inne im Umgang mit extremer Kälte. Er ist u.a. Erfinder der Wim Hof Methode, eine Atemtechnik, die idealerweise vor dem Eisbad angewendet wird. Ich persönlich mache die Wim Hof Methode nicht, aber kann sagen, dass diese sehr beliebt ist. Wenn man im Internet zum Thema recherchiert, trifft man immer wieder auf den Namen Wim Hof und meint, er wäre der Erfinder. Dem ist aber nicht so. Er hat Eisbaden lediglich medial sehr bekannt gemacht. Was bringt dir das Eisbaden? Idyllisch am Ufer eines Sees stehen an einem kalten Morgen ist traumhaft. Stell dir vor, das sich Seenebel gebildet hat und eine mystische Stimmung in der Luft liegt. Ich liebe solche Momente am See. Die schlechte Laune ist wie weggeblasen und es ist eine gute Art positiv den Tag zu starten. So kann ich mein "erstes Mal" am 21. November 2020 sehr gut beschreiben. Ort des Geschehens war der Kirchsee, bei Sachsenkam, ein sehr beliebter Spot vor allem im Winter für die Eisbader. Beim Eisbaden spüre ich übrigens den Augenblick sehr stark, ich bin im hier und jetzt, jegliches aus dem Alltag berührt mich in dieser Zeit kaum. Man kann sehr gut abschalten dabei. Egal welche Kälteanwendung (Kryotherapie) du wählst, die Wirkung auf Körper und Geist ist beeindruckend. Du stärkst vor allem dein Körper- und Selbstbewusstsein, dein Immunsystem und dein Wohlbefinden. Außerdem kannst du dein Stresslevel minimieren und mit einem verbesserten Schlaf rechnen. Ich bin durchaus überzeugt, wie du hoffentlich diesem Beitrag entnehmen kannst. Ablauf des Eisbadens: Die richtige Vorbereitung und das Equipment sind wichtig. Du bist nicht an die Temperaturen gewöhnt, deshalb langsam starten und evtl. vorab ein paar Mal kalt duschen, langsam von unten nach oben. Du solltest die Zeit nicht beachten. Wenn du es nur wenige Sekunden aushältst ist das vollkommen OK! Wenn es dir möglich ist, beginne schon im frühen Herbst im Freien zu baden und nicht erst im Winter bei Minustemperaturen damit anfangen. So startest du ins eigentliche Eisbade Abenteuer Es ist eigentlich ganz einfach und es braucht gar nicht so viel, nur ein bisschen Überwindung. Wenn du das kalte Duschen erlebt hast, bist du bestens vorbereitet, denn nach meiner Erfahrung ist kalt duschen schlimmer als letzten Endes in den kalten See oder Fluss reinzuspringen (oder besser hineinzugleiten). Ich persönlich wärme mich mit einem Lauf zwischen 2-4 km vorher auf, trage dabei sehr warme Sachen, sodass ich richtig aufgeheizt bin. Aber auch die Wim Hof Atmung ist eine Möglichkeit. Wie diese genau funktioniert, kannst du via Youtube erfahren oder auf der Webseite von Wim Hof selbst. Und nun kann der Spaß beginnen: Gehe ins Wasser langsam hinein und bis Brusthöhe ist super. Die Wassertemperaturen sind im November / Dezember schon meist unter 5 Grad, mit Eisschicht noch niedriger. Beim Eisbaden solltest du vermeiden, dass du mit dem Kopf untertauchst. Trage eine Kopfbedeckung. Auch die Hände sollten in der Luft gehalten oder hinter dem Kopf verschränkt werden. Die Füße schützt du am besten mit Neoprenschuhen. Ich persönliche trage aktuell normale Laufschuhe, der Halt im Wasser ist mir besonders wichtig. Hände und Füße sind am schnellsten unterkühlt. Achte auf deine Atmung, diese sollte ruhig und gleichmäßig sein. Wenn du mit kaltem Wasser in Berührung kommst, wirst du sicher wegen dem Kälteschock schnell atmen, versuche dies zu kontrollieren. Achte immer auf deinen Körper Ob du ein paar Sekunden oder auch Minuten im Wasser aushältst ist eine rein individuelle Sache und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Es ist vor allem wichtig auf seinen Körper zu hören und wenn dann nur langsam zu steigern. Die Kälte wirkt sich bei mir als Kribbelgefühl aus, anfänglich ist es noch entspannend, aber irgendwann empfinde ich es stechend. Das ist dann der Moment, in welchem ich das Wasser verlasse. Meist sind es übrigens die Füße, die ich nicht mehr spüre. Übrigens fließendes Wasser fühlt sich immer kälter an, dies solltest du bei deiner Wahl der Badestelle beachten. Auch beachte, dass dich das Wasser je nach Strömung mitreißen kann. Wenn du aus dem Wasser kommst, trockne dich ab und ziehe dich schnell warm an, damit es nicht zu einer Unterkühlung kommt. Als warme Kleidung habe ich immer eine dickere Daunenjacke dabei und eine warme Merinohose und Stiefel, in die ich schnell und bequem reinkomme. Bedenke deine Hände werden sicher kalt sein und die Bewegung etwas eingeschränkt. Bei der Sockenwahl ist es wichtig, das du welche wählst, die eher zu groß sind, sonst kommst du nur schwer rein. Mir ist es auch schon mehrmals passiert, dass ich vergessen habe meine nasse Badehose auszuziehen, man fühlt es einfach nicht mehr. Ein Bademantel ist übrigens auch eine wunderbare Sache für danach, leider muss ich auf diesen verzichten, da ich meistens zu den Badestellen laufe und so wenig wie möglich dabei haben möchte. Was du unbedingt beachten solltest, kleine Anleitung: 1. gehe nie allein 2. davor aufwärmen / Atemtechnik 3. Mütze, Handschuhe, Badesachen, Socken & Schuhe anziehen 4. nie die Hände oder den Kopf unter Wasser tauchen 5. bis Höhe Herz rein, das macht sehr glücklich 6. Immer in Bewegung bleiben 7. schaue auf die Uhr und übertreibe nicht 8. Plastiktüte für die nassen Sachen dabei haben, kleine Matte zum Draufstehen + Handtuch Wie oft sollte man Eisbaden gehen? Interessanterweise würde ich behaupten, man kann nicht oft genug gehen. Es gibt mir persönlich einen Kick und ich bin sofort gut gelaunt. Wichtig ist aber m.E. auf jeden Fall die Regelmäßigkeit, ich versuche mindestens zwei Mal die Woche irgendwo draußen in einen See, in den Eisbach oder die Isar zu gehen. Hin und wieder ist auch kalt duschen angesagt, wobei das überhaupt nicht meines ist. Da bin ich doch eher so ein Warmduscher. Aber eines ist sicher, deine Blutzirkulation kommt so richtig in Fahrt, wenn du morgens ins kalte Nass springst oder kalt duschst und du hast Power für den ganzen Tag. Ich bin kein Experte, sondern habe einfach Spaß Neues zu probieren Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, du wirst das Wasser mal lieben, hätte ich demjenigen einen Vogel gezeigt. Denn ich bin so gar keine Wasserratte, im Sommer liege ich lieber am Strand ohne dabei ins Wasser zu gehen. Aber das Eisbaden hat es mir angetan, es gibt mir viel Kraft und vor allem Selbstvertrauen. Es gibt mir Energie und den besonderen Adrenalin-Kick, den es manchmal braucht, um einen Tag als sehr gut zu bewerten. Übrigens viel herausfordernder ist es, wenn man morgens im Dunkeln ins kalte Nass springt. Vor dem ersten Mal, konnte ich die ganze Nacht vor lauter Aufregung nicht schlafen. Danach wars dann einfach so gut. Ich freu mich auf noch ganz viele Eisbade-Erlebnisse. Denn Eisbaden ist ein Abenteuer. Was ich auch noch sagen möchte, ich bin kein Arzt oder Experte und weise daher ausdrücklich darauf hin, wer sich unsicher ist, evtl. Arzt / Experten zu konsultieren. Wenn du Vorerkrankungen hast solltest du auf jeden Fall deinen Arzt vorher dazu befragen. Hier berichte ich über meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse. Das Eisbaden habe ich während der Corona Zeit (Lockdown) für mich entdeckt, es hat mir geholfen, mir kleine Wohlfühl-Oasen zu ermöglichen, stolz auf mich zu sein, da ich meine Komfortzone doch sehr verlassen musste. Heute bin ich großer Fan des Eisbadens und möchte es nicht mehr in meinem Leben missen. Vielleicht werde ich im Sommer nun auch öfter ins Meer springen und die Seele dabei baumeln lassen. We will see. Tipp für den Eisbach, München: Wer die Wassertemperaturen des Eisbaches vorher prüfen will, es gibt eine Webseite, die eine tolle Übersicht bietet. Gleichgesinnte in München findest du in der Munich Hot Springs Gruppe, verlinke hier die Facebook Gruppe.

