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  • Tourentipp: Auf zum Heuberg und zur Wasserwand

    Es folgt ein Tourentipp in die Chiemgauer Alpen mit Sonnenaufgang auf dem Heuberg 1.338 m bzw. der Wasserwand 1.367 m, die zur Gemeinde Nußdorf am Inn gehören. Ich bin wieder in meinem Element, es ist März und die Sonnenaufgänge in den Bergen sind wieder machbar. Der Schnee in den bayerischen Voralpen ist größtenteils weg geschmolzen, noch geht die Sonne einigermaßen spät auf, gegen 6:30 / 7:00 Uhr und der Frühling liegt in der Luft. Ich erwache gerade aus meinem Winterschlaf und habe wieder richtig Lust auf Sonnenaufgangstouren in die Berge. Heute nehme ich dich mit auf den Heuberg bzw. die danebenliegende Wasserwand im schönen Inntal. Der Heuberg ist ein recht bekannter Berg. Dieser ist ab München schnell erreichbar, es gibt Hütten auf dem Weg zum Gipfel und nur die letzten Meter sind etwas steiler und damit anstrengender. Anfahrt zum Heuberg Im Detail: Du fährst ab München erst mal auf die Autobahn A8 Richtung Salzburg. Ich komme vom Zentrum in München über den Innsbrucker Ring, ein sehr guter Treffpunkt, falls du dich mit Freunden treffen willst und zusammen in einem Auto weiterfahren wollt. Dort gibt es auch ein P&R Parkhaus, das sehr günstig ist. Von der A8 nimmst du die Ausfahrt 104 Achenmühle dann Richtung Samerberg / Achenmühle / Törwang / Grainbach und hältst dich an Grainbach. Sobald du Grainbach erreicht hast rechts Richtung Duftbräu und dann nochmals links zum Wanderparkplatz. Am besten gibst du folgende Koordinaten oder Adressdaten ins Navi / Googlemaps ein und kommst so ohne Umwege an dein Ziel. Koordinaten Google Maps: Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Schweibern 1, 83122 Samerberg Zeitplanung für eine Wanderung zum Sonnenaufgang Für die Fahrt ab München (Zentrum) bis zum Wanderparkplatz benötigst du etwa eine Stunde. Ich habe für die Abholung einer Freundin (Innsbrucker Ring) nochmals etwa 10 Minuten extra einkalkuliert. Bis zum Gipfel brauchst du als "fitter" Wanderer maximal 1,5 Stunden. Zum Heuberg Gipfel musst du etwa 600 HM bezwingen. Zur Wasserwand daneben etwa 50 HM (mit Seilsicherung) mehr und weitere 10 Minuten. Ich musste bei dieser Wanderung mal wieder feststellen, dass es bei der Planung eines Sunrise Hike einiges zu beachten ist, denn das Wichtigste überhaupt ist der richtige Berg. Der richtige Berg sollte immer folgendes bieten: Der Blick gen Sonne sollte frei sein Der Berg sollte einfach zu gehen sein, denn der Aufstieg erfolgt im Dunkeln, eine gute Ausschilderung ist auch wünschenswert Die Zufahrt zum Berg (Parkplatz) sollte einfach zu finden sein. Gut ist, wenn man schon mal auf dem Berg war und sich ein wenig auskennt. Während der Wanderung auf den Heuberg stellte sich für mich bereits beim Aufstieg schnell heraus, dass es nicht der perfekte Sonnenaufgangsberg ist, denn der Heuberg bietet einfach keinen perfekten "freien" Blick in Richtung Osten. Der Gipfel befindet sich auf Höhe der Baumgrenze. Glücklicherweise liegt daneben die Wasserwand (1367 m), ein freistehender felsiger Gipfel/Kamm mit besserem Ausblick. Für die Besteigung solltest du allerdings trittsicher und schwindelfrei sein. Die Wasserwand ist durch eine klettersteigartige Sicherung abgesichert, an welcher du dich auch festhalten solltest. Teilweise geht die Wand senkrecht nach oben. Ich empfehle diesen Berg aufgrund der Absturzgefahr nicht jedem. Du solltest dich bitte selbst gut genug einschätzen, was geht und was nicht. Es sei hier erwähnt: Der Heuberg bietet dennoch einen tollen Blick über das Inntal, nur für die Zeit zum Sonnenaufgang ist der Gipfel nicht so ideal. Nun aber zu den Details: Wanderung auf den Heuberg / Wasserwand Der Parkplatz befindet sich etwas außerhalb von Grainbach. Es ist bei Ankunft stockdunkel. Wir wandern los, wie immer sind unsere Stirnlampen dabei, die du bei jeder Sonnenaufgangstour auch brauchst. Der Weg führt uns zuerst über einen breiten Forstweg durch den Wald. Das Ziel "Heuberg" ist am Anfang nicht immer mit ausgeschildert, aber ich empfehle einfach dem breiten Weg zu folgen. Die Ausschilderung weist u.a. auch Daffnerwald-Almen aus. Ich glaube alle Wege führen dort ans gleiche Ziel. Nach ca. 45 Minuten erreichst du das Zwischenziel, die Daffneralmen, von hier aus geht's dann nur noch "den Hang" rauf. Bei Nässe ist allerdings der markierte Weg rechts am Waldrand besser zu gehen, da dieser weniger matschig und glatt ist und gerade bei Dunkelheit bist du dort "sicherer" unterwegs. Was solltest du bei Sonnenaufgangstouren dabei haben? Nach ca. 1 Stunden und 15 Minuten hatten wir bereits den Gipfel der Wasserwand erreicht. Wir hatten aufgrund der nicht optimalen Sicht auf den Sonnenaufgang spontan entschieden nicht zum Heuberg, sondern auf die Wasserwand zu gehen. Es war toll zu sehen, dass wir allein waren und den Gipfel ganz für uns hatten im Gegensatz zum Heuberg. Der Wind zog recht stark. Du solltest deshalb immer warme Kleidung dabei haben, auch eine Thermoskanne mit Tee oder Kaffee ist wertvoll. Bedenke du wirst eine Weile auf dem Gipfel warten wollen, bis die Sonne sich zeigt und auch in den Sommermonaten kann es morgens noch frisch sein. Weitere Tipps, was du bei der Planung einer Sonnenaufgangstour beachten solltest, kannst du auf dem Blog nachlesen. Kurz nach 7 Uhr zeigte sich dann endlich die Sonne, wir genossen den Anblick mit einer Tasse Tee und auch Kaffee und waren sehr froh dort zu sitzen. Wie so oft fragt man sich nachts, warum macht man das eigentlich? Und wenn man dann am Gipfel erlebt, wie die Sonne aufgeht, ist die Frage schnell beantwortet. Nach etwa einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg, nahmen aber noch kurz den Gipfel des Heuberges mit. Das Frühstück nach der Wanderung Um 9 Uhr waren wir zurück am Parkplatz und somit pünktlich zum Frühstück im Tal. Dieses Mal haben wir das Dorfcafe in Grainbach besucht, dort gab es leckeren Cappuccino, ein süßes Teilchen und einen sehr freundlichen Service. Da wir während der Corona Einschränkungen vor Ort waren, durften wir natürlich nicht vor Ort essen, konnten allerdings direkt vor dem Cafe auf der Treppe Platz nehmen und in der Sonne sitzen. Das Café hat Montags bis samstags bereits ab 06:15 Uhr und sonntags ab 07:15 Uhr geöffnet. Bitte aktuelle Öffnungszeiten nochmals checken, im Falle du willst dort auch frühstücken, da Änderungen jederzeit möglich sind. Dorfcafé Samerberg - Der Dorbäcker Rohrdorf (der-dorfbaecker.de) Ganz wichtig plane immer genügend Zeit bei einer Sonnenaufgangstour ein, denn nichts ist schlimmer als den Gipfel zu erreichen und die Sonne ist schon aufgegangen, also zumindest für mich. Das frühe Aufstehen sollte sich lohnen und die Zeit vor Sonnenaufgang ist teilweise schöner, die Farben des Himmels traumhaft und man selbst ist in großer Erwartung einen schönen Sonnenaufgang zu erleben. Fazit Heuberg und Wasserwand Der Heuberg ist ein recht einfacher Berg, der Blick über das Inntal ist wunderschön, aber wie bereits erwähnt nicht für Sonnenaufgänge geeignet. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass Sonnenuntergänge wiederum durch den freieren Blick in die andere Richtung dort super sind. Für die Wanderung auf den Heuberg ist eine wenige bis mittlere Kondition m.E. ausreichend, für die Besteigung der Wasserwand empfehle ich aber Vorsicht und du solltest ein wenig Erfahrung mitbringen im Umgang mit Klettersteigen. Wir sind übrigens die gleiche Strecke zurück zum Parkplatz gegangen. Wer möchte kann allerdings auch weiterwandern und z.B. noch den Gipfel des Kitzstein mitnehmen (20 Minuten weiter). Aber auch für den Kitzstein solltest du Trittsicherheit mitbringen. Der Heuberg ist übrigens sehr beliebt während der Krokusblütenzeit (März/April), denn die Krokusblüte blüht hier über die gesamte Bergwiese (Hang). Das ist wunderschön und gerade zu dieser Zeit empfehle ich dir den Heuberg und / oder die Wasserwand gern. Du solltest allerdings entweder sehr früh oder eher spät unterwegs sein, da wirklich viele Wanderer hier wandern. Ich hoffe ich konnte dir hiermit einen weiteren guten Tourentipp vorstellen. Freue mich natürlich über Kommentare und auch Feedback. Bleibt gesund und genießt die Berge, bitte immer im Einklang mit der Natur.

  • Krakau Marathon: Mein Weg zur Sub-4

    Marathon in Krakau, das hätte ich vor ein paar Monaten selbst nicht geglaubt. Doch wie bereits im Januar geschrieben, liegt 2019 mein Fokus auf der Marathondistanz. Nachdem mein Saisonauftakt mit dem Funchal Marathon auf Madeira überraschend gut lief, trotz schlechter Vorbereitung, hoffe ich jetzt auf den nächsten Schritt: endlich die magische 4-Stunden-Marke zu knacken. Insgesamt stehen für dieses Jahr mindestens drei Marathon-Events auf dem Plan: Januar - Funchal Marathon April - Krakau Marathon November - New York Marathon Alles internationale Wettkämpfe und irgendwie besonders. Es ist einfach aufregend, die Stimmung und Atmosphäre bei Laufveranstaltungen in anderen Ländern zu erleben. Neben dem Krakau Marathon warten noch weitere spannende Highlights auf mich: Die Viking Challenge in Norwegen, der Großglockner Berglauf und der Luxemburg Halbmarathon. Ich freue mich riesig auf ein laufreiches, aber auch hoffentlich gesundes und verletzungsfreies Laufjahr. Begleitet mich auf meinem Weg: durch mein aktuelles Training für Krakau, mit der Laufgruppe (Runfurther Laufcrew) an meiner Seite, dem bewussten "Plan ohne Plan" und dem festen Vorsatz, mein Ziel mit Spaß zu erreichen. Warum der Krakau Marathon? Die Marathonvorbereitung läuft eigentlich ganz gut - ja eigentlich! Was mir allerdings noch fehlt, sind die wirklich langen Läufe. Diese langsamen ausdauernden Einheiten, die uns am Ende schneller machen. Die Theorie kenne ich gut, doch die Umsetzung fällt mir regelmäßig schwer. Immer wieder stolpere ich über denselben Fehler: meine vollgepackten Wochenenden, die es mir kaum erlauben, genügend Zeit fürs lange Training freizuschaufeln. Nach dem Funchal Marathon hatte ich auch einen kurzen Durchhänger - was ja völlig normal und auch OK ist nach einem Rennen. Mittlerweile freue ich mich aber wieder richtig drauf, die Herausforderung der vollen 42,195 Kilometer anzupacken. Lange war unklar, bei welchen Frühjahrsmarathon ich antreten würde. Paris stand zunächst im Raum, doch letztendlich habe ich mich für Krakau entschieden. Warum gerade Krakau? Zum einem sind deutsche Läufer dort eher selten vertreten, was das Rennen für mich zu etwas Besonderen macht. Außerdem soll die Organisation erstklassig sein und es ist spannend, eine neue Stadt und Strecke kennenzulernen. Krakau selbst ist wunderschön und hat viel zu bieten. Ein weiterer Vorteil: Ich bin ich mit einem polnischen Lauffreund vor Ort, der mir wertvolle Insidertipps geben kann. Die Strecke führt an vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. Etwas unschön ist nur die Tatsache, dass die Runde zweimal gelaufen werden muss, was es eintönig macht. Dafür ist die Startgebühr ein echtes Schnäppchen: Moderate 35,- EUR, wenn man sich etwa vier Wochen vorher anmeldet. Wer sich früher anmeldet, läuft noch günstiger. Allerdings war die Anmeldung komplett auf Polnisch, was ohne polnische Hilfe oder alternativ den Google Translator herausfordernd war. Mein Marathontraining: Zwischen Motivation und Realität Ende April steht mein fünfter offizieller Straßenmarathon an - dieses Mal in Krakau. Mein klares Ziel: die 4-Stunden-Marke (Sub 4) knacken und endlich meine persönliche Marathon-Bestzeit verbessern. Das Ziel ist realistisch, doch ich weiß auch, wo bisher meine Schwächen lagen. In der Vergangenheit habe ich auf den letzten 4 bis 7 Kilometern regelmäßig an Tempo verloren, auch teils mit Gehpausen. Woran es liegt? Kein Geheimnis: Es fehlen mir einfach die richtig langen Läufe um die 30 Kilometer. Punkt. Genau diese Einheiten sind entscheidend, um beim Marathon auf den letzten Kilometern stabil zu bleiben. Das Wissen habe ich, aber in der Umsetzung hapert es. Die Situation macht mich etwas unsicher und ich werde sehen müssen, wie meine Tagesform am Wettkampftag ist. Macht mich das verrückt? Nein. Warum auch? Verbissenheit und Stress haben wir genügend im Alltag. Mittlerweile bin ich lockerer mit meinen Zielen geworden und will mir im Hobby den Druck nicht unnötig erhöhen. Aus der Erfahrung der vergangenen Marathon-Wettkämpfe weiß ich: Wenn ich zu verbissen an den Start gehe, bremse ich mich selbst. Um dennoch Fortschritte zu machen, habe ich in den letzten Wochen mein Training etwas abwechslungsreicher gestaltet. Statt nur auf Grundlagenausdauer zu setzen, baue ich gezielt Tempoläufe und Intervalle ein. Diese Mischung aus längeren Einheiten und Geschwindigkeit bringt nicht nur Abwechslung, sondern auch das eine oder andere zusätzliche Minütchen auf der Uhr. Vielleicht klappt es ja dieses Mal mit der neuen Bestzeit beim Krakau Marathon. Kein Trainingsplan ist auch ein Plan Ich habe es mehrfach versucht, aber Trainingspläne passen auf Dauer einfach nicht zu mir. Ich bin definitiv kein Läufer, der sich strikt an Trainingspläne halten kann. Es scheitert bei mir regelmäßig an der Umsetzung und einfach schlicht am Willen. Klar ein strukturierter Trainingsplan kann für viele der Schlüssel zum Erfolg sein. Auch ich habe es ausprobiert, beispielsweise vor meinem ersten Triathlon. Damals dachte ich: "Jetzt machen wir ernst." Doch je länger die Vorbereitung dauerte, desto größer wurde meine Abneigung gegenüber festen Plänen. Die vorgegebenen Einheiten fühlten sich mehr und mehr wie ein Pflichtprogramm an. Der Sport, der mir eigentlich Freude bringt, wurde zur To-Do-Liste. Vor allem Schwimmeinheiten, ein Graus. Heute verfolge ich bewusst keinen Trainingsplan. Mein Plan ist: kein Plan. Ich trainiere nach Gefühl, nach Lust und nach Lebenssituation. Denn effektives Training funktioniert für mich am besten, wenn ich es flexibel gestalten kann, je nach Tagesform entscheide ich über Intensität, Tempo und Umfang. Besonders wichtig ist mir das Laufen in der Gruppe. Die gemeinsamen Einheiten machen einfach mehr Spaß, motivieren mich und geben Struktur, ganz ohne starres Gerüst. Warum sollte ich auf diese soziale Komponente verzichten, nur um vielleicht am Ende zehn Minuten schneller im Ziel zu sein? Für mich steht fest: Der Mehrwert der Gemeinschaft, Spaß und Freude an der Bewegung wiegt deutlich schwerer. Und ganz nebenbei: Tempotraining läuft sich in der Gruppe sowieso leichter. Mein Plan: Laufen mit Spaß Jetzt möchte ich dir ein bisschen von meiner Laufgruppe erzählen. Vielleicht erinnerst du dich: 2017 war ich als Laufcoach bei Runnerspoint in München aktiv. Es war meine erste Erfahrung als Lauftrainerin zu arbeiten. Die wöchentlichen Läufe haben mir unglaublich viel Freude bereitet und es entstanden schnell Freundschaften. Leider wurde der Runnerspoint Laufclub Ende 2017 eingestellt, damit fiel ein fester Bestandteil meines Laufalltags weg. 2018 entschloss ich mich deshalb, einfach meine eigene Laufgruppe zu gründen (Facebook-Gruppe: Run with Runfurther). Viele der ehemaligen Runnerspoint Läufer-/innen sind heute noch dabei und über die Jahre ist daraus mehr als nur eine Laufgruppe geworden. Wir treffen uns jeden Dienstag zum gemeinsamen Lauf und am Wochenende stehen hin und wieder lange Läufe oder kleine Events auf dem Programm. Auch bei Wettkämpfen sind wir zusammen unterwegs, selten stehe ich allein an einer Startlinie. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an meine Runfurther-Crew Dank für viele gemeinsame Kilometer, den Austausch und die Motivation. Ich kann mit Überzeugung sagen, dass mich das Laufen in der Gruppe glücklicher macht und ich selten einen Termin auslasse. Der positive Nebeneffekt, ein fester Termin ist ein Termin und da gibt es keine Ausreden. Natürlich bleibt weniger Raum für individuelles Training. Just saying. Mein Plan: Früh Wettkampfluft schnuppern Dieses Jahr bin ich ungewöhnlich früh in die Wettkampf-Saison gestartet. Der Funchal Marathon im Januar diente als erster Formtest und lief ganz gut. Besonders geil: Ich kam als Drittplatzierte in seiner Altersklasse ins Ziel. Und dennoch auch bei diesem Lauf haben die letzten Kilometer "derbe" wehgetan. In den finalen fünf Kilometern verlor ich fast sieben durch Gehpausen. Allzu schlimm war es nicht und den Lauf hab ich schnell abgehakt. Rückblickend war das Ergebnis auch stark. Zehnte Frau von 45 ist weit über Durchschnitt. Daher freue ich mich dennoch sehr über diesen persönlichen Erfolg. Kurz darauf stand in Venlo ein flotter 10-Kilometer Lauf an. Jedes Jahr, wenn die Anmeldung für den Venloop freigeschaltet wird, ist das für viele Läufer-/innen das Frühjahrs-Highlight, fast ein Kult. Absolut faszinierend dieser Hype. Ich mag diese Veranstaltung. Die Stimmung entlang der Strecke ist grandios und das Publikum beflügelt einen ins Ziel. Ich konnte in venlo sogar einen Negativen Split laufen: locker gestartet mit 5:43 Min / km und den letzten Kilometer in schnellen 4:36 Min /km gefinished. Am Ende stand eine 50:11 auf der Uhr und somit ein knackiges Tempotraining mit Wettkampffeeling. Mein Plan: Lange Trainingsläufe als Erlebnis gestalten Lange Läufe über 25 Kilometer - manchmal ist die Motivation einfach nicht da für slche Distanzen. Kennt ihr bestimmt ? Mein Trick: Ich mache mir das Ganze ein bisschen leichter. Entweder ich frage Lauffreunde, ob sie mitlaufen oder ich mache eine kleine Laufveranstaltung draus. Zum Beispiel baue ich den langen Trainingslauf gern rund um den Münchner Parkrun auf oder plane ein gemeinsames Frühstück als Ziel. Die Kilometer laufen sich so von selbst. Als Tipp: Der Parkrun im Münchner Westpark eignet sich wunderbar für längere Läufe. Mit dem Weg dorthin und zurück komme ich meist schon auf rund 15 Kilometer. Und habe dazu noch nette Gesellschaft und die längeren Einheiten werden zum Erlebnis. Falls du Parkrun noch nicht kennst, dabei handelt es sich um kostenlose, wöchentliche 5-km-Läufe, die samstags stattfinden, ohne jeglichen Wettkampfdruck, aber Zeitmessung. Es gibt übrigens weitere Städte in Deutschland und auch international, die Parkruns anbieten. Eine Übersicht zu den Parkrun Standorten habe ich dir verlinkt. Mein Plan: Endlich mal das Tapering auch ernst nehmen Nichtstun oder es zumindest deutlich ruhiger angehen gehört in den letzten Tagen vor dem Wettkampf einfach dazu. Sagen wir's so: Genau das vergesse ich regelmäßig, weil ich einfach gerne aktiv bin. Doch das Thema Tapering ist entscheidend und gar nicht so leicht umzusetzen. Die Empfehlungen reichen von kompletten Ruhetagen bis hin zu täglichen, aber lockeren Einheiten. Dieses Mal möchte ich es besser machen und meinem Körper die Chance geben, erholt an der Startlinie zu stehen. Deshalb setze ich in der Tapering-Woche bewusst auf Alternativen wie Radfahren und Yoga und zusätzlich zwei kurze Läufe, mehr nicht. Gedanken zum Krakau Marathon Manchmal fühle ich mich, als könnte mich nichts aufhalten. Genau mit diesem Gedanken möchte ich auch in meinen nächsten Marathon starten. Ab der Halbmarathonmarke beginnt bei mir oft das große Rechnen. Meist liege ich zu diesem Zeitpunkt auch noch auf Bestzeitkurs und meine Beine werden nochmals schnell. Haha, dieser selbstgemachte Druck. Doch ab Kilometer 30 wird es jedes Mal zäh. Es sind zwar nur noch 12 km, aber genau die haben es in sich. Die ersten Zweifel kommen, das Tempo fällt und die Gedanken kreisen. Dieses Mal will ich's anders angehen und hab mir vorgenommen, langsamer zu starten, um hinten raus gleichmäßiger laufen zu können. Meine Energie besser einteilen, den Kopf postiv halten und mich nicht vom Druck überrollen zu lassen. Ich bin gespannt, was am Sonntag dabei rauskommt. Im Ziel ist dann sowieso alles wieder gut und man ist einfach nur glücklich einen Marathon geschafft zu haben, selbst wenn es nicht die erhoffte sub 4 wird. Wie gehst du mit Druck vor einem Wettkampf um und läufst du immer mit Trainingsplan oder auch mal ohne? Würde mich freuen, mich mit dir auszutauschen.

