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- Fürstliche Momente in Liechtenstein, ein Outdoor-Paradies
Liechtenstein, das kleine unbekannte Land hat Spaß gemacht. Meine Highlights. Hoi (das liechtensteinische hallo) und alle sind in Liechtenstein sofort per du, dass fällt mir gleich auf. Das Land nimmt uns mit seiner Gastfreundschaft und Sympathie direkt in den Bann. Man fühlt sich wohl. Liechtenstein ist eine Naturoase, eines der kleinsten Länder der Welt und inmitten der Alpen. Es ist irre, wieviel man an einem verlängerten Wochenende hier erleben kann. Ich nehme euch mit auf meine schönsten Erlebnisse, 48 Stunden pure Action. Und inmitten von Bergen, allein das spricht für einen Besuch. Die offizielle Währung ist der Schweizer Franke, aber wer es versäumt, sich Geld zu besorgen, kann leicht auch alles in EURO zahlen, verhungern muss niemand. Die Anfahrt ab München ist zügig, knappe drei Stunden später, gelangt man über Österreich nach Triesen, unserem Übernachtungsort. Der Liechtenstein Erlebnispass Mit dem Erlebnispass kann man einige Attraktionen frei oder günstiger erleben. Für uns waren die Fahrten mit der Bergbahn sowie die öffentlichen Busfahrten dadurch inklusive. Wir übernachten in einer Ferienwohnung auf dem Campingplatz Mittagsspitze, sehr sympathisch und sauber. Ein idealer Ausgangspunkt für unsere Aktivitäten, gut an die öffentlichen Verkehre angebunden und auch per Auto leicht zu finden. Eigentlich weiß ich nicht viel über Liechtenstein, außer dass ich letztes Jahr den höchsten Berg, die Vordere Grauspitze bestiegen hatte und dass es sich um ein Fürstentum handelt. Und als ich daheim erzählte, dass ich ein verlängertes Wochenende dort verbringen wollte, fragte man mich wieso dort? Ja wieso eigentlich? Für mich war das kleine Land noch nie auf meiner Reise-Bucketlist gestanden und ja wieso eigentlich? Deshalb fuhr ich hin, war ja auch nicht so weit und ließ mich überraschen. Direkt nach der Ankunft und Vorstellung unserer kleinen Reisegruppe ging es auch schon los ins Abenteuer und zwar mit dem Bike in die Natur. E-Biken zum Triesenberg Mit eingebauten Motor ging es einen anstrengenden Weg hinauf zum Triesenberg, für uns in diesem Fall etwas gemütlicher. Aber nichtsdestotrotz die Fahrt auf einem E-Bike bedeutet auch treten und ist Fitnesstraining zugleich. Insgesamt wurden es 1000 Höhenmeter im angenehmen Pulsbereich. Das bergauf wird enorm erleichtert durch den Motor, außer dir fällt kurz der Motor aus, dann wird es schnell zu einer anstrengenden Angelegenheit. Kann ich bestätigen. Bergab ging es dagegen rasant und mit etwas Adrenalin. Ausgangspunkt unserer Ausfahrt der Campingplatz Mittagsspitze, zum Triesenberg, über die alte Landstraße, durch den Röfiwald, den alten Tunnel mit Blick auf Steg, dann kurzer Stopp für einen Cappuchino und eine Apfelschorle am Berggasthaus Sücka. Zurück geht es fast den gleichen Weg. Die Strecke betrug ca. 25 km und unterwegs waren wir 3,5 Stunden. Die E-Bikes kann man bei BikeGarage mieten, das Guiding war top. Fürstin-Gina-Weg Mit vielen vielen Kilometern Wanderwegen ist Liechtenstein ein idealer Ort für die Wanderer. Die Seele baumeln lassen, Natur genießen. Für uns ging es am zweiten Tag nach dem Aufstehen direkt nach Malbun, von wo wir mit der Bergbahn zur Sareis Hütte hinauffuhren. Fahrt ist im Erlebnispass inkludiert, für die sportlichen gibt es natürlich auch einen Wanderweg hinauf (ca 400 HM). Oben bei ca 2000 Meter angekommen, konnten wir die erste Aussicht am Morgen genießen, ich sage euch, wieso habe ich die Berge nicht schon viel früher für mich entdeckt. Die Weiten, welche man bestaunen kann, die Bergmassive, dass satte Grün und die klare Luft. Ich bin so dankbar den Weg nach München gefunden zu haben und jetzt so nah an den Bergen zu wohnen. Da kommt kein Meer für mich ran, wirklich Ruhe finde ich nur dort. Unser erster Weg führt uns dann in das Bergrestaurant Sareis, wir alle hatten noch nichts gefrühstückt. Das Frühstück war sehr lecker und gestärkt konnten wir in den Wandertag starten. Am bequemen Gratweg entlang führt uns der Fürstin-Gina-Weg zum Augstenberg (2359 m). Viele Wanderer sind nicht unterwegs, dafür erhalten wir eine spektakuläre Aussicht und blumenreiche Wiesen. Der Weg ist sehr gut begehbar und nie schwierig, was uns entgegenkommt, wir sind ja auch ständig beim Fotografieren oder damit beschäftigt Videos zu drehen. Vom Augstenberg laufen wir zur Pfälzerhütte, erblicken unterwegs neugierige Murmeltiere und einen Steinbock (leider zu weit weg für Fotos). Die Begehung ist kurzweilig und der Hüttenaufenthalt ein leckerer Zwischenstopp, bevor es für uns dann zurück nach Malbun geht. Besuch in einer Falknerei Wir konnten hautnah einen Adler erleben in der Falknerei Galina, Malbun. Ein besonderes Highlight ein so schweres Tier mal auf den Armen zu halten und viel über das Leben dieser Tiere zu erfahren. Es ist kein leichtes, das kann ich euch sagen und ein Murmeltier will man dann auch nicht mehr sein, wenn ein Adler ein Auge darauf geworfen hat. Das Fliegen was wir alle so traumhaft empfinden, ist für einen Adler absoluter Überlebenskampf. Wie der Falkner auch ständig wiederholte: "Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein..." leider gilt dies nicht für die Greifvögel. Als Tipp: Es besteht sogar die Möglichkeit hier in der Falknerei Galina an einer Adler-Erlebnis Wanderung teilzunehmen und den Falkner im Zusammenspiel mit seinem Adler in freier Natur zu erleben. Fürstensteig Und wieder beginnen wir den Tag frühmorgens. Auf dem Plan steht die Wanderung über den bekannten Fürstensteig und zum Gipfel des Alpspitz (1943 m). Von hier aus erfolgt auch die Wanderung zu den imposanten Drei Schwestern, steht nun auf meiner To Do Liste für irgendwann. Die Rundwanderung ist ein Erlebnis der besonderen Art, der Fürstensteig mit ausgesetzten, aber immer gesicherten Passagen, dann der Aufstieg zu Alpspitz, wobei mir persönlich der Gipfel ein wenig zu voll war und der Abstieg über grüne blumenreiche Almwiesen. Die Wanderung ist gut an einem halben Tag zu machen und daher für einen Abreisetag ideal. Gleitschirm fliegen, Vaduz liegt mir zu Füßen Der Sprung in die Lüfte erfordert eine ziemliche Portion Überwindung. Und mein ständiger Gedanke: "Kann mich mein Pilot eigentlich umrennen"? Und los geht’s, ich hänge an Schnüren und soll rennen, ein paar Meter nur und dann sind wir auch schon in der Luft. So schnell wie es mein Pilot ausgesprochen hatte, so schnell war der für mich schwierige Teil eines Gleitschirmfluges auch schon vorbei und das sogar reibungslos. Wäre auch blöd, wenn ich als Läufer noch einen Sturz über die Wiese hingelegt hätte, oder? Anfänglich in der Luft hatte ich ein nicht so gutes Gefühl, legte sich allerdings nach ein paar Sekunden oder auch einer Minute erst. Die faszinierende Aussicht über Vaduz nahm mich in den Bann und alles andere war dann auch vergessen. Die Flugbedingungen waren extrem ruhig, an diesem Tag, allerdings nicht optimal, viel Auftrieb war leider nicht gegeben. Nach ca. 25 Minuten war der Spaß auch schon wieder vorbei. Ein unbezahlbares Erlebnis, einmal bequem hinsetzen und Panorama genießen, alles ganz leicht, findet ihr nicht? Ein Wiedersehen garantiert Liechtenstein ist zwar klein, aber es kann alles andere, außer langweilig sein. Mit etwa 400 Wanderkilometer ist es ein Wanderparadies, die Berge und der Rhein betten sich wunderschön in die Landschaft ein. Die Nähe zu Österreich und der Schweiz sind reizend und man ist gefühlt nicht mit dem Massentourismus unterwegs. Für die aktiven Menschen ist viel geboten, wie man im Bericht lesen kann und noch viel mehr. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Liechtenstein Marketing, die uns ihr Land auf wunderbarste Weise nähergebracht haben, auch kulinarisch 1 A. Vielen Dank, lieber Martin, liebe Nicole, liebe Renate, ihr seids cool. Weiteren Dank an meine Bloggerkolleginnen, Julia, Doris und Paulina, ohne euch hätte es nur halb so viel Spaß gemacht. So stelle ich mir einen angenehmen und coolen Girls Trip vor, mit Spaß und Sport und kein bisschen Schickimicki Gehabe. Und auch Dank an Gerald für seine Geduld mit uns und dass er ständig unseren persönlichen Fotografen hervorragend gemimt hat. Eingeladen wurde ich von Liechtenstein Tourismus, über ein Wochenende lang die Aktivitäten vor Ort zu erkunden und darüber zu berichten. Trotz der Einladung ist meine Meinung nicht zu kaufen, alles was hier steht, ist meine eigene Überzeugung.
- Magic City - die lebendige Kunst der Straße
Hurra Hurra die Magic City ist in München angekommen. Wer nicht weis, um was es geht, den nehme ich gern mit auf unsere Tour durch diese kleine und inspirierende Kunststadt. Natürlich auch alle anderen, denn mir hat die Magic City sehr gut gefallen. Magic City ist eine Kunstausstellung, seit dem 13. April und bis einschließlich 03. September 2017 kann man diese in der kleinen Olympiahalle bestaunen. Bereits in Dresden feierte die Ausstellung Weltpremiere. Durch Zufall hatte ich vor ein paar Wochen über Magic City in der Zeitung gelesen und mir gleich eine Erinnerung ins Handy geschrieben, so sehr interessierte es mich. Streetart mag ich, viel Farbe, vielfältig und kritisch. Wir nutzten den Karfreitag, den zweiten Ausstellungstag für einen Besuch. Magic City zeigt internationale Streetart Kunst Der Name läßt schon einiges erwarten, eine magische Stadt. 66 internationale Künstler haben eine Stadt erschaffen, Street Art deluxe sozusagen. Überdimensionale Wandgemälde, erstaunliche 3D Kreationen und beeindruckende Kunstwerke konnten wir erleben und einiges über Street Art erfahren. Und mittendrin wir Besucher oder auch die Menschen, die es zum Leben erwachen. Am Eingang erhält man einen Multimediaguide und kann damit nach Zahlen nummeriert zu jeder Station die Informationen über den / die Künstler / die Künstlerin und das Ausstellungsstück aufrufen. Zu Beginn kann man auf einer riesigen Leinwand ein wenig über die Graffiti Bewegung erfahren, bevor es dann direkt in den Ausstellungsbereich übergeht. Namhafte Künstler haben es geschafft eine urbane Stadt zu erschaffen, welche einen auch ohne viel Kunstverständnis auf eine Reise mitnimmt und Spaß macht. Immer wieder kann man Kleinigkeiten entdecken und Spannendes darüber erfahren. Verzaubert, verspielt, modern und teilweise auch sehr hart begegnete mir diese Stadt. Ein paar Impressionen wie folgt: Weitere Informationen zur Ausstellung Man sollte mindestens 1,5 Stunden einplanen, um ohne Hetzen die Kunst auf sich wirken lassen zu können. Ich finde für jeden ist etwas dabei, langweilig wird es nicht. Vor allem die 3D-Bilder laden dazu ein, Fotos zu machen. Allerdings kann es sehr schnell recht voll sein. Ich empfehle nicht die Kernzeiten für einen Besuch zu wählen, da man sonst oft nicht wirklich an die Werke und Kunstobjekte ran kommt. Es läuft dann immer jemand durchs Bild, den man ja nicht unbedingt drauf haben will. Wir waren am Feiertag von 14-16 Uhr vor Ort und es wurde uns mit der Zeit einfach zu voll. Generell sind die Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag und Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr, Samstag bis 22 Uhr, Montag geschlossen, außer an Feiertagen / Ferienzeit. Der Eintritt ist nicht ganz günstig und ich muss zugeben, dafür hätte ich einfach einen größeren Umfang der Ausstellung erwartet. Lediglich 2.500 m³ groß. Erwachsene zahlen EUR 14,90 / Familien EUR 34,90 und es gibt einige ermäßigte Tickets (Gruppen / Kinder / Rentner etc.). Es gibt die Möglichkeit die Künstler auch persönlich zu treffen oder an regelmäßig stattfindenden Workshops und Führungen teilzunehmen, dies wiederum ist im Eintrittspreis inkludiert.