  • Trailrunning für Frauen - das Trailcamp in Naturns

    Unser erstes Trailcamp für Frauen mit mir als Laufguide und Mitorganisator liegt hinter uns und ich bin voller Dankbarkeit und Happiness. Ich möchte heute einen kurzen Rückblick auf die ersten Women Hike & Trail Days in Naturns werfen und Lust auf das nächste Camp machen. Auch habe ich noch ein paar Tipps zum Thema Trailrunning für EinsteigerInnen dabei. Frauen und Trailrunning gehören zusammen Als mich der Naturnser Tourismusverband letztes Jahr kontaktierte und mit mir das Thema Trailrunning in der Region Naturns forcieren wollte, hatte ich sofort die Idee, mein erstes eigenes Trailrunning Camp für Frauen anzugehen. Diesen Gedanken trug ich schon lange in meinen Kopf, hatte mich aber irgendwie nicht getraut es umzusetzen. In Zusammenarbeit mit Naturns wurde es nun endlich wahr. Eine Sache fällt auf, wenn ich in den Bergen unterwegs bin. Immer treffen wir vornehmlich auf männliche Läufer, die die Trails unsicher machen. Auch bei Wettkämpfen ein ähnliches Bild, die Minderheit sind Frauen. Meine Meinung: Frauen gehören auf die Trails, allerdings haben viele Frauen wohl Vorbehalte. Die Unsicherheit möchte ich ausräumen, da vieles was Trailrunning ausmacht gar nicht bekannt ist. In Social Media werden leider immer nur kleine Sequenzen dargestellt und die finden meist laufend statt. Aber ehrlicherweise sind AmateurläuferInnen oft auch gehend in den Anstiegen unterwegs und das ist völlig normal. Also alles nur halb so wild. So, hier nun meine Aufforderung an dich, probiere doch mal Trailrunning aus. Es hört sich meist anspruchsvoller an als es ist. Ich nehme dich heute mit und gebe dir ein paar Informationen. Vielleicht hast du dann auch Lust, beim nächsten Trailcamp in Naturns dabei zu sein. Naturns bietet die perfekte Bühne fürs Trailrunning, Wandern und auch für Frauen. Die Infrastruktur ist fabelhaft, die Trails für EinsteigerInnen und Geübte geeignet und Südtirol ist immer eine Reise wert. Als erstes gebe ich dir ein paar Tipps für einen erfolgreichen Trailrunning Einstieg Trailrunning hört sich für viele etwas abgehoben und abenteuerlich an, dabei ist es einfach nur Laufen in der Natur. Ein Trail kann über Wiesen gehen oder Waldboden, mit oder ohne Höhenmetern sein, einen Berg hochführen oder an einem Fluss entlanglaufen. Also einfach gesagt nichts anderes als über natürlichen Untergrund laufen. Dabei setzt du während der Aktivität ganz andere Reize und beanspruchst andere Muskelgruppen, eine tolle Alternative zum Asphalt Laufen. Allerdings ein kleiner Hinweis, was wirklich ein Trail ist, sieht jeder anders. Daher lass dich nicht entmutigen und bilde dir deine eigene Meinung. Wichtig ist der Aspekt Natur in meinem Empfinden und auch in Großstädten gibt es tolle Möglichkeiten um Trailrunning auszuprobieren. In München kannst du beispielsweise erste Versuche über die Isartrails wagen oder auch der Westpark bietet ein tolles Terrain mit Trails. Trailrunning ist Abenteuer - Trailrunning für Frauen Laufen in der Natur ist übrigens perfekt, um dich in ein Mikroabenteuer zu stürzen. Lass dich treiben, genieße die frische Luft, die Geräusche deiner Umgebung und denke nicht an "schneller, weiter, höher". Gerade die spektakuläre Szenerie gibt einem oft ein gewisses Freiheitsgefühl und macht glücklich. Für mich persönlich sind die Auszeiten in der Natur immer abenteuerlich, dass bekomme ich nicht auf der Straße hin. Oft weiß man vor dem Lauf nicht, was einen erwartet und das ist auch gut so. Die Technik machts Das Bergauflaufen ist technisch gesehen einfacher als das Bergablaufen. Du bist automatisch aufgrund der Belastung langsamer unterwegs und hast den Blick auf dem Trail. Deinen Oberkörper richtest du leicht nach vorne, bewegst deine Arme aktiv mit und achtest darauf eher kleine Schritte zu machen. Trailstöcke können die Beine und Oberkörper entlasten und die Anstrengung reduzieren. Aber auch das muss geübt werden und ist für den Einstieg nicht erforderlich. Trailstöcke nimmst du am besten erst mal im zweiten Step und diese werden auch nicht auf jeder Strecke benötigt. Beim Downhill solltest du als Anfänger nicht kopflos runterstürzen. Balance, Stabilität und Koordination sind essentielle Fähigkeiten, die du erst mal aufbauen musst. Stärkung der Fußgelenke und Beinmuskulatur solltest du regelmäßig in dein Krafttraining einbauen. Auch hier vorausschauend laufen, etwas in die Hocke gehen, Arme mitnehmen und schnelle, kleine, etwas breitbeinige Schritte machen. Vor-/Mittelfuß sind ideal. Übung macht hier den Meister, im Einstieg besser im flacheren Gelände laufen. Versuche nicht aktiv Geschwindigkeit zu machen, der Downhill treibt dich sowieso runter. Suche dir eine geeignete Strecke Wenn du mit dem Trailrunning beginnst bzw. erst mal ausprobierst, solltest du sinnvollerweise niederhügeliges Gebiet aussuchen. Das vermeidet Überanstrengung bzw. du verlierst nicht gleich die Motivation in den Anstiegen. Idealerweise sollte das Gelände auch nicht zu technisch sein. Vielleicht planst du auch ein Ziel ein, z. B. einen Gipfel als Belohnung mit schönem Ausblick oder eine schöne Stelle am Wasser für die anschließende Abkühlung. Stürze dich mit einer Freundin / einen Freund in dein Trail-Abenteuer Ein Lauf im Gelände ist anspruchsvoller, daher ist eine Begleitung manchmal einfach auch lebenswichtig. Sowieso macht gemeinsames Laufen oft mehr Spaß. Wenn du allein unterwegs bist, informiere jemanden, wohin du dich aufmachst. Dies ist wichtig vor allem wenn du abseits unterwegs bist. Equipment ist das A & O Feste Laufschuhe mit geeignetem Grip sind wichtig, um das Verletzungsrisiko und Stürze zu vermeiden. Sie sollten nicht zu schwer sein, um Ermüdung zu reduzieren. Ich persönlich empfehle aktuell z.B. den Salomon Sense Ride. Ein sehr guter Allround Trailschuh mit guter Dämpfung und fairem Preis. Ich würde auch längere Socken empfehlen, um die Waden vor Brennnesseln und sonstigen Gestrüpp zu schützen. Kopfbedeckung und Windjacke sollten immer mitgeführt werden. Vor allem wer in höheren Gefilden unterwegs ist, da schlägt das Wetter schnell mal um. Ein Laufrucksack mit Trinksystem und Proviant für längere Touren einplanen (länger als eine Stunde). Smartphone und Sportuhren mit Navigation sind sehr hilfreich, wenn du dich auf unbekanntes Terrain wagst. Zeit ist nicht wichtig auf den Trails Vergiss Tempo, an manchen anspruchsvollen Trailpassagen kannst du schon mal für wenige Kilometer eine Stunde benötigen. Immer