  • Krakau Marathon - eine Laufreise nach Polen

    Willkommen zum Rückblick auf den Krakau Marathon. Es ist passiert, beim fünften Anlauf habe ich erstmals die magische 4-Stunden-Marke über die Marathondistanz geknackt. Wer in Polen Marathon laufen will, dem empfehle ich Krakau. Warum fährt eigentlich gefühlt niemand nach Polen in den Urlaub? Diese Laufreise vermittelte mir eine wunderbare Perspektive und schöne Laufimpressionen auf Krakau und Polen insgesamt. Eigentlich stand das Land bisher nie auf meiner Reisewunschliste, bietet aber eine lohnende Alternative zu den überlaufenden europäischen Hotspot-Metropolen. Beim Krakau Marathon selbst sind nur sehr wenig deutsche Läufer/-innen gestartet, eigentlich schade. Wie meine Vorbereitung für Krakau war, kannst du auf dem Blog nachlesen. Krakau entdecken: Anreise, Altstadtflair und erste Eindrücke Am Samstagmittag fliegen wir mit Lufthansaentspannt von München nach Krakau. Die Anreise verläuft problemlos. Für die Fahrt vom Flughafen ins Stadtzentrum nehmen wir ein Taxi, in nur etwa 30 Minuten sind wir auch da. Die Kosten sind nicht sehr teuer, wir haben rund 12,- EUR (in Zloty) bezahlt. Tipp: Am besten den Preis vorab mit dem Fahrer klären, denn es gibt auch schwarze Schafe unter den Taxifahrern. Wer besonders günstig unterwegs sein will, kann alternativ auch den Bus nehmen. Das Wetter empfängt uns überraschend kühl und regnerisch, für Ende April hatten wir es eindeutig anders erwartet. Trotzdem freuen wir uns auf ein spannendes Marathon-Wochenende. Unser Appartement (Calliope Appartements) liegt mitten in der Altstadt. Es ist zentral, preiswert und ideal für drei Personen. Die Kommunikation mit den Vermietern läuft unkompliziert und ist herzlich. Schon bei der ersten Erkundung zeigt sich Krakau von seiner besten Seite. Die historische Altstadt ist lebendig, wunderschön und voller Geschichte. Zwischen gotischen und barocken Bauwerken entfaltet sich ein überraschend urbaner Charme, besonders in den Seitenstrassen abseits der Hauptwege. Überall laden Cafés und Restaurants mit traditionellen polnischen Gerichten, z. B. Piroggi, zum Verweilen ein. Die zweitgrößte Stadt Polens hat mich direkt begeistert. Krakau wirkt modern und dennoch tief verwurzelt in der Geschichte. Besonders eindrucksvoll ist das stündlich wiederholende Turmblasen von der Marienkirche, ein Trompetenspiel, das ich schon frühmorgens vom Apartment aus höre. Startunterlagen und Marathonmesse: So läuft die Abholung in Krakau Die Startunterlagen für den Krakau Marathon holen wir im Henryk-Reyman-Stadion ab, praktischerweise nur etwa zwei Kilometer von unserer Unterkunft entfernt. Im Stadion erwartet uns eine kleine, überschaubare Marathonmesse. Hinter den Stadion ist ein Zelt aufgebaut, in dem die Pasta-Party stattfindet, ein nettes Extra, aber kein großes Highlight. Die Messe selbst bietet wenig Spannendes, sodass wir nicht lange bleiben. Stattdessen nutzen wir den restlichen Tag lieber. um Krakau weiter zu erkunden und früh schlafen zu gehen. Schließlich will ich am nächsten Tag beim Krakau Marathon die Sub 4-Stunden-Marke knacken. Marathontag in Krakau Es ist Sonntag, Raceday in Krakau. Der Start- und Zielbereich des Krakau Marathons befindet sich direkt am Rynek Glowny, dem weitläufigen Hauptplatz der Stadt. Mit seiner mittelalterlichen Kulisse und dem besonderen Flair ein sehr eindrucksvoller Startbereich. Die Startlinie liegt nur fünf Minuten von unserer Unterkunft entfernt, ein Glücksfall, wie sich später noch herausstellen wird. Da es regnet und unangenehm kalt ist, machen wir uns erst spät auf den Weg zum Start. Ich entscheide mich für ein langes Laufoutfit mit Windjacke, eine gute Wahl bei den Bedingungen. Auch wenn das Wetter ungemütlich ist, ist es eigentlich für meinen fünften Marathon ideal. Keine Hitze und kühl, perfekt um Tempo zu machen. Die Angst, dass ich wegen Wärme einbrechen könnte, besteht an diesem Tag nicht. Am Start fühle ich mich erstaunlich ruhig. Dieses Mal kein Druck, keine Nervosität. Ich bin stattdessen voller Vorfreude und es liegt dieses Gefühl in der Luft, "Today is the day". Ohne überheblich klingen zu wollen, aber ich spüre gerade in den Minuten vorm Loslaufen, das ist mein Tag, mein Wetter und es wird mein schnellster Marathon. Mein schnellster Marathon Die Bedingungen sind also super. Über 6.000 Läuferinnen und Läufer sind beim Krakau Marathon angemeldet, darunter gerade einmal rund 100 aus Deutschland und ich mittendrin. Ich reihe mich übrigens beim 3:45 Stunden Pacemaker ein. Punkt 9 Uhr fällt der Startschuss und los geht's. Meine Strategie ist klar: nicht zu schnell starten und auf den letzten Kilometern einfach nicht einbrechen. Klingt einfach oder? Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, ist es aber oft nicht. Wie so häufig lasse ich mich auf den ersten beiden Kilometern vom Läuferstrom mitreißen. Ich bin mit knapp unter 5:00 Min / km unterwegs und es fühlt sich nicht mal schnell an. Ab Kilometer 3 finde ich dann meinen eigenen Rhythmus und pendle mich bei etwa 5:23 bis 5:32 Min / km ein. Ich laufe konstant und bleibe fokussiert. Das Wetter bleibt grau in grau, was die Sehenswürdigkeiten Krakaus ein wenig in den Hintergrund rückt. Doch das ist irgendwie egal, mein Fokus ist ein anderer. Die Strecke ist flach und schnell. Mehrere Abschnitte führen entlang der Weichsel. Immer wieder gibt es Wendepunkte, an denen man den Läufern auf der Gegenseite wieder begegnet. Das finde ich aber gut, weil es Abwechslung und Bewegung in den Lauf bringt. Verpflegung beim Krakau Marathon An den Verpflegungsstellen mangelt es beim Krakau Marathon definitiv nicht. Sie sind zahlreich und sehr gut organisiert. Der Veranstalter hat viele Tische nebeneinander aufgestellt, sodass sich keine Staus bilden und jeder Läufer-/in ungehindert an Getränke und Snacks kommt. Angeboten werden Wasser, Isogetränke, Obst und bei einigen VP's sogar Schokolade und Zucker. Mir fällt auf, dass das Helferteam besonders jung ist und allesamt auch recht freundlich. Sie sind mit Engagement dabei und feuern mit motivierenden Worten an. ich greife unterwegs nur zu Wasser, lasse manche Stationen bewusst aus und verlasse mich vor allem auf meinen Trinkrucksack. Zwei Gels nehme ich bei Kilometer 20 und nochmals bei Kilometer 30, das reicht mir und ich kann so ein gleichmäßiges Tempo halten. Laufstimmung in Krakau Die Stimmung entlang der Strecke ist richtig gut. Immer wieder stehen Zuschauer am Rand, klatschen, rufen, feuern an. Eine besonders schöne Begegnung hatte ich mit einem polnischen Mitläufer, der mir im Vorbeilaufen die Hand reicht und mir ein Lächeln schenkte. Das war menschlich schön und sehr motivierend. Etwas später im Rennen überholt mich der 3:45 Std Pacemaker. Statt mich nervös zu machen, pusht mich das zusätzlich. Ich bleibe aber konzentriert, halte mein Tempo und lasse mich nicht unnötig mitziehen. Ich höre in dieser Phase Musik und genieße den Flow mehrere Kilometer. Ein Einbruch bleibt aus. Erst ab Kilometer 40 wird es zäh, meine Beine schmerzen und der Laufstil wird unrunder. Aber zu diesem Zeitpunkt ist mir klar, die Persönliche Bestzeit ist mir sicher. Für die letzten zwei Kilometer bleiben mir noch rund 20 Minuten, ein cooles Gefühl. Mit Bestzeit ins Ziel - ein toller Moment Kurz vor dem Ziel frage ich mich noch: Soll ich kontrolliert ins Ziel rollen oder nochmals alles geben? Ich entscheide mich für Letzteres. Ich ziehe das Tempo an, mobilisiere alles was ich habe und stoppe schließlich mit 3:53:22 Stunden die Uhr. Weit unter der 4-Stunden-Marke und damit mein bisher schnellster Marathon. Es ist ein Moment, auf den ich lange gehofft habe. Nach vier Jahren und beim fünften Marathon endlich diese Marke zu knacken, das ohne strukturierten Trainingsplan, aber mit ganz viel Willen. Den Zieleinlauf erlebe ich allein. Und doch ist alles da: Tränen in den Augen, Gänsehaut und Erleichterung. Ich bin glücklich. Krakau Marathon - ein Lauf, bei dem alles passte Manche Marathons fühlen sich beosnders an und der Krakau-Marathon war genau so eine Veranstaltung. Für mich hat an diesem Tag einfach vieles gestimmt: - Das Wetter war perfekt: kalt und regnerisch - Die Strecke: schnell und gemacht für PB's - Kein Druck am Start empfunden - Die Unterkunft: In der Nähe zum Start-/Zielbereich - Meine Tagesform und mein Kopf waren auf Bestzeit eingestellt Ich erinnere mich gern an die leicht frierende, aber total lockere Cindy am Start. Bei keinem anderen Marathon war ich so sicher, dass ich mein Ziel erreichen konnte. Mein Gemütszustand an der Startlinie: Ruhig, fokussiert und ich freute mich auf die bevorstehenden 42,195 km. Es war ein richtig schöner Wettkampf, locker, dynamisch und getragen von einem gleichmäßigen Tempo und dem Wissen: Ich kann das. Beim Krakau Marathon haben 888 Frauen gefinished, in meiner Altersklasse wurde ich 57. und insgesamt 158. Frau. Fazit: Krakau Marathon Das "Paris an der Weichsel", mir wurde wirklich nicht zuviel versprochen. Wer den Krakau Marathon auf seine Wunschliste setzt, wird ganz sicher nicht enttäuscht. Es erwartet dich ein günstiges Laufwochenende mit einer schnellen Strecke, historischem Flair, gutem Essen und jeder Menge kulturellen Mehrwert. Noch taucht Polen als Reiseziel bei Gesprächen über Städtetrips oder Wochenendtrails eher selten auf. Dabei hat beispielsweise Krakau sehr viel zu bieten. Während Städte wie Paris, Barcelona, Stockholm oder Wien häufig genannt werden, fragt man sich: Wer war eigentlich schon mal in Krakau? Für mich eine rundum positive Überraschung, läuferisch und kulturell. Wer noch etwas mehr Zeit mitbringt, sollte unbedingt einen Abstecher zur Gedenkstätte Auschwitz einplanen. Ein Ort, der bewegt und zum Innehalten einlädt. Krakau ist eine Topadresse für alle, die Kultur, Geschichte und Sport verbinden wollen oder auch für junge Leute, die nach dem Lauf das Nachtleben entdecken möchten. Ich komme auf jeden Fall gern wieder. Und was kommt jetzt? Die lang ersehnte Sub-4 ist geschafft. Was hat sich seitdem geändert? Ehrlich gesagt, eigentlich nichts. Ich bin nicht plötzlich schneller, ehrgeiziger oder fokussierter. Im Gegenteil: Ich spüre aktuell keinen Drang, die nächste Marke zu jagen. Das würde bedeuten, dass Trainingseinheiten zur Pflicht werden und der Wettkampf ebenso. Ich will laufen. Einfach so. Um die Distanz zu bewältigen. Um das Ergebnis zu feiern. Eigentlich will ich noch ganz viele Marathons laufen, es gibt so viele Highlights, die auf mich warten. Aber eines werde ich nicht tun, mich auf Teufel komm raus verbessern zu wollen. Für die Sub-4 habe ich vier Jahre und fünf Marathons gebraucht. Und ich möchte gar nicht wissen, was mich ein potentielles nächstes Ziel, sagen wir 3:45 Stunden, kosten würde. Wahrscheinlich vor allem eines: Der Spaß am Laufen. Deshalb laufe ich einfach weiter nach Lust und Laune. Bestzeiten kommen oder kommen nicht. Aber das größte Geschenk bleibt: überhaupt laufen zu können, draußen zu sein, unterwegs zu sein und somit die Welt auch laufend zu entdecken. "Der Moment oder die Story, die uns ewig in Erinnerung bleiben, das ist Marathon. Ich laufe, weil es mir Erlebnisse beschafft und weil ich in Bewegung komme und weil ich dadurch einfach glücklicher bin." Zitat: Cindy Hast du Fragen zu Krakau? Schreib mir gerne unten in den Kommentaren.

