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- Moselsteig im wundervollen Herbst - Genusswandern
Werbung / Pressereise Wandern in Rheinland-Pfalz - der Moselsteig Der Moselsteig, ein Qualitätswanderweg in Rheinland-Pfalz, ist sage und schreibe 365 km lang und verläuft wie der Name schon sagt, an der Mosel. Ich konnte im Rahmen eines Bloggerwander-Wochenendes einen kleinen Teil davon kennenlernen und möchte hier davon berichten. Eines vorneweg die Region bedeutet Genuss, schon der Anblick der vielen Weinberge und Weingüter gibt mir das Gefühl Wein trinken zu wollen, die Seele baumeln zu lassen und alles ein wenig langsamer zu gestalten. Wir, also 19 Blogger und ich, trafen Anfang November, an einem grauen Herbsttag in Löf ein, um für drei Tage die Gegend rund um die Mosel zu erkunden. Fangen wir mit dem Kennenlernen an: Tag 1 Wir nächtigen in Löf, im Hotel Lellmann, dort treffe ich auf die anderen Blogger und es herrscht sofort eine lockere und lässige Stimmung. Kurz nach der Ankunft starten wir auch schon mit dem Programm. Es geht mit der Moseltalbahn von Löf nach Hatzenport zum Winzerhof Gietzen. Nach einem wirklich leckeren Mittag mit Rieslingsuppe und Mosel Tapas gehen wir auf eine kleine Wanderung in die Weinreben. Uns wird ein Weinglas um den Hals gehängt. Wir laufen bei ungemütlichen Herbstwetter los. Unser Wanderführer, Herr Gietzen persönlich, erklärt uns mit viel Liebe zum Detail alles rund um Weinanbau, Wein und die Region. Mit dabei Weinproben vom eigenen Anbau. Wir erfahren viel über Wein und die Terrassen-Kulturlandschaft der Untermosel. Ein schöner erster Tag an der Mosel, welcher mit einem Abendessen im Hotel zu Ende geht. Fakten zum Moselsteig Mit insgesamt 24 Etappen könnte man gute drei Wochen auf einem der abwechslungsreichsten und zugleich längsten Fernwanderwege Deutschlands verbringen. Mit einer Länge zwischen 11 und 24 Kilometer sind die einzelnen Etappen gut machbar und führen von Perl nach Koblenz. Die Einteilung reicht von Halbtages- bis Tageswanderung. Man kann aber auch gut Etappen zusammenlegen und so schneller den gesamten Moselsteig durchlaufen. Durch die sehr gute Anbindung an die öffentlichen Verkehre eignet sich der Moselsteig auch dazu, nur einzelne Etappen zu erkunden. Zu erwarten gibt es jede Menge toller Aussichten auf die Mosel, unzählige Weinberge, malerische und ruhige Orte, schöne Waldabschnitte und knappe 12.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Ein Fernwanderweg, der vieles bietet, nur keine Langeweile. Übrigens rund um den Moselsteig gibt es weitere Möglichkeiten die Region zu erleben, die Traumpfade und Traumpfädchen sind weitere angelegte Wanderwege mit Gütesiegel. Wanderungen und Touren können hervorragend über die kostenlose Rheinland-Pfalz App geplant werden. Moselsteig - über den Martberg nach Pommern und Kail Bloggerwandern: Tag 2 Am nächsten Tag starten wir im Nebel, es geht auf Teilen der Etappe 19 von Treis-Karden über den Martberg und Pommern nach Kail. Diese Wanderung hat landschaftlich, geschichtlich und kulinarisch sehr viel zu bieten. Verdursten wird man am Moselsteig sowieso nie, die Anzahl der Weingüter, die hier ansässig sind, ist zahlreich. Der Weg von Treis-Karden führt uns erst mal empor, über wunderschöne und serpentinenartige Pfade, zum Martberg. Die Stimmung dort ist mystisch. Nebel zieht immer dichter auf und der Martberg, auf welchem sich in römischer Zeit Tempelbauten befanden, wirkt dadurch richtig real. Wir erfahren interessantes über die Treverer, einem keltischen Volk und deren religiösem und politischem Zentrum auf dem Martberg. Tschüß Nebel, hallo Sonnenschein Wir verlassen das Arreal und laufen weiter nach Pommern. Endlich zieht auch der hartnäckige Herbstnebel ab und die Sonne zeigt sich im goldenen Gewand. In Pommern erwartet uns ein kulinarisches Highlight, die Weine aus dem Hause Leo Fuchs und Fingerfood vom Onkel Otto. Das Weingut Leo Fuchs ist ein traditionsreicher Betrieb, welcher sehr modern auftritt. Wir kosten zehn unterschiedliche Weine. Ja zehn! Schmecken alle auch hervoragend. Mein Favorit ist der Riesling vom grauen Schiefer. Kulinarisches Wandern gefällt mir sehr, muss ich schon zugeben. Wir wandern weiter, geschuldet dem Wein nur nicht mehr ganz so locker. Unser Weg führt uns nun nach Kail, vorbei an den Weinreben. Und endlich zeigt sich die Mosel auch mit tollen Weitblicken. Die herbstliche Sonne tut gut. Vorbei kommen wir auch an der Pommerner Sonnenuhr, bevor wir die Weinberge verlassen und in ein schattiges Waldstück einbiegen. Es ist nicht mehr weit bis in den kleinen Ort Kail. Dort befindet sich die Brennerei Hubertus Vallendar. Hier erwartet uns viel Wissenswertes zu Brenntechniken und wir tauchen in die Welt der Brände, Geiste und Liköre ein. Hubertus Vallendar selbst führt uns durch die Verkostung seiner Produkte und man merkt direkt wie sehr er sein Handwerk liebt und lebt. Da verwundert es kaum, dass er bereits die Titel "World Class Distillery" und "Distillery of the Year" verliehen bekommen hat. Wir verkosten sechs der edlen Tropfen. Zu jedem Destillat wird die geschmacklich abgestimmte Schokolade gereicht. Ich wusste gar nicht, dass solche Kombinationen, solche Geschmacksexplosionen erzeugen. Ein wirklicher Hochgenuss. Die Schokolade musste anschließend von mir auch gekauft werden. Zum Abschluß Zwiebelkuchen und Federweißer Den Tagesabschluss verbringen wir in Cochem bei Zwiebelkuchen und Federweißer. Ein sehr kulinarischer, herbstlicher schöner Wandertag an der Mosel geht zu Ende und läßt keine Wünsche offen. Am Sonntag, dem letzten Tag unserer Bloggerwanderung in Rheinland-Pfalz wandert eine deutlich kleinere Gruppe noch die Etappe 22 des Moselsteig. Diese Etappe startet in Löf und endet in Kobern-Gondorf. Aber über diese Wanderung berichte ich ein anderes Mal. Fazit zu einem Aufenthalt an der Mosel Die Mosel ist bezaubernd, vor allem die unterschiedlichen Seiten des Herbstes haben die Region wunderbar interessant gemacht. Ich habe die Auszeit genutzt, um leckere Weine zu probieren, gut zu essen , die Natur zu geniessen und auch zu schlafen. Nämlich genau das kann man hier sehr gut. Genusswandern pur. Das Landschaftsbild gerade im Herbst ändert sich immer wieder und bietet Abwechslung. Mir persönlich haben aber vorallem die Ausblicke auf die Mosel und über das Moseltal hinweg sehr viel gegeben. Der Kontrast zu den bayrischen Voralpen und ich fühle mich wie im Urlaub. An dieser Stelle möchte ich mich beim Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH bedanken für die Einladung und die Möglichkeit meiner Recherchereise und die Teilnahme beim Bloggerwandern. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt und ist meine eigene Überzeugung.
- Achensee Trail Hero - Trailrunning mit Spaßfaktor
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit xpert marketing, München Der Achensee in Tirol ist landschaftlich wunderschön gelegen. Er befindet sich in den Brandenberger Alpen, unweit von München und ist ein interessantes Gebiet für regelmäßiges Trailrunning. Ich lernte die Region bereits im letzten Jahr im Winter kennen und war begeistert. Hier geht es zum Bericht mit tollen Bildern rund um den Ortovox Tourenlehrpfad. Was ist der Achensee Trail Hero ? Am 23.06.2018 fiel der Startschuss des Achensee Trail Hero 2018 und ich möchte hier über meine Erlebnisse berichten. Letztes Jahr hieß die Veranstaltung noch Columbia Hike & Run und richtete sich unter anderem auch an die Zielgruppe der Wanderer. In diesem Jahr lag der Fokus aber klar auf dem Trailrunning. Die Strecken Endlich mal laufen am Achensee. Zur Auswahl beim Achensee Trail Hero standen drei unterschiedliche Distanzen: die Ultradistanz mit 68 km / 4100 Hm, die Mitteldistanz mit 35 km / 2100 Hm und die Kurzdistanz mit 15 km und 700 Hm. Das Veranstaltungsgelände befand sich in Achenkirch an der Mehrzweckhalle. Eine Beschilderung war bei der Anfahrt nicht sofort ersichtlich und so fanden wir unseren Weg lediglich mit Google Maps. Parkplätze waren direkt beim Eventgelände vorhanden. Ich selbst entschied aufgrund meines mangelnden Trainingsstandes auf der kurzen Strecke mit 15 km zu starten. Unterwegs auf der Kurzdistanz des Achensee Trail Hero Der kurze Wettbewerb richtet sich vor allem an die naturbegeisterten Läufer, die erste Erfahrungen im Trailrunning sammeln wollen. Die Strecke bot abwechslungsreiches Terrain, tolle Ausblicke sowie wunderschöne Pfade (Trails), die sich wie gemalt in die Landschaft einbetten. Die Veranstaltung ist noch recht klein und familiär, die Anmeldung ging fix und man konnte vor Ort mit Bekannten noch das eine oder andere Gespräch führen, bevor es los ging. Und da wären wir schon beim Start, dieser war auf 16 Uhr in Achenkirch terminiert. Für mich persönlich waren die Startzeiten etwas zu spät. Ein weiterer Grund, warum ich mich gegen die Mitteldistanz entschied, die um 14 Uhr gestartet wurde. Spaß und Ausblicke, die alle Mühen entlohnten Das Wetter war perfekt, Sonne und noch angenehm kühle Temperaturen versprachen einen tollen Lauf. Wir starteten pünktlich um 16 Uhr und der erste Kilometer führte uns durch Achenkirch. Recht schnell wechselte das Terrain auf Waldwege weiter. Gleich auf den ersten Kilometern mussten wir die 700 HM überwinden. Einige Anstiege hatten es echt in sich und waren ziemlich steil. Ich war begeistert von der Streckenführung und Strecke. Nach Überwindung des anstrengenden ersten Teilstückes, ging das Terrain in gut laufbare Singletrails über. Lauffreude pur. Bevor es zum Downhill übergehen sollte, erreichten wir noch eine Verpflegungsstelle. Supernette Helfer versorgten uns mit Obst, Riegeln, Iso und Wasser. Ich wartete hier gern ein paar Minuten auf meine Laufpartnerin Verena. Der Weg ins Tal verlief hauptsächlich über Forststraßen und war deshalb weniger interessant, aber dafür schnell. Der letzte Kilometer durch Achenkirch verlief auf gleichem Weg ins Ziel wie vom Start weg. Nach 02:09:30 Stunden konnten wir glücklich eine neue Medaille in Empfang nehmen. Leider sollte an diesem Abend die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM gegen Schweden spielen. Somit ging es für uns auch direkt nach Zieleinlauf Richtung München zurück, um zumindest die letzte Halbzeit noch mitfiebern zu können. Das geschah dann auch so, in letzter Minute gewann die deutsche Mannschaft ja zum Glück. Fazit zum Achensee Trail Hero Jetzt darf ich mich Trail Hero nennen. Und du kannst das auch. Ich empfehle diesen Lauf aus einem Grund sehr: Weil die Natur einfach atemberaubend schön ist. Die Trails auf der Kurzdistanz sind perfekt und machen Lust auf mehr, gerade für Trail-Neulinge. Der technische Anspruch ist da, aber niemand wird dauerhaft überfordert. Die etwas familiärere Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Hier handelt es sich "noch" nicht um ein riesiges Laufevent, bei dem man sich über die Füße tritt. Gerade mal 91 Starter und Starterinnen gingen auf der kurzen Distanz ins Rennen. Man kann sich noch Zeit nehmen, kurz vor dem Start schnell die Toilette aufzusuchen oder aber auch das eine oder andere Gespräch zu führen, um dann direkt ein paar Minuten vor dem Start sich erst aufzustellen. Ich fühlte zu keinem Moment Hektik oder große Anspannung. Das war für mich der perfekte Lauftag am Achensee. Nun bin ich auch eine echte Heldin, nämlich ein Trail Hero vom Achensee.