- Mein Rückblick 2020 - herausfordernd und doch sonnig
Wir schreiben das Corona Jahr Schreib mal einen Jahresrückblick ohne dieses unangenehme Virus mit C zu erwähnen, das uns und mich täglich das ganze Jahr 2020 über begleitet hat. Ob das klappt, werden wir am Ende sehen. Die letzten Monate bzw. das ganze Jahr war für die meisten, wenn nicht für uns alle, herausfordernder denn je. Lebenseinstellungen, Lebensumstände und Beziehungen haben sich 2020 doch sehr verändert. Für mich persönlich auf jeden Fall. Es ist Ende Dezember und Zeit für meinen Jahres Rückblick 2020 . Wer hätte am 01. Januar 2020 vermutet was kommt? Sicher niemand. Es war ein sehr emotionales Jahr, mal wieder mit vielen Höhen und Tiefen und bei mir auch hin und wieder mit Tränen angereichert. Wieder so ein verrücktes Jahr. Ich freu mich, wenn du mich hier auf meiner Reise durch die letzten 12 Monate begleitest. Legen wir mit dem Jahres Rückblick 2020 los. Ich hoffe ihr seid bereit und ich hoffe ihr selbst lasst eure letzten 12 Monate auch Revue passieren? Ich bin sicher, es sind einige schöne Momente dabei. Diese Jahresrückblicke schreibe ich übrigens auch für mich selbst. Es ist schön nachlesen zu können, wie die einzelnen Jahre auf mich wirkten und dann schwelge ich gern in Erinnerungen. Alles in einem Blogbeitrag zusammengefasst, ohne ein klassisches Tagebuch führen zu müssen. Die letzten Jahre kannst du hier nachlesen: 2016, 2017, 2018 & 2019 Das war Cindy 2020 Wo fangen wir an? Zu Beginn das Jahres war ich hoch motiviert, nur gesundheitlich ging es mir überhaupt nicht gut. Mein Körper wollte nicht was ich wollte. Ich hatte zusätzlich einige Zahnbehandlungen durchzustehen und startete sehr sport- und laufarm in das Jahr 2020. Es war eine komische Zeit, weil ich nicht sofort verstand, was mit mir nicht stimmte. Nachdem dann irgendwann die Diagnose des Eisenmangels erkannt wurde, wusste ich wo ich ansetzen musste und es ging relativ schnell aufwärts. Was dann kam, weiß auch jeder, die darauf folgenden Monate waren eine noch komischere Zeit. Für mich waren die Frühjahrsmonate gespickt mit sehr vielen Early Bird Läufen und Sonnenaufgängen. Der Olympiaberg war mein neues morgendliches Ziel und ich genoss die Morgenstimmung regelmäßig dort. Der beginnende Frühling brachte sehr viele schöne Tage mit sich und ich konnte mir so schöne Glücksmomente verschaffen. Kurz vor dem ersten Lockdown ging es im März noch in die Sächsische Schweiz, ein kleiner, aber wichtiger Ausflug, wer hätte gedacht was danach passieren würde. 2020 - Viel gegangen und Neues probiert Es folgten einige ereignislose Wochen. Meine Laufgruppe musste pausieren. Wir Läufer liefen aber weiter und so erkundete ich neue Strecken in München. Ein neuer Lieblingsort zum Laufen wurde der Nymphenburger Schlosspark. Hier bin ich meinen ersten virtuellen Halbmarathon gelaufen und es war einfach nur ein schöner Lauf. Die Stimmung ist vor allem morgens toll, wenig Leute unterwegs und ich hatte jedes Mal Glück und konnte Rehe sichten. Eine weitere tolle Strecke führt zum Feringasee, diese habe ich auch auf den Blog gestellt. Sie eignet sich perfekt für lange Läufe und für alle, die in München starten. 2020 war das Jahr mit den wenigsten Wettkämpfen und gelaufenen Kilometern der letzten Jahre. Ich konnte Wettkampfluft lediglich beim ISPO Nightrun, beim Sixtus Schliersee Lauf und beim Halbmarathon in Usti Nad Labem schnuppern. Im Dezember erreichte ich gerade so die 1.500 km Marke, ca. 700 km weniger als 2019, aber na ja, so spielt das Leben. Allerdings konnte ich meine täglichen Schritte erhöhen. Ich spaziere mittlerweile sehr gern und erledige sowieso alles zu Fuß. Meine jährliche Schritte Anzahl lag 2020 bei 5.111.276 Schritten, was ca. knappen 4.000 km entspricht (inkl Laufkilometer). Die Wettkämpfe fehlen mir sehr, ja das ist Jammern auf hohem Niveau. Mir fehlt vor allem die Nähe zu Freunden und anderen Menschen. Es gibt nichts schöneres als Momente gemeinsam zu erleben. 2020 war das Jahr in dem ich viel allein erleben musste oder nur mit ein paar wenigen Freunden, wegen der Kontaktbeschränkungen, unterwegs war. 2020 war im Übrigen ein Jahr in dem ich einiges Neues ausprobiert habe. Im Juni habe ich angefangen eine Tanzschule zu besuchen, ich habe mich auf Tiktok angemeldet, war das erste Mal in meinem Leben segeln, bin mit dem SUP Board gen Sonnenaufgang gepaddelt und habe das Eisbaden für mich entdeckt. Außerdem stand ein weiterer Umzug an, bin aber meinem Lieblingsviertel, der Maxvorstadt in München, treu geblieben. Der Rückblick 2020 mit den schönsten Momenten Frühjahrstrip Sächsische Schweiz Wie kurz schon erwähnt, mein Kurztrip in die Sächsische Schweiz hat mich fasziniert. Ich musste wieder feststellen, wie schön Deutschland ist und die Sächsische Schweiz ist perfekt für Sonnenaufgangsjäger. Das Elbsandsteingebirge zeigt sich wunderbar im warmen Licht, wenn die Sonne auf geht, oder auch unter geht. Hier gibt es ideale Orte, die schnell erreicht werden können und Frühaufsteher einfach nur glücklich macht. Reise in die Vergangenheit und Gegenwart Nach 22 Jahren besuchte ich meine Heimatstadt Jena wieder und lernte diese aus der Perspektive eines Läufers neu kennen. Sowieso hat sich Jena sehr verändert, vieles erkenne ich nicht wieder, die Kaufhalle, mein Kindergarten sind weg, meine Schule ist komplett runderneuert und nicht wieder zu erkennen. Das Stadtbild ist modern und dennoch entdeckte ich Orte, die mich an meine Vergangenheit sowie Kindheit erinnerten. Mein Geburtstag 2020 Der 20. Juni war ein sehr regenreicher Tag und dennoch wünschte ich mir eine Sonnenaufgangswanderung . Es war ein schöner Tag und es bedeutete mir viel, dass meine besten Freunde mich bei den außerordentlich schlechten Wetterbedingungen trotzdem begleiteten und im Regen Sektfrühstück in den Bergen genossen. Es ging auf den Jägerkamp, diesen Berg kann ich für Sonnenaufgänge sehr empfehlen und sollte auf eure To-Do Liste. Segelurlaub in Sardinien Neue Dinge probieren war die Devise und deshalb buchte ich mit einer Freundin im Sommer spontan einen Segeltrip in Sardinien. Es stellte sich heraus, dass es der ideale Zeitpunkt war, denn das Segelrevier war so leer wie nie und aufgrund der geringen Bucherquote hatten wir ein Schiff plus Skipper für uns allein. Diese Reise war herrlich, abenteuerlich, mit vielen Sonnenauf- und untergängen gespickt, leckeren Wein und den einen oder anderen Kilometer konnte ich auch laufen. Ich war selten so entspannt, wie während und kurz nach diesem Urlaub. Ein kleiner Roadtrip - Slowenien Slowenien bietet die perfekten Orte für spektakuläre Landschaften, das Meer, tolle Städte und die kristallklarsten Flüsse, die man je gesehen hat. Eine Woche verschlug es mich Ende August in dieses kleine wunderbare Land. Ein sehr abwechslungsreicher Abenteuertrip. Ein kleiner Roadtrip – Griechenland Eine letzte Reise führte mich im Oktober nach Griechenland. Es war eine gute und sehr spontane Idee vor einem erneuten Lockdown. Ich besuchte zwei Orte, die schon sehr lange auf meiner Reise-Wunschliste standen, Meteora und das Olymp-Gebirge. Für mich war Griechenland erst auf dem zweiten Blick (Besuch) wunderschön und ich konnte die Vielfältigkeit des Landes doch sehr genießen. Schönste Wanderungen Ich kann mich leider nicht entscheiden, welche Wanderung schöner war, deswegen erwähne ich hier zwei Touren. Die erste führte mich während meines Sardinien Urlaubes auf den höchsten Berg der Insel, dem Punta La Marmora. Eine schöne Tour durch karges Gelände. Wir waren allein unterwegs. Wegen der Einschränkungen konnten wir vor Ort keine geeignete Unterkunft bekommen und mussten spontan im Auto übernachten. Deshalb wurde es auch eine Sonnenaufgangstour, die mir sehr gefiel. Diese Wanderung mit Details wird in den kommenden Wochen noch auf dem Blog veröffentlicht. Die zweite Wanderung führte mich ins Olymp Gebirge, das höchste Gebirge Griechenlands. Leider erreichten wir aufgrund des Wetters nicht den höchsten Gipfel, den Mytikas, sondern nur den Skala, der ca. 50 Meter niedriger ist. Eine aufregende Tour, durch alle Temperaturphasen, die jeder mal gemacht haben sollte. Zauberhaftester Ort 2020 Das war definitiv der Besuch der Meteora Klöster in Griechenland (Thessalien). Die spektakulären Bauwerke sind UNESCO Weltkulturerbe und diese muss man gesehen haben, weil einfach zauberhaft. Die Klöster wurden vor Jahrhunderten errichtet und bringen einen wirklich zum Staunen. Den Zauber dieses Ortes fühlt man vor allem morgens, wenn man allein die Kulisse in sich aufsaugen kann. Mein kleiner Roadtrip durch Griechenland war toll und wird auch noch als Blogbeitrag nachgereicht. Wie ich die Welt anders wahrnehme Vor allem die Natur und die Sonnenaufgänge nahm ich in diesem Jahr irgendwie anders wahr, viel intensiver, wundervoller. Sie waren meine kleinen Glücksmomente im Alltag. Die Sehnsucht zu reisen ist für mich sehr groß und meine Wertschätzung für das Reisen hat sich vervielfacht. Ferne und neue Länder zu entdecken ist irgendwie aktuell nicht real, aber ist und bleibt ein Bedürfnis. Meine innere Balance ist im Jahres Rückblick 2020 sehr aus dem Gleichgewicht geraten. Oft habe ich mich unruhig gefühlt und die Welt weniger positiv empfunden. Die Kommunikation zu anderen Menschen war häufig missverständlich und hat sich spürbar verändert. Ich dachte übrigens 2020 wird mein Jahr, hatte Träume, hatte ganz viel Motivation und ich wollte einiges erreichen. Doch es wurde ein ganz anderes Jahr. Ich lernte zu schätzen, wie sehr mir Nähe wichtig ist. Mir persönlich fehlt diese Nähe, der Kontakt zu Menschen und die Möglichkeit einfach zu machen, was ich will. Ich freu mich auf die Zeit, wenn Umarmungen wieder normal sind und dann werde ich jeden meiner Freunde ganz fest in die Arme nehmen. Die Normalität, so wie wir sie aus den Jahren vor 2020 kennen, glaub ich, kommt nicht mehr zurück. Wir werden lernen müssen mit den Folgen der Pandemie umzugehen und bin sehr gespannt was 2021 bringen wird. Rückblick 2020 - Ausblick auf das Jahr 2021 Das Jahr 2020 blieb hinter meinen Erwartungen zurück und es blieben viele Ziele und Wünsche wegen der Einschränkungen unerfüllt. Dennoch empfand ich viele Tage sehr dankbar und habe gemerkt, dass einige Freunde einen wichtigen Teil in meinem Leben darstellen. Meine Urlaube, es waren im Jahres Rückblick 2020 gesehen, auch nicht wenige, waren intensiv und eine Rückzugmöglichkeit. Glück ist übrigens eine Frage der Einstellung, weniger ärgern über belanglose Dinge, weniger Bedeutung Unwichtigem zu schenken, das sind meine persönlichen Ziele für kommendes Jahr. Damit schaffe ich hoffentlich wieder meinen Fokus auf mich und meine Wünsche zu lenken und die Sicht auf manche Dinge zu ändern. Ich möchte auch wieder mehr Leichtigkeit in mein Leben bringen und lernen das eine oder andere loszulassen. Für 2021 wünsche ich mir ganz einfach etwas Normalität und die gewohnte Lebensfreiheit zurück. Ziele und Erwartungen schraube ich etwas zurück und schauen wir mal was passiert. Gespannt bin ich auf jeden Fall. Wie erging es dir im Jahres Rückblick 2020 und hast du dir etwas für 2021 vorgenommen? Freu mich auf deine Eindrücke.