  • Mein Jahresrückblick 2024 - Laufend das Leben feiern

    Man sagt, mit jedem Erzählen geht ein Stück einer Geschichte verloren. Wenn das wahr ist, dann ist mein Jahresrückblick 2024 noch völlig unversehrt – denn ich teile ihn hier zum ersten Mal. Und weil Erinnerungen mit der Zeit verblassen, liebe ich es, meine Jahresendbeiträge immer wieder lesen zu können und all die besonderen Momente ins Gedächtnis zu rufen Alle Jahre wieder schreibe ich meinen persönlichen Jahresrückblick Mein 2024 war gefühlt nicht so spektakulär, aber als ich meine Fotos sowie meinen Instagram Account durchgescrollt habe, war’s doch sehr sportlich und das mag ich. Das Jahr ging wieder viel zu schnell vorbei und ich möchte hiermit 2024 im Rückspiegel betrachten, bist du dabei? Ein Jahr als Läuferin ist mehr als bloß Kilometerzählen – es ist ein Sammelsurium aus Erlebnissen, Begegnungen und kleinen magischen Momenten. 2024 hat mich an Startlinien geführt, auf Gipfel bei Sonnenaufgang und immer wieder an meine persönliche Grenzen, die ich mit Freude angenommen habe. Zwischen neuen Bestzeiten und unvergesslichen Geschichten war es ein Jahr, das mir gezeigt hat, warum Laufen mehr ist als ein Sport - es ist ein Lebensgefühl. Zeit die Highlights und vielleicht auch Tiefs noch einmal Revue passieren zu lassen. "Man reist nicht nur, um anzukommen, sondern vor allem, um unterwegs zu sein." Ein treffendes Zitat von Theodor Fontane, dass mein Laufjahr 2024 wunderbar beschreibt. Nicht nur die Ziele, sondern auch die Begegnungen, Herausforderungen, die Sprünge aus der Komfortzone und somit der Weg zu den Zielen, haben dieses Jahr bereichert. Jetzt geht es los mit meinem Jahresrückblick 2024 Das war Cindy 2024 Die Crew-Managerin, Straßenläuferin, Trailläuferin, Trailguide, Bahntraining-Coachin, Sonnenaufgangsjägerin, Grüblerin und Catmom - das war ich 2024. Es war ein Jahr voller Kontraste, vieler Abenteuer und gemeinsamen Erlebnissen, geprägt von meiner Laufgruppe, monatlichen Ausflügen in die Berge und Events. Auch als Guide bei drei Trailcamps konnte ich wieder meine Leidenschaft fürs Organisieren ausleben. Sportlich war es auch erfolgreich: Bestzeiten, Altersklassen-Podien und internationale Marathonläufe stehen auf der Liste. Doch nicht alles lief rund - beruflich gab es wenig Bewegung und die gewünschte Dynamik fehlte komplett. Auch die Diagnose einer Herzkrankheit bei meinem Kater Paul brachte schwierige Momente mit sich. Und trotzdem überwiegt die Dankbarkeit für das Jahr 2024 - besonders dafür, dass ich gesund geblieben bin und meine Leidenschaft für Sport und Bewegung durchweg ausleben konnte. Jahresrückblick 2024: Es war ein sportliches Jahr In diesem Jahr habe ich knapp über 2.000 Kilometer zurückgelegt – etwas weniger als 2023, dafür aber mit einem vielseitigeren Fokus doch mehr Sport getrieben. Tanzen, Krafttraining und Barre/Pilates/Yoga Kurse haben meinen Trainingsplan bereichert und mir eine ganz neue Freude an Abwechslung geschenkt. Besonders prägend war ein Tanzurlaub in Barcelona, bei dem ich täglich sechs Stunden bei sommerlichen 30 Grad Shuffle Dance trainierte. Eine intensive, schweißtreibende Herausforderung, die mich ziemlich aus meiner Komfortzone holte. Lt. Strava habe ich 466 Stunden Sport getrieben und somit 16% länger als 2023. Kaum war das neue Jahr gestartet, stand auch mein erstes Ziel fest: Schnelligkeit aufbauen und die 10 Kilometer beim Johannesbad Thermenmarathon in Bad Füssing erstmals unter 43 Minuten laufen. Die kalten Wintermonate nutze ich ohnehin gern für knackige Tempoeinheiten – und die ersten Wochen 2024 waren da keine Ausnahme. Nachdem ich beim Silvesterlauf 2023 völlig unerwartet eine Bestzeit (43:41 Minuten) hingelegt hatte, war die Motivation riesig, die Sub 43 anzugehen. Das Projekt konnte ich schlussendlich auch erfolgreich mit 42:08 Min beenden und war begeistert, dass mich das konsequente Training doch weit unter meiner Zielzeit ließ. Du liest schon, Sport bleibt eine feste Säule in meinem Leben - nicht nur wegen der Fitness und des gesunden Lebensstil, sondern auch, um den Kopf freizubekommen, abzuschalten und mich richtig auszupowern. Oft starte ich schon morgens vor der Arbeit mit einer intensiven Einheit, sei es beim Box-Workout oder beim Bootcamp. Zugegeben, das frühe Aufstehen um 6 Uhr fällt mir nicht immer leicht und vor dem Kurs bin ich manchmal alles andere als begeistert. Aber sobald ich danach mit einem breiten Grinsen aus dem Studio komme, weiß ich: Es hat sich gelohnt. Dieses Gefühl von "Geil war's" macht mich einfach happy. Meine Highlights und Teilnahmen 2024 Einige besondere Erlebnisse habe ich in ausführlichen Blogbeiträgen festgehalten, die du leicht an einem Unterstrich oder einem Verlinkungshinweis erkennst. Boston und London Marathon Nach der neuen persönlichen 10 Kilometer Bestzeit blieb kaum Zeit zum Verschnaufen. Es ging direkt weiter mit dem nächsten, völlig verrückten Vorhaben: Zwei Marathon Majors innerhalb von sechs Tagen - und das nicht locker, sondern ambitioniert. Im April warteten der Boston Marathon und nur wenige Tage später der London Marathon auf mich. Zugegeben, meine Zielzeiten habe ich nicht ganz erreicht, aber diese Reise war ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Mehr zu dieser verrückten Reise erfährst du im Blogbeitrag - ganz nach dem Motto: Zwei Städte, zwei Marathons, eine Woche - Eine Erfahrung fürs Leben. Nach diesen zwei tollen Projekten wurde es dann endlich ruhiger, was meine Zielsetzung anging. Ich war viel unterwegs. Wir veranstalteten zwei Trailcamps in Naturns und es gab ein paar Wochen viel Natur und Bergerlebnisse. Trailcamps in Naturns und Neukirchen Auch im Jahresrückblick 2024 dürfen die Trailcamps nicht unerwähnt bleiben, denn sie gehören zu meinen absoluten Herzensprojekten. Besonders die Camps in Naturns, die ich mit viel Leidenschaft organisiere, liegen mir am Herzen. Jedes Camp war einzigartig - mit neuen Strecken, die sowohl Abenteuer als auch Herausforderungen bereithielten. Steile Anstiege, technische Passagen oder das erste Mal Eisbaden - für jeden war etwas dabei. Ich glaube, die meisten sind mit einem Rucksack voller unvergesslicher Erinnerungen und vielleicht sogar neuer Freundschaften nach Hause zurückgekehrt. Ein großes Dankeschön geht an meine Supporter: Marcel, den Naturns Tourismusverband, Viking Footwear und der Venediger Lodge. Ohne euch wäre es nicht möglich, meine Leidenschaft für Trails und Community immer wieder aufs Neue auszuleben. Und jetzt schon ein Ausblick auf 2025: Das erste Camp steht fest und ist buchbar. Die Women Trail & Hike Days in Naturns finden vom 15.-18. Mai 2025 statt. Alle Infos zu Programm, Kosten und Anmeldung findest du auf meinem Blog - schau vorbei und sicher dir deinen Platz. Vikings Collect Moments Event Serie Eine ganz besondere Gelegenheit, meine Leidenschaft als Community Managerin auszuleben, bot mir dieses Jahr die Viking Collect Moments Event Serie. Jeden Monat durfte ich ein Special Event planen, organisieren und schließlich auch guiden. Gemeinsam haben wir die bayerischen Trails unsicher gemacht, ob wandernd, trail-laufend oder sogar beim ersten Eisbaden. Zu den Highlights zählten Sonnenaufgangs- und untergangstouren, eine lustige sportliche Oster-Challenge im Olympiapark und ein winterlicher Ausflug mit Schlittenfahren. Dabei haben wir nicht nur die Abenteuerlust in unserer Heimat neu entdeckt, sondern oft auch Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und sind mit der Bahn angereist. Für mich persönlich waren diese Events immer spannend und ebenso zeigten Sie mir auch, bewusster auf die kleinen und wertvollen Momente zu achten, die im Laufe eines Jahres so leicht übersehen werden. Wir können gewiss Abenteuer in unserer Heimat erleben, ohne weit in der Welt umher reisen zu müssen. Die Runfurther Crew ist noch enger zusammengewachsen und ich bin dankbar für all die Erlebnisse, die wir geteilt haben. Einige Eindrücke zu unseren Outdoor-Abenteuern habe ich in einem separaten Blogbeitrag festgehalten. Ich würde mich freuen, wenn du dort vorbeischaust und dich inspirieren lässt. Runfurther Crew - mehr als nur eine Laufgruppe Dieses Jahr hat mir meine Runfurther Crew wieder gezeigt, wie stark die Gemeinschaft und Zusammenhalt sein können. Unsere wöchentlichen Lauftreffs am Dienstag am Odeonsplatz sind stärker geworden und es macht einfach Spaß jedes Mal aufs Neue miteinander zu laufen. Wir laufen nicht nur, sondern es wird viel gelacht, motiviert und ausgetauscht. Es ist auch schön, die individuellen Fortschritte und Erfolge jedes Einzelnen mitzuerleben. Diese Laufgruppe ist toll, eine kleine Familie und wir sind weit mehr als nur Dienstagsläufer/-innen. Wir treffen uns oft an Wochenenden für Trailruns, Wanderungen oder knackige Intervall-Sessions. Auch gemeinsame Abendessen oder ein Glühwein zur Weihnachtszeit gehören dazu. Ein kleiner Teil der Crew trifft sich in den kalten Wintermonaten regelmäßig zum Eisbaden und so probieren wir neue Dinge gemeinsam aus und geben uns Tipps untereinander. Meine persönlichen Tipps für Eisbade-Anfänger findest du ebenfalls auf dem Blog - eine Erfahrung, die du unbedingt mal ausprobieren solltest. Als besondere Highlights mit und um die Runfurther Crew sind folgende Jahres-Highlights zu nennen Die Treppen-Challenge 3.0 an den Bavaria Treppen Die dritte und (vorerst) letzte Ausgabe der Treppen-Challenge war ein echtes Highlight. Bei knackigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein Ende Februar trafen wir uns, um die Bavaria Treppen zu erobern. Jeder Teilnehmende konnte seine eigene Challenge definieren und egal, ob 30, 50 oder sogar 100 Runden, gegenseitige Motivation hat jeden weiterlaufen lassen bis die letzte Runde geschafft war. Für die Statistikfans: Wer 100 Mal die Treppen hoch- und runterlief, bewältigte 4.800 Stufen, etwa 4 Kilometer und satte 600 Höhenmeter. Als Belohnung gab es selbstgebastelte Medaillen, die für alle eine besondere Erinnerung an dieses Event sind. Offiziell war es die letzte Ausgabe, aber wer weiß, ob es nicht doch irgendwann ein Revival gibt. Olympiaberg-Challenge 3.0 Die Olympiaberg-Challenge war im Jahresrückblick 2024 einmal mehr ein unvergessliches Erlebnis und hat für mich eine der schönsten Wochen des Jahres geprägt. Kein Wunder also, dass es 2025 definitiv eine Wiederholung geben wird. Die Aufgabe: Jeden Morgen zehn Mal den Olympiaberg hochlaufen oder hochgehen. Mit jeder Runde sammelten wir Höhenmeter (450 HM pro Tag bei zehn Aufstiegen) und stärkten dabei die Gemeinschaft. Die Stimmung war so cool, dass ich mich jeden Morgen aufs Neue darauf freute. Über die Woche hinweg nahmen über 30 Teilnehmer/-innen teil und die Beine wurden natürlich täglich schwerer. Was aber nicht unerwähnt bleiben darf, sind die spektakulären Sonnenaufgänge, die uns geboten wurden. Solch grandioses Licht in dieser Häufigkeit zu erleben, ist ein echtes Geschenk. Als Belohnung für unsere Mühen gab es am Ende für jeden ein Paar Merino Laufsocken von Smartwool. CRAFT Community Runs Im Jahresrückblick 2024 gab es sieben ganz besondere Laufevents, die abwechslungsreicher kaum sein konnten. Vom Sunrise-Cappuccino Morning Run, über einen Sunset Run am Tegernsee bis hin zu Trailruns in den Bergen und einer Speedwork Session auf der Tartanbahn. Es war für jeden etwas dabei. Eine besondere Möglichkeit war es, bei einigen der Events die neuesten CRAFT-Schuhe auszuprobieren. Für jeden Community Run gab es einen Stempel und wer die Serie komplettierte, konnte sich am Ende auf ein exklusives CRAFT x Runfurther Community Shirt freuen. Ein tolles Projekt, dass es vielleicht auch 2025 wieder geben wird. Der Budweis Halbmarathon Es war unsere zweite Teilnahme beim Halbmarathon in Budweis. Wir mögen die Stadt und die Atmosphäre auf der Strecke, sowie die Streckenführung selbst ist einfach großartig. Besonders reizvoll: Der Lauf findet am Abend statt und man läuft direkt in den Sonnenuntergang hinein. Für mich war das Rennen in diesem Jahr unerwartet gut gelaufen. Obwohl ich nach den ersten fünf Kilometern fast ans Aufgeben dachte - ich war viel zu schnell gestartet, um mit zwei Läuferinnen mitzuhalten und wusste, dass ich dieses Tempo nicht über die gesamte Distanz halten konnte. Doch ich nahm das Tempo raus, fand ab Kilometer 14/15 endlich in meinen Rhythmus und lief mein eigenes Rennen. Ursprünglich hatte ich mir für diesen Halbmarathon gar nicht viel vorgenommen. Aber es war mein Rennen 2024: Ich blieb bei mir und lief einfach. Die Strecke ist schnell und leichter Regen sorgte für ideale Bedingungen. Am Ende sprang für mich eine neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon Distanz mit 01:37:17 Stunden raus und zum ersten Mal gelang mir sogar ein negativer Split. Ein negativer Split bedeutet, dass man die zweite Hälfte eines Rennens schneller läuft als die erste. Für mich war das in Budweis eine Premiere - normalerweise starte ich oft zu schnell und kämpfe am Ende, um das Tempo zu halten. Passiert im Übrigen den meisten Läufer/innen. Die Einteilung des Tempos ist eine Kunst, man muss genau wissen, wo die eigenen Fähigkeiten liegen, um am Ende nicht einzubrechen. Das Gefühl, am Ende eines Rennens stärker zu werden, ist großartig. Als Krönung hatte es für den 1. Platz in meiner Altersklasse gereicht. Die Platzierung in der Altersklasse zeigt, wie man im Vergleich zu anderen Läufern und Läuferinnen derselben Altersgruppe abschneidet. In der Regel werden die Altersklassen in 5-Jahres-Schritten unterteilt und nach Geschlechtern getrennt. Den ersten AK-Platz (W45) beim Budweis Halbmarathon zu belegen, gerade bei einer so großen Laufveranstaltung, fühlte sich besonders an. Ganz vorne dabei zu sein ist einfach ein tolles Extra. Allerdings gab es in Budweis keine gesonderte Ehrung der Altersklassen, was aber bei vielen anderen Laufveranstaltungen oft mit einer Siegerehrung der Fall und einfach schön ist. Bad Griesbach - Der Rottaler Volksmarathon Auch die Teilnahme beim Rottaler Volksmarathon hat uns sehr viel Spaß gemacht. Diese Veranstaltung ist eine klare Empfehlung für alle, die gerne in der Natur laufen und familiäre, kleinere Events schätzen Wir entschieden uns für die Halbmarathonstrecke, die mit 19 Kilometer zwar etwas kürzer ist, dafür aber auch 450 Höhenmeter bietet - eine insgesamt sehr gut laufbare und schöne Naturstrecke. Besonders für Trailrunning Einsteiger ist dieses Event ideal. Für ein vergleichsweise kleines Startgeld gibt es nach dem Lauf freien Eintritt in die Wohlfühltherme, der perfekte Abschluss für einen rundum gelungenen Lauftag. Alle Informationen rund um den Rottaler Volksmarathon, habe ich in einem separaten Blogbeitrag zusammengefasst. Ein verrücktes Wochenende bei der Challenge Roth Die Challenge Roth war definitiv mein Sommer Highlight 2024, einfach weil unerwartet cool. Eine Woche vor dem großen Event machten wir uns auf den Weg nach Roth, um Jonas Deichmann bei seinem unglaublichen 120-Tage Triathlon Projekt zu begleiten. An diesem Tag absolvierte Jonas seine 52. Triathlon Langdistanz. Wir wollten den Marathon mitlaufen. Die Hitze war brutal - sodass mein Lauffreund Andreas und ich bei km 30 ausgestiegen sind. Doch meine Freundin Kati hat als einzige Frau an diesem Tag den Marathon beendet. Eine besondere Ehre war mir, das Zielband für Jonas zu halten. Bereits an diesem Tag war klar: Die Challenge Roth würde ein Mega Event werden. Ein Glücksfall - Mein Startplatz Zu meinem Startplatz kam ich eher zufällig, dank eines Gewinnspiels von Segafredo, bei dem ich als Läuferin in einer Staffel gezogen wurde. Das Wochenende sollte zu einem der coolsten des ganzen Jahres werden. Ich war wiederum mit Kati unterwegs und wir entschieden uns, im Auto auf der Campingwiese zu schlafen, die den Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurde. Und wir genossen alles in vollen Zügen. Mit unseren Rädern waren wir super flexibel und konnten die einzigartige Stimmung überall mitnehmen. Der Schwimmstart direkt bei der Campingwiese war so elektrisierend, dass wir direkt in bester Laune in den Wettkampftag starteten. Mein Marathon startete am Sonntag gegen 16:30 Uhr. Trotz der späten Startzeit und der Hitze konnte ich mit 03:34:42 Stunden eine überraschend schnelle Zeit laufen. Unsere Staffel legte die gesamte Distanz in 10:39:34 Stunden zurück - ein Ergebnis, auf das wir stolz sind. Auch Marcel war an der Strecke als mein Supporter unterwegs und das war einfach toll. Bei der Challenge Roth 2024 konnten zwei neue Weltrekorde bei den Einzelstartern gefeiert werden, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Und Jonas Deichmann feierte an diesem Tag den 60. Triathlon seines Projektes. Ich war dabei und liebte jede einzelne Minute davon. Nun ja, nicht ganz jede Minute - im Ziel holte mich die Erschöpfung des Wochenendes ein und Übelkeit zwang uns, schneller als geplant aufzubrechen. Doch solche Momente gehören manchmal dazu und sind längst vergessen. Shuffle und Summer Shuffle Camp Die Teilnahme bei meinem ersten Tanzurlaub hatte ich mir lange überlegt. Warum? Erstens kann ich einfach kein Freestyle tanzen. Zweitens waren die meisten Teilnehmer deutlich jünger als ich. Und drittens nagte der Zweifel an mir, ob ich überhaupt gut genug dafür bin. Nach langem hin und her siegte mein Wille, Neues zu probieren und die Komfortzone zu verlassen. Vier Tage ging es nach Barcelona, in ein Feriencamp etwas außerhalb der Stadt. Wir schliefen in Bungalows mit jeweils acht Betten - etwas Campingfeeling inklusive. Mehr als 50 Tänzer/-innen aus aller Welt waren dabei und täglich standen Workshops auf dem Programm: mindestens sechs Stunden Tanzen pro Tag. Natürlich war ich überall dabei, wo es möglich war. Mit Temperaturen weit über 30 Grad wurde das Ganze eine schweißtreibende Erfahrung. Die Tage vergingen wie im Flug und abends fiel ich einfach todmüde ins Bett. Der Altersunterschied zu manchen Teilnehmern war hier und da spürbar, aber insgesamt war es eine coole Zeit, die ich nicht missen möchte. Freestyle tanzen kann ich zwar immer noch nicht - meine Kreativität scheint da hartnäckig zu bleiben, aber das hindert mich nicht weiterzumachen. Tanzen hat wie das Laufen einen festen Platz in meinem Leben bekommen - und es macht mich manchmal sogar glücklicher als das Laufen. Ein Leben ohne Tanzen: Für mich nicht mehr vorstellbar und vielleicht schaffe ich es irgendwann auch mal frei zu tanzen. Bis dahin sind die regelmäßigen Stunden in meiner Tanzschule (Kult) absolute Pflichttermine, die mir Freude bringen und kaum zusätzliche Motivation erfordern. Schönste Wanderung des Jahres Im Jahresrückblick 2024 gab es viele unvergessliche Tage in den Bergen, sei es mit der Crew bei den Viking Collect Moments oder den CRAFT Community Events. Oft haben wir die Touren vorab gescouted, um die besten Strecken für die Gruppe zu finden. Eines meiner persönlichen Highlights war eine Sonnenaufgangstour auf den Kleinen und Großen Traithen, die ich schon lange im Kopf hatte. Ende August starteten wir früh in die Dunkelheit. Diese Wanderung hat mir wirklich den Atem geraubt, die Farbstimmungen waren magisch, wir hatten die Berge fast für uns allein und die technisch anspruchsvolle, aber äußerst reizvolle Strecke sorgte für ein echtes Abenteuer. Weil diese Tour so besonders war, habe ich dazu auch einen ausführlichen Tourenbericht zur Drei-Gipfel-Tour Kleiner & Großer Traithen und Steilner Joch auf meinem Blog veröffentlicht. Paul - ein Kämpfer mit Herz Ende August hat uns das Schicksal einen harten Schlag versetzt. Es war ein Mittwoch und ich wollte eigentlich zum Tanzen. Unser Kater Paul geriet in Atemnot und es war schnell klar, dass etwas nicht stimmte. Wir brachten ihn in die Notaufnahme der Tierklinik. Paul ist nun Herzpatient, ein Leben ohne Medikamente ist nicht mehr möglich und die Diagnose ist auch jetzt Monate später nach wie vor ein Schock für mich. Im Alltag ist Paul oft der Alte - voller Lebensfreude und springt auf die Küchenzeile wie immer. Doch dann kommen auch diese Rückschläge, einfach so. Jeden Tag hoffe ich, dass der kleine Mann noch ganz lange bei uns ist. Er ist auf jeden Fall ein starker Kämpfer. Seit der Diagnose hat sich unser Leben ein bisschen verändert. Es ist ruhiger geworden. Der Jahresurlaub ist ausgefallen. Ich mag Paul nicht tagelang oder gar wochenlang allein lassen. Die Medikamente zu verabreichen ist absolute Pflicht und ein fester Teil unseres Alltags. Aber ich hoffe, dass das nächste Jahr wieder ein bisschen mehr Leichtigkeit mit sich bringt. Fünfmal Berlin Marathon Im September ging es aber dennoch nochmals übers Wochenende nach Berlin - ein Wochenende voller Action. Ich musste und wollte meinen fünften Berlin Marathon laufen. Es war die 50. Jubiläumsausgabe und irgendwie waren wir alle voller Vorfreude. Trotz wenig spezifischen Marathontraining konnte ich meine schnellste Zeit in Berlin laufen. Das machte den Lauf für mich umso schöner und besonders. Der Tag begann mit einer Zimtschnecke und einem großen Cappuccino, irgendwie schon ein Ritual. Das gleiche gab es schon das Jahr davor. Nach der Taschenabgabe trennten sich Marcel und ich. Ich schob mich relativ weit vorne im Startblock ein. Es war so voll, dass sich jeder nur noch reinpresste. Ein konkretes Ziel hatte ich nicht, aber wenn ich eine Startnummer trage, dann möchte ich einfach immer alles geben. Marcel startete wohl hinter mir, etwa 12 Min später und unterwegs wusste ich dank meiner Freunde immer, wo Marcel sich befand. Diese Updates waren sehr motivierend. Irgendwann wurde es zu meinem kleinen persönlichen Ziel, vor ihm die Ziellinie zu überqueren. Und das habe ich tatsächlich geschafft. Fand ich ziemlich cool, auch wenn seine Nettozeit am Ende fünf Minuten schneller war. Für mich war es ein Triumph, sieben Minuten vor ihm im Ziel zu sein. Berlin, du bleibst einfach immer ein ganz besonderer Marathon für mich. Die zehnmalige Teilnahme machen wir in diesem Leben auf jeden Fall noch voll. Herbststimmung und erste Pläne für das neue Jahr Der Herbst zog langsam ein und auch die Weihnachtszeit war nah. Ich fing an, diesen Blogbeitrag über den Jahresrückblick 2024 zu schreiben und mich an die schönen Momente des Jahres zu erinnern. Dabei wurde mir bewusst, dass wir tatsächlich immer noch viel sportlich unterwegs waren, aber längere Aufenthalte mit Übernachtung ausblieben. Das macht mich etwas traurig. Dafür genieße ich die Zeit mit meinen Katern Paul und Bernd umso mehr. Gleichzeitig habe ich neue sportliche Routinen für mich entdeckt: Functional Fitness, Ballet Barre oder auch Box- und Bootcamp-Kurse. Die Kurse machen mich nicht nur körperlich stärker, sondern helfen mir auch mental. Die ersten Laufevents für 2025 stehen bereits fest: Im Februar geht es nach Neapel für den Halbmarathon, bei dem ich meine aktuelle Bestzeit auch angreifen möchte und wir hoffentlich auch ein paar frühlingshafte Sonnenstrahlen tanken. Im April und Mai folgen der Halbmarathon und Marathon in Prag, bevor es im Oktober zum Chicago Marathon geht. Dieser wird mein fünfter Stern der World Marathon Majors sein. Tokio hat leider nicht geklappt und wird für 2026 vorgemerkt, Losglück vorausgesetzt. Es gibt nichts Schöneres, als bei Wettkämpfen an den Start zu gehen und dabei fremde Orte laufend zu entdecken. Und wer weiß, welche weiteren Events sich noch spontan in meinen Kalender schleichen. Eines ist sicher, auch 2025 soll aktiv und laufreich werden. Jahresrückblick 2024 - Ein erfolgreiches Laufjahr geht zu Ende 2024 war wieder mehr als eine Sammlung von Kilometern - es war ein Mosaik aus Momenten und mein insgesamt zehntes Laufjahr. Dieses Jahr hat mich immer wieder an meine persönlichen Grenzen geführt. Und ich konnte über mich hinauswachsen. Zwischen neuen Bestzeiten, schwierigen Tanzschritten, unvergesslichen Begegnungen und einigen Altersklassen-Platzierungen - für viele vielleicht uninteressant, für mich jedoch ein Grund stolz zu sein - hat mich das Jahr erneut daran erinnert, warum Laufen so viel mehr ist als ein Sport. Es ist Lifestyle und Lebensgefühl. Der Laufsport schafft, was gesamtgesellschaftlich oft scheitert: ein Miteinander, das von Respekt und Gemeinsamkeit geprägt ist. Beim Marathon sind alle gleich, unabhängig von Herkunft, Erfahrungen oder Überzeugungen. Zigtausende Menschen, die in einem friedlichen Schwarm 42,195 Kilometer überwinden, zeigen, wie bunt die Welt ist und wie großartig es sein kann, wenn alle in die gleiche Richtung laufen. Genau das liebe ich am Laufen, die Vielfalt, die Einheit und die Momente, die uns erinnern, was wirklich zählt. Glücklich sein, friedlich sein und Akzeptanz üben. Es war nicht mein bestes Jahr, dieses Jahr 2024, es war aber dennoch lebenswert und eigentlich ganz gut zu mir und uns als Familie. Ich freue mich sehr, 2025 weiterzulaufen - auf neuen Wegen, zu neuen Zielen und immer mit dem Gefühl der Freiheit.