- Neuseeland - fünf Highlights und unendliche Freiheit
Neuseeland ein lang gehegter Traum, welcher spontan wahr wurde. Es geht nach Neuseeland Auf der Suche nach dem nächsten Urlaubsziel, konnten uns nicht einigen. Deshalb suchten wir Rat und Inspiration im, um zu einer Entscheidung zu kommen. Dort entdeckte ich sofort einen Katalog von G-Adventures mit dem Reiseziel Neuseeland und mein Interesse war geweckt. Die Kosten schienen sich im Rahmen zu halten und wir ließen uns mögliche Reisetermine anbieten. Recht bald stellten wir allerdings fest, dass es Übernachtungen der Gruppenreise in Gemeinschaftsräumen beinhaltete, für uns ausgeschlossen. Das große Suchen ging weiter, aber Neuseeland ließ mich nicht mehr los. Ich suchte nach Flügen. Kurz und knapp, recht spontan, fand ich dann ein paar gute Verbindungen und wir buchten unseren Flug. Das war es dann auch schon, ohne eine Route (welche wir täglich vor Ort entscheiden wollten). Zusätzlich reservierten wir nur noch ein Mietauto von Deutschland aus. Ende Oktober 2015 ging es dann endlich auf die große Reise. Unser Road Trip durch Neuseeland , 18 Tage spontan, unabhängig und ungeplant, einfach drauf losfahren. Was will man mehr? Neuseeland - meine 5 Highlights Neuseeland das Land der Schafe, Berge und Hobbits, ich möchte euch mit auf die Reise meiner Highlights nehmen. Das Land der täglichen Wow Momente, atemberaubenden Landschaften und einer wahnsinnigen Gastfreundschaft seiner Bewohner. 1. Mt Maunganui und Papamoa Beach (Nordinsel) Wir landen in Auckland und verbringen nicht wirklich viel Zeit dort. Für mich als Naturliebhaber auch nicht wirklich interessant. Bereits am nächsten Morgen brachen wir nach Mt Maunganui , Bay of Plenty auf. Mt Maunganui verdankt seinen Namen dem gleichnamigen Hügel, welcher sich majestätisch 232 m in die Höhe streckt. Der Ort ist uns sofort angenehm, trendige Cafés, schöne Strände, Surferparadies und lockere Atmosphäre, nur die hohen Hotelblöcke zerstören das Bild ein bisschen. Den Berg kann man auf verschiedenen Trails erklimmen und eine tolle Aussicht auf Strand und Hafen genießen. Oben starten auch regelmäßig Paraglider, es ist interessant ihnen zuzuschauen. Der Strand lädt zu langen Spaziergängen ein. Wir erlebten hier außerdem wunderschöne Sonnenauf- und untergänge. Mt Maunganui ist übrigens eine gute Ausgangslage für Ausflüge nach Hobbingen (Filmset Herr der Ringe auf der Alexander Farm) und Roturua (Thermalgegend mit Geysiren und Thermalquellen). Wir nächtigten in einen tollen B&B in Papamoa Beach (Nachbarschaftsort von Mt Maunganui), nur 3 Min zum Strand. Hier konnte ich morgens einsame Strandläufe machen. Lief dem Sonnenaufgang entgegen und fühlte mich weit entfernt dem Alltagsstress. 2. Tongariro Nationalpark – Tongariro Alpine Crossing (Nordinsel) Der Tongariro Alpine Crossing soll die schönste Tageswanderung Neuseelands bzw sogar der Welt sein und ist längst kein Geheimtipp mehr. Angestachelt von einer Freundin steht für mich diese Tour auf der To DO Liste. Die Hardfacts: Strecke 19,4 km und ca 1000 HM vom Start- bis zum Zielpunkt. Die Wanderung führt durch eine alpine, karge Wüstenlandschaft. Dabei erhält man fantastische Blicke in die Krater und leuchtenden Seen. Für Herr der Ringe Fans auf jeden Fall ein Highlight. Allerdings wird uns dieser Blick verwehrt, der Wettergott meint es gar nicht gut mit uns. Aber hey, ein Grund wieder nach Neuseeland zu reisen. Bereits die ersten sechs Kilometer sind beeindruckend. Es ist zu beachten, dass gerade hier sich das Wetter schnell und unvermittelt ändert. Bei Kilometer 6 stehen wir ungeschützt am Gipfel in einer dicken Nebelsuppe und es friert uns extrem. Unsere Ausrüstung ist leider nicht ausreichend, sodass wir die Rückkehr antreten. 3. Cape Palliser (Nordinsel) Dank meiner Instagram Freundin Doreen, die mehrere Monate in Australien und Neuseeland verbracht hat, besuchen wir spontan das Cape Palliser . Ein rauher Küstenabschnitt im Süden der Nordinsel ziemlich einsam gelegen, rar besiedelt, teilweise unbefestigt und so gar nicht auf unserer Route zur Südinsel. Aber ich folge gern Tipps und so machen wir einen Abstecher und werden nicht enttäuscht. Das Wetter ist zwar immer noch ziemlich bescheiden, regnerisch und windisch. Passt aber irgendwie in diese Gegend und an Weiterfahrt denken wir erst mal nicht. Unser Ziel: das Cape Palliser Lighthouse. Dieses erklimmt man über 254 Treppenstufen und hat dort einen fantastischen Rundblick über die Küstenstrasse, die Landschaft und das Meer. Der Leuchtturm selber ist seit Jahrzehnten automatisiert im Einsatz. Danach entspannen wir am Strand, hören dem Meeresrauschen zu, beobachten die dort ansässige Robbenkolonie. Den Robben kommen wir teilweise recht nah. 4. Farewell Spit (Südinsel) Nachdem wir uns in Nelson, auf der Südinsel Neuseelands entspannen und im Tasman Abel Nationalpark wandern, entscheiden wir uns spontan ans Farewell Spit zu fahren. Der Weg dahin ist äußerst kurvenreich und dauert auch ziemlich lang. Die Landschaft ist malerisch. Das Farewell Spit ist eine enge Landzunge, welche sich im äußersten Norden der Südinsel befindet und sich gen Osten, etwa 35 km erstreckt. Diesen Bereich darf man allein nur auf den ersten vier Kilometern erkunden. Wer weiter will muss dies im Rahmen einer geführten Tour machen (ca EUR 100,- p.P.). Wir buchten unsere 6,5 Stunden Tour ziemlich kurz vor Abfahrt bei Farewell Spit Eco Tours, Collingwood und haben Glück, da unsere Gruppengröße gerade mal sechs Leute zählt. Zunächst besuchen wir das Cape Farewell (nördlichster Punkt). Die dortige Aussicht auf die Klippen und die Golden Bay ist atemberaubend, hat mich regelrecht umgehauen. Danach fahren wir in die wunderschöne, menschenleere Strand- und Dünenlandschaft weiter. Wir machen immer wieder kurze Stopps. Halten am Fossil Point, dort kann man Versteinerungen von Meerestieren begutachten, an Sanddünen, welche man herunterspringen kann und einsamen Geäst für coole Fotos oder halten einfach zur Beobachtung der Robben, die zahlreich herumliegen. Das Spit ist ein Naturschutzgebiet für Vögel, z.B. Schnepfen und Tölpel, welche man aus der Ferne beobachten kann. Am Ende der Spitze befindet sich der historische Leuchtturm, welcher leider bei unserem Besuch nicht begehbar ist und sich mitten in einer grünen Oase befindet. Dieser Ort ist so einsam gelegen, dass man die ruhige Naturidylle komplett in sich aufnehmen möchte, ca. 30 km um uns herum ist keine Menschenseele unterwegs. Wann waren wir das letzte Mal so weit weg aus dem Alltag? 5. & Banks Peninsula (Südinsel) Landschaft und Tiere, wir verbringen unvergessliche Tage auf der Banks Peninsula und das wiederum nur aus Zufall. Aufgrund unseres immer näher rückenden Rückfluges müssen wir die Route kürzen. Unser Weg führt uns nach einem 3-tägigen Aufenthalt in Queenstown Richtung Christchurch , wo unser Rückflug nach Deutschland startet. Wir lassen interessante Reiseziele wie Kaikoura und Otago komplett weg. Als Alternative fahren wir nach Banks Peninsula , nur ca 1,5 Fahrstunden von Christchurch entfernt. Unser Ziel Akaroa, eine französisch angehauchte Ortschaft, von wo aus Touren zur Beobachtung der kleinen und seltenen Hector-Delfine starten. Ich habe mir in den Kopf gesetzt mit den Delfinen zu schwimmen und genau dort ist dies möglich. Durch Recherche werde ich auf den Touranbieter ecoseaker aufmerksam, der große Anbieter vor Ort ist Black Cat Cruises. Groß bedeutet für mich immer viele Touristen und nicht unbedingt beste Qualität. Deshalb entscheiden wir uns für den "kleinen" Touranbieter ecoseaker. Es ist die perfekte Entscheidung, wie sich herausstellt. Wir zwei, Steve und einer seiner Mitarbeiter gehen allein auf Tour. Wie cool, oder? Wir werden in dicke Neoprenanzügen (5 mm) gesteckt. Die Temperaturen sind ziemlich kühl und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen ins kalte Meer zu springen. Es ist sonnig. Um den Bericht nicht zu sprengen, kurz und knapp, wir schwimmen tatsächlich mit Delfinen. Das ist ein echt besonderes Erlebnis. Die Delfine sind sehr neugierig. Die Neoprenanzüge halten uns warm. Es ist für mich der unvergesslichste Moment der ganzen Reise, eindeutig mein Highlight Nummer 1. Wir besuchen außerdem die Pinguin-Station (pohatu penguin habitat) in der Flea Bay. Ein beeindruckender Besuch bei welchem man Pinguine aus der Nähe beobachten kann und mehr über die Tiere erfährt, inkl. einer Schafsfütterung. Die Summit Road, welche hoch oben über der Banks Peninsula führt, bietet tolle Ausblicke. Man muss immer wieder stoppen, staunen, fotografieren. Ein wunderbares Fleckchen Erde. Das sind meine 5 To Dos von Neuseeland. Die drei Wochen vergingen wie im Flug. Wir haben viel gesehen und haben uns in das Land verliebt. Ich würde immer wieder nach Neuseeland reisen. Noch ein paar Tipps vor Reiseantritt Unbedingt einen internationalen Führerschein beantragen, in Neuseeland gibt es keine Ausnahme. Wer diesen nicht hat, kann vermutlich wie wir eine Übersetzung des Führerscheines anfertigen lassen (ca 45,- EUR). Diese Übersetzung plus Führerschein berechtigen dann zur Fahrt in Neuseeland. Man kann sich das teure Navigationsgerät sparen, indem man sich die App „HERE“ und das Kartenmaterial von Neuseeland (war in unserem Fall kostenlos) herunter lädt. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht und jedes Ziel „fast“ ohne Umweg gefunden. Es ist ratsam ein Auto mit Tempomat zu mieten, erleichtert die Autofahrt immens. Im November würden wir das nächste Mal nicht mehr nach Neuseeland reisen. Durch den Wind kann es ziemlich kalt werden und eine Jacke ist ständig erforderlich. Allerdings sind weniger Touristen unterwegs und man kann dadurch viel einfacher und auch spontan Unterkünfte buchen. Evtl bei einem 3-wöchigen Aufenthalt lediglich eine Inselhälfte bereisen, Nord- oder Südinsel, da man sonst doch sehr in Stress gerät.