- Südtirol – Auszeit und einmal tief durchatmen
Südtirol ist immer eine Reise wert Besonders Anfang November ist Südtirol perfekt, wie sich für uns herausstellte. Wir hatten ein paar Tage im Eisacktal (vom 01. bis 06.11.2016), genau gesagt in Feldthurns im Hotel Taubers Unterwirt verbracht. Ein guter Ausgangspunkt, um tolle Aktivitäten in der Umgebung zu machen oder aber auch nur zur Entspannung. Nicht zu vergessen die südtiroler Küche, welche immer ganz besondere Spezialitäten zu bieten hat. Südtirol zur Kastanienzeit Das Hotel Unterwirt wird als Kastanienhotel geführt und glücklicherweise waren wir genau zur Kastanienzeit vor Ort. Ich liebe die kleinen Köstlichkeiten und konnte im Urlaub viele Produktvariationen kennenlernen. Kastanien können interessanterweise zu vieles verarbeitet werden u.a. zu Kastanien-Saft, Kastanien-Zopf, Kastanien-Aufstrich und vieles mehr. Ganz besonders angetan hatte es mir das Kastanien-Bier. Ein dunkles, etwas süßliches Bier. Südtirol im Herbst oder auch Keschtniglwochen in Feldthurns Die Keschtniglwochen, wie die Kastanienwochen in Feldthurns, Südtirol genannt werden fanden vom 15.10. und 06.11.2016 statt und wiederholten sich bereits zum 20. Mal. In dieser Zeit bieten die lokalen Bauern regionale Köstlichkeiten sowie hofeigene Produkte rund um die Kastanie an. Auf eine Insel fliegen oder flexibel mit dem Auto wegfahren? Aber nun erst Mal zurück zum tief durchatmen und abschalten. Wir hatten uns schwer getan, zu entscheiden, wo wir unseren Herbsturlaub verbringen wollten. Es standen die Kanarischen Inseln oder Madeira auf der Wunschliste, aber irgendwie war alles so „unentspannend“. Entweder passten die Flugzeiten nicht oder es gab keine Direktflüge. Wir hatten nur fixe sechs Tage zur Verfügung und waren völlig unflexibel. Nun was tun? Wir wollten möglichst alles aus unserer Auszeit rausholen und trotzdem entspannen. Spontan entschieden wir uns für Südtirol, ab München mit dem Auto nur ein paar Stunden entfernt und flexibel in Bezug auf die Anreisezeiten. So reisten wir am ersten Tag stressfrei an und machten erst mal gar nichts, außer in der Sauna zu verweilen und zu Abend zu essen. Wir nahmen die ¾ Pension in Anspruch. Das Abendessen umfasste ein 4-Gänge Menü. Ausflüge Bozen –Rittener Seilbahn - Oberbozen Am zweiten Tag wollten wir den schönen Herbsttag genießen und eher zufällig verschlug es uns nach Bozen. Mit der Rittener Seilbahn fuhren wir auf das Sonnenplateau bzw. Oberbozen. Die Aussicht war wegen der herbstlichen Farben ein Traum. Zufällig wanderten wir nach dem angeschriebenen Wegestipp 23 gemütlich bergab, um dort die Erdpyramiden zu besuchen. Die Erdpyramiden sind Erosionsphänomene und der Spaziergang dorthin führte durch einen zauberhaften Waldabschnitt. Insgesamt waren wir 1,5 Stunden unterwegs, bevor wir wieder mit der Seilbahn Richtung Bozen runterfuhren und dort den Rest des Nachmittags verbrachten. Alternativ kann man auch runterlaufen. Dolomiten - die Drei Zinnen Ein Highlightag in den Dolomiten. Nachdem uns ein weiterer sonniger Tag bevorstand, entschieden wir spontan die Drei Zinnen zu umrunden. Wir nahmen die Standard Route von der Auronzo Hütte aus, da nicht viele Touristen unterwegs waren. Die Hütten sind ab Anfang November saisonmäßig geschlossen und während unserer Wanderung hatten wir ca. 0 Grad, also für Pausen sowieso zu kalt. Insgesamt waren wir 2,5 Stunden unterwegs. Zur Info: Die Fahrt zur Auronzo Hütte ist mautpflichtig auf den letzten 5 Kilometern (2016: EUR 25,-), alternativ kann man ab Misurina mit dem Linienbus hochfahren oder auch laufen. Meran – mediterranes Flair Tag 4 - Ein Spaziergang durch eine "Wohlfühl" Stadt, welche geprägt ist: durch schöne Parks, Gärten und Promenaden. Durch das milde Klima gibt es hier Palmen. Wir schlenderten durch das Zentrum und liessen uns einfach treiben. Niglmarkt in Feldthurns Tag 5 - Der Niglmarkt leitet den Abschluß der Keschtniglwochen ein. Entlang der Feldthurner Dorfgasse ist ein reges Treiben zu erleben. Zu kaufen gibt es Produkte aus der Gegend sowie handwerkliche Besonderheiten und man kann, wie wir es auch taten warme Kastanien und ein Glas Wein geniessen. Ein netter kleiner Markt zum Schlendern. Leider war das Wetter viel zu kühl und regnerisch während unserem Besuch, sodass wir nur kurz unterwegs waren. Ziemlich schnell war unser Kurzurlaub leider auch wieder vorbei. Definitiv hat Südtirol mein Herz gewonnen und ich werde regelmäßig zurückkehren. Warum auch immer nur in die Ferne schweifen. Rezept: Kastaniensuppe mit Majoran Die Kastaniensuppe hat mir besonders gut geschmeckt. Deshalb hiermit ein einfaches Rezept mit Geschmacksgarantie. Rezept Credit: Hotel Taubers Unterwirt
- Sportlich bleiben in der Corona Krise
Corona Krise - wir laufen trotzdem, oder? Du auch? Viele befinden sich momentan in einer Ausgangsbeschränkung, oder noch schlimmer, in einer Ausgangssperre. In vielen Regionen der Welt wurde wegen des Corona-Virus der Notstand ausgerufen. Die Ereignisse überschlagen sich. Und was passiert ? Es gibt die, die Toilettenpapier horten und die, die einfach weitermachen wie immer. Mich wundert nur, das viele ältere Leute, die zur Risikogruppe zählen, die Situation scheinbar weniger ernst nehmen. Wie wäre es eigentlich für uns alle, uns der Situation entsprechend anzupassen, sich zu besinnen und die Lage ernst zu nehmen ? Und vor allem an unserer Fitness zu arbeiten bzw. fit zu bleiben? OK und ein Glas Wein zu trinken. Corona-Krise und persönliche Ziele Das Schlimmste vor allem für uns Läufer, die diesjährige Wettkampfsaison ist gefühlt schon zu Ende, bevor diese überhaupt begonnen hat. Mein persönliches Ziel, die Superhalfs komplett in 2020 zu laufen, ist nicht mehr möglich. Die Halbmarathonläufe Lissabon und Prag wurden bereits verschoben und sollen nun beide gleichzeitig am 06. September 2020 stattfinden. Das ist schade. Ich finde die Entscheidungen, dass Läufe abgesagt werden, vollkommen nachvollziehbar und auch richtig. Für mich heißt es auch nicht, dass ich nicht weiter trainiere, halt anders und die persönlichen Ziele verschieben sich etwas. Blauer Himmel, Sonne, Lust auf Wandern oder Sonnenaufgänge in den Bergen, klingt verlockend? In dieser besonderen Zeit gibt es aber Gründe, dies einfach mal nicht zu tun. Sogar der der DAV rät davon ab, in die Berge zu fahren. Mir fällt es unheimlich schwer mich gerade an diese Regel zu halten, denn gerade in der Natur tanke ich Energie und Kraft. Ich habe große Bergsehnsucht und versuche die kleinen Abenteuer umso mehr zu genießen und freue mich aktuell schon über die regelmäßigen Sonnenaufgänge auf dem Olympiaberg. Denn das ist erlaubt. . Gedanken zu Corona Mir persönlich macht die aktuelle Phase ein wenig Angst. Wer hat denn schon mal erlebt im Supermarkt vor leeren Regalen zu stehen ? Zahlreiche Videos schwirren durchs Netz, in denen man sieht, wie sich Menschen um Einkäufe schlagen. Ich bin verwirrt, sehr verwirrt. Vor ein paar Wochen habe ich die Situation, wie wahrscheinlich viele andere auch, belächelt. Jetzt sehe ich aber etwas Unbekanntes, etwas Bedrohliches auf mich zurollen und weiß manchmal nicht, wie man am besten mit der Situation umgehen sollte. Dies soll im Übrigen kein Bericht sein, wie schlimm COVID-19 ist, sondern lediglich meinen persönlichen Umgang mit der Situation beschreiben und vielleicht auch den einen oder anderen dazu ermutigen, seine Tage sportlicher zu strukturieren bzw. vielleicht sogar mit dem Laufen anzufangen. Was will ich ? Ich will laufen. Ich selbst bin Ende November 2019 in eine Laufkrise gefallen. War doch 2019 ein tolles Jahr, aber auch ein sehr anstrengendes und kilometerreiches. Hier kannst du es nochmal nachlesen. Ich schlittere nach dem New York Marathon in eine Tiefphase. Der Dezember ist laufarm, ich nehme mir Zeit zum Regenerieren. Nur stellt sich die Erholung irgendwie nicht ein. Morgens komme ich kaum aus dem Bett, sehe blass aus und suche nach Ausreden etwas nicht zu tun. Meine Motivation ist am Boden. Und ich fange an, mir Sorgen zu machen. Also gehe ich zum Arzt und unterziehe mich einer Blutuntersuchung. Die Diagnose: Eisen- und Vitamin D Mangel. Einer der häufigsten Vitaminmängel in unserer Gesellschaft und Grund für meine extreme Lustlosigkeit. Gut ich bin erleichtert. Und nun ein paar Wochen später: Corona (SARS-CoV-2) in aller Munde. Ich mag es gar nicht sagen, aber für mich bereits jetzt das Unwort des Jahres 2020 oder gleich für das ganze Jahrzehnt. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Nachrichten geschaut. Die Welt beschäftigt nur noch dieses eine Thema. Themen wie die australischen Waldbrände, Kriege irgendwie in Vergessenheit geraten und wie weggeblasen. Alles nur noch am Rande behandelt. Positive Nachrichten gibt es gar nicht mehr. Es gibt Gründe zu Laufen Aber wisst ihr was, ich bin seit einigen Wochen zurück im Laufgeschehen. Durch die Erkenntnis der Mangelerscheinungen und Einnahme von entsprechenden Tabletten geht es mir besser. Ich denke mir aktuell, jetzt erst recht! Ich will laufen. Coronavirus hin oder her. Was gibt es besseres als unser Immunsystem gesund zu halten? Wir in Bayern und auch in Deutschland haben wenigstens ein bisschen "Freiheit", denn laufen allein und mit entsprechenden Abstand ist erlaubt und genau das tue ich und vor allem mit sehr viel Motivation. Oft stelle ich fest, wenn ich laufe, lächle ich. Ich mag mich lächeln sehen und ich mag es draußen zu sein. Auch habe ich viele schöne Emotionen in mir, die ich nur durch das Laufen empfinde. Genau in diesen Zeiten denke ich null an eine Corona-Pandemie oder irgendwelche Verbote oder Herausforderungen. Laufen sorgt für meinen Seelenfrieden. Ich befinde mich seit ein paar Wochen nun auch im Homeoffice, glücklicherweise funktioniert das sehr gut. Der positive Aspekt besteht in einer sehr flexiblen Zeiteinteilung, man kann Sport nach persönlichen Gusto einplanen und die Dusche ist jederzeit verfügbar. Die Tage im Homeoffice sind aber auch einsamer geworden, ich habe meinen Tagesablauf etwas verändert. Ich schnüre meine Laufschuhe jetzt meist morgens vor der Arbeit, alles viel stressfreier, denn danach sitze ich sehr gern in "Jogginghose" am Schreibtisch. Generell treibe ich nun Sport nahezu täglich, weil einfach "mehr" Zeit zur Verfügung steht. Corona-Zeit ist eine komische Zeit Wir Läufer sind allerdings ein wundersames Volk, dass muss ich hier auch mal erwähnen bzw. feststellen. Da gibt es die Nachrichten aus China und Frankreich, in denen berichtet wird, wie man einen Marathon um einen Tisch oder auf dem Balkon läuft. Verrückter geht es fast nicht. Wer jetzt regelmäßig seine Laufrunden dreht, wird gewiss auch bemerkt haben, wie viele Menschen auf einmal das Laufen für sich entdeckt haben. Die Anfänger sind sehr gut an der "Baumwoll" Kleidung oder am etwas "unrunden" Laufstil zu erkennen. Ich finde das schön und hoffe das die Menschen auch nach der Krise dabei bleiben. Bekanntlich geben ja ein Großteil schon nach einer kurzen Zeit wieder auf. Wir haben Corona, ein Virus, der die Welt in Atem hält. Ich persönlich nutze die Zeit, um die kleinen Dinge wieder schätzen zu lernen. Es geht uns nämlich sehr gut. Nur zusammen und mit viel virtueller Unterstützung schaffen wir es glücklich zu bleiben in dieser doch "alleineren" Zeit. Wie halte ich mich während der Corona Krise fit? Mein Lauffokus ist aktuell auf Genießer Modus eingestellt. Intervalle brauche ich nicht, aber versuche ruhige Dauerläufe mit gelegentlichen kurzen schnelleren Kilometern zu "versüßen". Eine tolle Möglichkeit Sport zu treiben, die Spaß macht, sind gemeinsame Workouts mit Freunden über die Apps Zoom oder Houseparty. Ich liebe es mit meinen Freunden virtuell connected zu sein. OK manchmal trinken wir auch einfach nur ein Glas Wein zusammen und schnattern was das Zeug hält. Dehnübungen sind "regelmäßiger" Bestandteil meiner sportlichen Aktivitäten geworden und die Blackroll kommt auch wieder des Öfteren zum Einsatz. An diesem Punkt möchte ich auch auf die Wichtigkeit gesunder Füße hinweisen. In meinem Blogbeitrag zum Massagebrett "Pine & Stone" von Full Balance erfährst du mehr zum Thema Fußreflexzonenmassage und wie gesunde Füße unser Wohlbefinden beeinflussen. Schaut auch hier mal rein. Nichts ist aktuell wichtiger als in die eigene Gesundheit zu investieren. Laufen als Ausgleich zum Corona-Stress Ihr müsst nicht trauern, dass Wettkämpfe nicht stattfinden oder verschoben wurden. Denn im Grunde laufen wir ja für uns, der Liebe zum Laufen und der Gesundheit wegen. Mit Freunden können wir immer noch virtuell zusammen sein. Also lasst uns einfach den Blickwinkel etwas ändern und den Fokus auf das Wesentliche richten. Der Frühling steht vor der Tür und wunderschöne sonnige Laufkilometer warten auf uns. Ich würde sagen, raus mit euch! Aber immer schön Abstand halten und im gemäßigtem Tempo. So können wir Stress abbauen, "glücklicher" und ausgeglichener sein und unser Immunsystem stärken. Zusätzlich finde ich ja, dass wir viele neue Wege durch die virtuelle Vernetzung gehen und die Entwicklung finde ich super. Im Mai werde ich beispielsweise mit meiner Laufcrew einen gemeinsamen "Virtuellen" Halb- oder Marathon laufen. Ich bin schon sehr gespannt darauf. Medaillen sind auch schon bestellt. Vergesst bitte nicht, wir alle machen gerade einiges durch und jeder ist von dieser Krise betroffen. Verständnis füreinander aufbringen, hilft Konflikte zu entzerren. Auch sollten wir versuchen unsere Mitmenschen nicht als Feinde "Corona-Träger" zu betrachten, wenn doch mal jemand etwas "knapp" an einem vorbei geht. Unmut und Geschimpfe hilft nämlich niemanden weiter. Noch ein kleiner Hinweis Abschließend möchte ich nochmals darauf hinweisen, weil es wirklich ein wichtiges Thema ist und durch frühzeitige Erkenntnis dir das Leben erleichtert. Wenn dein Körper dir einen Strich durch die Rechnung macht, du dich lust- und energielos fühlst, dann könnte eine Eisen-Mangelerscheinung dahinter stecken. Gerade für Frauen, die viel sportlich unterwegs sind ein Problem. Solltest du über längere Zeit ähnliche Symptome verspüren, lass lieber mal ein Blutbild machen. Denn Eisenmangel braucht kein Mensch. So und ich mache jetzt Sport und du ?
- Der B2Run - mit mehr als 30.000 Läufern in München starten
In diesem Jahr konnte man sich für einen Startplatz des B2Run in München bei der Firma "Christinen" anmelden. Da meine eigene Firma nicht teilnimmt, war das optimal. Und mit etwas Glück ergatterte ich mit ein paar Freunden einen Startplatz. Am 15.07.2014 war es soweit, 30.000 Läufer und ich liefen auf einer Strecke von 6,4 km durch den Olympiapark. Der B2Run in München ist der größte in ganz Deutschland. Insgesamt nahmen ca 1500 Firmen teil. Für die „fitteste“ Firma BMW allein starteten 1300 Läufer. Tolles Wetter beim B2Run Auf dem Weg zum Gelände hatte ich viele Menschen gesehen und auch bekannte getroffen. Teams konnte man recht schnell an den einheitlichen Shirts erkennen, was die Motivation und Zugehörigkeit steigerte. Vor Ort im Olympiapark selbst herrschte allerdings Chaos, man hatte kaum Handynetz und somit war es schwierig sich zusammen zu finden. Recht lange dauerte es, bis ich mein Team / meine Freundinnen entdecken konnte. Des Weiteren konnte man sich nirgends wirklich umziehen oder musste vor den öffentlichen Toiletten lange warten. Wir machten es unkompliziert und zogen uns in einer ruhigen Ecke um. Dann gaben wir unsere Sachen ab und schon ging es Richtung Start. Im Startbereich So viele Menschen… , bis wir endlich über die Startlinie liefen, vergingen sage und schreibe 1 Stunde und 5 Minuten. Aber das Wetter war perfekt und die Gespräche während des Wartens gut. Also nicht allzu schlimm. Zu Beginn lief ich noch langsam, Bestzeiten konnte man bei der Menge von Läufern kaum erwarten. Nach ca 2 km musste ich dennoch Gas geben. Durch Engstellen wurde das Tempo immer wieder abgebremst, teilweise war die Strecke so eng, dass an überholen überhaupt nicht zu denken war. Aber ich hatte trotzdem Spaß und das war letztendlich das wichtigste. Nach 37:39 Minuten erreichte ich dann das Ziel im Oympiastadion. Die Atmosphäre war der richtig gut, die Menschenmenge und der wunderschöne Abendhimmel. Wir holten uns noch ein Bier, aber machten uns reativ schnell auf den Heimweg. Generell würde ich an dem Lauf nicht unbedingt nochmals teilnehmen wollen. Das Gute an der Sache, Leute, welche nicht laufen, werden durch ihre Firmen bzw die Anmeldung eventuell dazu animiert, mehr Sport zu treiben. Auch kann der Lauf dazu beitragen ein Team zu festigen. Aber für mich als Hobbyläufer ist er einfach zu voll.