  • Mein Jahresrückblick 2023 - Die Highlights

    Schon wieder ist ein Jahr vorbei und schon wieder schreib ich meinen Jahresrückblick: den Jahresrückblick 2023. Diesen will sicher kein Mensch lesen, aber es ist auch nicht wichtig. In diesem Fall schreibe ich diesen für mich. Ich freue mich immer sehr, wenn dieser letzte Blogeintrag des Jahres online geht. Mir ist dadurch bewusster geworden, wie sehr man das Leben genießen sollte. Es zählt das Hier und Jetzt und ich mag die Jahresrückblicke auf mein Leben sehr. In diesem Jahr kann ich sagen: Ich bin wieder ein Stück mehr bei mir angekommen. „Die Monate haben es eilig. Die Jahre haben es eiliger. Und die Jahrzehnte haben es am eiligsten. Nur die Erinnerungen haben Geduld mit uns.“ Ein treffendes Zitat von Erich Kästner, das ich hier einfach mal so unkommentiert stehen lasse. Jetzt geht es los mit meinem Jahresrückblick 2023 Das war Cindy 2023 Die Crew-Managerin, Straßenläuferin, Trailläuferin, Wander- & Trailguide, Tänzerin und Camp-Organisatorin sowie Catmom. Ich kann sagen, ich war noch nie so rein mit mir. Der Start ins 2023 war zwar unspektakulär, aber recht bald nahm das Leben Tempo auf und ich war viel unterwegs. Das Jahr stand für mich vor allem unter dem Motto "Community" und davon habe ich viel erlebt, organisiert, Neues ausprobiert und ganz viel genossen. Ich liebe es, mit Gleichgesinnten gemeinsame Erlebnisse zu sammeln. Außerdem habe ich im Jahresrückblick 2023 an vielen Wettkämpfen teilgenommen: gelitten, gekämpft, weitergemacht und einige Erfolge mitgenommen. Das eine oder andere Tränchen war auch dabei. Jahresrückblick 2023: Es war ein sportliches Jahr Sport hat nunmehr neun Jahre eine hohe Relevanz für mich. Das Laufen ist nicht nur mein Ausgleich zum Alltag oder die Motivation, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen. Nein, ich habe Spaß daran gefunden, mir weiter neue Ziele zu setzen und mir zu beweisen, dass ich meine Leistungen verbessern kann. Es ist eine große Motivation für mich, dranzubleiben. Sportlich gesehen habe ich im Rückblick 2023 einiges erreicht und vor allem meine persönlichen Bestzeiten verbessert. Im Frühjahr konnte ich meine Halbmarathonzeit in Lissabon regelrecht pulverisieren. Im April ist in London wiederum eine Bestzeit auf der Marathondistanz gefallen und ich konnte mich mit der Zeit direkt für den Boston Marathon 2024 qualifizieren. Der Sport macht mich definitiv glücklicher und ausgeglichener. Mein Mindset ist stärker denn je. Insgesamt bin ich im Jahresrückblick 2023 über 2100 Kilometer gelaufen. Dabei sind Wochen dabei, in denen ich viele Kilometer und sportliche Aktivitäten abgerissen habe. Aber es gab auch Zeiträume, in denen ich die Seele baumeln ließ und weniger an weiter, höher, schneller dachte. Eine der schönsten Auszeiten hatte ich beim Segeln in Kroatien im Juli. Meine Jahres-Highlights und Teilnahmen 2023 Für einige Highlights gibt es detaillierte Blogbeiträge mit mehr Informationen, zu erkennen an dem Unterstrich bzw. einen Hinweis auf Verlinkung. Kleiner Exkurs: TV Berichte Im Februar durften meine Freundinnen Conny, Margo und ich für einen Eisbadebeitrag für Servus TV mitwirken. Im Juli waren Marcel und ich für die ZDF Drehscheibe unterwegs. Dabei machten wir den Test: Wie kommt man am schnellsten durch den Stau von München nach Salzburg an einem Ferienwochenende? Passive Fahrweise oder aktive um jeden Meter kämpfen. Was denkt ihr? Wer hat gewonnen und lohnt sich eine Stauumfahrung eigentlich? Im Dezember wurden Conny und ich für einen zweiten Eisbade Beitrag für ZDF Volle Kanne angefragt. Die Dreharbeiten waren gar nicht so einfach und wir mussten definitiv unsere Komfortzonen verlassen. Der Beitrag wird in der Mediathek am 10. Januar 2024 erscheinen oder am 10. Januar 2024 erst ausgestrahlt. Alle meine Tipps zum Eisbaden kannst du auch auf dem Blog nachlesen. Ein cooles Hobby, das ich bereits seit vier Jahren ausübe. Neue Bestzeit beim Halbmarathon in Lissabon Das Jahr 2023 startet mit einer acht wöchigen Vorbereitungszeit für den Lissabon Halbmarathon. Die Wochenenden wurden für intensive und längere Laufeinheiten genutzt und ich versuchte etwas mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten. Mitte März flogen wir dann nach Lissabon und ich wollte nach über fünf Jahren eine neue Bestzeit auf der HM Distanz laufen. Der EDP Lisbon Half Marathon hat eine schnelle Strecke und ich konnte meine Leistung am Wettkampftag abrufen, sodass ich eine neue Bestzeit 1:38:11 feiern konnte. Wie ich mich auf den Halbmarathon unter 1:40 Std vorbereitet hatte, mit Tipps und Informationen kannst du auf dem Blog nachlesen. Außerdem kann ich das portugiesische Laufevent empfehlen, das u.a. auch zur Superhalfs Serie mit Prag, Copenhagen, Cardiff, Valencia und ab 2024 auch Berlin gehört. Die Superhalfs sind eine europäische Halbmarathon Laufserie, bei welcher der Finisher aller sechs Läufe (Zeitrahmen: innerhalb von 60 Monaten) eine Super-Medaille erlaufen kann und zum "SuperRunner" wird. Neue Bestzeit beim London Marathon Einen Monat später ging es mit meiner Freundin Karla nach London und an den Start meines 3. World Marathon Majors. Die ersten zwei Sterne hatte ich bereits in New York (2019) und Berlin (2016) geholt. Die Teilnahme in London kam eher zufällig. Ich konnte mich bei Karla's Buchung unkompliziert einbuchen, da sie ein Doppelzimmer zur Verfügung hatte. Es war nie mein Plan, die gesamte World Majors Serie laufen zu wollen. Zu meinem Unglück oder auch Glück konnte ich in London eine weitere Bestzeit auf der Marathondistanz feiern (3:27:24 Std) und mich dadurch direkt für den Boston Marathon 2024 qualifizieren. Somit werde ich bereits im nächsten Jahr den 4. Stern hoffentlich erlaufen und mal sehen, wie und ob ich Tokio und Chicago auch irgendwann noch mitnehme. Die World Marathon Majors Serie: Unter der Marke World Marathon Majors (Kurz: WMM) haben sich sechs der größten Marathonveranstaltungen zusammengeschlossen: Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York. Finisher aller Veranstaltungen erhalten die Six-Star Medaille. Eventuell wird die Serie in naher Zukunft noch erweitert. Aktuell ist Sydney und auch Kapstadt sehr nah dran, aufgenommen zu werden. Trailcamps in Naturns und Neukirchen Immer ein großes Abenteuer für mich sind meine Trailcamps in Naturns, die einmal im April (rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun) sowie im Mai (ein reines Frauen Wander-/Trailrun Camp) stattfanden. 2023 fanden die bereits im zweiten Jahr statt und ich bin immer wieder begeistert, wie schön es ist, Erlebnisse in der Gruppe zu sammeln. 2024 wird es weitere Camps geben. Zu erwähnen ist hier auch das Herbst Trailcamp am Großvenediger in Zusammenarbeit mit Viking Footwear und der Venediger Lodge. Zum Saisonabschluss erwartet die Teilnehmer/innen Natur pur in den tollsten Herbstfarben. Die Verlinkungen zu den Programmen sind wie folgt: Trailruncamp in Naturns rund um den Alpenplus Ötzi Trailrun Women Trail- & Hike Camp in Naturns Herbst-Trailcamp am Großvenediger Do EPIC SHIT Meine Geschichte und das Motto Do Epic Shit passen für mich sehr gut zusammen und deswegen gibt es seit diesem Jahr Caps und Socken mit dem Motto in kleiner Menge zu kaufen. Ich freue mich sehr, dass ich mehr und mehr Träger/innen auf Bildern entdecke oder beim Laufen sehe. Die CRAFT Community Läufe Über den Sommer hinweg konnte ich mit Unterstützung der Firma CRAFT Sportswear sieben Special Community Runs anbieten. Es war ein tolles Projekt. Dabei haben wir neue Laufstrecken in München entdeckt oder wiederentdeckt, neue Lauffreunde kennengelernt, CRAFT Laufschuhe getestet und schöne Momente laufend erlebt. Als Belohnung für die regelmäßige Teilnahme gab es CRAFT Shirts mit Runfurther Bedruckung. Tschechien Im Jahresrückblick 2023 sind Marcel und ich drei Mal nach Tschechien gereist, um bei Laufevents in Budweis, Usti nad Labem und Liberec teilzunehmen. Tschechien ist meines Erachtens als Reiseland unterschätzt und wir haben das Land für uns entdeckt. Es bietet viele Möglichkeiten für Outdoor Aktivitäten und Abenteuer. Die Laufevents, allesamt durch Runczech organisiert, waren wirklich klasse. Am besten hat mir tatsächlich der Halbmarathon in Budweis gefallen und ganz vielleicht laufen wir den auch 2024 nochmals. Unsere Erlebnisse rund um Budweis könnt ihr auf dem Blog: "Eine Laufreise nach Südböhmen" nachlesen. In Usti nad Labem war ich bereits das dritte Mal am Start. Es war ein heißer Lauftag. Ich war etwas unzufrieden mit meiner Zeit, aber das hat sich im Nachhinein auch wieder gelöst, weil es kein Tag für schnelle Zeiten war. Auch zum Halbmarathon in Usti nad Labem (zu deutsch Aussig) gibt es einen Blogbeitrag, den ich dir gerne empfehle. In Usti läuft man einen Teil der Strecke durch ein Chemiewerk. Das ist ein faszinierendes Erlebnis und das kenne ich von keinem anderen Laufevent. Berliner Mauerweglauf Berlin ist toll und wir haben im August an einem ganz besonderen Laufevent teilgenommen: dem Berliner Mauerweglauf. Der Lauf wird seit 2011 ausgerichtet und die Strecke führt einmal rund um den Mauer-Grenzstreifen des ehemaligen West-Berlin. Das sind insgesamt etwas mehr als 161 Kilometer. Es gibt einige Teilnehmer, die die Gesamtstrecke alleine bewältigen. Wir, Marcel und ich, haben uns dem Abenteuer im 4er Team mit Thilo Silberstreif und Olaf gestellt. Ein top organisiertes Event, das wir auch 2024 wieder laufen wollen. Die drei Männer sind jeweils zwischen 32 und 37 Kilometer gelaufen und ich habe mich als erste Team-Starterin der Ultradistanz von knapp 57 Kilometern gestellt. Insgesamt haben wir als 40. Team von 53 in einer Gesamtzeit von 21:09:49 Stunden das Ziel erreicht. Weitere Informationen zum Berliner Mauerweglauf kannst du auf der Webseite des Veranstalters nachlesen. Berlin Marathon Im September ging es nochmals nach Berlin zum Marathon und der war so richtig zum Genießen. Ich stand das vierte Mal in der Startaufstellung und in diesem Jahr sogar im Team des Mitsponsoren Taiwan Excellence. Der Sea to Summit Sky Marathon in Kreta Eines meiner Top 3 Jahreshighlights war definitiv der Sfakia Sky Marathon auf Kreta. Ein herausfordernder Trailrun von Meereshöhe auf den höchsten Berg des Lefka Ori Gebirges, den Pachnes auf 2.454 m und wieder runter. In knapp über 9 Stunden habe ich 44 Kilometer und mehr als 3.000 Höhenmeter überwunden. Das war eine harte Nummer, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis. Ein sehr spezielles und wunderbar organisiertes Rennen mit wenigen Teilnehmern (ca. 100). Die Teilnehmer/-innen werden mit einer extra gecharterten Fähre zum Sonnenaufgang an den Start in Loutro gebracht, die Verpflegungsstationen werden mit ganz viel Liebe und Motivation betrieben, es gibt Shuttleservice nach dem Ziel in die Unterkunft, zwei Abendessen und eine handgemachte Keramikmedaille. Wenn du nach einem ganz besonderen Rennen suchst, den Sfakia Sky Marathon kann ich dir empfehlen. Athen Marathon Meine Wettkampf Saison für das Jahr 2023 habe ich mit dem 40. Athen Marathon im November beendet. Die Strecke führt von Marathon nach Athen. Der Athen Marathon macht es einem allerdings mit seinem Höhenprofil nicht ganz leicht, aber die etwa 350 Höhenmeter sind irgendwann auch vergessen. Am Wettkampftag war es heiß und zu schnell gestartet bin ich auch wie immer. Ich musste kämpfen, hatte Lust und Unlust auf der Strecke im Wechsel. Ein älterer Grieche (M70) holte mich letztendlich wieder ins Rennen. Seine Art zu Laufen machte mir Mut, alle Kraft zu mobilisieren. Ich durfte eines meiner bisher schönsten Zieleinläufe erleben, im beeindruckenden im Panathinaiko-Stadion (Panathenaic Stadium). Auch dieses Ereignis wird mir in Erinnerung bleiben und den Athen Marathon muss man meines Erachtens einmal im Leben gelaufen sein. Es ist der Marathon aller Marathons. Viking Collect Moments Events Im November startete eine neue Event-Reihe mit Viking Footwear. Dabei finden monatlich verschiedene Events statt, um möglichst viele unvergessliche Momente gemeinsam in der Natur zu sammeln. Im November sind wir zum Trailrun an den Kirchsee gefahren mit anschließendem Eisbaden im Kirchsee. Im Dezember gab es eine Sonnenuntergangswanderung zum Baumgartenschneid und anschließendem Christkindlmarkt Besuch am Tegernsee. Bei den Veranstaltungen gibt es oft Testschuhe von Viking, die zur Verfügung gestellt werden. Der Januartermin für 2024 steht bereits fest und alle aktuellen Informationen findest du in der Facebook Gruppe "VikingFootwear x Runfurther.de - #VikingCollectMoments" Jahresrückblick 2023 - Weitere Wettkämpfe waren: Alpenplus Ötzi Trailrun Dolomiti Extreme Trail Zugspitz Ultratrail (Kurz: ZUT) RUN2 (Teilnahme der ersten zwei Etappen des Transalpine Run in Volkswagen R Team) Schlierseelauf Off Topic - Der Alltag Eigentlich gibt es zu meinem Alltag nicht viel zu berichten. Ich führe ein eher normales Berufsleben, einen 9-5 Job ohne viel Up and Downs, aber das ist auch gut so. Zusätzlich zum Laufen habe ich in den letzten Jahren und vor allem in diesem Jahr das Tanzen für mich entdeckt. Ich gehe regelmäßig jede Woche zum Shuffle Dance und liebe es einfach. Das Tanzen fordert mich sehr, die Choreografien sind nicht immer einfach nachzutanzen und es macht mich einfach glücklich. Übrigens, wer tanzt, tut etwas für seine Gesundheit, für sein Herz-Kreislaufsystem und fürs psychische Wohlbefinden. Apropos Gesundheit, ich kann mich im Jahresrückblick 2023 über ein durchweg gesundes und unverletztes Jahr freuen. Ich finde das ist die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Fazit zum Jahresrückblick 2023 - Ausblick zu 2024 2023 war wieder wunderbar sportlich, durchweg gesund und mit ganz vielen schönen Momenten gespickt. Was ich mir für 2024 wünsche? Nicht mehr als das, was 2023 war, Sport, Gesundheit und Abenteuer und ganz vielleicht ein wenig Auszeit, vielleicht am Meer ohne viel Tamtam und Seele baumeln lassen. Nächstes Jahr kann ich übrigens die Korken knallen lassen, denn Runfurther.de wird im Juli sage und schreibe zehn Jahre alt. Ich bin unendlich dankbar für die Reise, die ich durch den Blog bis jetzt machen durfte. Auch ein bisschen stolz, denn einfach war es nie. An dieser Stelle entschuldige ich mich auch gerne für die Schreibfehler sowie die grammatikalischen Fehlstellungen, denn hier gibt es nur Cindy, keine Redaktion oder Fremdschreiber. Marcel unterstützt mich hin und wieder bei meinen Texten und das hilft mir sehr. Gerne würde ich mehr für den Blog Zeit aufbringen. Nun da kommt mir mein Alltag doch oft in die Quere. Ich danke euch fürs Lesen und dabei sein. Was wünschst du dir? Hast du dir schon Ziele für 2024 gesteckt und bist du zufrieden mit deinem persönlichen Jahresrückblick 2023? Ich wünsche dir einen guten Rutsch ins neue Jahr und auf ein erfolgreiches 2024.