- Der Transalpine-Run aus Sicht einer Begleitperson
Wir stehen an der Strecke eines Wettkampfes, es ist kein gewöhnlicher, es ist der Goretex Transalpine-Run (kurz TAR). Nachdem ich letztes Jahr selbst die Alpenüberquerung mit etwa 250 km und 15.000 Höhenmeter bezwungen hatte, bot sich mir dieses Jahr die Chance ein Damenteam als Supporterin zu begleiten. Was ist der Transalpine-Run? Der Transalpine-Run fand dieses Jahr bereits zum 13. Mal statt. Die Strecke führte von Fischen im Allgäu nach Sulden am Ortler. Insgesamt wurden 7 Etappen ausgetragen, 4 Länder betreten mit ca. 267 km und 15.500 HM. Der Etappenlauf muss als Zweier-Team überwunden werden, einzig bei besonderen Ausfällen (Krankheit/Verletzung oder ähnlichem) eines Teammitgliedes ist es möglich für den anderen zumindest als Einzelstarter zu finishen. Eine offizielle Wertung erfolgt allerdings dann nicht mehr. Im jährlichen Wechsel wird einmal die Ost- und die Westroute überschritten. Ein kleines Jubiläum gab es dieses Jahr, die 100. TAR Etappe führte von Scoul nach Prad. Ein Lauf voller Leidenschaft und Emotionen: Die täglichen Strapazen sind jedem einzelnen Läufer anzusehen, steile Anstiege, schwierige Downhills und auch persönliche Probleme führen zu enormen Belastungen. Dieses Laufevent zeichnet sich aber auch durch sein tolles Miteinander aus, man leidet zusammen und freut sich zusammen. So verrückt es klingen mag, es gibt viele Wiederholungstäter/innen. Es ist auch ein extremes Kontrastprogramm, kaum jemand hat Zeit über die „Probleme“ des Alltags nachzudenken, hier gilt es zu laufen, Natur zu genießen und zu regenerieren. Die TAR Family Der erste Transalpine-Run wurde 2005 ausgetragen. Laut Organisation (Plan B, München) nahmen bereits mehr als 5.500 Teilnehmer aus 50 Nationen teil, es wurden mehr als 3.250 Kilometer und 215.000 Höhenmeter überwunden. Spannend ist der Verbrauch, fast 10.000 Kilogramm Bananen, mehr als 5 Kilometer Kinesiotape und 95.000 Liter Getränke. Wie bereits erwähnt gibt es viele Wiederholungstäter/-innen, die bereits mehrmals die Alpen überquert haben, der Umgang ist familiär. Beim diesjährigen TAR wurde die 100. Etappe ausgetragen und ein Läufer, Holger Schulze, hat an jedem Transalpinerun teilgenommen und dabei 100 Etappen auch zu Ende gelaufen. Der Transalpine-Run als Begleitperson Zusammen mit Monika bestritt ich den täglichen Wahnsinn als Begleiter eines Teams „Viking Footwear Powergirls“. Monika begleitete ihren Mann und dessen Teampartner. Platzierungen und gelaufene Zeiten sind ja eigentlich zweitrangig, eine tolle Zeit verbringen und dabei die Alpen überqueren (wir natürlich motorisiert, ist übrigens nicht weniger anstrengend), das war für mich die Gelegenheit den TAR von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Das Viking Footwear Powergirls Team beim Transalpine-Run Der Grund meiner Teilnahme war das Viking Footwear Team sowie die Berichterstattung aller Ereignisse über die Social Media Kanäle der Firma Viking Footwear. Das Team bestand aus Ina Forchthammer und Sarah Dörschlag, zwei Mädels Anfang / Mitte 20 und beide standen zum ersten Mal an der Startlinie des Transalpine-Run. Ich lernte die zwei bereits im Sommer bei einem anderen Lauf kennen. Zusätzlich initiierten wir gemeinsam mit Viking Footwear eine Spendenaktion über Betterplace.org für Outdoor Against Cancer. Ina und Sarah wollten für jeden gelaufenen Höhenmeter 0,10 EUR sammeln, das Spendenziel betrug somit 1500,- EUR. Ein paar Tipps für Begleitpersonen und damit die TAR Woche ein Highlight für alle wird: Nur der Läufer / die Läuferin zählt Es ist gar nicht so einfach eine/n Läufer/-in oder gar ein ganzes Team eine Woche zu begleiten bei ihrer Reise über die Alpen. Stellt euch vor, die Läufer gehen oft an ihre Grenzen, sind den ganzen Tag in den Bergen unterwegs, sind entsprechend gefordert und nach Zieleinlauf ist es wichtig schnelle Regeneration zu gewährleisten. Deshalb muss man wissen, worauf man sich einlässt. Es ist wichtig, dass man sich selbst in dieser Zeit zurücknimmt, der Fokus liegt ganz klar auf dem Wohlergehen des / der Läufer (s) / Läuferin (nen). In erster Linie darf man sich auf Wartezeiten einstellen. Es ist schon teilweise schwer überhaupt an die Strecke zu kommen bzw. es bedarf einer gewissen Organisation. Wir hatten uns oft Punkte herausgesucht, die man gut mit dem Auto anfahren konnte, um danach schnell im Ziel zu sein. Allerdings gab es auch Etappen, welche auch für die Zuschauer nur zu Fuß erreichbar waren. Zwei Mal verpasste ich die Viking Girls, weil ich einfach zu spät an den Zuschauerpunkten ankam. Im Ziel konnte ich jedoch immer rechtzeitig sein. Eine gewisse Planung ist also vorher erforderlich, um den Stress so gering wie möglich zu halten. Eine kleine Clique Erwähnt werden soll hier auch, dass es unter den Zuschauern sehr freundschaftlich einher geht und so wurden wir auch immer wieder mitgenommen. Dass war aus Sicht der Begleitperson sehr schön, man trifft immer wieder die gleichen Personen, kommt schnell ins Gespräch, verabredet sich und es wurde zu keiner Minute langweilig. Ich für meinen Teil habe mich zusätzlich sehr mit dem Fotografieren beschäftigt, aber es gibt auch Möglichkeiten die Umgebung zu erkunden, immerhin ist man in einer der schönsten Urlaubsregionen überhaupt unterwegs. Nur mit Auto Ein enormer Luxus für alle ist, wenn ein Auto zur Verfügung steht. Die Läufer/-innen müssen ihre gesamten Sachen normalerweise in eine 100 Liter Tasche (wird bei der Startunterlagen-Abholung ausgegeben) packen. Somit wird gewährleistet, dass die Gepäcklogistik funktioniert. Allerdings ist es für den einen oder anderen schon etwas knapp und vor allem der tägliche Unterkunftswechsel ist mühsam mit ein- und auspacken. Ein Auto kann entsprechend super als Lagerplatz für sonstige Sachen fungieren, man kommt flexibel dran und bietet so eine gewisse Bequemlichkeit für alle. Unterkünfte vor Ort Auch wenn man motorisiert unterwegs ist, empfehle ich die Unterkünfte nahe an Start und Ziel zu buchen. Denn Parkplatzsuche war nicht immer einfach, kann durch die unzureichenden Parkplatzgegebenheiten auch teuer werden (Parkhäuser). Wenn das Auto etwas entfernt geparkt werden muss, kommt es dann zu unnötig weiten Wegen (Massage / Pastaparty). Da ich persönlich recht spät von meiner Begleitung des Transalpine-Run erfuhr, hatte ich nur die ersten Nächte vorgebucht und die restlichen immer vor Ort fixiert. Dadurch kam ich meistens in den Genuss ganz nah am Event eine Unterkunft zu ergattern. Durch das Ausscheiden einiger Teams werden immer wieder Zimmer verfügbar. Die Begleitperson ist Teil des Erfolges Die Begleitperson hilft in jeglichen Situationen und kann sich um alle Wehwehchen der Athleten kümmern, Hilfestellungen bieten, Erledigungen bzw. Besorgungen machen und noch am Streckenrand motivieren. Die Läufer müssen sich lediglich um sich und das Laufen kümmern. Eine optimale Gegebenheit für Bestleistungen. Schaut mal in meine TAR Berichte vom letzten Jahr rein, wir hatten so einige Probleme (Taschen nicht im Hotel/ kein Hotelzimmer/ Hotel weit weg vom Eventbereich etc.). Diese hielten uns ziemlich auf Trab und mit Begleitperson wäre es oft ein Leichtes gewesen eine Lösung schnell zu finden. Ein Lächeln Für viele Teilnehmer ist es was Besonderes, wenn sie an der Strecke zusätzlich von den Begleitpersonen begrüßt und motiviert werden. Die Emotionen sind eine ganz eigene Sache. Ich bekam oft ein Lächeln zu sehen, allein weil ich meine Kamera hochhielt und da war. Das Wichtigste sind vor allem die Läufer, aber auch die Zuschauer sind wichtig, welche leider bei diesem Event viel zu wenig vorhanden sind. Was mitunter daran liegt, dass der Transalpine-Run vornehmlich unter der Woche stattfindet und die Zuschauerpunkte oft nur über Umwege erreichbar sind. Wie sieht eine Etappe aus Sicht des Läufers aus? Generell müssen die Läufer sehr früh aufstehen, oft auch schon zwischen 4-5 Uhr. Frühstück ist wichtig, aber zu dieser Zeit nicht für jeden einfach runter zu bekommen. Von Etappe zu Etappe schmerzt der Körper mehr, vielfach wird das Outdoor Physio Team oder die Medical Crew vor Start aufgesucht, um die Schmerzen zu behandeln. Die ersten Kilometer verlaufen häufig über Asphalt, was die Körper weiter beansprucht. Mit den voranschreitenden Etappen werden die Läufer normalerweise langsamer. Die Teilnehmer, welche an den ersten Tagen zu schnell angelaufen sind, brechen evtl. sogar stark ein. Nach Zieleinlauf wird die Zeit für die Verpflegung, Entspannung und Austausch mit anderen, Dusche und Massage genutzt. Abends findet immer die gemeinsame Pastaparty statt mit Siegerehrung der besten Teams, Briefing der Folgeetappe und Bilder des Tages. Recht früh geht’s dann für alle heim, um fit in den nächsten Tag zu starten. Und wie ging es aus? Ina und Sarah liefen die erste Etappe auf Rang 8, danach folgten 7. Plätze. Gemäß dem Motto: Vier Länder, Zwei Läufer, Eine Woche – Ein Traum steigerten sich die zwei auf dritte und zweite Plätze in den einzelnen Etappen. Schlussendlich konnten sie am letzten Tag nochmals richtig aufdrehen und auf den letzten Drücker auf den 3. Platz in der Gesamtwertung der Damen laufen. Ich denke ein Grund war u.a. die Hilfe der Supporter, auch beide Eltern und teilweise Freunde waren vor Ort, somit konnten die zwei letzte Reserven zusätzlich mobilisieren. Und wie geht’s weiter? Der Transalpine-Run ist eine wirklich tolle Veranstaltung, perfekt organisiert. Ganz ehrlich, während dem Event hatte ich oft den Gedanken, gut das ich nicht laufen muss. Aber ein Grund dafür war sicherlich auch das etwas ungemütliche Wetter, viele Regenstunden mussten dieses Jahr durchgestanden werden, auch ist mein Fitnesszustand etwas verbesserungswürdig. Jetzt im Nachhinein habe ich neue Motivation geschöpft und möchte mir wieder etwas Größeres vornehmen, schauen wir mal was kommt. Der Transalpine-Run 2018 kommt sicher. Fotocredit Beitragsbild: PEAK ART IMAGES
- Ich heb ab – ich bin Marathonie