die Konzentration auf den Untergrund lenken. Richte deinen Blick vorausschauend ein paar Meter vor deine Füße, um das Gelände abzuschätzen. Steigerungen anfangs nur moderat einbauen. Sei vorbereitet, dass du schneller außer Atem kommst, aber das ist normal. Das Runnershigh ist dir aber sicher, wenn du oben angekommen bist. Wie bereits erwähnt schnelles Gehen oder Wandern (Speedhiking) ist Teil der Disziplin, also keine Furcht davor. Trailrunning macht fit und gute Laune. Nachfolgend nehme ich dich noch kurz mit auf die Trails von Naturns und zeige dir ein paar Impressionen vom ersten Hike & Trail Camp im Mai 2022. Die zusätzlichen Programmpunkte wie das morgendliche Yoga & die Aqua-Jogging Einheit und das Abendprogramm erwähne ich aufgrund des Themas "Trailrunning" hier nicht ausführlich. Die Ausschreibung zu den "Hike & Trail Days in Naturns" mit detailliertem Programm kannst du in der gesetzten Verlinkung nachlesen. Das Konzept ist einfach, wir bieten vier Tage Spaß und neue Erfahrungen in und über Naturns, Trailrun und Genusswandern je nach Bedarf. Die Teilnehmerinnen können jederzeit entscheiden, welcher Gruppe sie sich anschließen. Mein Part ist alles rund um das Thema Trailrunning und wie gesagt, ich möchte das noch ganz viele Frauen diese Welt kennenlernen und sich trauen die Berge für sich zu erobern. Rückblick auf die ersten Hike & Trails Days in Naturns Insgesamt waren 15 Teilnehmerinnen beim ersten Camp dabei. Einige kannten sich bereits und somit gab es wenig Berührungsängste und die Stimmung war von der ersten Minute an sehr angenehm und kommunikativ. Die vier Tage waren mit Anreise am Donnerstag bis Mittag und Abreise am Sonntag ab Mittag (12. bis 15. Mai 2022). Trail zum Wallburgboden Am ersten Tag (Donnerstag) ging es nach unserer Anreise dann nachmittags auf eine kleine Erkundungstour zum Kraftplatz und Aussichtspunkt Wallburgboden. Die Strecke ist angenehm zu laufen mit leichten Anstiegen und wunderbaren Ausblicken auf Naturns und über das Vinschgau. Insgesamt liefen wir 7 Kilometer und überwanden dabei etwas mehr als 200 HM. Für den Einstieg war dies die richtige Tour und auch für die Anfängerinnen sehr gut geeignet. Trail von Schloss Juval über den Tscharser und Stabener Waalweg Am zweiten Tag ging es direkt nach Yoga an der St. Prokuluskirche und dem Frühstück zum Schloss Juval. Dort gab es, nur für uns, eine außerordentliche Schlossführung und wir trafen dabei auf den Schlossherrn und Extrembergsteiger Reinhold Messner persönlich. Danach ging es mit den Überraschungen weiter und wir durften Dani Jung, den bekannten und sehr erfolgreichen Südtiroler Trailrunner, kennenlernen. Er begleitete uns auf unserer Tour vom Schloss Juval über den Tscharser und Stabener Waalweg bis zur Radbar, direkt am Vinschgauer Radweg nach Naturns. Auch dieser Trailrun war für Anfängerinnen sehr gut geeignet. Dani gab den Teilnehmerinnen viele Tipps für das Berglaufen und auch zur Ernährung bzw. Verpflegung während Wettkämpfen. Die Strecke an den Waalwegen ist beliebig erweiterbar. Wir sind ca. 12 Kilometer mit 300 HM gelaufen inkl. Rückweg nach Naturns über den Radweg. Abends kochten wir gemeinsam mit zwei lokalen Bäuerinnen Brennnessel- und Käseknödel im Pfarrsaal. Wir fielen alle abends müde, aber sehr glücklich ins Bett. Trail am Sonnenberg von Naturns nach Partschins Der dritte Tag begann mit einer Aquafitness Einheit und Frühstück. Wir starteten gegen 9 Uhr auf die längste Tour unseres viertägigen Aufenthaltes. Diese führte uns über den Meraner Höhenweg von Naturns über die 1000 Stufen Schlucht, zwei imposanten Hängebrücken, die Jausenstation Dursterhof, den Partschinser Wasserfall nach Partschins. Die Strecke ist mit 16 km und 1.400 HM allerdings nicht mehr für Trailrun-Einsteigerinnen geeignet und wir waren eine entsprechend kleinere Gruppe an diesem Tag. Die Wandergruppe war auf dem gleichen Weg unterwegs, wanderte und nutzte auch die Seilbahnen. Dank der vorhandenen Seilbahnen (Seilbahn Unterstell und Texelbahn) können einige Höhenmeter eingespart werden. Der Sonnenberg, auf dem wir unterwegs waren, ist der Hausberg von Naturns und man kann direkt vom Hotel aus einsteigen. Generell sind alle Strecken sehr gut erreichbar und das macht einen aktiven Urlaub in der Region easy going. Der Sonnenberg ist sonnenverwöhnt und schon frühzeitig im Jahr schneefrei. Den Abend ließen wir in einem Restaurant mit Pizza oder Pasta ausklingen und es ging frühzeitig ins Bett. Der nächste und letzte Tag sollte sehr früh starten. Sonnenaufgangswanderung zum Orenknott Der Wecker klingelte um 3 Uhr und es stand eine Sonnenaufgangstour auf den Orenknott auf dem Programm. Der Gipfel befindet sich auf einer Höhe von 2.258 m. Wir wurden um 3:30 Uhr vom Shuttle abgeholt und zum Ausgangspunkt der Wanderung (Hochforch) gefahren. Wir starteten gegen 4 Uhr, die Sonne sollte gegen 5:30 Uhr aufgehen. Der Aufstieg ist sehr steil, 650 HM auf einer Länge von ca. 2,5 km. Nach gut 75 Minuten erreichten wir den Gipfel. Es gibt noch die Möglichkeit die Strecke etwas abzukürzen. Weiter unten bei der Orenalm befindet sich ein offenes Plateau, das auch einen tollen Blick auf den Sonnenaufgang bietet. Bis hier sind es nur ca. 300 HM. Diese Tour war auch ein Highlight. Wir hatten das Glück über den Wolken zu stehen und die Stimmung war an diesem Morgen einzigartig. Danach stiegen wir zur Giggelberg Alm ab, frühstückten dort, bevor es zurück zum Treffpunkt und unserem Shuttle ging. Insgesamt sind wir 7 km und 650 HM gewandert. Danach checkten wir aus dem Hotel Belvedere aus und fuhren alle mit einem Gepäck voller schöner Erlebnisse heim. Die vier Tage Trailrunning für Frauen waren ereignisreich wie eine ganze Woche. Jeder einzelne Programmpunkt war sehr gut durch den Tourismusverband organisiert und wir genossen alles. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Camp, dass voraussichtlich vom 04.-07.05.2023 stattfinden wird. Außerdem hoffe ich, dass ich dir hiermit etwas Mut machen konnte, Trailrunning zu probieren, denn Trailrunning für Frauen ist etwas Wunderbares. Sei dir sicher, es wird gut. Vielleicht sehen wir uns beim nächsten Camp in Naturns und ich freue mich dich dann dort zu begrüßen. Hinweis: Das Frauen Trailcamp wird von Naturns ausgerichtet und unterstützt. Wir, Katja Wegener (Wanderguide) und ich sind Ideengeber, die Reiseleitung & Guides vor Ort und organisieren dieses Event mit. Es beinhaltet somit Werbung, es handelt sich aber dennoch um meine eigene Meinung.