  • Eisbaden - Badestellen in und um München

    Spätestens seit diesem Winter 2021/2022 ist eines klar, Eisbaden ist zum Trend geworden. Die Sozialen Netzwerke sind geflutet von Eisbade-Abenteurer. Täglich sehe ich neue Posts von Leuten, die sich ins kalte Nass wagen und so richtig mal die Komfortzone verlassen. Für mich ist es das zweite Jahr in Folge und ich motiviere mich durch das Eisbaden oft bei grauem Wetter überhaupt die warme Wohnung zu verlassen. Denn Eisbaden geht immer und ich liebe es die Münchner Umgebung durch mein neues Hobby aus einer ganz anderen Perspektive kennen zu lernen, nämlich vom Wasser aus. Meine Tipps wie du einen perfekten Einstieg ins Eisbaden machst liest du am besten in meinem Blogbeitrag "meine persönlichen Eisbade-Tipps für Einsteiger" nach. Es ist wichtig einige Punkte zu kennen und nicht unbedarft an die Sache ranzugehen. Der wichtigste Punkt überhaupt, gehe niemals allein, denn wenn etwas passiert, muss schnell Hilfe gerufen werden. Zudem solltest du dich in einer körperlich gesunden Verfassung befinden. Wenn du weißt, was du beachten musst, kannst du dein erstes oder auch nächstes Eisbade-Abenteuer planen. Für mich ist es im Winter eine schöne Alternative zu all den anderen Hobbys und das kickt mal so richtig rein. Hin und wieder verbinde ich das Eisbaden mit Langlaufen, einer Winterwanderung oder ich fahre einfach ohne zusätzliches Programm an einen See. Das Aufwärmen danach mit einem heißen Tee oder einen Cappuccino macht den Ausflug dann meist perfekt. Tatsächlich ist es ein Endorphin Kick so ein kleines Bad im kalten See oder Fluss. Eine regelmäßige Motivation die Komfortzone zu verlassen. Und es lohnt sich, versprochen. Damit du als Einsteiger ein paar Ziele kennst, habe ich dir ein paar meiner schönsten Badestellen in Bayern zusammengetragen. München - meine Lieblingsspots zum Winterbaden München ist perfekt für Eisbader. Es gibt in und um München viele Bademöglichkeiten. In der Stadt sind die bekanntesten Badestellen der Schwabinger Bach, die Isar an der Weideninsel oder auch am Flaucher trifft man regelmäßig auf Gleichgesinnte. Der Schwabinger Bach Der Schwabinger Bach hinter dem Haus der Kunst bzw. kurz nach der Eisbachwelle (Surferwelle) ist hervorragend geeignet für Städter. Die Einstiegsstelle ist zwar nicht ganz so einfach für jeden, du steigst über eine Art Mauer ins Wasser. Der Vorteil ist aber, dass du nicht erst lang irgendwo reinlaufen musst, sondern sofort bis zum Bauch im kalten Wasser stehst. Ein paar Meter weiter ist ein treppenartiger Ausstieg vorhanden, da kommst du easy aus dem Wasser oder aber mit Schwung geht es auch. Die meisten Eisbader helfen sich sowieso gern gegenseitig. Die Stelle ist besonders schön, weil du vor oder nach dem Eisbaden noch im Englischen Garten spazieren gehen kannst. Zum nächsten leckeren Cappuccino zum Aufwärmen ist es auch nicht weit. Den bekommst du im Caffe Vinica in der Schönfeldstrasse (ca. 5 Min zu Fuß). Der Service ist wunderbar mit viel Herz und die Speisen, typisch italienisch. Wenn du einen etwas längeren Anfahrtsweg hast, kannst mit dem Auto sehr gut auf dem P1 Parkplatz parken. In den Morgenstunden sogar kostenlos und in einer Minute gelangst du zur Badestelle. Aber auch mit der Tram oder der U-Bahn ist der Schwabinger Bach easy zu erreichen. Hier findest du mich übrigens fast jeden Freitagmorgen. Es ist immer ein wunderbarer Start in den Tag. An der Isar Hin und wieder triffst du mich auch an der Weideninsel, Isar. Für mich ist das mit dem Fahrrad sehr gut erreichbar. Mit der U-Bahn fährst du bis Fraunhofer Station und auch Tram & Bus sind hier verfügbar. Diese Badestelle ist perfekt wegen der Treppen, auf die du deine Sachen gut ablegen kannst und diese dir auch beim Anziehen Hilfe bietet. Allerdings an den Wochenenden ist es sehr voll, viele Münchner spazieren an der Isar. Zur Empfehlung sehr früh morgens oder am frühen Abend bei Dämmerung kommen, dann ist es einfach ruhiger. Ein kurzer Hinweis dazu: die Dämmerung / Dunkelheit macht das Eisbaden immer etwas gefährlicher, also in Begleitung gehen. Die Strömung ist in der Isar stärker als im Schwabinger Bach. Solltest du Anfänger sein, setze dich am besten erst mal auf die Stufen für einen besseren Halt. Es wird recht schnell tief. München - Eisbaden in der Umgebung - die schönsten Badestellen An den Wochenenden fahre ich lieber raus aus München und erkunde die Seen bzw. Badestellen in der näheren Umgebung. Das gute viele Parkplätze kosten im Winter nichts und so kommst du auch relativ nah an die Seen mit dem Auto ran. Viele Badestellen kannst du aber auch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, was aber wiederum bedeutet, dass mehr Publikum unterwegs ist. Das mag nicht jeder. Kirchsee - Wo alles begann Im Kirchsee begann meine Eisbade-Karriere im November 2020. An diesem Tag, genau gesagt am 21. November 2020 hatte es Minus 6 Grad und es hatte den ersten Frost der Saison. Eigentlich keine guten Voraussetzungen, um mit dem Winterbaden durchzustarten. Aber die Sonne schien in einer Wahnsinns Farbe und ich war mit zwei Freundinnen verabredet. Ein Zurück gab es also sowieso nicht mehr. Zu dritt wagten wir unser erstes Eisbade-Abenteuer im Kirchsee zum Sonnenaufgang. Mir blieb fast die Luft weg. Der erste Schmerz war allerdings auch schnell wieder vergessen. Die Stimmung war magisch und als ich nach 06:41 Min wieder aus dem Wasser kam, war mir klar, dass ist nicht das letzte Mal gewesen. Ich erinnere mich so gerne an mein erstes "Mal". Ich war ziemlich gehyped und hätte bis zu dem Moment nie gedacht, dass ich mich das überhaupt irgendwann trauen würde. Der Kirchsee ist sicher einer der schönsten Seen in Bayern und wenn die Sonne scheint und es frostig ist, dann glitzert die Natur herrlich. Es ist übrigens auch ein Naturschutzgebiet, die offiziellen Badestellen sind ausgewiesen und du solltest dich daran auch halten. Am besten fährst du mit dem Auto hin, der kostenpflichtige Parkplatz ist zwei bis drei Minuten vom See entfernt. Gleich am Ufer befinden sich Stege, dort kommst du sehr gut ins Wasser (mithilfe einer Leiter) oder aber du gehst ein paar Meter weiter rechtsseitig ins Wasser. Hier musst du allerdings einige Meter ins Wasser reinlaufen. Ich persönlich mag es lieber sofort im Wasser zu sein, als noch lange reingehen zu müssen, da ist die Überwindung einfach größer. Wenn du danach noch irgendwo einkehren möchtest, empfehle ich das Klosterbräustüberl in Reutberg. Der Tegernsee - mein Place to be Vor der Bade-Session im Tegernsee empfehle ich bspw. eine Wanderung zum Baumgartenschneid, entweder als Sonnenuntergangs- oder als Nachmittagstour. Wenn du am Nachmittag wanderst / läufst (perfekte Tour auch für Trailrunning Begeisterte) kannst du das Eisbad im Tegernsee zum Sonnenuntergang genießen. Der Einstieg ist im Schlosspark, nähe Bräustüberl Tegernsee. Hier hast du den direkten Blick zum Wallberg und Setzberg, in dieser Richtung geht auch die Sonne unter. Vor Ort gibt es eine große Holzbank, sehr hilfreich beim Aus- und Anziehen und du kannst deine Sachen ablegen. Ich war abends nach einer Sonnenuntergangstour in den Bergen hier baden und die Lichter am Ufer der anderen Seite leuchteten hell. Eine tolle Badestelle. Zum Abschluss ist eine Einkehr im Bräustüberl schön und du kannst dich dort schnell aufwärmen. Anfahrt: Parkplatz Schloßplatz, Tegernsee. Wörthsee - mein Lieblingssee zum Laufen Den Wörthsee habe ich letztes Jahr drei Mal laufend umrundet. Mir gefällt die Strecke sehr und diese ist abwechslungsreich. Eine Runde um den See beträgt 11 km, führt über Asphalt, Waldboden, Naturpfade und bietet auch ein paar Höhenmeter. Ausgangspunkt zum Baden ist das Badegelände Oberndorf oder auch als Bachern bekannt. Im Sommer ist die Wiese sehr voll und vor allem viele SUPs starten hier. Im Winter hingegen findest du hier ruhige Momente und eher wenige Besucher kommen vorbei. Der Parkplatz ist ab Oktober bis März kostenlos und du parkst direkt am See. Es gibt drei lange Holzstege, die weit in den Wörthsee hinein reichen, auch schön zum Sonnen. Eine Leiter führt ins Wasser und du bist sofort drin, ohne langes Probieren. Der Blick auf die Insel Wörth (auch Mausinsel genannt) und über den See ist schön. Wiederum reist du an diese Badestelle am besten mit dem Auto an, die Anreise mit dem Bus ist etwas langwieriger und nicht optimal. Feringasee - in der Nähe zu München Stell dir vor, eine Radfahrt aus München zum Feringasee (sind etwa 13 km vom Münchner Stadtzentrum) im Winter mit einem Bad im Feringasee? Hört sich das nach einem Micro-Abenteuer an? Für mich definitiv. Das ist Next Level was das Verlassen der Komfortzone angeht. Du lieferst dich der Kälte nicht nur im Wasser aus. Ich habe bereits mehrmals eine Radtour verbunden und das hat was. Der Feringasee ist allerdings im Winter leider des Öfteren auch mal zugefroren. Das heißt allzu kalt und lange Minusgrade sollten nicht herrschen, da ansonsten kein Reinkommen in den See möglich ist oder du hast entsprechendes Werkzeug dabei. Wobei eines sollte ich hier auch erwähnen, ist es länger sehr kalt sind auch andere kleinere Seen zugefroren (z.B. der Spitzingsee oder Steinsee). Der Feringasee ist ein kleiner See, aber darüber hinaus auch der größte See in unmittelbarer Nähe zu München. Die Umrundung ist gerade mal 2 km lang. Du kommst hier wunderbar mit der S-Bahn hin (Unterföhring - 1 km entfernt) oder wie gesagt mit dem Rad. Die Parkplätze sind kostenpflichtig von Mai bis Oktober. Der Zugang zum See ist von überall aus möglich und ich habe keine bestimmte Stelle, die ich hier empfehlen möchte. Ich war an verschiedenen Stellen und finde alle gut. Wichtig zu wissen ist, dass du einige Meter reinlaufen musst. Der Feringasee eignet sich besonders, wenn du mal nicht viel Zeit hast, aber du dennoch etwas außerhalb von München erleben möchtest. Falls du danach noch einkehren willst, dann ab ins Gasthaus Feringas, direkt am Ufer Zusätzlich verlinke ich hier meinen Münchner Laufstreckentipp München zum Feringasee, da dieser sich hervorragend für lange Läufe eignet. Waldschwaigsee - der ruhige See Diesen kleinen See findest du in der Nähe zu Dachau und Karlsfeld. Wenn du in München startest, kannst du auch wunderbar mit dem Fahrrad hinfahren, in 45 Minuten bist du da. Viele Parkplätze gibt es vor Ort nicht. Inmitten vom Waldschwaigsee befindet sich eine kleine Insel, die allerdings aufgrund Naturschutzes (Brutplatz für Vögel) nicht zugänglich ist. Der ruhig gelegene Waldschwaigsee, umringt von Bäumen und einem Steg ist relativ tief und dadurch auch sehr kalt. Ein guter Platz zum Baden ist beim DLRG Haus, dort ist auch der erwähnte Steg mit Leiter für einen einfacheren Zugang. Aber auch vom Ufer kannst du reingehen und bist sofort drin, es geht nämlich gleich steil ab. Langes Zögern gibt es hier nicht. Am DLRG Haus gibt es eine Bank zum Ablegen deiner Sachen. Einen wirklichen Einkehrtipp habe ich hier leider nicht. Du kannst über Karlsfeld fahren und in die Bäckerei Mauerer einkehren oder aber dann wieder in München. Schliersee - ab in die Berge Ich mag den Schliersee sehr, diesen kannst du einfach mit einer Wanderung kombinieren z.B. zur Rotwand oder mit einem Langlauf Ausflug in Bayrischzell. Die Rotwand ist im Winter sehr gut zugänglich und du kannst die Tourenbeschreibung auf dem Blog nachlesen: Winterwanderung zur Rotwand. Eine schöne Badestelle im Schliersee ist direkt am Ufer von Fischhausen. Hier sind mehrere Bootshäuser, die das Ambiente aufpeppen und der Blick in die Berge ist auch gegeben. Parken kannst du ganz leicht auf dem Wanderparkplatz auf der anderen Straßenseite oder auch am Bootsverleih, sollte Platz sein. Möchtest du öffentlich anreisen empfehle ich dir die andere Seeseite in Schliersee. Nach Schliersee kommst du ab München einfach und schnell mit der Bob hin. Wie bereits erwähnt, das bedeutet aber auch immer, dass viel mehr Menschen unterwegs sind. Deswegen favorisiere ich Fischhausen. Eine kleine Laufrunde am See ist übrigens ideal zum Aufwärmen, bevor es in die Kälte geht. Auch der Schliersee ist niedrig und du brauchst du einige Meter bis es tiefer wird. Ich hatte bereits das Glück im Schliersee mit Eisschollen zu baden, das ist eine ganz besondere Stimmung. Einkehrtipp zum Aufwärmen: Slyrs Caffee & Lunchery, Neuhaus. Der selbstgemachte Glühwein mit Whiskey-Aroma ist sehr zu empfehlen. Noch ein paar weitere Tipps aus einem Jahr Eisbade-Erfahrung Ein vorheriges Warm Up ist immer eine gute Idee, erstens du bist aufgewärmt und zweitens dein Kreislauf angeregt. Wenn du aufgewärmt bist, fällt dir der Gang ins Wasser spürbar leichter. An richtig kalten Tagen solltest du Neoprenschuhe tragen, deine Füße sind empfindlich. Aber auch Neopren Handschuhe sind empfehlenswert und du kannst damit sogar ein paar Schwimmzüge in dein Bad einbauen. Wenn du keine Handschuhe besitzt, halte deine Hände besser aus dem Wasser raus. Der Kopf sollte generell nie untergetaucht werden. Reinspringen ins kalte Wasser ist ebenso ein No Go. Ich empfehle lockere und weite Socken, denn du wirst beim Anziehen froh sein, wenn du diese leicht hochziehen kannst. Außerdem sind Stiefel mit Reißverschluss an den Seiten einfacher in der Handhabung. Nichts ist schlimmer, wenn du ausgekühlt nicht in deine Sachen reinkommst. Nach dem Eisbad, nie sofort heiß duschen. Du solltest darauf achten, dass dein Körper gründlich trocken ist, du dich in warme Sachen einmummelst und warmen Tee trinkst. Die Erwärmung sollte langsam erfolgen. Du solltest gesund und fit sein. Bei Herz- und Kreislaufbeschwerden ist Eisbaden nicht empfehlenswert. Generell solltest du dich vorher vom Arzt durchchecken lassen, um sicher zu sein. Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß und lass gerne von dir hören, ob dir das Eisbaden gefällt und was deine liebsten Badestellen sind.