Grachten, Coffeeshops und Fahrräder locken die meisten Touristen nach Amsterdam, uns zog es in die Hauptstadt der Niederlande, weil dort am 18.10.2015 die 40. Ausgabe des Amsterdam Marathons stattfand, es sollte mein erster werden. Zu erwähnen wäre, es gibt in Amsterdam sicherlich mehr Fahrradunfälle, als Marathonverletzte, denn die Radfahrer fahren wie sie wollen, rote Ampel hin oder her, wir entkamen dem einen oder anderen Zusammenprall immer nur knapp. Und man hat immer den Marihuana Geruch in der Nase. Mit von der Partie waren meine Freunde, Manuela, auf der Jagd nach einer neuen persönlichen Bestzeit, Monika, nach Verletzungen, einfach geniessen und durchkommen, Geo, auch verletzungsbedingt nicht ganz fit, wollte er seinen ersten Marathon finishen. Samstag 17.10.2015 begaben wir uns zum Stadiongelände, Start- und Endpunkt des Marathons, zur Marathon Expo, wo wir unsere Startunterlagen abholten und Lust auf das Event aufsaugen konnten. Ich hatte Spass vor Ort und wir machten viele viele viele Bilder. Danach ging es in die Pasta Factory zum essen. Grob gesehen waren das auch schon die Highlights dieses Tages und es sollte früh, nach Vorbereitung unserer Laufsachen, ins Bett gehen. Ach so irgendwann nachts, es war schon dunkel, kam doch Monika auf die Idee ihre Handschuhe suchen zu wollen, spätestens zu diesem Zeitpunkt, war jeder von uns nervös, hoffentlich hatte ich an alles gedacht? Sonntag 18.10.2015 - 6 Uhr morgens, aufstehen, fertig machen, Kaffee trinken, Frühstücken und ab ging es. Wir waren ca 8 Uhr am Veranstaltungsgelände, gaben unsere Sachen ab, noch ein paar Schnappschüsse und so stand ich rechtzeitig im orangenen Startbereich, neben Claudia, eine laufbegeisterte Mama (ihre zwei Kinder waren an der Strecke), welche ich dort kennenlernte. Die anderen drei starteten aus anderen Startblöcken, je nachdem, welche Zielzeit man bei Anmeldung angegeben hatte. Die Zeit verging schnell und um 9:30 Uhr endlich der langersehnte Startschuss. Das Wetter war jetzt nicht so prickelnd, es nieselte und war ziemlich kühl, umso besser, dass wir endlich loslaufen konnten, ca 10 Minuten später lief ich über die Startlinie. Aufgrund der vielen Läufer mussten wir immer wieder abbremsen und es dauerte auch noch bis wir aus dem Stadion raus waren. Unsere daheimgebliebenen Freundinnen hatten uns noch über Whatsapp geschrieben und uns Glück gewünscht, was ich mit einem Selfie und den Worten „wir sind unterwegs“ und „danke“ noch kommentierte. Na dann konnte die Reise nun losgehen. Zuerst führte uns die Strecke durch den Vondelpark, die Zuschauermenge war hier enorm. Allerdings fand ich keine richtige Begeisterung fürs Laufen und ich schnurrte einfach dahin, bei km 6 rief Geo mir zu, huch er kam schon wieder die Schleife zurück und musste so bei ca km 9 sein, oh ja er war auf Bestzeitenkurs. Ich trabte weiter, weiter. Ich hörte auch kurz Claudia meinen Namen rufen, Manuela und Monika habe ich leider nicht gesehen. Ab km 13 bis 25 ging es dann an der Amstel entlang. Meine Freundin Negar informierte mich übrigens, dass die führende Elite Km 30 passiert hatten, puh da war ich bei km 15, das war dann ein bisschen demotivierend. Nun ja ich brauchte jetzt ein bisschen Unterhaltung, um die langen Kilometer an der Amstel beschwingt zu erlaufen, also Musik an, Spotify – Top tracks in Germany und weiter ging es. Bei km 20 nahm ich mein erstes Gel (danke lieber Magen, du bist der Star dieses Laufes, er hat das nie zuvor probierte Gel toll aufgenommen, es war das zweite Gel in seinem Leben. Aber bitte nicht nachmachen, es kann auch schnell ein Rennen beenden, wenn man so ein Gel mal so gar nicht verträgt). Die Energie fühlte ich schnell. Und knapp vor der Halbmarathonmarke hatte ich meinen Glücksmoment dieses Marathons Mit Sido feat Andreas Bourani - Astronaut vergass ich alles um mich herum und fühlte mich wunderbar im Flow. Ich heb ab, nichts hält mich am Boden Alles blass und grau Bin zu lange nicht geflogen Wie ein Astronaut Ich seh die Welt von oben Der Rest verblasst im Blau Ich hab Zeit und Raum verloren hier oben Wie ein Astronaut Ach Gänsehautfeeling, das will ich wieder, so passend und so unvergesslich. Km 27 zweites Gel und rein damit, meine durchschnittliche Zeiten verbesserten sich und wir kamen zurück zu den Zuschauermengen, boah wir wurden getragen. Ein riesen Dankeschön an jeden Einzelnen, der sich an die Strecke gestellt hat. Km 30 haha das ist ja easy, nur noch 12 km, ich hatte keine Schmerzen, nur eine Blase am rechten großen Zeh bildete sich langsam, aber die spürte ich kaum. Km 34 puh das sind aber noch lange acht Kilometer, so schnell ändert sich tatsächlich das Gefühl. Ein Auf und ab. Km 37 jetzt wollte ich nur noch ins Ziel, meine Knie fingen an zu zwicken und ich ließ nun jede Getränkestation aus, anhalten war keine Option mehr, da das loslaufen so schwer wurde. Km 40, oh la la die 4 Stunden Marke in Sicht, die Pacer vor mir und ab an Ihnen vorbei, ich rechnete, kann ich es schaffen oder nicht? Ich wusste nicht genau, wann ich gestartet bin, gab aber Gas in der Hoffnung es vielleicht es doch noch zu schaffen, viel zu spät realisierte ich, dass es drin gewesen wäre die 4 Stunden locker zu unterbieten. Im Stadion angekommen lief ich die letzte Kurve fast schon Vollsprint. Im Ziel mit Schnappatmung und wackeligen Beinen, holte ich erst mal das Handy raus, ich wollte unbedingt meine Zeit wissen, mein Freund, der mir über App folgte und zwischendurch auch via Whatsapp anfeuerte, schrieb mir „1:27 zu langsam, lahme Ente“ haha, ein ganz Lieber ;) Es erreichten mich viele Glückwünsche, Nachrichten und liebe Worte von so vielen Menschen, Freunden, Familie, ein unheimlich schöner Moment so einen Marathon zu laufen. Die gewünschten Tränen hatte ich im Ziel leider nicht, definitiv war allerdings die Halbmarathonmarke der Moment dieses Laufes, der mir unvergessen bleiben wird, die Vorfreude einen Marathon zu finishen, ich schwebte über die Strecke und war so unglaublich stark in diesem Moment. Schnell machte ich mich auf den Weg zur Kleiderabholung, da man schnell auskühlte und dann zu meinen Freunden Manuela und Geo, die schon im Ziel waren, Monika war noch unterwegs. Ich kann den dreien nur gratulieren, Manuela hat ihre persönliche Bestzeit erlaufen, Geo war so unheimlich schnell bei seinem Debüt, Respekt ihr zwei Raketen und Monika ist ohne Schmerzen und weitere Verletzungen einen wunderschönen Marathon gelaufen, Bestzeiten nebensächlich, wunderbar Monika. Wir alle sind so unterschiedlich und doch so laufverrückt. Es war schön mit euch Amsterdam zu rocken.
- ISPO 2016 - Die Sportwelt trifft sich in München
ISPO 2016 Die Eckdaten meines Besuches bei der ISPO 2016, in 9 Stunden, 13,5 km kreuz und quer durch die Hallen, der Messebesuch wurde voll ausgekostet. Mit von der Partie war meine Bloggerfreundin Nadine (www.dasistdochwahnsinn). Willkommen auf der ISPO 2016, vom 24.-27.01.2016, die Messe findet einmal jährlich statt und lockt viele Fachbesucher nach München. Die Endkonsumer sind nicht zugelassen. Hier findet man die Neuheiten zum Thema Sport, Outdoor, Lifestyle und Action. Ich durfte als Blogger dabei sein. Und los gehts Sonntag, 24.01.2016 um 8:29 Uhr besteige ich die Ubahn Richtung Messestadt West, ah voll …. Damit hatte ich nun nicht gerechnet. Also quetschte ich mich in die Menge rein und lies mich im Strom mitziehen. Raus aus der Bahn und auf dem Weg zum Messeeingang, gleich mal ein toller Werbeauftritt von „Under Armour“ mit einem passenden Aufruf „take the stairs“ Nach kurzer Wartezeit konnten wir pünktlich um 9 Uhr die Messe betreten. Nadine und ich suchten erst mal die Blogger-Lounge auf, für mich ziemlich spannend, da ich endlich einige Blogger in real life kennenlernen konnte. Aber die waren so früh noch nicht da, wohl alles Langschläfer, also machten wir uns auf die Abenteuerreise. Ich möchte euch nachstehend ein paar Impressionen und meine Highlights vorstellen: Evalu Ziemlich spannend fand ich den virtual running coach von dem Startup EVALU, dieser soll im Sommer auf dem Markt kommen. Gemäß Angaben vor Ort soll der Coach dem Läufer helfen, sich zu korrigieren, Verletzungen mindern, Leistung steigern und die Lauftechnik verbessern. Dazu benötigt man lediglich den entsprechenden Sensor und die App, welche den Lauf analysieren und Tipps geben. Zusätzlich sind Stabilitätsübungen in der App beinhaltet, um den Trainingsrahmen zu komplettieren. Miiego Deutschland Der schicke Sportkopfhörer von Miiego Deutschland, der AL3 Freedom (Women), ermöglicht kabelloses laufen, im modernen Design und dazu noch zu einem günstigen Preis. Ein Mikrofon ist integriert und ermöglicht zusätzlich Telefonate anzunehmen. Lautstärke, Pause und Musikwahl können mit den seitlichen Knöpfen bedient werden. Das Probehören hat schon mal Spass gemacht. Boot Bananas Boot Bananas die coolste Entdeckung wie ich finde. Hierbei handelt es sich um Schuherfrischer in Bananenform, welche den unangenehmen Schuhgeruch mindern sowie Feuchtigkeit absorbieren sollen. Käsefüße haben da wohl keine Chance mehr. Wenn sich die Bananen bräunlich färben sind die Erfrischer verbraucht und können entsorgt werden. Je nach Gebrauch gibt der Hersteller eine Lebensdauer von ca 6 Monaten an. Also ab sofort haben wir alle Bananen in den Schuhen ;) Royal Bay Royal Bay Kompressionssocken (Aries Deutschland) eine mir bisher unbekannte Marke. Mittlerweile gibt es eine zweistellige Anzahl an Kompressionssockenanbietern, da weis man gar nicht, was die einen gut oder die anderen schlecht machen. Die Qual der Wahl sozusagen. Der Hersteller hat eine große Produktvielfalt zu bieten, sogar Thermo-Kompressionssocken, interessant fand ich, dass mehrere Kompressionsstufen wählbar sind, für jeden etwas dabei (light / medium / strong / very strong). Ich teste bei Gelegenheit die stärkste Stufe. NuBells NuBells die wohl schönsten und platzsparensten Hanteln der Welt, für uns Mädels, hoffentlich bald in Deutschland erhältlich, denn es gibt sie in pink, aber auch weitere Farben, wie grün, gelb, grau und orange sind verfügbar. Die Hanteln liegen bequem und ergonomisch auf der Hand, die Handgelenke werden geschont und man hat ein sicheres Gefühl durch die Verteilung des Gewichtes. Zusätzlich können die Hanteln mit einer Stange zu einer Langhantel zusammengesetzt werden. Da der Hersteller aus den USA kommt, gibt es die Hanteln derzeit zwischen 5 lbs bis 30 lbs. Rocktape Rocktape, das einzigartige kinesiologische Tape mit tollem Design. Laut Hersteller soll es eines der belastbarsten und qualitativ hochwertigsten Tapes sein. Vor Ort konnte sich jeder von Profitapern testtapen lassen. Zusätzlich interessant, wer es ganz speziell möchte, kann das Tape im eigenen Wunschdesign oder mit eigenem Logo bestellen. Vielleicht gibt es bald ein Runfurther-Tape ;) ISPO und Mode Und auch modisch hatte die Ispo was zu bieten. Meine Entdeckungen das OnePiece, der lässige und auch bequeme Einteiler, welchen ich schon hin und wieder im Internet bewundert hatte, konnte ich vor Ort begutachten. Ich brauche so ein cooles Teil, gibts im Übrigen auch in pink. Dann gefielen mir die schicken Gummistiefel „Elvira“ von VikingFootwear ein richtiger Hingucker. Aus ein paar Meter Entfernung von normalen Stiefeln kaum zu unterscheiden, in perfekter Passform und bei noch so scheusslichem Wetter ausführbar. Zum Schluss konnte ich noch beim ISPO Bloggertreffen teilnehmen und konnte endlich einige bekannte Gesichter aus Instagram und Facebook kennenlernen (Conny, Susi, Rebekka und einige mehr) und mich austauschen. Da verging die Zeit wie im Flug und ein toller Tag wurde dadurch noch toller. Danke an dieser Stelle an die zwei Mädels Julia und Isabella für die nette Aufnahme und Organisation. Das war die ISPO 2016 Noch einige Bildeindrücke, bevor ich abschliessend sagen kann, ich freue mich auf die Ispo 2017. Staunen, probieren, tätowieren, frisieren und einfach nur Spass haben.