  • Outdoor-Abenteuer: Die Viking Collect Moments Event Reihe

    Eine Atempause im Alltag: Outdoor-Abenteuer sind cool. Willkommen zur monatlichen Auszeit in der Natur! Outdoor-Abenteuer für Jedermann Inmitten des hektischen Alltags, geprägt von Terminen, Verpflichtungen und dem ständigen Hin- und Herrennen, verlieren wir manchmal den Kontakt zur Natur und zu uns selbst. Zwischen Schreibtisch, Haushalt und einem vollen Terminkalender sehnen wir uns häufig nach einer entspannenden Auszeit im Freien, um den Kopf freizubekommen und den Stress des Alltags hinter uns zu lassen. Es ist an der Zeit, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen! Ich freue mich, Teil einer neuen monatlichen Veranstaltungsreihe in und um München zu sein und lade dich ein, dabei zu sein. Raus aus dem Alltag und rein in die Natur. Denn viel zu oft vergessen wir, wie befreiend es sein kann, unter freiem Himmel zu sein, frische Luft zu atmen und die Geräusche der Natur zu hören. Dabei kannst du Gleichgesinnte kennenlernen und die Erlebnisse teilen. Auf ins nächste Outdoor-Abenteuer. Eine neue monatliche Event Reihe in der Natur Diese Eventserie ist nicht nur eine Einladung, sondern auch ein Geschenk an dich. Wir bieten die Gelegenheit, mitzukommen und inmitten idyllischer Landschaften zu entspannen, und das Beste daran? Die Teilnahme ist kostenlos! Wir glauben fest daran, dass gemeinsam es viel mehr Spaß macht. Die Organisation übernehmen wir. Dabei kannst du auch die neuesten Schuhe von Viking Footwear testen und bist immer mit der richtigen Ausrüstung bei unseren Outdoor-Abenteuer dabei. Lass uns gemeinsam die Schönheit der Natur genießen. Egal, ob du dich nach einem ruhigen Waldspaziergang sehnst, eine frühe Bergwanderung zum Sonnenaufgang oder auch einen Trailrun über flowige Pfade – unsere monatliche Veranstaltungsserie bietet für jeden etwas. Alle Veranstaltungen werden in der FB Gruppe “VikingFootwear x Runfurther.de – #VikingCollectMoments“ verkündet. Die aktuellen Informationen findest du dort. Über das Jahr verteilt planen wir insgesamt 11 aufregende Aktivitäten oder Outdoor-Abenteuer. Um deine Teilnahme zu belohnen und die Erlebnisse zu verewigen, haben wir zudem unsere #VikingCollectMoments Stempelkarte ins Leben gerufen. Bei jeder Teilnahme an unseren Events erhältst du einen Stempel, und wer sechs Stempel sammelt, hat die Chance auf einen kleinen Preis. So wird deine Sammlung nicht nur zu einer Reise durch die Natur, sondern auch zu einer Reise mit Belohnung. Nimm dir die Zeit, entdecke mit uns neue Orte, und lass dich von der Natur beeindrucken. Wir versprechen dir unvergessliche Momente und die Möglichkeit, die Batterien wieder aufzuladen. Wir freuen uns darauf, diese besonderen Momente mit dir/euch zu teilen! Gerne verwende beim Teilen dieser Momente den Hashtag #VikingCollectMoments Outdoor-Abenteuer in und um München Nachfolgend liste ich dir die vergangenen Outdoor-Abenteuer, damit du dir einen Eindruck verschaffen kannst, wie cool die gesammelten Erlebnisse sind. Trailrunning am Kirchsee mit Eisbaden Der November 2023 markierte den Auftakt dieser spannenden Reise. Das Ziel war der Kirchsee mit einer geplanten Eisbade-Session nach einem Trailrun. Der Lauf führte vom Kirchsee zum Hackensee. Das Wetter war an diesem Tag nicht optimal, hat uns aber nicht aufgehalten, denn #VikingCollectMoments geht bei jedem Wetter. Mit dabei hatten wir den Viking Anaconda Light II GTX, ein Trailschuh, der vor allem auf leicht zu bewältigenden Trails / Wegen zuhause ist. Der Untergrund spielt dabei eine nachgeordnete Rolle, da die Sohle gleichermaßen auf nassen Wurzeln sowie auf glatten Steinen eine gute Griffigkeit bietet. Die Struktur des Schuhs gewährleistet Sicherheit und Schutz. Ein guter Einstiegsschuh für Läufer, die auf den Trails noch weniger Erfahrung haben. Außerdem bietet die GORETEX Membran eine zuverlässige Trockenheit der Füße. Alle Viking Schuhe findest du im Shop von Viking. Mit dem Code Cindy20 kannst du die Schuhe günstiger kaufen. Doch das war nicht alles – nach dem Lauf wagten wir uns mutig in die erfrischenden Fluten des Kirchsees für ein belebendes Eisbad. Eine Erfahrung, die nicht nur den Körper stärkt und für Adrenalin sorgt, sondern auch die Verbindung zur Natur vertieft. Einige der Teilnehmer waren das erste Mal Eisbaden und ich glaube alle hatten ihren Spaß und konnten stolz auf sich sein. Sunset Hike zum Baumgartenschneid mit X-Mas Vibes Beim zweiten Event ging es an den bezaubernden Tegernsee. Unser winterliches Abenteuer startete mit einer gemeinsamen Bahnfahrt von München zum Tegernsee. Vor Ort erwartete uns eine atemberaubend schöne Sonnenuntergangswanderung auf den Baumgartenschneid und den Riederstein. Den krönenden Abschluss bildeten gemütliche Momente bei einem köstlichen Getränk (Glühwein) und Essen auf dem Tegernseer Christkindlmarkt. Dieser Ausflug war eine wahre Wintermärchenreise, die uns allen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Bei diesem Ausflug hatten wir den Viking Constrictor Icegrip GTX Winterwanderschuh dabei, den wir auf Herz und Nieren testen konnten. Dieser Winterstiefel ist warm, robust und bleibt dank der Gore-Tex Technologie dauerhaft wasserdicht und atmungsaktiv. Er eignet sich perfekt für jedes Winter-Abenteuer. Der Grip ist richtig gut und der hohe Schaft bietet einen ausgezeichneten Schutz. Adventure Sunrise Hike zum Pendling with Sledging Unser 3. Event startet am 21. Januar 2024 in den Morgenstunden. Eine Sonnenaufgangswanderung zum Pendling mit Rodelabfahrt. Über 30 enthusiastische Frühaufsteher, einschließlich mir, hatten auch bei diesem Event die Sonne auf unserer Seite und erlebten einen wunderschönen Wintertag in der Natur. Nach einer Stunde und 40 Minuten Aufstieg erlebten wir einen tollen Sonnenaufgang. Danach stärkten wir uns bei einem gemütlichen Frühstück auf der Kala-Alm für den bevorstehenden Rodelspaß auf eisigen Wegen. Die rasante Abfahrt zurück ins Tal war für einige die erste Rodelerfahrung und gar nicht so langsam. Ich glaube auch dabei ist jeder auf seine Kosten gekommen. Ein paar, die nicht rodeln wollten, sind normal abgestiegen. Diesen Ausflug habe ich bereits auf dem Blog "Sonnenaufgangstour auf den Pendling" beschrieben und kann ich empfehlen. Eine der schönsten Winterwanderungen, die ich bisher gemacht habe. Ebenfalls bei diesem Ausflug begleitete uns der Viking Constrictor Icegrip GTX Winterwanderschuh. Wie bereits erwähnt, verfügt er praktischerweise über ein „Bremsprofil“, das die Abfahrt für uns sicher und kontrolliert gestaltete. Outdoor-Abenteuer Sunset Winter Hike zum Breitenstein Im Februar brachen wir zu einer weiteren Sonnenuntergangswanderung auf. Selbst die ungünstige Wettervorhersage konnte uns nicht von unserem Vorhaben abhalten, die Natur in vollen Zügen zu genießen. Es ging dieses Mal zum Breitenstein, bei Bayrischzell. Diese Tour eignet sich wunderbar, um mit der Bahn zum Startpunkt (Bahnhof Geitau) anzureisen. Während der Aufstieg zwar anspruchsvoll, aber durch die grandiose Landschaft umso belohnender war, überraschte uns das Wetter mit einer Laune, die wir im Nachgang wohl nicht als idealen Sonnenuntergang bezeichnen würden. Doch, wie es sich für eine eingeschworene Wandertruppe gehört, ließen wir uns von den Wolken und dem leichten Regen keineswegs die gute Laune verderben. Der Viking Constrictor hielt unsere Füße trocken und war die perfekte Wahl für den grauen/regnerischen Wandertag. Nach der Wanderung sind wir alle noch gemeinsam im Gasthaus Rote Wand in Geitau eingekehrt. In den gemütlichen Gasträumen kann man sehr gut speisen und es war ein schöner Tagesabschluss. Danach fuhren wir vom Bahnhof Geitau zurück nach München. Die weiteren Outdoor-Abenteuer der Viking Collect Moments Reihe werden nach und nach aktualisiert. Ich freue mich, dich /euch bei einem der nächsten Veranstaltungen dabei zu haben bzw. kennenzulernen. Dieser Beitrag enthält Werbung, da die Eventserie in Zusammenarbeit mit Viking Footwear erfolgt.