  • Laufgruppe in München - Die Runfurther Crew

    Gemeinsam Laufen und Weiterkommen In einer Stadt wie München, in der jeder auf Achse zu sein scheint, ist es oft schwierig, sich Zeit für sich selbst und für das, was einem wirklich Spaß macht, zu nehmen. Eine Laufgruppe in München kann dir helfen, diese Zeit sinnvoll mit Bewegung und Gemeinschaft zu gestalten. Für uns Läufer bietet das Laufen eine ganz besondere Art, den Alltag zu entschleunigen und trotzdem in Bewegung zu bleiben. Doch muss man immer allein laufen? Die Runfurther Crew hat genau das im Fokus: Das gemeinsame Laufen in einer lockeren, familiären und offenen Gemeinschaft. Wenn du auf der Suche nach einer Laufgruppe in München bist, dann bist du bei der Runfurther Crew richtig. Wir laufen regelmäßig zusammen, haben Spaß und motivieren uns gegenseitig. Wer sind wir - Münchner Laufgruppe Unsere Laufgruppe ist eine kleine, aber eng verbundene Gemeinschaft von Läufer-/innen aus München. Uns verbindet nicht nur die Liebe zum Laufen, sondern auch der Wunsch, diese Leidenschaft mit anderen zu teilen. Entstanden sind wir 2018, aus der damaligen Runnerspoint Running Community. Ein Jahr lang durfte ich diese mit aufbauen, doch leider wurde sie nach kurzer Zeit von Runnerspoint eingestellt. Für mich war klar, dass ich diese tolle Gruppe nicht einfach aufgeben wollte - und so entstand die Runfurther Crew. Was uns besonders macht, ist die persönliche Atmosphäre. Da unsere Laufgruppe überschaubar ist, kennt bei uns jeder jeden. Das schafft ein Gemeinschaftsgefühl, dass bei den großen Runclubs oft verloren geht. Bei uns ist jede/r willkommen, ob Anfänger/in oder Fortgeschrittene/r, egal, ob du einfach nur Spaß an der Bewegung hast oder gezielt an der Leistung arbeiten willst. Regelmäßige Lauftermine Jeden Dienstag um 18:30 Uhr trifft sich unsere Laufgruppe in München am Odeonsplatz, um gemeinsam eine Runde im Englischen Garten zu laufen. Das Tempo liegt bei 05:00-06:30 Min / km. Ab und zu ändern wir die Strecke, denn Abwechslung gehört dazu. Höchstleistungen zählen beim Dienstags Lauf nicht so sehr. Im Mittelpunkt stehen der Austausch, die Freude an Bewegung und das Miteinander. Ab 2025 erweitern wir unser Angebot: Jeden dritten Samstag im Monat treffen wir uns zusätzlich am Kiosk 1917 in Thalkirchen zu einem weiteren Lauftreff. Darüberhinaus erkunden wir auch die bayerischen Berge, starten zu Trailruns, genießen Sonnenaufgangswanderungen oder wagen uns ins kalte Wasser beim Eisbaden. Auch Tempotraining ist ein fester Bestandteil - denn zusammen fällt es leichter, die Komfortzone zu verlassen. Bei uns kannst du nicht nur neue Strecken, sondern auch die vielen Facetten des Laufens entdecken. Ob in der Stadt, am Berg oder im Training - wir laufen weiter, gemeinsam. Warum mit der Runfurther Laufgruppe laufen? Ganz einfach: Mit uns wirst du fitter und bist auch Teil einer großartigen Gruppe. Wir motivieren uns gegenseitig, teilen Tipps und Erlebnisse und feiern die Erfolge jedes Einzelnen. Es herrscht eine herzliche und freundschaftliche Atmosphäre, in der du dich wohlfühlst und jederzeit deine Fragen, Ideen und Wünsche einbringen kannst. Gemeinsam laufen im Dunkeln - sicher und motiviert Gerade in den dunkleren und kalten Monaten des Jahres kann das Laufen am Abend oder frühen Morgen eine Herausforderung sein. Doch die Runfurther Laufgruppe macht das Laufen bei Dunkelheit zu einem besonderen Erlebnis. Gemeinsam unterwegs zu sein gibt nicht nur ein Gefühl von Sicherheit, sondern sorgt auch für zusätzliche Motivation, den inneren Schweinehund zu überwinden. Beleuchtete Strecken und die Gemeinschaft helfen dir dabei, dich auch an den grauen Tagen in Bewegung zu bringen. Und sind wir mal ehrlich: Mit Stirnlampen und einer gut gelaunten Gruppe wird selbst die dunkelste Laufstrecke zu einem Erlebnis. Eine Laufgruppe in München - Online Community Die Facebook Gruppe "Run with Runfurther" ist ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation, darüber teilen wir die Veranstaltungen. Dort findest du wichtige Informationen zu speziellen Events, wie Trailruns / Wanderungen oder auch gemeinsamen Abendessen. Zusätzlich gibt es auch eine Whatsapp Gruppe für den direkten Austausch und auch speziellere Ankündigungen. Für den Erstkontakt findest du auf jeden Fall alles in unserer Facebook Gruppe. Es gibt zusätzlich auch eine Gruppe über Strava, die findest du hier und bietet dir auch einen allgemeinen Überblick. Münchner Lauftreff: Komm vorbei und laufe mit Jetzt bist du dran, schnapp dir deine Laufschuhe und werde Teil unserer Laufgruppe in München. Komm einfach zum nächsten Lauf am Dienstag um 18:30 Uhr am Odeonsplatz. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, einfach hinkommen und mitlaufen. Wir lernen uns beim Laufen kennen und freuen uns auf dich.

  • Spartan Race Super in Köln

    Spartan Race Super in Köln Wow es ist wieder soweit am 28.06.2014, mein 3. Spartan Race, dieses mal die Variante Super, welches Ausdauer, Kraft, Geschicklichkeit und eine gewisse Portion Mut erfordert, ja klar und ein wenig Verrücktheit. Der Austragungsort ist die WM-Motocross-Strecke von Bielstein, mir war vorher bewusst, dass gibt ein bergauf, bergab, es wird schmutzig, sehr abwechslungsreich und sehr anspruchsvoll. Rund 3500 Spartiaten machten sich auf den Weg, um entweder bei Spartan Race Sprint (6km/15 Hindernisse) oder Super (12km/21 Hindernisse) zu starten. Ich ging mit meinem Team (Munich Elite Warriors) an den Start und war schon bei der Anreise am Abend davor ziemlich aufgeregt. Wir starteten um 11 Uhr, generell wird in Wellen alle 15 Minuten gestartet, jeweils etwa 250 Läufer. Angeheizt von einem Moderator, und einem ständigen wiederholen des Schlachtrufes Aroo, aroo, aroo werde ich immer nervöser. Und dann um 11 Uhr der Startschuss. Wir laufen los, gleich der erste Anstieg hat es in sich und kurz danach die erste Abkühlung durch ein Wasserhindernis. Ich werde ruhiger und das laufen fällt mir einfacher als gedacht. Die Strecke gefällt mir auf Anhieb richtig gut, ein Spielplatz durch den Wald, wir mussten Speer werfen, Holzwände und Autoreifen überwinden, uns in Schlammlöcher reinschmeissen, mit einem Holzstamm tragend durchs Dickicht, Betonklötze durch den Schlamm ziehen, riesige Netze hoch und runter und unter Stacheldraht entlangrobben. Die Hindernisse sind teilweise einfach zu bewältigen, aber es bedarf auch immer wieder Teamwork, um das ein oder andere Hindernis zu überwinden. Kein Spartaner wird zurück gelassen. Meine größte Angst hatte ich vor den Monkey Bars, bei welchen ich mir bei den vorherigen Spartan Races in München und Mailand jedes Mal sehr wehgetan hatte. Mir half die zuständige Aufpasserin, mich an die Stange zu hängen und feuerte mich an durchzuhalten, leider verliessen mich doch die Kräfte und ich fiel vier Stangen vorm dem Ende runter. Das hiess dann auch noch 30 Burpees als Strafe zu absolvieren, auch hier wurde ich angefeuert, was mir die Energie zurück gab, an dieser Stelle, vielen Dank an die vielen lieben Mithelfer und Aufpasser. Auf der Strecke begegneten mir immer wieder die selben Läufer und wir halfen uns durchzuhalten, teilweise auch mal Fotos zu machen und hatten einfach unglaublichen Spass. Als eines der letzten Hindernisse vorm Ziel war dann noch das Seil zu überwinden (Robe Climp), kurzer Versuch und ich entschied mich gleich die 30 Burpees zu absolvieren, ich hatte einfach keine Kraft mehr in den Ärmen. Kurz danach und in Schlamm gebadet kam endlich der Feuersprung ins Ziel, überglücklich. Das Ergebnis war besser als gedacht, aber es gibt doch noch sehr viel Potential nach oben. Ich kam als 884 von 1640 Läufer in der Disziplin Super mit einer Zeit von 1:56:39 ins Ziel (Wertung Männer und Frauen), aber ich wurde 9. in meiner Altersklasse. Jetzt bin ich noch mehr motiviert beim nächsten Race mich zu verbessern.