- Der Ortovox Tourenlehrpfad: Rofan - Wissen zum Thema Lawinen
Tourentipp im Rofangebirge für mehr Sicherheit Als Ergänzung zu meinem ersten DAV Einsteigerkurs im Umgang mit dem LVS-Gerät besuchte ich den neu eröffneten Ortovox Tourenlehrpfad im Rofangebirge. Sieben Tafeln klären den Besucher rund um das Thema Lawinen auf und führen durch das schöne Rofangebirge in der Nähe zum Achensee. Lawinengefahr besteht in den Bergen im Winter ständig (kategorisiert in Lawinenstufe 1-5) und wenn eine Lawine losbricht dann ist das ein phänomenales Naturereignis. Allerdings wenn sich Menschen zwischendrin befinden, auch lebensgefährlich. Auf dem Tourenlehrpfad erhält man wichtige Informationen zum richtigen Verhalten im alpinen Gelände und auch wann, wie und warum eine Lawinengefahr besteht bzw. eine Lawine entsteht. Gerade da der Trend zu Skitouren und Schneeschuhwanderungen weiter stark zunimmt, eine tolle Sache Neulinge an das Thema ran zuführen. Meine Freude war groß als es Richtung Achensee ging. Der Tourenlehrpfad kann nur mit Schneeschuhen oder Tourenski begangen werden. Für mich war es somit meine erste Schneeschuhwanderung überhaupt. Anfahrt nach Maurach Die Fahrt führte uns von München nach Maurach am Achensee, zur Talstation Rofanseilbahn, welche auch über einen Parkplatz verfügt. Ab München sollte man etwa 1,5 Stunden einplanen. Ausgangspunkt des Ortovox Tourenlehrpfad ist die Bergstation. Unterwegs auf dem Orthovox Tourenlehrpfad Mit der Rofanseilbahn geht es auf ca 1800 m, unweit dem Ausstieg startet der Lehrpfad. Ambitionierte Schneeschuhwanderer oder Skitourengeher können aber auch direkt vom Parkplatz aus starten. Am Start des Pfades ist ein LVS Checkpoint installiert, hier kann man überprüfen, ob das eigene LVS Gerät eingeschaltet ist bzw. funktioniert. Nach dem Checkpoint befinden sich die Lehrtafeln, welche folgende Themen der Reihenfolge nach enthalten. Willkommen am Orthovox Tourenlehrpfad Rofan Lawinen Basics Lawinenfaktor Wetter Lawinenfaktor Gelände Hangsteilheit Lawinenabgang Lehrpfadgipfel Die Strecke beträgt ca 2km und 200 HM, am Ende erreicht man den Lehrpfadgipfel, der momentan noch keinen Namen hat. Insgesamt waren wir etwa 3 Stunden unterwegs. Erforderliche Ausrüstung Zur Begehung braucht man eine LVS-Ausrüstung (LVS Gerät, Lawinensonde und -schaufel), Handy, Erste Hilfe Set, Biwaksack und Schneeschuhe oder Tourenski. Wer einen Snack für den Gipfel braucht, kann auch diesen noch mitführen oder den Gipfelschnaps. Für welche Zielgruppe? Vornehmlich ist dieser Lehrpfad natürlich für Einsteiger gedacht, aber ich bin der Meinung auch Tourengeher mit entsprechenden Vorkenntnissen können noch Wissenswertes mitnehmen bzw. Wissen auffrischen. Auf jeden Fall erlebt man eine schöne Zeit in einem wunderbaren Gebiet mit atemberaubender Aussicht. Einkehrtipp Erfurter Hütte Der Kaiserschmarrn in der Erfurter Hütte ist ein Traum. Unbedingt vorbei schauen und gleich eine große Portion bestellen, übrig bleibt garantiert nichts mehr. Übrigens nach der Begehung des Tourlehrpfades war es unser Plan noch eine Schneeschuhwanderung auf den Gipfel des Rofan zu unternehmen. Allerdings herrschte an diesem Tag Lawinenstufe 3, mehrere Wumm Geräusche vernahmen wir auch. Daher besser bei solchen Gegebenheiten gleich auf die Tour verzichten. Der Pfad selbst ist jederzeit begehbar, da Lawinengefahr hier nicht besteht. Fazit zum Ortovox Tourenlehrpfad Mir persönlich hat die Tour sehr gefallen und war interessant mit vielen Informationen. Da ich zu den Neulingen gehöre, ist dieser Pfad eine durchaus gute Art jemanden so an die Gefahren im alpinen Raum heranzuführen und somit auch Lust zu machen, an weiterführenden Kursen teizunehmen. Zusätzlich bietet der Pfad eine Ausflugmöglichkeit für die Fortgeschrittenen, sollten die anderen Gipfel aufgrund von Lawinengefahr nicht begehbar sein. Anmerkung: Ich wurde von Ortovox und der Tourismusregion Achensee zur Erstbegehung des neuen Ortovox Tourenlehrpfad eingeladen, die Kosten vor Ort sowie Ausrüstung für den Tag wurden mir gestellt. Fotocredit: Stefan Schaaf (PEAK ART IMAGES)
- Abenteuer Leben - unerwartete Veränderungen inklusive
Erstmal tief durchatmen. Hallo Abenteuer Leben . Mein letzter Blogbeitrag ist schon ein paar Wochen her und ich melde mich mit einem persönlichen Update zurück. Spannend wie das aktuelle Jahr für mich schon wieder seinen Lauf nimmt und das Leben von einem auf den anderen Moment eine totale Veränderung bedeutet. Die letzten Wochen hatte ich nicht viel Zeit für meinen Blog und auch weniger Muße, wenig Schlaf übrigens auch. Manchmal sind die Lebensumstände nicht die einfachsten und hauen einen aus der Bahn. Ich persönlich fühlte mich oft gestresst, sehr unglücklich und teilweise verzweifelt, auch wenn ich immer alles positiv sehen möchte. Nichtsdestotrotz, das Leben geht weiter. An dieser Stelle möchte ich mich bei all jenen bedanken , die mir in den letzten Wochen so konsequent beigestanden haben und für mich da waren. Ohne Freunde wären so manche Dinge im Abenteuer Leben einfach nicht möglich. Wünsche Lebenseinstellungen und Wünsche sind ganz wichtige Punkte, welche jeder für sich treffen sollte. Durch München habe ich gelernt, dass es mir wichtig ist, viel draußen zu sein, zu atmen, Sport zu treiben und vor allem Menschen um mich herum zu haben. Kommunikativ war ich schon immer, aber durch Arbeit und Fernbeziehung hatte ich in der Vergangenheit oft wenig Zeit. Ein Grund warum mein Bekannten- und Freundeskreis immer mehr schrumpfte. Erst mit dem Umzug nach München vor vier Jahren, fand ich wieder einen Weg zu mir selbst und zu dem was mir wirklich wichtig ist. Glücklich zu sein, bedeutet für mich sicher nicht 12-Stunden-Arbeitstage zu managen und vornehmlich nach beruflichem Erfolg zu streben. Für mich bedeutet das nicht das Glück auf Erden. Ich mag es, meine Arbeit gut zu erledigen und auch Ziele zu erreichen, aber mit Work-Life-Balance bitte. Kraft tanken tue ich mittlerweile in der Natur, beim Ausprobieren meiner eigenen Grenzen und mit Freunden. Gewisse Auszeiten schaffen, das macht für mich mehr Sinn. Freunde sind wieder ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben geworden. Geben, helfen, reden und einfach mal nur in den Arm nehmen oder genommen werden, Dinge die mir wahnsinnig viel Kraft in den letzten Wochen gegeben haben. Was ist passiert? Nun ja kurz und knapp: Hinter mir liegt eine Trennung. Für mich brach erst mal wieder eine Welt zusammen. 2017 der Jobverlust und nun meine Beziehung und der Grund meines Umzuges nach München. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, Tränen vergossen, viele schlaflose Nächte hinter mir und die Frage: Soll ich meine Einstellung ändern oder soll ich nicht? Will ich dieses oder jenes? Die Antwort: Nein will ich nicht, meine Wünsche und Ziele sind das, was ich bereit bin zu verfolgen. Wir haben nur dieses eine Leben. Es soll zu meinem Abenteuer werden. Ein wichtiger Mensch geht nun einen anderen Weg, sowie auch ich. Wenn Wünsche und Ziele sich ändern, ist manchmal ein unterschiedlicher Weg doch der bessere, so weh es tun und so unbequem es sein mag. Abenteuer Leben Mittlerweile habe ich mich wieder gefangen, bin positiver denn je, ihr wisst ja eine Tür schließt sich, eine andere geht wieder auf. Ich mache mir weiterhin viele Gedanken , finde eine neue Routine , finde meinen Platz. Nicht einfach, aber jeden Tag einen Schritt mehr. Einen großen Halt gibt mir der Sport, geben mir die Berge, geben mir meine Mietzen und gebt auch ihr mir. Alles andere ist erst mal fremd. Das abenteuerliche Leben geht weiter. Die Suche nach einer Wohnung in München ist übrigens ein Unding, man begreift sehr schnell, dass ein Mangel besteht und erlebt Dinge, die man nicht erleben will. Ich hatte Glück und zwei Supporterinnen, die mir halfen eine Traumwohnung inmitten von München zu bekommen. Nur ankommen muss ich noch. Gedanken Wichtig ist, dass man sich treu bleibt, ein Leben zu führen versucht, das man als lebenswert betrachtet und Dinge nicht einfach tut, nur weil es andere sich wünschen. Ich denke, jeder ist seines Glückes Schmied. Man muss dran arbeiten, manchmal tut es weh, aber oft erfüllt es auch. Zufriedenheit sorgt dafür das wir uns selbstverwirklichen und macht glücklich. Abenteuer Social Media Ich möchte noch etwas schreiben, viele verpöhnen die Social Media Welt und ich weiß, ich selbst bin ziemlich handysüchtig (eine Unart, wenn man am Tisch sitzt und ins Handy schaut. Ich selbst arbeite dran, es zu reduzieren, versprochen). Dennoch ich sehe durchaus Gutes daran. Viele meiner Freundschaften entstanden tatsächlich durch Instagram. Oft bekomme ich nur Kopfschütteln von Aussenstehenden, aber was tun wir Läufer am liebsten? Na klar das Laufbild posten und uns darüber freuen, wenn viele Gleichgesinnte es mit Herzchen honorieren. Es gehört einfach zum Leben für mich dazu. Ich würde jetzt in diesem Moment kein Lächeln im Gesicht haben und durchatmen können ohne Instagram und die tollen Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Übrigens es gab sicher auch ein paar nicht so tolle Begegnungen. Ein kleiner Rückblick mit den schönen Momenten Neuer Job Bereits Ende 2017 hatte ich den Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich war, ehrlich gesagt, ein wenig enttäuscht, dass es mit dem Quereinstieg in die Social Media Welt nicht geklappt hatte. Jetzt im Nachhinein bin ich aber zufrieden mit meiner neuen Aufgabe und es gefällt mir, zurück in der Solarbranche zu sein. MUC BOOK AWARD Bei den diesjährigen Isarnetz Blog Awards gewann mein Blog überraschenderweise in der Katagorie bester Münchner Fitnessblog. Das macht mich sehr stolz. Bestzeit auf der Halbmarathondistanz Beim Halbmarathon in Paris (Fitbit Semi de Paris) stimmte einfach alles, die Stimmung, das Wetter (Regen) und meine Tagesform. Ich hatte keine Erwartungen und lief mein Rennen ohne Druck. Die Bestzeit war unerwartet und um so glücklicher erreichte ich das Ziel. Umzug in eine neue Wohnung Keine sechs Wochen hatte es gedauert von dem Moment eine Wohnung zu suchen zu dem Moment des Einzuges. Ich wohne jetzt im Herzen von München, in der Nähe zum Englischen Garten und auch des Olympiaparks. Die schönsten Laufstrecken liegen in unmittelbarer Reichweite. Langweilig wird es nicht und ich fühle mich wohl in der Maxvorstadt. Mittlerweile sind auch meine Jungs Paul und Bernd eingezogen. Erster Marathon 2018 Etwas ungünstig war mein Start beim Innsbruck Alpine Trail Festival. Kaum Training in den Beinen, mit wenig Schlaf, und der Umzug war gerade erst abgeschlossen, lief ich die 42,9 km mit viel "mimimi". Die Medaille wurde mir bei diesem Wettrennen nicht wirklich geschenkt. Ich war erleichtert als ich die Ziellinie erreichte und froh überhaupt die Strecke gemeistert zu haben. Dieser Beitrag ist entstanden, weil ich Danke sagen wollte! Und danke fürs Lesen. Und wie schaut euer Abenteuer Leben aus? Eure Cindy