  • Kraulen läuft noch nicht, aber es wird, ganz klar

    Kraulen das wollte ich noch nie lernen Wer meinen ersten Bericht zu meinen ersten Wochen Triathlontraining gelesen hat, weis, dass schwimmen bzw kraulen so gar nicht mein Ding ist. Wasser öh, nee, kalt und bäh, da mag ich doch das Land zum Laufen vielmehr. Aber nützt nichts, ich habe mir einen Triathlon in den Kopf gesetzt, da muss ich nun durch. Die ersten Besuche bei meinem Kraul-Anfängerkurs für Erwachsene waren solala, zwischendrin war ich auch ein paar mal zum Üben allein im Hallenbad, nichts bewegendes bzw. geht mir alles zu langsam voran. Denn alleine trainieren ohne Anleitung, das ist gar nicht so einfach. Im Übrigen schwimmen ist ziemlich anstrengend. Eigentlich fühle ich mich ziemlich fit, aber im Schwimmbecken reicht meine Kondition nicht aus. Warum ist dieser Sport so anders? Nicht alles Sonnenschein Dann Ende Januar ein eisiger Tag, Temperaturen im Minusbereich und ich will nicht zum Training. Schweinehundalarm. Es läuft schon seit ein paar Tagen nicht nach Plan, Privates vermischt sich mit meinem Training und macht mir Sorgen. Dennoch in letzter Minute schaffe ich es zum Kurs noch rechtzeitig. Auch Dank meiner Trainerin Hania konnte ich an diesem Tag ein für mich zufriedenstellendes Schwimmtraining absolvieren und hatte noch Spaß dabei. Allerdings das Gefühl fast "versagt" zu haben bzw. beinahe das Schwimmen ausfallen zu lassen, nagte auf dem Heimweg enorm an mir. So ging es nicht weiter, planloses trainieren und mit Unlust ins Training gehen, ich brauchte einen Weg, um Spaß daran zu finden. Wobei ich nicht sagen kann, der Kurs mache kein Spaß. Das ist es nicht. Aber es ist doch viel schwerer sich zum Kraulen aufzuraffen, als einfach loszulaufen. An diesem Abend setzte ich mich daheim an den PC und suchte über Facebook Trainingspartner. Und siehe da, neue Motivation am Himmel. Ich bekam den Tipp für ein freies Training immer freitags unter Anleitung eines Trainers. Sofort hatte ich mich angemeldet und trainiere seitdem zwei Mal wöchentlich. Derzeit schaffe ich es wenige Bahnen (25 m) sauber am Stück durch zu kraulen. Nicht viel, aber es fühlt sich gut für mich an. Und da sagt doch letztens mein Schwiegervater in Spe, sind ja nur 60 Bahnen am Stück.... Verunsichert bin ich jetzt noch nicht. Abgerechet wird dann in 13 Wochen ;) Aber dennoch der derzeitige Status ist ein wenig frustierend. Und ich bin selbst gespannt, wie es weitergeht. Mit der Theorie habe ich mich ja bereits genug auseinandergesetzt. Und deshalb noch ein paar Tipps von mir, so von Anfänger zu Anfänger: Aufwärmen und dehnen vorher und danach sind immens wichtig, vor allem der Schulterbereich wird stark belastet und ist bei mir durch den neuen Bewegungsumfang verspannter. Anfangs hat es mir geholfen mich möglichst nur auf eine Sache zu konzentrieren. Atmung erst mal weglassen. Mich hat es kirre gemacht, ständig Wasser zu schlucken. Ich ging deshalb die ersten Male dazu über möglichst lange ohne Atmung zu üben und dann kurz zum Atmen Pause zu machen. Ist blöd, hilft aber. Auch wenn es einem unangenehm ist, aber im kleinen Planschbecken übt es sich durchaus einfacher und oft auch wärmer. Die Geschwindigkeit rausnehmen, man ist weniger schnell aus der Atmung und verhindert, dass man in Hektik gerät. Es ist anfangs sowieso wichtiger an der Technik zu arbeiten als am Tempo oder an der Distanz. Deshalb schwimme ich aktuell auch nicht mit Uhr, um nicht enttäuscht zu werden, wenn es beispielsweise weniger als 1000 Meter pro Trainingseinheit waren. Für einen kleinen Geschwindigkeitsrausch immer mal wieder ein paar Bahnen mit Schwimmflossen kraulen, dass gibt Motivation und man möchte die Dinger nicht mehr ablegen. Der beste Tipp überhaupt zum Armschlag, stelle dir vor du kratzt mit deinem ganzen Arm eine große Schüssel voller Teig aus und nun das ganze im Wasser. Ihr glaubt es nicht, aber es hat mir geholfen. Dies betrifft den S-Armschlag, welcher bei vielen als veraltet gilt. Ich bin momentan noch nicht sicher, welcher Armschlag (S oder gerade gezogen) für mich besser ist. Aber im Schwimmunterricht lernen wir die S-Variante, da hier die Kraft besser verteilt werden kann. Mein größtes Manko war und ist immer noch der Beinschlag. Ich vergesse regelrecht die Beine zu bewegen. Das sind viel mehr kurze Zuckungen immer wieder, sieht urkomisch aus. Die Wasserlage ist dadurch nicht optimal. In meiner ersten Kraulstunde musste ich in der Vertikale (stehend) den Beinschlag üben. Der Beinschlag muss aus der Hüfte kommen. Wenn man mit dem Kopf über Wasser bleibt, dann passt es. Da muss ich leider noch ein wenig weiter trainieren. Für eine gute Wasserlage ist es wichtig den Körper möglich gestreckt zu halten, dann gibts weniger Wasserwiderstand. Ist aber nicht wirklich so einfach wie geschrieben. Der Blick sollte nach unten gerichtet sein und der Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule gehalten werden, so spart man eine Menge Energie. Ziele sind wichtig, sonst bleibt man nicht zäh genug dran. Auch wenn es schwer zu glauben ist, aber mein erstes Ziel war eine Bahn durch zu kraulen. Wichtig war mir eine saubere Ausführung. Dafür benötigte es dann doch ein paar Trainingsstunden. Wenn das geschafft ist, in kleinen Schritten weiter denken, zwei Bahnen kraulen etc. Ansonsten wird der Druck schnell zu groß und man erreicht das Gegenteil. In meinem Fall hektische Bewegungen und ziemlicher Kraftaufwand. Und wo wir beim Punkt Ziele sind, die Regelmäßigkeit ist wichtig, dann kommt man in einen Flow und findet Spaß daran. Ich konnte bisher bei jeder Schwimmstunde etwas dazu lernen bzw. Fortschritte machen. Wer längere Haare hat, sollte sich defintiv schnell an eine Badekappe gewöhnen. Weniger störende Haare sind eine echte Erleichterung. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die Auskühlung des Kopfes verhindert. Vorallem beim Schwimmen open-door oder ab Frühjahr auch im See. Ganz wichtig Trinken nicht vergessen, auch wenn der Flüssigkeitsverlust weniger spürbar ist. So und wer hat noch weitere tolle Tipps für mich? Der enorme Kraftaufwand deutet ja ziemlich darauf hin, dass die Technik bei mir noch nicht ganz sitzt.

  • BladeNight - rollend über Münchens Straßen

    Die BladeNight in München ist zurück und das jeden Montag von Mai bis Anfang September. Veranstalter ist der gemeinnützige Verein SkateMunich! e.V., der die größte Inline-Skating Veranstaltung Europas seit Jahren am Leben erhält. Teilnehmerinnen auf verschiedenen Strecken durch München. Startplatz ist der Bavariapark an der U5 Schwanthalerhöhe. Ab 19:00 Uhr gibt es Rahmenprogramm, um 21:00 Uhr rollt der Zug los. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind willkommen und werden zu 100% für die hohen Organisationskosten verwendet. Transparenzhinweis: Der Beitrag entstand in Kooperation mit K2. Meine Bewertung und alle geschilderten Erfahrungen beruhen auf meiner persönlichen und unabhängigen Meinung. Inlineskates und Schutzausrüstung gibt es vor Ort zu leihen über skatedealer.de. Verleih unbedingt rechtzeitig abholen, die Veranstaltung startet pünktlich. Am besten kommt man zu Fuß, mit dem Rad, den Skates oder den öffentlichen Verkehrsmitteln: U-Bahn U5 Schwanthalerhöhe direkt am Bavariapark. Alternativ S-Bahn Hackerbrücke mit kurzem Fußweg. Verschiedene Strecken bei der BladeNight München Von Mai bis September rollt München jeden Montag und jede Woche auf einer anderen Strecke. Inzwischen gibt es fünf verschiedene Routen: Nord, Süd, Süd 2 (Solln), West und Ost. Alle Strecken sind autofrei und führen durch verschiedene Stadtteile, eine schönere Art München zu erkunden gibt es kaum. Mein persönlicher Favorit ist die Oststrecke. Das Highlight ist der Abschnitt ab der Wittelsbacher Brücke Richtung Candidplatz und Tierpark, zurück über die Tierparkbrücke vorbei an der alten Utting. Die Gegend mag ich einfach sehr und die Straßenqualität ist perfekt zum Skaten. Zusätzlich gibt es die Familien-BladeNight, mit kürzerer Route, langsameren Tempo und kindergerechtem Ablauf. Ideal für alle die