- Moselsteig im wundervollen Herbst - Genusswandern
Werbung / Pressereise Wandern in Rheinland-Pfalz - der Moselsteig Der Moselsteig, ein Qualitätswanderweg in Rheinland-Pfalz, ist sage und schreibe 365 km lang und verläuft wie der Name schon sagt, an der Mosel. Ich konnte im Rahmen eines Bloggerwander-Wochenendes einen kleinen Teil davon kennenlernen und möchte hier davon berichten. Eines vorneweg die Region bedeutet Genuss, schon der Anblick der vielen Weinberge und Weingüter gibt mir das Gefühl Wein trinken zu wollen, die Seele baumeln zu lassen und alles ein wenig langsamer zu gestalten. Wir, also 19 Blogger und ich, trafen Anfang November, an einem grauen Herbsttag in Löf ein, um für drei Tage die Gegend rund um die Mosel zu erkunden. Fangen wir mit dem Kennenlernen an: Tag 1 Wir nächtigen in Löf, im Hotel Lellmann, dort treffe ich auf die anderen Blogger und es herrscht sofort eine lockere und lässige Stimmung. Kurz nach der Ankunft starten wir auch schon mit dem Programm. Es geht mit der Moseltalbahn von Löf nach Hatzenport zum Winzerhof Gietzen. Nach einem wirklich leckeren Mittag mit Rieslingsuppe und Mosel Tapas gehen wir auf eine kleine Wanderung in die Weinreben. Uns wird ein Weinglas um den Hals gehängt. Wir laufen bei ungemütlichen Herbstwetter los. Unser Wanderführer, Herr Gietzen persönlich, erklärt uns mit viel Liebe zum Detail alles rund um Weinanbau, Wein und die Region. Mit dabei Weinproben vom eigenen Anbau. Wir erfahren viel über Wein und die Terrassen-Kulturlandschaft der Untermosel. Ein schöner erster Tag an der Mosel, welcher mit einem Abendessen im Hotel zu Ende geht. Fakten zum Moselsteig Mit insgesamt 24 Etappen könnte man gute drei Wochen auf einem der abwechslungsreichsten und zugleich längsten Fernwanderwege Deutschlands verbringen. Mit einer Länge zwischen 11 und 24 Kilometer sind die einzelnen Etappen gut machbar und führen von Perl nach Koblenz. Die Einteilung reicht von Halbtages- bis Tageswanderung. Man kann aber auch gut Etappen zusammenlegen und so schneller den gesamten Moselsteig durchlaufen. Durch die sehr gute Anbindung an die öffentlichen Verkehre eignet sich der Moselsteig auch dazu, nur einzelne Etappen zu erkunden. Zu erwarten gibt es jede Menge toller Aussichten auf die Mosel, unzählige Weinberge, malerische und ruhige Orte, schöne Waldabschnitte und knappe 12.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg. Ein Fernwanderweg, der vieles bietet, nur keine Langeweile. Übrigens rund um den Moselsteig gibt es weitere Möglichkeiten die Region zu erleben, die Traumpfade und Traumpfädchen sind weitere angelegte Wanderwege mit Gütesiegel. Wanderungen und Touren können hervorragend über die kostenlose Rheinland-Pfalz App geplant werden. Moselsteig - über den Martberg nach Pommern und Kail Bloggerwandern: Tag 2 Am nächsten Tag starten wir im Nebel, es geht auf Teilen der Etappe 19 von Treis-Karden über den Martberg und Pommern nach Kail. Diese Wanderung hat landschaftlich, geschichtlich und kulinarisch sehr viel zu bieten. Verdursten wird man am Moselsteig sowieso nie, die Anzahl der Weingüter, die hier ansässig sind, ist zahlreich. Der Weg von Treis-Karden führt uns erst mal empor, über wunderschöne und serpentinenartige Pfade, zum Martberg. Die Stimmung dort ist mystisch. Nebel zieht immer dichter auf und der Martberg, auf welchem sich in römischer Zeit Tempelbauten befanden, wirkt dadurch richtig real. Wir erfahren interessantes über die Treverer, einem keltischen Volk und deren religiösem und politischem Zentrum auf dem Martberg. Tschüß Nebel, hallo Sonnenschein Wir verlassen das Arreal und laufen weiter nach Pommern. Endlich zieht auch der hartnäckige Herbstnebel ab und die Sonne zeigt sich im goldenen Gewand. In Pommern erwartet uns ein kulinarisches Highlight, die Weine aus dem Hause Leo Fuchs und Fingerfood vom Onkel Otto. Das Weingut Leo Fuchs ist ein traditionsreicher Betrieb, welcher sehr modern auftritt. Wir kosten zehn unterschiedliche Weine. Ja zehn! Schmecken alle auch hervoragend. Mein Favorit ist der Riesling vom grauen Schiefer. Kulinarisches Wandern gefällt mir sehr, muss ich schon zugeben. Wir wandern weiter, geschuldet dem Wein nur nicht mehr ganz so locker. Unser Weg führt uns nun nach Kail, vorbei an den Weinreben. Und endlich zeigt sich die Mosel auch mit tollen Weitblicken. Die herbstliche Sonne tut gut. Vorbei kommen wir auch an der Pommerner Sonnenuhr, bevor wir die Weinberge verlassen und in ein schattiges Waldstück einbiegen. Es ist nicht mehr weit bis in den kleinen Ort Kail. Dort befindet sich die Brennerei Hubertus Vallendar. Hier erwartet uns viel Wissenswertes zu Brenntechniken und wir tauchen in die Welt der Brände, Geiste und Liköre ein. Hubertus Vallendar selbst führt uns durch die Verkostung seiner Produkte und man merkt direkt wie sehr er sein Handwerk liebt und lebt. Da verwundert es kaum, dass er bereits die Titel "World Class Distillery" und "Distillery of the Year" verliehen bekommen hat. Wir verkosten sechs der edlen Tropfen. Zu jedem Destillat wird die geschmacklich abgestimmte Schokolade gereicht. Ich wusste gar nicht, dass solche Kombinationen, solche Geschmacksexplosionen erzeugen. Ein wirklicher Hochgenuss. Die Schokolade musste anschließend von mir auch gekauft werden. Zum Abschluß Zwiebelkuchen und Federweißer Den Tagesabschluss verbringen wir in Cochem bei Zwiebelkuchen und Federweißer. Ein sehr kulinarischer, herbstlicher schöner Wandertag an der Mosel geht zu Ende und läßt keine Wünsche offen. Am Sonntag, dem letzten Tag unserer Bloggerwanderung in Rheinland-Pfalz wandert eine deutlich kleinere Gruppe noch die Etappe 22 des Moselsteig. Diese Etappe startet in Löf und endet in Kobern-Gondorf. Aber über diese Wanderung berichte ich ein anderes Mal. Fazit zu einem Aufenthalt an der Mosel Die Mosel ist bezaubernd, vor allem die unterschiedlichen Seiten des Herbstes haben die Region wunderbar interessant gemacht. Ich habe die Auszeit genutzt, um leckere Weine zu probieren, gut zu essen , die Natur zu geniessen und auch zu schlafen. Nämlich genau das kann man hier sehr gut. Genusswandern pur. Das Landschaftsbild gerade im Herbst ändert sich immer wieder und bietet Abwechslung. Mir persönlich haben aber vorallem die Ausblicke auf die Mosel und über das Moseltal hinweg sehr viel gegeben. Der Kontrast zu den bayrischen Voralpen und ich fühle mich wie im Urlaub. An dieser Stelle möchte ich mich beim Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH bedanken für die Einladung und die Möglichkeit meiner Recherchereise und die Teilnahme beim Bloggerwandern. Meine Meinung bleibt davon allerdings unberührt und ist meine eigene Überzeugung.
- Achensee Trail Hero - Trailrunning mit Spaßfaktor
Anzeige: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit xpert marketing, München Der Achensee in Tirol ist landschaftlich wunderschön gelegen. Er befindet sich in den Brandenberger Alpen, unweit von München und ist ein interessantes Gebiet für regelmäßiges Trailrunning. Ich lernte die Region bereits im letzten Jahr im Winter kennen und war begeistert. Hier geht es zum Bericht mit tollen Bildern rund um den Ortovox Tourenlehrpfad. Was ist der Achensee Trail Hero ? Am 23.06.2018 fiel der Startschuss des Achensee Trail Hero 2018 und ich möchte hier über meine Erlebnisse berichten. Letztes Jahr hieß die Veranstaltung noch Columbia Hike & Run und richtete sich unter anderem auch an die Zielgruppe der Wanderer. In diesem Jahr lag der Fokus aber klar auf dem Trailrunning. Die Strecken Endlich mal laufen am Achensee. Zur Auswahl beim Achensee Trail Hero standen drei unterschiedliche Distanzen: die Ultradistanz mit 68 km / 4100 Hm, die Mitteldistanz mit 35 km / 2100 Hm und die Kurzdistanz mit 15 km und 700 Hm. Das Veranstaltungsgelände befand sich in Achenkirch an der Mehrzweckhalle. Eine Beschilderung war bei der Anfahrt nicht sofort ersichtlich und so fanden wir unseren Weg lediglich mit Google Maps. Parkplätze waren direkt beim Eventgelände vorhanden. Ich selbst entschied aufgrund meines mangelnden Trainingsstandes auf der kurzen Strecke mit 15 km zu starten. Unterwegs auf der Kurzdistanz des Achensee Trail Hero Der kurze Wettbewerb richtet sich vor allem an die naturbegeisterten Läufer, die erste Erfahrungen im Trailrunning sammeln wollen. Die Strecke bot abwechslungsreiches Terrain, tolle Ausblicke sowie wunderschöne Pfade (Trails), die sich wie gemalt in die Landschaft einbetten. Die Veranstaltung ist noch recht klein und familiär, die Anmeldung ging fix und man konnte vor Ort mit Bekannten noch das eine oder andere Gespräch führen, bevor es los ging. Und da wären wir schon beim Start, dieser war auf 16 Uhr in Achenkirch terminiert. Für mich persönlich waren die Startzeiten etwas zu spät. Ein weiterer Grund, warum ich mich gegen die Mitteldistanz entschied, die um 14 Uhr gestartet wurde. Spaß und Ausblicke, die alle Mühen entlohnten Das Wetter war perfekt, Sonne und noch angenehm kühle Temperaturen versprachen einen tollen Lauf. Wir starteten pünktlich um 16 Uhr und der erste Kilometer führte uns durch Achenkirch. Recht schnell wechselte das Terrain auf Waldwege weiter. Gleich auf den ersten Kilometern mussten wir die 700 HM überwinden. Einige Anstiege hatten es echt in sich und waren ziemlich steil. Ich war begeistert von der Streckenführung und Strecke. Nach Überwindung des anstrengenden ersten Teilstückes, ging das Terrain in gut laufbare Singletrails über. Lauffreude pur. Bevor es zum Downhill übergehen sollte, erreichten wir noch eine Verpflegungsstelle. Supernette Helfer versorgten uns mit Obst, Riegeln, Iso und Wasser. Ich wartete hier gern ein paar Minuten auf meine Laufpartnerin Verena. Der Weg ins Tal verlief hauptsächlich über Forststraßen und war deshalb weniger interessant, aber dafür schnell. Der letzte Kilometer durch Achenkirch verlief auf gleichem Weg ins Ziel wie vom Start weg. Nach 02:09:30 Stunden konnten wir glücklich eine neue Medaille in Empfang nehmen. Leider sollte an diesem Abend die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM gegen Schweden spielen. Somit ging es für uns auch direkt nach Zieleinlauf Richtung München zurück, um zumindest die letzte Halbzeit noch mitfiebern zu können. Das geschah dann auch so, in letzter Minute gewann die deutsche Mannschaft ja zum Glück. Fazit zum Achensee Trail Hero Jetzt darf ich mich Trail Hero nennen. Und du kannst das auch. Ich empfehle diesen Lauf aus einem Grund sehr: Weil die Natur einfach atemberaubend schön ist. Die Trails auf der Kurzdistanz sind perfekt und machen Lust auf mehr, gerade für Trail-Neulinge. Der technische Anspruch ist da, aber niemand wird dauerhaft überfordert. Die etwas familiärere Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Hier handelt es sich "noch" nicht um ein riesiges Laufevent, bei dem man sich über die Füße tritt. Gerade mal 91 Starter und Starterinnen gingen auf der kurzen Distanz ins Rennen. Man kann sich noch Zeit nehmen, kurz vor dem Start schnell die Toilette aufzusuchen oder aber auch das eine oder andere Gespräch zu führen, um dann direkt ein paar Minuten vor dem Start sich erst aufzustellen. Ich fühlte zu keinem Moment Hektik oder große Anspannung. Das war für mich der perfekte Lauftag am Achensee. Nun bin ich auch eine echte Heldin, nämlich ein Trail Hero vom Achensee.