- In die Laufschuhe und den Mythos Grossglockner erklimmen
Der Großglockner, der höchste Berg Österreichs (3798 m) war Austragungsort für die Grossglockner Bike Challenge und der Grossglockner Berglauf am 18.-19.07.2015. Sehr kurzfristig erfuhr ich, dass ich das Wochenende in Heiligenblut in Kärnten verbringen würde als VikingFootwear Ambassador und das Abenteuer Grossglockner erleben durfte. Die Eckdaten 13 km und 1494 m mussten überwunden werden. Das entsprechende Training fiel leider aufgrund der Kurzfristigkeit aus und dadurch sollte es eine Erfahrung werden. Mein erster Berglauf, um es vorweg zu nehmen war atemberaubend schön. Den Samstag verbrachte ich als Zuschauer vor Ort und liess die Laufveranstaltung sowie die Atmosphäre auf mich wirken. Bereits um 7 Uhr morgens startete die Bike Challenge, welche dieses Jahr ihre Premiere feierte. Die Strecke führte die Starter von Heiligenblut 17,2 km /1354 HM über die Grossglockner Hochalpenstrasse auf die Kaiser-Franz-Josef-Höhe. Der Gewinner (Markus Hohenwarter) erreichte bereits nach 54 Min das Ziel. Am Nachmittag wurde zum Spaß der Zuschauer und auch Läufer der Dirndl- und Lederhosenlauf ausgetragen, wobei in Tracht gekleidete Paare beim Gummistiefelweitwurf glänzen sowie bei einem kleinen Parcour mit Bierstop am schnellsten sein mussten, die Gewinner durften sich dann über Gummistiefel des Hauptsponsoren VikingFootwear freuen. Ein weiteres Highlight waren die Kinderläufe. Vor Ort hatte ich tolle Begegnungen und lernte ein paar Mitläufer sowie Teamläufer kennen. Natürlich war ich aufgeregt und holte mir Tipps rund ums berglaufen. Die Wichtigsten für mich gefilterten Ratschläge waren “langsam starten“ und „Pasta essen“, wegen der Energie und so, das befolgte ich dann auch mit doppelter Portion. Am Sonntag ging ich dann ziemlich aufgeregt mit etwa 1500 Läufern an den Start, es wurde in drei Startwellen auf die Strecke geschickt. Dort traf ich Frank mit der Startnummer 966, ich hatte die 967, was für ein Zufall und wir tauschten ein paar Worte aus, ermutigten uns und wünschten uns Glück, er zumindest hatte ein ambitioniertes Ziel innerhalb von 01:50:00 oben anzukommen. Mein Ziel war ankommen. Um 9:40 erklang der Startschuss und die Welle setzte sich in Bewegung. Übrigens entschied ich mich mit Trinkrucksack zu laufen, ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich diesen wirklich mitnehmen sollte, da es insgesamt vier Verpfegungsstellen geben sollte. Die Entscheidung war Gold wert, bereits morgens waren die Temperaturen ziemlich heiß und die Anstrengungen im Anstieg immens. Gemäß dem wiederholten Ratschlag, bloß langsam starten, tat ich dies, was mich allerdings ziemlich demotivierte, da ständig Läufer überholten und ich der Meinung war immer weiter im Feld nach hinten durchgereicht zu werden, nichts desto trotz blieb ich bei dem langsamen Tempo, einfach um meine Kräfte zu sparen, allein die Aufregung kostete mich schon einiges an Energie. Auf Teerstrecke ging es raus aus Heiligenblut und die ersten 2 km gingen erst mal ziemlich flach dahin, gut zum Einlaufen. Einige Zuschauer säumten den Weg und jubelten uns Läufern zu, tolle Motivation. Dann allerdings kam schon der erste Anstieg, der es mächtig in sich hatte, aber unerwarteterweise lief ich den langsam hoch, meine Waden krampften jedoch schon sehr früh, was mich störte. Den zweiten Anstieg musste ich teilweise schon gehend erzwingen. Die erste Verpflegungsstelle kam nach ca 3,5 km und war mehr als nötig, ich brauchte Abkühlung und da stand ein Helfer mit einem Wasserschlauch und war so nett mich komplett abzuduschen, klatschnass aber schön runter gekühlt ging es weiter. Die Anstiege werden nun durch flache Trails und Downhills unterbrochen und wir kommen wieder schneller voran, es macht auch mehr Spaß, wie sich wohl jeder denken kann, man hat das Gefühl nicht nur als lahme Ente voran zu kommen. Komischerweise werde ich bei diesen Abschnitten hin und wieder durch andere Läufer ausgebremst, so schnell dreht sich das, aber eigentlich egal, ich wollte ja nur ankommen. Es geht durch Waldabschnitte hoch und runter, kreuz und quer, ein sehr schöner Wasserfall zur Rechten und ein kurzes Päuschen bei einem Helfer, ich habe die Zeit genossen ohne mir Stress zu machen. Verpfegungsstelle Nummer zwei kommt dann auch recht schnell, ich trinke kurz, hole wieder Luft. Die Umgebung ändert sich danach und es wird steiniger und offener. Auch kommen wir an zwei Seen vorbei, welche eine schöne Farbe haben und eine tolle Kulisse bieten. An Verpflegungstelle drei schnappe ich mir schnell eine Banane. So langsam kommen wir dem Ziel auch näher, man hört es schon, laute Musik und Partyklänge. Ich treffe immer wieder die gleichen Läufer. Ein kleines weiteres Highlight ist eine Hängebrücke, welche wir überqueren müssen und unter welcher das Wasser gewaltig drunter durch rauscht. Kurz danach entsteht mein Foto des Tages, welcher ein Helfer aufgenommen hat, es zeigt meine Begeisterung und Emotionen für diesen wunderbaren Lauf. Dann sind wir ja schon an Verpflegungsstelle Nummer vier, ca 800 m vorm Ziel, Grund die letzten Meter haben es wirklich in sich, 350 HM auf 800 m gilt es zu bewältigten. Die Treppen ziehen einem regelrecht die letzte Energie aus den Beinen, allerdings die Zuschauer feuern an und ich komme relativ schnell voran. Es half mir immens meine Arme in der Bewegung zu halten. Der Zieleinlauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe war im Übrigen einer der schönsten für mich, mit Blick auf den Grossglockner mit Gletscher, blauer Himmel und jubelnden Menschen, da ging die Party ab. Die Medaille und eine Siegerdecke nahm ich mit Stolz entgegen. Ein grossartiges Event, ein beeindruckender Lauf, sehr gut organisiert, es hat an nichts gefehlt. Ich habe den Mythos Grossglockner gerockt, für jeden der die Herausforderung genau das Richtige. Gerne bin ich wieder am Start. In Zusammenarbeit mit VikingFootwear
- Der Funchal Marathon - eine Laufreise nach Madeira
Ein Laufbericht zum Madeira Marathon in Funchal Wo fange ich an? Der Madeira Marathon war ein unglaublich unerwartet guter Einstieg in mein Marathon Jahr. Mit unerwartet meine ich die erreichten Ergebnisse, die mich im Nachhinein doch sehr überraschten. Wie meine Vorbereitung für den Marathon auf Madeira aussah, könnt ihr hier nachlesen. Aber fangen wir von vorn an. Das Abenteuer beginnt 3 Tage vor dem Start des Marathons mit dem Abflug von München nach Funchal. Die Landung auf der Insel ist schon ein Erlebnis für sich, da die kurze Landebahn direkt neben der steilen Küste am Meer liegt und als eine der anspruchvollsten der Welt gilt. Manchmal startet der ein oder andere Pilot nochmals durch und da kann es schon mal mehrere Versuche geben. Wir haben Glück und es klappt beim ersten Landeanflug. Ich treffe am Donnerstag Nachmittag in Funchal ein. Der erste Tag geht ereignislos vorbei, Zimmer beziehen, essen und früh schlafen. Unsere Unterkunft befindet sich in der Altstadt, sehr zentral zum Hafen und auch dem Marathon Start. Funchal Am Freitag geht es auf einen Orientierungslauf durch Funchal. Was soll ich sagen: die Stadt ist hügelig und laufen ist anstrengend. Die Temperaturen im Januar sind schon sehr frühlingshaft, in der Sonne sogar richtig warm. Es ist wunderbar in kurzer Laufkleidung an Palmen und dem Atlantik vorbei zu laufen. Lange Läufe auf Asphalt sind seit ca. zwei Jahren immer wieder eine Herausforderung für mich, was wohl einer der Gründe ist, dass mein letzter Marathon schon mehr als zwei Jahre zurück liegt. Aber auch die persönlichen Grenzen, die ich ein paar Mal beim Transalpinerun erreichte, machten für mich die Läufe jenseits der 20 Kilometer Marke immer wieder schwer. Mit Skepsis mir selbst gegenüber und meiner Entscheidung nach dieser Zeit wieder einen Marathon auf der Straße zu laufen, bin ich nach Madeira geflogen. Fernab von Natur und der entspannten Atmosphäre eines Trail-Events und einer eher dürftigen Trainingsvorbereitung. Die Vorfreude mich dieser Herausforderung zu stellen kam nur langsam auf. Abholung der Startunterlagen Es bleibt bei einem kurzen Lauf von 6 Kilometern und im Anschluß geht es direkt zur Startnummer Abholung. Spätestens hier kommt man mit den Organisatoren in Kontakt. Die Startunterlagen holen wir im Porto Santa Maria Hotel in der Altstadt ab. Es gibt keine große Marathonmesse wie man es von den üblichen Marathonveranstaltungen gewohnt ist. Ein paar Tische füllen den Raum, welche zur Registrierung und Übergabe des Starterbeutel dienen und alle wichtigen Informationen sind an die Fenster geklebt. Alles sehr entspannt und Wartezeiten gibt es keine. Es ist die 5. Ausgabe des Funchal Marathon. Eine noch kleine und feine Veranstaltung. Das Event bietet neben dem Hauptrennen, dem Marathon, auch einen Halbmarathon und einen Mini-Marathon von 6 Kilometern. Unter den Teilnehmern sind viele internationale Athleten. Der Kurs ist als flach ausgeschrieben, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das es den einen oder anderen Anstieg doch gibt. Nach 15 Minuten sind wir fertig mit der Anmeldung und gehen erst mal frühstücken im bekannten Mercado dos Lavradores. Der Tag vor dem Funchal Marathon Auch der Samstag verläuft entspannt und wir schauen uns Funchal an, essen, trinken Kaffee, essen Eis und abends gehen wir zur Pasta Party im FX Restaurant & Sportsbar. Auch diese ist sehr klein gehalten und nur die Teilnehmer des Marathons sind dazu eingeladen. Die Pasta ist richtig lecker und es gibt auch ein Getränk dazu. Der Marathon-Tag Sonntag, der Marathon-Tag. Es ist der 20. Januar 2019. Geschlafen habe ich sehr gut, aber bin schon weit vor dem Wecker wach. Müsste einmal so im Alltag passieren, da ist das Aufstehen immer so eine unglaubliche Hürde. Ich verzichte auf Kaffee. Mein Gefühl ist gar nicht so freudig, eher sehr verhalten und "vorsichtig". Wir fahren mit dem Bus zum Startbereich. Alles einfach. Um 8:00 Uhr dann der Startschuss des sehr sehr kleinen Starterfeldes. Unter 300 Teilnehmer, viel mehr Männer als Frauen, die Stimmung am Start ist ruhig. Ein portugiesischer Musiker bringt etwas "Coolness" unter die Menge. Ich