mit Kindern unterwegs sind. Die BladeNight ist nicht nur etwas für Profis Mit Rollen unter den Füßen erlebe ich Sport auf eine völlig andere Art. Das Gefühl von Freiheit, die fließenden Bewegungen und die Abwechslung zum Laufen begeistern mich. Gleichzeitig werden Koordination, Gleichgewicht und die Tiefenmuskulatur trainiert. Inlineskaten ist zudem gelenkschonend und beansprucht nahezu den gesamten Körper. Wichtig zu wissen: Die BladeNight ist kein Event für absolute Anfänger. Du solltest sicher auf Inlineskates stehen und selbständig bremsen können. Wer sich noch nicht ganz sicher fühlt, muss aber nicht gleich auf die Teilnahme verzichten. Jeden Montag findet direkt vor dem Start gegen 20:00 Uhr ein kostenloser Bremskurs am Startplatz statt. Innerhalb von rund 30 Minuten werden die wichtigsten Grundlagen vermittelt, sodass du anschließend deutlich sicherer unterwegs bist. Als ich zu meiner ersten BladeNight gefahren bin, war ich selbst weit entfernt, eine erfahrene Skaterin zu sein. Ehrlich gesagt kann ich mich kaum erinnern, wann ich davor zuletzt auf Inlineskates gestanden hatte. Als Kind hatte ich zwar Rollschuhe, bin aber nur selten gefahren. Entsprechend groß war mein Respekt vor der ersten Runde. Umso beruhigender war es, gemeinsam mit Freunden zu starten. Was mit besonders gefallen hat: Niemand erwartet Perfektion. Es ist völlig normal, sich gegenseitig zu unterstützen, die Hand eines Freundes zu nehmen oder sich Tipps von erfahreneren Teilnehmern zu holen. Schon nach wenigen Fahrten habe ich deutliche Fortschritte bemerkt. Lediglich schnelle Abfahrten kosten mich noch Überwindung, weil die Angst vor einem Sturz manchmal mitfährt. Mit jeder tour wird jedoch auch das Bremsen sicherer und routinierter. Die Blade Guards - die stillen Helden der BladeNight Damit Tausende Skaterinnen und Skater sicher durch München rollen können, braucht es weit mehr als gesperrte Straßen. Einen entscheidenden Beitrag leisten die sogenannten Blade Guards, freiwillige Helfer/-innen, ohne die die BladeNight gar nicht stattfinden könnte. Die Blade Guards werden speziell auf ihre Aufgaben vorbereitet und arbeiten eng mit der Polizei, Sanitätsdiensten und der Veranstaltungsleitung zusammen. Entlang der Strecke sichern sie Kreuzungen, unterstützen der Zwischenfällen, leisten bei Bedarf Erste Hilfe und sind Ansprechpartner für die Teilnehmenden. Gleichzeitig sorgen Sie dafür, dass der Skaterzug geschlossen und sicher unterwegs bleibt. Während der Fahrt werden die befahrenden Straßenabschnitte für den Verkehr gesperrt. Dadurch entsteht das besondere Gefühl, München auf Inlineskates nahezu autofrei erleben zu können. Die Durchfahrt eines kompletten Skaterzuges dauert je nach Streckenabschnitt etwa 20 bis 25 Minuten Montag ist BladeNight Tag in München Im Sommer gehört der Montagabend in München den Inlineskates. Allerdings spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Bei Regen oder nasser Fahrbahn findet die Veranstaltung aus Sicherheitsgründen nicht statt. Ob gefahren wird, entscheidet der Veranstalter in der Regel Montagmittag. Die aktuelle Information wird anschließend auf der Webseite sowie über die Social-Media-Kanäle veröffentlicht. Ein kurzer Blick aufs Handy vor der Anreise lohnt sich also immer. Wer vor dem Start noch etwas essen möchte, wird direkt am Veranstaltungsgelände fündig. Rund um den Startbereich gibt es die Möglichkeit, Getränke und kleine Snacks zu kaufen. Häufig sind Foodtrucks vor Ort, außerdem sorgt das Team vom Wirtshaus am Bavariapark für die Verpflegung. So lässt sich die Zeit bis zum Start ganz entspannt verbringen. Sicherheit bei der BladeNight Ein Wort noch zum Thema Sicherheit: Bei der BladeNight sind je nach Termin mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterwegs. Wo viele Menschen gemeinsam auf Inlineskates fahren, lässt sich ein gewisses Sturzrisiko natürlich nicht vollständig vermeiden. Deshalb empfehle ich, immer mit vollständiger Schutzausrüstung zu fahren. Dazu gehören mindestens ein Helm sowie Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner. Auch helle Kleidung oder zusätzliche Beleuchtung können dazu beitragen, besser gesehen zu werden. Wie wichtig die richtige Ausrüstung ist, habe ich selbst erlebt. Bei meiner ersteh BladeNight bin ich gestürzt. Dank meiner Schutzausrüstung blieb es bei einer leichten Prellung. Besonders beeindruckt hat mich die schnelle Reaktion der Sanitäter und Blade Guards. Innerhalb kürzester Zeit war Hilfe vor Ort, ich wurde erstversorgt und konnte nach einer kurzen Pause sogar weiterfahren. Im Ziel bestand zusätzlich die Möglichkeit, die Verletzung noch einmal von einer Ärztin begutachten zu lassen. Mein Fazit: Die Organisation durch das Bayerische Rote Kreuz, die Blade Guards und alle weiteren Helfer ist hervorragend. Wer die grundlegenden Sicherheitsregeln beachtet und mit passender Schutzausrüstung startet, kann die BladeNight mit einem guten Gefühl genießen. Alternativtraining zum Laufen In den Sommermonaten findet nun die BladeNight statt. Mein persönliches Ziel: Am Ende der Saison nicht mehr als Anfängerin auf den Skates unterwegs zu sein. Denn eines steht für mich bereits fest, Inlineskaten macht unglaublich viel Spaß. Auch aus sportlicher Sicht ist Inlineskaten für mich eine ideale Ergänzung zum Lauftraining. Die Bewegung ist deutlich gelenkschonender als das Laufen, trainiert aber gleichzeitig auch Ausdauer, Koordination und Muskulatur. Gerade an Tagen, an den ich meinen Körper entlasten möchte, ist eine Runde auf den Skates eine hervorragende Alternative. Meine Inlineskates: K2 Alexis 84PRO Für die Blade Night fahre ich aktuell die K2 Alexis 84 PRO. Nach einigen Fahrten kann ich sagen, dass ich mit der Wahl sehr zufrieden bin. Die Skates gehören zur Fitness-Kategorie und sind damit für längere Strecken sowie ein zügiges, aber komfortables Fahrgefühl ausgelegt. Typisch für viele Modelle von K2 ist der sogenannte Softboot, der den Fuß angenehm umschließt und für einen hohen Tragekomfort sorgt. Gerade auf längeren Touren empfinde ich das als großen Vorteil. Die Alexis 84 PRO sind mit 84-mm Rollen ausgestattet, die einen guten Kompromiss zwischen Laufruhe, Geschwindigkeit und Kontrolle bieten. Gleichzeitig geben die Skates ausreichend Stabilität, sodass ich mich als Wiedereinsteigerin schnell sicher gefühlt habe. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und die Passformt passt für mich sehr gut. Bei der Größenauswahl würde ich empfehlen, die Skates nicht zu knapp zu kaufen. Viele Skater wählen etwa eine halbe Nummer größer als ihre normalen Straßenschuhe. Wichtig ist, dass die Zehen ausreichend Platz haben, während der Schuh insgesamt fest am Fuß sitzt und guten Halt bietet. Grundsätzlich gibt es nicht den einen perfekten Inlineskate für alle. Je nachdem, ob man hauptsächlich Fitnessrunden fährt, Rennen laufen möchte oder sich für andere Disziplinen interessiert, können unterschiedliche Modelle sinnvoll sein. Wer neu einsteigt, profitiert deshalb oft von einer Beratung im Fachgeschäft. Forocredit: Marinus Veit

  • Dem Sonnenaufgang entgegen