  • Mit der Garmin Forerunner 945 trainieren

    Anzeige: Dieser Blogbeitrag ist in Zusammenarbeit mit Garmin entstanden. Der Garmin Forerunner 945 wurde mir zum Testen zur Verfügung gestellt. Mich begleitet Garmin bereits auf unzähligen Trainingskilometern, Bergtouren, Wettkämpfen und im Alltag. In dieser Zeit habe ich die Uhr nicht nur lieben, sondern auch verstehen gelernt. In diesem Blogbeitrag teile ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit der Garmin Forerunner 945 sowie meinen Zielen und das Training damit. Meine Laufziele und mein Trainingsplan Es ist der 01. August und ich halte meinen neuen Trainingsplan in der Hand. Was, einen Trainingsplan? Ja genau und das ist für mich eigentlich ungewöhnlich. Wer mich kennt, weiß, dass ich Trainingspläne normalerweise nicht mag und selten nach ihnen trainiere. Sie lösen bei mir normalerweise Stress aus, weil ich ständig im Hinterkopf habe, dass da noch etwas zu erledigt werden muss. Der Alltag bringt ja schon genug Verpflichtungen mit sich, da auch noch Training strikt nach Plan? Für mich eigentlich eher ein "nein". Okay, hilft nichts: Ich habe einige Laufziele gesetzt und probiere es deshalb einfach mal mit einem Trainingsplan. Dabei möchte ich euch in den nächsten Wochen mitnehmen, euch Einblicke in meinen sportlichen Alltag geben und zeigen, wie ich mich auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorbereite. Mit am Start auch mein neuer Trainingspartner, der Garmin Forerunner 945. Mit dem kann ich umfangreiche Leistungsmessungen durchführen und meine Performance genau analysieren. Diese neue Lauf- und Multisportuhr von Garmin ist unglaublich vielseitig und motiviert mich enorm. Sie hilft mir zu sehen, wie ich mich entwickle und sorgt dafür, dass ich mit Spaß dranbleibe. Mein Trainingsplan wird mich bis Ende Oktober begleiten und er ist unterscheidet sich von klassischen Plänen, die meist auf Ziel- oder Bestzeiten ausgerichtet sind. Da ich meine persönliche Marathon-Bestzeit bereits Ende April in Krakau gelaufen bin, möchte ich den Fokus dieses Mal bewusst nicht auf Pace oder Zeiten legen. Doch erst mal zu meinen Zielen: Ultralauf Karwendelmarsch Mein erstes großes Ziel in diesem Trainingsblock ist der Karwendelmarsch Ende August in Tirol, der legendäre Berglauf über 52 Kilometer und rund 2200 Höhenmeter, von Scharnitz nach Pertisau am Achensee. Der höchste Punkt liegt auf 1.903 Metern. Lange habe ich überlegt, welche der beiden angebotenen Distanzen ich laufen möchte? Die "locker-flockigen" 35 Kilometer oder die anspruchsvollen 52 Kilometer, die offiziell zur Ultradistanz zählen. Beide Varianten sind für Läufer und Wanderer ausgeschrieben. Für mich war dann schnell klar: Wenn schon, dann richtig. Ich werde auf der 52-km-Strecke als Läuferin an den Start gehen. Der New York Marathon Als zweites Highlight folgt am 3. November, der New York Marathon. Ein absoluter Klassiker und ein Traumziel für viele Läufer-/innen weltweit. Ich freue mich riesig auf dieses Rennen. Wir reisen als kleine Gruppe zu siebt an und starten gemeinsam in „the city that never sleeps“. Für mich wird der New York Marathon auch der sportliche Abschluss der Saison 2019. Ich wünsche mir einer starken Kondition an den Start zu gehen und freue mich gleichzeitig auch auf die Zeit danach mit weniger Laufen, mehr Erholung und mehr Zeit in den Bergen. Einmal 100 Laufkilometer in einer Woche 100 Kilometer in einer Woche? In den letzten Monaten habe ich mein Lauftraining oft eher locker genommen und bin mit vergleichsweise wenigen Laufkilometern in Wettkämpfe gestartet. Jetzt möchte ich mein Pensum wieder etwas strukturierter angehen. Mein Ziel: In Kalenderwoche 43 möchte ich die 100-Kilometer Marke knacken. Natürlich gut vorbereitet und mit genügend Regeneration. Gesunde Ernährung Ein weiteres Ziel: Schluss mit der Gewohnheit, mich nach dem Training mit Süßem zu belohnen. So schwer es mir auch fällt. Ich habe für die nächsten Wettkämpfe zwar keine Zielzeiten, aber ein entsprechend hohes Pensum. Und ohne gute Vorbereitung geht es 1. nicht und 2. ist es auch nicht gesund. Daher wieder mehr Gemüse, wertvolle Nährstoffe, weniger leere Kalorien und Süßigkeiten. Mehr Schlaf Und last but not least: Ich möchte meine Schlagdauer erhöhen. Oft schlafe ich zu wenig und merke schnell, wie sehr sich das auf meine Energie, meine Stimmung und meine Leistungsfähigkeit auswirkt. Mein Trainingsplan verlangt fast täglichen Einsatz und um das zu schaffen, braucht es ein ausgewogenes Verhältnis von Aktivität und Regeneration. Das Gute: Schlafen mag ich sehr. Ich hätte nur gern ein paar Stunden mehr pro Nacht zur Verfügung... Meine Partner: Der Trainingsplan und der Forerunner 945 von Garmin Der Trainingsplan Weder der Karwendelmarsch, noch der New York Marathon eignen sich für richtig schnelles Bestzeitlaufen. Daher haben wir den Fokus meines Trainingsplans anders gelegt. Es geht diesmal nicht um Tempo, sondern um Konstanz und gesunde Leistungssteigerung. Mein neuer Plan setzt auf Regelmäßigkeit und einen langsamen, aber stetigen Aufbau des Umfangs. Das heißt auch Abschied nehmen vom "mal hier ein Lauf und dann wieder drei Tage Pause". Regelmäßigkeit, Ausgewogenheit und Verletzungsfreiheit sollen mein Training bestimmen. Die drei genannten Ziele: Karwendelmarsch, 100-Kilometer Woche und der New York Marathon sind integriert. Um diese Ziele zu erreichen, setze ich auf ein ausgewogenes Lauf- und Fitnesstraining. Der Plan enthält daher nicht nur viele Laufeinheiten, sondern auch Gymnastik, Mobilitäts- und Stabilisationstraining sowie Alternativtraining wie Radfahren, Inlineskaten und auch Barfußlaufen. Der Fokus des Trainingsplanes Der Schwerpunkt meines Trainings liegt auf einer schrittweisen Steigerung des wöchentlichen Laufumfangs sowie auf abwechslungsreichen Einheiten mit unterschiedlichen Distanzen, Tempi und Untergründen. Die Umfänge werden jede Woche um ca. 10% gesteigert mit dem großen Ziel, in Kalenderwoche 43 die 100 Kilometer zu schaffen. Das wird eine Herausforderung. Trainiert wird fast täglich, manchmal auch zweimal am Tag. Morgens stehen meist Gymnastik, Lauf ABC und kurze, knackige Läufe auf dem Programm. Abends folgen dann die längeren Einheiten mit meinen Laufgruppen, oder auch alleine. Neulich waren wir zum Beispiel an der Olympia-Ruderregattaanlage in Unterschleißheim. Die flache Runde dort eignet sich hervorragend für Intervalle. An den Wochenenden stehen verschiedene Laufevents auf dem Plan, darunter der Fuschlseelauf, die Parkruns im Westpark, München, der Isarlauf in Bad Tölz, der Halbmarathon in Aussig (Nordböhmen/CZ) und der Stadtlauf in Nürnberg. All diese Läufe werde ich zwar ambitioniert, aber im Rahmen meines Plans absolvieren. Das bedeutet: bewusst im gemäßigtem Tempo, aber gesteigertem Spaß. Ziel muss es immer sein „am nächsten Tag auch wieder Laufen zu wollen“ und zu können. Regeneratives Training Zur aktiven Regeneration stehen Inline Skaten immer Montagabend im Olympiapark oder bei der K2 Blade Night an. Auch regelmäßiges Radfahren ist auf dem Plan, zur Arbeit sowieso, aber auch entspannte Ausfahrten an den Wochenenden nachmittags nach den langen Läufen sind geplant. Darauf freue ich mich tatsächlich. Hier geht es darum, die Knie und Beine sanft zu bewegen. Nach den Laufeinheiten selbst gibt es ein kurzes Stretching und Entspannungsgymnastik. Das aber nur während die Muskeln noch warm sind. Und kleiner Tipp: Kalte Duschen für die Beine helfen mir immer wieder, Muskelkater vorzubeugen. Ach, und das noch: Ein Lauftrainer hat mir bestätigt, dass ein Eis nach einer langen Laufeinheit durchaus als sinnvolle Regenerationsnahrung durchgehen kann. Es liefert schnell verfügbare Kohlenhydrate, etwas Eiweiß und sogar - je nach Sorte auch gesunde Fette. Erstes Ziel schon abgehakt Ich bin mittlerweile in der 7. Trainingswoche angekommen und damit bei 62 Wochen-Kilometern. Die Hälfte ist also geschafft. Es läuft gut und macht mir Spaß. Das tägliche frühe Aufstehen fällt mir leicht. Morgens starten wir direkt mit etwa 15 Minuten Gymnastik. Mindestens 40 Sit-ups in verschiedenen Varianten und Programm zum Lockern der Beine bilden die Basis. Dann folgen wechselnde Übungen für Hüfte, Rumpf, Rücken und Schultern. Danach geht’s raus zum Laufen, egal wie das Wetter ist. Die frische Luft und die Ruhe am Morgen draußen auf der Laufstrecke tun gut, sodass ich meistens glücklich und zufrieden heimkehre. Der Karwendelmarsch ist bereits vorüber und ich bin die 52km in einer für mich sehr schnellen Zeit von 7:24 Std/Min stramm durchgelaufen. Es war heiß, staubig, teils geröllig und wunderschön. Alles war super organisiert. Die Speisen bei den VP´s waren einzigartig lecker, besonders die Heidelbeersuppe und die Tiroler Hafergerstensuppe. Ich bin jeden Meter mit Freude gelaufen und bin stolz auf mein Finish als 70. Frau im Ziel. Das nächste Ziel sind nun die 100 Wochen-Kilometer in der zweiten Oktoberhälfte. Ich bin zuversichtlich, dass die kommenden Wochen auch Spaß machen und das ich das Pensum mit Freude und ohne Verletzungen schaffen kann. Hier ein wichtiger Hinweis, den ich mir selbst immer wieder in Erinnerung rufe: Ein Trainingsplan ist nur gut, wenn er flexibel bleibt. Er muss sich an den Alltag und den Gesundheitszustand anpassen. Wenn ein Infekt, eine Verletzung oder eine Entzündung spürbar ist, heißt es sofort Pause zu machen und den Trainingsplan anzupassen. Gesundheit geht immer vor. Der Forerunner 945 von Garmin Während der letzten sechs Wochen hat mich der neue Forerunner 945 von Garmin immer wieder und immer mehr begeistert. Er ist Tag und Nacht an meinem Handgelenk, beim Training, in der Arbeit und in der Freizeit. Die Funktionen und Analysen sind sehr umfangreich und die kostenlose Garmin Connect App ist super easy in der Handhabung. Die Einrichtung von Uhr und App sind leicht und schnell erledigt. Der Forerunner 945 ist der Nachfolger vom beliebten Forerunner 935. Die war ja bereits bei den Laufuhren mit GPS Topklasse. Der Forerunner 945 ist noch besser geworden und für mich ideal beim täglichen Training und Alltag. Ich bin echt froh diese Laufuhr zu besitzen. Es handelt sich um ein Leichtgewicht, der 50 Gramm schwere Garmin Forerunner 945 sitzt perfekt und kaum bemerkbar am Handgelenk. Vor allem die Akkuleistung ist bemerkenswert. Als neue Funktionen hinzugekommen sind z.B: Musikfunktion: bis zu 1000 Songs können auf der Uhr gespeichert werden und per Bluetooth auf Kopfhörer abgespielt werden Spotify Streamingfunktion ist jetzt vorhanden (erfordert Spotify Premium) Navigation: Neue Maps mit echten Straßenkarten (war zuvor nur auf der Fenix Serie) Erhöhte Akkuleistung: Er reicht nun bis zu 36 Stunden im normalen GPS-Modus. Pulsoximeter Sensor: zur Messung der Sauerstoffsättigung im Blut und damit die Möglichkeit der Hitze- und Höhenakklimatisierung. Garmin Pay – Mobiles Bezahlen unterwegs. Unfall-Benachrichtigung während bestimmter Aktivitäten / Notfallhilfe Menstruationszyklus-Tracking (von mir noch nicht ausprobiert) Was kann ich euch alles zur Forerunner 945 berichten? Die Herzfrequenzmessung am Handgelenk funktioniert super einfach und präzise. Ich hatte zuvor schon einige andere Laufuhren anderer Hersteller, aber beim Forerunner 945 habe ich zum ersten Mal das Gefühl das die HF-Messung wirklich funktioniert. Ein Brustgurt ist nicht nötig (ist aber optional zu haben). Die GPS-Peilung erfolgt schnell und präzise (weil auch über Glonass und Galileo). Bei jeder Laufeinheit zeigt mir die Laufuhr die Trainingsdauer, Distanz, Herzfrequenz, Pace, Strecke, Höhenmeter und einige mehr an. In der App kann ich nach jedem Lauf graphische Darstellungen meines Puls, Pace, Schrittfrequenz, Höhenprofil usw. sehen und die Darstellungen sogar miteinander in Relation darstellen. Auch der aerobe und anaerobe Trainingsnutzen wird mir angezeigt. Das sind alles Angaben, die mir beim Vergleichen über einen gewissen Zeitraum, Erkenntnisse zu meinem Trainingsfortschritt – oder auch Rückschritt – geben und die mir somit helfen mich wieder richtig auszurichten. Übertraining erkennt die Uhr und meldet es mir. Herzfrequenzangaben sind beim Sport in Schlägen, in % und auch farblich ablesbar (sprichwörtlich im grünen und roten Bereich) Es werden Wochenkilometer und Monatskilometer kumuliert. Ich kann meinen Fitnesszustand ablesen. Die Uhr gibt mir meine Erholungsdauer in Stunden bis zum nächsten Training an. Schrittzähler, Treppensteigen, Kalorienverbrauch, Body Battery und Stresslevel alles täglich dabei. Super beim Laufen gefällt mir die TracBack Funktion die mich mit Hilfe der Kartenanzeige und Richtungspfeilen wieder an den Startpunkt meines Trainingslaufes führt. Das hilft in einer fremden Stadt und auch im bergigen Gelände. Navigation: Ich kann mir Strecken via der Google-Maps Karte in der App erstellen und auf die Uhr laden. Das Ziel erreicht man damit sicher. Die Karwendelmarschstrecke hatte ich als GPX-Datei auf der Uhr. Individuelle Trainingseinheiten können erfasst werden und sehr einfach von der App auf die Uhr gespielt werden. Es können beispielsweise Intervalle nach Strecken- oder Zeitangabe oder Tempowechselläufe je nach eigenem Interesse und Können programmiert werden. Grenzen gibt es keine und so kann man im gewünschten Bereich laufen. Mein Herz hängt besonders an der VO2max Analyse. Die Laufuhr zeigt mir nach jedem Training meine aktuelle VO2max Zahl (Sauerstoffanreichung im Blut = Fitnesslevel). Und jede Verbesserung motiviert mich und lässt mich lächeln. Auch gegen den Virtual Partner bin ich ich schon gelaufen. Der Forerunner 945 leitet dich dabei auf der Strecke gegen einen anderen Läufer an. Eine weitere coole Möglichkeit Motivation zu finden. Der Garmin Forerunner 945 ist eine high-end Lauf, Triathlon und Multisportuhr. Aber das ist nicht alles. Ich kann sie auch für viele andere Aktivitätsfunktionen nutzen wie z.B. Trailrunning, Mountainbiking, Wandern, Hallen-Schwimmen, Rudern, Kraftraining, Laufband, Yoga, SUP, usw. Und der Knaller, ich kann mir meine eigenen Aktivitäten einrichten, manuell oder direkt aus dem kostenlosen Garmin Connect App Shop auf die Uhr laden. So habe ich mir schon Barfußlaufen, Inlineskaten und Paragliden auf die Uhr geladen. Alles Aktivitäten die ich hin und wieder mache und separat auswerten möchte. Auch hierbei werden dann Distanz, Timer, Pace, Höhenmeter und Streckenverlauf erfasst. Für die Golfspieler/innen unter euch: Geht auch. Golf ist auch an Bord. Im Fitnessstudio für Krafttraining verwendbar? Ja auch. Wasserdicht ist die Uhr und mit nur 50 Gramm viel leichter als die der Fenix Serie. Als Uhr im Alltag mit Weckfunktionen ist sie praktisch. Handybenachrichtigungen können auf der Uhr angezeigt werden (Smart Notifications), inklusive Terminplan. Nachts trage ich die Uhr und lasse meinen Schlaf überwachen. Am Morgen kann ich mir dann Schlafdauer und -qualität anzeigen lassen - als Erinnerung, eines meiner Ziele ist mehr und vor allem gesünderer Schlaf. Übrigens, ich habe mir mittlerweile auch den optionalen Garmin-Brustgurt (HRM-RUN-Brustgurt) besorgt. Damit kann ich nun auch beim Laufen die Laufeffizienz, Vertikale Bewegung und vertikales Verhältnis, Bodenkontaktzeit, Balance der Bodenkontaktzeit, Schrittlänge, Schrittfrequenz, Laktatschwelle ermitteln. Dies ist wichtig, um zu erkennen, ob Defizite in meinem Laufstil vorhanden sind bzw. um Verbesserungen meiner Lauftechnik herbeizuführen. Seitdem ich den Garmin Forerunner 945 habe, kann ich mehr meiner Laufdetails auswerten und sehen wann mein Training effizient ist oder zu wenig oder eben auch zuviel. Ein kleiner Einblick ins Training Ich habe bereits einige Dinge in meinem täglichen Alltag und Training umgestellt, möchte gesünder essen und mehr schlafen. Gar nicht so einfach mit den alltäglichen Herausforderungen und Terminen. Ich schlafe aktuell zwischen 7-8 Stunden, schaffe ich aber nur, weil ich früher ins Bett gehe und einfach mal To Do's hintenanstelle. Prinzipiell bin ich in der Vergangenheit meist abends und in der Gruppe gelaufen, nun aber sieht mein Plan oft auch Morgenläufe vor. Diese gefallen mir aber ganz besonders. Irgendwie starte ich energiegeladener in den Tag und habe das Gefühl Bäume ausreißen zu können. Das tut gut und gibt Selbstvertrauen. Auch laufe ich immer nüchtern, um zu sehen wie mein Körper darauf reagiert und zu lernen mit schwindenden Energiereserven umzugehen. Generell esse ich während der Wettkämpfe sehr wenig und versuche das weiter zu optimieren. Aus Fehlern lernt man, oder..? Ich muss gestehen, dass ich bei Rennbedingungen oft den gleichen Fehler mache. Ich lasse mich sehr oft dazu verleiten mit der Menge in einem viel zu schnellem Tempo loszulaufen und verpulver somit wichtige Energie. Es ist eindeutig nicht meine Stärke Geduld zu bewahren und meine Reserven einzuteilen. Aber auch daran arbeite ich sehr, denn da im Ziel abgerechnet wird, ist noch einiges an Optimierungspotential vorhanden. Auf vernünftiges Pacing kommt es immer an, Stichwort Negative Split können die Wenigsten. Der Forerunner 945 hilft mir während der Einheiten und danach in der Auswertung. Ich möchte nicht mehr ohne sie trainieren. Die Garmin FR 945 ist ein Schmuckstück, die einerseits knallhart anzeigt, wenn es nicht läuft, aber andererseits eine unglaubliche Motivation mir gibt, alles aus mir herauszuholen. Ich bin gespannt wie meine Reise gemäß Trainingsplan weitergeht. Die Todeswoche mit den 100km rückt übrigens auch näher. Und der New York Marathon wird mir hoffentlich ein unvergessliches Erlebnis.

  • Freude am Laufen - die # RunForYourCity Challenge

    TomTom startet die Laufchallenge #RunForYourCity. Werde aktiv. Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam motivieren wir uns und gemeinsam haben wir mehr Lust uns zu bewegen. TomTom steht mit einer neuen Laufchallenge in den Startlöchern. Ich selbst veranstalte monatliche Challenges via Instagram. Daher weiß ich, wie motivierend es sein kann, Erfolge zu teilen, Ziele zu stecken und sich gegenseitig zu stärken. Ja und nur darum geht es. Mit Bewegung zu einem gesünderen Leben. Die # RunForYourCity Challenge, welche sich an Anfänger wie auch Profis gleichermaßen richtet, soll zusätzlich begeistern. Für eine optimale Unterstützung wird es drei Kategorien geben: #GoingFit #GoingSmart #GoingHealthy. Diese bieten Informationen und Unterhaltung rund um das Thema Sport und Gesundheit. Die Laufchallenge Die Challenge wird als Wettbewerb zwischen vier Städten erfolgen. Teilnehmende Städte sind Berlin, München, Köln und Hamburg. Die Idee, jeder Schritt, ob laufend oder gehend zählt. Als Teilnehmer musst du deine Kilometer Ergebnisse einfach unter einen der folgenden Hashtags #GetGoingBerlin #GetGoingHamburg #GetGoingMünchen #GetGoingKöln posten. Dies kann via Instagram oder Facebook erfolgen. Mitmachen kann jeder, auch wenn man nicht in einer der genannten Städte lebt. In diesem Falle einfach die Lieblingsstadt unterstützen. #RunForYourCity Der Start fällt am 19.6.2017 und die Challenge wird fünf Wochen laufen bis 24. Juli 2017 23:59 CET. Wenn du teilnimmst werden deine Kilometer durch die Hashtags verfolgt und durch ein Team von TomTom summiert. Wer mitmacht kann als Anreiz eine von drei TomTom Runner 3 Cardio+Music direkt bei TomTom gewinnen. Der Gewinner wird per Zufallsprinzip ausgelost. Die Teilnahme ist einfach und kostenlos. Die Teilnahmebedingungen hier. Gewinnspiel Zusätzlich darf ich auch eine TomTom Runner 3 Cardio+Music verlosen. Und so nehmt ihr am Gewinnspiel teil: Hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und verratet mir, ob ihr ein Ziel für diese Challenge habt und wenn ja welches? Tragt euch rechts in der Sidebar mit eurer Email-Adresse ein, für weitere Posts und Gewinnspiele. Teilnahmeschluß: 24.07.2017 Der Gewinner wird von mir schriftlich benachrichtigt. Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit TomTom entstanden. Weitere Details auf der Facebookseite von Tom Tom Deutschland. Fotocredit: PEAK ART IMAGES