komme beim Start gut weg, muss mich allerdings erst orientieren. Die Laufstrecke des Funchal Marathon muss man erst mal verstehen. Die vielen Wendepunkte und zwei unterschiedlichen Rundkurse sind auf dem Plan etwas umständlich aufbereitet. In meinem Kopf speicherte ich mir lediglich die Information ab, dass der obere Rundkurs vier Mal und der untere im Hafengebiet drei Mal umkreist werden muss. Die Strecke somit etwas gewöhnungsbedürftig. Erst unterwegs ist es dann tatsächlich gar nicht so schwer mit den Runden und Wendepunkten. Erster Rundkurs Die ersten 20 Kilometern waren super entspannt, das Laufen, die Teilnehmer und die Morgenstimmung. Die Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne waren für mich persönlich der schönste Moment des gesamten Laufes. Der Duft des Meeres und das Wissen noch ein paar Tage auf Madeira verbringen zu können, waren gute Gründe diesen Augenblick zu genießen. Durch das Rundenlaufen ist es einfach zu zählen an welcher Position man läuft. Die erste Frau im Feld ist leicht auszumachen, ich zähle, zwei, drei , vier und so weiter. Merke so sehr schnell das ich unter den ersten 10 Frauen bin. Auf der einen Seite freue ich mich riesig, bin motivierter und der Ehrgeiz steigt, die andere Seite der Medaille, ich powere mich aus. Will mehr, setze mich unter Druck und will angreifen bzw. zumindest das Tempo halten. Ist das gut? Ich glaube schon, ich laufe mit Spaß. Die Teilnehmer des Halbmarathons starten zwei Stunden später und die Laufstrecke füllt sich. Ich habe Glück, ich laufe dennoch sehr frei und allein. Allerdings verliere ich den Überblick über meine Position, ist auch gut so. Die Kilometer laufen, mittlerweile laufe ich mit Musik, brauche ich auch. Kilometer 29, ich laufe meinen letzten schnellen Kilometer, meine Uhr zeigt eine 5:20 Min/km. Danach führt uns die Strecke runter Richtung Hafen. Die Straßenführung geht etwas abwärts und ich merke jetzt die körperliche Anstrengung. Es fühlt sich alles nicht mehr so locker an. Zweiter Rundkurs Der untere Rundkurs am Hafen hat es in sich. Gefühlt gibt es nur Sonne, zwar sind viele Leute unterwegs, aber keine wirklichen Zuschauer. Die erste der drei Runden läuft noch einigermaßen flüssig. Ich sehe das Ziel, muss aber vorbeilaufen. Das ist hart für den Kopf. Die Strecke gerade hier ist nicht mehr einfach, etwas demotivierend und die Hitze ist für mich eine Herausforderung. Kilometer 37, der Einbruch. Immer wieder Gehpausen, bis hier hin hätte ich endlich meine Sub 4 laufen können. Ich will und kann aber das Tempo nicht mehr halten. Jetzt kann ich nur noch durchziehen. Es geht ein letztes Mal am Ziel vorbei, noch knappe 4 Kilometer. Auch die gehen vorbei. Aber quälend und immer wieder gehe ich kurz. Ich sehe das Zie ein drittes Mal. Nun darf ich auch reinlaufen. Meine Uhr zeigt mehr als vier Stunden an. Ich freue mich sehr, gefinished zu haben. Bin nun aber doch enttäuscht. Die persönliche Bestzeit war so unerwartet zum Greifen nahe. Egal, abgehakt. Zu diesem Moment weis ich noch nicht, dass ich dritte in meiner Altersklasse geworden bin, hätte aufs Treppchen gekonnt. Das passiert bei der Siegerehrung nicht, entweder höre ich meinen Namen nicht oder die Ergebnisse sind noch nicht da. Ich erfahre von dieser Platzierung erst am nächsten Tag. Die Organisatoren des Funchal Marathon sind allerdings unheimlich nett. Wollen mir meinen Pokal zukommen lassen. Ich hole diesen direkt am nächsten Tag selber ab, mein erster. Im Ziel - der Funchal Marathon ist geschafft Im Ziel tut es gut zu sitzen. Ich bekomme eine Massage. Der Blick auf meine Medaille und man nimmt mich sofort dran. Auch die Massage tut gut. Die Anspannung verläßt meinen Körper. Ein Glücksgefühl stellt sich ein. Ich habe endlich wieder einen Marathon gefinished. Völlig fertig, ich lächle, ich realisiere und ich genieße, sitze am Wasser mit meiner Medaille. Ja ein wunderbares Gefühl. Und nun finde ich die Wärme der Sonne auch richtig toll, Urlaubsfeeling im Winter, eindeutig schön. War es ein perfekter Lauf? Eindeutig nein! Aber dieser Lauf hat mir gezeigt, dass ich das Marathon laufen mag. Es ist allerdings nicht meine Lieblings-Distanz. Gründe gibt es einige, allen voran, dass ich immer wieder auf den letzten Kilometern einknicke, das Tempo nicht halten kann und so jedes Mal keine Bestzeit erreiche. Etwas enttäuschend. Perfekte Läufe wären aber auch langweilig - vor allem in einer Welt einer Hobbyläuferin. Ich kann an mir arbeiten und weis, dass irgendwann die 4 Stunden fallen. Irgendwann geht dann nicht mehr schneller und noch schneller. Viel wichtiger ist, dass ich noch ganz viele Wettkämpfe gesund laufe, egal ob 6 Minuten am Ende fehlen. Meine Zielzeit beim Funchal Marathon war übrigens 04:06:01 Stunden. Overall 10. Frau. Fazit zum Madeira Marathon Der Funchal Marathon ist eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit internationaler Ausrichtung. Allein die guten klimatischen Bedingungen für Januar und die Möglichkeit den Marathon mit einem Urlaub zu kombinieren sind super. Der Kurs ist etwas verwirrend beschrieben und war für mich erst während des Laufes wirklich klar. Wichtig ist zu wissen, wie oft man welchen Rundkurs laufen muss. Das Runden laufen war im Großen und Ganzen nicht so schlimm. Man konnte dadurch gut miterleben an welcher Position man läuft und auch den Blickkontakt zu anderen Läufern halten. Die Strecke ist schnell, bis auf die wenigen Anstiege auf den ersten 30 Kilometern. Der Zieleinlauf ist nichts Besonderes. Etwas demotivierend ist die Tatsache, dass man zwei Mal am Ziel vorbei laufen muss, bevor man tatsächlich auch reinlaufen darf. Preis-/Leistungsverhältnis des Madeira Marathon ist hervorragend. Für das Startgeld bekommt man einiges geboten. Wer sehr früh die Anmeldung vornimmt, muss gerade mal 30,- EUR bezahlen. Bis 10 Tage vor dem Start, 50,- EUR. Dann wird es allerdings teurer und man muss für den Startplatz 100,- EUR aufbringen. Für das Startgeld bekommt man Funktionsshirt, Medaille, Pasta Party, freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, Vepflegung auf der Strecke sowie eine Massage. Die Buchung über die Marathoneigene Homepage kann ich nicht empfehlen, wir haben über Worldsmarathon gebucht und dies läuft reibungslos. Ich kann den Madeira Marathon wärmestens weiter empfehlen, gerade wer ein paar Tage Resturlaubs günstig abbauen will, ist hier gut aufgehoben. Madeira bietet Sonne und traumhafte Landschaft. Zum Schluß Jetzt ist der Marathon auf Madeira schon wieder ein paar Wochen her. Ich habe viele positive Gedanken rund um die Veranstaltung. Es war ein rundum gelungener Wiedereinstieg in die Marathondistanz. Ich hatte übrigens keine Schmerzen nach dem Marathon, meine Beine waren zwar nicht mehr frisch, aber ich hatte auch keine Einschränkungen. Somit konnte ich noch aktive Urlaubstage auf Madeira erleben. Nächste Wettkämpfe: Krakau Marathon Ende April Der Sixtus Lauf Schliersee (Halbmarathon) - Blogbeitrag zur Laufveranstaltung Koasamarsch (52 km Jubiläums-Ultralauf) Viking Challenge (Gaustatoppen, Norwegen) - Blogbeitrag zur Laufveranstaltung New York Marathon - Blogbeitrag zur Laufveranstaltung
- Transalpinerun Etappe 5 - willkommen in Südtirol
Transalpinerun Etappe 5 / 7 08.09.2016 Von Sölden nach St. Leonhard in Passeier Der Transalpinerun Etappe 5 und heute waren wir wieder ein bisschen mehr im Flow. Wir sind im schönen Südtirol eingelaufen. Die Etappe 5 führte uns von Sölden nach St. Leonhard in Passeier. Es war für mich die bisher schönste Strecke, aber auch weil es technisch weniger anspruchsvoll war und man die Umgebung in sich aufsaugen konnte. In Zahlen 33,3 km 1453 HM Aufstieg / 2111 HM Abstieg. Vor dem Start Das Aufstehen fiel mir schwer, der Wecker ging um 5:30 Uhr und ich zitterte. Musste mich kurz orientieren und fertig machen. Aufgrund der frühen Aufstehzeit bleibt da nicht viel Zeit. Beim Frühstück bekam ich etwas mehr runter als gestern, aber Übelkeit war trotzdem präsent. Na sind wir ja mittlerweile gewohnt. Lieber Körper bitte halte noch zwei Tage durch, dann bekommst du Prosecco und Ruhe. Das vespreche ich. Entsprechend unserem Gemütszustand hatten wir uns kampfbereit gemacht ;) Und Etappe 5 kann losgehen Die Strecke führte uns über das Timmelsjoch nach Italien. Von oben hörten wir durchgängig die Motorräder vorbeisausen und wussten wir sind da, wo man eigentlich Urlaub macht und zwar im wunderschönen Südtirol. Die Höhenmeter, welche mir aufgrund meiner immer noch währenden Energielosigkeit am meisten Mühe machen, gingen heute einfacher von der Sohle, da die Anstiege weniger steil waren. Die Zeitlimits waren überhaupt kein Problem und wir trabten dahin, also Geo vor und ich immer schön hinterher. Am höchsten Punkt (2474 m / bei ca 12 km) angekommen, kurz was gegessen und Getränke aufgefüllt, ging es eigentlich nur noch bergab im Genießermodus. Die Aussichten und die Natur machten mich heute glücklich, ein wenig vergaß ich dabei die Etappe 3 und 4. Aber seht selbst: Und jetzt Endspurt, es sind noch knapp 70 km bis nach Brixen, ich wünsche mir so sehr, dass wir ankommen. Es ist dieser eine Moment, wenn wir durchs Ziel laufen und der uns sicherlich ein Leben lang begleitet. Und fragt mich momentan lieber nicht, ob ich jemals den Transalpinerun wieder laufen würde. Man sagte mir heute, ja auf jeden Fall. Wir werden sehen. Aber jetzt entspannen und mal länger als 5 Stunden schlafen. Gute Nacht Eure Cindy Mit freundlicher Unterstützung von Viking Footwear, Suunto, 2XU, Sziols, TomTom, Casio, Orthomol Sport Fotocredit Beitragsbild: Harald Wisthaler
- Mein Rückblick 2019 - kilometerreich und spannend