    Samstagmorgens (29.08.2015) es ist 2:15 Uhr und mein Handy weckt mich, ich bin völlig schlaftrunken und mir fehlt die Orientierung, was, wer, wie, wo…. Ach ja, wir befinden uns in Antholz, Südtirol und Cindy will heute 11 Gipfel bezwingen. Die 11 Gipfel-Tour fand dieses Jahr zum dritten Mal statt und Traumwetter wurde vorausgesagt. Ich brauchte ein paar Minuten, um in die Gänge zu kommen, ich hatte schlecht geschlafen und vor allem zu kurz, ständig wachte ich auf, der Start in den Tag hätte besser sein müssen, Lust verspürte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine. Meine Freundinnen und ich trafen uns zu einem Kaffee und einem Croissant in der Lobby unseres Übernachtungshotel (Vierbrunnenhof). Um Punkt 3:05 Uhr wurden wir von einem organisierten Shuttle abgeholt und zum Startpunkt Oberasen gefahren. Dort trafen wir auf etwas mehr als 200 „gutgelaunte“ Teilnehmer, die 11 Gipfel-Tour war im Übrigen ausverkauft. Vor Ort meldeten wir uns an. Wir bekamen einen Stempelpass, eine Startnummer sowie ein paar Kekse und Äpfel. Ein kleiner Hinweis, bei dieser Tour handelt es sich um keine Wettkampfveranstaltung, Spaß, Vorfreude und Genießen stehen im Vordergrund, jeder nach seinem persönlichem Können, lediglich zeitliche Cutoffs an diversen Kontrollpunkten mussten erreicht werden, um die komplette Wanderung durchzulaufen. Meine Freundin Monika schien ein bisschen bedrückt zu sein, deshalb fragte ich sie, „hast du ein Problem?“ da meinte sie nur kurz und knapp „11 Gipfel“, beide kicherten wir. Mittlerweile war ich dann auch ziemlich aufgeregt. Ausgeschrieben wurde die Tour als „eine einsame Grenzwanderung von Gipfel zu Gipfel - die meisten ohne klingende Namen und doch beeindruckend - zwischen dem Antholzer- und dem Gsiesertal“. Ich war mir nicht sicher, was eigentlich auf mich zukommen würde, die Daten von 28,8 km / 2800 HM rauf / 2250 HM runter hörten sich für mich interessant an. Angemeldet zu dieser Tour hatte ich mich spontan, weil mir die Bilder aus 2014, welche ein Freund über Facebook teilte, einmalig fand und ich da unbedingt teilnehmen wollte. Um 3.30 Uhr fiel der Startschuss, meine Wegbegleiter und ich standen vorne und wir marschierten schnellen Schrittes hinein ins Vergnügen, Ziel war Gipfel 1 vor Sonnenaufgang um 6:26 Uhr und nach 1400 HM zu erreichen. Unser Tempo war ziemlich hoch und das Teilnehmerfeld zog sich schnell auseinander, begleitet wurden wir von Orion, Vollmond und ich nach zwei Kilometern von zwei netten Blasen an den Fersen. Mein Kumpel Tom gab mir Pflaster, um die Wunden abzukleben, dabei verloren wir allerdings die anderen und hinter uns war weit und breit niemand zu sehen. Wir liefen erst mal einsam mit Stirnlampe im Dunklen weiter, der Mond schien rötlich, gross und wunderschön. Bald kam auch der Umriss des ersten Gipfel, des Rudlhorn, in Sicht und eine lange helle Schlange von Stirnlampen trottete ihm im zick-zack entgegen, total coole Stimmung herrschte in diesem Moment. 01) Rudlhorn (2.448 m) Ohne viel gegessen zu haben, gestaltete sich der Anstieg ein wenig anstrengend, es wurde immer heller, aber wir erreichten das Gipfelkreuz kurz vor Sonnenaufgang, ich war mega glücklich, mein erster Sonnenaufgang auf einem Berg stand mir bevor und ich schüttete erst mal eine Menge Glückshormone aus. Angekommen, Selfie schiessen, freuen, staunen, ein weiteres Selfie schiessen, träumen, ein Gruppenbild machen, einen Kaffee trinken, ach das will ich wieder, unglaublich, unbeschreiblich, für mich das Highlight des Tages. Nach einiger Zeit musste ich allerdings erst mal meine Fersen verarzten, es hatten sich schon schmerzhafte Blasen entwickelt, welche ich nun mit Blasenpflaster versah und zusätzlich tapte. Ich holte mir meinen ersten Stempel stolz ab und wir machten uns schon weiter auf den Weg zum Eisatz. 02) Eisatz (2.493 m) 03) Million (2.435 m) Begleitet wurden wir unterwegs von einer frechen Bergziegengruppe, die uns mächtig auf Trab hielt und noch versuchte den zweiten Gipfel zu erstürmen auf der Suche nach Futter. Gipfel 3 der Million erreichten wir dann auch ziemlich schnell. Es war jetzt schon eine richtige Gewohnheit, ankommen und erst mal den Stempelpass herausholen, eine Art Jagd, jeder neue Stempel freute mich enorm. An jedem Gipfel wurde anhand der Startnummer zusätzlich geprüft, welche Teilnehmer den Gipfel erreicht hatten und entsprechend auf einer Liste abgehakt. 04) Frisiberg (2.538 m) Richtung Frisiberg wurde das Gelände schwieriger und man musste über Steinblöcke auf und ab kraxeln. Ein bisschen Mut erforderte es, meine Augen hielt ich fortan immer mehr auf dem Boden. Ein wenig Unsicherheit begleitete mich, Spaß machte es trotzdem. Orangene Markierungen zeigten den Teilnehmern eine vorgeschlagenen Route, welche wir zumeist auch folgten. Am Gipfel wurden wir mit Posaunenklängen begrüßt und man sagte uns die ersten 14 km seien geschafft. Ich war erstaunt und rechnete mir eine Ankunft nicht später als 16 Uhr aus. Ich fragte in welcher Richtung das Ziel sei, folgend des Zeigefingers eines Helfers in die Ferne, folgte ein kleiner Dämpfer, eine unglaubliche bevorstehende Weite erschien vor mir. 05) Amperspitze (2.687 m) Den Frisiberg hinter uns lassend ging es erst mal abwärts bevor wir wieder einen steilen Anstieg zur Amperspitze hoch mussten, das demotivierte ein bisschen, es war mittlerweile ziemlich heiß, meine Füße schmerzten und wir befanden uns im hinteren Teilnehmerfeld. Oben trafen wir die Jungs unserer Gruppe wieder und Thomas die Gipfelbetreuung (der Hotelwirt unseres Hotels Vierbrunnenhof) hiess mich mit Bergheil und drei Bussis willkommen. Dort in der Höhe war eine lustige Stimmung, es wurde sogar getanzt. Der Abstieg zur Verpflegungsstelle am Ampertörl war steinig, uneben und erforderte Ausdauer sowie Trittsicherheit. Wir erreichten die Zwischenstation, welche auch als zeitliche Kontrollstelle fungierte ca eine halbe Stunde vor Cut-off um 11:30 Uhr, wer diese Zeit nicht erreichte, dem wurde empfohlen den Abstieg zu machen. Irgendwie vermutete ich schon, dass an meiner Berechnung das Ziel bis 16 Uhr zu erreichen, irgendetwas nicht stimmte. Wir legten eine etwas längere Pause ein, wir aßen, füllten unsere Trinkrucksäcke mit Wasser und ich verband meine Fersen neu und nun auch meine großen Zehen, da bildeten sich mittlerweile auch schon Blasen. Wir unterhielten uns hier auch mit Günther dem Initiator und Organisator der 11 Gipfel-Tour, das ganze Ambiente war sehr freundlich und offen. Man kam während der Tour mit allen sehr schnell ins Gespräch. 06) Karl (2.490 m) 07) Ochsenfelder (2.609 m) 08) Napfl (2.428 m) 09) Knebelstein (2.494m) Die nächsten Gipfel erreichten wir ziemlich einen nach dem anderen, mein Gipfelpass füllte sich rapide, dennoch meine Beine wurden schon schwerer. Am lustigsten war es auf dem Napf mit Siggi und Ludwig, hier machten wir auch eine längere Rast, Stefan, mein Begleiter musste nun auch seine Füße mit Pflaster bekleben und ich wechselte endlich mal in eine kurze Hose und ein luftigeres Shirt. Mit Siggi mussten wir noch ein Likörchen trinken. Hilfsbereit nahm er mir ein paar Sachen ab und erleichterte mir somit den weiteren Weg. Die Hilfsbereitschaft aller Helfer war beeindruckend. 10) Höllensteinspitze (2.755 m) Die Felskraxelei zum 10. Gipfel, der Höllensteinspitze brachte mich allerdings letztendlich an meine Grenzen, meine Beine zitterten, ich war der Aufgabe nahe. An manchen Stellen waren meine Beine zu kurz und die langen Schritten kräftezerrend. Einige Male rutschten kleinere Steinbrocken weg und versetzen mir immer wieder einen Schreck. Ich hatte das Gefühl ich komme nie an, ein Zurück gab es nicht mehr, da wir mittlerweile zu weit waren. Ausstiege waren nach dem 5. / 7. und 9. Gipfel möglich. Nach Erreichen des 10. Gipfels war ich regelrecht geplättet, aber auch glücklich den „Hügel“ erreicht zu haben, vor lauter Glück ließ ich mir nicht nur den 10. Stempel in mein Stempelpass geben, sondern ließ mir 10 weitere auf meinen Armen stempeln. Ihr versteht mich, einen kleinen Erfolg feiern ;) Die Stimmung der Helfer und auch Bergwacht, welche mittlerweile an unseren Füssen klebten und als eine Art Kehrdienst agierte, war heiter, sicherlich auch wegen der Schnäpschen, welche man nun an jedem Gipfel reichlich angeboten bekam und auch trank. Es wurde gesungen und posaunt und gelacht. Wenn es mir besser gegangen wäre, hätte man die Party in vollen Zügen auskosten können. Toll fand ich die Idee, dass alle Teilnehmer, welche die Höllensteinspitze erreicht haben, auf einer riesigen Leinwand unterschreiben sollten, ich unterschrieb direkt mal neben dem Schnellsten. 