- Hörndlwand mit Rundumsicht, 1684 m
Wir nutzten Fronleichnam um die Wandersaison 2016 zu eröffnen. Wettermäßig war es dieses Jahr ja leider noch nicht wirklich schön bzw lange beständig. Unsere erste Tour sollte eher kurz sein (max 10-12 km) aber dennoch ein wenig anspruchsvoll und die Aussicht sollte sich lohnen. Nach kurzer Recherche entschieden wir uns recht schnell die Hörndlwand in Angriff zu nehmen. Die Tour wurde mit ca. 10 km und 1000 HM angegeben. Anfahrt Die Anfahrt ab München führt über die A8 am Chiemsee vorbei nach Ruhpolding. Man fährt durch Ruhpolding durch weiter Richtung Reit im Winkl, nach einigen Kilometern gelangt man an das Seehaus. Daneben kann man auf dem Wanderparkplatz parken, von wo der Aufstieg zur Hörndlwand auch direkt startet. Man folgt dem Wegweiser bergauf Richtung Branderalm / Hörndlwand. Route Es gibt zwei Möglichkeiten (Steig oder Forststrasse) zur Hörndlwand zu gelangen, wir wählten den etwas anspruchsvolleren Steig, welcher in unserem Falle noch etwas matschig von den vorausgegangenen Regentagen war. Dieser Weg führt stetig über Stock und Stein bergauf, begleitet von Wasserrauschen auf der linken Seite. Es müssen einige kleine Brücken überquert werden, bevor man über einen Treppenaufstieg den Wald verlässt und zum ersten Mal die Hörndlwand erblicken kann. Die Hörndlwand gehört zu den Chiemgauer Alpen und ist ein schroffer Berg der 1684 m in den Himmel ragt. Von hier sieht dieser Berg nicht so aus, als dann man ihn ganz ohne klettern zu Fuss besteigen könne. Aber warten wir es ab, kurz danach erreichten wir die Branderalm, in welcher wir nach dem Abstieg eine Kleinigkeit es wollten. Wir laufen links weiter einen Hang hinauf immer im Blick die Hörndlwand und erreichen danach wieder ein Waldstück, in welchen wir kreuz und quer weiter empor hoch wandern. Der Weg ist breit und angenehm zu laufen. Hier kann man abermals entscheiden, entweder den einfachen Weg über das Ostertal zu nehmen oder die etwas schwierigere Variante über die Nordseite, vorbei an der Hörndlwandalm und über den Jägersteig. Ich möchte darauf hinweisen, dieser Weg erfordert Trittsicherheit und wird als alpine Route ausgewiesen, aber ist dennoch gut machbar. Wir nahmen den Weg über den Jägersteig. Nachdem wir die die Hörndlwand-Alm passierten, kamen wir direkt zum Einstieg vom „Jagasteig“ (Schild). Noch konnten wir uns nicht vorstellen den felsigen Koloss zu besteigen, von hieraus sah es einfach nicht danach aus, dass ein gehbarer Pfad vorhanden wäre. In unserem Falle lagen noch einige Schneefelder, welche teilweise den Aufstieg zusätzlich erschwerten. Vereinzelt mussten wir unsere Hände als Hilfe einsetzen, um weiterzukommen. Nach ca 20 Min kamen wir doch tatsächlich zum Gipfel. Es gibt sogar drei Gipfelkreuze, welche allesamt zur Rast einladen. Die Fernsicht war bis auf ein paar Schleier hervorragend. Man kann von hier aus z.B. den Wilden Kaiser, die Lofer Steinberge oder den Watzmann prima erblicken, rundum eine tolle Aussicht soweit das Auge reicht. Der Abstieg erfolgte dann über das „bequemere“ Ostertal und wir machten somit eine schöne Runde um die Hörndlwand. Den Jägersteig zurückzugehen fanden wir nicht wirklich prickelnd, aufgrund der Höhe und des noch liegenden Schnees sogar kritisch. Generell ist das Begehen des Jägersteiges bei schlechter Wetterlage nicht wirklich sinnvoll, aber wer will bei schlechten Wetter auch auf dem Berg ? Abschießend rasteten wir noch in der schönen Branderalm (1135 m) bevor es zurück ins Tal ging. Die Alm ist in den Sommermonaten bewirtschaftet und bietet erst klassische bayrische Schmankerl plus zusätzlich Kaffee und Kuchen. Wir stärkten uns mit feinen Kaiserschmarrn und Hollerschorle, der perfekte Ausklang einer tollen Wanderung. Im Sommer können wir noch empfehlen einen Abstecher zu den Seen unten am Fuße der Bergkette zu machen. Die Rundwanderung ist gut am Vormittag zu schaffen und danach kann man sich die Sonne auf den Bauch brutzeln lassen. Es gibt viele Parkmöglichkeiten, zumindest im Mai und die Liegefläche war großzügig. Aufstieg: ca 2 Stunden / Abstieg: ca 1 Stunde / Branderalm: ca 1 Stunde
- Aus Versehen Ultra ! Jetzt wird es ernst.
Es sind nur noch wenige Tage bis ich das erste Mal an der Startlinie eines Ultra-Marathon stehe. Ende letztes Jahr hatte ich mich voller Mut angemeldet, und mit voller Kraft posaunt, ach das packen wir schon, aber jetzt so kurz vor Startschuss gerate ich leicht in Panik. Und für einen Ultra zu trainieren ist nicht nur Spass. Die Fakten: Innsbruck Alpine Trailrun Festival – Strecke 65 km - 2100 HM Aufstieg und 2100 HM Abstieg. Eine Runde mit atemberaubenden Alpenpanorama und Startpunkt im schönen Innsbruck. Eigentlich hört sich das ja ganz nett an, Schuld an allem trägt Lena, die mich dazu mehr oder weniger überredete. Die Hauptdarsteller:Lena: Lena ist wie gesagt, verantwortlich, dass ich mich überhaupt angemeldet habe. Sie ist am liebsten auf Trailstrecken und in den Bergen unterwegs, mit dabei meist ihr Traildog Luggi. Ihre Liebe ist das Sammeln von Höhenmetern und sie liebt Kuchen. Durch Instagram kamen wir in Kontakt und trafen uns das erste Mal persönlich im September 2014 beim Viking Women's Trail Wochenende in Zell am See. Ich war damals selbst in der Vorbereitung auf meinen ersten Marathon in Amsterdam, aber mein Interesse an Trailrunning wurde da schon geweckt und Lena inspirierte mich dazu. Irgendwann kam dann der Vorschlag lasst uns einen Ultra laufen. Iris: sie überspringt dann gleich mal die Marathondistanz und ist auch Trailrun-Rookie. Iris ist ausserdem oft mit dem Bike unterwegs und hatte vor Kurzem mal die Idee 65 km radeln zu müssen, da kommt die Angst dann von ganz alleine. Auch sie hat einen Hund, den etwas betagten Packo, der leider nicht mehr mitlaufen kann und ich mag ihre Selfies, sie ist ganz wunderbar als Waffelschnittchen . Meine Knie: unsere anfänglichen gemeinsamen Bergläufe, so schön sie waren setzten meinen Knien immer mehr zu. Ich erinnere mich nur ungern an den Abstieg von der Hochries , ich musste bergab verlangsamen und jeder Schritt war eine Tortur. Gefühlt hatte ich mich wie eine Omi auf Krückstöcken anstatt eine Trailläuferin mit Wanderstöcken. Das war auch der Punkt, an dem ich dann sofort den Orthopäden aufsuchte. Die Diagnose besagte dann Dysbalance und etwas verschobene Kniescheibe, was den Schmerz auslöste. Mein Lauftraining reduzierte ich drastisch. Ich lief selten und nur kurze Läufe und alle Übungen im Fitnessstudio, welche die Knie beanspruchten wurden vom Trainingsplan gestrichen. Ich besuchte drei Wochen die Physio und arbeitete gegen die Knieschmerzen mit viel dehnen, blackroll und Stärkung meiner Schwachstellen. Anscheinend funktionierte es, denn ab Ende Februar konnte ich wieder voll einsteigen ohne weitere Beschwerden bis heute. Die letzten Trainingswochen waren allerdings nicht von sehr vielen Höhenpunkten geprägt, aber lest selbst: Hochries Umrundung, 29 km mit 1750 Höhenmeter mit Lena und Caro einer Freundin am Osterwochenende. Die vielen Höhenmeter machten mir zu schaffen, ich trottete den Bergfeen meistens hinterher und das Ziel 40 km zu laufen wurde leider verfehlt. Aufgrund von Regen im Tal, liefen wir immer wieder nach oben in eine schöne weisse Winterlandschaft. Allerdings die fehlenden Kilometer bereiteten mir Sorgen, wir hatten zu dem Moment nur noch 5 Wochen bis zum Ultra. Ein Wochenende später verabredete ich mich auf einen 40 km Trainingslauf an der Isar. Es sollte der erste schöne Frühlingstag in München werden, was mich irgendwie völlig unvorbereitet traf. Aber manche Dinge lernt man dann eben auf die harte Tour, mit viel zu wenig Wasser, ohne Kopfschutz, ohne Geld und ohne Ubahn-ticket ging es los. Bereits bei ca km 25-27 km hatte ich kein Wasser mehr im Trinkrucksack. Ich trank deswegen von Anfang an sehr sparsam und generell hatte ich aufgrund der Sonne und Anstrengung schon zu Beginn Kopfschmerzen. Wir suchten den nächsten Biergarten im englischen Garten auf, der Aumeister war brechend voll, die Biergartensaison hatte begonnen und ich hätte nichts lieber getan, als mich dort niederzulassen. Zu dem Moment waren wir übrigens bei Km 30 angelangt. Ich wollte weiterlaufen, ich wollte endlich den ersten langen Trainingslauf über 40 km in der Vorbereitung knacken. Die 40 km hatte ich mit ach und Krach geschafft, die letzten 2 km torkelte ich mit Übelkeit, Schwindel und richtig heftigen Kopfschmerzen regelrecht heim und dort hatte es mich dann umgehauen. Es war das erste Mal, dass mein Körper mir sagte, bis hier hin und nicht weiter. Das letzte lange Training sollte die Umrundung des Ammersees werden, 45 km im Dauerregen wurden es. Noch so ein Top Vorbereitungslauf, aber sozusagen mein erster Ultra. Ohne meine Laufbegleitungen wäre ich wahrscheinlich nicht mal losgelaufen bzw. hätte es gar nicht durchgestanden. Ihr könnt euch vorstellen, wie sich so eine Strecke auf das Gemüt auswirken kann. Ich hatte gegen das Wetter zu kämpfen und immer schwerer werdende Beine, zum Schluss tat jeder Schritt weh. Einzig die Vorstellung an Kaiserschmarrn und der Support meiner Freunde hielt mich in Bewegung. Als Belohnung gab es dann natürlich den langersehnten Kaiserschmarrn. Wie ihr seht einen richtig glücklichen und zufriedenstellenden langen Trainingslauf konnte ich in den letzten Wochen nicht abspulen. Es werden verdammt ultra lange 65 km. Aber denken wir positiv und worauf ich mich am meisten freue: Ich werde wunderbare Menschen treffen, eine wunderbare Landschaft und tolle Ausblicke geniessen und es geht mir gar nicht, um irgendwelche Bestzeiten oder Höchstleistungen. Ich will mir vielleicht selbst beweisen, dass ich soweit laufen kann, aber wenn es nicht klappt, dann versuche ich es ein anderes Mal. Eines ist sicher, ich werde am 30.04.2016 an der Startlinie stehen und freue mich auf meine verrückten Mädels und ein richtig schönes Naturlauferlebnis. To be continued....