Es ist wieder soweit: Zeit für einen persönlichen Jahres Rückblick und der diesjährige ist sehr viel erfreulicher als 2018. Ich kann sagen, sportlich und auch in persönlicher Hinsicht, es war ein sensationelles Jahr. Einige Herausforderungen hatte 2019 dennoch für mich parat. Es gibt immer Tiefen des Alltages, wer hat diese nicht. Das Jahr ist vorbei, ich genieße die ruhigere Winterzeit und 2020 steht nun auch schon in den Startlöchern. Insgesamt habe ich auf dem Blog 20 Beiträge veröffentlicht, ansatzweise nicht so viele, wie ich mir immer in den Kopf setze. Mein Tag könnte gern 40 Stunden haben und selbst da würde mir nie langweilig werden. Ich scrolle durch meinen Instagram Account und schwelge in Erinnerungen, ich kann es fast nicht glauben, wie schnell 2019 doch vorbei ging. Dabei kommt es mir so vor, als stünde ich noch im Ziel meines bisher schnellsten Marathons in Krakau. Das war Ende April. Es ist einfach viel passiert und dabei rennt die Zeit immer schneller als man selbst. Nachfolgend nehme ich euch mit durch mein Jahr 2019 - mein ganz persönlicher Rückblick 2019. Ich würde behaupten, es war das Jahr mit den meisten gelaufenen, gefahrenen sowie geflogenen Reisekilometern. Oft bin ich froh, dass ich so manche Dinge erleben kann und darf und bin sehr dankbar darüber. Ich habe dieses Jahr auch gelernt einzelne Momente intensiver zu genießen, Tempo rauszunehmen, einzuatmen, in mich zu gehen und gegebenenfalls den Stopp Button zu drücken. Zuallererst möchte ich mich bei euch, meinen Followern, meinen Freunden, meinen Laufbegleitungen und Kooperationspartnern bedanken, ohne euch würde das Schreiben viel weniger Freude bereiten. Es ist schön zu wissen, dass meine Zeilen gelesen, meine sportliche Reisen verfolgt, meine Fotos angeschaut werden und eine Community entstanden ist, die ich nicht mehr missen möchte. Ein Hoch auf das Laufen. Wie ich mit dem Laufen, meine Welt bunter mache Ja es ist so: Laufen kann Leben verändern. Ich nehme mir jedes Jahr neue Ziele vor, 2019 sollte z. B. mein Marathon Jahr werden und es wurde es auch. Das macht unheimlich Spaß, Ziele zu erreichen bzw. abzuhaken. Es ist nicht so, dass man als Läufer, in meinem Fall als Läuferin, geboren wird und ganz ehrlich, nur des Laufens wegen tue ich es nicht. Laufen gibt mir über die Community und über die Wettkämpfe sehr viel zurück. Kilometer um Kilometer abzuspulen, dass bin nicht ich. Der Laufsport hilft sicher vielen Menschen Gewicht zu verlieren oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen, aber hilft das auch dauerhaft dabei zu bleiben? Ich persönlich brauche die Abwechslung, immer ein Ziel vor Augen und vor allem mag ich es nicht allein erleben. Ein Hoch auf meine Lauffreunde. Das war Cindy 2019 Auf jeden Fall mutig. Wiederum habe ich 2019 einen neue Arbeitsstelle angetreten und das war auch gut so. Ich gehe gerne arbeiten und freue mich sehr darüber diesen Schritt getan zu haben. Ich war wegen der vielen Marathonreisen und des doch anderen Lauftrainings seltener in den Bergen. Das muss sich wieder ändern. Tatsächlich bin ich mehr als 2.200 Kilometer mit meinen eigenen Füßen gelaufen, soviel wie nie zuvor. Ich weis noch ,2015 gab es mal die Jahres-Challenge 2.015 km zu laufen. Damals empfand ich dieses Ziel als unerreichbar für mich und hatte es deswegen auch nicht ins Visier genommen. Die erreichbaren Ziele verschieben sich, das finde ich toll. Ich habe gemerkt, dass mir das Meer auch wichtig ist und ich ein paar schöne Momente in Irland, auf Sylt und auf Usedom erleben konnte. Wie ihr wisst, bin ich immer auf der Jagd nach den schönsten Sonnenauf und -untergängen und auch davon gab es 2019 ein paar tolle. Im Rückblick 2019 war es mein Marathonjahr. Ich stellte mich meinem großen Angstziel, die Sub 4 auf der Königsdistanz zu schaffen. In den letzten Jahren scheiterte ich immer wieder an dieser magischen Grenze, viel zu viel Druck hatte ich mir bei jedem Versuch gemacht. In Krakau konnte ich endlich performen und fühlte mich großartig. Da ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen. 2019 war das Jahr der Kurzreisen, ich war in so vielen Ländern wie nie zuvor in 12 Monaten. Dafür waren zehn Urlaubsanträge erforderlich. Ich war natürlich meist läuferisch unterwegs, ist auch klar, macht ja am meisten Spaß. Drei internationale Marathons waren dabei: Funchal (Madeira), Krakau und New York. Außerdem war ich in Lappland, Norwegen, Tschechien, Irland, Kroatien, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Niederlande unterwegs. Das Thema Selbstliebe ist nicht immer einfach umzusetzen. Ich glaube, in den Momenten des Erfolges, vergessen wir oft die Hindernisse, die wir uns oft auch selbst in den Weg legen. Diese Glückgefühle bei denen man denkt, gerade ist alles richtig. Innerlich fühlt man sich stark und unglaublich toll. Schön wäre es, diese Momente öfters in den Alltag übertragen zu können. Auch wenn jeder in den Social Medien suggeriert, wie toll und zufrieden man ist, die wenigsten sind es wirklich dauerha ft. Ein 24/7 Glückskind gibt es nicht. Ich bin oft zufrieden, aber auch oft unzufrieden mit mir. Mit sich selbst gut umzugehen, ist gerade in Zeiten der Unzufriedenheit wichtig. Wer sich selbst mag kann viele Dinge im Leben, Beziehungen und Erfolg positiv beeinflussen. Weis jeder, nur die Umsetzung ist nicht immer einfach. Deshalb ein wichtiges Ziel auch für 2020. Der Rückblick 2019 mit den schönsten Erlebnissen Bei einigen Punkten sind weitere Blogbeiträge mit mehr Details verlinkt, zu erkennen durch den Unterstrich. Süsseste Kater aus München Es ist immer wieder schön heimzukommen. Meine Kater Paul und Bernd sind die Liebenswertesten überhaupt und ich bin froh, dass ich sie habe. Sie sind mittlerweile 2 1/2 Jahre und wirken beruhigend auf mich. Ich liebe es mit Ihnen abends auf der Couch zu liegen und Serien zu schauen. Die zwei sind übrigens meine größten Fans und ich konnte sie sogar an der Strecke beim München Marathon "abklatschen". Trainingsplan und erreichte Ziele 2019 habe ich meinen ersten Trainingsplan für einen Marathon durchgezogen. Dabei konnte ich sehr viel über mich, meinen Körper und meinen Willen lernen. Bis auf wenige Punkte kann ich sagen, dass ich dem Plan vollends gerecht geworden bin und meine Ziele erreichen konnte. Das herausforderndste Ziel war 100 km in einer Woche zu laufen. And I did it! Schönste Wanderung Ich bin fasziniert von den Bergen. Die Mischung aus Wanderung und Trailrun auf den Pico Ruivo, dem höchsten Berg auf Madeira, war für mich ein Highlight. Der Weg zum Gipfel ist wunderbar ausgebaut, dennoch ist die Natur wild und der Wind bläst einem ins Gesicht. Diese Gegend mitten im Atlantik hat einfach seinen Reiz, das Wetter ist schnell wechselnd, oft neblig, die Wegpunkte immer wieder anders ausschauend. Durch einen Brand entstand hier unter anderem ein gespenstischer Wald. Die Wanderung lohnt sich auf jeden Fall und hat was von Abenteuer. Erlebnisreichste Reise Wer hätte es gedacht, aber meine schönste Reise ging 2019 nach Lappland, genauer gesagt, nach Rovaniemi. Ich bin begeistert von den endlos langen Sommertagen (Mitternachtssonne), der Natur, den Tieren und den Erlebnissen vor Ort. Mich hat die Reise sehr glücklich gemacht. Außerdem lief ich beim Rovaniemi City Run & Lappland Marathon auf der Halbmarathondistanz auf den 3. Platz meiner Altersklasse, was das Ganze noch getoppt hat. Irgendwie hatte ich dort das Gefühl, ganz weit weg vom Alltag zu sein und werde irgendwann wieder hinreisen. Tollste Laufcommunity 2019 war das zweite volle Jahr mit der Runfurther Laufgruppe. Wir treffen uns jeden Dienstag zu einer 10 km Runde. Mittlerweile ist auch der Parkrun im Westpark jeden Samstag ein fester Bestandteil unserer wöchentlichen Läufe geworden. Ich habe übrigens an 19 Parkruns bisher teilgenommen und mir gefällt die Organisation sehr. Mit einigen meiner Lauffreunde stand ich bei internationalen Wettkämpfen am Start und so macht doch das Reisen noch mehr Spaß. Allein laufe ich selten. Rückblick 2019 - Meine sportlichen Erlebnisse Vor allem sportlich gesehen lief es im Rückblick 2019 schon fast zu gut. Ich konnte auf der Marathondistanz und auf 10 km persönliche Bestzeiten laufen. Bin mit 2.200 km soviele Kilometer wie nie gelaufen und dazu kommen reichliche Fahrradkilometer. Eine Monatskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel habe ich schon lange nicht mehr. Meinen Alltag bestreite ich möglichst zu Fuss oder mit dem Fahrrad. Nachdem ich mein Auto in diesem Jahr kaum bewegt hatte, habe ich es im Oktober verkauft, auch wenn mir das sehr schwer fiel. Für mich ist es ein gutes Gefühl nicht abhängig von irgendwelchen Fahrplänen zu sein, wobei mein doch sehr naher Arbeitsplatz dies auch begünstigt. Mein Fokus ist irgendwie mehr und mehr Richtung Straßenläufe gegangen, Berge habe ich weniger gesehen und wenn dann, meist wandernd zum Sonnenaufgang. Meine Sonnenaufgangstouren gingen z.B. auf die Rotwand, den Laubenstein, den Wallberg, die Brecherspitz oder den Seebergkopf. Die läuferischen Erlebnisse waren zahlreich und ich möchte ein paar in Erinnerung rufen, da empfehlenswert: Funchal Marathon im Januar - 3. AK Platzierung - 04:06:01 Stunden Venloop Lauf - 10 km mit 50:11 Minuten und als Belohnung die besten Pommes der Welt Krakau Marathon im April - Persönliche Bestzeit mit 03.53:22 Stunden Sixtus Schliersee Lauf - Halbmarathon mit einigen Höhenmetern, rund um den Schliersee und zusammen mit der Runfurther Crew Luxemburg Halbmarathon - Halbmarathon am Abend mit einer Zeit von 02:00:01 Stunden. Viking Challenge in Norwegen - 13 sehr steile Kilometer auf den Gaustatoppen Engadin Ultraks - wunderschöner Traillauf in der Schweiz mit 30 km / 1.700 HM Rovaniemi City Run & Lappland Marathon - 3. AK Platzierung mit 01:46:50 Stunden auf der Halbmarathondistanz Karwendelmarsch - Ultralauf von 52 km / 2.200 HM in 07:26:27 (20. AK) Usti nad Labem Halbmarathon - schöner Halbmarathon mit schöner Medaille New York Marathon - Schönste Sightseeing Runde durch New York (04:11:09 Stunden) Nikolauslauf - persönliche Bestzeit 10 km - 48:22 Min Rückblick 2019 - Ausblick 2020 Ach spannend wird es sicherlich auch 2020 wieder. Wenn ich den Rückblick 2019 so betrachte, kann es eigentlich gar nicht noch besser werden. Für 2020 habe ich noch nicht wirklich viele Ziele gesteckt. Läuferisch will ich aber an der neuen Superhalfs Serie teilnehmen - fünf der größten Halbmarathon-Events von Europa - in Lissabon, Prag, Kopenhagen, Cardiff und Valencia. Es ist übrigens die erste Ausgabe der Superhalfs. Die Strecken sind gut geeignet für Bestzeiten. Um sich als "SuperRunner" zu bezeichnen hat man drei Jahre Zeit die fünf Läufe zu absolvieren, ich will es in einem Jahr schaffen. Ein weiterer Marathon darf sicherlich auch wieder dabei sein, aber hier fehlt mir noch das Ziel, da ich aktuell den Zeitrahmen nicht abstecken möchte. Was ich allerdings weis, ich will noch ganz viele Sonnenaufgänge in den Bergen erleben. Das Gefühl, den Tag in den Bergen zu beginnen ist unbeschreiblich schön und gibt mir Energie für meinen doch sehr stressigen Alltag. Herzlich Willkommen in 2020, ich freu mich auf alles was kommt, bin gespannt, wohin meine Füsse mich im neuen Jahr tragen. Wie erging es dir 2019 ? Hast du dir etwas bestimmtes für das neue Jahr vorgenommen? Hier findest du meine Jahresrückblicke aus den letzten Jahren: 1. Rückblick 2018 2. Rückblick 2017 3. Rückblick 2016