  • Tschechien - Laufen und Aktives Reisen in der Böhmischen Schweiz

    In diesen Beitrag erzähle ich dir, wie du in Tschechien ein wirklich tolles verlängertes Lauf- und Outdoor-Wochenende erleben kannst. Was denkst du, wenn du Tschechien hörst? Warst du schon einmal dort? Nein? Dann solltest du unbedingt jetzt weiterlesen und dann die Böhmische Schweiz, den wunderschönen tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges auf deine Reisewunschliste setzen. Ich war immer ein Fan von Fernreisen. Möglichst weit weg und je ausgefallener, desto aufgeregter war ich in der Vergangenheit. Ich denke da an meine Aufenthalte in La Paz mit einer Fahrradfahrt den El Camino de la Muerte hinab (die gefährlichste Straße der Welt) oder der Besuch der Iguazú-Wasserfälle. Natürlich sind das tolle Reiseziele und die möchte ich auch nicht missen, aber was ich sagen will, Europa hat auch wunderschöne Regionen zu bieten. Eines davon ist die Böhmische Schweiz, die wenigsten kennen sie. Über Instagram hatte ich mal eine Umfrage gestartet und gefragt wer Usti nad Labem denn so kennt. Gerade mal 20% konnten diese Frage mit Ja beantworten. Viele Tschechien-Reisende kommen hauptsächlich nach Prag oder in die südlichen Teile des Landes, aber kaum bis wenige Touristen verschlägt es in den Norden in die Böhmische Schweiz und die Region Usti. Dabei musste ich feststellen, wie schön die Landschaft dort ist, geradezu märchenhaft und durch die Nähe zur Sächsischen Schweiz auch eine wunderbare Alternative dazu. Der höchste Berg ist der Schneeberg mit 722 Metern ü. N. N. Aber dazu später mehr. Natürlich handelte es sich bei meiner Reise auch um eine Laufreise. Ich möchte die Welt laufend kennenlernen, deshalb verschlug es mich Ende September nach Usti nad Labem für den Halbmarathon und anschließendem Aktivprogramm nach Decin. Anfahrt in die Böhmische Schweiz, Tschechien Ich reise ab München mit dem Zug am Freitagabend an. Eine nachhaltige Reisemöglichkeit wie ich finde und kein wirklicher Zeitverlust im Vergleich zum Auto. Allerdings waren die Anschlüsse alle etwas knapp, man könnte auch sagen, die Umsteigezeiten waren sportlich. Die Gegend, die ich durchfahre scheint mir sehr vertraut zu sein, sanfte Erhebungen und viel grüne Natur. Die Zugfahrt ist traumhaft. Es erinnert mich doch irgendwie auch an meine Heimat Thüringen. Ich liebe es in mir neue und unbekannte Gebiete zu fahren. In der Böhmischen Schweiz war ich noch nie, die Kombination mit einem internationalen Halbmarathon im September, machte diese Reise für mich äußerst interessant. Die Stadt Usti nad Labem Wer etwas über die Stadt Usti nad Labem (deutsch: Aussig) erfahren will, muss etwas zurück in der Geschichte gehen. Als Teil des Sudetenlandes war Aussig bis zum Ende des zweiten Weltkrieges deutsch und ging dann nach Kriegsende als Usti an Tschechien. Der Stadt ist in der Vergangenheit nicht allzu viel Gutes passiert. Auch das Stadtbild wurde dadurch geprägt (Betonbauten). Usti nad Labem liegt an der Elbe in Nordböhmen, unweit der deutschen Grenze. Dresden ist ca. 50 km entfernt. Heute ist die Region Dreh- und Angelpunkt der Industrie. Die Böhmische Schweiz ist bekannt für seine Naturschönheiten und ist Teil des Elbsandsteingebirges sowie zum großen Teil Nationalpark. Das Schlösschen Větruše (dt. Ferdinandshöhe) ragt über Usti nad Labem. Ich besuche den Ort am Vormittag noch vor dem bevorstehenden Halbmarathon. Mit einer Seilbahn erreicht man das Schloß leicht, schnell und unkompliziert. Der Ausblick über die Stadt und die Elbe ist schön. Etwas weiter befindet sich die Burgruine Střekov (Schreckenstein), die auch einen Besuch wert ist. Ich bleibe aber nicht lange, da ich viel lieber am Start des Halbmarathons verweile. Der Zugang zur Gondel ist in einem Einkaufszentrum (FORUM) zu finden. Die Fahrt hoch und runter kostet gerade mal 45 Tschechische Kronen (ca. 2 EUR). Die Gondel verkehrt im 15 Minuten Takt, Fahrtzeiten täglich zwischen 8-22 Uhr. Der Halbmarathon Usti nad Labem, Tschechien Runczech ist der Veranstalter dieses Halbmarathons und weiteren Laufveranstaltungen in Tschechien (z.B. Prag, Karlsbad, Budweis und weiteren). Unter dem Motto "All Runners are beautiful" werden alle Läufer angesprochen, ob jung, alt, schlank, dick, langsam oder schnell. Alles egal, es geht um den Sport und die Gesundheit und die Gemeinschaft. Mir gefällt das. Auch an die Familien wird gedacht, es gibt einen Family-Run. Außerdem fördert Runszech die Initiative Euroheroes, die darauf abzielt talentierte europäische Läufer/-innen zu identifizieren und zu entwickeln. Ich stehe also mit den ganz Schnellen am Start. Die Athleten der Euroheroes Challenge müssen an vier Rennen teilnehmen und unterliegen einem speziellen Ranglistensystem. Der Halbmarathon startet erst um 15 Uhr am Samstagnachmittag, davor findet der Familienlauf sowie die Handbike Challenge statt. Die Stadt ist voll und es findet einiges statt. Startpunkt ist der Mirove Platz. Die Startunterlagen hole ich zuvor im Rathaus ab. Geht schnell und dauert keine 10 Minuten. Der Starterbeutel ist übersichtlich, aber das mag ich auch. Ich finde viele Probefläschen, die mehr Müll als Nutzen bedeuten, nicht wirklich gut. Wer ein Event T-Shirt will, muss dieses bei der Anmeldung extra mit bestellen. Die Anmeldegebühren für den Halbmarathon sind günstig und bewegen sich je nach Anmeldezeitpunkt zwischen 30 EUR und 45 EUR. Es handelt sich übrigens um kein kleines Event, es waren fast 4000 Teilnehmer/-innen am Start. Der Start ist anders als man es gewöhnt ist, es wird die Sinfonie "Die Moldau" von Smetana gespielt. Ich bekomme etwas Gänsehaut als ich durch den Startbogen laufe. Auf der Finisher Medaille wird ein Teil der Melodie gewidmet und die Musiknoten sind eingraviert. Wer alle Runczech Veranstaltungen 2019 läuft wird erkennen, dass alle Medaillen diese Noten haben. Jedes Jahr wird ein neues Medaillendesign für die gesamte Laufserie gestaltet bzw. entworfen. Das Wetter ist am Wettkampftag super warm und sonnig. Die Strecke ist schnell, hat aber einige Anstiege drin, die es in sich haben. Größtenteils laufen wir durch die Stadtgebiete, sogar durch Industrieanlagen und immer wieder an der Elbe entlang. Es gibt zwei mal eine Kehrtwende im Rennen, sodass man die schnelleren und langsameren Teilnehmer verfolgen kann. Mich motiviert das immer sehr. Aber es ist leider nicht mein Lauf, meine Tagesform passt nicht und ich kann das gewünschte Tempo nicht dauerhaft halten. Ich entscheide mich, das Rennen einfach zu genießen. Wir überqueren mehrmals die Dr.-Edvard-Beneš-Bruecke, dieses Teilstück finde ich persönlich klasse, Brücken sind immer cool. Auch die Zuschauer stehen hier zahlreich zum Anfeuern. Ich gebe alles was geht und erreiche das Ziel nach 01.56:05 Stunde. Die Veranstaltung ist trotz ihrer Größe bestens organisiert, während des Laufes gibt es alle 2-3 km Verpflegungsstellen mit Wasser, Iso und Obst. Die Strecke hat mir auch sehr gut gefallen. Outdoor Aktivitäten in der Böhmischen Schweiz, Tschechien Am nächsten Tag geht es für mich weiter in den Ort Decin. Es ist etwa 20 km von Usti nad Labem entfernt. Dort empfängt mich Sven von Active Point Decin, ein lokaler Anbieter für Outdoor Aktivitäten. Sven und sein Team werden mir zwei Tage die Umgebung zeigen. Decin liegt ebenfalls an der Elbe und es ist nicht mehr weit bis zur Grenze nach Sachsen. Der Elbe-Radweg führt hier entlang und es gibt eine Menge zu erleben. Nachstehend erzähle ich euch, was ich erlebt habe: 1. Wanderung zum Prebischtor Das Prebischtor ist die größte natürliche Sandsteinfelsbrücke Europas und wohl das bekannteste Ausflugsziel in dieser Gegend. Unser Ausgangspunkt für die Wanderung zum Prebischtor ist Hřensko, zu Deutsch Herrnskretschen. Wir paddeln von Decin mit dem Kanu flussabwärts nach Hrensko. Die Natur rund um die Elbe ist friedlich, wir entdecken hin und wieder die Radler, welchen den Elbe-Radweg entlangfahren. Die Strecke von Decin nach Hrensko beträgt 15 km und wir brauchen ca. 1,5 Stunde dafür, die Elbe unterstützt uns allerdings mit ihrer Strömung tatkräftig. Wir befinden uns am Eingang zum Nationalpark Böhmische Schweiz. Die Gemeinde Hrensko ist eine Grenzstadt zu Deutschland. Was mich allerdings erstaunt, hier stehen viele vietnamesische Stände, die billige Ware verkaufen. Trotzdem ist der Ort beeindruckend in Felswände eingebettet und zusätzlich mit gerade mal 112 m ü. NN der niedrigste Punkt Tschechiens. Nach einem Cappuccino und einem Riegel brechen wir auf. Bis zum Prebischtor sind es etwa 4 km und 300 Höhenmeter. Für die gesamte Rundtour, für die wir uns entscheiden, läuft man eine Strecke von 16 km und man sollte gut 5-6 Stunden einplanen. Wichtig ist, dass man nicht zu spät startet, da wir den Rundweg über den Gabrielensteig, die Wilde und die Edmundsklamm wählen. Alternativ kann man aber auch umgekehrt gehen und zuerst über die Edmundsklamm und dann Wilde Klamm Richtung Prebischtor wandern. Die Wilde Klamm und die Edmundsklamm können nur über eine separate Kahnfahrt durchquert werden. Die Kähne sind zwischen 09:00-17:00 / 18:00 Uhr in Betrieb und können maximal 26 Personen/Fahrt befördern. Sie fahren hin und her. Es ist schon oft passiert, dass Wanderer nicht mehr mitgenommen wurden und über den Hinweg wieder zurück wandern müssen, deshalb der Hinweis, Betriebszeiten zu beachten. Über die Wintermonate ist der Zugang über die Klamm nicht möglich. Die Kahnfahrer sind übrigens lustige Gesellen und die Überfahrten waren entsprechend unterhaltsam. Die Wanderung ist ein Must-See, leider sind hier wirklich viele Touristen unterwegs und es lohnt sich frühzeitig loszuwandern. Während der Wanderung kommen wir in Mezni Louka vorbei und kehren im U Forta ein. In dem Gasthaus werden regionale Gerichte angeboten. Ich probiere die Kulajda Suppe, eine sehr geschmacksintensive Suppe aus Kartoffeln, Sahne, Pilzen, Eiern und Dill. Sie ist richtig lecker. Ich habe mir bereits ein Rezept gegoogelt und diese Suppe aus der böhmischen Küche wird auf jeden Fall daheim nachgekocht. 2. Klettersteige in Decin Am nächsten Tag geht es für mich zum Klettern. Decin's Schäferwand ist ca. 100 Meter hoch und bietet diverse Kletterrouten für Anfänger bis Könner. Direkt gegenüber dem Schloss gelegen, ist der Sandsteinfelsen einfach zu erkennen und wirkt auf mich sehr imposant. Gerade für Anfänger ist es einfach hier erste Kletterversuche (Via Ferrata) zu unternehmen. Das Büro von Active Point Decin ist direkt unterhalb der Wand gelegen. Hier kann man einfache Touren buchen oder aber auch nur das Equipment ausleihen. Ich treffe auf Martin, er spricht englisch und ist mein Tourguide. Wir versuchen uns an einer Route der Schwierigkeit C. Zuvor erklärt mir Martin, wie ich die Klettersteigausrüstung zu benutzen habe und auf was ich während der Klettertour zu achten habe. Bei den ersten Schritten die Wand hinauf ist mir kurzzeitig ein wenig mulmig, runter schauen tue ich nicht. Es ist für mich eine Herausforderung und erst als wir uns etwas weiter oben gesichert hinstellen können, schaue ich das erste Mal in die Tiefe. Ab diesem Moment fühle ich mich sicherer und freue mich auf den weiteren Aufstieg. Es ist auf jeden Fall herausfordernd, aber es lohnt sich. Schon die Aussicht über Decin, die Elbe und das Schloss ist toll. Insgesamt benötigen wir ca. eine Stunde für unsere Route und der Klettersteig war nach anfänglicher Unsicherheit sehr gut machbar. Die Schäferwand bietet 15 Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Auf dem Gipfel befindet sich ein Restaurant. 3. Der Schneeberg Nach der Klettertour geht es für mich direkt weiter zum Schneeberg. Er ist mit 722 Metern die höchste Erhebung der Region und bietet einen weiten und seichten Rundumblick. Wer einen guten 360 Grad Panoramablick erhaschen will sollte auf jeden Fall auf den Schneebergturm hinauf. Der Aussichtsturm bietet bei klarem Wetter eine Sicht weit über das Elbsandsteingebirge hinaus. Für eine gemütliche Rast gibt es auch eine Gaststätte. Die Tour startet für mich am Fuße des Schneeberges (Hotel: Hřebenová bouda Sněžník). Mein Guide Sven und ich werden dort mit dem Auto hingefahren und wir werden weiter mit einem Tretroller unterwegs sein. Eine rasante Abfahrt bis Decin wird das Highlight. Aber jetzt geht es erst mal bergauf. Mit dem Tretroller eine neue Erfahrung und dabei sind ca. 200 HM und 2 km Strecke zu bewältigen. Oben angekommen entstehen einige schöne Bilder. Ich bin überwältigt und freue mich riesig, dass ich das erleben konnte. Fazit zur Böhmischen Schweiz, Tschechien Und zack war die schöne Zeit in der Böhmischen Schweiz leider viel zu schnell vergangen. Die drei Tage waren erlebnisreich und ich war traurig, dass meine Abreise schon wieder anstand. Auf Wiedersehen Tschechien, auf Wiedersehen Sommerzeit, die Blätter wurden während meines Aufenthaltes bunter und der Herbst stand vor der Tür. Gerade das anfängliche bunte Herbstkleid zeigte die Region in einer besonderen Stimmung. Mich hat Tschechien auf jeden Fall überzeugt, das Land, was so gar nicht auf meiner Reiseliste stand, hat mir mehr als gefallen. Es war auch toll festzustellen, dass auch in Tschechien eine große Läufercommunity exisitiert, die sehr fair miteinander umgeht. Die Teilnahme beim Usti nad Labem Halbmarathon kann man wunderbar mit einem verlängerten aktiven Wochenende verbinden. Der Ausflug zum Schneeberg war besonders schön und gerade dort waren nur wenige Touristen unterwegs. Die Mischung von Natur und abwechslungsreicher Action war perfekt. Wer in der Gegend Urlaub macht, dem empfehle ich gern die Touren von Active Point Decin weiter. Die böhmische Traditionsküche ist herzhaft und macht glücklich. Mir hat es dort geschmeckt. Als Vegetarierin war es zwar nicht immer einfach, aber es gab meist eine Alternative auf der Karte oder auch auf Anfrage. Viele Einheimische sprechen Deutsch und das macht die Kommunikation vor Ort einfach. Hat dir der Blogbeitrag gefallen? Planst du evtl. auch mal eine Reise nach Tschechien? Hast du weitere Tipps zur Böhmischen Schweiz und Umgebung? Ich freu mich auf Kommentare. An dieser Stelle möchte ich mich bei CzechTourism (Visit Czechrepublic) bedanken für die Einladung und die Möglichkeit meiner Recherchereise sowie die Teilnahme beim Halbmarathon. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt. Es ist meine eigene Überzeugung. Wer weitere Informationen zu Land und Leute braucht, kann dies auf der Seite von CzechTourism finden.

  • Piton de la Fournaise - eine Wanderung auf den Vulkan

    Ort Piton de la Fournaise im Südosten der französischen Insel La Reunion. Eine Wanderung ist lustig, vor allem, wenn man morgens bereits um 5 Uhr deshalb aufstehen muss, nicht... oder doch? Auf jeden Fall ! Mein Freund, der dem Wandern nicht so verfallen ist wie ich, ist morgens natürlich um diese Uhrzeit weniger zu begeistert. Doch dieses Mal hieß es, wir wollen einen Vulkan sehen. Es sollte unser letzter Versuch werden. Bereits zwei Vulkane wurden uns wegen schlechtem Wetter verwehrt, in Costa Rica 2013 und Neuseeland 2015. Dieses Mal sollte es auf La Reunion auf den Piton de la Fournaise gehen. Piton de la Fournaise - es kann losgehen Der Piton de la Fournaise (2512 m) ist immer noch aktiv und spukt ab und an Lava. Gut das Glück hatten wir leider nicht dies live zu sehen, uns war aber wie gesagt wichtiger den Vulkan überhaupt zu sehen. Dafür standen wir nun exakt um 5 Uhr an einem Urlaubstag auf. Reiseführer (Buch) und Vermieter unseres schnuckeligen Gasthauses empfohlen uns so früh aufzubrechen, da bereits vor Mittag Wolken aufziehen würden und normalerweise schlechtes Wetter mitbringen. Ja und nach unserer Erfahrung auf der Insel La Reunion können wir das auch bestätigen. An 10 von 10 Tagen hatten wir immer Wolken und nachmittags gab es oft kaum Sicht. Wir starteten von unserer Unterkunft in St. Pierre. Die Anfahrt benötigte etwas mehr als eine Stunde über Bourg Murat und die ausgeschilderte „Route du Volcan“. Wir wurden während der Fahrt schon mal mit vielen Kurven und einem tollen Tagesanbruch belohnt. Der Parkplatz - Pas de Bellecombe Auf dem Weg zum Parkplatz (Pas de Bellecombe) durchfährt man karges Land, Tundra ähnlich bzw. so stelle ich mir eine Mondlandschaft vor. Das Wetter war wie vorausgesagt hervorragend. Kurz nach 7 Uhr starteten wir unsere Wanderung. Der Blick vom Parkplatz aus ließ unser Herz schon springen, vielversprechend sahen wir auf den Nebenkrater Formica Leo (Ameisenlöwe) hinab. Hinab bedeutete in unserem Falle, wir mussten erst mal viele Stufen die Abbruchkante hinab gehen. Mein Freund schnaufte schon und sagte nur kurz: "Da werden wir auch wieder rauf müssen". Da half nur viel reden und ablenken. Die Wanderstrecke Unten angekommen geht es einige Zeit erst mal nur eben bzw. leicht ansteigend weiter. Wir überqueren Lavagestein, was das Gehen allerdings erheblich erschwert, da scharfkantig. Vor uns schlängeln sich schon einige Menschen den Weg Richtung Vulkan. Darunter sogar einige mit FlipFlops, ohne Worte, wenn ich bedenke, wie meine Schuhe nach der Wanderung aussahen. Man kann hier schon erahnen, wo der Weg entlanggeht, im Uhrzeigersinn umrunden wir erst mal den halben Vulkan. Immer wieder bleiben wir stehen und machen Fotos. Die Gegend ist wunderschön und doch so abstrakt. Nach zirka einer halben Stunde kommt der Anstieg, nicht anstrengend, aber doch müssen wir aufpassen. Eine weitere Stunde später zieht Nebel auf, jetzt heißt es aber Beeilung. Die Hektik steigt und stehen bleiben darf ich auch nicht mehr. Wie von der Tarantel gestochen flitzt mein Freund voraus. Immer wieder ziehen Wolkenschwaben vorbei und wir haben echt Angst, dass uns auch dieses Mal der Blick in den Kratertrichter verborgen bleibt. Der Blick in den Krater Piton de la Fournaise Keine 15 Minuten später sind wir oben. Der Blick in den Krater ist beeindruckend und vor allem wir haben wirklich eine freie Sicht. Doch das wehrt nicht lange. Um uns herum ziehen nun die Wolken schnell rein. Egal, ich freute mich sehr einen kurzen Augenblick das zu erleben. Denn gesehen ist gesehen und der Anblick bleibt in meinem Kopf. Zurück gehen wir dann viel in den Wolken und es wird kalt. Eine Windjacke sollte man zumindest dabeihaben und eigentlich mindestens Wanderschuhe. Alles andere ist danach durch das scharfkantige Vulkangestein ziemlich ramponiert. Von den ursprünglich genannten 5-6 Stunden, benötigten wir lediglich 3,5 Stunden reine Gehzeit inklusiver einiger Fotostopps. Wir hatten einige Urlauber getroffen, die auf diese wunderschöne Wanderung verzichtet haben. Nicht abschrecken lassen und machen, denn wir hatten einen tollen Vormittag und entspannten am Nachmittag am Meer. Weitere Impressionen: Vulkanwanderung Piton de la Fournaise

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