11) Rotwand (2.818 m) Die Rotwand, weil die Felsen rötlich schimmern auf 2818 m sollte nun der letzte Gipfel werden. Ich ätzte mir meinen Weg nach oben, die Bergwacht lustig hinter mir, wollte und durfte mich nicht überholen, machte immer wieder Pausen, während ich langsam und gleichmäßig hochstiefelte, dem letzten Likörchen entgegen. Meine Gedanken drehten sich um 11 Gipfel, je näher ich der Rotwandspitze kam, umso mehr Stolz kam in mir auf, völlig unterschätzt hatte ich die Tour, einige Male wollte ich einfach nur stehen bleiben und nicht mehr weiter. Oben angekommen, empfand ich nur noch Freude und Erleichterung, der Ausblick war fabelhaft und ich war einfach nur glücklich. Der Abstieg war lang, länger, am längsten, viel Geröll und bald auch wieder schattigere Stellen. Aber auch ich kam irgendwann mit kurzen und langsamen Schritten zum Antholzer See, dem Ziel dieser für mich außergewöhnlichen und spannenden Wandertour um ca 19 Uhr, im Übrigen war ich nicht mehr die Letzte, weil einige Helfer und Teilnehmer an der letzten Hütte noch ein Bierchen zischten und ausgelassen feierten. Hätte man mich am Abend gefragt, sehen wir uns nächstes Jahr wieder? Ich hätte sofort verneint, mittlerweile plane ich mit meinen Freundinnen bei der Tour doch wieder in 2016 dabei zu sein, mit dem Wissen was auf mich zukommt, werde ich mehr genießen können und vor allem mit einer optimalen Vorbereitung und bestem Equipment kann es nur zum Erfolg führen. Ich möchte mich hiermit nochmals bei den Organisatoren (Günther und Ingrid) und all den lieben Helfern für eine atemberaubend tolle Tour, viel Motivation und Unterstützung bedanken, ihr seid mega spitzenklasse und ich freue mich auf 2016! Einige Fotos von PEAK ART IMAGES, Munich

  • 14,8 Kilometer Steilküste: meine Wanderung von Travemünde nach Timmendorfer Strand

    Anfang September war ich für drei Nächte in Lübeck, mehr aus Zufall als aus Plan. Nichts war geplant, ich wollte die freie Zeit nutzen, um etwas Neues zu entdecken. Timmendorfer Strand stand schon länger auf meiner Liste, ohne dass ich je einen konkreten Grund hatte, hinzufahren. Also hab ich kurzerhand ChatGPT gefragt, was sich in der Gegend anbietet. Die Antwort war eine Küstenwanderung von Travemünde nach Timmendorfer Strand, an der Steilküste entlang. Ich war sofort Feuer und Flamme. Solche unbeschwerten Tage brauche ich ab und zu, ganz ohne Vorbereitung oder großen Plan dahinter. Kein Lauftraining an diesem Tag, keine Kilometerzeiten, kein Zwischenziel im Kopf. Nur Laufschuhe, ein Rucksack und die Ostsee. Das hat mir gefallen. Ab nach Travemünde Der Bus von Lübeck nach Travemünde braucht keine 45 Minuten, war günstig und unkompliziert. Kein Stress, kein Umsteigen, nur hinsetzen und ankommen. In Travemünde bin ich vor dem Loslaufen noch ein Stück zurückgegangen, wegen der Leuchttürme. Es gibt dort den grünen Leuchtturm direkt am Wasser und ein Stück weiter den Alten Leuchtturm. Der ist deutlich älter und in seiner ruhigen, backsteinernen Art viel schöner, fast zeitlos. Für den Umweg hat es sich gelohnt. Von da an ging's los, Richtung Westen, immer der Küste nach. Wandern am Brodtener Ufer: die Steilküste zwischen Travemünde und Niendorf Was mich am meisten überrascht hat: Ich bin fast die ganze Zeit direkt unterhalb der Steilküste gelaufen, quasi am Wasser entlang. Der Abschnitt zwischen Travemünde und Niendorf heißt offiziell Brodtener Ufer, manche nennen es auch Brodtener Steilufer. Eine Küste in dieser Größenordnung kannte ich vorher gar nicht. Diese massiven, hohen Wände aus Sand und Erde ragen neben dir auf, während du am Strand entlangläufst. Beeindruckend, auf eine Art, die ich so nicht erwartet hatte. Der Weg direkt unterhalb war streckenweise auch ziemlich unwegsam. Umgestürzte Bäume, unebener Boden, mal über Wurzeln, mal über kleine Geröllfelder. Das hat das Gehen erschwert und mir gerade deshalb Spaß gemacht. Meine Beine haben das anders gespürt als auf einem platten Weg, mehr Balance, mehr Aufmerksamkeit für jeden einzelnen Schritt. Es hat sich streckenweise angefühlt wie eine Wanderung durch den Wald, nur mit Meer auf der einen und Steilwand auf der anderen Seite. Kein steriler, plattgetretener Wanderweg, sondern echtes Gelände. Kurz vor Niendorf gibt es eine Leiter, die die Steilwand hochführt. Bin ich natürlich hoch, nur um das Meer einmal von oben zu sehen. Der Blick war die paar Sprossen wert. Man vergisst schnell, wie anders sich eine Landschaft von oben liest als von unten. Niendorf: Hafen, Fischbuden und ziemlich viel Trubel Gegen 13 Uhr bin ich in Niendorf am Hafen angekommen, und dort war richtig was los. Fisch- und Essensstände an jeder Ecke, Leute, die schlenderten, aßen, in der Sonne standen. Möwen kreisten über den Ständen, es roch nach frisch gebratenem Fisch. Ich bin durchgeschlendert, ohne festen Plan, hab mir nur die Stimmung angeschaut. Es war toll. Kleiner praktischer Hinweis für alle, die die Strecke nachlaufen wollen: Verlaufen kannst du dich hier kaum. Du folgst durchgehend dem Strand, irgendwann stehst du am Timmendorfer Strand. Keine Kreuzungen, keine Abzweigungen, die du studieren müsstest. Zusätzlich gibt es sowohl in Niendorf als auch in Timmendorfer Strand öffentliche Toiletten unterwegs. Klingt banal, ist aber gut zu wissen, wenn du wie ich ohne große Planung losgehst. Wetter: von trocken zu regnerisch Das Wetter hat sich unterwegs mehrfach umentschieden. Gestartet bin ich trocken, irgendwann wurde es regnerisch. Kein Dauerregen, aber genug, um die Wanderung noch einmal anders zu machen. Ich mag das ehrlich gesagt ganz gerne. Ein Tag, der komplett nach Plan läuft, erzählt sich hinterher selten so gut wie einer, bei dem sich das Wetter kurz querstellt. Die Steilküste im Regen hat noch einmal eine andere Stimmung als im Sonnenschein, rauer, echter. Ankunft in Timmendorfer Strand nach 14,8 Kilometern Nach gefühlt elf, zwölf Kilometern gemütlichem Tempo bin ich schließlich in Timmendorfer Strand angekommen. Laut Strava waren es am Ende tatsächlich 14,8 Kilometer, da verschätzt du dich gerne, wenn du ohne geplante Route losgehst. Zum ersten Mal überhaupt in dieser Gegend, und ich verstehe jetzt, warum der Ort schon so lange auf meiner Liste stand. Zurück nach Lübeck ging's dann unkompliziert mit der Regionalbahn ab Timmendorfer Strand Bahnhof. Kein Rennen, keine Bestzeit, kein Trainingsplan, der abgehakt werden musste. Nur ein Tag, an dem ich losgelaufen bin, weil die Zeit da war und die Neugier größer als jede Ausrede. Ein paar Zahlen zur Tour, für alle, die es genau wissen wollen: 14,8 Kilometer, gut 130 Höhenmeter, reine Gehzeit rund 3:19 Stunden. Mit allen Stopps am Hafen, auf der Leiter und für Fotos war ich insgesamt etwa 4:42 Stunden unterwegs. Puls im Schnitt bei 96, nie wirklich angestrengt, nur im Gehen. 795 Kalorien hat mir Strava am Ende ausgespuckt. Für ein Gefühl von "war das jetzt anstrengend" sagen die Werte allein wenig aus. Anstrengend war's nicht, aber ich hab den Tag gespürt. Mein Fazit: Manchmal muss der Trip nicht wochenlang geplant sein. Manchmal reicht ein freier Tag, eine gute Frage an ChatGPT und die Bereitschaft, sich drauf ein zu lassen. Die Steilküste zwischen Travemünde und Timmendorfer Strand kann ich jedem empfehlen, der mal raus will aus dem durchgetakteten Alltag, ganz ohne Laufuhr am Handgelenk. Für mich war es der Beweis, dass Lübeck als Zwischenstopp mehr hergibt, als ich vorher gedacht hätte. Häufige Fragen zur Küstenwanderung von Travemünde nach Timmendorfer Strand Wie lang ist die Wanderung von Travemünde nach Timmendorfer Strand? Laut Strava-Aufzeichnung sind es 14,8 Kilometer, bei gemütlichem Tempo rund 3:19 Stunden reine Gehzeit. Ist der Weg schwer zu finden? Nein. Du folgst durchgehend dem Strand oder alternativ dem Weg oberhalb der Steilküste am Brodtener Ufer, verlaufen kannst du dich kaum. Ist die Strecke auch für Einsteigerinnen geeignet? Der größte Teil ist unkompliziert zu laufen. Direkt unterhalb der Steilküste wird der Boden streckenweise uneben, wegen umgestürzter Bäume und Wurzeln. Festes Schuhwerk ist sinnvoll. Gibt es unterwegs Toiletten? Ja, sowohl in Niendorf als auch in Timmendorfer Strand gibt es öffentliche Toiletten. Wie kommst du zurück? Ab Timmendorfer Strand Bahnhof fährt die Regionalbahn zurück nach Lübeck. Wart ihr schon mal an der Lübecker Bucht unterwegs? Und was war euer letzter spontaner Ausflug, bei dem ihr losgelaufen seid, ohne groß zu planen?

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