- Neuseeland - fünf Highlights und unendliche Freiheit
Neuseeland ein lang gehegter Traum, welcher spontan wahr wurde. Es geht nach Neuseeland Auf der Suche nach dem nächsten Urlaubsziel, konnten uns nicht einigen. Deshalb suchten wir Rat und Inspiration im, um zu einer Entscheidung zu kommen. Dort entdeckte ich sofort einen Katalog von G-Adventures mit dem Reiseziel Neuseeland und mein Interesse war geweckt. Die Kosten schienen sich im Rahmen zu halten und wir ließen uns mögliche Reisetermine anbieten. Recht bald stellten wir allerdings fest, dass es Übernachtungen der Gruppenreise in Gemeinschaftsräumen beinhaltete, für uns ausgeschlossen. Das große Suchen ging weiter, aber Neuseeland ließ mich nicht mehr los. Ich suchte nach Flügen. Kurz und knapp, recht spontan, fand ich dann ein paar gute Verbindungen und wir buchten unseren Flug. Das war es dann auch schon, ohne eine Route (welche wir täglich vor Ort entscheiden wollten). Zusätzlich reservierten wir nur noch ein Mietauto von Deutschland aus. Ende Oktober 2015 ging es dann endlich auf die große Reise. Unser Road Trip durch Neuseeland , 18 Tage spontan, unabhängig und ungeplant, einfach drauf losfahren. Was will man mehr? Neuseeland - meine 5 Highlights Neuseeland das Land der Schafe, Berge und Hobbits, ich möchte euch mit auf die Reise meiner Highlights nehmen. Das Land der täglichen Wow Momente, atemberaubenden Landschaften und einer wahnsinnigen Gastfreundschaft seiner Bewohner. 1. Mt Maunganui und Papamoa Beach (Nordinsel) Wir landen in Auckland und verbringen nicht wirklich viel Zeit dort. Für mich als Naturliebhaber auch nicht wirklich interessant. Bereits am nächsten Morgen brachen wir nach Mt Maunganui , Bay of Plenty auf. Mt Maunganui verdankt seinen Namen dem gleichnamigen Hügel, welcher sich majestätisch 232 m in die Höhe streckt. Der Ort ist uns sofort angenehm, trendige Cafés, schöne Strände, Surferparadies und lockere Atmosphäre, nur die hohen Hotelblöcke zerstören das Bild ein bisschen. Den Berg kann man auf verschiedenen Trails erklimmen und eine tolle Aussicht auf Strand und Hafen genießen. Oben starten auch regelmäßig Paraglider, es ist interessant ihnen zuzuschauen. Der Strand lädt zu langen Spaziergängen ein. Wir erlebten hier außerdem wunderschöne Sonnenauf- und untergänge. Mt Maunganui ist übrigens eine gute Ausgangslage für Ausflüge nach Hobbingen (Filmset Herr der Ringe auf der Alexander Farm) und Roturua (Thermalgegend mit Geysiren und Thermalquellen). Wir nächtigten in einen tollen B&B in Papamoa Beach (Nachbarschaftsort von Mt Maunganui), nur 3 Min zum Strand. Hier konnte ich morgens einsame Strandläufe machen. Lief dem Sonnenaufgang entgegen und fühlte mich weit entfernt dem Alltagsstress. 2. Tongariro Nationalpark – Tongariro Alpine Crossing (Nordinsel) Der Tongariro Alpine Crossing soll die schönste Tageswanderung Neuseelands bzw sogar der Welt sein und ist längst kein Geheimtipp mehr. Angestachelt von einer Freundin steht für mich diese Tour auf der To DO Liste. Die Hardfacts: Strecke 19,4 km und ca 1000 HM vom Start- bis zum Zielpunkt. Die Wanderung führt durch eine alpine, karge Wüstenlandschaft. Dabei erhält man fantastische Blicke in die Krater und leuchtenden Seen. Für Herr der Ringe Fans auf jeden Fall ein Highlight. Allerdings wird uns dieser Blick verwehrt, der Wettergott meint es gar nicht gut mit uns. Aber hey, ein Grund wieder nach Neuseeland zu reisen. Bereits die ersten sechs Kilometer sind beeindruckend. Es ist zu beachten, dass gerade hier sich das Wetter schnell und unvermittelt ändert. Bei Kilometer 6 stehen wir ungeschützt am Gipfel in einer dicken Nebelsuppe und es friert uns extrem. Unsere Ausrüstung ist leider nicht ausreichend, sodass wir die Rückkehr antreten. 3. Cape Palliser (Nordinsel) Dank meiner Instagram Freundin Doreen, die mehrere Monate in Australien und Neuseeland verbracht hat, besuchen wir spontan das Cape Palliser . Ein rauher Küstenabschnitt im Süden der Nordinsel ziemlich einsam gelegen, rar besiedelt, teilweise unbefestigt und so gar nicht auf unserer Route zur Südinsel. Aber ich folge gern Tipps und so machen wir einen Abstecher und werden nicht enttäuscht. Das Wetter ist zwar immer noch ziemlich bescheiden, regnerisch und windisch. Passt aber irgendwie in diese Gegend und an Weiterfahrt denken wir erst mal nicht. Unser Ziel: das Cape Palliser Lighthouse. Dieses erklimmt man über 254 Treppenstufen und hat dort einen fantastischen Rundblick über die Küstenstrasse, die Landschaft und das Meer. Der Leuchtturm selber ist seit Jahrzehnten automatisiert im Einsatz. Danach entspannen wir am Strand, hören dem Meeresrauschen zu, beobachten die dort ansässige Robbenkolonie. Den Robben kommen wir teilweise recht nah. 4. Farewell Spit (Südinsel) Nachdem wir uns in Nelson, auf der Südinsel Neuseelands entspannen und im Tasman Abel Nationalpark wandern, entscheiden wir uns spontan ans Farewell Spit zu fahren. Der Weg dahin ist äußerst kurvenreich und dauert auch ziemlich lang. Die Landschaft ist malerisch. Das Farewell Spit ist eine enge Landzunge, welche sich im äußersten Norden der Südinsel befindet und sich gen Osten, etwa 35 km erstreckt. Diesen Bereich darf man allein nur auf den ersten vier Kilometern erkunden. Wer weiter will muss dies im Rahmen einer geführten Tour machen (ca EUR 100,- p.P.). Wir buchten unsere 6,5 Stunden Tour ziemlich kurz vor Abfahrt bei Farewell Spit Eco Tours, Collingwood und haben Glück, da unsere Gruppengröße gerade mal sechs Leute zählt. Zunächst besuchen wir das Cape Farewell (nördlichster Punkt). Die dortige Aussicht auf die Klippen und die Golden Bay ist atemberaubend, hat mich regelrecht umgehauen. Danach fahren wir in die wunderschöne, menschenleere Strand- und Dünenlandschaft weiter. Wir machen immer wieder kurze Stopps. Halten am Fossil Point, dort kann man Versteinerungen von Meerestieren begutachten, an Sanddünen, welche man herunterspringen kann und einsamen Geäst für coole Fotos oder halten einfach zur Beobachtung der Robben, die zahlreich herumliegen. Das Spit ist ein Naturschutzgebiet für Vögel, z.B. Schnepfen und Tölpel, welche man aus der Ferne beobachten kann. Am Ende der Spitze befindet sich der historische Leuchtturm, welcher leider bei unserem Besuch nicht begehbar ist und sich mitten in einer grünen Oase befindet. Dieser Ort ist so einsam gelegen, dass man die ruhige Naturidylle komplett in sich aufnehmen möchte, ca. 30 km um uns herum ist keine Menschenseele unterwegs. Wann waren wir das letzte Mal so weit weg aus dem Alltag? 5. & Banks Peninsula (Südinsel) Landschaft und Tiere, wir verbringen unvergessliche Tage auf der Banks Peninsula und das wiederum nur aus Zufall. Aufgrund unseres immer näher rückenden Rückfluges müssen wir die Route kürzen. Unser Weg führt uns nach einem 3-tägigen Aufenthalt in Queenstown Richtung Christchurch , wo unser Rückflug nach Deutschland startet. Wir lassen interessante Reiseziele wie Kaikoura und Otago komplett weg. Als Alternative fahren wir nach Banks Peninsula , nur ca 1,5 Fahrstunden von Christchurch entfernt. Unser Ziel Akaroa, eine französisch angehauchte Ortschaft, von wo aus Touren zur Beobachtung der kleinen und seltenen Hector-Delfine starten. Ich habe mir in den Kopf gesetzt mit den Delfinen zu schwimmen und genau dort ist dies möglich. Durch Recherche werde ich auf den Touranbieter ecoseaker aufmerksam, der große Anbieter vor Ort ist Black Cat Cruises. Groß bedeutet für mich immer viele Touristen und nicht unbedingt beste Qualität. Deshalb entscheiden wir uns für den "kleinen" Touranbieter ecoseaker. Es ist die perfekte Entscheidung, wie sich herausstellt. Wir zwei, Steve und einer seiner Mitarbeiter gehen allein auf Tour. Wie cool, oder? Wir werden in dicke Neoprenanzügen (5 mm) gesteckt. Die Temperaturen sind ziemlich kühl und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen ins kalte Meer zu springen. Es ist sonnig. Um den Bericht nicht zu sprengen, kurz und knapp, wir schwimmen tatsächlich mit Delfinen. Das ist ein echt besonderes Erlebnis. Die Delfine sind sehr neugierig. Die Neoprenanzüge halten uns warm. Es ist für mich der unvergesslichste Moment der ganzen Reise, eindeutig mein Highlight Nummer 1. Wir besuchen außerdem die Pinguin-Station (pohatu penguin habitat) in der Flea Bay. Ein beeindruckender Besuch bei welchem man Pinguine aus der Nähe beobachten kann und mehr über die Tiere erfährt, inkl. einer Schafsfütterung. Die Summit Road, welche hoch oben über der Banks Peninsula führt, bietet tolle Ausblicke. Man muss immer wieder stoppen, staunen, fotografieren. Ein wunderbares Fleckchen Erde. Das sind meine 5 To Dos von Neuseeland. Die drei Wochen vergingen wie im Flug. Wir haben viel gesehen und haben uns in das Land verliebt. Ich würde immer wieder nach Neuseeland reisen. Noch ein paar Tipps vor Reiseantritt Unbedingt einen internationalen Führerschein beantragen, in Neuseeland gibt es keine Ausnahme. Wer diesen nicht hat, kann vermutlich wie wir eine Übersetzung des Führerscheines anfertigen lassen (ca 45,- EUR). Diese Übersetzung plus Führerschein berechtigen dann zur Fahrt in Neuseeland. Man kann sich das teure Navigationsgerät sparen, indem man sich die App „HERE“ und das Kartenmaterial von Neuseeland (war in unserem Fall kostenlos) herunter lädt. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht und jedes Ziel „fast“ ohne Umweg gefunden. Es ist ratsam ein Auto mit Tempomat zu mieten, erleichtert die Autofahrt immens. Im November würden wir das nächste Mal nicht mehr nach Neuseeland reisen. Durch den Wind kann es ziemlich kalt werden und eine Jacke ist ständig erforderlich. Allerdings sind weniger Touristen unterwegs und man kann dadurch viel einfacher und auch spontan Unterkünfte buchen. Evtl bei einem 3-wöchigen Aufenthalt lediglich eine Inselhälfte bereisen, Nord- oder Südinsel, da man sonst doch sehr in Stress gerät.
- Der Transalpine-Run aus Sicht einer Begleitperson
Wir stehen an der Strecke eines Wettkampfes, es ist kein gewöhnlicher, es ist der Goretex Transalpine-Run (kurz TAR). Nachdem ich letztes Jahr selbst die Alpenüberquerung mit etwa 250 km und 15.000 Höhenmeter bezwungen hatte, bot sich mir dieses Jahr die Chance ein Damenteam als Supporterin zu begleiten. Was ist der Transalpine-Run? Der Transalpine-Run fand dieses Jahr bereits zum 13. Mal statt. Die Strecke führte von Fischen im Allgäu nach Sulden am Ortler. Insgesamt wurden 7 Etappen ausgetragen, 4 Länder betreten mit ca. 267 km und 15.500 HM. Der Etappenlauf muss als Zweier-Team überwunden werden, einzig bei besonderen Ausfällen (Krankheit/Verletzung oder ähnlichem) eines Teammitgliedes ist es möglich für den anderen zumindest als Einzelstarter zu finishen. Eine offizielle Wertung erfolgt allerdings dann nicht mehr. Im jährlichen Wechsel wird einmal die Ost- und die Westroute überschritten. Ein kleines Jubiläum gab es dieses Jahr, die 100. TAR Etappe führte von Scoul nach Prad. Ein Lauf voller Leidenschaft und Emotionen: Die täglichen Strapazen sind jedem einzelnen Läufer anzusehen, steile Anstiege, schwierige Downhills und auch persönliche Probleme führen zu enormen Belastungen. Dieses Laufevent zeichnet sich aber auch durch sein tolles Miteinander aus, man leidet zusammen und freut sich zusammen. So verrückt es klingen mag, es gibt viele Wiederholungstäter/innen. Es ist auch ein extremes Kontrastprogramm, kaum jemand hat Zeit über die „Probleme“ des Alltags nachzudenken, hier gilt es zu laufen, Natur zu genießen und zu regenerieren. Die TAR Family Der erste Transalpine-Run wurde 2005 ausgetragen. Laut Organisation (Plan B, München) nahmen bereits mehr als 5.500 Teilnehmer aus 50 Nationen teil, es wurden mehr als 3.250 Kilometer und 215.000 Höhenmeter überwunden. Spannend ist der Verbrauch, fast 10.000 Kilogramm Bananen, mehr als 5 Kilometer Kinesiotape und 95.000 Liter Getränke. Wie bereits erwähnt gibt es viele Wiederholungstäter/-innen, die bereits mehrmals die Alpen überquert haben, der Umgang ist familiär. Beim diesjährigen TAR wurde die 100. Etappe ausgetragen und ein Läufer, Holger Schulze, hat an jedem Transalpinerun teilgenommen und dabei 100 Etappen auch zu Ende gelaufen. Der Transalpine-Run als Begleitperson Zusammen mit Monika bestritt ich den täglichen Wahnsinn als Begleiter eines Teams „Viking Footwear Powergirls“. Monika begleitete ihren Mann und dessen Teampartner. Platzierungen und gelaufene Zeiten sind ja eigentlich zweitrangig, eine tolle Zeit verbringen und dabei die Alpen überqueren (wir natürlich motorisiert, ist übrigens nicht weniger anstrengend), das war für mich die Gelegenheit den TAR von einer ganz anderen Seite kennen zu lernen. Das Viking Footwear Powergirls Team beim Transalpine-Run Der Grund meiner Teilnahme war das Viking Footwear Team sowie die Berichterstattung aller Ereignisse über die Social Media Kanäle der Firma Viking Footwear. Das Team bestand aus Ina Forchthammer und Sarah Dörschlag, zwei Mädels Anfang / Mitte 20 und beide standen zum ersten Mal an der Startlinie des Transalpine-Run. Ich lernte die zwei bereits im Sommer bei einem anderen Lauf kennen. Zusätzlich initiierten wir gemeinsam mit Viking Footwear eine Spendenaktion über Betterplace.org für Outdoor Against Cancer. Ina und Sarah wollten für jeden gelaufenen Höhenmeter 0,10 EUR sammeln, das Spendenziel betrug somit 1500,- EUR. Ein paar Tipps für Begleitpersonen und damit die TAR Woche ein Highlight für alle wird: Nur der Läufer / die Läuferin zählt Es ist gar nicht so einfach eine/n Läufer/-in oder gar ein ganzes Team eine Woche zu begleiten bei ihrer Reise über die Alpen. Stellt euch vor, die Läufer gehen oft an ihre Grenzen, sind den ganzen Tag in den Bergen unterwegs, sind entsprechend gefordert und nach Zieleinlauf ist es wichtig schnelle Regeneration zu gewährleisten. Deshalb muss man wissen, worauf man sich einlässt. Es ist wichtig, dass man sich selbst in dieser Zeit zurücknimmt, der Fokus liegt ganz klar auf dem Wohlergehen des / der Läufer (s) / Läuferin (nen). In erster Linie darf man sich auf Wartezeiten einstellen. Es ist schon teilweise schwer überhaupt an die Strecke zu kommen bzw. es bedarf einer gewissen Organisation. Wir hatten uns oft Punkte herausgesucht, die man gut mit dem Auto anfahren konnte, um danach schnell im Ziel zu sein. Allerdings gab es auch Etappen, welche auch für die Zuschauer nur zu Fuß erreichbar waren. Zwei Mal verpasste ich die Viking Girls, weil ich einfach zu spät an den Zuschauerpunkten ankam. Im Ziel konnte ich jedoch immer rechtzeitig sein. Eine gewisse Planung ist also vorher erforderlich, um den Stress so gering wie möglich zu halten. Eine kleine Clique Erwähnt werden soll hier auch, dass es unter den Zuschauern sehr freundschaftlich einher geht und so wurden wir auch immer wieder mitgenommen. Dass war aus Sicht der Begleitperson sehr schön, man trifft immer wieder die gleichen Personen, kommt schnell ins Gespräch, verabredet sich und es wurde zu keiner Minute langweilig. Ich für meinen Teil habe mich zusätzlich sehr mit dem Fotografieren beschäftigt, aber es gibt auch Möglichkeiten die Umgebung zu erkunden, immerhin ist man in einer der schönsten Urlaubsregionen überhaupt unterwegs. Nur mit Auto Ein enormer Luxus für alle ist, wenn ein Auto zur Verfügung steht. Die Läufer/-innen müssen ihre gesamten Sachen normalerweise in eine 100 Liter Tasche (wird bei der Startunterlagen-Abholung ausgegeben) packen. Somit wird gewährleistet, dass die Gepäcklogistik funktioniert. Allerdings ist es für den einen oder anderen schon etwas knapp und vor allem der tägliche Unterkunftswechsel ist mühsam mit ein- und auspacken. Ein Auto kann entsprechend super als Lagerplatz für sonstige Sachen fungieren, man kommt flexibel dran und bietet so eine gewisse Bequemlichkeit für alle. Unterkünfte vor Ort Auch wenn man motorisiert unterwegs ist, empfehle ich die Unterkünfte nahe an Start und Ziel zu buchen. Denn Parkplatzsuche war nicht immer einfach, kann durch die unzureichenden Parkplatzgegebenheiten auch teuer werden (Parkhäuser). Wenn das Auto etwas entfernt geparkt werden muss, kommt es dann zu unnötig weiten Wegen (Massage / Pastaparty). Da ich persönlich recht spät von meiner Begleitung des Transalpine-Run erfuhr, hatte ich nur die ersten Nächte vorgebucht und die restlichen immer vor Ort fixiert. Dadurch kam ich meistens in den Genuss ganz nah am Event eine Unterkunft zu ergattern. Durch das Ausscheiden einiger Teams werden immer wieder Zimmer verfügbar. Die Begleitperson ist Teil des Erfolges Die Begleitperson hilft in jeglichen Situationen und kann sich um alle Wehwehchen der Athleten kümmern, Hilfestellungen bieten, Erledigungen bzw. Besorgungen machen und noch am Streckenrand motivieren. Die Läufer müssen sich lediglich um sich und das Laufen kümmern. Eine optimale Gegebenheit für Bestleistungen. Schaut mal in meine TAR Berichte vom letzten Jahr rein, wir hatten so einige Probleme (Taschen nicht im Hotel/ kein Hotelzimmer/ Hotel weit weg vom Eventbereich etc.). Diese hielten uns ziemlich auf Trab und mit Begleitperson wäre es oft ein Leichtes gewesen eine Lösung schnell zu finden. Ein Lächeln Für viele Teilnehmer ist es was Besonderes, wenn sie an der Strecke zusätzlich von den Begleitpersonen begrüßt und motiviert werden. Die Emotionen sind eine ganz eigene Sache. Ich bekam oft ein Lächeln zu sehen, allein weil ich meine Kamera hochhielt und da war. Das Wichtigste sind vor allem die Läufer, aber auch die Zuschauer sind wichtig, welche leider bei diesem Event viel zu wenig vorhanden sind. Was mitunter daran liegt, dass der Transalpine-Run vornehmlich unter der Woche stattfindet und die Zuschauerpunkte oft nur über Umwege erreichbar sind. Wie sieht eine Etappe aus Sicht des Läufers aus? Generell müssen die Läufer sehr früh aufstehen, oft auch schon zwischen 4-5 Uhr. Frühstück ist wichtig, aber zu dieser Zeit nicht für jeden einfach runter zu bekommen. Von Etappe zu Etappe schmerzt der Körper mehr, vielfach wird das Outdoor Physio Team oder die Medical Crew vor Start aufgesucht, um die Schmerzen zu behandeln. Die ersten Kilometer verlaufen häufig über Asphalt, was die Körper weiter beansprucht. Mit den voranschreitenden Etappen werden die Läufer normalerweise langsamer. Die Teilnehmer, welche an den ersten Tagen zu schnell angelaufen sind, brechen evtl. sogar stark ein. Nach Zieleinlauf wird die Zeit für die Verpflegung, Entspannung und Austausch mit anderen, Dusche und Massage genutzt. Abends findet immer die gemeinsame Pastaparty statt mit Siegerehrung der besten Teams, Briefing der Folgeetappe und Bilder des Tages. Recht früh geht’s dann für alle heim, um fit in den nächsten Tag zu starten. Und wie ging es aus? Ina und Sarah liefen die erste Etappe auf Rang 8, danach folgten 7. Plätze. Gemäß dem Motto: Vier Länder, Zwei Läufer, Eine Woche – Ein Traum steigerten sich die zwei auf dritte und zweite Plätze in den einzelnen Etappen. Schlussendlich konnten sie am letzten Tag nochmals richtig aufdrehen und auf den letzten Drücker auf den 3. Platz in der Gesamtwertung der Damen laufen. Ich denke ein Grund war u.a. die Hilfe der Supporter, auch beide Eltern und teilweise Freunde waren vor Ort, somit konnten die zwei letzte Reserven zusätzlich mobilisieren. Und wie geht’s weiter? Der Transalpine-Run ist eine wirklich tolle Veranstaltung, perfekt organisiert. Ganz ehrlich, während dem Event hatte ich oft den Gedanken, gut das ich nicht laufen muss. Aber ein Grund dafür war sicherlich auch das etwas ungemütliche Wetter, viele Regenstunden mussten dieses Jahr durchgestanden werden, auch ist mein Fitnesszustand etwas verbesserungswürdig. Jetzt im Nachhinein habe ich neue Motivation geschöpft und möchte mir wieder etwas Größeres vornehmen, schauen wir mal was kommt. Der Transalpine-Run 2018 kommt sicher. Fotocredit Beitragsbild: PEAK ART IMAGES














